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Die Lebensreformbewegung und die Wutbürger von gestern

„So fruchtbar auch die Übernahme des Freudschen Regressionsbegriffes für die Sozialpsychologie sich erweist, er hat seinen Stellenwert lediglich im dialektischen Zusammenhang der Verdrängung; nicht als eine Art von autonomem, wenn auch durch die „Krise“ vorgezeichnetem Rückgriff. Echt regressiv und eben darum unbewußt sind jene anal-sadistischen Motive, die von der Kontrolle der Kochtöpfe an Sonntagen über Rasse-Denunziationen und Sumpfentwässerungen zu Säuberungsaktionen und dem Schlimmsten führen. Dagegen ist die Romantik der Beschwörung alter Gesellschafts- und Bewußtseinsformen als „manifester Trauminhalt“, wie Deutschglaube, Sippe, Allodialverfassung, germanisches Recht bloß verhüllend: sie sollen die sonst unerträgliche Verdinglichung durch ein freilich unbewußt gespeistes Zeremonial in den Zustand der Unmittelbarkeit umdeuten und damit psychologisch das Leiden unter dem Kapitalismus paralysieren, ohne am gesellschaftlichen Zustand etwas zu ändern.“ Theodor W. Adorno: Vermischte Schriften I/II: Neue wertfreie Soziologie

lebensreform

Seit Jahrhunderten lechzen Menschen inmitten wirtschaftlicher Krisen oder gesellschaftlichen Umbrüchen nach einfachen Erklärungen und rettenden Auswegen. So entstand in Reaktion auf Industrialisierung, Materialismus und Urbanisierung Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland  die sogenannte Lebensreformbewegung. Die Entwicklungen der Moderne wurden in dieser Bewegung als Verfallserscheinungen angesehen und eine “Erlösung” versprachen sich die überwiegend völkischen, antisemitischen und eugenischen Esoteriker mit ihren “Reformen”.  Die Lebensreformbewegung propagierte ein einfaches, natürliches Leben mit gesunder Ernährung, frischer Luft und Bewegung, statt Erotik eine nordische Freikörperkultur plus Rassenhygiene und Eugenik, einer Menschenzucht, die sich am Ideal blond, groß, muskulös orientierte. Ihr angeblicher dritter Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus beinhaltete einen agrarisch-handwerk­lichen “fairen” Kleinkapitalismus, vor­zugsweise in ländlichen Siedlungen und mit zinsfreiem Geld.

Im Jahr 1883 wurde der “Deutsche Verein für Naturheilkunde und für volksverständliche Gesundheitspflege” gegründet und gleichzeitig erfuhr die “alternativmedizinische Methode” der Homöopathie verstärkten Zulauf. Der Maler und Kulturreformer Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913) gilt mit Heinrich Pudor (1865-1943) als Pionier der völkisch-nationalen Freikörperkultur, die Teil der Lebensreformbewegung war. Nacktheit war das Gegenmittel gegen die angebliche Degeneration der Menschen als Folge der Zivilisation. Der völkische Antisemit Richard Ungewitter (1869-1958) gründete 1910 die Loge für “aufsteigendes Leben” und warb für „strenge Leibeszucht“ und „nackte Gattenwahl“ mit dem Ziel, gesunde und „rassereine“ Nachkommen zu zeugen. Ungewitter meinte: „Würde jedes deutsche Weib öfter einen nackten germanischen Mann sehen, so würden nicht so viele exotischen fremden Rassen nachlaufen. Aus Gründen der gesunden Zuchtwahl fordere ich deshalb die Nacktkultur, damit Starke und Gesunde sich paaren, Schwächlinge aber nicht zur Vermehrung kommen.“ Die Werte der FKK Bewegung, die von der Wandervogelbewegung unterstützt wurde, waren kompatibel mit der NS-Ideologie.

Die Ernährungsreform, Landkommunen, die Gartenstadtbewegung, die Anthroposophie von Rudolf Steiner (1861-1925), Silvio Gesells Freiland- und Freigeldlehre sowie die Reformpädagogik  waren weitere wichtige Bereiche der Lebensreform. Rudolf Steiners “völkische Revolution”, war durchtränkt von Antihumanismus, Irrationalität, Rassismus und Antisemitismus. Er gab einflussreiche Anregungen für die Waldorfpädagogik, die anthroposophische Architektur,  Medizin,  sowie für die biologisch-dynamische Landwirtschaft. In Silvio Gesells (1862-1930)   Hauptwerk “Die natürliche Wirtschaftsordnung”  versprach der Zinskritiker, der in „gutes schaffendes“ und „böses raffendes Kapital“ unterschied,  die Lösung der kapitalistischen Widersprüche. Mit Einführung eines “Schwundgeldes” wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird. Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons, ein Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels (1874-1954), der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte. 1895 war Simons auch Gründungsmitglied der Lebensreformer-Obstbaugenossenschaft Oranienburg-Eden bei Berlin. In einem Programmheft von Eden heißt es 1917: „Zum „natürlichen“ Leben in der Siedlung sei vegetarische Ernährung und „deutschvölkische Gesinnung Voraussetzung. Und dazu befähigt nur deutsches Ariertum“.  Ein enger Mitarbeiter Gesells, Rolf Engert (1889-1962) formulierte 1919 eindeutig: „Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtschaft.“ Ebenso kooperierte Gesell mit Theodor Fritsch, der den Hammer Verlag gründete und dort zahlreiche antisemitische Propagandaschriften, darunter die deutsche Übersetzung der Protokolle der Weisen von Zion sowie seinen Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“ herausgab. Gesell zog 1911 erstmals nach Eden, wo er auch seine letzten Jahre verbrachte. 1918 beteiligte sich Gesell mit einem Text an dem Buch „Deutschlands Wiedergeburt durch Blut und Eisen“, das Richard Ungewitter herausgab. Gesell lehnte Frauenemanzipation ab und behauptete, die natürliche Berufung einer Frau sei die Mutterschaft. Seine Mutterrente sollte Frauen sowohl von der Erwerbsarbeit als auch von der Versorgungsehe befreien. Sie sollten sich voll und ganz auf eine „Hochzucht“ der Menschheit konzentrieren und nur erbbiologisch wertvolle Männer als Partner akzeptieren.

Die Lebensreformbewegung lieferte den Nazis nicht nur Ideen sondern auch Personal. Der führende NS-Rassenhygieniker Alfred Ploetz kam aus der Lebensreformbewegung, der Eugeniker und Antisemit Theodor Fritsch engagierte sich in der Gartenstadt-Bewegung. Der Landschaftsarchitekt Alwin Seifert  sorgte als „Reichslandschaftsanwalt“ dafür, dass die Seitenstreifen der neuen Autobahnen mit heimischen Bäumen bepflanzt wurden. Steppenlandschaften bezeichnete er als „undeutsch“ und forderte, von der Wehrmacht die im Osten eroberten Gebiete mittels Feldhecken „einzudeutschen“. Außerdem war Seifert für den Kräutergarten der SS im KZ Dachau beteiligt, in dem biologisch-dynamische Anbaumethoden getestet wurden. Seifert wurde nach dem Krieg Ehrenvorsitzender des Bundes Naturschutz. Der „grüne Flügel“ in der NSDAP  um Walther Darré und Alwin Seifert  schwärmte für regenerative Energien, alternative Heilkunst und biologische Landwirtschaft. Landwirtschaftsminister Walther Darré kooperierte mit Demeter, Weleda und den anthroposophischen, biologisch-dynamischen Landwirten. Die Artamanen innerhalb der NSDAP verbanden den völkischen Okkultismus der Ariosophie mit der Naturschwärmerei der Lebensreform, den Ideen der Naturschutzbewegung und dem Kulturpessimismus Oswald Spenglers. Sie verherrlichten die Bauern als die einzigen “organischen Menschen” und predigten die Abkehr von der “internationalen Asphaltkultur der Großstädte”.

Mit der NSDAP erlebte die verkürzte Kapitalismuskritik einen zwischenzeitlichen Höhepunkt. Gottfried Feder schrieb im 25 Punkte-Programm der NSDAP ab Seite 22: „Die Wirtschaft, ob groß oder klein, Schwerindustrie oder Kleingewerbetreibender, kennen nur ein Ziel: “Profit”, sie haben nur eine Sehnsucht: “Kredit”, nur eine Aufwallung: die “gegen die Steuern”, nur eine Furcht und namenlose Hochachtung: die “vor den Banken” und nur ein überlegenes Achselzucken über die nationalsozialistischen Forderung der “Brechung der Zinsknechtschaft”. Alle drängen sich danach, “Schulden zu machen”. Die maßlosen Wuchergewinne der Banken, die ohne Müh und Arbeit, als Tribut vom Leihkapital erpreßt werden, findet man durchaus in der Ordnung. Man gründet eigene “Wirtschaftsparteien” und stimmt für die Dawesgesetze, die die Grundursache für die maßlosen Steuerlasten sind. Man stürzt sich in tiefe Zinsknechtschaft, schimpft über Steuern und Zinsen und erstirbt vor Hochachtung vor jedem Bankier und Börsenpriaten. Verwirrt sind die Hirne! Die Ganze Wirtschaft ist entedelt, entpersönlicht, in Aktiengesellschaften umgewandelt worden. Die Schaffenden haben sich selbst ihren größten Feinden in die Hände gegeben, dem Finanzkapital. Tief verschuldet, bleibt den Werteschaffenden in Werkstatt, Fabrik und Kontor nur karger Lohn, jeder Gewinn der Arbeit fließt in die Taschen der anonymen Geldmacht als Zins und Dividende. Die Leute, die die wirtschaftliche Vernunft in Pacht genommen haben, wissen das entstandene Chaos nicht zu bändigen. Von oben ausgepreßt durch Steuern und Zinsen, von unten bedroht durch das unterirdische Grollen der betrogenen Arbeitermassen, haben sie sich in wahnwitziger Verblendung dem Finanzkapital und seinem “Staat” an den Hals geworfen und werden von den Nutznießern und Ausbeutern des heutigen Chaos doch nur als Sklavenhalter über die Massen des arbeitenden Volkes geduldet. […] Das Volk in allen seinen Berufsständen bekommt die Zinspeitsche zu schmecken, jeder Bevölkerungsschicht sitzt der Steuereintreiber im Nacken, – aber wer wagt der Allmacht des Bank- und Börsenkapitals entgegenzutreten? Diese Allmacht des Leihkapitals zeigt sich darin, daß es, entgegen allen sonstigen irdischen Erfahrungen, ohne Mühe und Arbeit durch Zins, Dividende und Rente aus sich selbst heraus gewissermaßen wächst, immer größer und gewaltiger wird. Der teuflische Grundsatz der Lüge siegt über den Ordnungsgrundsatz der schaffenden Arbeit. Brechung der Zinsknechtschaft heißt hier unser Feldgeschrei. […] Der Kampf gegen das internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkte des Kampfes der deutschen Nation um ihre Unabhängigkeit und Freiheit geworden.”

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der anschließenden wirtschaftlichen  Globalisierung veränderte sich das politische Koordinatensystem. Es folgten die Anschläge vom 11. September und eine Weltwirtschaftskrise mit schwerwiegenden gesellschaftlichen Umbrüchen, weshalb sich viele Menschen wieder nach einfachen Erklärungen und rettenden Auswegen sehnten. Die Wutbürger von gestern kämpfen heute, oftmals mit antiwestlichem Furor, den Juchtenkäfer beschützend, gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 oder mit einem Faible für Irrationalität gegen das die “Welt aussaugende Finanzkapital”. Die Zinskritiker und Freiwirte sind bei Attac oder der sogenannten Occupy-Bewegung angekommen. Mit ihrer regressiven Kapitalismuskritk docken die Wutbürger bei Antiglobalisierungs-Vordenker Silvio Gesell und dem NSDAP “Wirtschaftsexperten” Gottfried Feder an. Bei den Wutbürgern gegen den Zins wird die Aversion gegen das Abstrakte überdeutlich. Das auch die Ware Geld ihren Preis hat, verdrängen die neuen Revolutionäre, ihr Hass gegen die Spekulanten ist zu groß. Das große Idol vieler Wutbürger ist der Kabarettist Georg Schramm, seines Zeichens „zorniger Bürger“, Kleinkünstler, Zinskritiker und Freund von Silvio Gesells Regionalgeld.

Georg Schramm bewies sein Gespür für den Zeitgeist, als er am 12. November 2011 vor dem Frankfurter Sitz der europäischen Zentralbank im zinskritischen Zeltlager von “Blockupy Frankfurt” eine Rede hielt, in der er unter anderem meinte: „Wenn Gott seine Welt liebt und die Menschen auch und wenn er ein alttestamentarischer, zorniger Gott ist, dann war sein Timing für die Katastrophe perfekt […]. Wenn die Kernschmelze [im Finanzbereich] solche Folgen hätte wie Fukushima, her mit der Kernschmelze! […] Ich habe übrigens den Begriff des zornigen Gottes gewählt, weil es ein Klassiker ist [!], die jungen Leute hier können das nicht wissen. […]  Das ist lange her, das war zu den Zeiten, wo die Päpste noch nicht mit der Macht liiert waren und noch gegen den Zinswucher [!] gepredigt haben. Papst Gregor hat damals gesagt, die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. […] Für alle, die missmutig sind, dass ich hier Päpste zitiere, das kann ich im Prinzip verstehen, sei darauf hingewiesen: Das bis zu Beginn der Mittelalters nicht nur die katholische Kirche, sondern das überhaupt alle Weltreligionen immer über viele Jahrhunderte den Zinswucher als einer der größten Sünden bezeichnet haben. Die katholische Kirche ist erst dann davon abgerückt, als sie mit den ersten Banken die es  gab, nämlich mit den katholischen Banken, angefangen hat, damit Geld zu verdienen. Erst dann ist es schief gegangen. Früher war der Banker noch Geldverleiher, diesen Ruf, diesen gesellschaftlichen Status […] sollten wir ihm wieder besorgen! Es war ein unehrenhafter Beruf, den ein ehrbarer Mensch nicht ausüben wollte und die Nonnenmacher und Ackermänner dieser Erde mussten den  Dienstboteneingang nehmen um ins Schloss der Mächtigen zu kommen.“

Dominique Goubelle schreibt über diese Rede in “Bohème und Brettl revisited” treffend: “Georg Schramm, der mit seinem autoritären Parteisoldatenimage im neuen Deutschland gar nicht so recht für diese Rolle prädestiniert erscheint, gar schon anachronistisch wirkt, repräsentiert in seiner Funktion als Kabarettist und deutscher Kleinkünstler doch auch exemplarisch ein Milieu, eine Melange aus Künstlerimage und politischem Engagement, das meist zielsicher beim Antisemitismus landet. (..) Hinzugefügt sei noch mit Blick auf die heutige (klein)künstlerisch verbrämte Politikmacherei, wie man sie bei Schramm oder diversen Occupy-Aktivitäten findet, dass sie auf Eso-Kitsch und Lebensreform zugunsten eines sich militant gebenden Antikapitalismus ganz gut verzichten kann, den Hass auf die Agenten der Zirkulation und die mit ihnen als westlich gebrandmarkte Zivilisation aber als einendes Moment und Welterklärung beerbt, wie es auch im Verhältnis vieler Nazis zur Lebensreformbewegung der Fall war.”

Im Jahre 2008 schwamm Georg Schramm in der „Anstalt“ des ZDF wieder einmal mit dem Strom indem er die antiisraelischen Vernichtungsdrohungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad wahrheitswidrig, aber zum Gefallen rechter und linker „Israelkritiker“ negierte: „Israel muß von der Landkarte getilgt werden – falsch!!“ – „Das Besatzungsregime Israels muß Geschichte werden – richtig“. Der beliebte „Wutbürger“ spricht von einem Übersetzungsfehler und vom „israelischen Besatzungsregime“ und damit seinen Anhängern aus der Seele.

Anstatt sich dieser „Ontologie der Reklame“ zu erwehren , anstatt sich wegen der stetig steigenden Arbeitsproduktivität um eine Arbeitszeitverkürzung zu bemühen, anstatt sich für eine Verkürzung des Renteneitrittalters einzusetzen, anstatt für höhere Löhne zu demonstrieren, anstatt sich mit den Regeln der Kapitalverwertung auseinanderzusetzen, träumen die Wutbürger von gelynchten „Gierigen“ und erwählen wieder einmal einen Sündenbock für die Krisen und Konflikte dieser Welt.  Die selbsternannten „99 Prozent“ interessieren sich kaum für die Überwindung der Kapitalverhältnisse,  ihren ist vermutlich nicht bewußt wie regressive Kapitalismuskritik und reaktionäre, antisemitische Ideologie die Menschheit schon einmal an den Abgrund führte.

Obwohl Theodor W. Adorno den „Oberstleutnant Sanftleben“, bzw. „Lothar Dombrowski“ nicht kannte schrieb er in „Spengler nach dem Untergang“: “Unterdessen gilt bereits an Auschwitz zu erinnern für langweiliges Ressentiment. Keiner gibt mehr etwas fürs Vergangene. Was auf das von Spengler so genannte Zeitalter der kämpfenden Staaten folgt, ist seiner Konstruktion zufolge eine im dämonischen Sinne geschichtslose Zeit: die Tendenz der gegenwärtigen Wirtschaft, unter Eliminierung des Marktes und der Dynamik der Konkurrenz einen statischen und im eigentlich ökonomischen Sinn „krisenlosen“ Zustand unmittelbarer Verfügung herbeizuführen, kommt mit Spenglers Prognose deutlich genug überein. Mehr und sinnfälliger noch erfüllt sie sich in der Statik der »Kultur«, deren avancierten Versuchen seit dem neunzehnten Jahrhundert schon die Gesellschaft Verständnis und eigentliche Rezeption verweigert, die unablässige und tödliche Wiederholung des einmal Akzeptierten erzwingend, während die standardisierte Massenkunst vermöge ihrer „gefrorenen“ Modelle Geschichte ausschließt. „

Erstveröffentlichung in Mission Impossible

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Vom Gründerkrach bis zur Occupy-Bewegung

Regressive Kapitalismuskritik

Die Protestbewegungen „Occupy Wall Street“ oder die globalisierungskritische Vereinigung „Attac“ sind derzeit die Lieblinge der Medien und vermeintlich drauf und dran den Kapitalismus vor dem Bankrott zu retten. Vom Jesuitenschüler Heiner Geissler bis zum FDP Mitglied Max Otte, von Angela Merkel, Sigmar Gabriel bis zur katholischen Kirche, alle „Mächtigen“ lieben die Occupy-Bewegung. Ein Protest den alle lieb haben tut nicht weh, verkürzte, meist personalisierte Kapitalismuskritik, also regressiver Antikapitalismus war ebenfalls das Metier von Gottfried Feder, dem „Wirtschaftsexperten“ der NSDAP. Dass nicht die Banken, sondern die Regierungen mit ihrer massiven Kreditaufnahme bei eben diesen Banken Ursache der aktuellen Schulden- und Eurokrise sind, scheint sich irgendwie bei den „antikapitalistischen Kämpfern“ nicht herumgesprochen zu haben.  Diese Ablenkungsmanöver mit verkürzter Kapitalismuskritik, also der Trennung von „gutem“ und „bösen“ Kapital ist jedoch nicht neu:

Die seit 1850 anhaltende stürmische Entwicklung des Kapitalismus brach 1873 abrupt ab. In Deutschland wurde der  Boom durch Reparationszahlungen Frankreichs und den entstandenen neuen Märkten befördert. Im Jahre 1873 brachen die Finanzmärkte weltweit zusammen. „Ausgangspunkt der Krise von 1873 und der Großen Depression war der Zusammenbruch des Kapitalmarktes für Eisenbahnaktien und die Erschöpfung des Eisenbahnbaus als „Strategischer Leitsektor“, schreibt Georg Fülberth in „G Strich“. Als so genannter „Gründerkrach“ wird der Börsencrash von 1873 bezeichnet, dem eine Überhitzung der Konjunktur durch eine galoppierende Industrialisierung vorausgegangen war. Bereits damals führte die Gründerkrise zu Verschwörungstheorien, welche in erster Linie der angeblich jüdischen Hochfinanz die Schuld an der Krise gaben. Nach der Gründerkrise verstaatlichte Bismarck die Eisenbahnen. Sie waren systemrelevant für das Militär sowie für den Transport von Arbeitskräften und Waren. In dieser Wahrnehmung erfolgte eine Trennung in einerseits das „raffende“ Finanzkapital und in das „schaffende“ Produktionskapital. Diese Trennung mit der entsprechenden Verteufelung des Zinses wurde von Pierre-Joseph Proudhon (1809-65) propagiert und später von Silvio Gesell (1862-1930), den Nationalsozialisten um Gottfried Feder (1883-1941) vielen anderen bis zu vielen aktuellen „Kapitalismuskritikern“ übernommen. Der „gute deutsche“ Fabrikbesitzer wurde während des Gründerkrachs dem „raffenden“, „gierigen“, „jüdischen“ Finanzkapitalisten entgegengestellt.

Zwei Weltkriege eine schwere Depression 1929 (an der für viele der damaligen „Wirtschaftsexperten“ die Juden schuld waren) und einige „Wirtschaftwunder“ folgten. Nach den gigantischen Zerstörungen des 2. Weltkrieges setzte ein exorbitanter Nachkriegsboom ein. In diesem fordistischen Nachkriegsboom, vor allem das „Wirtschaftswunder“ Deutschlands in den 1950er Jahren sei hier erwähnt, wurden bis in die 1970er Jahre Massen von Arbeitskräften benötigt um Massen von Waren herzustellen, welche die Arbeiter und Angestellten durch Vollbeschäftigung mit ihren Löhnen tatsächlich kaufen konnten. Nach der Sättigung der Märkte, einhergehend mit dem tendenziellen Fall der Profitrate und damit verbundenen  ungeheuren Rationalisierungsmaßnahmen wurden immer weniger Menschen gebraucht um die Waren zu produzieren, die immer weniger Leute kaufen wollten oder konnten. Die Arbeitslosigkeit stieg 1980 in Deutschland von  0,9 Millionen auf 3,3 Millionen im Jahre 1995. Ein Schulbeispiel für eine Überakkumulationskrise, nach Karl Marx.

Zeitgleich zwangen die Ölkrise und der Vietnamkrieg die finanziell angeschlagenen USA 1973 zur Kündigung von Bretton-Woods, der Goldeinlösegarantie des Dollars. Durch den Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods  begann eine neue Periode in der Geschichte des Kapitalismus.  Der realökonomische Widerspruch konnte durch Konjunkturprogramme, Staatsinterventionen und keynesianische Regulation nicht verhindert werden.  Erst die zunehmende Liberalisierung der Finanzmärkte unter Ronald Reagean und später Gerhard Schröder und die monetaristische Politik der Neoliberalen boten eine Scheinlösung, einen Aufschub.  Das Kapital, das in der Realwirtschaft keine rentable Anlagemöglichkeit mehr fand, konnte in den Bereich des fiktiven Kapitals ausweichen. Die Krise wurde aufgeschoben, und der Neoliberalismus wurde zum weltweiten Programm. Anfang der 1980er Jahre setzten die großen Schuldenkrisen in den Entwicklungsländern ein. 1987 kam es zu einem erneuten Börsencrash. Anfang der neunziger Jahre gerieten die USA und Japan in eine Immobilien- und Bankenkrise. 1992 kam das Europäische Währungssystem ins Wanken. Währungs- und Wirtschaftskrisen gab es 1994/ 95 in Mexiko, 1997/98 in Asien, 1998 in Russland und 1999 in Lateinamerika. 2000 begann der weltweite Börsenkrach, darauf folgten der amerikanische Immobilienboom und die jetzigen Schuldenkrisen der „wohlhabenden“ Industrieländer.  Im ständigen Platzen der Finanzblasen wird nichts anderes sichtbar als das verdrängte und kumulierte Krisenpotential von vier Jahrzehnten. Die gigantische Finanzblasen, die gigantischen Schuldenberge der Staaten sind nicht Ursache, sondern Wirkung der Krise des Fordismus, die einen qualitativen Einbruch in der kapitalistischen Geschichte markiert.

Immer mehr Geld strömte also seit den 1980er Jahren in die Finanzmärkte, aber wohin sollte es denn sonst strömen? Die mit spekulativen Finanzoperationen erzielten Gewinne waren und sind längst ein wichtiger Posten im Haushalt von Privatleuten, Staaten und Unternehmen. Ohne diese Gewinne an den Finanzmärkten wären die Weltwirtschaft und die Produktionswirtschaft längst zusammengebrochen. Der spekulative Finanzsektor alimentiert den immer unrentabler werdenden Bereich der Produktion, der spekulative Sektor generiert für die Produktion dringendst nötiges frisches Geld. Finanzspekulationen sind heute mehr denn je nicht mehr von den ökönomischen Vorgängen in der Produktion und in der Dienstleistung zu trennen. Würde man die Spekulation verbieten, funktionierte die Weltwirtschaft und die Produktionswirtschaft längst nicht mehr. „Die periodisch anschwellende Spekulantenhetze im Namen der gerade wunderbaren „Marktwirtschaft“ und ihrer „Arbeitsplätze“ lässt schon längst wieder Töne hören, die an die antisemitischen Ausbrüche von 1873 und 1929 erinnern, während die vorgeschlagenen Maßnahmen (etwa die Besteuerung von Spekulationsgewinne) von lächerlicher Harmlosigkeit zeugen. Es wird völlig verdrängt, dass die Ära der kasinokapitalistischen Spekulationsexzesse das Resultat eines endogenen Prozesses ist, in dem sich das warenproduzierende System mit seiner Grundzumutung der „Arbeitsmärkte“ endgültig selber ad absurdum geführt hat“, schreibt Robert Kurz in seinem Buch „Schwarzbuch Kapitalismus“. Die aktuelle Euro und Schuldenkrise hat offensichtlich nur sekundär etwas mit den Banken zu tun. Deutschland als Exportweltmeister will seine Waren im Ausland verkaufen. Griechenland, die entsprechenden Euroländer, die USA, sowie die Schwellenländer kauften ihre deutschen Waren auf Kredit. Die diversen Banken gaben die Kredite, damit Deutschland seine Waren verkaufen konnte. Deutschland konnte seine Waren auf dem Weltmarkt so gut verkaufen, weil die Reallöhne in Deutschland im Vergleich zu den Euroländern relativ gering sind.

Die aktuellen Wirtschaftskrisen zeichnen sich also dadurch aus, dass massenhaftes Elend mit einem Überangebot an Waren einhergeht. Der offensichtliche Widerspruch zwischen Überangebot und mangelnder Nachfrage ist die Erscheinungsform des entscheidenden Problems, der Überakkumulation von Kapital. Akkumulation ist laut Karl Marx die Rückverwandlung von Profit (Mehrwert) in Kapital, also die Reinvestition  von Gewinnen. Der Begriff Überakkumulation bezeichnet eine Situation, in der die durch fortgesetzte Akkumulation aufgehäuften Kapitalmassen zu groß geworden sind, um noch ausreichende Profite abzuwerfen. Die Akkumulation der Profite führt zu einem Punkt, an dem sie selbst zum Hindernis für die Erzielung von ausreichenden Profiten wird. Krisen entstehen dieser Theorie zufolge aus einem zu viel an Kapital. Die Folge ist eine Tendenz zu Überproduktion, Arbeitslosigkeit, Armut und Schuldenkrisen von Staaten und Menschen. Besteht mit sinkenden produktiven Verwertungsmöglichkeiten ein Überfluss an Kapital, so wir dies auf die Bahn der Abenteuer gedrängt: Spekulation, Kreditschwindel, Aktienschwindel (MEW23/261) sind die Folgen.

Ein großer dritter Weltkrieg mit einem Zerstörungspotential des zweiten Weltkrieges könnte den Kapitalismus zweifellos für weitere dreißig bis fünfzig Jahre retten, da es vermutlich wieder einen Aufbauboom geben würde. Humaner wäre eine grundlegende Währungsreform, damit es vielleicht wieder zwanzig Jahre so weitergehen könnte. Gegen eine Finanztransaktionssteuer oder eine Entflechtung der Großbanken ist zwar wenig einzuwenden, die Weltwirtschaftkrisen oder die Schuldenkrisen der Länder werden allerdings  dadurch nicht verhindert. Die Welt und viele in ihr lebenden einfältigen Menschen brauchen immer wieder Sündenböcke, wer eignete sich dafür besser als die vermeintlich „jüdischen Wucherer“ oder das internationale Finanzkapital? „Unser Schicksal hängt am globalen Lotteriespiel eines Systems, das ohne fiktives Kapital keinen Tag länger die Realproduktion gewährleisten könnte. Nicht die Gier einzelner Menschen ist die Ursache kapitalistischen Gewinnstrebens, sondern das systemimmanente und -notwendige kapitalistische Gewinnstreben fördert Gier und bestraft Solidarität“, schreibt Lothar Galow-Bergemann in Konkret 12/08. Ursache und Wirkung verwechseln offensichtlich nicht nur die katholischen Pfaffen, was Karl Marx bereits 1867 wusste, Kausalität ist aber auch ein schwieriges Fremdwort.

Quellen: Georg Fülberth: Sieben Anstrengungen, den vorläufigen Endsieg des Kapitalismus zu begreifen – Stefan Frank: Die Weltvernichtungsmaschine – Georg Fülberth: G Strich – Robert Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus – Max Otte: Die Krise hält sich nicht an Regeln – Karl Marx: Das Kapital 1-3 – Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie – Alfred Müller: Die Marxsche Konjunkturtheorie

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Niekisch, Radek, Strasser und der Nationalbolschewismus

Eine Abrechnung

Autonome NationalistenKommunisten waren die ersten Opfer der nationalsozialistischen Barbarei. Jede Gleichsetzung von Kommunismus und dem deutschen Nationalsozialismus ist ein „Schlag ins Gesicht“ der 50 Millionen Opfer des „tausendjährigen Reiches“. Das Abstreiten der Singularität von Auschwitz, die sogenannte „Totalitarismus-Theorie“ ist dementsprechend eine Relativierung der deutschen Verbrechen von 1933 bis 1945. Dennoch ist es wichtig auf die Schnittmengen und die gemeinsamen Aktionen von „linken“ Nationalsozialisten und nationalen Kommunisten und auf das gegenwärtige „Querfrontdenken“, in weiten Teilen, der heutigen „Linken“, hinzuweisen. Die Versuche Nationalismus und Sozialismus zu verbinden reichen bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Im Unterschied zu Marx setzte dieser frühe „nationale Sozialismus“ (Karl Grün, Louis Blanc, Georges Sorel) auf den dirigistischen Staat und die Abschottung gegen den Welthandel. Eine Haltung, die Marx als reaktionär geißelte und stets klar zurückwies. Die revolutionären Syndikalisten und Anarchisten prognostizierten bereits vor dem „Ersten Weltkrieg“ die Integration des Proletariats in die bürgerliche Gesellschaft. Der revisionistische Flügel der SPD um Eduard Bernstein verzichtete offen auf den Internationalismus. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges gingen die einflussreichen Verfechter des „Kriegssozialismus“ in der SPD, im Gegensatz zu Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, noch weiter. Sie suchten offen den Anschluss an die alten Eliten des Kaiserreichs, versehen mit völkischer Ideologie. Um die negativen Entwicklungen von Teilen der heutigen Linken zu beleuchten ist es nötig sich den Zeitraum von 1918 bis 1933 näher anzusehen. Ernst Niekisch, auf den sich die heutigen „Nationalen Sozialisten“ berufen, versuchte Zeit seines Lebens „Sozialisten“ und „Nationalisten“ zu vereinen.

Ernst Niekisch (1889 –1967), bis 1926 SPD-Mitglied,  wurde kurzzeitig Zentralvorsitzender der Räterepublik in München, in der er bereits eine reaktionäre und nationalistische Politik verfolgte. 1937 wurde Niekisch verhaftet und zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil der „Nationalrevolutionär“ Hitler öffentlich von „rechts“ kritisierte. Nach dem Krieg trat er der SED bei und wurde Mitglied des Zentralkomitees, verließ aber die DDR nach den Unruhen des 17. Juni.
Niekischs Ziel war der Ausgleich der Klassen, des Proletariats und der Kapitalisten, das Zurückdrängen, der für ihn „verjudeten“ SpartakistInnen und die nationale Größe Deutschlands, das er als Opfer der „Zinsknechtschaft“ ansah. 1923 gründete er, mit national gesinnten Jungsozialisten, den „Hofgeismarer Kreis“, der sich gegen den Internationalismus nach Marx wandte und einen Sozialismus im nationalen Rahmen auf der Grundlage eines starken Staates anstrebte. Die ideologischen Eckpfeiler von Ernst Niekisch waren Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Antiimperialismus, nationale Befreiung („Versailler Diktat“), völkischer Antikapitalismus, Antifeminismus, eine antiwestliche Grundeinstellung mit einer prosowjetischen Ausrichtung. Niekisch kritisierte nicht den Kapitalismus als solchen, der durch Klassenkampf überwunden werden musste, für ihn waren die „ausländischen“ und da vor allem die „jüdischen Kapitalisten“ die materialistischen Verführer. Nach der Ausschaltung dieser Kräfte würde sich, seiner Meinung, automatisch ein „deutscher Sozialismus“ etablieren. Frauen wurden bei Niekisch, wie bei Silvio Gesell, auf die Rolle einer Gebärmaschine reduziert. Er warnte vielfach vor der „Verweiberung“ Deutschlands, die er vor allem in den USA schon weit fortgeschritten sah.  Ernst Niekisch, der Silvio Gesell während der „Münchner Räterepublik“ zum Finanzmann berief, gilt mit Fritz Wolfheim als der Hauptbegründer des Nationalbolschewismus. Nach der Niederschlagung der „Münchner Räterepublik“, verteidigte sich Silvio Gesell folgendermaßen: „Dass diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, dass es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut (..)“. Das Ziel der Nationalbolschewisten um Ernst Niekisch war ein sozialistisches Rätesystem. In ihrem „Volkskampf“ mit einer  „proletarischen Volksorganisation“ forderten sie eine  Synthese zwischen Nationalismus und Sozialismus. Das Programm der Nationalrevolutionäre, „Die Politik des deutschen Widerstandes“, veröffentlichte Ernst Niekisch 1930. Einleitend fordert er: „Protest gegen die Ideen von 1789 (Individualismus, Kapitalismus, Marxismus, Parlamentarismus), gegen Westeuropa als den Mutterboden diese Ideen.“ Mit seinen „12 Thesen“ fährt er fort: „Blickwendung nach Osten, umfassender Rückzug aus der Weltwirtschaft und gesamte Drosselung der Einfuhr, Zwang zur Stadtflucht und bewusste Verödung der Großstädte, Schaffung bäuerlicher Lebensgemeinschaften, Absage an die Ideen der Humanität, Bekenntnis  zum Autoritären, Pflege der Wehrhaftigkeit, Verzicht auf Privateigentum, stattdessen Verpflichtung für den Dienst an Volk und Staat.“ Ernst Niekisch unterhielt Verbindungen zum antisemitischen, sogenannten „linken Flügel“ der NSDAP und zu den „Nationalbolschewisten“ im Umfeld der KPD.

Der kommunistische Politiker und Journalist Karl Radek (1885 – 1939) forderte 1923, während der Ruhrbesetzung, nach dem Tod von Albert Leo Schlageter (1894 – 1923) eine Diskussion innerhalb der KPD über Bündnisse mit rechten Gegnern des Versailler Friedensvertrages. Die Parole Radeks, „die Sache des Volkes zur Sache der Nation gemacht, macht die Sache der Nation zur Sache des Volkes“, sollte für viele Jahre die kommunistischen Versuche bestimmen, den Nationalsozialisten ihre Anhängerschaft abzugewinnen.
Schlageter war ein deutscher Freikorpskämpfer, der während der Ruhrbesetzung 1923 gegen die französischen Besatzungstruppen im aktiven Widerstand war. Ein französisches Militärgericht verurteile ihn wegen Spionage und Sabotage zum Tode. Ein Gnadengesuch lehnte Schlageter ab, wodurch er nach seiner Hinrichtung zur Kultfigur für Nationalisten wurde. Die NSDAP ernannte ihn zum ersten Soldaten und Karl Radek sagte in seiner Rede, er hoffe, dass „hunderte Schlageters Wanderer in eine bessere Zukunft der gesamten Menschheit werden könnten.“ Nach diesem Strategiewechsel, dem sogenannten „Schlageterkurs“, öffnete die KDP, die Spalten ihres Zentralorgans, der „Roten Fahne“ für Beiträge des völkisch-nationalen Propagandisten Ernst Graf zu Reventlow. Gemeinsame Diskussionsgruppen wurden für die Querfrontstrategie gegründet. Thomas Haury schreibt dazu: „Sowohl während des Schlageterkurses, als auch im Zuge der Propaganda für die Programmerklärung finden sich in der Publizistik der KPD und in Reden ihrer Funktionäre einzelne Äußerungen, die ihr schon von Zeitgenossen den Vorwurf des Antisemitismus einbrachten.“  Für die KPD war Antisemitismus ausschließlich eine Klassenfrage. Führende KPD Politiker bescheinigten der extremen Rechten, dass ihr Kampf gegen das jüdische Kapital sie nicht voneinander trenne. Die KPD gehe nur weiter, weil sie auch gegen das christliche Kapital zu Felde ziehe. Ganz in diesem Sinne äußerte sich das ZK-Mitglied Ruth Fischer am 25. Juli 1923 auf einer Versammlung von kommunistischen StudentInnen, zu denen auch völkische Kommilitonen eingeladen waren: „Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren? Wer gegen das Judenkapital aufruft, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß. Sie sind gegen das Judenkapital und wollen die Börsenjobber niederkämpfen. Recht so. Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie. Aber, meine Herren, wie stehen Sie zu den Großkapitalisten, den Stinnes, Klöckner?“ 1924 äußerte sich Clara Zetkin zu den innerparteilichen Fraktionskämpfen und beschuldigte dabei einige Parteilinke als faschistische Antisemiten. Ein Sprecher aus der „Brandler Gruppe“ bemerkte: Wir haben bereits vereinzelte antisemitische Unterströmungen in der Partei. Die Genossen die gut beobachten, werden das nicht bestreiten.“ 1930 versuchte die KPD, nachdem Otto Strasser die NSDAP verlassen hatte, durch geschickte nationale und soziale Agitation die aus der NSDAP ausgeschlossenen zu gewinnen. Es kam zur „Programmerklärung der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes“ vom 24.8.1930. Diese zweite nationale Periode der KPD wurde der „Scheringer Kurs“ genannt. Richard Scheringer war ein bekannter Nationalsozialist, der 1930 wegen des„ Versuchs einer nationalsozialistischen Zellenbildung innerhalb der Reichswehr“ für die NSDAP, zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt wurde. Nach Gesprächen mit einsitzenden Kommunisten wandte er sich von der NSDAP ab und bekannte sich offen zu den Zielen der KPD. In diesem Programm wurde versprochen, nach ihrer Machtübernahme, die räuberischen Verträge von Versailles und den Young-Plan zu zerreißen. Sowie alle Reparationszahlungen und Schuldzahlungen zu annullieren. Die Nationalrevolutionäre der KPD  begrüßten das Programm. Die „Kampfgemeinschaft revolutionärer Nationalsozialisten“ erklärte, das neue Manifest der KPD könne von jedem Mitglied unterschrieben werden. Ernst Niekisch lobte es in Otto Strassers Zeitung. Ernst Niekisch deutete den Fall Scheringer als den des deutschen Nationalismus, der erkenne, das Versailles und Bürgertum miteinander verknüpft seien. Die KPD schreckte in dieser Zeit nicht vor gemeinsamen Aktionen mit der ansonsten feindseligen NSDAP zurück. Während des Streiks der Berliner Verkehrsbetriebe von 1932 traten der kommunistische Reichstagsabgeordnete Walter Ulbricht und der Gauleiter der NSDAP von Berlin, Joseph Goebbels bei einer Massenkundgebung gemeinsam auf.

Die Brüder Otto Strasser (1897 – 1974) und Gregor Strasser (1892 – 1934) traten 1925 in die NSDAP ein und bauten den „linken“ Flügel der NSDAP auf.  1926 gründeten die Brüder die Kampf-Verlag GmbH als das publizistische Sprachrohr des „linken“ Flügels der Nationalsozialisten. Die „Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten“ (KGRNS)  publizierte als sogenannte „Schwarze Front“ in diesem Verlag. Zu dem norddeutschen Flügel um die Strasser Brüder gehörte anfangs der spätere Propagandaminister Joseph Goebbels.

Der norddeutsche (Hamburger) Flügel bekannte sich entschieden zu einer radikalen Lösung der sozialen Frage, war stark kapitalismuskritisch, trat beispielsweise für eine Fürstenenteignung ein, was der „Münchner Flügel“ um Hitler entschieden ablehnte. Dieser Kampf wurde in den „Nationalsozialistischen Briefen“ mit Goebbels als Schriftleiter und dem „Völkischen Beobachter“ mit Alfred Rosenberg  ausgefochten. Das 25 Punkte Programm von Gottfried Feder, die Kritik am „raffenden Finanzkapital“, an der „Zinsknechtschaft“, Agrarprotektionismus für deutsche Produkte und die Solidarität mit „Tante-Emma-Läden“ sowie Handwerkern bestimmten den sozialrevolutionären Kurs des „Hamburger“ NSDAP Flügels, der personell neben den Gebrüdern Strasser mit Ernst Röhm und Joseph Goebbels prominent besetzt war. Die SA war parteiintern das Hauptterrain der Arbeiterschicht, aus der 1923 mehr als ein Drittel der 55.000 Parteimitglieder stammten. Zur Zeit des Parteitages 1929 stellte der „linke NSDAP-Flügel“ in bündischen Zeitschriften ihre Thesen vor: Sie forderten nationalen Befreiungskampf, sozialen Klassenkampf, Annullierung der Zwangsverträge,  Beseitigung des Parlaments, Sozialisierung aller Wirtschaftsmittel des Landes, Nationalisierung alles Groß und Mittelgrundbesitzes, großzügige Ostsiedelung und die Organisation des Staates als „Volks-Räte-Republik“. „Dieses Programm lasse erwarten“, so schrieben sie weiter,  „dass jede in Deutschland vollzogene Umwälzung sofort alle Machtmittel des Völkerbundes und Amerikas  gegen den deutschen Arbeiter und Bauernstaat auf den Plan ruft. Die erste Aufgabe der nationalsozialistischen Außenpolitik werde daher die Organisation der revolutionären Verteidigung gegen die imperialistischen Mächte im Bündnis mit der Sowjetunion und Unterstützung der revolutionären Bewegungen in allen Ländern der Welt gegen das internationale Finanzkapital sein.“ Die Spannungen zwischen dem „Münchner Flügel“ um Hitler und Rosenberg, der prowestlich, antirussisch und staatskapitalistisch-korporativ dachte, und dem sozialistischen, antiwestlichen „Hamburger Flügel“ waren Anfang 1930 noch keineswegs überwunden. Daneben konnte man noch von einer dritten faschistischen Gruppe um Goebbels, Ley und Goering sprechen, die sich bedenkenlos mit ausschließlich bolschewistischen Parolen an dem Kampf um den Vorrang in der Partei beteiligte. „Wenn auf der linken Seite 17 Millionen Proletarier im Klassenkampf die letzte Rettung sehen, so nur deswegen, weil man es sie auf der rechten Seite sechzig Jahre lang durch die Praxis lehrte“, schrieb Goebbels 1928. Wegen des Richtungskampfes in der NSDAP trat Otto Strasser 1930 aus der Partei aus, sein Bruder Gregor blieb bis zu seiner Ermordung 1934, infolge des „Röhm-Putsches“, in der NSDAP.  Am 4. Juli 1930 verfasst Otto Strasser den Aufruf, „Die Sozialisten verlassen die NSDAP: “Liebe, Parteigenossen, Freunde! Mit tiefer Sorge haben wir seit Monaten die Entwicklung der NSDAP verfolgt und mit steigender Befürchtung bemerken müssen, wie immer häufiger und in immer wichtigeren Fragen die Partei gegen die Idee des Nationalsozialismus verstieß.(..) Wir fassten und fassen den Nationalsozialismus als eine bewusst antiimperialistische Bewegung auf deren Nationalismus sich beschränkt auf Erhaltung und Sicherstellung des Lebens und des Wachstums der deutschen Nation ohne über irgendwelche Herrschaftstendenzen über andere Völker und Länder. Für uns war und ist daher die Ablehnung des vom internationalen Kapitalismus und vom westlerischen Imperialismus betriebenen Interventionskrieges gegen Russland eine selbstverständliche Forderung, die sich ebenso aus unserer Idee wie aus den Notwendigkeiten einer deutschen Außenpolitik ergibt. (..) Wir hielten und halten den Nationalsozialismus vor allem aber für die große Antithese des internationalen Kapitalismus, der die vom Marxismus geschändete Idee des Sozialismus als der Gemeinschaft einer Nation zugunsten dieser Nation durchgeführt und jenes System die Herrschaft des Geldes über die Arbeit bricht, das die Entfaltung der völkischen Seele und die Bildung einer wahren Volksgemeinschaft zwangsläufig verhindert.“ Otto Strasser versuchte danach für seine „Kampfgemeinschaft Revolutionärer Nationalsozialisten“ bei gemeinsamen Diskussionsveranstaltungen KPD Mitglieder zu gewinnen, was jedoch nicht gelang. Im Gegenteil, viele „linke“ NSDAP Mitglieder wechselten zur KPD.  1932 bot Reichskanzler Kurt von Schleicher Gregor Strasser die Vizekanzlerschaft und das Amt des preußischen Ministerpräsidenten an, um die NSDAP zu spalten. Gregor Strasser konnte sich nicht zum Bruch mit Hitler durchringen, obwohl er wahrscheinlich mehr als die Hälfte der NSDAP Reichstagsabgeordneten hinter sich hätte vereinen können.  Über die „Schwarze Front“ der Strasser-Brüder schreibt Otto-Ernst Schüddekopf  in „Nationalbolschewismus in Deutschland 1918-1933: „Parallel zu diesem taktischen Zusammengehen untergeordneter Verbände ging der ideologische Kampf gegen die KDP. Sie habe vor den Aufgaben der deutschen Revolution versagt und sei Opfer der „kommunistischen Weltmisserfolge“. Die KPD als Organisation sei zu revolutionären Taten völlig unfähig. Für viele Kampfgenossen schien es allerdings verfänglich zu sein, die Wesensverschiedenheiten der KPD und der KGRNS „zugunsten der taktischen Gleichgerichtetheit zurücktreten zu lassen“, sei es wegen der Anziehungskraft der großen Zahl, sei es im Glauben an die „Nationalisierung“ der KPD.(…) Die von Strasser gegründete „Schwarze Garde“ sollte an der Spitze von SA, Stahlhelm, Reichsbanner und Rotfront den Kampf für die sozialistische Revolution und den nationalen Freiheitskrieg führen.“

Die nationale Politik der KPD, die in der SPD den Hauptfeind sah, endete mit der „Machtergreifung“ Hitlers. Kommunisten kamen nach dem Reichstagsbrand als erste in die Konzentrationslager. Auf Ernst Niekisch berufen sich aktuelle Nationalrevolutionäre, rechtsradikale Parteien und Strömungen. Diese verstehen sich keineswegs als antikommunistisch, sondern als antiwestlich, antiamerikanisch, antizionistisch und antiindividualistisch. Nationalrevolutionäre strebten und streben eine „Querfront“ an: auf nationaler Ebene arbeiten sie an einem Bündnis zwischen rechts- und linksradikalen Gruppierungen zur Abschaffung des liberalen Rechtsstaats und Ausmerzung des „Amerikanismus“. Weltweit unterstützen Nationalrevolutionäre nationalistische, regionalistische und islamistische Bewegungen und Regimes, besonders wenn diese sich offensiv gegen die Vereinigten Staaten von Amerika wenden. In der nationalbolschewistischen Tageszeitung „Junge Welt“ schreiben deren Autoren gegen Israel, gegen die USA und gegen das „Finanzkapital mit ihren Heuschrecken“. Jürgen Elsässer propagiert offensiv eine „Volksfront“ gegen das von den USA beherrschte Finanzkapital, bezeichnete die demonstrierenden Frauen und Männer im Iran, „Discomiezen“, „Drogenjunkies“ und „Strichjungen des Finanzkapitals“ und gratulierte Ahmadinejad zum Wahlsieg. Der „Kommunistische Bund“ schrieb 1973: „Der Konflikt im Nahen Osten kann nicht anders gelöst werden als durch die Zerschlagung des zionistischen Staates“. „Es sind aber nicht nur etablierte, konservative Kräfte Europas, die sich dem Zeitgeist der Islamophobie entgegensetzen. Nationalrevolutionäre Europäer haben seit je die Verbindung mit der arabischen (…) Welt gesucht (…), schreibt 2004 Martin Schwarz in der Neonazi-Zeitschrift „Junges Forum“. Johann Scheringer, Vorsitzender der PDS-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, sagte im Interview mit der Nazizeitung „Junge Freiheit“ 1994: “Ich möchte mich nicht als Antinationalisten bezeichnen“. Im Untertitel des Interviews hieß es: “Überdenkt die Linke ihr stiefmütterliches Verhältnis zur Nation?“ Nach den Vorfällen auf der „Mavi Marmara“, wobei sich die Linksparteiabgeordneten Paech, Höger und Groth faktisch als Kombattanten der Hamas betätigten, forderte im sächsischen Landtag die NPD Fraktion: „“Keine Zusammenarbeit mit ‚Schurkenstaaten’ – Sächsisch-israelische Partnerschaft beenden”. Die linke „Antifa“-Gruppe B5 verhinderte in Hamburg mit Gewalt und Parolen wie „Ihr Judenschweine“ im Jahre 2009 den Film von Claude Lanzmann „Warum Israel“. Der „Israelkritiker“ und gern gesehene „Vorzeigejude“ Ilan Pappé, der in seinen Publikationen, ohne jeden Beweis, von „systematischer  Vertreibungspolitik gegen die Palästinenser“ schreibt, gab der „National-Zeitung“ am 21.03.2008, der „Jungen Welt“  am 05.12.2009 und dem „Freitag“ am 16.01.2011 ein Interview. Im Gespräch mit Erhard Düvel von der „National-Zeitung“ meinte Ilan Pappé, neben anderen unfassbaren Aussagen, dass der 14. Mai 1948 für die Völkergemeinschaft kein Grund zum Feiern sei. Auf Demonstrationen gegen den Staat Israel marschieren rechte und linke „Friedenskämpfer“ vereint gegen die „US-israelische Weltherrschaft“. Ihr kollektives antisemitisches Weltbild demonstrieren sie mit gemeinsamen „Uniformen“, dem islamfaschistischen Palästinensertuch. Ihre verkürzte Kapitalismuskritik, die sich ausschließlich auf das Finanzkapital bezieht, ist kompatibel mit dem Parteiprogramm, dem 25-Punkteprogramm, der NSDAP.

In diversen „linken“ Online-Foren werben, teilweise unter dem Schutz der Moderation, BloggerInnen mit  völkischer, verkürzter antikapitalistischer und antiimperialistischer Rhetorik für die sozialdarwinistischen Theorien Silvio Gesells. Gesells Menschenzuchttheorien, inklusive seiner „Verteufelung des Zinses“, wurden in diesen „linken“ Foren im Jahre 2010 als „emanzipatorisch“ idealisiert. Boykottaufrufe gegen Israel, nach dem Motto, „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden“, Vergleiche von Israel mit dem Apartheitsstaat Südafrika, Forderungen nach teilweiser Einführung der Scharia, sprich „Scharia-konformer Finanzprodukte“, sind täglich in den Userforen  „irgendwie linker“ Wochenzeitungen zu lesen. Antisemitismus, Antizionismus, gepaart mit großem Verständnis für den menschenverachtenden Terror von Hamas und Hisbollah, blindem Hass gegen die USA und verkürzter, personalisierter Kapitalismuskritik sind nicht nur auf den rechtsradikalen Seiten von NPD und „Nationalen Sozialisten“ zu finden, sondern auch in den Online-Foren irgendwie linker Zeitungen. Die biologisierte Kapitalismuskritik, das antimoderne, vernunftfeindliche und gegenaufklärerische Weltbild, Marke NSDAP oder Niekisch hat, spätestens seit der „deutschen Wiedervereinigung“ Einzug gehalten in vielen „linken  Meinungsmedien“. An dem Querfrontdenken der antiwestlichen, antiamerikanischen, antizionistischen, antisemitischen und antiindividualistischen „Betonköpfe“ einer „Berliner Online-Community“ hätte Ernst Niekisch mutmaßlich viel Freude gehabt. Der KPD um Karl Radek  kann zugute gehalten werden, dass sie nichts über die Zeit von 1933 bis 1945 wissen konnte und das es in den angesprochenen Phasen auch Gegenkräfte zum nationalbolschewistischen Kurs gab. Den „Bonus der Unwissenheit“ können „Linke“, im 21. Jahrhundert, nach zwei Weltkriegen, Auschwitz und dem Nationalsozialismus nicht für sich beanspruchen. Von degenerierten, geschichtslosen und nationalbolschewistischen „Linken“ dürfte auch in der nächsten Wirtschaftskrise nicht viel Positives zu erwarten sein, wiewohl in Krisenzeiten eine humanistische, weitsichtige und emanzipatorische Linke besonders nötig wäre.

Quellen: Otto-Ernst Schüddekopf – Nationalbolschewismus in Deutschland 1918-1933
Zeev Sternhell –  Die Entstehung der faschistischen Ideologie
Thomas Haury – Antisemitismus von links
Reinhard Kühnl  – Der deutsche Faschismus in Quellen und Dokumenten
Hans Mommsen – Die verspielte Freiheit

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11 Kommentare

Silvio Gesell und seine Fans in der Freitags-Community

Silvio Gesell (1862- 1930) versuchte in seinem Hauptwerk “Die natürliche Wirtschaftsordnung“  zum einen Marx zu widerlegen und zum anderen mit seiner  „Freiland- und Freigeldtheorie“  die Lösung der kapitalistischen Widersprüche aufzuzeigen. Die „soziale Frage“ ist laut Gesell keine Klassenfrage, das Problem ist das „arbeitslose Einkommen“ in Form von Zins und Grundrente. Gesell steht damit in der Tradition von Proudhons Zirkulationshysterie. Die ökonomisch absurde Theorie Gesells ist strukturell antisemitisch, läuft auf „Manchester-Kapitalismus“ und Sozialdarwinismus hinaus mit dem Ziel einer Art Rassenhygiene und Menschenzüchtung. Mit Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird. Das Geld verliert ständig an Wert und muss dadurch ausgegeben werden. Dadurch wird, laut Gesell, die Wirtschaft „angeheizt“. Gesell kritisiert ausschließlich den Geldkreislauf (raffendes Kapital), die Produktion, das „schaffende Kapital“ ist im Gegensatz dazu für ihn positiv besetzt. Wenig später war die antisemitische Unterscheidung von „gutem schaffendem“ und „bösem raffendem Kapital“ die Maxime der NSDAP, mit dem Holocaust als letzte Konsequenz.

Gesell, warb in seiner Freiland Theorie für Menschenzucht mit eugenischen Zielen: Im ersten Schritt wird das Privateigentum an Boden abgeschafft, um anschließend an den Meistbietenden verpachtet zu werden. Staaten, die sich der Freilandtheorie nicht anschließen werden, ziehen die „Arbeitsscheuen“ der ganzen Welt an. „Bummler, Sonnenbrüder und Zigeuner würden dorthin ziehen.“ Der Kranke und Schwache hat keinen Platz in Gesells sozialdarwinistischer Welt. Die „Fortpflanzung des Fehlerhaften“, gelte es durch „das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb bei der Auslesetätigkeit der Natur“ zu bekämpfen. Zu diesem Zweck, soll die fruchtbare Frau den Zugriff auf Grundrente und Boden nach Zahl ihrer Kinder erhalten. „Die „Manchesterschule“, mit Ausnahme der Privilegien von Grund und Geldbesitzes, war auf dem richtigen Weg“. „Der freie Wettbewerb begünstige den Tüchtigen und seine Fortpflanzung ist die Folge“, meinte Gesell. Er stellte in dem Zusammenhang die Frage:“ Ist die Rückkehr der Frau zur Landwirtschaft nicht die glücklichste Lösung der Frauenfrage?“ Aber nicht jede Frau verkörpert das wahre Leben, die Naturgesetze und ist es Wert sich der Hochzucht der Rasse zu widmen. Das „Naturweib“ lässt bei der „Gattenwahl in geschlechtlichen Fragen ihre Wünsche und Triebe für die vererbungsfähigen Vorzüge den Ausschlag geben“. „Statt des wesenlosen politischen Wahlrechts, können sie dann das große Zuchtwahlrecht“ ausüben. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ In seinem Buch „Der abgebaute Staat“, propagiert Gesell die Züchtung von „Kraft, Gesundheit, Geist, Schönheit“ als gesellschaftliches Ziel. Frauen haben sich dem unterzuordnen. Verhütung ist schlecht, weil es dann an „menschlichem Auslesematerial“ mangelt. Die übrigen Frauen lassen sich sterilisieren und wären lohnabhängig. Nach seiner sozialdarwinistischen Lehre stürben diese Frauen aus und nur die „Lebensbejahenden“ pflanzen sich weiter. Gesell verlangt den „Schutz der Rasse“ und die „Förderung der Hochzucht“. „Mißehen seien zu vermeiden, deren „Produkte nur die Kranken- und Zuchthäuser füllen.“ Dem „Rasseverfall“ stellt Gesell das „große, freie Zuchtwahlrecht“ entgegen.Jutta Ditfurth schreibt in ihrem Buch, „Entspannt in die Barberei“: „So wird aus dem Kampf um politische Rechte der Frauen wieder einmal der – diesmal freiwirtschaftliche – Ruf nach der Scholle, Wiege und Rassenhygiene.“ Klar denkende Menschen, wie Peter Bierl, erkennen, dass Silvio Gesells Bodenreformpläne nichts mit „freier Liebe“ zu tun haben, denn Gesells ”Lösung der Frauenfrage” ist mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel!

„Durch Unklarheit und Unwissenheit  wurde Gesell“, laut Ernst Toller für sieben Tage Volksbeauftragter für Finanzen in der Münchner Räterepublik. Ernst Niekisch, später Faschist und Hitler Kritiker von rechts, ernannte Gesell zum Volksbeauftragten. Während andere hingerichtet wurden verteidigte sich Gesell selbst. Auszug aus Gesells Rede: „.. Dass diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, dass es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…) Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus die Gemeinwirtschaft…“ Gesell kooperierte mit völkischen Antisemiten, wie beispielsweise Simons oder Fritsch. Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte. Fritsch war der Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Gesell in der Lebensgemeinschaft Oranienburg-Eden. Carl Russwurm, der Führer von Eden, verband die germanischen Grundlagen des Freiheitsbegriffs mit Silvio Gesells Freiland- und Freigeld-Theorien. In Eden wurden germanische Rituale, „heidnische“ Weihnachten und Sonnwendfeiern gefeiert. Von Eden gingen die Gründungen anderer völkischer Siedlungen aus, die den „geistigen Adel deutschen Bluts“ fördern sollten und „die Pflege germanischen Weistums“.

„Der Chiemgauer“ ist Schwundgeld, mit dem im Chiemgau (Oberbayern), seit einigen Jahren in bestimmten Läden die Ware bezahlt werden kann. Die regionalen Betriebe sollen mit dem Regionalgeld gefördert werden. Die Herausgeber (Waldorfschule Prien) des Chiemgauers beziehen sich explizit auf Silvio Gesells Freigeld-Theorie. Die Euros die der „Chiemgauer Verein“ bei dem Umtausch der „Chiemgauer“ erhält, werden laut Initiatoren bei der GLS Bank auf einem Tagesgeldkonto mit Zinsertrag angelegt. Tauschringe und Regionalgeld sind kein bisschen emanzipatorisch, im Gegenteil. Sie dienen als praktisches und propagandistisches Vehikel für Schwundgeld-Utopien und Zinsknechtschaft-Phantasien – ein strukturell  antisemitischer Ansatz. Wenn Gesell alle Übel der Welt auf Zins und böse Geldbesitzer projiziert und ihnen die schaffende Gemeinschaft der  Werktätigen und Unternehmer gegenüberstellt, trennt er, was untrennbar verflochten ist: Industrie- und  Finanzkapital. Ganz in dieser Tradition wurde in der NPD-Zeitung »Deutsche Stimme« im Frühjahr 2004 eine revolutionäre Neuordnung des Geldwesens propagiert. »Macht die Völker frei – brecht die Zins-Sklaverei« lautete die Parole. Der „aktuelle“ Gesellianer und Anarchist Klaus Schmitt spricht von einer Wirtschaftsordnung, die das „eigennützige Streben der Menschen nutzt und die tüchtigen Produzenten belohnt und nicht die unproduktiven Geldverleiher, Grundeigentümer und andere Parasiten bereichert“. Ganz offen vertritt Klaus Schmitt die Menschenzucht-Perspektive in seinem Buch, „Silvio Gesell – Marx der Anarchisten“: „Immerhin ist dieser Gedanke einer für die Gesunderhaltung des Erbguts und für die Evolution der menschlichen Art vorteilhaften und von den betroffenen Individuen selbstbestimmten Eugenik eine diskutable Alternative zu den auf uns zukommenden, von Staat und Kapital fremdbestimmten Genmanipulationen.“ Die aktive Gesellianerin, Margrit Kennedy hat Kontakt zur esoterischen Sekte Findhorn, sie tritt bei der sexistisch-autoritären Sekte ZEGG auf. Im Juli 1993 referierte sie im Rahmen der Vorlesungsreihe des Ökofaschisten Rudolf Bahro an der Berliner Humboldt Universität. Für die Mitarbeit an ihrem Buch bedankt sie sich artig bei dem Japanischen Gesellianer Yoshito Otani auf den sich Margrit Kennedy auch sonst gerne bezieht. Yoshito Otanis Buch „Untergang eines Mythos“ für das in der rechten Partei Zeitschrift der FSU „Der Dritte Weg“ oder von den Christen für eine Gerechte Wirtschaftsordnung (CGW) geworben wird, stellt die Vernichtung der Jüdinnen und Juden infrage, zweifelt an der Existenz der Gaskammern in Auschwitz und leugnet die Kriegsschuld der Deutschen. Selbst am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld. Otani bezeichnet die antisemitische Fälschung „Protokolle der Weisen von Zion“, die angebliche Weltherrschaftspläne der Juden beinhaltet, als wahr. (vgl. Volkmar Woelk, Natur und Mythos, Duisburg, 1992, S.22, Geden, a.a.O., S. 162ff)

Wenn im Jahre 2010 in der Freitags-Community, AnhängerInnen Silvio Gesells behaupten, dessen eugenische und sozialdarwinistische Positionen würden sich aus „jener Zeit“, erklären, als wären antisemitische, völkische, eugenische und sozialdarwinistische Haltungen damals emanzipatorisch  gewesen, ist dies eine menschverachtende, mit nichts zu entschuldigende Aussage. Silvio Gesell starb drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung.  Aus eugenischen Gründen wurden während der NS-Zeit von 1933-1945 behinderte Menschen sterilisiert oder ermordet, Antisemitismus war der „Beweggrund“ für die „fabrikmäßige“ Ermordung der sechs Millionen europäischer Juden, völkischer Rassismus korrespondierte mit der  Vernichtungspolitik gegen die sogenannten “ Unterrassen“ oder „Untermenschen“  im „Osten“.
Folgende ausgewählte Kommentare stammen aus den 420 „Freitags“-Kommentaren der Gesell- und Steiner-Blogs:

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 01:49
Wer sich wie Fidelche auf deratigen Blödsinn, wie diesen stützt:Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, „Die Entstehung der Faschistischen Ideologie: “Die Wurzeln des Faschismus liegen in der radikalen Linken am Beginn des 20. Jahrhunderts. Dessen führende Theoretiker waren ganz überwiegend „rechte Leute von links“, die aus dem revolutionären Syndikalismus hervorgegangen waren.“ dann nur noch unverdauten, fremden Text hubert , ansonsten nichts tut, als seine hahnebüchenen These zum 758zigsten mal herzubeten, dass „rechts von links“ käme, sollte hier keines Wortes mehr gewürdigt werden.P.S:: „regressiv“ heißt „sich (stetig) vermindern“ im übertragenen Sinne, „sich auf frühere Entwicklungsstände zurückziehen, zurückentwickeln“.Wie R. Kühnl ausführte, stellt(e) der Faschismus quasi eine Refeudalisierung des Kapitalismus dar, war also insofern eine regressive  Entwicklungsform gesellschaftlicher Herrschaft. Daher war die  „Kapitalismuskritik“ des Faschismus in jedem Fall eine „vorbürgerliche“ aber keine „verkürzte“, aber sie war nicht einmal das, sondern einfach ein weiterer Ausdruck des Rassismus im Faschismus und von keiner linken Theorie auch nur angekränkelt. Fidelche, Dein theoretisches Wissen ist erbärmlich, entsprechend sind auch Deine „Fragestellungen“. Setz Dich auf Deinen Balkon (s. Bild oben), genieße Die Frühlingsonne und pass auf, dass Du keinen Sonnenstich bekommst.

koslowski schrieb am 13.05.2010 um 07:34
@uwe theel 01:49
Mir scheint, Herr Theel, den Stich, vor dem Sie fidelche warnen, haben Sie bereits – und nicht in Folge zu starker Sonneneinstrahlung, sondern als festen Bestandteil Ihres Habitus: Arroganz, Eitelkeit und Belehrungswahn. Ich hoffe sehr, in Zukunft hier nichts mehr von Ihnen lesen zu müssen, weil Sie vielleicht doch noch den Anstand haben zu gehen oder das Management der FC seine Aufgabe wahrnimmt.

thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:46

Hatte nicht jemand im vor-vor-letztem Fidelschen Blog folgendes Warnschild aufgestellt:

Mal sehn ob’s klappt 😉


Columbus schrieb am 17.05.2010 um 20:16 […] Was Proudhon, Sorel und Gesell angeht, so bleibe ich dabei und habe das   auch ausführlich begründet (s.o., Links), dass die von Fidelche, aber auch   von Sternhell (Zitat) vorgenommenen Klassifizierungen und Einordnungen   falsch sind, weil sie Nebenaspekte und teilweise sogar von den genannten   Autoren selbst verworfene und später abgelehnte Gesichtspunkte zur Hauptsache machen wollen, weil Fidelche z.B. bei Gesell, überhaupt nicht   verstanden hat, um was es in dem Zitat ging, weil er die zeitbedingte  Sprache nicht berücksichtigt, weil er offensichtlich keinen Unterschied zwischen Evolutionslehre und Darwinismus einerseits und Sozialdarwinismus, Eugenik nach Rasse und Elitegsichtspunkten andererseits kennt und Vorwürfe  erhebt, die sich aus der Biografie der Personen und aus den je umfangreichen Werken, nicht herauslesen lassen. Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen  Geldabhängkeit weg zu kommen, in ein sozialdarwinistisches Zuchtprogramm  umgedeutet. –  Ich vermute es war der Sprachschock, der Verwirrung stiftete. Wer soll denn bei diesem eher in Richtung Sektierertum laufenden  „Mühewerk“ Beistand und Beifall leisten? Ich werde dafür keinen Applaus  spenden, sondern es immer strikt ablehnen. Sorel, Gesell und Proudhon sind  nicht „dubios“! […]

thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 09:09
@navetta Das es sich hier um Grabenkämpfe handelt, geht mir auch so langsam auf. Meine Generation ist auch wegen solchen hirnrissigen Auseinandersetzungen zur Null-Bock-/Punk-Generation geworden. Bei Fidelsche fehlen grundlegende Kenntnisse der Geschichte des 19./20. Jhdts. Vor allem über die verschiedenen Formen der Kritik am Kapitalismus,  Industrialisierung und der entstehenden modernen Gesellschaftsform. Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen Die Schrift Bachofens über das Mutterrecht, gab dazu Impulse. Ein Otto Groß erkannte in der ökonomischen Abhängigkeit die Unterdrückung der Frau – heute Allgemeingut, aber vor 100 Jahren revolutionär. Zudem  propagierte er die freie Liebe, eigentlich undenkbar im Wilhelminischen  Kaiserreich. Die Reventlow wurde vom Kosmikerkreis als Hetäre betrachtet; den Frauen wurden mit neuheidnischen Ansätzen eine eigenständige Erotik zugestanden. Ich finde, das Werk Gsells, wie auch anderer, muss im Kontext gelesen  werden. Aber das lernt man eigentlich an jeder Uni und nennt sich wissenschaftliches Arbeiten

fidelche schrieb am 18.05.2010 um 12:25
@thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 09:09

Unfassbar, ihr Kommentar.

 

 

 

 

 

 

thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 12:37
@fidelsche    Endlich, endlich ist es geschehen, daß mir mal jemand die Nazi-Keule zeigt. Ansonsten Fidelschen probiers mal mit wissenschaftlichem Arbeiten, zu dem von mir angeschnittenem Thema.

Rahab schrieb am 18.05.2010 um 12:45
fidelsche zur kenntnis:  ich habe die redaktion darum gebeten, dieses teil zu entfernen. und das bild durch eine begründung zu ersetzen, warum es entfernt wurde.

Kurz darauf wurde nicht nur das Bild entfernt. Die Redaktion schloß das Blog für weitere Kommentare. Eine Stunde später wurden von den 173 Kommentaren, 50! Kommentare von der Freitags-Redaktion gelöscht. Alle Kommentare, auch die gelöschten, sind nachzulesen im Blog: Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive Kapitalismuskritik. Die Diskussion ging anschließend im Steiner-Blog weiter.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02
[…] Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

thinktankgirl  schrieb am 25.05.2010 um 18:51
@ fidelche 25.05.2010 00:22 Auszüge aus der damaligen Verteidigungsrede Gesells: [..] Können Sie mir für diese Rede eine seriöse Quelle nennen? Im Internet finde ich ca. 10 Webseiten (alle antisemitisch und antifreigeld) die exakt diesen Absatz zitieren, ohne einen Vorspann oder Nachspann, d.h. ohne weiteren Text und Kontext. Selbst die Auslassungszeichen sind dieselben. Ohne Hinweis, wo diese Rede gehalten und veröffentlicht wurde. Das genügt mir nicht als Quellenangabe. Und bitte nur Primärquellen!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59
@thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

Die eifrigste Verteidigerin, noch vor Uwe Theel und „Columbus“, war die stets Wissenschaftlichkeit fordernde, zu  Boykottaufrufen gegen Israel und Freisprüche für Holocaustleugner auffordernde und  Ahmadinejad gegen die bösen westlichen Medien verteidigende „Freitagsbloggerin“ „thinktankgirl“. „Thinktankgirl“, die „stolz wäre“ die Antisemitin „Felicia Langer zu sein“, schrieb am 18.05.2010 bezüglich Silvio Gesells antisemitischen, völkischen, eugenischen und sozialdarwinistischen Positionen: „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch“. Entweder „Thinktankgirl“,  begreift, vermutlich bis heute,  nicht, dass Begrifflichkeiten wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“  wesentliche Bestandteile von Silvio Gesells menschenverachtender Theorie sind, oder sie hat keinerlei  Ahnung was Begriffe wie  emanzipatorisch oder reaktionär ausdrücken. Sogar die, zumindest strukturelle Antisemitin, „Rahab“ schrieb am 26.5. in Richtung „thinktankgirl“: „ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie.“ Wie ein kleines Kind  gestand sich „thinktankgirl“ nicht ihre unhaltbare Position ein, nein im Gegenteil, sie forderte ständig meinen Widerruf des Kommentars vom 25.05.2010 um 23:59. Gleichzeitig ignorierte sie zig-fach  Fragen wie ihr eigener Satz bezüglich Gesell „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch“, anders interpretiert werden könnte. Die ständige Forderung nach der Primärquelle (Verteidigungsrede Gesell von 1919, 1920 veröffentlicht, Gesammelte Werke, Band 12, S.25) von Gesells Münchner Rede, belegt dass „thinktankgirl“ nicht glauben konnte, was ihr Idol so von sich gegeben hat.

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 00:59
@ Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:50 Wie ich sehe, Herr Bold, beteiligen Sie sich ja hier eifrig an der Diskussion und sind dabei gar nicht zimperlich mit „Setzungen“. Sie werden mir verzeihen, wenn ich Thinktankgirl und Rahab beispringen muß. Die Argumente wissenschaftlichen Arbeitens im Hinblick auf den Umgang mit Zitaten brauche ich hier nicht noch einmal nachzuvollziehen. Schon auf dieser Ebene arbeitet Fidelche unkorrekt im schon geschilderten Sinne. Kommen wir jetzt aber noch zur Worbedeutung und Etymologie des Wortes „Zucht“ in Zuchtwahl: Ich erinnere zunächst daran, dass es im Deutschen das Wort Kinderaufzucht gibt, das nichts meinte als das Aufziehen von Kindern in dem Sinne, dass ihnen alles das von den Eltern beigebracht wird, was sie lernen müssen, um im Leben zu bestehen, da es nicht angeboren ist; dass dies auch durch autoritäre Erziehungsstile geschehen kann tut unser Diskussion dabei jetzt keinen Abbruch. Diesen Inhalt könnten wir auch mit dem Wort „Bildung“ (von Kindern) bezeichnen. Tatsächlich findet sich bei Aischylos im 4. Jhdt der Begriff παιδεια (paideia) der damals in genau dieser Bedeutung, wörtlich übersetzt mit“Kinderzucht“, verwendet wurde. Der Begriff erfuhr dann über die Jahrhunderte eine Ausweitung zu einem Begriff der allgemeinen Bildung überhaupt und steckt derartig seit dem 16 Jhdt. im Begriff Enzyklopädie (enkyklios paideia) im Sinne der Sammlung allen Wissens.Wenn Gesell hier also von „Zuchtwahl“ spricht, so meint er damit in genau dem Kontext, auf den thinktankgirl schon hinwies, dass er der freien Frau, die freie Wahl lassen wollte, wie sie die Kinder die sie bei freier Gattenwahl zur Welt bringen wollte ohne Fremdbestimmung aufziehen, erziehen, bilden wollte. dazu sollte sie materiell abgesichert werden.Das Mißverständnis, „Zuchtwahl“ hier als eindeutig rassisistischen Begriff deuten zu wollen, ohne Rücksicht auf textlichen Kontext und Etymologie des Wortes – bloß weil es in anderen Zusammenhängen mißbraucht wurde -, zeugt tatsächlich nicht von wissenschaftlich seriösen Vorgehen. q.e.d. Lg ut P.S.: Quellennachweise können bei Bedarf eingefordert werden.

Das Linksparteimitglied Uwe Theel versucht offenbar mit Aischylos, Gesells „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“  zu relativieren!  Aischylos lebte vor 1600 Jahren. Gesell starb drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Die Bedeutung der Begriffe, Eugenik, NS Lebensborn, Mutterkreuz, „Erlösung von all dem Minderwertigen“ sind für Uwe Theel offenbar nicht problematisch. Uwe Theels Haltung bezüglich „linkem Antisemitismus“ und seine überzogene Israelkritik wurde bereits in Vorgängerblogs angesprochen. Im Jahre 2010 verteidigten oder relativierten in der Freitags-Community die“ AnhängerInnen von Silvio Gesell,  „thinktankgirl“, „Columbus“ und Uwe Theel seine  antisemitischen, völkischen, eugenischen und sozialdarwinistischen Positionen. „Columbus“ und „thinktankgirl“ bezeichneten Gesells Theorien emanzipatorisch. Das Schwundgeld „Der Chiemgauer“ wurde von vielen Freitags-Bloggern, wie beispielsweise „Columbus“, als ein wichtiger Lösungsansatz für die aktuelle Finanzkrise „bejubelt.“ Das dies zum einen falsch und zum anderen strukturell antisemitisch ist, war diesen Bloggern in der Freitags-Community kaum „beizubringen“. Mutterrente, Menschenzucht hatte und hat  nichts mit freier Liebe zu tun! Antisemitismus war und ist nicht emanzipatorisch! Völkisches Gedankengut und Sozialdarwinismus erscheinen heute nicht nur reaktionär, sie waren und sind reaktionär! Die Menschen im Nationalsozialismus spürten „hautnah“ was dieses Gedankengut bedeutet! Entweder haben „thinktankgirl“, „Columbus“ und Uwe Theel keinerlei Ahnung von diesen Themen oder es besteht eine Affinität zu Gesells „Gedankengut“. Ich vermute anderer seits, dass sich zumindest „thinktankgirl“ in der Zukunft, bezüglich Silvio Gesell, etwas vorsichtiger ausdrücken wird. Dadurch hätte die ganze Diskussion auch einen positiven Effekt. Jutta Ditfurth, mit der ich während des Steiner-Blogs in Email-Kontakt stand, hat viele Kämpfe mit Gesellianern,  Esoterikern und Anthroposophen überstanden. Ich hatte in den beiden Diskussionen zum ersten Mal intensiv mit Gesellianern, Esoterikern und Anthroposophen zu tun. Dieses eine Mal reicht mir für einige Zeit – absolut!!

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20 Kommentare

Silvio Gesell, Rudolf Steiner und die „braune Soße“

Dem Gründer der Anthroposophie („Weisheit vom Menschen“) Rudolf Steiner (1861-1924), auf den sich die Waldorfschulen beziehen, wird nicht unbegründet Antihumanismus, Irrationalität, Rassismus und Antisemitismus vorgeworfen. Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. Zur Theosophischen Gesellschaft, eine der ersten esoterischen Strömungen, kam Steiner als Student. Anthroposophie war für Steiner eine gnostische Religion. Laut Steiner existierte anfangs nur das Göttliche. Es vermischt sich in einer Art Sündenfall mit der Materie, dem negativen Prinzip, womit die Geschichte beginnt. Die göttlichen Funken durchlaufen einen Entwicklungsprozess, von denen jeder die Reinkarnation seines Vorgängers darstellt. Auf der Erde, nehmen die göttlichen Funken menschliche Gestalt an. Die Entwicklung verkörpert sich in sieben Wurzelrassen mit je sieben Unterrassen. Beispielsweise die Atlantier, die vierte Wurzelrasse, trieben Ackerbau und Viehzucht. Aufgabe der fünften arischen Wurzelrasse ist es laut Steiner, den menschlichen Geist zu entwickeln. Sie müssen dabei den Anfechtungen des Materialismus und Intellektualismus widerstehen. Bevor die Menschheit dem Atheismus verfiel reinkarnierte der Sonnengeist als Jesus Christus und gab mit seinem Opfertod den Impuls für eine Respiritualisierung. Im Jahre 1413 beginnt nach Steiners Weltenplan die Mission der Germanen, der fünften arischen Unterrasse.  Peter Bierl, schreibt in seinem Buch, Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister: “Die Anthroposophie enthält eine spezifische Rassentheorie, die Lehre von den sieben Wurzelrassen und ihren Unterrassen, in denen sich die menschliche Entwicklung verkörpern soll. Als führend gilt die arische Wurzelrasse, die am Geiste schaffenden Weißen. Asiaten werden dagegen als dekadent und Schwarze als kindlich von Trieben gesteuert diffamiert. Aus der Kombination von Wurzelrassen- und Karmalehre mit den traditionellen Motiven des jüdischen Gottesleugners ergibt sich auch ein spezifischer Antisemitismus in der Anthroposophie.“ Für Anthroposophen hat das Leben eines Menschen keinen Selbstzweck und keinen absoluten Wert. In Steiners „geistiger Welt“ absolvieren die Menschen „wiederholte Erdenleben“. In jedem dieser Leben muss eine Rechnung aus dem jeweils vorausgegangenen Dasein beglichen werden und können andererseits Pluspunkte für die nächste Runde gesammelt werden. Pluspunkte sammelt der Mensch, indem er dem „Menschheitsführer = Rudolf Steiner“ vertraut und gehorcht, sein gesamtes Leben, Denken, Handeln und Fühlen von dessen „Weisheit“ leiten lässt. Wer Steiner glaubt, der gelangt im nächsten Leben auf eine höhere Stufe, wer selber denkt, muss solange als „Materialist“ wiederkehren, bis er seinen Irrtum eingesehen hat.

In Silvio Gesells (1862- 1930) Hauptwerk “Die natürliche Wirtschaftsordnung“  kann man in seiner Freigeldtheorie, die angebliche Lösung der kapitalistischen Probleme in der Abschaffung des Zinses mittels Schwundgeld und Tauschkreisen und in seiner Freilandtheorie zum anderen die „freie Zuchtwahl“ nachlesen. Die ökonomisch absurde Theorie Gesells ist strukturell antisemitisch, läuft auf Manchester-Kapitalismus und Sozialdarwinismus hinaus mit dem Ziel einer Art Rassenhygiene und Menschenzüchtung. Gesell kooperierte mit völkischen Antisemiten, wie beispielsweise Simons oder Fritsch. Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte. Fritsch war der Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“.  Mit der Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird. Das Geld verliert ständig an Wert und muss dadurch ausgegeben werden, heizt also die Wirtschaft an. Gesell kritisiert ausschließlich den Geldkreislauf (raffendes Kapital), die Produktion, das „schaffende Kapital“ ist im Gegensatz dazu für ihn positiv besetzt. „Der Chiemgauer“ ist Schwundgeld, mit dem im Chiemgau (Oberbayern), seit einigen Jahren in bestimmten Läden die Ware bezahlt werden kann. Die regionalen Betriebe sollen mit dem Regionalgeld gefördert werden. Die Herausgeber (Waldorfschule Prien) des Chiemgauers beziehen sich explizit auf Silvio Gesells Freigeld-Theorie. Die Euros die der „Chiemgauer Verein“ bei dem Umtausch der „Chiemgauer“ erhält, werden laut Initiatoren bei der GLS Bank auf einem Tagesgeldkonto mit Zinsertrag angelegt.  Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“.  Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden damit den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“

In der Zeitschrift Konkret schrieb Christoph Horst unter Kunst & Gewerbe 12/2003: Nicht bei Groschen Rudolf Steiner wusste über Probleme der Ökonomie nicht nur, dass wir, »wenn wir zum Beispiel in unsere Geldbörse greifen, … es ja ganz richtig mit ahrimanischen (teuflischen; C. H.) Gewalten zu tun« hätten, sondern auch, dass der Sinn des Geldes im »Dienen und Fließen« liege, der Zins also ein Übel darstelle. Heutige Anthroposophen haben sich im Kapitalismus gut eingerichtet; ihre Produkte (Wundersalben, Heilsteine, astrologische Kalender etc.) werfen zumindest ausreichend Profit ab, um Großveranstaltungen zu organisieren, auf denen dann beispielsweise Themen wie »Hat der deutsche Volksgeist noch eine Aufgabe?« (Herbsttagung der Stuttgarter Anthroposophischen Gesellschaft) diskutiert werden. Da es seit Einführung des Euro aber auch in der Esoterikbranche schwieriger geworden ist, schnelles Geld zu verdienen, haben Anthroposophen einen Weg gefunden, zumindest Lokalpatrioten und Bioregionalisten zu treuen Kunden zu machen: Eine Waldorf-Initiative im bayerischen Prien hat neben dem Euro einen selbstgebastelten »Chiemgauer« etabliert, der in der Waldorfschule im Verhältnis 1:1 getauscht und in freiwillig teilnehmenden Geschäften ausgegeben werden kann. Das Prinzip eines Komplementär-, Frei- oder Regiogeldes, von den Antisemiten Steiner und Silvio Gesell übernommen, ist wirr und für »ahrimanisch-materialistisch« denkende Menschen schon im Ansatz eine Zumutung.  Die Ziele, die die Anthroposophen mit ihrer Privatwährung verfolgen, sind die bei völkischen Ökosekten üblichen: Förderung des volksgemeinschaftlichen Zusammenlebens von Unternehmen und Konsumenten sowie Stärkung der regionalen Strukturen. Der Initiator Gelleri erklärt: »Es dürfen nur Geschäfte vor Ort teilnehmen, damit das Geld in der Region bleibt … Eine Verbundenheit zur Heimat muss schon vorhanden sein, damit so ein System funktioniert.« Mit drei Prozent jedes »Chiemgauers« werden soziale Projekte unterstützt, die sich die Teilnehmer frei auswählen dürfen. So gezwungen frei nämlich, wie es bei Anthroposophen immer zugeht, denn zur Auswahl stehen natürlich hauptsächlich die lokalen Waldorfschulen und -kindergärten. Zudem wird mit dem »Chiemgauer« Kontrolle über die Stadtbewohner gewonnen: »Es würde auffallen, wenn ein Fremder mit einer großen Menge Chiemgauer einkaufen würde«, erläutert Gelleri stolz und weist damit darauf hin, dass nur wer hart und ehrlich arbeitet, auch in den Genuss des Geldes kommt – Fälscher haben keine Chance. Mitte Oktober berichtete die freigeldbegeisterte »Berliner Zeitung«, es seien schon 40.000 Chiemgauer gedruckt, und – an Waldorfschulen legt man natürlich Wert auf möglichst mittelalterliche Methoden – per Hand von den Schülern zugeschnitten, zur Hälfte der Zeit selbstverständlich ehrenamtlich. Und was machen die Waldorfschüler mit den Euros, die sie beim Umtausch entgegennehmen? Die werden nach Angaben der Verantwortlichen auf ein Bankkonto gepackt – vermutlich bei der anthroposophischen GLS-Bank, der zentralen Anlaufstelle für wohlhabende Okkultisten.  Ich unterstelle keineswegs allen Benutzern des „Chiemgauers“ braunes Gedankengut. 95% der mit Regionalgeld/Schwundgeld bezahlenden Menschen wissen mit Sicherheit nichts über Silvio Gesell und haben subjektiv die besten Absichten. Viele Bankkunden der anthroposophischen GLS Bank meinen subjektiv, dass sie „Gutes“ tun, wenn sie ihre Bank unterstützen.  Das ändert nichts an der Tatsache dass Gesells Schwundgeld keine Probleme lösen wird. Dass Gesells Freilandtheorie mit seinen Menschenzuchtphantasien, reaktionär war und ist. Wer Menschenzucht emanzipatorisch nennt, egal zu welcher Zeit, desavouiert sich, da Gesells ”Lösung der Frauenfrage” mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist. Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. In Waldorfschulen wird die inhumane Lehre Rudolf Steiners verbreitet. Es ist kein Zufall dass einige Lehrer an Waldorfschulen NPD Mitglieder sind. Wenn ein entsprechender Fall bekannt wird, distanziert sich zwar der Bund der Freien Waldorfschulen, allerdings nur wenn der Fall öffentlich wird.

Unter http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die-braune-sosse wurde das Blog gepostet. Insbesondere die Kommentare von Esoterikerinnen wie „Ehrlicher“ und Gesellianerinnen wie „thinktankgirl“ und „Rahab“ sind aufschlußreich. Nach diesem Blog wurde ich, ohne mir ersichtlichen Grund, deaktiviert. Ich bekam von der Redaktion nur die kurze Mitteilung, dass ich wegen angeblicher wiederholter Verstöße gegen AGB & Netiquette deaktiviert wurde. Ich bekam nie eine Vorwarnung oder ähnliches. Auf keine meiner fünf Anfragen an die Redaktion, was ich mir in diesem Forum alles gefallen lassen müsse, bekam ich je eine Antwort. Rahab verglich mich beispielsweise mit Eichmann und Dr. Mengele. „Thinktankgirl“ verteidigte wie schon im Vorgängerblog die rassistischen und eugenischen Theorien, mit Begrifflichkeiten, wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, von Silvio Gesell. Mit meinem Rauswurf aus der „Freitagscommunity“ machte sich die „Freitags-Moderation“ zum Komplizen der Bloggerinnen „Rahab“ und „Thinktankgirl“ und somit scheinbar zum Komplizen von Silvio Gesells sozialdarwinistischen Menschenzucht-Theorien. Meine Gegnerschaft zu den antisemitischen, teilweise volksverhetzenden Ansichten der „Freitagscommunity“, sowie meine Ablehnung gegenüber der Israelgegnerschaft in den redaktionellen Artikeln, dürfte bei meinem „Rauswurf“ sicherlich auch eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Nachfolgend die Kommentare der „Freitagsblogger“:

Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 16:04 Ich bin keine Anthroposophin, aber ich kenne das Milieu seit meiner Kindheit und kann nur sagen: Ich bin tief erschüttert über solch eine vorurteilsvolle Fehlinterpretation, die aber noch nicht einmal originell ist, denn diese verzerrten Darstellungen kursieren ja schon lange. Wenn man über einen Menschen und seine Philosophie ein Urteil zu fällen wagt und dann noch ein solches, dann muß man seine eigenen Werke gelesen haben und nicht Urteile anderer aus zweiter Hand übernehmen ! Das ist nicht redlich ! Wissen Sie eigentlich, dass im dritten Reich auch Anthroposophen verfolgt wurden ?

fidelche schrieb am 20.05.2010 um 17:35 @Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 16:04 Es stimmt, ich habe nicht viel Originalteste von Steiner (2 Bücher) und Gesell (1 Buch NWO) gelesen. Verzerrt ist meine Darstellung trotzdem nicht. Falls doch, müssten Sie dies begründen. Ich kenne viele Nutzer des „Chiemgauers“ persönlich, hatte viele Diskussionen mit Ihnen und meine, nicht nur deshalb, mir ein Urteil bilden zu können. Dass es viele „nette“ Anthroposophen gibt, weiß ich auch. Prominente Beispiele dafür sind Ex-Innenminister Otto Schily oder Hiltrud Breyer von den Grünen. Dass alles sind allerdings keine Argumente um eine Ideologie mit Wurzelrassen, Zuchtwahl, Antihumanismus, Irrationalität, Rassismus zu akzeptieren. Auf der Anthroposophen-Seite „Die Egoisten“ kann man aus deren Sicht etwas über die NS-Zeit nachlesen.     Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 20.05.2010 um 18:19 @fidelche    Du schreibst: „Die Anthroposophie ist geeignet, autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten.“ Diese These ist sehr allgemein formuliert. Sie ist für mich nachvollziehbar. Für das Wort ‚Anthroposophie‘ können aber durchaus andere Begriffe eingesetzt werden, etwa Bundeswehr, Fußball, Weinbruderschaft, Schützenverein. Und immer wird sie zu verifizieren sein, je nach Blickwinkel. Wenn das möglich ist, kann diese These auch als Allgemeinplatz oder Holzhammerargument interpretiert werden. Vielleicht liegt es mit an dieser Argumentationsweise, dass Du BloggerInnen empörst. Andererseits schaffst Du es, wenn ich Deine Argumentationsweise von der didaktischen Seite aus betrachte, Leben in die Blogger-Bude zu bringen.

fidelche schrieb am 20.05.2010 um 19:13 @Achtermann schrieb am 20.05.2010 um 18:19    Hi Achtermann,also in der Fußballtheorie ist keine faschistische Entwicklung angelegt – Schützenverein ist schon schwieriger. Mein Text ist relativ kurz. Es gäbe sehr viel mehr Belege für meine These. Die Empörung der bestimmten Blogger, die meiner Meinung einer Seilschaft gleichen, liegt an deren verengten ideologischen Wahrnehmung. Ein kluger Mensch nannte sie mal Betonblogger und Betonfeministinnen. Meine Lust mit diesen Leuten zu diskutieren hat sich rapide reduziert. Durch ihre gezielten Provokationen wurden von meinen ersten 6 Blogs 3 gesperrt. Wenn Du die Kommentare liest, weist Du was ich meine. In meinem Fußballblog, ging es den Betonbloggerinnen nie um Fußball, sondern nur um Provokationen. Lies nach und Du weißt was ich meine. Im Fußball werden „Fans“ dieser Art, „Kategorie C“ genannt. Konstruktiver Kritik stehe ich aufgeschlossen gegenüber. Deiner zum Beispiel. Die Frage ist, wieso macht Achtermann bei den Betonbloggern nicht mit. Ich meine, dies hat etwas mit Charakter zu tun. Dafür danke ich Dir.         Schönen Gruß fidelche

Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 22:33 Ich schreibe nur noch etwas dazu, um diese schreckliche Hetze von Ihnen, die sich nur aus Hetzinfos speist, so nicht stehen zu lassen ! Ich muß ganz ehrlich sagen, dass mir das Angst macht ! Das ist ja Faschismus pur, was da von Ihnen ausgeht ! Woher kommt dieser sinnlose Hass ? Sie wissen ja noch nicht einmal, dass R.S. die biologisch Dynamische Anbauweise entwickelt hat, nach der heute viele Bio-Bauern unter dem Siegel „Demeter“ besonders hochwertige Bio-Produkte herstellen und dass es nach R.S. die „Niedrigpotenzhomöopathie“ entwickelt wurde und dass die Anthroposophen nicht „Wundersalben, Heisteine und Kalender“ verkaufen, sondern dass es zwei tatsächlich international sehr erfolgreiche Naturarzneimittelfirmen plus einer, der besten Naturkosmetikfirma überhaupt,Dr, Hauschka(die Arzneifirmen heißen Weleda und Wala) mit ebenfalls besonders guten Produkten gibt, oder doch ? Schon ihre Sprache ist hier so hassgeladen und geringschätzig(wahrscheinlich alles abgeschrieben), dass ich mich mit Einzelheiten garnicht erst befassen will ! Ich kann nur sagen: Von dem, was Sie da schreiben, habe ich als Enkelin von zwei Anthroposophen der ersten Stunde und als ehemalige Waldorfschülerin noch nie etwas gehört, gesehen oder gelesen ! Und ich habe einige Bücher von Rudolf Steiner gelesen und kann daher seine Art von Lebensanschauung ganz gut beurteilen. Steiner war ein sehr fein-und tiefsinniger Mensch, sehr stark von Goethe beeinflusst und inspiiert und seine Weltanschauung basiert auf dem Christentum. Was das mit Faschismus zu tun haben soll, ist mir schleierhaft ! Wie überhaupt diese Mär über Steiner und warum sie einmal gestrickt worden ist, würde ich gern einmal in Erfahrung bringen. Aber es ist mir nicht eilig damit und ich fühle mich nicht verpflichtet, das jetzt zu recherchieren für jemanden, der dermaßen oberflächlich und gewissenlos so einen unwahren Schmutz verbreitet ! Ich weiß, dass sogar der Spiegel ähnliches dummes Zeug schreibt und R.S. sogar mit dem geldgierigen Sektenführer Ron Hubbard vergleicht. Da habe ich schon einen empörten Leserbrief hingeschrieben. Wie gesagt, Rudolf Steiner ist nicht mein persönliches Idol, ich bin keine Anthroposophin, aber ich achte ihn als Person und bin Ihm dankbar für die guten Dinge, die er der Welt geschenkt hat wie auch die Waldorfschulen, welche z.B. die ersten waren, wo Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet wurden, wo es in den unteren Klassen keine Zensuren gab und wo schon ab der ersten Schulklasse Sprachen unterrichtet wurden. Das einzige, was ich einmal in Zusammenhang mit Anthroposophischen Einrichtungen und der Nazizeit gehört habe, betrifft die Firma Weleda. Aber ich weiß darüber nichts genaues und es hat mich dann auch nicht interessiert. Aber Sie interessiert es sicher. Vielleicht könnenSie ja damal was ergoogeln und es mir mitteilen, aber im Google ist ja auch viel Mist abgespeichert, wie man an Ihrem Bericht deutlich erkennen kann !

luggi schrieb am 20.05.2010 um 22:41 @Ehrlicher     mal ruhig bleiben. Solange fidelche nicht auf die wirklichen sozialen Kräfte des Faschismus hinweist, ist doch alles in unschönster Ordnung. Steiner, Gesell und Co. sind Schuld am Faschismus; und fidelche bekommt Beifall von überlinks ausstehenden Zweitagesbloggern.

Achtermann schrieb am 21.05.2010 um 06:08 @ luggi      I’m so sorry! Ich hab’s nicht kapiert. Was sind denn „überlinks ausstehende Zweitagesblogger“?

fidelche schrieb am 21.05.2010 um 10:22 @ Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 22:33   Sehr geehrte Frau Ehrlicher, wo mein Text „Faschismus pur“ ist müssten Sie bitte belegen. Am Ende meines Textes schreibe ich: „Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. In Waldorfschulen wird die inhumane Lehre Rudolf Steiners verbreitet.“  Bin ich Faschist weil ich auf die rassistischen und inhumanen Texte Steiners aufmerksam mache? Ich kenne „Demeter“-Biobauern und diskutiere auch mal mit ihnen. Ich kenne Peter Bierl persönlich und hab mit ihm über diverse Dinge gesprochen. Bitte lesen Sie den verlinkten Text von Bierl. Ich habe das Buch von Peter Bierl über Steiner gelesen. Wenn Sie sein Buch: „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister, Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“, gelesen hätten, wären Sie vorsichtiger in Ihren Formulierungen. Ich habe von Steiner das Buch der anthroposophische Weg gelesen. Sehr mühsam, muss ich zugeben. Das Kapitel“ Die geistige Führung der Menschen und der Menschheit“ oder „Jesus und sein geschichtlicher Hintergrund“ waren sehr „ergiebig“ für mich.  „Mangelnde Spiritualität“ ist nicht der Grund für das Unheil dieser Welt. Für einen Agnostiker/Atheisten wie mich sind die theistischen Religionen schon schwer erträglich. Alle Esoteriker, insbesondere Steiner und deren Nachfolger, mit ihrem Rassismus, Antisemitismus und Behindertenfeindlichkeit verursachen bei mir ein ähnliches, eher schlimmeres Unbehagen.  Im Übrigen gibt es in der Nähe meines Wohnortes ein großes Esoterikkaufhaus, mit Produkten von Weleda und Hauschka, „Wundersteinen“, „Wunderölen“, Esoterikbüchern und Demeter Kartoffeln. Wenn mir langweilig ist, stelle ich mich in den Verkaufsraum und höre den ernsthaften Gesprächen der Verkäufer mit ihren Kunden zu. In diesen Unterhaltungen geht es tatsächlich um heilende Steine, um Erzengel, um Feen und um viele andere Geister. Da kommt keine Satireveranstaltung mit. Ich bekomme das kostenlos geboten und insoweit hat Rudolf Steiner auch „sein Gutes“. Länger als 10 Minuten halte ich es allerdings nicht aus, dann muss ich raus und schmunzle (Untertreibung).       Schöne Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 21.05.2010 um 18:13 @ Ehrlicher   Ehrlicher, Du schreibst: „Steiner war ein sehr fein-und tiefsinniger Mensch, sehr stark von Goethe beeinflusst und inspiriert und seine Weltanschauung basiert auf dem Christentum. Was das mit Faschismus zu tun haben soll, ist mir schleierhaft !“Es mag sein, dass Steiner ein fein- und tiefsinniger Mensch war. Es gab KZ-Leiter, die sich nach erledigtem Tageswerk der klassischen Musik hingaben oder sich mit den Klassikern unter den Dichtern beschäftigten. Auch diese hätte man, nicht wissend welche Verbrechen sie begehen, zu den Fein- und Tiefsinnigen zählen können. Die Anthroposophen haben sich in eklektischer Manier eine Welt zusammengeklaubt. Da wurden Ansätze des indischen Geisteslebens, der Gnosis, des Okkultismus zu einem Denksystem zusammengebastelt. Es wurden hellseherische Seelenkräfte bemüht und allerlei Mythen in die Welt gesetzt. Im Philosophischen Wörterbuch des christlich-spiritualistischen Herder-Verlags (Ausg. 1988) findet man unter dem Stichwort Rudolf Steiner zu dessen Lehre u.a. folgendes: „Die Weltgeschichte führt unter dem Einfluß von Geisteswesen in sieben Stadien wieder ins Geistige zurück. Die entscheidende Rolle spielt dabei der Sonnengeist Christus, der in Jesus von Nazareth wieder Besitz von der Erde ergriff. Der einzelne Mensch muß in Wiedergeburten die Läuterung zum Geistigen durchmachen. Die guten und die bösen Handlungen bestimmendurch das Karma das künftige Lebenslos.“ Das ist für ein Nicht-Gemeindemitglied nur schwer verständlich, um es neutral zu formulieren. Einerseits wurde 1935 die Anthroposophische Gesellschaft im Nazi-Deutschland verboten, andererseits versuchten Teile dieser Gesellschaft die Anbiederung an den Faschismus dt. Prägung, indem man etwa Rudolf Steiners „arische Abstammung“ zum Argument machte. Deshalb hinterlassen derartige Lehren vom richtigen Leben Zwiespältiges. Rezipienten der Geschichte der anthroposophischen Bewegung sind dann in der Lage, unterschiedliche Interpretationen abzugeben, die evtl. gar konträre politische Deutungen beinhalten.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:40 @luggi schrieb am 20.05.2010 um 22:41    Das Du der Anthroposophie nahe stehst, hätte ich mir denken können. Sprichst Du Dich diesbezüglich mit Deinem DKP und Arbeiterführer Freund Claus Ludwig ab?   Richte ihm schöne Grüße von mir aus fidelche

luggi schrieb am 22.05.2010 um 15:24 @fidelche   Ich bin Monist und deine falschen Unterstellungen mir gegenüber bringen dich auch nicht aus deinen Kalamitäten heraus.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:12 @luggi schrieb am 22.05.2010 um 15:24   Starke Argumente!   Respekt!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 01:34 @ Achtermann Excellenter Kommentar!!! Herzlichen Dank! Seh ich eben so. Anthroposophie hat durchaus sehr positive Elemente aber auch äußerst fragwürdige. Diese Lehre ist ein Mischmasch, keine einheitlich logisch aufgebaute Lehre. ABER – folgende 3 Anregung von mir:
1. Steiner sollte keinesfalls als die personifizierte Spiritualität schlechthin verstanden werden. Er hat was dazu beigetragen…o.k. Aber es empfiehlt sich, sein Schaffen differenziert und kritisch zu betrachten, genauso wie der Ausgangsartikel das macht. So würdigt man sein Lebenswerk, weil man ihm (kritischen) Respekt zollt. 2. Spiritualität sollte ebenso wenig mit Esoterik als identisch verstanden werden. Esoterik ist eine mythisch verklärte, romantisch verspießerte und unsachliche (weil nicht verifizierbare) Form davon. Ich sehe Esoterik eher als Nebelschleier, der die wirklich interessanten Konturen und Aspekte von Spiritualität verwischt. Und in so einem Wischi Waschi kann man leicht gläubigen Menschen vieles auftischen, besonders wenn man ihnen irgendwelchen wirkungslosen Humbuck auf Lebensfreude Messen verkaufen möchte (z.B. bunte Glassteine, die angeblich Tachyonen einfangen und dabei Heilkräfte entfalten usw. usf.) 3. Ich verstehe Spiritualität z.B. ganz anders, nämlich als die Möglichkeit zu erkennen, dass wir im Einklang mit den Gesetzen des Universums denken und handeln können. Das ist ein Grundsatz, der klare Konturen schafft und überprüfbar ist. Tut man dies, kann man leicht weite Teile von „Spiritualität“ sozusagen als falsch verstandene Spiritualität oder Pseudospiritualität entlarven. Ich bin z.B. auch wiederholt darauf gestoßen, dass in spirituellen Kreisen – und da lässt sich wieder der Bezug zum Ausgangsartikel herstellen – Zinskritik und gesellianische Vorstellungen weit verbreitet sind. Es lässt sich argumentativ mit einfachster Elementarlogik zeigen, dass solche Vorstellungen rein von bürgerlicher Ideologie getragen werden und meinem Grundsatz von Punkt 3 – also richtig verstandener Spiritualität – konträr entgegenstehen. Ich habe dazu einen längeren Artikel (inkl. Grafiken) verfasst. Kann ich bei Bedarf an Interessenten gerne als PDF mailen. Spätestens dann dürfte der Unterschied klar sein. Geht darin allerdings mehr um radikale Kapitalismuskritik und grenzt sich von dessen verkürzten Kritikformen als auch Pseudospiritualität ab.  Meine (heutige) Sicht (die sich zukünftig je nach Erkenntnisgewinn auch wieder ändern mag): Spiritualität kann durchaus als ein realer Bestandteil der Evolution des Universums verstanden werden (s. auch Bücher von Ken Wilber), nämlich als Evolution des Bewusstseins auf allen Ebenen des Seins. Leider gibt es in diesem Bereich jedoch so viel Unsinn und – ja ich würde schon sagen Aberglauben, dass ich meistens genauso schmunzeln muss über den Esoquatsch, wie Fidelche es trefflich beschrieben hat…           @fidelche      „„Mangelnde Spiritualität“ ist nicht der Grund für das Unheil dieser Welt. “    Zu dieser These hab ich zwei Sichtweisen anzubieten:  A) Ausgehend vom herkömmlichen Verständnis von Spiritualität würde ich sagen: Absolut richtig erkannt!!! Spiritualität kann zwar ein begünstigender Faktor sein, die Welt zu retten, ist aber noch lange keine hinreichende Bedingung. Sie stellt an sich ebenso wenig etwas Positives dar, wie z.B. Wissen. Beides kann auch negativ besetzt sein. Selbst Hitler hatte bekanntlich einen spirituellen Berater. Und ein studierter Rassist, der zu seinem Thema viel an Wissen erworben hat, ist immer noch ein spirituell (also bewusstseinmäßig) niedrig schwingendes Subjekt. Derartige Überzeugungen tendierten, wie wir aus der Geschichte wissen, deshalb auch dazu, sich in der Evolution nicht durchsetzen zu können. Mitgefühl und Liebe, um mal zwei stark vereinfachende Aspekte positiven Sozialverhaltens anzuführen, hingegen schon (die falsch verstandene Liebe zu Führer, Volk und Vaterland darf man davon an dieser Stelle wohl bewusst ausklammern).  B) Nach dem von mir oben aufgestellten Maßstab von Spiritualität müsste ich die These verneinen. Weil: falsch verstandene Spiritualität hat ja einen Mangel…sonst wäre sie richtig verstanden….und noch etwas fällt mir gerade auf:   „Für einen Agnostiker/Atheisten wie mich sind die theistischen Religionen schon schwer erträglich“    100%ige Zustimmung. Geht mir ebenso. Ich bin auch Atheist. Glaube hat für mich rein GAR NICHTS mit Spiritualität zu tun. Religion erst recht nicht. Religionen sammeln ja beispielsweise ritualisierte Handlungsmuster, mit den sich von Generation zu Generation die jeweilige Lehre weitergeben lässt und Personen gleich geschaltet werden (ein früher soziologischer Versuch Gesellschaften zu strukturieren). Das ist also nur eine äußere, gesellschaftliche Form. Religion hat (s. Beispiel Ron Habbard / Scientology) noch nicht mal was mit Gottesglauben zu tun. Ein Guru reicht scheinbar schon aus. Natürlich enthalten anders herum gesehen die Glaubensüberlieferungen spirituelle Elemente. o.k. Das ist aber was anderes. Das trägt womöglich jeder von uns in sich.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 01:47 „3. Ich verstehe Spiritualität z.B. ganz anders, nämlich als die Möglichkeit zu erkennen, dass wir im Einklang mit den Gesetzen des Universums denken und handeln können. Das ist ein Grundsatz, der klare Konturen schafft und überprüfbar ist.“ Ich bin nicht spirituell veranlagt, und werde schon – obwohl ich den Kommentar insgesamt mit virtuellem Kopfnicken gelesen habe – bei der Phrase Im-Einklag-mit-den-Gesetzen-des-Universums hellhörig. Welche Gesetze sollen das sein? Und welcher Ein-Klang? Eine „klare Kontur“ ist das für mich nicht. Ich lebe auf dem Planet Erde, von dem die Menschen immer noch zu wenig wissen. Aber genug, um auf ihm gleich und glücklich zu leben.

Ehrlicher schrieb am 21.05.2010 um 23:12 Mich interessiert an Eurer beider Einstellung jetzt einmal folgendes:  Wie hat das angefangen ? Was war der Weg, der Euch zu dieser Anschauung über Steiner und seine Weltanschauung, bzw. die Anthroposophie geführt hat ?  Und wie könnt Ihr glauben, dass Ihr besser über diese Dinge bescheid wisst, als ich, die ich damit aufgewachsen bin ?  Steiners Texte richtig zu verstehen ist nicht jedem gegeben und schon garnicht jemandem, der sie von vorn herein mit negativen Vorzeichen liest !  Aber ich sage noch eines: Ich empfinde in Eurer Argumentation einen zwanghaften, gewalttätigen Willen, im Recht sein zu wollen und das Macht mir Angst ! Nicht Angst vor Euch beiden, sondern Angst vor dem ganzen verständnislosen und beängstigend verirrten Kontingent an Sympatisanten,das noch mit neben Euch stehen mag !

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:45 @ Ehrlicher schrieb am 21.05.2010 um 23:12  Steiners Texte richtig zu verstehen ist nicht jedem gegeben und schon garnicht jemandem, der sie von vorn herein mit negativen Vorzeichen liest !  Dann helfen Sie mir doch die Texte richtig zu verstehen. Nachdem ich im Religionsblog, laut Betonfeministinnen, mit der „richtigen“ Bibelexegese gescheitert bin, habe ich offenbar Ihrer Ansicht nach Probleme bei der „richtigen“Steinerexegese. Mittlerweile wundert mich überhaupt nichts mehr.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 01:40 Das, was mir berechtigte Angst macht, ist folgendes: Ich habe hier gerade gelernt, dass es junge Menschen gibt, die sich als „Linke“ verstehen, die einen durch Fanatismus verengtes Wahrnehmungsfeld  alles, was sie durch selbiges nicht verstehen können, mit erschreckend bereitwilliger Gehässigkeit als faschistisch brandmarken ! Das ist im Grunde ein Potenzial, was ich bisher immer nur von extrem rechts her gekannt habe. Das, Fidel, meine ich mit dem Faschistischen an Ihnen.  Ich habe auch meine Kommentare hier nicht wegen Ihnen geschrieben,sondern wegen dieser Ungerechtigkeit. Die wollte ich so nicht stehen lassen. Ich mag übrigens Fidel Castro nicht. Ich glaube, dass er Che nur ausgenutzt hat. Aber zu Ihnen passt der Name ganz gut ! Das ist alles, was ich zu diesem Blog noch zu sagen hatte.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:33 @ Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 01:40  Ihre Argumentationsweise ist nicht nachvollziehbar. Wenn ich schreibe, dass Anthroposophie geeignet ist autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten, dies beispielsweise mit der Wurzelrassentheorie Steiners begründe, dann fällt Ihnen nicht anderes ein, als mich als Faschisten zu bezeichnen.  1. Was sagen Sie zur Wurzelrassentheorie Steiners?  2. Glauben Sie an Erzengel, an Geister an Wundersteine?  3. Was sagen Sie zum anthroposophischen Karma (Bilanz der Verdienste und Verfehlungen eines Menschen – Entscheidend für nächstes Leben)?
4. Was halten Sie von der Behandlung und Beurteilung von behinderten Menschen durch die Anthroposophen?  Wenn Sie die Anthroposophie so vehement verteidigen, sollten Sie auch Argumente bringen! Wenn Sie so weitermachen, bekomme ich von Ihnen Angst.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 14:48 Gut, ich wills mal zum Abschied ein bisschen abmildern, was ich zuletzt gesagt habe:  Ich weiß nicht, ob ich vor Fidelche Angst haben muß, oder Mitleid mit ihm !

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:15 @Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 14:48     Sie sind ein guter Mensch.  Vielen Dank.   Ihre ausführlichen Argumente bringen mich zum Nachdenken.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 15:05 Ja was machen wir denn damit?   http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/schulpflicht-verletzt/      http://www.freunde-waldorf.de/freiwilligendienste/in-deutschland/einsatzstellen/  am besten sich das weltbild nicht erschüttern lassen!

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:11 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 15:05   und was machen wir damit?  rudolf-steiner.blogspot   Noch besser, das Weltbild nicht erschüttern lassen und sich im Sand eingraben!

Nebelmännchen schrieb am 22.05.2010 um 16:38 Die „Freunde der Erziehungskunst R. Steiners“ (zweiter Link) wissen: >>Das Leben in den Lebensgemeinschaften hat sich aus der Grundidee entwickelt, daß alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, vollwertige Persönlichkeiten sind und ein Recht auf ein ausgefülltes, sinnvolles Leben in Freiheit und Würde haben. << Fein. Und wie ermöglicht man also den Menschen ein „sinnvolles Leben in Freiheit und Würde“? >>Sozialtherapie für Erwachsene
In den sozialtherapeutischen Lebensgemeinschaften ist die soziale Gemeinschaft die Grundlage für die Therapie. Den Behinderten werden vielfältige Möglichkeiten gegeben, ihr Leben durch Arbeit sinnvoll zu gestalten.<< Da dreht’s mir aber dann doch irgendwas im Bauch um, wenn ich sowas lese.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 16:48 @nebelmännchen    ich fürchte, wenn unser f. ein integratives kinderheim aufmachte, dann tät er auch so was in seine flyer schreiben

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:01 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 16:48   Gebenedeite Rahab, Deine Logik ist umwerfend. Wenn ich die anthroposophische Lehre kritisiere bin ich, Deiner Meinung, verantwortlich für anthroposophische Kinderheime. Es wird immer irrsinniger. Meine Sorgen um Dich vergrößern sich minütlich.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:11mach dir mann keene sorgen um mir!  meinte ein fidelbums kinderheim  p.s. wenn ich Steiners lehre kritisiere, dann tue ich es etwas anders als dir – det hat u.a. mit meiner etwas anderen religionskritik zu tun, weeßte

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:27@ Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:11 fidelbums Kinderheime? Gibts die in Deinem Paralleluniversum? Darfst Du überhaupt Deine Götter kritisieren? Bist Du nicht mit Steiners Engel und Dämonen mit dem entsprechenden Teufel und den Volks- und Rassegeistern in Kontakt? Die sogenannten „weiblichen Göttlichen“ und die Geister der sogenannten Steinerschen dritten Hirarchie bilden doch ein starkes Team, oder? Wenn Du mal wieder Kontakt aufgenommen hast, lass es mich wissen.   fidelche

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:44 @f.  laß gut sein, ja? ich versprech auch: ich schick dir nicht den SPD vorbei.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 16:35 Mein Weltbild jedenfalls ist nichtmehr groß erschütterbar. Was mir Angst macht, ist folgendes: Ich kenne diese üblen Anwürfe gegen Steiner und seine zugegebenermaßen sehr eigenwillige Weltanschauung, die aber gerade das Soziale niemals aus dem Auge lässt, schon länger und es erinnert mich stark an die Hetze gegen Nietzsche in den 1970-80er Jahren. Gemeinsam ist ihnen allerdings nur, dass sie in ihrer Feinheit ,Tiefe und Eigenwilligkeit auf viel Missverständnis gestoßen sind zu ihren Lebzeiten, sowie danach. So wurde Nietzsche damals von den Spießern ebenfalls diese braune Fahne angeheftet und erst in der 1990ern, glaub ich, ging es dann durch die Medien, dass Nietzsche selbst mit der Verwendung einiger seiner wunderschönen Redewendungen von den Nazis überhaupt nichts zu tun hatte. Es lag vielmehr an seiner beschränkten Schwester, die den Rechten nahestand und seinen Nachlass verwaltete. Aber ich möchte wetten, dass es heute noch nicht wenige gibt, die ihn für immer in die braune Kiste gepackt haben. Das Irre und ich muß schon sagen VOLKSVERHETZENDE dabei ist ja die Tatsache, dass diese Persönlichkeiten genau das Gegenteil sind von dem, was ihnen da angehängt wird. Und ich befürchte, dass dies eine Art von gefährlichem Selbstläufer ist, der in einer Gesellschaft, die so verlogen und oberflächlich ausgerichtet ist, immer wieder Fuß fassen kann ! Die Hexenverfolgung nimmt nur immer neue Formen an. Wenn die Besten unter uns in den Dreck gezogen werden, können die Schlechtesten als Saubermänner-oder -Frauen auftreten ! Das ist der ganz alltägliche Faschismus, dem diese zivilisatorischen Menschengesellschaften unterliegen.

Leif Miles schrieb am 22.05.2010 um 17:03 @fidelche, habe Dein Blog mit Interesse gelesen. Habe mal versucht Steiner zu lesen, musste aufgeben: ich war ihm nicht zugänglich…;-)

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:30@Leif Miles schrieb am 22.05.2010 um 17:03 Hi Leif Miles, mir gings genauso. Steiner zu lesen ist „Hartes Brot“. Ohne Sekundärliteratur nicht auszuhalten.Viele Grüße in die „normale“ Welt fidelche

fruehauf schrieb am 22.05.2010 um 17:53 Ich habs nicht mal versucht. Informationen zu RS sind ohne Einblick in die Verquastheit seiner Theorien ja nicht erhältlich, da war ich schon genügend vorgewarnt. Einen solchen Phrasendrescher des Faschismus etc. zu zeihen wäre mir gradezu ein Vergnügen – aber wer nimmt diese Grundlagen heutzutage noch ernst? Die Esos vielleicht, die noch manch anderes gerne glauben und keine wirkliche Gefahr darstellen. Waldorfschulen und Demeter-Landwirtschaft hingegen erfreuen sich durchaus in breiteren Kreisen einer gewissen, keineswegs unverdienten Achtung. Da bleib ich dann doch lieber moderat.

Ehrlicherschrieb am 22.05.2010 um 17:31 Mal an den Freitag: Warum erscheinen die Kommentare eigentlich nicht in zeitlicher Reihenfolge ? Ich finde, das verändert den Charakter der Kommunikation !

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:34Mal an den Freitag: Warum erscheinen die Kommentare eigentlich nicht in der echten Abfolge entsprchend der Zeit ? Ich finde, das verändert den Charakter der Kommunikation !

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:37 Ach so, wenn man zu Texten selbst keinen Zugang hat, dann darf man den Verfasser mit den übelsten Verdächtigungen überhäufen ! Auch eine Moral !

fruehauf schrieb am 22.05.2010 um 17:56Die Benutzung von Sekundärliteratur ist doch keine Frage der Moral.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 18:05@Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:37 Sie könnten mit Argumenten die Anschuldigungen entkräften. Gibt es in Steiners Lehre Wurzelrassen oder nicht?Eine sehr einfache Frage. Wie wäre es mit einer Antwort?!

Ehrlicher  schrieb am 22.05.2010 um 18:16 Nee danke, auf dem Niveau nicht !

Achtermann schrieb am 22.05.2010 um 18:36 Rudolf Steiner sagt: „Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. (…) Daher werden sie kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen. Das glänzt dann kupferrot. Das können sie nicht aushalten. Daher sterben sie als Indianer im Westen aus, sind wiederum eine untergehende Rasse, sterben an ihrer eigenen Natur, die zuwenig Licht und Wärme bekommt, sterben an dem Irdischen. (…) Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde. (…) Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geist schaffende Rasse.“(Rudolf Steiner, Vortrag am 03.03.1923 in Dornach; siehe Thomas Höfer: Der Hammer kreist.

Achtermann schrieb am 22.05.2010 um 18:40 Nachtrag zu „Rudolf Steiner sagt“ Quelle des Zitats im Internet:www.humanistische-aktion.de/steiner.htm

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 18:53 8-termann es wird hier wohl niemand bestreiten, dass in diesen zeilen der rassismus der ‚weißen‘ zu finden ist. das blöde ist nur, dass f. dies benutzt, um am ende leute, welche auch nur mal in gedanken erwogen haben, ihr kind vielleicht auf eine waldorfschule zu schicken, oder solche, welche weleda-shampoo benutzen, oder noch andere, welche ich weiß nicht was tun oder auch nur denken, es vielleicht tun zu können … kurzum: du weißt, dass es f. darum geht, andere auszugrenzen und in den zuweilen höchsten flötentönen zu beschimpfen. er will mal wieder ein tribunal. c’est tout. das hat mit kritik nix zu tun.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 19:33 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 18:53    Gebenedeite Rahab,was willst Du eigentlich? Kannst Du außer Provokationen auch mal was zur Sache beitragen. Irgendein Argument, ein Statement. Hast Du meinen Text überhaupt gelesen oder war er Dir zu lange? Das alles ist wohl sehr anstrengend für Dich.Wenn jemand mit dem „Chiemgauer“ bezahlen will, kann er oder sie das machen. Vor kurzem hatte ich eine Diskussion mit den Initiatoren des „Chiemgauers“. Mit dem allergrößten Teil der Leute kann man reden. Diese Leute akzeptieren im Übrigen alle meine Kritikpunkte bezüglich Gesells. Viele der übrigen Teilnehmer der Diskussion wussten kaum etwas über Gesell, waren offen für meine Kritik. Diese Leute sehen die Gefahren der braunen Ideologie Gesells. Das ändert nichts daran das Regionalgeld nichts, aber auch überhaupt nichts bringt. Nur die Herausgeber des Chiemgauers profitieren. Legen die eingezahlten Euros an und kassieren Zinsen. Mit diesem Geld werden dann Waldorfschulen und andere anthroposophische Projekte gesponsert. Läden die den „Chiemgauer“ annehmen haben für kurze Zeit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten. Das wars dann aber schon. Bei den Steiner Anhängern ist es schwieriger. Fanatische Esoteriker sind mindestens so irrational wie religiöse Fanatiker. Ich kenne einige Eltern, die ihre Kinder in Waldorfschulen schicken. Meinetwegen sollen sie dies machen. In unserem Schulsystem, besonders in Bayern, mit der wohl extremsten Selektion im Vergleich zu den übrigen Bundesländern, hab ich ein gewisses Verständnis dafür, dass diese Eltern ihre Kinder nicht auf der Hauptschule lassen wollen. Meist ist dies der Grund für die Entscheidung zur Waldorfschule, zumindest bei den Fällen die ich kenne.Rahab, Du hast offenbar nicht den Hauch einer Ahnung von den Lehren Silvio Gesells oder Rudolf Steiners. Offenbar bist Du völlig blank, da nichts von Dir kommt. Vergleichbares stellte ich in meinem Fußballblog fest. Dein Ziel ist offensichtlich nur, dass möglichst viele Blogs von mir gesperrt werden. Bist Du im Auftrag Deiner „weiblichen Göttlichen“ unterwegs oder was ist Deine Mission?Sigmund Freud hätte mit Dir seine wahre Freude gehabt.Mitleidig fidelche

Damian Bold schrieb am 22.05.2010 um 19:33 Die Waldorfschule ist nach meinem Wissen sehr total organisiert. Sie ist zwar geläutert von den „Auswüchsen“ des Rudolf Steiner, sieht ihn aber, abgespeckt, immer noch als Vorbild. – Wenn ein Club das machen wurde, der auch im braunen Umfeld gestartet ist, aber nicht eine so große Lobby hätte, würde man mehr als ein Auge darauf haben. Durch die ganze Esoterik, die antibürgerlich erscheint, ist das bei Steiner, Anthroposophie und Waldorfschule aber anders. Zu unrecht, finde ich. Der Schein trügt, und Waldorfianer die ich kenne, sind unansprechbar, für weltliche und vernünftige Dinge.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 19:43 S.F.? – ich mit ihm bestimmt auch. warum kannst du es eigentlich nicht lassen, beleidigend zu werden? kriegst du ohne das keinen mehr hoch oder was?

fidelche schrieb am 23.05.2010 um 11:06An die „Gläubigen“, egal ob Anthroposophen oder Monotheisten. Einen hab ich noch. Extra für Euch:

Rahab schrieb am 23.05.2010 um 11:31 Zur „braunen Soße“ gibt’s ein paar klärungsbedürftige fragen. Beispielsweise diese goysworld.blogspot.com/2008/04/schne-geste-anthroposophen-feiern.html darunter http://www.kamah.org.il/eng/default.asp http://www.krafael.co.il/ http://www.bet-uri.org.il/ oder diese biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=1174 erklärungsbedürftig ist auch, wie es geschehen konnte, dass es auch jüdische anthroposophen gab. in wiki de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie finde ich dazu den satz: „Schon vor dem Verbot hatten alle jüdischen Mitglieder ihre Ämter in der Gesellschaft abgegeben. Ein Großteil von ihnen war ausgetreten; andere wurden zum Austritt gedrängt, um Reibungspunkte mit dem Regime zu minimieren.“ Dort findet sich auch ein auszug aus dem verbot (1.11.1935) der anthroposophischen gesellschaft, in dem zu lesen ist: „ Nach der geschichtlichen Entwicklung der Anthroposophischen Gesellschaft ist diese international eingestellt und unterhält auch heute noch enge Beziehungen zu ausländischen Freimaurern, Juden und Pazifisten. Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat. Infolge der Gegensätze zwischen den Anschauungen der Anthroposophischen Gesellschaft und den vom Nationalsozialismus vertretenen völkischen Gedanken bestand die Gefahr, dass durch eine weitere Tätigkeit der Anthroposophischen Gesellschaft die Belange des nationalsozialistischen Staates geschädigt werden. Die Organisation ist daher wegen ihres staatsfeindlichen und staatsgefährdenden Charakters aufzulösen.“ Dies sind, da ich von anthroposophen keine ahnung habe (und wahrscheinlich wie viele andere auch mit meinen kindern zu einem anthroposophischen kinderarzt wegen des ganzheitlichen ansatzes gegangen bin) die einstiegspunkte, die ich neben anderen finde, wenn ich anfange zu googeln.
Die schreien nach zumindest ein paar kontextbezogenen erklärungen. für damals wie heute. Und da du dich ja eingearbeitet hast, warte ich ….

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 11:25@Rahab schrieb am 23.05.2010 um 11:31Was Du mit klärungsbedürftig meinst ist mir nicht klar. Ich bestreite nicht dass es frauenfeindliche Frauen, antisemitische Juden oder rechte Linke usw. gibt. So kann es natürlich auch anthroposophische Juden geben. Ärzte mit ganzheitlichem Ansatz müssen nicht zwingend Anthroposophen sein. Ich behaupte nicht dass alle Anthroposophen Rassisten sind. Es wird sicherlich sehr viele nette Anthroposophen geben. Nebenbei erwähnt, so kann durchaus SS-Oberstummbannführer Müller oder Meier in den 1930er Jahren nette, freundliche und herzensgute Beziehungen zu seinen Nachbarn gehabt haben. Dies alles bestreite ich nicht. Die Beziehungen zwischen NS Herrschaft und Anthroposophen waren ambivalent. Achtermann hat dies bereits hier am 21.5.10 angesprochen. Aus meinen Quellen und den Erfahrungen des Alltages sehe ich bezüglich der Anthroposophie, neben einer irrationalen, esoterischen „Religion“, rassistische, antisemitische und u.a. behindertenfeindliche (Wiedergeburt) Ansätze, die ich verurteile. Den Geist der Waldorfpädagogik mit Reinkarnation, die autoritären Ziele und Methoden (Fußballverbot), die Selbstvergottung Steiners, die „Verteufelung“ der Sexualität (niedere Instinkte), die Angebliche Existenz von Engeln, Dämonen und dem Teufel, die Wurzelrassenlehre gepaart mit der Mission der Arier, die These des karmischen Ausgleiches des Holocaust und vieles mehr, sind schwachsinnige Denkweisen, die ich in meinem Weltbild nicht akzeptiere. Das kann natürlich damit zusammenhängen dass ich mich als Linker verstehe.

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 11:38 fidelche,  dass du verurteilst, ist keine überraschung. kannste ja auch tun.  nur die erklärung dafür, warum es außer antisemitischen juden auch antroposphische gibt – was ja möglicherweise fast auf das gleiche hinausläuft, oder? – also: wie das gehen kann? die bist du mir schuldig geblieben.
nachdem ich auch e2m’s posting gelesen habe, vermute ich, dass das alles mit Platon zusammenhängt. was mich nun wiederum überhaupt nicht wundern täte. nur – in der konsequenz bedeutet das, dass auch linke/marxisten – da sie sich ja auch irgendwie auf Platon gründen – sich nicht groß von antisemiten/antroposophen unterscheiden. der einzige unterschied wäre dann nur noch der, dass sie etwas je unterschiedliches verurteilen. ausgenommen die frauen/das weibliche – die/das schätzen sie alle nicht so wahnsinnig besonders.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:47 @Rahab schrieb am 24.05.2010 um 11:38  Rahab,warum es neben antisemitischen juden auch antroposphische juden gibt, weiss ich nicht. Ich kenne keine personlich, tut mit leid, da mußt Du diese Leute fragen, warum und wieso…

ed2murrow schrieb am 23.05.2010 um 18:46 Lieber Fidelche, in http://www.freitag.de/community/blogs/ed2murrow/urlaubsplanung-in-runen  hatte ich u.a. als Quelle angegeben: Franz Wegener, Das atlantidische Weltbild, Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis, KFVR, Gladbeck, 2001. Darin wird ein Bogen geschlagen von den Theosophen zu den Anthroposophen und von dort zu den Rassekundlern samt ihrem vergangenen und gegenwärtigen Weltbild des Neo-Paganismus. Alles in allem die Zusammenfassung eines Konstrukts, das auf wenigen Zeilen eines Fragments von Platon zurückgeht, was schon viel über den fiebrigen Geist solcher Heilsverkünder à la Steiner aussagt. Dass in dem Zusammenhang auch „Wirtschaftstheorien“ in die Praxis umgesetzt werden, sollte nicht verwundern, speziell nicht im Chiemgau, wo die Gesundheitssandalenfraktion der Besserverdienenden ihre naturnahe Basis aufgeschlagen hat. Während Männe in München die Knete verdient, bringt Maman die Kleinen in besagte Instititute (das nächste liegt dann, wen wundert es, in Salzburg), die zwar nicht mehr offen anthrodingsda sind, aber doch irgenwie charmant anders, mit dem Touch des Esoterischen, das in diesen Kreisen hoch im Kurs steht. Wie der Chiemgauer: Hauptsache gegen das System, so leicht verdeckt auf Revoluzzer gebürstet, wofür man an der Uni nicht den Schneid hatte zwischen einem Schein und dem nächsten. Während niemand danach fragt, was mit den Tagesgeldzinsen aus dem Euro-Konto geschieht. Ich schätze, so in fünf Jahren werden wir es aus Zeitungen erfahren, die sich auf die gute alte Tradition des Enthüllungsjournalismus (wieder?) verstehen. Inzwischen diskutieren wir hier über Modeerscheinungen bei einer arrivierten Haut-Volé, die gerne ausgenommen wird. Natürlich streng alternativ. Ihr e2m

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 11:38 @ed2murrow schrieb am 23.05.2010 um 18:46 Hallo ed2murrow, sehr richtig, was Sie schreiben. Es dürfte kein Zufall sein, dass der „Chiemgauer“ das „erfolgreichste“ Regionalgeld/Schwundgeld, wahrscheinlich weltweit ist. Ich vermute dies hängt damit zusammen, da die Region zu den reichsten Gebieten Deutschlands, evt. sogar Europas zählt. Was mit den Tagesgeldzinsen geschieht, habe ich nachgefragt. Laut Initiatoren sollen damit zinslose Kredite für Kleinunternehmen finanziert werden. Das System des Chiemgauers „funktioniert“ solange es nicht mehr Unternehmen werden, die den „Chiemgauer“ annehmen. Dann ist der kleine Wettbewerbsvorteil dahin. Im Ort X gibt es einen Computerhändler, der „Chiemgauer“ annimmt. Er hat gegenüber den anderen ca. 10 Händlern einen Wettbewerbsvorteil. Da Bill Gates für sein Betriebssystem keine „Chiemgauer“ nimmt, kann dieser Computerhändler seine Einkäufe nur mit Euro bezahlen. Seine Mitarbeiter bekommen, angeblich freiwillig, einen Teil ihres Gehaltes in „Chiemgauer“ ausbezahlt. Das Problem für ihn ist, dass er seine „Chiemgauer“ bis zum Quartal nicht loswird. Er verliert 2 % des Wertes. Nach einem Jahr verliert er 5% des Wertes. (kassiert von der „Chiemgauer“ Initiative)
Wenn die restlichen PC-Händler den „Chiemgauer“ nehmen würden, hätte er überhaupt keinen Vorteil mehr. Der ökologische Schwachsinn des Systems wurde bisher kaum erkannt. Wer „Chiemgauer“ hat, aber keinen PC-Händler im Ort hat, der „Chiemgauer“ nimmt, muss 25 km fahren um sich seine Ware zu kaufen. Einige kluge Grüne (sehr wenige) haben dies in der Region bereits angesprochen. Gruß fidelche

ed2murrow schrieb am 24.05.2010 um 13:53 Die Bäcker, Gemüsehändler (ab Hof) und Metzger meines Vertrauens hatten bis vor kurzem den Chiemgauer ganz groß am Eingang plakatiert. Heute ist es ein meist sehr verschämter Hinweis darauf, dass „das auch“ angenommen wird. Das sind die Kleingewerbetreibenden, die es noch gewohnt sind, am Ende des Tages Buch zu führen und genau zu überlegen, wo Schwund entsteht, nämlich im eigenen Geldbörsel. Der Chiemgauer rentiert sich nicht, habe ich den Eindruck. Und wie sagen unsere Handwerker vor Ort? A dös renkt se wida ei.

luggi schrieb am 24.05.2010 um 12:38 @ fidelche   Dein Denkfehler ist die Gleichsetzung des Chiemgauers mit Geld. Du hast irgendwo anders beschrieben, dass du bereits Chiemgauer in den Händen hättest. Da sollte dir aufgefallen sein, dass auf dem Papier „Gutschein“ steht. Und das ist prinzipiell etwas anderes als Geld. „Gutschein“ ist übrigens auf allen sog. Regionalwährungen aufgedruckt. Mit dem Chiemgauer wird unter dem finanzökonomischen Motto des Schwundgeldes ein Verfahren in Gang gesetzt, dass im Prinzip nicht neu ist und mit dem eigentlichen „Schwundgeld“ Gesells nichts zu tun hat (prepaid, Kreditkarte etc.). Für mein Dafürhalten ist es ein geschicktes Marketing, was Ch. Gelleri und Co. mit dem Chiemgauer Regionalgeld aufziehen.  Wie die Konditionen bei den Guthaben gestaltet werden, bleibt, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, den Unternehmen und Vereinen überlassen. Z.B. verfiel vor einigen Jahren bei den Mobilfongesellschaften nach einem bestimmten Zeitraum das Restguthaben der Prepaidkarten. Den Nutzern des Chiemgauers sollte deutlich gemacht werden, dass es sich um wertverlierende Gutscheine und nicht um Geld handelt. Darin besteht m.E. die Täuschung, dass den Nutzern die wahren Verhältnisse verschleiert werden. Aktuell sind 485.494 Chiemgauer als Gutscheine im Umlauf. Das umgesetzt bei Tagesgeldkonten und anderen Anlagestrategien; da! beißt sich die ideologische Katze in den Schwanz. Und dagegen sollte man polemisieren. Dein Beispiel mit dem PC-Händler ist hanebüchen, weil es zu deinem Beispiel genügend andere Gegenbeispiele gibt, die nach der Marketingidee auch funzen. Der Chiemgauer als regionales Gutscheinsystem setzt das bisherige kapitalistische Finanzsystem nicht außer Kraft. Gruß  luggi

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 13:51 @luggi schrieb am 24.05.2010 um 12:38   Ich bin mir nicht sicher, ob alles was Du schreibst, ernsthaft gemeint ist.
Wenn es Dein Ernst ist, kannst Du nicht mein Vorgängerblog und die Links auf Bierl nicht gelesen haben oder verstanden haben. Ob auf dem Chiemgauer Schwundgeld oder Gutschein steht ist völlig unerheblich. Die Funktion und die Ideologie des „Chiemgauers“ ist entscheidend. Gesells Schwundgeld hatte dieselben Eigenschaften wie der „Chiemgauer“. Das finanzökonomischen Motto des Schwundgelds ist identisch mit dem Schwundgeld Gesells. Die Inititiatoren beziehen sich explizit auf Gesell! Das kannst Du zum einen auf der Internetseite des Chiemgauers lesen und zum anderen werden Dir die Verantwortlichen dies auch bestätigen. Die Meisten werden sich allerdings von Gesells Freiland-Theorie distanzieren. Gesell-Propagandisten wie Helmut Creutz, Kennedy oder Chiemgauer-Leute schreiben in einschlägigen Blättern wie der FSU-Zeitschrift Der Dritte Weg (jetzt Humanwirtschaft), INWO oder „Christen für eine gerechte Wirtschaftsordnung“ (CGW). Mit dem „Chiemgauer“ soll der Kapitalismus verbessert werden, indem Zins, Wucher, die Spekulation abgeschafft wird. Beispiele wie die des PC Händlers gibt es viele. Natürlich funktioniert der „Chiemgauer„ bei landwirtschaftlichen Produkten besser.  Das Ziel der Regionalgeld Gurus ist im Übrigen die Einführung des Regionalgeldes Europaweit. Quasi als Nachfolger des Euro soll jede Region sein Regionalgeld haben. Teilweise wird schon über Altersvorsorge mit dem „Chiemgauer“ nachgedacht. Wenn dann alle Regionen Regionalgeld haben und es keinen Euro mehr gibt, werden Tauschstellen eingerichtet um dann z.B. den „Chiemgauer“ mit dem „Hamburger“ zu wechseln. Die Kurse sind unterschiedlich und verändern sich dann natürlich. Um regional einzukaufen braucht man keinen „Chiemgauer“, das funktioniert auch mit dem Euro, wenn man das Bewusstsein dazu hat. Wer das und Vorheriges nicht kapiert, begeht mehr als nur einen Denkfehler!

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 13:59 sag ich doch. um regional einzukaufen, brauche ich keinen shekel. dollaren tuns auch.

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 15:44 und das Israel in derlei geschäften   http://www.guardian.co.uk/world/2010/may/23/israel-south-africa-nuclear-weapons
nicht mit ‚chiemgauer‘ bezahlt werden möchte, verwundert auch nicht weiter.

luggi schrieb am 24.05.2010 um 16:23 @ fidelche    irgendwo hast du dich festgebissen; aber das muss schon länger andauern

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 22:58 luggi schrieb am 24.05.2010 um 16:23  Ich hab mich nicht festgebissen. Du erkennst nur den roten Faden nicht und legst Deine Eindimensionalität nicht ab.

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 02:34 @fidelche     Klasse Beispiel am Ende, wie fidelche mit seiner Argumentation zeigt, wie Spiritulität (Bewusstsein) richtig verstanden funktioniert, also so wie ich es meinem oben beschriebenen Punkt 3 definiert habe. Dieses Bewusstsein an ein Sachding wie Geld oder den Chiemgauer zu binden bzw. besser abzutreten ist seinem Charakter nach fetischhaft. Genau das gilt es meines Erachtens radikal zu kritisieren. Wer wirklich Bewusstsein hat – also spirituell ist (im Einklang mit dem Universum handelt) hat das nicht nötig. Gesell`s Lehre und Spiritualität schließen sich folglich logisch gegenseitig aus. Zwischenfazit bis hier hin: fidelche entpuppt sich als spiritueller als alle seine pseudospirituellen Anfechter hier (von Kritikern kann man irgendwie nicht wirklich sprechen, weil da kommt ja wenig substanzielles…)

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 15:13 BITTE NICHT SCHON WIEDER!

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 17:00 „Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistischeEntwicklungen ideologisch vorzubereiten.“ Das glaube ich auch, selbst wenn Eltern das genaue Gegenteil mit der dortigen Einschulung ihrer Kinder meinen und bezwecken.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 17:47 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 17:00   Den Satz, den Du da von Fidelche zustimmend zitierst ist nichts weiter als die von Fidelche mißbrauchte Variante der längst in der Politiologie und Sozialpsychologie bekannten Erkenntnis, dass vom sozialen und wirtschaftlichen Abstieg real bedrohtes Klein- (und Groß)bürgertum autoritären bis faschistoiden Herrschaftssystem zugeneigt ist, es stützt und praktiziert.  Den Mißbrauch den Fidelche mit dieser Erkenntis trieibt ist zweigefaltet:   1. Nimmt Fidelche sich immer eine bestimmte „irgendwie (scheinbar) links stehende“ -Fraktion der bürgerlichen Klasse heraus um sie mit deren „Spezialideologie“ (z.B. Anthroposophie) der Untat des Rechtsabweichlertums zu überführen, nicht ahnend, dass er nichts vor sich hat, als eine bestimmte systematische Erscheinung bürgerlicher Gesellschaft in ihrem je soziologischen Gewand.   2) Dieses irgendwie ahnend, versucht er jetzt für seine Masche einen besonderen Kick dadurch zu gewinnen, dass er das systemische Defizit soziologischen Einzel-Gruppen zuordnet, die irgendwann einmal aufgebrochen waren, die Systemfrage zu stellen und dabei gescheitert sind. Die Analyse dieses Scheiterns führt Fidelche dann nicht auf reale historische Verhältnisse zurück, unter denen diese Scheitern erst erfolgte, sondern „wandelt“ bürgerliche Ideologie kurzerhand in Linke Theorie um, die er dann als bürgerliche strahlend selbst entlarvt. So findet er immer die „rechten“ Linken.  Entlarvend dabei ist, dass FidelChe niemals selbst angeben kann, was die positiven Momente eines linken Projektes alternativ wären, bzw. auf genau welchem Wege sie scheiterten. Das ist der alte Taschenspielertrick, der immer das in Tasche erst hineinsteckt, was er hinterher dann „hervorzaubert“. Fidelche ist so selbst ideologisch höchst gefährlich. Er dockt bei seinen Lesern genau da an, wo diese ihr eigenes Scheitern ahnen oder auch nur befürchten, dies aber selbst nicht erkären können und mit der „Erklärung“ Fidelches, gleich das Scheitern des ganzen linken Projektes „erklärt“ bekommen, woran Sie ja dann selbst keinen Anteil mehr haben. Eine bessere Entlastung, Entschuldigung für das eigene Aufgeben kann man nicht bekommen.  So einfach ist reaktionäre Ideologiebildung von rechts, die angeblich von links käme. Historisch eines der „beindruckendsten“ Beispielel für diese „Methode“, was die Legitimation Faschistischer herrschaft betrifft, war übrigens der Jurist Carl Schmitt.

Achtermann schrieb am 24.05.2010 um 21:20 @ Uwe    Du schreibst: „Fidelche ist so selbst ideologisch höchst gefährlich. Er dockt bei seinen Lesern genau da an, wo diese ihr eigenes Scheitern ahnen oder auch nur befürchten, dies aber selbst nicht erklären können…“. Wieso ist er dann ideologisch höchst gefährlich? Wenn er bei seinen Lesern genau da andockt – bei mir übrigens nicht -, wo sie ihr eigenes Scheitern ahnen oder nur befürchten, so ist dieser Ansatz der richtige, denn er zielt in die Schwachstellen der vermeintlichen Kapitalismuskritiker mit Links-Attitüde. Das sind eben diejenigen, die meist auf halbem Weg halt machen, oft Sozialdemokratisierungstendenzen aufweisen, manchmal garniert mit Esoterikeinschlag, und meinen, das System für alle Teilnehmer des Wirtschaftsprozesses befrieden zu können, und sei es mit Hilfe einer der vielfältigen Wurzeln des Neo-Paganismus (ed2murrow, 23.05.2010 um 18:46 ).

thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59 Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, …. Das Problem mit Fidelche ist, daß er so manches unterschlägt, Er erwähnt den anderen engen Mitarbeiter Gesells, Georg Blumenthal, nicht, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, und über den die Verbindung zu Gustav Landauer lief, die zu Gesells Teilnahme an der bayerischen Räterepublik führte, zu der auch Ernst Toller und Erich Mühsam gehörten. Landauer wird beim Scheitern des Unternehmens von Freikorps gefangen und ermordet.
Mühsam würdigte 1930 im „Fanal“ Gesell nach seinem Tod.  Mühsam wird 1934 in einem KZ totgeschlagen.

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 22:06 Uwe Theel antwortet mir mit: „Den Satz, den Du da von Fidelche zustimmend zitierst ist nichts weiter als die von Fidelche mißbrauchte Variante der längst in der Politiologie und Sozialpsychologie bekannten Erkenntnis, dass vom sozialen und wirtschaftlichen Abstieg real bedrohtes Klein- (und Groß)bürgertum autoritären bis faschistoiden Herrschaftssystem zugeneigt ist, es stützt und praktiziert.“ Sehe ich auch so. Nicht sehe ich in seinem Text einen Mißbrauch, den Du dann erläuterst, daß er das wendet gegen die Linke. Da stimme ich eher der Lektüre von Achtermann zu. Daß ein wunder und auch geahnter Punkt angesteuert ist.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 22:18 @ Achtermann am 24.05.2010 um 21:20  Lieber Achtermann, ich versuche eine Antwort:Wie ich verstehe, sind wir uns einig, über das Moment des „Andockens“ durch Fidelche, wie ich es formulierte, bei „verunsicherten“ Bürgerlichen, evtl. auch „irgendwie Linken“.Deine Folgerung scheint zu sein, dass Fidelche diese auf halbem Wege nach rechts mit seinen Gedanken auf den rechten , d.h. also linken Weg zurückführe. Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Verunsichertes Bürgertum ist mit Argumenten, die nachweisen sollen, dass die Linke für faschistisches Gedankengut anfällig sei – so Fidelche imme wieder und zentral – nicht nach links zu orientieren. Nach rechts abfallende Linke – viele hat es davon eh nie gegeben – werden hierauf schon gar nicht umkehren,.Alle Empirie über die Massenbasis der NSDAP, des Faschismus belegt, dass die genuine Linke während Weimar und im Widerstand nicht in der Lage war diese Massenbasis im Kleinbürgertum abzubauen, auch nur zu verkleinern. Die Anlyse der Mitscherlichs „Die Unfähigkeit zu trauern“ nach dem Kriege liefert das soziale Psychogramm dazu.Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern. Das die Linke in Weimar nicht massenfähig wurde, lag sicher zum Teil auch an mangelnden Antworten auf die Fragen der Zeit, dies aber sicher nicht auf der Ebenen der gesellschaftlichen Analyse oder Theorie – dies die Ebene auf der fidelche sich, wenn auch völlig unzureichend gebildet, versucht – sondern im konkreten wirtschaftlichen und ideologischen Umfeld eines letztlich kapitalistisch beherrschten Systems mit allen Folgen (Stichworte: Weltwirtschaftskrise, Großindustrie, Hugenberg, etc.).Fidelche will ja in der FC außerdem gar nicht direkt bürgerliche Kräfte gewinnen, sondern vornehmlich die hier versammelten Linken verunsichern und die hier laufende Diskussion für ein Linkes Projekt behindern, tendenziell sprengen. Ein individualpsychologisches Problem, das da möglicherweise bestehen könnte, hier nicht beachtet.

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 22:24 Uwe Teel, Sie beschreiben in Ihrer Antwort auf Achtermann, die aber inhaltlich auch an mich geht, das Moment des „Andockens“. Außerdem sagen Sie direkt, daß Fidelche hier irgendwen gewinnen will. Ich lese das nicht, die Zuweisung einer Motivation an die Person des Schreibers. Der Text argumentiert an Texten eine Erkenntnis heraus. Mehr nicht. Angedockt wird höchstens ans Motiv des allgemeinen Nachdenkens. – Oben verwiesen Sie auf Carl Schmitt, den ich ganz gut kenne. Seine ‚Methode‘ habe ich aber hier nicht entdeckt.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 22:58 @Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 15:13 Oha, der Sprengmeister ist da…

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:02 @Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 17:47 Revolutionäre würden uns beide als Salonbolschewiken bezeichnen. Wer von uns beiden bürgerlicher argumentiert ist für mich klar. Wer an einen „gütigen Gott“ glaubt und zugleich Proudhons und Gesells „linke“ Theorien verteidigt, argumentiert schon mal aus einer undankbaren Position, um es vorsichtig auszudrücken.Die Anthroposophie würde ich tatsächlich der bürgerlichen Klasse zuordnen. Gesell ist für Linke, Bürgerliche und Rechte kompatibel. Die Frühsozialisten um Proudhon der Linken. Feder und die NSDAP der Rechten. Alle haben eins gemeinsam: Verkürzte, regressive Kapitalismuskritik. Sie alle stellen die Systemfrage, mehr oder weniger. Sie alle sehen im Finanzkapital das böse. Sie alle trennen zwischen gutenm Produktionskapital und bösem Finanzkapital. Sie alle bieten Andockmöglichkeiten für rechte Ideologie.Dein Satz:“ Entlarvend dabei ist, dass FidelChe niemals selbst angeben kann, was die positiven Momente eines linken Projektes alternativ wären, bzw. auf genau welchem Wege sie scheiterten.“ ist unwahr.Ich habe wiederholt auf die richtige Analyse und Kritik des Kapitalismus von Karl Marx hingewiesen. Entweder Du kapierst es wirklich nicht oder Du unterschlägst dies mit Absicht. (Brecht – Wer die Wahrheit nicht weiß…) Uwe, lies Proudhon/Marx Philosopie des Elends – Elend der Philosophie und den 3. Band des Kapitals.Wenn Du das alles verstanden hast, wenn Du Dich endlich gebildet hast, können wir über Derivate, Tobinsteuern, über Kondratjew und Clement Juglar diskutieren.Uwe, lass den Kopf nicht hängen! fidelche

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:11@ Fidelche      Fidelche für Dich brauche ich nur einen Wasserschlauch, um Dir beim Rasen-Sprengen mal eine ernüchternde kalte Dusche zu verpassen. Wenn es Dir gefällt nennenn wir das dann eine Kondratjew-Welle. Es wird ja jetzt langsam wärmer und da bestünde auch keine Gefahr der Lungenentzündung hinterher.      ut

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:20 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 22:24   Ich gebe zu, dass auch ich nicht ganz genau wissen kann, was Fidelche will, gewinnen will, außer, dass er andere und mich ständig auffordert, Bücher zu lesen, die er nennt, und davon ausgeht, man müsse nach der Lektüre so „denken“ wie er und er das dann überprüfen würde. – Das gefällt mir alles nicht.  ad Carl Schmitt: Was ich an ihm exemplifizieren wollte, war, dass er tatsächlich seitenweise schreiben konnte, dass man selbst als Linker denken mochte, das ist doch linke Theorie und dann landetet er doch, ohne jede Ableitung und in kürzesten Sätzen bei seiner der Legitmation des faschistischen „Rechtsystems“.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:24 @thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59  „Er erwähnt den anderen engen Mitarbeiter Gesells, Georg Blumenthal, nicht, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, und über den die Verbindung zu Gustav Landauer lief, die zu Gesells Teilnahme an der bayerischen Räterepublik führte, zu der auch Ernst Toller und Erich Mühsam gehörten. Landauer wird beim Scheitern des Unternehmens von Freikorps gefangen und ermordet.“ Ich habe im Vorgängerblog geschrieben, dass Gesell an der Münchner Räterepublik mitwirkte. Es war für drei Tage Volksbeauftragter für Finanzen in der Räteregierung. Ich gehe davon aus, dass Sie auch wissen was Gesell in seiner Selbstverteidigungsrede gegen die Räte ausgesagt hat. Seine Beziehung zu Landauer entschuldigt keineswegs seine antisemitischen Verbindungen und schon gar nicht seine Schriften gefüllt mit Rassismus, Antisemitismus, Eugenik und Sozialdarwinismus. Diese Tatsachen sind vielmehr für Landauer und Mühsam peinlich.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:26 @Achtermann schrieb am 24.05.2010 um 21:20   Danke, für den perfekten Kommentar.  Gruß fidelche

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 23:31 @ Uwe Theel: Klar kann jeder nach gemeinsamer Lektüre etwas anderes daraus ziehen, das gilt ja immer in Betrachtung von Rezeption. Bleibt aber auf den Leser bezogen, auf die subjektive Person. Ich denke aber, große Bücher oder Werke haben einen objektiven Gehalt, den die Wissenschaftsgeschichte meistens erhellt hat. Carl Schmitt war m.E. immer eindeutig, aber eben klug. Er konnte auf Messers Schneide argumentieren und hatte „linke Themen“ drauf. Das ist eben wie beim Militär: am besten schult man sich im Exerzieren der Feindbewegungen. Nicht bei den eigenen Reihen.

lausemädchen schrieb am 24.05.2010 um 23:39 @uwe theel 1. „Ein individualpsychologisches Problem, das da möglicherweise bestehen könnte, hier nicht beachtet.“ sie sollten nicht über etwas sprechen, von dem sie nichts verstehen und von dem, aufgrund der eingeschränkten kommunikation in der fc, sowieso keine rede sein kann. 2.“Fidelche will ja in der FC außerdem gar nicht direkt bürgerliche Kräfte gewinnen, sondern vornehmlich die hier versammelten Linken verunsichern und die hier laufende Diskussion für ein Linkes Projekt behindern, tendenziell sprengen.“  ich bin u. a. hier, um mir mein eigenes bild vom stand der linken zu machen und verzichte deshalb gern auf jedwede allgemeingehaltene vorverurteilung anderer blogger.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:54@ lausemädchen ich wüßte nicht, wo ich Sie in Ihrer Meinungsbildung oder – ´äußerung behinderte, wenn ich die meine Ansicht äußere. Zudem habe ich ausdrücklich daraufhingewiesen, dass ich das, was Sie mich baten, draußen zulassen, nicht beachten wolle. Nur nebenbei: Wenn ihnen aufgefallen ist wie sehr auch das mentale Wohlbefinden seiner Kontrahenten Fidelche am Herzen liegt – seine Tröstungen und Heilswünsche sind Legion – so wird es erlaubt sein, so auch einmal kurz in umgekehrter Richtung zu denken. Schließlich: Von Vorverurteilung durch mich kann sowieso keine Rede sein, da meiner Einschätzung Erfahrung und Analyse vorausgegangen sind.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 00:03Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: „Erfahrung und Analyse“, das ist ja fast so gut wie „Analyse & Kritik“, oder wie die sich jetzt abkürzen: ak. kleingeschrieben, freilich.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 00:03 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 23:31  Ja, Carl schmitt war klug aber eben eindeutig faschistisch. Wenn er linke Themen, dh. die Lösung gesellschaftlicher Konflikte „drauf“ hatte, dann nicht in emanzipatorischer Absicht, sondern zu ihrer „Befriedung“ im Sinne des Faschismus. Sein Studium des Feindes war eben eines zu dessen Vernichtung und nicht zur Verteidígung des linken Projektes. Dies ist der „objektive“ Inhalt des Schmitt`schen Werkes und da wird kein „subjektives“ Lesen je etwas abschneiden, oder die Gewichte umkehren.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 00:13 @ Damian Bold am 25.05.2010 um 00:03 War mir jetzt nicht so geläufig. Aber wo ist das Problem   Tom Strohschneider schreibt dort z.B..  (s.: http://www.akweb.de/ak_s/ak550/17.htm)

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 00:19 Zu CS sehe ich genauso. Ziel: Zerschlagung der Linken. Immer. Auch in Plettenberg nie anders.
Der Zeitschriftenname fiel mir nur bei der Kombination ein. Der Link scheint interessant, die lese die gar nicht.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:22 @thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59 Nachtrag:Ernst Niekisch(SPD)., später Faschist und Hitler Kritiker von rechts, ernannte Gesell zum Volksbeauftragten für Finanzen. In der Autobiographie von Ernst Toller bewertete dieser, diese Wahl als Ausdruck von Unwissenheit und Unklarheit.Auszüge aus der damaligen Verteidigungsrede Gesells:   .. Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft. .. Quelle

Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41 Genau das ist es, was ich an Fidel nicht redlich finde:   Er sucht sich einfach von vorn herein nur das aus dem Google raus, was seine persönliche beschränkte Anschauung unterstützt und das habe ich mit Hassbereitschaft gemeint. Und deshalb hat es für mich garkeinen Sinn, mit so jemand mich auszutauschen, der leichtfertig und ungerecht,bzw. selbstgerecht Leute in die Pfanne haut, die ihm nie etwas getan haben. Und lansam halte ich diese Links-rechts-Einteilerei deshalb auch nicht nur für inhuman, sondern sogar für gefährlich.Wegen solchen herzlosen Fanatikern. Fidel steht ja auch nicht allein.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:07 @Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41  Hitler, Pol Pot, Karl Moik, Gerhard Löwenthal und Heino haben mir auch nichts persönlich getan. Trotzdem kritisiere ich sie. Ich habe das Recht dies zu tun, weil ich, im Gegensatz zu anderen, Argumente habe. Im Übrigen waren und sind Hitler, Pol Pot, Karl Moik, Gerhard Löwenthal und Heino herzlose Fanatiker.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:30 @Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41Nachtrag zur Hassbereitschaft?Bisher habe ich nur argumentiert, polemisiert und mit Ironie gepostet. Wenn meine Hassbereitschaft durchbricht, sehen meine Texte anders aus. Wenn es dazu kommt, werden Sie den Unterschied erkennen, da bin ich mir sicher.  Lesen Sie die Kommentare meiner Gegner in meinen vorherigen Blogs. Wenn Sie diese Anfeindungen lesen können Sie von Hassbereitschaft sprechen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 17:46 Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41 unziemlichen Quatsch.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 18:51 @ fidelche 25.05.2010 00:22 Auszüge aus der damaligen Verteidigungsrede Gesells: .. Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft. Können Sie mir für diese Rede eine seriöse Quelle nennen? Im Internet finde ich ca. 10 Webseiten (alle antisemitisch und antifreigeld) die exakt diesen Absatz zitieren, ohne einen Vorspann oder Nachspann, d.h. ohne weiteren Text und Kontext. Selbst die Auslassungszeichen sind dieselben. Ohne Hinweis, wo diese Rede gehalten und veröffentlicht wurde.
Das genügt mir nicht als Quellenangabe. Und bitte nur Primärquellen!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:06 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 18:51  ich versuche die Primärquelle demnächst zu liefern.

TomGard schrieb am 27.05.2010 um 17:53 Achtermann, (zur „Gefährlichkeit“ fidel’scher Reden) einer der wenigen breit überlieferten Sprüche des Herrn Horkheimer, auf den sich f. auch gern mal beruft, fordert, daß vom Faschismus schweigen solle, wer über Kapitalismus nicht reden wolle.Hinter dieser Mahnung stand ein ziemlich klar formuliertes Bewußtsein davon, daß die Übergänge zu faschistischer Gesinnung und faschistischer Formierung allesamt im Begriff und Institut des demokratischen Staates und Staatsvolkes angelegt sind, besonders in Verbindung mit dem alltäglichen Rassismus der Konkurrenz. Mehr noch, sage ich, ist dieser Übergang ein Grundzug demokratischer (Volks)Kultur – Du kennst meine begriffliche Zusammenfassung, er liege im Ideal der Überwindung der Spaltung des Bürgers in Bourgeois und Citoyen, in der Versöhnung beider im Volksgenossen, für die Gesell sehr naiv warb, und die in der Tat auch allen esotherischen Weltanschauungen als Grundmotiv zugrundeliegt.Der Schaden, den Fidelche anrichtet, ist aus meiner Sicht die Vernebelung statt Aufklärung dieses Zusammenhanges, aus Motiven, die schon oft genannt wurden, ich will sie nicht wiederholen.Aus seiner, Fidelche’s Sicht, besteht er in dem Widerspruch, daß er, der sich als Avantgarde antikapitalistischer Kritik wähnt, nicht mal deren elementarste Grundlage „auf die Reihe“ kriegt, stattdessen zu vergleichenden Denunziationen greift, die an einem Faschismusbegriff anknüpfen, der auf nahezu dieselbe Weise falsch ist, wie der gutbürgerliche Begriff vom Faschismus unzureichend.Wenn ich das nicht aus anderen Gründen sowieso gecancelt hätte, hinderte Fidelche z.B. ganz praktisch mich an einem Versuch, auf diesem Forum etwas Klärendes zur Sache zu sagen, weil das auch abseits meiner Vermittlungsschwierigkeiten auf dem Nebelkerzen- und Stinkbombenschlachtfeld, das Fidelche eröffnet und hinterläßt, aussichtslos wäre.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:32 Gerade erreicht mich in der Mailbox dieses Gedicht meines General Secretary:

Uwe, lass den Kopf nicht hängen!
Lass ihn zur Erkenntnis drängen.
Du bist vor Gott ein kleiner Wicht,
vor den Menschen aber nicht.
Hab Erbarmen mit Kritik,
sie ist richtig – und mit: sic!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 03:15 Spannend den Blog bis hier hin zu verfolgen! Schau ich insgesamt darauf, finde ich im Ablauf und Reaktionsverhalten der Beteiligten genau das wieder, was aus spiritueller Sicht als Energieaustausch zwischen den Menschen gesehen wird.Dabei fällt mir auf, dass zu fidelche wiederholt irgendwelche Unterstellungen bezüglich seiner Absichten und Intensionen geäußert werden. Kennen sich die Herrschaften untereinander persönlich – ? – muss ich als Beobachter ja mal fragen dürfen…   Desweiteren beobachte ich, dass fidelchen es standhaft schafft, die Diskussion immer wieder auf die Ebene von Sachargumenten zu bringen, dann aber wiederholt z.B. von Uwe Theel auf der persönlichen Ebene mit negativer Energie angefeindet wird. Wie hängt das zusammen? Küsst der eine die Ex-Freundin des anderen, oder woher rührt das?   Über die Inhalte kann und soll man sich doch gerne streiten hier…es geht doch gerade darum mal andere Sichtweisen und Positionen kennen zu lernen und diese zu hinterfragen. Nur so kann ich mir als Beobachter eine Meinung dazu bilden.Wenn ich mir das ansehe wundert es mich fast nicht, dass wenn Personen sich auf so einer einfachen kommunikativen Ebene schon derart schwer tun, energetisch auf gleichem Level friedlich miteinander zu kommunizieren, dass sie dann auf der weit komplexeren Ebene der gesellschaftlichen Reproduktion sich lieber fetischhaft an etwas dinglich-abstraktes wie Geld klammern, anstatt ihr Ego mal beiseite zu lassen und sich gewaltfrei und nicht abgrenzend und gegenseitig abwertend ins Benehmen zu setzen. Der Verlauf des Blogs offenbart geradezu einen Mangel an Spiritualität. Der liegt aber – wenn mich meine Wahrnehmung nicht trügt – nicht auf der Seite von fidelchen.Ansonsten prima und bitte bitte weiter so! Ich möchte wissen wie es ausgeht!!!!!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 11:31 @Tiefendenker Also ich bewohne diesen Planeten, jetzt doch schon ein halbes Jahrhundert, aber mit folgendem, nett gemeinten Satz, hatte ich noch nie zu „kämpfen“:   Zwischenfazit bis hier hin: fidelche entpuppt sich als spiritueller als alle seine pseudospirituellen Anfechter hier (von Kritikern kann man irgendwie nicht wirklich sprechen, weil da kommt ja wenig substanzielles…)Zuerst möchte ich mich für Ihre Kommentare und Analysen bedanken. Ich kann so gut wie allem zustimmen. Mit dem Wort Spiritualität, habe ich als Agnostiker/Atheist (mehr Atheist als Agnostiker) Probleme. Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihre Definition von Spiritualität wenig mit der Wikipedia Definition zu tun. Was genau verstehen Sie mit “Einklang mit den Gesetzen des Universums“? Gehören zu diesen Gesetzen die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften usw.?Mit übersinnlichen Dingen kann ich wenig anfangen. Ich bin ein, den Naturwissenschaften nahe stehender, die Marxsche Ökonomie zwar nicht auswendig vollständig beherrschender, aber doch zumindest verstehender, dem Humanismus sich verpflichtender, jedes zweierlei Maß angreifender Logiker(zumindest versuche ich es zu sein).und, falls Uwe Theel eine Ex-Freundin küssen würde, gäbe es richtig Ärger.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 12:19 @ fidelche schrieb am 25.05.2010 um 11:31falls Uwe Theel eine Ex-Freundin küssen würde, gäbe es richtig Ärger.ja Fidelche, war das jetzt eine virtuell-spirituelle Avance getrieben von einem hohem Anteil autoagressiver Identifikation mit dem Agressor?fragt „besorgt“ut

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:46 @ Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 12:19 kein Grund zur Besorgnis Uwe, war nur Spaß.fidelche

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 17:07 Nachtrag zu:25.05.2010 um 11:31Den Nebensatz, den Naturwissenschaften nahe stehender, muss ich einschränken, damit es keine Missverständnisse gibt.… jedes zweierlei Maß angreifender, zugleich jeden unkritischen Glauben an Autoritäten ablehnender Logiker, der Adornos/Horkheimers Dialektik der Aufklärung und Marcuses eindimensionalen Menschen, gelesen hat und beide Bücher zumindest im Grundsatz verstanden zu haben glaubt.

Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47
Hallo Titta ! jetzt hab ichs so gemacht, wie sie mir geraten haben, ist aber auch wieder nicht richtig. Jetzt steht mein letzter Kommentar nicht unter Thinktankgirl, sondern ganz woanders !

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 11:33 @ Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47 jetzt steht mein letzter Kommentar nicht unter Thinktankgirl, sondern ganz woanders ! Das ist bei der Blogsoftware unvermeidlich. Was Sie mit „ganz woanders“ bezeichnen, ist immer das die Stelle am Ende des jeweiligen Teilthreads innerhalb dessen Sie die Schaltfläche „Kommentieren“ anklicken. Sie erkennen diesen an der gleichartigen Einrückung nach rechts. Um zu kennzeichnen, auf welchen b eBitrag Sie sich beziehen, empfiehlt es sich, die erste Zeile des Bezugskommentars immer an den Anfang des eigenen Kommentars zu kopieren, eventuell mit einem „@“ (= An:) zu versehen, so wie ich dies hier o. auch tat. Dann sind Adressat und der Kommentar, auf den geantwortet werden soll, durch Datum und Uhrzeit immer identifizierbar. Gruß ut

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:21 @ Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47 Das liegt an der Einweisung von Titta. Uwe Theels Einweisung vom 25.05.2010 um 11:33 ist sicherlich bedeutend besser. Seinem Kommentar kann ich uneingeschränkt zustimmen. Premiere!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 18:15 zu „Mit dem Wort Spiritualität, habe ich als Agnostiker/Atheist (mehr Atheist als Agnostiker) Probleme.“Hatte ich anfangs – als ich das Thema vor drei Jahren kennenlernte – auch.“Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihre Definition von Spiritualität wenig mit der Wikipedia Definition zu tun.“Insofern ja, weil die Definition die dort gegeben wird (ich hatte oben in einem der beiden Kommentare deshalb vom „herkömmlichen Verständnis von Spiritualität“ gesprochen) ähnlich schwammig ist (wie bei Esoterik). „Was genau verstehen Sie mit “Einklang mit den Gesetzen des Universums“? Gehören zu diesen Gesetzen die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften usw.?“ Unbedingt. Ich bin so ähnlich wie Mr. Spock (Star Trek), Mr. Tuvok (Voyager) oder Tialc (Stargate), also z.B. meditierend aber sehr logisch denkend und als Ingenieur sehr wissenschaftlich orientiert. Auch in der ersten spirituellen Partei Die Violetten sind beispielsweise auffallend viele Wissenschaftler, Mathematiker, Informatiker und technische Berufe bei den Mitgliedern und Förderern vertreten. Das ist nur auf den ersten Blick ein scheinbarer Widerspruch. In Wahrheit erleben wir gerade einen Paradigmenwechsel, weil die Erkenntnisse der modernen Physik (besonders die Quantenphysik) immer mehr Sichtweisen bestätigt und quasi „neu“ als richtig entdeckt, die in Teilen spiritueller Kreise seit langem bekannt sind, da es zahlreiche altertümliche Überlieferungen dazu gibt. Der amerikanische Autor Ken Wilber publiziert dazu bereits kategorale Modelle (Holone, Modell der 4.Quadranten), mit denen sich unser Verständnis vom Aufbau des Universums grundlegend zu ändern beginnt. …also so, wie Karl Marx es einst für gesellschaftlich-ökonomische Verhältnisse getan hat. Auf seinen Kategorien baut ja übrigens auch die „moderne Wertetheorie“ auf, die ich nunmehr seit 7 Jahren studiere und verfolge. Diesbezüglich leben wir in einer sehr spannenden Zeit. zu „Mit übersinnlichen Dingen kann ich wenig anfangen. Ich bin ein, den Naturwissenschaften nahe stehender, die Marxsche Ökonomie zwar nicht auswendig vollständig beherrschender, aber doch zumindest verstehender, dem Humanismus sich verpflichtender, jedes zweierlei Maß angreifender Logiker (zumindest versuche ich es zu sein).“ Da scheinen wir ja durchaus gemeinsame Teilerkenntnisse gewonnen zu haben. Was wir mit unserem herkömmlichen Alltagsbewusstsein als „übersinnlich“ wahrnehmen könnte man differenziert und ganz grob aufgliedern in: a) Glauben anstatt Denken …was sicher wiederum unterteilen ließe in:  aa) heißt entweder besitze ich die Begabung intuitiv Dinge zu erfassen (z.B. Kinder mit Hochbegabungen, die keine einzelnen Wörter lesen müssen, um ein Buch innerhalb kürzester Zeit inhaltlich zu verstehen – oder man denke an den jungen Praktikanten in einer ARTE-Doku, der in Guatemala intuitiv die Maja-Hyroglyphen-Schrift verstehen und übersetzen konnte usw. – solche Kinder haben in unserer Gesellschaft übrigens echte Probleme im Schulsystem, weil sie sich nicht in die üblichen Schemen pressen lassen…)  ab) Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen (meine Ex-Freundin hatte z.B. extreme empathische Fähigkeiten geerbt oder man denke an viele alte Menschen, bei denen der Lebenspartner verstorben ist und die sich nicht trauen darüber zu berichten, wie sie deren geistige Präsenz an manchen Tagen intensiv im Umfeld spüren, weil sie Angst haben man hält diese Menschen für senil oder dement, wenn sie derartige Geistergeschichten kundtun – hör ich oft sowas – ein Alltagsphänomen. Gibt aber vieles mehr.)  …für diese beiden Varianten könnte man „Glauben“ einfach als eine erweiterte oder andere Art der internen Verarbeitung von Sinneseindrücken durch das Gehirn verstehen… ac) Glauben im Sinne von leichtgläubig, Hörig, Aberglaube…also Glauben ersetzt quasi das (Nach-)Denken. Da sind wir dann schon wieder auf dem Weg zu Religionen oder Esoterik. oder eben b) Spiritualität ist ein Bestandteil des Universums …und das ist meine Vermutung – unser altes Denken ist falsch. Der Begriff „Glauben“ wird womöglich falsch verstanden bzw. das deutet darauf hin, dass der Aufbau unseres Universums einfach anders ist, als wir es aus unserem Alltagsbewusstsein kennen – nämlich doch inklusive höherer Dimensionen, in denen ebenfalls Energie fließt, um Informationen zu verarbeiten oder zu transportieren. Das würde erklären, wie Spiritualität eigentlich funktioniert. „Denken“ und „Bewusstsein“ passiert womöglich gar nicht individuell in unserem jeweiligen Gehirn, sondern umgekehrt – unser Gehirn ist nur ein biologisches Instrument der evolutionären Anpassung an diese höher dimensionalen Strukturen des uns einbettenden Universums, d.h. ein Gehirn ist simpel gesagt nur ein Empfänger und Sender, der die geistige Verbindung zu diesen Strukturen herstellt. Das würde z.B. erklären, warum Menschen von Erlebnissen berichten können, bei denen sie ihren Körper verlassen und sich von oben sehen konnten. Auch Reinkarnation würde dann schlüssig erscheinen usw. Dass in den neuralen Bahnen des Hirns quantenphysikalische Prozesse ablaufen konnte man schon wiederholt in Physik Dokus auf der ARD und Arte hören…die Physiker hatten bislang nur keinen Schimmer was da wirklich passiert, warum und wieso. Oder man denke an die Versuchsanlage in Cern – wir müssen die grösste Maschine der Welt (27km Durchmesser) bauen, um die allerkleinsten Teilchen zu begreifen – das ist Spiritualität für mein Verständnis. „Faszinierend“, würde Spock sagen. Kurz gesagt – Spiritualität ist vermutlich (man kann es bislang nur indirekt schlußfolgern) ein Elementarbaustein der Materie. Ich betrachte das also sehr real und wissenschaftlich. Da unser Alltagsbewusstsein, insbesondere das früherer Jahrhunderte, das natürlich nicht verstehen konnte, stellte man sich darunter etwas „Übersinnliches“ vor, was ja gewissermaßen auch stimmt, weil wir gewöhnlich keine Sinne dafür haben bzw. diese Fähigkeiten im Laufe der Evolution verloren gegangen (oder abtrainiert) worden sind. Zukünftig werden wir vielleicht wieder einen Zugang zu diesen geistigen Ebenen erlangen können oder schließen sie zumindest nicht pauschal kategorisch aus. Diese differenzierte Sichtweise findet sich bei wikipedia hier: „Nicht nur die konkreten Ausprägungen der Spiritualität unterscheiden sich, sondern auch das grundsätzliche Verständnis.“ Dem würde ich also 100%ig zustimmen. UND noch ein Aspekt fällt mir da auf, welcher wieder den Brückenschlag zum Ausgangsartikel spannt: „Erschwerend kommt hinzu, dass die Begriffe Religiosität und Spiritualität insbesondere im englischsprachigen Schrifttum oft synonym gebraucht wurden, obwohl ihnen unterschiedliche Vorstellungen zugrunde liegen.“ Gleiches ist mir in Bezug auf „Ökonomie“ und „Wirtschaft“ aufgefallen. Dem liegt im Englischen auch nur „Economics“ zugrunde und jeder Autor entscheidet wohl spontan, wie er das übersetzen möchte. Kein Wunder, dass Kapitalismus in England entstanden bzw. oft kritiklos übernommen worden ist. Man könnte nämlich die Begriffe verschieden verstehen, nämlich „Wirtschaft“ als etwas, was auf der kategoralen Ebene des stofflichen Reichtums passiert, während „Ökonomie“ (abgesehen von Zeit- und Energie-Sachthemen) stets die bürgerliche, politische Ökonomie meint, also Warenwirtschaft und Geldzirkulation – also die kategorale Ebene des wertmäßigen Reichtums (Rentabilitätslogik usw.) Ist das nicht interessant??? Sprache – die ja unser Bewusstsein untereinander transportiert und abgleicht – beeinflusst also derart stark unsere Wahrnehmung, dass wir selbst 150 Jahre nach Marx noch mit dem ungelösten Problem zu kämpfen haben. Fazit: Meines Erachtens, lässt sich das Problem am elegantesten lösen, wenn man systemisch-kritisches Denken und Spiritualität (so ich sie für mich definiere) zusammen bringt. Ansonsten landet man oft nur in verkürzten Kritikformen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 18:33 Aha.

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 19:06 @tiefendenker  Ihr hier „Ich habe dazu einen längeren Artikel (inkl. Grafiken) verfasst. Kann ich bei Bedarf an Interessenten gerne als PDF mailen. Spätestens dann dürfte der Unterschied klar sein. Geht darin allerdings mehr um radikale Kapitalismuskritik und grenzt sich von dessen verkürzten Kritikformen als auch Pseudospiritualität ab.“  erwähnter artikel interessiert mich. vielleicht können Sie mir diesen über die redaktion zukommen lassen? oder über eine person, die ihn mir in einer privatnachricht verlinkt an mein hiesiges postfach schicken kann? das wäre sehr freundlich!

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 19:30 Communication Breakdown & um die Ecke?

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 19:38 nein. ich weiß nicht, ob tiefendenker mir eine pn schicken kann, da er ja nicht als blogger angemeldet ist. ich habe andererseits keine lust, hier meine e-mail-adresse zu veröffentlichen. also habe ich ein, zwei möglichkeiten vorgeschlagen, wie es gehen könnte. verstandiwu?

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:11 @Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 18:15    Zu Mr. Spock soviel:
Ich bin aufgewachsen mit »Raumschiff Enterprise«. Als 10-jähriger sah ich die ersten Teile der Serie. Im Raumschiff herrschte eine, zwar etwas eingeschränkte, moderne Demokratie, im Zusammenspiel von Militär, Wirtschaft und Wissenschaft. Auf die Personen bezogen der Tatmensch Captain Kirk, der Logiker und Zweckrationalist Mr. Spock und der Humanisten Dr. McCoy. Die drei ergänzen sich gegenseitig.   Uwe Theel ist 10 Jahre alter als ich, dürfte mit Raumschiff Orion aufgewachsen sein. Der Kapitän Dietmar Schönherr setzt das Führerprinzip durch. Die Untergebenen dieses Helden kommen nicht in die Situation, den Commander zu kritisieren. Sie sind keine gleichberechtigten Mitarbeiter. Von daher hatte es Uwe Theel bedeutend schwerer als ich. Das soll Uwe für sein Verhalten nicht entschuldigen. Es ist nur ein Erklärungsversuch. Wie Sartre bereits vor langer Zeit schrieb, der Mensch ist zur Freiheit verurteilt und kann sich auch in schwierigen Situationen frei entscheiden.  Ansonsten schließe ich mich Damian Bold an, staune und sage aha.   Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 25.05.2010 um 20:59 @ Uwe vom 24.05.2010 um 22:18  Zunächst bin ich nicht hier, um FidelChe zu verteidigen, das kann er selbst. Es tauchen immer wieder Argumente gegen seine Position auf, die mich wundern. Und diese Argumente scheinen Setzungen zu sein, eine Art Apriori, über das nicht mehr nachzudenken ist, etwa, wenn Du schreibst: „Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern.“ Damit scheint das Apriori abgehakt – nur ist das Deinerseits nicht unbedingt ein Argument, das kritisch und rational ist. Für mich sind FidelChes Argumente durchaus so angelegt, ich will jetzt keine individuelle Rationalität – ein Widerspruch – behaupten, dass sie anhand der von ihm genannten Quellen durchaus nachvollziehbar sind. Aber: Das ist wohl eine Stelle, die Kommunikation schwierig macht, wenn derart argumentierend jemandem generell die Argumentationsfähigkeit abgesprochen wird.   Du selbst setzt ein weiteres Apriori, um dann mit deiner Argumentationskette fortzufahren: „Nach rechts abfallende Linke – viele hat es davon eh nie gegeben – werden hierauf schon gar nicht umkehren.“ Diesen Satz halte ich inhaltlich nicht für richtig. Aber das kommt wieder auf die politische Sichtweise an. Und diese scheint bei uns zu differieren. Ich selbst neige der Auffassung zu, dass „nach rechts abfallende Linke“ in unzähligen Varianten auftreten. Dazu zähle ich die Grünen. Nur wenige haben ihre kritische Sichtweise auf den Kapitalismus beibehalten und sind als Konsequenz aus dieser Partei ausgetreten: Jutta Ditfurth, Rainer Trampert und Thomas Ebermann, um drei bekanntere Namen zu nennen. Die Mehrheit dieser Partei hat den Schwenk bis hin ins Kriegsbefürwortungslager eher gelassen vollzogen. Und an dieser Stelle kann ich den Schluss ziehen, dass als links firmierende Politiker einer ehemals selbst ernannten pazifistischen Partei, die den ersten Kriegseinsatz nach dem Hitlerfaschismus mit Stimmenmehrheit im Bundestag beschlossen, die langfristigen Folgen, etwa imperialistischer Art, ausgeblendet haben. Ich denke, solche politischen Ereignisse, die Einschnitte in Paradigmen sind, lassen Befürchtungen aufkommen, dass auch vormals Linke nicht gefeit sind, die Argumente der Rechten gedanklich nicht mehr durchdringen zu wollen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:44 Mir fällt in diesem Zusammenhang der Beitrag von Wolfram Heinrich ein, der auch das Bild der Firmung von Joschka Fischer zeigt, woran man im Rückblick doch einiges interpretieren kann. Mit den Grünen, einer Hoffnung in der stagnierenden Bundesrepublik, verbindet mich Deine Sicht, Achtermann. Als die drei Genannten gingen, blieben Fischer, Trittin und Ströbele, auch Nachtwei und Volmer. Zwanzig Jahre später (und eben als Bündnis 90) sieht man erst das Verheerende des Fortgangs der Kritik deutlich. Die ganze Partei ist unkritisch aufgemacht für den ‚alternativlosen‘ Parlamentarismus dieses Staates. Ein Lehrstück, was selbst minderheitliche Kritik leistet.
Hier sind es ja eher Leute aus dem Umkreis der Konservativen Revolution, die in Rede stehen. Und da ist es ja in der Mehrheit so, daß die Rechte die Linke damals rezipierte, um endlich die Moderne aufzuholen, ihren Honoratioren-Rückstand aus dem 19. Jh. wettzumachen. Die Vorwürfe an Fidelche gegen deshalb kontextuell alle fehl, und schulden sich ja meist einer direkten Fehllektüre seiner Texte. Als wenn Fidelche blind gelesen wird, wegen eines vorgefaßten Urteils.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 22:13 @ Achtermann am 25.05.2010 um 20:59 Lieber Achtermann, Du sprichst mich in zwei Punkten an, auf die ich Dir zu antworten versuche: 1) das, was Du „a priori-Setzungen“ nennst, die die Kommunikation behinderten. Grundsätzlich stimme ich Dir zu, dass wenn Setzungen in eine Diskussion fließen, die von dem sie Äußernden als nicht in Frage zu stellen erachtet werden, dies jede Diskussion unmöglich machten, sie mindestens ad absurdum führten. Meinen Setzungen sind aber in aller Regel Thesen, die ich genau zum Zwecke ihrer Überprüfung in die Diskussion einführe. Zugegeben ich tue dies mit ziemlicher Eindeutigkeit, zugegeben ich liebe dabei die Zuspitzung im, aber imm fair zu führenden, Austausch der Argumente. Aus Erfahrung weiß ich, dass im realen Gespräch solche Gesprächsführung, wenn sie auf beiden Seiten ehrlich gemeint ist und auf Augenhöhe geführt wird, zu wesentlich weniger „Mißverständnissen führt“ als im virtuellen Raum eines Blogs. Ein Satz von mir wie „Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern.“ beruht hier konkret auf der mehrheitlichen Erfahrung, dass Fidelche trotz mehrfacher Versuche keinen für mich rational konsistenten Argumente für seine konstitutiven Thesen anführen konnte. Um es am Beispiel der Rechtsabweichler unter Linken, das Du in Deinem zweiten Argument anführst, zu belegen: 2) Was Du über, in diesem Fall Grüne schreibst, halte ich für vollkommen korrekt. Allerdings ging es in meiner Auseinandersetzung mit Fidelche nicht darum, ob es solche Fälle gäbe, oder nicht sondern darum, ob der Abfall sozusagen erfolgte, weil linke Theorie aus sich heraus anfällig machte für rechte Theorie (und Praxis), gar a priori einen solchen Kern hätte. Gegen diese Ansicht Fidelches habe ich entschieden argumentiert. Darüberhinaus hatte ich, Fidelches texten folgend mehr Theoretiker der politischen Wissenschaft, etc. im Sinn als Politiker. Erstere sind als Abweichler wohl tasächlich „seltener“, oder? Es ist jetzt müßig, hier Fidelches Ansätze von „regressiver Kapitalismuskritik“, „linkem Antisemitismus“, etc. unter diesem Aspekt erneut zu diskutieren, man kann dies alles in den Blogs nachlesen. ich war auch nicht der Einzige, der ihm hier widersprach. Ich glaube schon, dass Fidelche zweifelllos das subjektive Empfinden hat, „links“ zu argumentieren, allerdings bezweifele ich, versuchte es in Teilen nachzuweisen, dass er dies stringent tut, aus Gründen, die dieser oder irgendeiner Blogdiskussion wahrscheinlich auch gar nicht zugänglich sind. Dies aus Gründen, die sowohl in Fidelches „theoretischem Ansatz“ begründet liegen, als auch aus strukturellen Gründen, die das Medium Blog begrenzend liefert. LG ut

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:30 Herr Theel, jetzt sind Sie aber sowas von über den Kopf streichelnder Übervater von Fidelche, der „zweifellos das subjektive Empfinden“ hat, bei dem es aber „müßig“ sei, nochmals zu diskutieren, weil Sie ja alles richtig hier als „Thesen“ gesetzt haben.Ich denke, es ist genau dieser Ihr Stil, der befremdet, mich zumindest. Und der eine Diskussion mit Ihnen verunmöglicht, jedenfalls für Blogger, die Fidelches Interpretationen nachvollziehen können. Sie schreiben: „Allerdings ging es in meiner Auseinandersetzung mit Fidelche nicht darum, ob es solche Fälle gäbe, oder nicht sondern darum, ob der Abfall sozusagen erfolgte, weil linke Theorie aus sich heraus anfällig machte für rechte Theorie (und Praxis), gar a priori einen solchen Kern hätte. Gegen diese Ansicht Fidelches habe ich entschieden argumentiert.“
Und das ist eine falsche Lesart, auf die Sie aber schon lange bestehen. Fidelche sagt gerade nicht, daß aus linker, richtiger linker Theorie der „Abfall“ nach rechts erfolge, sondern eben genau aus „falscher sog. linker“ Theorie. Aber da wehren Sie ja ab bei dem Wort von regressiver Kritik. Und verhindern eine Diskussion. Ich finde, Sie sind die Mauer, oder daß hier eine Sackgasse entsteht, wo sich Kreuzungen auftun könnten in einer fruchtbaren Diskussion. Aber da sagen Sie, das ist „müßig“, das ist schon diskutiert. – Na, Diskussionen haben nie ein Ende, manchmal fangen sie sogar wieder von vorne an. Vor allenm bei mehrheitlich falscher Rezeption der Ausgangstexte.
Und man kann dann auch was lernen, wenn man nicht immer die gleichen Versatzstücke automatisiert vor den nächsten Schritt legt.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 23:01 @ Damian Bold am 25.05.2010 um 22:30 Herr Bold, jederzeit zugestanden, dass mein „Stil“ sie befremde, er es Ihnen „verunmöglicht“ mit mir zu Diskutieren, obwohl ich den Eindruck hatte, wir hätten dies schon ganz erfolgreich getan. Niemand „muß“ hier irgendwem antworten oder jemanden anderen ansprechen, wenn er es denn nicht will. Wenn er es aber tut, dann muß Antwort einkalkuliert werden können. Da Diskussionen nie ein Ende haben, da haben Sie ganz recht, sei sie auch weiter geführt, wenn gewünscht. Sie sagen, sie könnten Fidelches Argument folgen, mein Gegenargument aber verunmöglichte die Diskussion mit mir. Ich finde dies einen seltsame Asymetrie, aber bitte schön, sei`s drum. Ein Beispiel: Fidelche wirft den Vertretern „regressiver“ Kapitalismuskritik vor, sie unterschieden fälschlich zwischem „gutem Produktionskapital“ und „bösem Finanzkapital“. Abgesehen davon, dass er dies nie an einem zusammenhängenden Stück Theorie exemplifiziert hat, so müßte er m.E. erst einmal darlegen, wieso eigentlich für das Gesamtkapital auf der errreichten Akumulationsstufe und Kapitalkonzentration es nicht empirisch wahr ist, dass das Kapital sich selbst – in Form von „Finanzprodukten“ – zur Ware im Zusammenhang G-W-G‘ geworden ist. Da Fidelche der Marx`schen Analyse für die traditionelle Warenform folgt, müßte er sie auch für die „Ware Finanzkapital“ gelten lassen. Aber da entdeckt er dann plötzlich, dass der reinen Lehre Gewalt angetan würde. Es sind solche Punkte, die mich zweifeln lassen, ob fidelche hier wirklich eine theoretisch fundierte Diskussion im Sinne der Kritik der politischen Ökonomie führt oder nicht irgendetwas anderes tut, was nur so auszusehen scheint. Ähnliches erlebte ich mit ihm im Gebiet der Literaturtheorie als Quelle des Beweises vom „richtigen“ Bewußsein. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ausgangstexte falsch rezipiert wurden, dann legen Sie dies dar und suchen Diskussionspartner dafür. MfG ut

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 23:12 qed. und gute nacht!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:29 @Achtermann schrieb am 25.05.2010 um 20:59 alles was Du schreibst ist richtig. Die Grünen sind ein Paradebeispiel für meine Kritik. Die Kämpfe mit den Grünen habe ich vor langer Zeit persönlich und öffentlich ausgefochten. Diese Parteien (Grüne, SPD) interessieren mich nicht mehr großartig, da sie für mich unwählbar, obsolet sind. Mich interessiert die Linke, mit der ich mich verbunden fühle. Bei vielen Leuten, in diesem Forum und natürlich auch im realen Leben stelle ich viele Defizite fest, welche beispielsweise in allen meinen Blogs nachlesbar sind. Je aggressiver sich bestimmte Leute gegen meine Thesen wehren, umso gefährdeter sind diese Personen. Uwe Theel, Rahab, Godzdak, thinktankgirl usw. greifen mich nicht von ungefähr in diesem Stil an. Wer wie Du sagt, „ich fühle mich nicht angesprochen“, sehe aber auch diese Andockmöglichkeiten, falsche Kapitalismuskritik usw., begründet dies, ist natürlich nicht gefährdet. Warum auch.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:42 Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 22:13 Uwe, Du hast in meinen Blogs zwar sehr viel geschrieben. Sehr viele Worthülsen (wortgewandte Sprachlosigkeit) von Dir gegeben. Konkret bist Du selten geworden. Du hast verzweifelt versucht mit Beleidigungen Deine Niederlagen zu kaschieren (z.B. wg. Chomsky FIDELCHE IST EIN FÄLSCHER fettgeschrieben in 5 Kommentaren wiederholend um letztlich zuzugeben dass es keine Fälschung war – ein Beispiel von Vielen) Wenn Du tatsächlich mal konkret wurdest, hast Du Dich angreifbar gemacht, was ich dann offen legte. Ich habe so ziemlich alle von der Redaktion gelöschten Kommentare von Dir auf meinem PC. Zu gegebener Zeit werde ich Dir Deine Kommentare vor die Nase halten. Andere können dann entscheiden, wer von uns Beiden richtig lag und liegt. Mein vorletzter Blog wurde, bei 173 Kommentaren gesperrt. Einen Tag darauf löschte die Redaktion 50 Kommentare, die ich alle auf meinem PC habe. 123 Kommentare stehen jetzt noch im Proudhon-Blog. Was meinst Du, wie viel von diesen 50 gelöschten Kommentaren Dir zuzuordnen sind? Viele Grüße fidelche

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:46 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:30 „Fidelche sagt gerade nicht, daß aus linker, richtiger linker Theorie der „Abfall“ nach rechts erfolge, sondern eben genau aus „falscher sog. linker“ Theorie. Aber da wehren Sie ja ab bei dem Wort von regressiver Kritik. Und verhindern eine Diskussion. Ich finde, Sie sind die Mauer, oder daß hier eine Sackgasse entsteht, wo sich Kreuzungen auftun könnten in einer fruchtbaren Diskussion.“ Vielen Dank für Ihren treffenden Kommentar, vor allem für den zitierten Abschnitt. Besten Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 23:52 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 23:12 qed Lieber herr Bold, jetzt weiß ich aber wirklich nicht, ob sie jetzt nicht genau das gemacht haben, was ich angeblich immer täte? Trotzdem Gute Nacht ut

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Fidelche mischt Aussagen, die im Originaltext in einem anderen Kontext und rund 10-12 Seiten entfernt stehen: Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Erscheint als Punkt 6 einer Aufzählung, in der u.a. alle Menschen, egal welcher Rasse und Religion, als gleichberechtigt betrachtet werden. ia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio-DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf S. 50/51 2.1. Der Sinn des Wortes Freiland 1. Der Wettstreit unter den Menschen kann nur dann auf gerechter Grundlage ausgefochten werden und zu seinem hohen Ziele führen, wenn alle Vorrechte auf den Boden, private wie staatliche, aufgehoben werden. 2. Der Erde, der Erdkugel gegenüber sollen alle Menschen gleichberechtigt sein, und unter Menschen verstehen wir ausnahmslos alle Menschen – ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Bildung und körperlichen Verfassung. Jeder soll dorthin ziehen können, wohin ihn sein Wille, sein Herz oder seine Gesundheit treibt. Und dort soll er den Altangesessenen gegenüber die gleichen Rechte auf den Boden haben. Kein Einzelmensch, kein Staat, keine Gesellschaft soll das geringste Vorrecht haben. Wir alle sind Altangesessene dieser Erde. 3. Der Begriff Freiland läßt keinerlei Einschränkung zu. Er gilt unbeschränkt. Darum gibt es der Erde gegenüber auch keine Völkerrechte, keine Hoheitsrechte und Selbstbestimmungsrechte der Staaten. Das Hoheitsrecht über den Erdball steht dem Menschen, nicht den Völkern zu. Aus diesem Grunde hat auch kein Volk das Recht, Grenzen zu errichten und Zölle zu erheben. Auf der Erde, die wir uns im Sinne von Freiland nur als Kugel vorstellen können, gibt es keine Waren-Ein- und Ausfuhr. Freiland bedeutet darum auch Freihandel, Weltfreihandel, die spurlose Versenkung aller Zollgrenzen. Die Landesgrenzen sollen nur einfache Verwaltungsgrenzen sein, etwa wie die Grenzen zwischen den einzelnen Kantonen der Schweiz. 4. Es folgt aus dieser Freiland-Erklärung auch ohne weiteres, daß die Ausdrücke“englische Kohle, deutsches Kali, amerikanisches Petroleum“ usw. nur die Herkunft dieser Erzeugnisse bezeichnen sollen. Es gibt keine englische Kohle und kein deutsches Kali. Denn jeder Mensch, gleichgültig welchem Staate er angehört, hat das gleiche Recht auf die „englische Kohle“, das „amerikanische Erdöl“ und das „deutsche Kali“. Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 51 5. Die Übergabe des Bodens an die Bebauer erfolgt auf dem Wege der öffentlichen Pachtversteigerung, an der sich jeder Mensch beteiligen kann, und zwar ausnahmslos jeder Bewohner der Erdkugel. 6. Das Pachtgeld fließt in die Staatskasse und wird restlos in Monatsbeträgen unter die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt. Keine Mutter, einerlei woher sie kommt, kann von diesen Bezügen ausgeschlossen werden. 7. Die Einteilung des Bodens richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Bebauer. Also kleine Ackerteile für kleine Familien und große Ackerteile für große Familien. Auch große Landstrecken für Genossenschaften, für kommunistische, anarchistische, sozialdemokratische Kolonien, für kirchliche Gemeinden. 8. Die Völker, Staaten, Rassen, Sprachgemeinschaften, religiösen Verbände, wirtschaftlichen Körperschaften, die auch nur im geringsten den Freilandbegriff einzuengen suchen, werden geächtet, in Bann getan, und für vogelfrei erklärt.
9. Die Ablösung der heutigen Privatbodenrente erfolgt auf dem Wege der vollen Entschädigung durch Ausgabe einer entsprechenden Summe von Staatsschuldscheinen. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur. Dieser Teil wird erst 12 Seiten später in einem anderen Zusammenhang behandelt: S.64/65 Man braucht sich also nur in die Lage einer schwangeren Proletarierin zu versetzen, die von der ganzen Natur ringsum nichts hat, wo sie ihr Kind hinlegen kann, um zu erkennen, daß, wenn es schon einmal in der jetzigen Volkswirtschaft nicht ohne Abgrenzungen und Grundrenten geht – diese Grundrente dann unverküzt den Müttern zusteht: Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würden etwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. – Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:28 DAS ist ja Wahnsinn! „Aussagen, die im Originaltext rund 10-12 Seiten entfernt stehen“, werden von Fidelche IM ZUSAMMENHANG interpretiert: ich fordere Ausschluß aus der Wissenschaft, Aberkennung des akademischen Titels und Gehe zurück über Los in die Ganztagsgrundschule!!! Ziehe keine Seitenzahl dabei ein!!!!!

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 21:38 nein – das bedeutet erst mal nur, dass f. seine lesart BESSER BELEGEN MUSS! konkret: er muß belegen, dass im zeit- wie geistesgeschichtlichen kontext der satz „So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht.“ als einer – und zwar nur als einer! – gemeint war, der auf rassen- und andere eugenik abzielt. und daher auch nur als ein solcher zu verstehen ist.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:45 Gelinde gesagt: Das ist Quatsch und hält nicht mal eine Proseminarreferatslänge.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:50 Konkret: Dein zitierter Satz muß doch nicht mehr befragt werden auf Autorenintention! Er IST in jedem Kontext aud eugenik und rassenlehre zu beziehen. „Er wollte Gutes, aber die Folgen waren schlimm. Deshalb kann er nix dafür.“ Nene, so geht das nicht.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:51 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:28   DAS ist ja Wahnsinn! „Aussagen, die im Originaltext rund 10-12 Seiten entfernt stehen“, werden von Fidelche IM ZUSAMMENHANG interpretiert: ich fordere Ausschluß aus der Wissenschaft, Aberkennung des akademischen Titels und Gehe zurück über Los in die Ganztagsgrundschule!!! Ziehe keine Seitenzahl dabei ein!!!!! Da gibts nix aus der Wissenschaft auszuschliessen, da nie drin gewesen…

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 21:52 aha. beweis? ohne das kannste dir dein gelinde-gesagtes ganz gelind als schnupftabak in der nase hochziehen. wohl bekomms!

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:58 Wenn Du nicht weiter weißt schreist Du Beweis.  Dabei liegt alles sonnenklar vor Nichtblinden auf dem Tisch.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben!

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 22:03 @d.b. vor denen, die an magisches denken glauben, sicherlich.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 22:07 Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben! Ich wundere mich nicht mehr, daß in Deutschland Merkel regiert….

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 22:08 Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben! Ich wundere mich nicht mehr, daß in Deutschland Merkel regiert….

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:11 Bitte nur 1x klingeln

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 00:59 @ Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:50  Wie ich sehe, Herr Bold, beteiligen Sie sich ja hier eifrig an der Diskussion und sind dabei gar nicht zimperlich mit „Setzungen“.  Sie werden mir verzeihen, wenn ich Thinktankgirl und Rahab beispringen muß.  Die Argumente wissenschaftlichen Arbeitens im Hinblick auf den Umgang mit Zitaten brauche ich hier nicht noch einmal nachzuvollziehen. Schon auf dieser Ebene arbeitet Fidelche unkorrekt im schon geschilderten Sinne.  Kommen wir jetzt aber noch zur Worbedeutung und Etymologie des Wortes „Zucht“ in Zuchtwahl:  Ich erinnere zunächst daran, dass es im Deutschen das Wort Kinderaufzucht gibt, das nichts meinte als das Aufziehen von Kindern in dem Sinne, dass ihnen alles das von den Eltern beigebracht wird, was sie lernen müssen, um im Leben zu bestehen, da es nicht angeboren ist; dass dies auch durch autoritäre Erziehungsstile geschehen kann tut unser Diskussion dabei jetzt keinen Abbruch. Diesen Inhalt könnten wir auch mit dem Wort „Bildung“ (von Kindern) bezeichnen.Tatsächlich findet sich bei Aischylos im 4. Jhdt der Begriff παιδεια (paideia) der damals in genau dieser Bedeutung, wörtlich übersetzt mit“Kinderzucht“, verwendet wurde. Der Begriff erfuhr dann über die Jahrhunderte eine Ausweitung zu einem Begriff der allgemeinen Bildung überhaupt und steckt derartig seit dem 16 Jhdt. im Begriff Enzyklopädie (enkyklios paideia) im Sinne der Sammlung allen Wissens. Wenn Gesell hier also von „Zuchtwahl“ spricht, so meint er damit in genau dem Kontext, auf den thinktankgirl schon hinwies, dass er der freien Frau, die freie Wahl lassen wollte, wie sie die Kinder die sie bei freier Gattenwahl zur Welt bringen wollte ohne Fremdbestimmung aufziehen, erziehen, bilden wollte. dazu sollte sie materiell abgesichert werden. Das Mißverständnis, „Zuchtwahl“ hier als eindeutig rassisistischen Begriff deuten zu wollen, ohne Rücksicht auf textlichen Kontext und Etymologie des Wortes – bloß weil es in anderen Zusammenhängen mißbraucht wurde -, zeugt tatsächlich nicht von wissenschaftlich seriösen Vorgehen. q.e.d. Lg ut P.S.: Quellennachweise können bei Bedarf eingefordert werden.

Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 08:58 Na, dann Züchten Sie mal die Zuchtwahl der blanken Etymologie ohne Sprach-, Theorie- und Gesellschaftskritik weiter. Ich werde die Diskussion nun wegen Geht-ja-gar-nicht-mehr! verlassen. Gute Nacht (heute morgen metaphorisch + etymologisch)

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:09 weißte, d.b.  ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie. aber damit kämen wir in ganz andere zusammenhänge. und die interessieren f. nicht. hier und jetzt nicht. und sonst vermutlich auch nicht.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:14 @Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 00:59 1. Das Wort Kinderaufzucht würde ich nicht in den Mund nehmen.2. Gesell spricht von „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ Lies meinen Kommentar vom 26.05.2010 um 10:40 3. Aischylos lebte vor 1600 Jahren. Gesell starb 13 Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Denk mal darüber nach, was im 3. Reich die Worte, Eugenik, NS Lebensborn, Mutterkreuz, „Erlösung von all dem Minderwertigen“ für eine Bedeutung hatten.Dass Du Gesells Sozialdarwinismus und Rassismus verteidigst wundert mich mittlerweile nicht mehr. Lass den Kopf nicht hängen Uwe, benutze ihn zum denken     Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 13:38 @ fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:14  1. Das Wort Kinderaufzucht würde ich nicht in den Mund nehmen. Weiß Du f. bevor Du Dir überlegst, was für Worte Du in den Mund nimmst, solltest Du Dir mal Gedanken über Das Denken in Deinem Kopf machen, wenn`s geht. Das Wort „Zucht“ jedenfalls geht auf das von Aischylos erstmalig im 4 Jdh. schriftlich erwähnte zurück. In den Wörterbüchern, die auch für Gesell noch den Bedeutungsrahmen absteckten stand und steht unter Zucht (< 8.Jhd.) nhd. Zucht, ahd. zuht. Morphologisch entsprechend ist gt. us-tauhgts ‚Vollendung’. Frühe Bedeutungsübertragung von dem konkreten ‚ziehen’ zu dem abstrakten ‚erziehen’. Hierzu züchten, mhd. zühten, ahd. zuhten. Kollektivum: Gezücht, Verb: züchten, Adjektiv: züchtig Nndl. tucht. Der Mißbrauch durch den Faschismus ist nicht im Wort angelegt, sondern im Willen und den praktischen Möglichkeiten der es Mißbrauchenden. Wenn Gesell mit seinem Modell dem linken Ziel der Emanzipation nicht näher gekommen ist, dann bestimmt nicht deswegen, weil er die industriemäßige Menschenverachtung der Faschisten im Auge hatte, sondern wahrscheinlich einem irgendwie – möglicherweise noch bürgerlich gegründeten – Fortschrittsglauben anhing, den Du Deinen Worten nach ja sogar für mich noch übrig hast, wenn Du mir rätst, ich soll meinen Kopf nicht hängen lassen.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 15:52 @Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 13:38    Mensch Uwe, es geht nicht nur um das Wort Zucht. Sondern um Menschenzucht. Gesell wollte einen elitären Menschen züchten. Der tüchtige (erfolgreiche) soll sich fortpflanzen. Die Untüchtigen sollen sich nicht fortpflanzen. Er wollte einen „Übermenschen“, mit seinen Idealen. „Alle Bummler Sonnenbrüder und Zigeuner“ werden laut Gesell, (und sollten) aussterben. Die Schwachen und Kranken interessierten ihn nicht sonderlich.  Silvio Gesell: „Die Auslese durch den freien, von keinerlei Vorrecht mehr gefälschtem Wettstreit wird in der Natürlichen Wirtschaftsordnung vollständig von der  persönlichen Arbeitsleistung geleitet… Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem ,Kampfe ums Dasein`. (…) Doch steht es außerhalb jedes Zweifels, dass der freie Wettbewerb den Tüchtigen begünstigt und seine stärkere Fortpflanzung zur Folge hat.“ Eine solche „Rassenpolitik“, schreibt Gesell, „darf nicht an Staaten, Landesgrenzen, an Staatsgesetze gebunden werden. Rassenpolitik ist ureigene Angelegenheit jedes einzelnen
Menschen“. Diese „Rassenpolitik“ leitet Gesell aus angeblich ewigen Naturgesetzen ab: „Diese Gesetze aber wollen den Wettstreit. Nur auf dem Wege des Wettbewerbs, der sich überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiete abspielt, kann es zur förderlichen Entwicklung, zur Hochzucht kommen. Wer daher die Zuchtgesetze der Natur in ihrer vollen, wundertätigen Wirksamkeit erhalten will, muss die Wirtschaftsordnung darauf anlegen, dass sich der Wettbewerb auch wirklich so abspielt, wie es die Natur will, d.h. mit der von ihr gelieferten Ausrüstung, unter gänzlicher Ausschaltung von Vorrechten. Der Erfolg des Wettstreites muss ausschließlich von angeborenen Eigenschaften bedingt sein, denn nur so wird die Ursache des Erfolges auf die Nachkommen vererbt… Dann darf man hoffen, dass mit der Zeit die Menschheit von all dem Minderwertigen erlöst werden wird, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht sie belastet hat, dass die Herrschaft den Händen der Bevorrechteten entrissen werden und die Menschheit unter Führung der Edelsten den schon lange unterbrochenen Aufstieg zu göttlichen Zielen wieder aufnehmen wird.“

Das Freiland-Konzept dient eugenischen Zielen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Rückkehr der Frau zur Landwirtschaft“ ist laut Gesell „die glücklichste Lösung der Frauenfrage“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als  ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen „das freie Wahlrecht… und zwar nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ (Quelle P. Bierl Schwundgeld, Menschenzucht und Antisemitismus)

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02  Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 01:08 @ fidelche am 25.05.2010 um 23:59 Lies mal hier http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die-braune-sosse#comment-123595  fidelche und kühle Dein Mütchen.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 09:32 @fidelche fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

Fidelche Sie behaupten hier Sachen und Zusammenhänge, die ich in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 nicht >/b>geschrieben habe: Ich habe mich weder zum Ausdruck „Hochzucht des Menschengeschlechts“ noch zu „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ geäussert, noch das Wort emanzipatorisch benützt. Das „Zuchtwahlrecht der Frauen“ der Frauen habe ich als vollständigen Absatz zitiert, hier noch einmal: ia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio-DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf
S.64/65 Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen
Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. – Und dazu schrieb ich in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne  Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die  Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Fidelche, bitte verbreiten Sie keine Unwahrheiten über mein Post! Probieren Sie einfach mal, sauber wissenschaftlich zu arbeiten. Oder würden sich dann Ihre Thesen nicht halten lassen? Danke! Zudem haben Sie noch keine Primärquelle der Verteidungsrede Gesells geliefert.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 10:40 thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 09:32 Zur Erinnerung ein Satz aus Ihrem Kommentar (mittlerweile gelöscht) in meinem Vorgänger Blog am 18.05.2010 um 09:09 : „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“

Am 25.05.2010 um 21:02 schrieben Sie folgendes: Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ In seinem Buch „Der abgebaute Staat“ (1927) betont Gesell die Züchtung von „Kraft, Gesundheit, Geist, Schönheit“ als gesellschaftliche Ziele. Frauen haben sich dem unterzuordnen, Verhütung ist schlecht, weil es dann an menschlichem „Auslesematerial“ mangelt. In seiner Utopie würden Frauen in speziellen Gemeinschaften ihre Kinder erziehen und von Zeit zu Zeit auf Reisen gehen, um eugenisch wertvolle Männer zu suchen und sich von ihnen erneut schwängern zu lassen. Silvio Gesell unterstellt, dass sich das Freiland-Prinzip dank seiner ökonomischen Vorzüge weltweit ausbreiten wird. Staaten, die sich weigern und weiter Monopolgewinne ermöglichen, würden, so schreibt er, „die Arbeitsscheuen der ganzen Welt ins Land ziehen… Alle Bummler, Sonnenbrüder und Zigeuner würden dorthin ziehen, wo man die Bodenschätze an das Ausland mit Renten belastet abgibt.“ Diese Aussagen sind sozialrassistisch. (Quelle Peter Bierl, siehe Links) PS: Ich schrieb bereits, die Primärquelle der Verteidigungsrede werde ich nachreichen, sobald ich sie habe.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 @ Fidelche Nicht schon wieder die Sachen verdrehen! Sie haben mir unterstellt, in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet zu haben.

Ich fordere Sie nochmals auf, diese Behauptung zurückzunehmen, da sie nicht der Wahrheit entspricht. Auch im zweiten Kommentar, den Sie anführen, der zudem aus einem anderen Blog kommt, und somit willkürlich in einen Zusammenhang gesetzt wird, der nicht vorhanden ist, kommt die Verbindung von -„Hochzucht des  Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ -„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete – „emanzipatorisch“ nicht vor!

18.05.2010 um 09:09 „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Und wieder haben Sie einen falschen Zusammenhang konstruiert! Der Rest Ihres Post besteht zur Hälfte aus bereits Bekanntem, dem ich mit meinem Beitrag vom 25.05.2010 um 21:02 schon geantwortet habe. Weshalb Sie den ganzen Absatz nochmals wortwörtlich zitieren, erschließt sich mir nicht.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 @ Fidelche Nicht schon wieder die Sachen verdrehen! Sie haben mir unterstellt, in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet zu haben. Ich fordere Sie nochmals auf, diese Behauptung zurückzunehmen, da sie nicht der Wahrheit entspricht. Auch im zweiten Kommentar, den Sie anführen, der zudem aus einem anderen Blog kommt, und somit willkürlich in einen Zusammenhang gesetzt wird, der nicht vorhanden ist, kommt die Verbindung von -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“
-„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete- „emanzipatorisch“ nicht vor!

18.05.2010 um 09:09 „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Und wieder haben Sie einen falschen Zusammenhang konstruiert! Der Rest Ihres Post besteht zur Hälfte aus bereits Bekanntem, dem ich mit meinem Beitrag vom 25.05.2010 um 21:02 schon geantwortet habe. Weshalb Sie den ganzen Absatz nochmals wortwörtlich zitieren, erschließt sich mir nicht.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:04 @thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“- „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ zumindest seit heute nicht emanzipatorisch nennen. Was erscheint denn dann, Ihrer Meinung, heute von Silvio Gesell reaktionär? Die „Mutterrente“, „das Zuchtwahlrecht“, dass „ Frauen schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen“, ist aber nach ihrer Meinung emanzipatorisch, da hab ich Sie schon richtig verstanden, oder? PS: Natürlich ging es im Vorgängerblog exakt um dasselbe Thema bezüglich Silvio Gesells.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:22 Ich bin jetzt mal gespannt bis jemand den folgenden Satz hier zum Besten gibt: „… Hitler hat aber die Autobahnen gebaut…“ Ich bin auf alles gefasst. Auf fast alles…

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 12:23 ja ja ja – und wenn f. ‚weitergelesen‘ wird, dann landen wir dabei, dass ein feminismus/anarchismus, welcher sich durch diesen ganzen schruz männlicher utopien durcharbeitet, auch nix anderes ist als strukturell antisemitisch. da hilft noch nicht mal die kritische absicht beim durcharbeiten, weil…
ja weil nämlich gerade die das f. besonders stört. die kritische absicht könnte es, das f., nämlich am ende damit konfrontieren, dass seine vorstellungen von emanzipation an einem vergleichbaren strukturellen fehler leiden wie der von ihm so wild bekämpfte strukturelle antisemitismus. und das möchte f. nicht haben.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 13:59 @ fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:04 Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“- „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ zumindest seit heute nicht emanzipatorisch nennen. Nein, Sie haben zur Kenntnis zu geben, daß ich in meinem Post 25.05.2010 um 21:02 keineswegs -„Hochzucht des Menschengeschlechts“,-„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet habe wie Sie es mir in Ihrem Post am 25.05.2010 um 23:59 unterstellen:

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken. Desweiteren benützte ich in meinem Post nicht einmal die Ausdrücke „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Fehlzucht die Menschheit“ sowie emanzipatorisch. Es handelt sich um eine freie Erfindung Ihrerseits. Ich habe Sie wiederholt gebeten, den Sachverhalt richtig zu stellen. In Ihrem obigen Post vom 26.05.2010 um 12:04, behaupten Sie weiter, daß ich bis gestern diese Äußerungen getan hätte. Inzwischen muß ich davon ausgehen, daß Sie bewußt Unwahrheiten über mich verbreiten wollen.

Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße
Ihr Freitag-Community-Team

weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 @fidelche  Danke, dass Sie diese Diskussion angezettelt haben.  Ihre ersten blogs, die ich hier las, hatte ich wohl falsch interpretiert, sie wirkten auf mich nur provokatorisch. So als wollten Sie von draußen den Linken mal zeigen, wo der Hammer hängt. Dabei wollen Sie, sehe ich jetzt, linkes Bewusstsein schärfen und Tabu-Themen in diese Community heben.  Das finde ich gut.

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 10:58 @ weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 „Das finde ich gut.“ Tja, Weinsztein, da Sie ja wissen, wessen Generalsekretär das: „Freitag, 21. Mai 2010 axe me, freitagsbeton!
Dem Betonfreitag teile ich hiermit meine Betonbotschaft mit: Falsche Hasen19 mögen Dumme Nüsse2 noch intern rufen, Kühn will aber den dümmsten und Betonboden des Meinungsmediums verlassen. Er findet, außer in ein Dutzend Bloggern der Community, dort nur noch Arschlöcher vor, da wo er nicht einmal mehr Lust zum Stopfen hat. Ich fordere mein Verschwindenmachen vom Ort, den ich lieber nie betreten hätte, weil er ein Ort der Lüge geworden ist durchs Medium von oben. Ich hasse Euch alle und wünsche Euch die Pest.“ wo geschrieben hat, wissen WIR jetzt ALLE, wo wir stehen, gell?

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 12:17 @weinsztein Das Thema an für sich ist hochinteressant, wie und welche gesellschaftsreformerische Strömungen sich entwickelt haben, die dann tlws. von den Nazis aufgenommen wurde. Allerdings sind die Zusammenhänge wesentlich komplexer und vielschichtiger als von fidelche dargestellt.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 15:29 @ weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 Danke für die aufmunternden Worte. Kann ich immer gebrauchen. Gruß in die Türkei.    fidelche

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 04:31 und was hebt nachfolgender dialog ins bewußtsein? fidelche (Gast) – 25. Mai, 12:13  Betonfeministinnen  Die Betonfeministinnen rekrutieren sehr fleißig. Die Einweisung der frischen Kämpferinnen ist verbesserungsfähig. Titta ist überfordert in der „Einweisungsabteilung“ und dürfte bald abgelöst werden.   lektoratkuehn – 25. Mai, 20:00  Beförderungsbeton  Ich befürchte auch, daß sie – wie in der Betonwelt üblich – nach oben wegbefördert wird. – Es ist zu hoffen, gleich bis in den Himmel.  quelle: lektoratkuehn.twoday.net/stories/mit-humor/#comments   via: fidelchescosmos.blogspot.com/

Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 09:10 Liest man Ihren Link, Rahab, würde ich Ihnen eine fälschende Zitierung nachsagen, die den wichtigsten Kontext und pädagogischen Zuchtssprech hier abschneidet. Aber auch Ihnen heute morgen hier ein theelsches Gute Nacht. (i.e. die Verabschiedung 4ever aus dieser Diskussion)

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:18 das, mei guudster, ist nicht „mein“ link. das ist das, worauf fidelbums verlinkt! also „sein“ link. diesen links nachzugehen habe ich, verbunden mit einer frage, freigestellt. mehr bin ich nicht bereit, in f’sche blogs zu investieren.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:40 Es ist „dein link“ zur „url eines anderen“. Du verlinkst, und dann bist Du link, wie immer, seit ich Dich kennengelernt habe. Sehr schade, für die Community.

hibou schrieb am 26.05.2010 um 10:49 Dabei sind Fidelches Blogs die, wo Rahab vor allem anzutreffen ist……..

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 11:02 ach du mein kachelmann!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:41 „Kachelmann“ fordert eigentlich zu einer Entschuldigungsforderung auf.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:44 wieso? bist du etwa kachelmann? geh, nimm ne mütze schönheitsschlaf! vielleicht wird’s dann noch was mit der nachbarin.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:51 Du weißt doch gar nicht was Schönheit ist. Außerdem halte ich länger durch, bis Du umfällst.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 17:17 @Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:09 „ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie.“ Das freut mich Rahab, dass Du die Kurve gekriegt hast. Vielleicht kannst Du Deinem thinktankgirl und unserem Uwe aus der Patsche helfen. PS: Frag doch mal was Sie ganz konkret bei Gesell meint, wenn Sie schreibt „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch“ Schönen Gruß fidelche

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 17:29 auch dazu: ach du mein kachelmann! dies mal als schleimer.
kannste dir – na, weißte ja…

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:42 „Kachelmann“ fordert heutzutage zwingend zu einer Entschuldigungsforderung auf.

Achtermann schrieb am 26.05.2010 um 17:44 Welche Funktion hatte das kürzlich aufgeführte Schauspiel in NRW, das man Koalitionsverhandlungen nennt? Zwei vermeintlich links stehende Parteien (SPD, Grüne) versuchten der dritten im potenziellen Bund mittels unterstellter mangelnder Einsichtsfähigkeit in demokratische Prozesse deren Demokratiedefizite vorzuführen. Dabei wurde zu einem typischen Mittel rechter Politik gegriffen, Linke zu Staatsfeinden zu stilisieren. In diesem Fall wurde eine Abbitte verlangt für einen „Unrechtsstaat“ einer untergegangenen Staatsform, die sich sozialistisch nannte. Dieser geforderte und wohl auch vollzogene Kotau hatte nur zum Ziel, einen Teil der Linken in die Nähe stalinistischen Staatsterrors zu rücken. Oft genug hatten Sozialdemokraten und Grüne selbst unter dieser Bedrängnis zu leiden, heute setzen sie sich auf die Bank der Staatsanwaltschaft, um politische Anklage zu erheben. Beide dem linken Spektrum sich zuordnende Parteien bedienten sich typischen rechten Argumentationsmustern, zwar nicht aus dem Bereich der Esoterik, jedoch aus der Abteilung Terrorismusbekämpfung nach Manier des Verfassungsschutzes.

koslowski schrieb am 26.05.2010 um 21:26 Da bringst du einiges durcheinander: 1. Es ging beim Treffen von RotGrünRot in Düsseldorf nicht um Koalitionsverhandlungen, sondern um Sondierungsgespräche. 2. SPD und Grüne haben die LINKE in NRW nicht zu „Staatsfeinden“ erklärt, sondern es abgelehnt, mit einer LINKEN zu koalieren, die Schwierigkeiten hat, eine Diktatur eine Diktatur zu nennen. Wenn es stimmt, dass dadurch die LINKE „in die Nähe des stalinistischen Staatsterrors“ gerückt wurde, dann ist das eine Folge des unklaren Verhältnisses von Teilen der LINKEN zur Demokratie. 3. Es ist heutzutage Gott sei Dank eine Selbstverständlichkeit, dass Sozialdemokraten und Grüne heutzutage auch Staatsanwälte sein können. 4. Dass Demokraten sich wehren gegen linke und rechte Extremisten, auch mit den Mitteln des Staatsschutzes und der Staatsanwaltschaft, ist ( im Vergleich zur Weimarer Republik ) ein historischer Fortschritt. Davon abgesehen denke ich, dass die Beobachtung von Teilen der LINKEN durch den Verfassungsschutz ein Relikt des Kalten Krieges und eine Verschleuderung von Steuergeldern ist. Es ist sehr viel sinnvoller, auf den Klärungsprozess innerhalb der LINKEN zu vertrauen.

Achtermann schrieb am 27.05.2010 um 21:26 @ koslowski   koslowski, Dein Eindruck trügt. Ich bringe nix durcheinander. Ob man das jetzt Koalitionsverhandlungen oder im Neusprech Sondierungsgespräche nennt, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Versuch nochmals meinen Gedanken nachzuvollziehen. Natürlich haben die Rot-Grünen die Linken nicht zu Staatfeinden erklärt, indem sie sagten: „Ihr seid Staatsfeinde.“ Ne, so macht man das nicht. Man verlangt ein aus wenigen Worten bestehendes Werturteil über einen seit über 20 Jahren nicht mehr bestehenden Staat. Die Vorsitzende der NRW-Linken war beim Anschluss der DDR knapp 16 Jahre alt! Vielleicht kannst Du daran mal einen Gedanken verschwenden. Solche Bekenntnisse sind Jahrzehnte lang von einem sozialdemokratischen Politiker namens Brandt abverlangt worden, um ihn zum Verfassungsfeind im Staatsamt zu machen. Unter denjenigen, die diese abverlangt haben, war ein bayerischer Ministerpräsident namens Strauß. Er sagte: „Herr Brandt soll doch einmal sagen, was er in den 30er-Jahren getrieben hat, soll er doch noch mal sagen, auf welcher Seite er im rot-spanischen Bürgerkrieg war und was er getan hat!“ Du unterstellst, wie es sich für einen Rechtsliberalen gehört, wir lebten in einer heilen Staatsform, wenn Du schreibst, die Linken hätten ein unklares Verhältnis zur Demokratie. Das sehe ich nicht so. Sie haben eher ein kritisches, weil diese Staatsform vom Papier her eine Demokratie ist, jedoch sprechen sie Widersprüche an, die zwischen Verfassung und realer Politik offenbar bestehen. Siehe Artikel 14; 2 des GG: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Wie unsere Demokratie mit diesem Artikel umgeht, dürfte auch Dir mittlerweile klar geworden sein. Aber Du differenzierst nicht mal zwischen linker und rechter Politik, denn Du setzt ja, wie das politisch Rechtskonservative stets tun, Links- und Rechtsextremismus gleich. Und damit machst Du nicht nur einen Fehler, wenn Du an den kommunistischen Widerstand im Hitlerfaschismus Dich mal erinnern lassen solltest, Du zeigst auch, dass Du ahistorisch argumentierst.

koslowski schrieb am 27.05.2010 um 22:51
@achtermann 21:26Deine Annahmen, ich sei „rechtsliberal“ bzw. „rechtskonservativ“ und außerdem „ahistorisch“ in meiner Argumentation, sind nicht zutreffend. 1. Ich bin keineswegs der Meinung, wie lebten in „einer heilen Staatsform“. Im Gegenteil: ich mache mir Sorgen ( Primat der Ökonomie, soziale Spaltung der Gesellschaft, Militarisierung der Außenpolitik ) um die Zukunft der Demokratie im Kapitalismus und finde bei linken Autoren und bei linken Politikern in SPD, Bündnis90/Grünen und LINKEN viele bedenkenswerte Analysen und Vorschläge. 2. Ich mache einen Unterschied zwischen rechter und linker Politik, auch zwischen Links- und Rechtsextremismus und sogar zwischen einer rechten und einer linken Diktatur. Allerdings erwarte ich von Linken, dass sie in der Lage sind, Diktaturen als Diktaturen zu benennen und jene nicht mit Funktionen und Mandaten zu betrauen, die hier Schwierigkeiten haben. 3. Ich gehöre zu jenen Sozialdemokraten, die in ihrer Jugend durch die politische Biographie Willy Brandts zur Partei gekommen sind („Links und frei“) und darunter gelitten haben, dass seine Nachfolger mit seinem Erbe fahrlässig umgegangen sind. Im Vergleich zu den bösartigen Polemiken gegen Brandt von Strauß u.a. sind die Weigerungen von SPD und Grünen, mit den Linken in NRW Koalitionsverhandlungen aufzunehmen, Nebbich. 4. Und was den kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus angeht: Ich respektiere ihn sehr und habe vor drei Jahrzehnten zusammen mit vielen anderen Sozialdemokraten dafür gekämpft ( mit Erfolg), dass in unserer Stadt auch die Namen hingerichteter kommunistischer Antifaschisten auf einer Gedenktafel aufgeführt werden. Ein Roman, der mich sehr berührt und beschäftigt hat, ist „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Du siehst, Achtermann, mein Welt- und Geschichtsbild ist etwas differenzierter, als du vermutest.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 18:52 @fidelche Wie lange soll das noch dauern, bis Sie Ihr Post richtigstellen, in dem Sie mir von Ihnen frei erfundene Aussagen und Zusammenhänge unterstellen? fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:05 @Fidelche,ich warte noch auf die Richtigstellung!Außerdem fehlt immer noch die Primärquelle zu Gesells Verteidungsrede.

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl 1. Was soll ich richtig stellen? Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten wie „Hochzucht….., emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich… Wenn Sie dies anders sehen ist das Ihre Sache. 2. Verstehe ich Sie richtig. Ihre Sätze „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“, würden Sie heute nicht mehr schreiben. Oder stehen Sie nach wie vor zu dieser Aussage? 3. Die Quelle zu Gesells Verteidigungsrede: Rolf Englert,Silvio Gesell in München 1919 Gauke Fachverlag für Sozialökonimie Seite 88-111 (angegeben in Dittfurths Buch) 4. Ich empfehle Ihnen dringendst das Buch von Jutta Dittfurth, Entspannt in die Barberei – Esoterik (Öko-) Faschismus und Biozentrismus, zu lesen. Vor allem das Kapitel 4: „Der wahrhaft völkisch-gesinnte Mensch haßt den Klassengeist und möchte ein schönes Volksleben. Völkisches Empfinden dultet keine Zinsknechtschaft.“ Silvio Gesell die Freiwirtschaftslehre und Ihre Anhängerinnen Unter anderem geht es in dem Kapitel über Silvio Gesell um die Münchner Räterepublik und die Verteidigungsrede Gesells (längerer Auszug über knapp zwei Seiten der Rede) 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Ihre Positionen zu Gesell sind gewissermaßen ein Highlight in diesem Forum. Dafür danke ich Ihnen, da ich durch Sie viel gelernt habe, wenngleich ich politisch soweit von Ihnen (und Uwe Theel, der offenbar dieselbe Meinung hat) entfernt bin, dass es mathematisch kaum ausdrückbar ist.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:18 @Fidelche     Es reicht so langsam! Sie haben geschrieben; @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken./i> Und das wurde von mir nicht gesagt! Hören Sie mit Ihrer Lügerei auf! Und stellen Sie das endlich richtig!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 16:26 @fidelche Haben Sie es noch immer nicht verstanden: ES REICHT MIT IHREN UNTERSTELLUNGEN und hier schon wieder eine neue vom 27.05.2010 um 15:11 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:39 @Fidelche Ich habe gestern hier fidelchescosmos.blogspot.com/2010/05/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die.html#comments eine Gegendarstellung geschrieben, zu dem Kommentar, der mir fälscherlicherweise unterstellt, Menschenzucht als emanzipatorisch zu bezeichnen. Er wurde auch veröffentlicht. Heute ist er von Ihnen gelöscht worden. Interessantes Verhalten: Hier in diesem Blog haben Sie mir bewußt falsche Aussagen unterstellt, von denen Sie sich bis jetzt nicht distanzieren. In ihrem Blog schreibe ich eine Gegendarstellung und diese wird gelöscht. Fidelche geriert sich als der Aufdecker der Leichen im Keller der Linken, mit dem moralischen Zeigefinger deutet er auf vermeintlich faule Äpfel, die infiziert von der braunen Pest, die reine linke Lehre bedrohen. Leider scheint seine moralische Rigidität nicht für ihn selber zu gelten, da er sich nicht zu schade ist, Aussagen und Zusammenhänge zu konstruieren, um andere zu diskreditieren.

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 15:17 @ thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:39 ich habe überhaupt nichts gelöscht. Was soll das für ein Kommentar sein? Meinen Sie den Kommentar vom 26. Mai 2010 15:22? Oder haben Sie einen zweiten Kommentar geschrieben? Bitte etwas vorsichtiger mit Unterstellungen, werte Frau thinktankgirl!Irritiert fidelche

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:21 @fidelche Ach, vor einer Stunde war er noch weg. Und jetzt ist er wieder da.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:43 @sauber-f. sehr interessant. wieso sollte ttg es an den augen haben?

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:05 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:43 Gebenedeite Rahab, ich habe nichts gelöscht. Ich habe noch nie den „Kommentar melden Button“ gedrückt. Ich bin für Meinungsfreiheit. Ob Dein thinktank was an den Augen hat weiss ich nicht.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:09 nun, ich schon, und du weißt auch sehr gut, wo und warum.
oder soll ich deinem gedächtnis auf die sprünge helfen? im übrigen war die rede von deinem cosmos-teil!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:47 Hier noch eine Diskussion zu Gesell, vor allem die Kommentare sind lesenwert   switzerland.indymedia.org/de/2003/12/16404.shtml

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:21 und hier noch etwas, das f. lieber liest als kritische nachfragen „friendly hat gesagt… ²Wer Menschenzucht emanzipatorisch nennt, egal zu welcher Zeit, desavouiert sich, da Gesells ”Lösung der Frauenfrage” mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist.“ Dass sehe ich genauso. Die „gute“ Frau „thinktankgirl“ der Freitagscommunity sieht das wohl anders.Für sie ist Menschenzucht emanzipatorisch. Das hab ich schon richtig verstanden, oder? Kopfschütteln reicht da nicht mehr aus! Liebe Grüße CM 21. Mai 2010 14:08 “ f. hat es nicht nötig, solch einer unterstellung zu widersprechen. obwohl es laut und deutlich in seinen blogs zu lesen steht.  aber dass f. unverbesserlich ist, das kann ja auch hier “ 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl 1. Was soll ich richtig stellen? Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten wie „Hochzucht….., emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich… Wenn Sie dies anders sehen ist das Ihre Sache. 2. Verstehe ich Sie richtig. Ihre Sätze „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“, würden Sie heute nicht mehr schreiben. Oder stehen Sie nach wie vor zu dieser Aussage?  3. Die Quelle zu Gesells Verteidigungsrede: Rolf Englert,Silvio Gesell in München 1919 Gauke Fachverlag für Sozialökonimie Seite 88-111 (angegeben in Dittfurths Buch) 4. Ich empfehle Ihnen dringendst das Buch von Jutta Dittfurth, Entspannt in die Barberei – Esoterik (Öko-) Faschismus und Biozentrismus, zu lesen. Vor allem das Kapitel 4: „Der wahrhaft völkisch-gesinnte Mensch haßt den Klassengeist und möchte ein schönes Volksleben. Völkisches Empfinden dultet keine Zinsknechtschaft.“ Silvio Gesell die Freiwirtschaftslehre und Ihre Anhängerinnen Unter anderem geht es in dem Kapitel über Silvio Gesell um die Münchner Räterepublik und die Verteidigungsrede Gesells (längerer Auszug über knapp zwei Seiten der Rede) 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Ihre Positionen zu Gesell sind gewissermaßen ein Highlight in diesem Forum. Dafür danke ich Ihnen, da ich durch Sie viel gelernt habe, wenngleich ich politisch soweit von Ihnen (und Uwe Theel, der offenbar dieselbe Meinung hat) entfernt bin, dass es mathematisch kaum ausdrückbar ist.“ noch mal nachgelesen werden. ich nenne das, was f. da praktiziert, unter anderem funktionalen analphabetismus.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:26 @rahab ich nenne das, was f. da praktiziert, unter anderem funktionalen analphabetismus. Ich glaub es ist was Schlimmeres!

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:45 na ja, ttg, ich schrieb ja: unter anderem. aber was ist von einem befürworter der ‚avoda iwrit‘ mitsamt ihren bis heute andauernden folgen schon anderes zu erwarten?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 15:55 Ich schrieb zwar – „Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 08:58 Na, dann Züchten Sie mal die Zuchtwahl der blanken Etymologie ohne Sprach-, Theorie- und Gesellschaftskritik weiter. Ich werde die Diskussion nun wegen Geht-ja-gar-nicht-mehr! verlassen. Gute Nacht (heute morgen metaphorisch + etymologisch)“ – möchte mich aber doch noch einmal in eine Diskussion einschalten, die genau die Diskutanten hier wortreich verhindern. Uwe Theel hat in seinem Links-Blog die Fehllektüre meines oben zitierten Ausstiegsstatements hier abgegeben, indem er dort meinte, ich verabschiede mich völlig aus jeder Blog-Diskussion, und dieses mag als die unkontrollierte und/oder bewußte Fehllektüre stehen, die hier im Blog allgegenwärtig ist.
Den Vorwurf, der Beiträger habe Kommentare zu seinem Beitrag gelöscht, ist hanebüchen, weil das ja gar nicht geht, er kann das gar nicht, weil es nicht in seinem Machtbereich steht. Das kann nur der Freitag. Insofern deutet dieser Vorwurf thinktankgirls schon ins Irreale. Auch Ihre Aussage auf meine Replik mit ironisiertem Wissenschaftsausschluß deutete sie völlig falsch und auf eine gar nicht gemeinte Person. Wenn man so liest, ist auch nichts mehr korrigierbar oder richtigzustellen. Insofern sind hier auch die ganzen Punkte von rahab Makulatur, auch wenn sie das schöne Buch von Jutta Ditfurth empfiehlt. Verstehen müßte man das nämlich auch können. Es gibt nämlich viele Gestalten der Weltgeschichte, die sich mit schöner Kunst und nützlicher Wissenschaft als Protz umgaben, aber deren Inhalte gar nicht verstanden haben. Kleineren Gestalten der Geschichte, auch Bloggerinnen, passiert das sichtbar auch. So, und nun zum zweiten Male: Tschüß hier! Auf bald woanders!

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:06 owhe de.be!lesen lesen richtig lesen.f.hatte in seinem cosmos-blog gelöscht. da kann er und Rahab hat nicht Ditfurth empfohlen, sondern einfach nur f.’s post von 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl im hiesigen blog in gänze kopiert und in “ “ eingesetzt.um zu erhalten, wie f. etwas, was so wie er behauptet nicht zu lesen stand, verstärkt. und forist_innen herabsetzt. vielleicht brille putzen?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 16:34 Mit Wohlwollen lesende Blogger lesen sofort „nochmals empfiehlt“, weil wir hier nicht im Examen sitzen, sondern miteinander diskutieren in schon bekannten Meinungskontexten. Aber so streng und züchtig ist wohl „Eure Welt“ (fildelche).
Und Tschüss, endgültig, liebe ra.ha.be!

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:20 Liebe gebenedeite Rahab,wenn Du Deinem thinktank helfen willst, musst Du mal mit Ihr über Ihren folgenden Satz sprechen:„Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“Am besten geheim. Nur ihr zwei. Am segensreichsten per PN. Und sag ihr dann, dass Du Gesells Theorien nicht emanzipatorisch siehst. Dir „glaubt“ sie es.Viele liebe Grüße in Eure Welt  fidelche

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:32 f!  kannst du vielleicht mal damit aufhören, mich in aller öffentlichkeit anzubeten! ich denke, wir waren uns darin einig, dass meine göttin-lichkeit vorerst noch unser gemeinsames süsses kleines geheimnis bleiben soll. und nun verrätst du alles! also: @all fidelches göttin heißt Rahab.
er verehrt sie morgens, mittags, abends, nachts, kennt nicht rast noch ruh und opfert ihr nach jedem nächtlichen erguß zwei turteltäubchen. dabei sag ich ihm dauern, dass ich wachteln viel lieber mag!

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 16:40 Meine Göttin heißt Ra.be. Den Beruf verrate ich nicht. Er steht ja schon ohne Geheimnis da. Oh, ha.be ich schon wieder mein Tschüss-Versprechen säkularitisiert? Es erwartet die Gerichtsverhandlung in ferner Welt: de.be

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:39 @Rahab Das Geheimnis hast Du nun preisgegeben! Das mit den Wachteln hab ich nicht mitbekommen. So wie Du die Turteltauben jedes Mal hinuntergeschlungen hast, dachte ich, Du freust Dich darüber.jetzt klär das aber schnell mit Deinem thinktank ab.Bussi fidelche

@all
Während sich Rahab mit seinem thinktank unterhält, möchte ich nochmal was „konkretes“ beitragen. Stefan Frank hat offenbar meinen Fußballblog und den Proudhon Blog gelesen. In der neuesten Konkret (6/2010) schreibt er auf Seite 12 – Public Enemy – Sind internationale Währungsspekulanten Schuld an der Finanz- und Euro-Krise und also „unsere Gegner“ (Merkel)?Er stellt in seinem Text sehr viele interessante Fragen: Was ist mit jemandem, der vergangenen Jahres darauf gewettet hat, dass der FC St. Pauli in die erste Bundesliga aufsteigt? Wenn reich werden so einfach ist, warum machen es dann nicht alle? Gibt es solche Milliardäre nur in Texas oder auch im Ruhrgebiet? Welche Werte soll der Spekulant den eigentlich „vernichtet“ haben? Er schreibt dann:“ Die Spekulanten wetten gegen andere Spekulanten.“ …Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:09„…Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren…“ Wieso? Bist du auf seinem Blog als Kommentator ausgesperrt?

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:24 @ luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:09 Ich nicht luggi, Du vielleicht schon. Ich hätte gerne hier mit ihm diskutiert. Bei einer Diskussion hier in der FC über regressive Kapitalismuskritik von Proudhon über Gesell bis zur aktuellen Politik, mit einem Rainer Kühn, wäre der aufklärerische Charakter noch höher gewesen. Für mich wäre es zudem nicht so anstrengend.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:31 na, denn kann er ja zu deinem Blog gehen und er wird niemals von rahab gestört
Es steht ja auch der gleiche Text in deinem Blog und Uwe Theel könnt ihr auch einladen. Kannst auch periodisch Links setzen und Interessierte können dich dann dort besuchen und diskutieren; endlos; ohne Mahnungen.

Magda schrieb am 27.05.2010 um 17:33 „Sind internationale Währungsspekulanten Schuld an der Finanz- und Euro-Krise und also „unsere Gegner“ (Merkel)? Er stellt in seinem Text sehr viele interessante Fragen: Was ist mit jemandem, der vergangenen Jahres darauf gewettet hat, dass der FC St. Pauli in die erste Bundesliga aufsteigt? Wenn reich werden so einfach ist, warum machen es dann nicht alle? Gibt es solche Milliardäre nur in Texas oder auch im Ruhrgebiet? Welche Werte soll der Spekulant den eigentlich „vernichtet“ haben? Er schreibt dann:“ Die Spekulanten wetten gegen andere Spekulanten.“ …Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.“ Er stellt humoristische Fragen. Und weiß selbst sicher die Antwort, nur Du weißt sie nicht. Solange die Verluste, die durch Fehlspekulationen bei den Banken entstehen, durch öffentliches, reales Geld ausgeglichen werden, stimmt eben genau diese Aussage nicht. Und solange Finanzmärkte und Banken zu genau diesem öffentlichen Ausgleich ihrer Verluste erpressen können, weil sie mit Kreditbremse drohen können, so lange bestehen die von diesem Frank nicht erkannten Gefahren. „Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.“ – solche Sätze passen genau in das Bild das ich von Dir – oder von Euch – habe.

Uwe Theel schrieb am 27.05.2010 um 22:25 @ luggi am 27.05.2010 um 17:31Lieber luggi,danke für Deinen Vermittlungsbemühungen um einen EEinladung bei F. Ich gehe aber, wenn überhaupt nur zu Einladungen, die a priori vom Einladenden selbst ausgesprochen werden und dann auch nur, wenn es eine gewisse Verbundenheit gibt oder geben könnte, es intellektuell anregend wäre und sonst einfach Spaß machte. Da RK mich seit Wochen und Monaten ungefragt gegen jedes Gesetz und mit Namensnennung in seinen Blogs schon zitiert (damit übrigens auch Rechte des Freitag verletzt) , er hält dies wohl für einen Art Dokumentation, F. dasselbe in obskurer Sammelwut auf seinem PC tut, glaube ich nicht, dass ich da noch groß was dazufügen müsste

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 wozu soll ich noch mit ttg abklären, dass f. turteltauben nicht von wachteln unterscheiden kann? du hast es eingeräumt.tja. auch da: nicht richtig gelesen, nicht richtig zugehört.wohl von nem kuehnen reiner geträumt?dabei, du weißt doch, dass beieinanderliegen von männlichen in form von löffelchen…. nur in meinem beisein!

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien. Im Vorgängerblog hat sie geschrieben: „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“. Mit Gesells Begrifflichkeiten wie, „Zuchtwahlrecht“, „Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigen Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben“ , hat sie offensichtlich keine Probleme. Sie schreibt: „Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.“ Außerdem zweifelt sie den Inhalt Gesells Verteidigungsrede in München an. Auszug a. Gesells Rede: .. „Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft.“ Bitte Rahab, unternimm was. Danke fidelche

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:22 schau mal hier: derFreitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen.Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 17:33 Ich sehe aber keine Unterstellung, sondern eine eindeutig nachvollziehbare Interpretation von thinktankgirls Einlassungen. Muss ich hier mal sagen.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:44 nun, ttg sieht das anders. und ich sehe es auch anders. ttg verweist auf das, was sie geschrieben hat – in einem zusammenhang, der leider nicht mehr in gänze nachvollziehbar ist, weil der thread etwas ‚bereinigt‘ wurde. und sie verweist darauf, dass sie den hintergrung einer der ideen gesells erklärt hat. eine interpretation, wie f. sie vornimmt – und du nun auch – hat sie nicht geschrieben. die wird in das, was sie schrieb, nicht heraus- sondern hineingelesen. das ist, milde gesagt, unredlich. aber so, wie f. sich hier insgesamt zu denen, welche seine und zwar ganz genau nur seine auffassung nicht teilen, äußert, stellt dieses hineinlesen einen politischen ruf-mord dar. und da hätte mensch hier gern eine bitte um entschuldigung oder dergleichen gelesen.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:47 der ‚hintergrung‘ war als ‚hintergrund‘ gemeint.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 21:43 Fidelche, ich habe langsam die Schnauze voll, von deinen Diffamierungsaktionen. Ich würde das inzwischen als gezielte Hetze bezeichnen!Und hier ist fidelche schon wieder: fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien. Hier schon wieder eine unwahre Behauptung. Ich verlange, daß sie sofort korrigiert wird!

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:05 @ ttg achtermann hat doch irgendwo geschrieben, worum es geht, im Kern. Es geht gegen Grüne und Sozialdemokraten. Dass die Linke auch noch Fett wegkriegt, ist nicht ganz deutlich ersichtbar. Deswegen wird ein „Popanz“ mit Theorien aufgeführt, die kaum jemand kennt und die demjenigen untergeschoben werden. Ist aber nicht verwunderlich für radikale Ökolinxe Positionen. Diese Typen fordern in Diskussionen von dir immer Argumente, bringen aber selbst nichts außer irgendwelcher Kritik.
Am besten, Ignoranz.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 22:24 @luggi Meiner Meinung nach werden hier Methoden der Hetze angewandt gegenüber Theorien und Personen, statt sich wirklich mit der Freigeld/Freiland-Theorien auseinanderzusetzen, die ich selber auch nicht kenne. Aber die Methode verrät den Charakter des Anklägers.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:29 Wer unmißverständlich schreibt, muß mit unmißverständlichen Reaktionen rechnen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:32 „Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:44
nun, ttg sieht das anders. und ich sehe es auch anders. ttg verweist auf das, was sie geschrieben hat – in einem zusammenhang, der leider nicht mehr in gänze nachvollziehbar ist, weil der thread etwas ‚bereinigt‘ wurde.“ Dann soll sich thinktank doch bei der Redaktion bedanken; oder dort eine Entschuldigung einholen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:36 Dazu paßt: „Uwe Theel schrieb am 27.05.2010 um 22:25
@ luggi am 27.05.2010 um 17:31 Lieber luggi, danke“ … wo beschrieben wird, wie genau dieser Löschungspraxis entgegengewirkt wird: durch Tranfers in sichere Gefilde, zu welchen späteren Zwecken auch immer.    Das ist doch alles irre! Wo sind wir hier denn!!!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 22:47 @Damian Bold Wer unmißverständlich schreibt, muß mit unmißverständlichen Reaktionen rechnen.Ja, ich habe unmißverständlich am 25.05.2010 um 21:02 nicht von „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch geschrieben und wer mir das unterstellt muß mir unmißverständlichen Reaktionen rechnen.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 23:00 @ Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:36     kannst du das mal etwas spezifizieren, weil, die Deutungsmöglichkeiten sind vielfältig

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:06 Ohne noch mal nachzuschauen – wie gesagt, wir sind hier nicht in der Uni -: Sie haben diesen Satz mit emanzipatorisch – reaktionär/früher – heute geschrieben und Passagen Gesells zitiert und verteidigt, die im Diskussionskontext nicht zu verteidigen sind, es sei denn, man will sich damit außerhalb dieser Diskussion positionieren. Für mich haben Sie das mit Ihren Einlassungen getan. Vielleicht aber wollten Sie auch nur gegen Fidelche sein, und die politischen Mittel waren gerade egal. Was weiß ich!

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:40 @ rahab Was genau ist ein als ‚hintergrund‘ gemeinter ‚hintergrung‘?

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:42 Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:06  Ohne noch mal nachzuschauen – wie gesagt, wir sind hier nicht in der Uni -: Sie haben diesen Satz mit emanzipatorisch – reaktionär/früher – heute geschrieben und Passagen Gesells zitiert und verteidigt, die im Diskussionskontext nicht zu verteidigen sind, es sei denn, man will sich damit außerhalb dieser Diskussion positionieren. Für mich haben Sie das mit Ihren Einlassungen getan. Vielleicht aber wollten Sie auch nur gegen Fidelche sein, und die politischen Mittel waren gerade egal. Was weiß ich! Häh?? Wir sind hier nicht an der Uni? Sollen wir uns hier auf dem Niveau einer RTL-Talkshow bewegen? Ich habe einen Uniabschluss und zufälligerweise in dem Gewässer, in dem wir hier rumschippern. Wenn Sie keine Ahnung von der Materie und von wissenschaftlichem Arbeiten haben, ist das kein Problem, aber pieseln sich mich bitte nicht an, wegen Analysen, die Sie nicht verstehen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:42 Etwa das nicht klar Sich-Zu-und-Eingestehenkönnen eines Schreibfehlers?

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:48 de.be  ein hintergrung ist das, was deine frage offenbart, nämlich ein mangel an hintergrund

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:58 Was haben Sie denn für einen Abschluss? Major der Innenpolitik oder Feldweblin der Panzerwaffe? Und wieviele Umdrehungen macht man dann so?

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:00 oh oh! wird nen abschuß gewünscht?

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:01 Ich sehe SIE eher auf dem Niveau von RTL II bis drei, und nehme obige Metaphern des Militärwesens mit dem vorzüglichen Ausdruck des Bedauerns zurück.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:02 Rahab, verpissen Sie sich mal. Ich rede hier mit einem ThonkTankGirl.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 00:12 Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:02  Rahab, verpissen Sie sich mal. Ich rede hier mit einem ThonkTankGirl   Die Charaktermaske fällt.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:17 nu mach dich ma nich so wichtig, de.be.du bist hier auch nur ein schmock unter vielen.außerdem muß ich sagen: bei schmocks, die so auf dem gesell’schen zuchtwahlrecht der frauen rumhacken, wandelt mich immer der verdacht an, dass sie außer pinke-pinke nix zu bieten haben. daher das geschrei!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:44 Jawoll, Herr Rabe!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 21:57 Ich verlange, daß sich Fidelche seine Unterstellungen vom 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken. endlich zurücknimmt!

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:10 also fidelche, öffentliche Buße … oder braucht’s einer Argumentationshilfe?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:24 Das ist doch verrückt.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:26 Oder muß Papa jetzt zum Kinde sagen: Kind nun endschuldige Dich mal beim anderen Kind. Das schreit so. Damit es aufhört zum Schreien.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:33 Wenn es hilft, gerne, dann muss Mama oder Papa eingreifen.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:36 lieber Damian, hab’s zu spät gesehen, also, dein „endschuldige Dich mal“; also wenn’s dann ein Ende haben täte.

Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.05.2010 um 22:39 …oder der liebe gott. sry, „die göttin“. Rahab schrieb am 27.05.2010 um 22:47 die redaktion tät reichen (trockenen tones zu lesen)

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:10 Kindergarten Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:17
wer?

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:30 @damian bold Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:26
Oder muß Papa jetzt zum Kinde sagen: Kind nun endschuldige Dich mal beim anderen Kind. Das schreit so. Damit es aufhört zum Schreien. Wieder ein Versuch Fidelches Verbreiten von Unwahrheiten zu beschönigen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:35 Wer nicht mehr zu seinen Äußerungen stehen will, soll das einfach sagen, nicht aber die bezichtigen, die nur wiederholend sagen, was einer gesagt hat.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:38 na klasse! noch so’n autoritärer charakter

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:59
@Damian Bold Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:35 Wer nicht mehr zu seinen Äußerungen stehen will, soll das einfach sagen, nicht aber die bezichtigen, die nur wiederholend sagen, was einer gesagt hat. Mein Original: thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 das ist ein Zitat aus Fidelsches Text:Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“

Meine Erwiderung darauf:Fidelche mischt Aussagen, die im Originaltext in einem anderen Kontext und rund 10-12 Seiten entfernt stehen:Fidelsches OriginaltextDie Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. =Meine Antwort:Erscheint als Punkt 6 einer Aufzählung, in der u.a. alle Menschen, egal welcher Rasse und Religion, als gleichberechtigt betrachtet werden.Meine Quelleia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio- DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf S. 50/51

2.1. Der Sinn des Wortes Freiland1. Der Wettstreit unter den Menschen kann nur dann auf gerechter Grundlage ausgefochten werden und zu seinem hohen Ziele führen, wenn alle Vorrechte auf den Boden,private wie staatliche, aufgehoben werden.2. Der Erde, der Erdkugel gegenüber sollen alle Menschen gleichberechtigt sein, und unter Menschen verstehen wir ausnahmslos alle Menschen – ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Bildung und körperlichen Verfassung. Jeder soll dorthin ziehen können, wohin ihn sein Wille, sein Herz oder seine Gesundheit treibt. Und dort soll er den Altangesessenengegenüber die gleichen Rechte auf den Boden haben. Kein Einzelmensch,
kein Staat, keine Gesellschaft soll das geringste Vorrecht haben. Wir alle sind Altangesessenedieser Erde.3. Der Begriff Freiland läßt keinerlei Einschränkung zu. Er gilt unbeschränkt. Darumgibt es der Erde gegenüber auch keine Völkerrechte, keine Hoheitsrechte und Selbstbestimmungsrechteder Staaten. Das Hoheitsrecht über den Erdball steht dem Menschen,nicht den Völkern zu. Aus diesem Grunde hat auch kein Volk das Recht, Grenzen zuerrichten und Zölle zu erheben. Auf der Erde, die wir uns im Sinne von Freiland nur alsKugel vorstellen können, gibt es keine Waren-Ein- und Ausfuhr. Freiland bedeutet darumauch Freihandel, Weltfreihandel, die spurlose Versenkung aller Zollgrenzen. Die Landesgrenzensollen nur einfache Verwaltungsgrenzen sein, etwa wie die Grenzen zwischen deneinzelnen Kantonen der Schweiz.4. Es folgt aus dieser Freiland-Erklärung auch ohne weiteres, daß die Ausdrücke“englische Kohle, deutsches Kali, amerikanisches Petroleum“ usw. nur die Herkunft dieserErzeugnisse bezeichnen sollen. Es gibt keine englische Kohle und kein deutsches Kali.Denn jeder Mensch, gleichgültig welchem Staate er angehört, hat das gleiche Recht aufdie „englische Kohle“, das „amerikanische Erdöl“ und das „deutsche Kali“.Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung515. Die Übergabe des Bodens an die Bebauer erfolgt auf dem Wege der öffentlichenPachtversteigerung, an der sich jeder Mensch beteiligen kann, und zwar ausnahmslos jederBewohner der Erdkugel.6. Das Pachtgeld fließt in die Staatskasse und wird restlos in Monatsbeträgen unter dieMütter nach der Zahl der Kinder verteilt. Keine Mutter, einerlei woher sie kommt, kannvon diesen Bezügen ausgeschlossen werden.
7. Die Einteilung des Bodens richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Bebauer. Alsokleine Ackerteile für kleine Familien und große Ackerteile für große Familien. Auch großeLandstrecken für Genossenschaften, für kommunistische, anarchistische, sozialdemokratischeKolonien, für kirchliche Gemeinden.8. Die Völker, Staaten, Rassen, Sprachgemeinschaften, religiösen Verbände, wirtschaftlichenKörperschaften, die auch nur im geringsten den Freilandbegriff einzuengensuchen, werden geächtet, in Bann getan, und für vogelfrei erklärt.9. Die Ablösung der heutigen Privatbodenrente erfolgt auf dem Wege der vollen Entschädigungdurch Ausgabe einer entsprechenden Summe von Staatsschuldscheinen.

Fidelscher Orginaltext Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.  Meine AntwortDieser Teil wird erst 12 Seiten später in einem anderen Zusammenhang behandelt:Meine QuelleS.64/65Man braucht sich also nur in dieLage einer schwangeren Proletarierin zu versetzen, die von der ganzen Natur ringsumnichts hat, wo sie ihr Kind hinlegen kann, um zu erkennen, daß, wenn es schon einmal in der jetzigen Volkswirtschaft nicht ohne Abgrenzungen und Grundrenten geht – dieseGrundrente dann unverküzt den Müttern zusteht:Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würdenetwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. –  Meine Schlussfolgerung  Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.  Das waren meine Äußerungen, Damian Bold, ich hoffe es ist für Sie erkenntlich, daß ich nirgends  – „Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ – „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet habe, wie es Fidelche behauptet.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:45 Wo kommt eigentlich das ‚thinktank‘ im Namen her? Aus der Uni-versitäterä???

Leif Miles schrieb am 28.05.2010 um 00:00 Leute, das sind jetzt über 200 Einträge! Ab einer bestimmten Anzahl von Kommentaren ist alles schon gesagt worden, wiederholt worden, zerredet worden, gewollt/ungewollt missverstanden worden… Ab einer bestimmten Anzahl von Kommentaren ist Streit die natürliche Folge…
Angesichts dessen wäre eine Begrenzung/Selbstbegrenzung der Kommentare nicht sinnvoll?

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:06Hier schon, und schon lange. Ein guter Einwurf am Schluss.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:49 deimi!viel spaß noch – ich geh jetzt mal Narkiss!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:53 Und komm bloß nicht wieder.

weinsztein schrieb am 28.05.2010 um 02:52 @fidelche Mein Dank (weiter oben) an Sie war vorschnell, er sei hiermit zurück gezogen. Vor allem die Verallgemeinerungen, für die ich mich vor der Freitag Community entschuldige. Ihr blog zu Bayern München gefiel mir, manche Reaktionen auf den obigen blog hatten mich gestört. Aber:Nun bestätigen Sie meine früheren Einschätzungen zu Ihrer Bloggerei, als ich Sie noch für einen kämpferischen Gymnasiasten hielt, der sich seine Provokatiönchen ergoogelt, um Linke zu necken oder gar vorzuführen. Irgendwie eklektizistisch und rührend.Ihre Reaktionen auf Diskutanten hier widern mich an. Sie diffamieren und zitieren verfälschend. Wie erbärmlich!Den Krieg, den Sie hier führen wollen, werden Sie verlieren wie andere Feldherren, die hier quasi göllernd auftrumpfen wollten. Liebe Grüße an thinktankgirl, an Rahab, goedzak … weinsztein

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 09:24 Ich verlange, daß sich Fidelche seine Unterstellungen vom 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02  Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.  sowie seine neueste vom 27.05.2010 um 17:10

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien..  sofort zurücknimmt und hier öffentlich erklärt, daß diese Aussagen von mir nicht gemacht wurden!

fidelche schrieb am 28.05.2010 um 10:03 @thinktankgirl   Wir sind uns also einig, Begrifflichkeiten wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ entlarven Silvio Gesells Theorien als sozialdarwinistisch, rassistisch und können mit Rassenhygiene (Eugenik) in Verbindung gebracht werden.
Ich gehe davon aus dass Du viele Deiner Aussagen nicht mehr wiederholen würdest, wie beispielsweise die vom 18.05.2010 um 09:09 : „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Wenn das alles zutrifft, verspreche ich, Dich in diesem Blog nicht mehr mit Silvio Gesells Theorien in Verbindung zu bringen.Ich fahre heute Nacht in die Toscana, habe kaum mehr die Zeit näher auf alle Kommentare einzugehen. Ich werde aber bei einem Glas Wein auch an Dich denken.PS: Dein Angebot des „Du“ vom 27.05.2010 um 21:43 hab ich schon richtig verstanden, oder?   Gruß fidelche

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 10:28ich finde, es reicht!das obige von f. vom 28.05.2010 um 10:03 bewegt sich nicht mal mehr im rahmen dessen, was gemeinhin die kunst der gegendarstellung genannt wird – sondern ist die fortsetzung einer im zusammenhang der fc üblen diffamierung. nunmehr auch nicht mehr aus versehen sondern mit absicht. also wider besseres wissen. also ausdrücklich wollend, dass ttg bei allen, welche hier mal reinlesen, als die im gedächtnis bleibt, welche gesell für einen auch heute noch nachahmenswerten protagonisten von frauen=menschen-schlechthin-befreiung hält.das ist infam! denn alle beteiligten – bis auf f. und dessen claqueure – wissen, dass sie dies nicht geschrieben hat und auch noch nie sozialdarwinistische, letztlich andere menschen eliminierende, thesen oder praktiken verteidigt hat. ganz im gegenteil.ich erwarte nun von der redaktion, dass sie sich dazu verhält – und zwar nicht mehr verhalten zurückhaltend! – dass f. auch ihr auf der nase rumtanzt.konkret: ich erwarte von der redaktion, dass sie sich in einem solchen fall von übler nachrede und rufmord schützend vor die (den) betroffene(n) stellt. sichtbar. nachlesbar. fühlbar für den übel-nachreder und rufmörder!und an f: was du hier veranstaltest, hat mit aufklärung nicht das geringste mehr zu tun – aber alles mit dressur und unterwerfung bis hin zu liquidation. mir scheint, du hast von unter anderem gesell und den anderen von dir so gern inkriminierten autoren mehr übernommen als dir bewußt ist und lieb sein kann! um es noch deutlicher zu sagen: du betreibst das, was manche euphemistisch sozialdarwinismus nennen. du betreibst „Selektion“! in meinen augen trittst du hier in der fc als ein dr.mengele und ein eichmann auf. widerwärtig.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 10:47@rahab  Rahab schrieb am 28.05.2010 um 10:28 ich finde, es reicht!das obige von f. vom 28.05.2010 um 10:03 bewegt sich nicht mal mehr im rahmen dessen, was gemeinhin die kunst der gegendarstellung genannt wird – sondern ist die fortsetzung einer im zusammenhang der fc üblen diffamierung. nunmehr auch nicht mehr aus versehen sondern mit absicht. also wider besseres wissen. also ausdrücklich wollend, dass ttg bei allen, welche hier mal reinlesen, als die im gedächtnis bleibt, welche gesell für einen auch heute noch nachahmenswerten protagonisten von frauen=menschen-schlechthin-befreiung hält. Ich bin soweit, rechtliche Schritte einzuleiten.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 11:27 von der redaktion erwarte ich im übrigen, dass sie ttg den vorgänger-blog/thread fidelches komplett übermittelt. auf dass sie den nachweis führen kann, dass und wie f. postings verdreht, aus dem zusammenhang reißt und womöglich sogar auch verfälscht!

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 11:49 @rahab Ich glaube kaum, daß die Redaktion den Vorgängerthread irgendwo vollständig abgespeichert hat, der wurde sicherlich entsorgt.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 11:55 frag an!

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 12:12 hier ist übrigens das, was du geschrieben hattest:thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:40
@ navetta Sehe ich genauso! Außerdem muß man die monierten Früh-/Spät-/Sonstige-Sozialisten auch in ihrem kulturellen Kontext lesen. Was heute als reaktionär o.ä. gilt, war damals der letzte Schrei und absolut modern. Wenn die „Linke“ sich nur noch durch Haarspaltereien auszeichnet, und nicht durch (gelebte) Alternativen, dann sind wir wirklich beschissen dran. Außerdem halte ich Blogs in Fidelchescher Manier für völlig kontraproduktiv. —den rest, soweit ich ihn ‚retten‘ konnte, schick ich dir!
selbst aus diesem rest wird ersichtlich, dass f. eigentlich gegen columbus anwettert, auf den du mit kurzen anmerkungen bezug genommen hast.aber…. gegen columbus? uiuiuijuijui! da muß man gaaanz mächtig viel schreiben, denn der schreibt immer gaaaanz mächtig viel zurück.so gesehen ist das hier auch noch ein lehrstück über mangelnde traute, vulgo: feigheit.

Phineas Freek schrieb am 28.05.2010 um 14:46 …gibt es überhaupt irgendwo eine Begründung für das Versenken ganzer Kommentarstränge seitens der Betreiber hier? – oder ist das mittlerweile hier gängige Praxis?…

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 17:54 @phineas     Ich glaube, für die Redaktion ist das Versenken die sauberste Art, beleidigendes Material aus der Welt zu schaffen.Problematisch ist daran, daß kollateral auch friedliche, aufklärende Posts, die sich in der Nähe des Beleidigers befinden, verschwinden.Und noch problematischer finde ich, daß „Beweismaterial“ verschwindet, da durch die Löschung der beleidigende Nutzer, wieder eine weiße Weste bekommt.Es bräuchte eine Giftkammer, wo das Zeugs sichergestellt wird.

Phineas Freek schrieb am 28.05.2010 um 20:06 Danke Dir für die Antwort.Leider ist durch dieses unbegründete Wegputzen von Beiträgen eben auch nicht mehr nachvollziehbar, welches Statement nun als „beleidigend“ oder „auf Versehen“ kassiert wurde.Da auch Kommentare von mir dabei waren, hats mich halt „nachdenklich“ gemacht.Ist ja kein Beinbruch.PS Diese auf „links“ getrimmten neokonservativen Seilschaften sind schlicht auf Provokation angelegt – das sollte man schon wissen, wenn man sich auf sowas einläßt – ob die sich nun „israelsolidarische Antifaschisten“, „Kritiker des linken Antisemitismus“ oder „Antideutsche“ nennen.Von einem ex-linken Randphänomen sind sie inzwischen zu einem ultra-rechten Machtfaktor geworden, der in breiter Front gegen Linke vorgeht.In der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben sie ein festes und einflussreiches Standbein. Sie verfügen über erhebliche Finanzmittel. Ein fraktionsübergreifendes Netzwerk von Bundestagsabgeordneten (Linke, SPD und Grüne) setzt sich für Kriegseinsätze der Bundeswehr im „Krieg gegen den Terror“, gegen „Antiamerikanismus“ ein und für bedingungslose Solidarität mit der Netanjahu-Regierung.
Militant gehen sie gegen linke Internationalisten vor, selbstverständlich auch gegen die israelische Linke, die es wagen, die ultra-rechte israelische Regierung zu kritisieren. Kritik am Kapitalismus ist für sie „struktureller Antisemitismus“. Bei sozialen Protesten und Kämpfen sprechen sie vom „rot-braunen Mob, den man mit allen Mitteln zu bekämpfen müsse“. Jede Form des Pazifismus sei Kumpanei mit einer „antisemitischen Internationale die von Ahmadinedschad bis Chavez reicht““Dieses Verständnis des Kapitalismus ist verkürzt und damit strukturell antisemitisch“ so oder ähnlich klingt es dann immer, wenn Kritiker der kapitalistischen Ordnung die Profiteure dieser Ordnung beim Namen nennen.Kapitalismus, heißt es dagegen aus der Szene, sei ein „abstraktes System“, in dem es Kapitalisten gar nicht gebe. Wer das trotzdem behaupte, personifiziere das „apersonale“ System – wer von Kapitalisten rede, meine eigentlich „die Juden.“ Antikapitalismus und Antiimperialismus werden so als „antisemitisch“ diskreditiert usw…Dies ist eine Spielart neokonservativer und antikommunistischer Herrschaftsideologie, die der „Barbarei“ sozialistischer Politikmodelle die „Freiheit der Märkte“ gegenüber stellt.Das ist Klassenkampf von oben.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 22:15 @phineas    Kann deiner Analyse nur zustimmen.  Allein der Ausdruck „struktureller Antisemitismus“ ist für mich Humbug.   Antisemitisch heißt Diskreditierung + Diffamierung einer Gruppe Menschen, die aus Juden besteht. Punkt. Alles andere sind Konstruktionen, die an den Haaren herbei gezogen sind und einer logischen Analyse nicht standhalten können:  Aussage a)Kapitalismus und/oder Zinswirtschaft wird kritisiert, ohne damit eine bestimmte Gruppe Menschen in Verbindung zu bringen.  Aussage b) die Nazis haben die Juden als Kapitalisten und Zinswucherer verunglimpft  a) und b) sind zwei einzeln stehende Aussagen, die keinen gemeinsamen Verbindungspunkt haben, somit kann die Kritik am Kapitalismus nicht automatisch „strukturell antisemitisch“ sein.  Stünde hingegen in Aussage a):  Die Kapitalisten und die Zinswucherer sind Juden, dann könnte direkt der Bogen zur Aussage b) geschlagen, und Aussage a) als antisemitisch eingestuft werden.  Es geht hier wirklich um neokonservative Herrschaftsideologie, die jegliche Kritik mit dem Argument Antisemitismus und Nazi-Ideologie ersticken will.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 10:40 @ fidelche Ich verlange, daß Sie mit der Lügenkampagne gegen mich aufhören und Ihre Beiträge zurücknehmen, in denen Sie mir in diffamatorischer Absicht Aussagen unterstellen, die von mir nie gemacht wurden:  fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10
@Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47    Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien.. 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

B.V. schrieb am 28.05.2010 um 11:20 Diese „Analyse“ hätte auch von Karl Eduard von Schnitzler (Der schwarze Kanal) stammen können, ein reines Propagandamachwerk aus genehmen Versatzstücken dekonstruiert und zu einer „Wahrheit“ zusammengesetzt, die die Angelegenheit in ein Licht rückt, wie man es gerne haben möchte.

Erdlingsdings schrieb am 28.05.2010 um 19:56 Grüße, Eine Handvoll Beiträge zum Thema und ein Ozeandampfer voller Beleidigungen und gegenseitiger Diffamierung…echt cool.. Da kann ich auch bei mir in Neukölln am Kiosk Bier trinken und dem Gequassel der Hardcorealkis zuhören…^^ Na ja..irgendwie hat ja beides nen gewissen (skurrilen bis morbiden) Unterhaltungswert.

hinrich brave schrieb am 29.05.2010 um 00:31 ich denke, „unterhaltungswert“ hat das nicht mehr. spätestens seit den wiederholenden drohungen von thinktankgirl und allerspätestens seit dem unfassbaren vergleich von Rahab am 28.05.2010 um 10:28 sind hier die reste von diskussion am boden. und was insbesondere rahab sich geleistet hat, ist eine verhöhnung der ns-ermordeten und ein vorwurf gegen fidelche, für den gar keine worte da sind. beleidigung, diffamierung, ideologiekeulen gegen den beiträger, auf einem doch eher linken diskussionsforum. und das. nicht moderiert. unfassbar.

Leif Miles schrieb am 29.05.2010 um 00:42 @hinrich brave    Es wird nicht zum ersten Mal festgestellt, dass einige Blogger/Innen gleicher sind als die anderen…

Leif Miles schrieb am 29.05.2010 um 00:49 Vielleicht hängt es auch nicht mit dem Wort „gleicher“ zusammen, sondern mit dem Wort „irgendwie“: einige sind links und andere irgendwie links..

Rahab schrieb am 29.05.2010 um 01:05 braver hinrich     nein, unterhaltungswert hat das wirklich nicht mehr.   denn so unfassbar ist mein vergleich nicht, dass f. an einer rampe sortiert… ich bin, so ganz nebenbei persönlich betroffen. so heißt das doch heutzutage.

Erdlingsdings schrieb am 29.05.2010 um 01:57 Hmm, ich finde ja beide Fraktionen sollten sich mal etwas zurücknehmen und darüber nachdenken worin die Motivation besteht hier was posten. Im Eifer des Gefechts werden so manche Dinge gesagt die einem hinterher Leid tun (geht mir jedenfalls so). Ich kenn weder die einen noch die anderen, da ich hier neu bin, aber mein unerschütterlicher Glaube an den Menschen sagt mir das weder fidelche ernsthaft glaubt das thinktankgirl faschistische Positionen bezieht, noch Rahab in fidelche einen neuen Mengele erblickt.
Friede sei mit euch^^

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 11:58 hinrich brave schrieb am 29.05.2010 um 00:31   ich denke, „unterhaltungswert“ hat das nicht mehr. spätestens seit den wiederholenden drohungen von thinktankgirl   Ich verbitte mir, daß Sie meine Forderung nach Zurücknahme von Unterstellungen durch Fidelche als Drohungen bezeichnen.   Auch die Freitags-Redaktion hat Fidelche aufgefordet meiner Bitte nachzukommen.   Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56   Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 12:13 das obige ist an   @ hinrich brave gerichtet.

hinrich brave schrieb am 30.05.2010 um 01:31 rahabs „rampe“ um ein uhr fünf bringt den antisemitismus der katzen hier nochmals auf den unfaßlichen punkt. statt einhalten und bedenken bedenkenloses weitermachen in steigerung.  nein danke. hier verabschiede ich mich, – in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.

thinktankgirl schrieb am 30.05.2010 um 07:44 @hinrich brave    in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.Gut, daß jetzt klar ist, daß du hier gezielte Unterstellungen und freie erfundene Zusammenhänge von fidelche unterstützt.Hoch lebe die Lüge als politisches Kampfinstrument!

thinktankgirl schrieb am 30.05.2010 um 07:58 @hinrich brave     in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.Gut, daß jetzt klar ist, daß du hier gezielte Unterstellungen und frei erfundene Zusammenhänge von fidelche unterstützt.Hoch lebe die Unwahrheit als politisches Kampfinstrument!Aber wenn du von Antisemitismus sprichst, dann denke daran, daß dieser Begriff u.a. die Verbreitung von diffamierenden Unwahrheiten über Juden enthält. Und vielleicht fällt Dir dann auf, was du tust, wenn du dich mit Fidelches Unterstellungen gegenüber mir solidarisierst.

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 12:09 Ich warte immer noch darauf, daß fidelche die Beiträge zurücknimmt, in denen er mir in diffamatorischer Absicht Aussagen unterstellt, die von mir nie gemacht wurden: Es geht vor allem um folgende 2 Posts: fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.Das zweite Post hat er noch nachgelegt, obwohl er von der Redaktion am 27.05.2010 um 16:56 gebeten worden, ist meine Bitte nach Richtigstellung des oben zitierten Posts nachzukommen: fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien..Ich bitte die Redaktion, fidelche nochmals zu einer Richtigstellung aufzufordern!

dame.von.welt schrieb am 29.05.2010 um 12:34 Dem schließe ich mich an.Ich finde es ungeheuerlich, zu welchen Mitteln das fidelche mit unschöner Regelmäßigkeit greift und wie wenig die Redaktion offenbar ihre Regeln durchsetzen möchte.Vor lauter ‚irgendwie links‘ ist hier ja scheinbar alles an übler Nachrede erlaubt, solange es von ‚hinreichend links‘ kommt, von der ‚Betonfeministin‘ bis s.o. – das macht wirklich eine ausgesprochen angenehme Gesprächsatmosphäre. *kopfschüttel*

fidelche schrieb am 29.05.2010 um 21:28 Trinke gerade, hier in der Toscana mit meiner Familie, ein Glas Rotwein auf Rainer Kühn und die Aufrechten in der FC. Lese die letzten Kommentare in diesem Blog. Dazu einige Anmerkungen: 1. Mit Verlaub, ich verweise auf die Feinheiten der deutschen Sprache. Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten, wie…, der disqualifiziert sich. Also nur wer diese Begrifflichkeiten… 2. Ich verweise nochmals auf die Aussagen von Uwe Theel, Columbus und thinktankgirl bezüglich Silvio Gesells Menschenzuchtphantasien in diesem und im Vorgängerblog. Ich habe alle drei Personen auf ihre unhaltbaren Positionen zu Gesell mehrmals hingewiesen.
3. Was ist für thinktankgirl bezüglich Gesell heute reaktionär, was zu Gesells Zeit emanzipatorisch war?
4. Was oder wen meint Rahab, wenn sie am 26.5. um 09.09 schreibt: „ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie.“ 5. Einen gerichtlichen Vergleich, egal ob unter einer Richterin Barbara Salesch oder anderen, sehe ich mit Gelassenheit entgegen. Wer Eigentore schießen will, kann dies tun. Ich werde dies nicht verhindern. 6. Mein Anwalt, wird voraussichtlich, Konkret Autor Dr. Oliver Tolmein (wir kennen uns seit einigen Jahren) sein, der zu diesem Thema bereits einige Bücher geschrieben hat. Die Angelegenheit wird dann weit über die FC hinausgetragen. Wenn dies gewünscht ist, bitte sehr. Ich werde O.T. voraussichtlich nach meinem Urlaub „anmailen“ und ihm erstmal den Link auf den Blog schicken. 7. Rahabs Mengele Vergleich ist, wie hinrich brave richtig bemerkt, eine Verhöhnung der NS Ermordeten. Für mich ist dies nichts Neues. Sie tat sich diesbezüglich bereits mehrmals hervor. In einem Disput mit Dr. Boedele gab sie zu: „ dann bin ich eben strukturelle Antisemitin.“ Diese und viele andere Unglaublichkeiten sind alle von mir belegbar, da auf meinem PC kopiert. 8. Ob weiszstein die Äußerungen Rahabs, thinktankgirl usw. auch widerlich findet, weiß ich nicht. Durch seine Solidarisierung mit ihnen stellt er sich auf dieselbe Stufe. 9. Ich würde es sehr begrüßen wenn sich die Freitag Redaktion zu den sozialdarwinistischen Theorien Gesells und den entsprechenden Kommentaren von thinktankgirl usw. äußern würde. 10. Ich genieße nun meinen Urlaub und werde erst nach meiner Rückkehr mit einem ausführlichen Kommentar reagieren. 11. Vielen Dank und Gruß an Damian Bold, Leif Meiles, hinrich brave, und die übrigen Aufrechten der FC. Ein besonderer Gruß nach Münster an Rainer Kühn. Bin gerade dabei Dein Buch zu lesen. Bisher gefällt es mir sehr gut.    fidelche

Phineas Freek schrieb am 30.05.2010 um 00:28 Das kommt dabei raus, wenn ein Klassenclown und Hedonismusdarsteller aus der 11ten Klasse zelten fährt – während der rotbraune Mob das Vaterland aus den Angeln hebt, trinkt der Retter der westlichen West im Ausland Alkohol (darfst Du denn dass überhaupt?) mit Mami und Papi. Nach der Überdosis „Konkret“ hat Dich wohl die Billgtinte aus dem Supermercato endgültig ins Land der Phantasie verfrachtet – Richterin Salesch, RA O. Tolmein und als Chefankläger vielleicht Henryk M. Broder? Mensch Junge, schlaf Dich mal ordentlich aus und erhol Dich mal richtig in der Toskana (oder vielleicht doch eher Schwarzwald oder Ostsee? Auch Hedonisten fangen mal klein an).  Schöne Grüße auch an Mutti und Vati.

hibou schrieb am 30.05.2010 um 07:56 staun

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 08:15über Ph. Freak über die andern drei nicht mehr

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 09:03 falls f. mal seine „utopie“ vorlegte, würde ich die mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ebenfalls als dystopie lesen. um es zuzuspitzen: als vernichtungsprogramm, als sozialdarwinismus at its best=in gruaslich totalitärer zuspitzung. diese befürchtung stützt sich auf f.s umgang mit dem begriff „struktureller antisemitismus“, den er – in verkennung dessen, was Moishe Postone damit erhellen wollte – als werkzeug für selektion= sortieren in befürworter (claqueure) und gegner (welche bekämpft gehören, wenn es sein muß auch ganz unfein) einsetzt. . zu „struktureller antisemitismus“ hat im übrigen phineas freek am 28.05.2010 um 20:06 noch mal deutlich erklärt, worauf dessen einsatz als argument und vorgebliches mittel der analyse politisch abzielt.so viel dazu.die verhöhnung der opfer – nichts liegt mir ferner als dieses. allerdings kann ich hier, in diesem blog, mal wieder die paradoxe situation beobachten/nachlesen, dass die opfer vor ihren angeblichen verteidigern in schutz genommen werden müssen, wie auch, dass potentielle weitere opfer der verteidigung gegen diffamierung und andere formen von ‚othering‘ bedürfen.

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 11:17 kann mir mal wer erklären, was dieses hier aus f.‘ vom 29.05.2010 um 21:28 zu bedeuten hat?-> Ich würde es sehr begrüßen wenn sich die Freitag Redaktion zu den sozialdarwinistischen Theorien Gesells und den entsprechenden Kommentaren von thinktankgirl usw. äußern würde. <-bedeutet das, dass f. die aufforderung der redaktion,-> Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team <-  immer noch nicht gelesen hat? (kann ja mal passieren, dass im eifer des gefechts so was ungelesen bleibt) oder bedeutet es, dass f. nunmehr auch die redaktion des Freitag für Gesell et al in haftung nehmen will? soll sich die redaktion ausdrücklich von Gesell et al distanzieren? und/oder damit gleichzeitig f.’s lesart von nicht nur ttg’s postings zum kontextuellen (zeit- wie ideengeschichtlich) hintergrund von gesell et al nicht nur positiv sanktionieren, sondern sogar ausdrücklich übernehmen? das sind fragen, die mir durch den kopf gehen – bis hin zu der, ob der Freitag in zukunft nur mehr eine plattform sein will/soll, die zu nichts anderem mehr als zum abladen f-konformer meinungen/statements/verlautbarungen taugt, auf der inhaltliche und (selbst-)kritische auseinandersetzungen nicht mehr stattfinden dürfen/sollen. soll/darf hier nur noch akklamation stattfinden? das frage ich die fc und das frage ich die redaktion!

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 12:56 Fragen, die ihr durch den Kopf gehen sind Schuld, die sie hinschreibt. Mi_au!

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 16:19 ey redaktion! habt ihr nen neuen mitarbeiter? dann macht den doch bitte mal blau!

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 17:53 „darf hier nur noch akklamation stattfinden?“r. hat ihre rechten gelesen; und gefressen!

——      Ende der Kommentare      —————————————————————————

Am 31. Mai 2010 kam ich aus meinem Urlaub nach Hause. Am selben Tag bekam ich eine eMail der „Freitags-Redaktion“: “Sehr geehrter Fidelche, aufgrund wiederholter Verstöße gegen unsere AGB und Netiquette haben wir Ihren Account soeben gesperrt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Freitag-Community-Team.“ Ich habe nachweisbar nicht gegen AGB und Netiquette verstoßen. Beleidigende, sexuell orientierte, antisemitische oder rassistische Kommentare haben „Uwe Theel“, „Rahab“, „thinktankgirl“ und Co., geschützt von der Redaktion, abgegeben. Mein „Verbrechen“ war, die antisemitische „Argumentation“ der Israelkritiker/Stalinisten und die völkische, sozialdarwinistische, rassistische Haltung der Esoteriker/Anthroposophen der Community aufzuzeigen. Durch diese, ohne Vorwarnung ausgesprochene, Deaktivierung ergreifen die Verantwortlichen des „Freitag“  faktisch Partei für die unfassbaren Positionen meiner Widersacher. Nach meinem Rauswurf informierte ich einige Konkret Autoren über die Vorgänge im „Freitag“. Stefan Frank antwortete mir unter anderem:“Was Sie schreiben, ist alles sehr richtig, und Ihr Kampf gegen den Antisemitismus sehr wichtig, insbesondere, weil sie die Gefechte ins Hinterland des Feindes tragen. Nun wundere ich mich allerdings, dass Sie sich darüber zu wundern scheinen, dass der Feind sich das nicht länger bieten lassen will. […] Das ist ja so, als würde man erwarten, in einem Blog der katholischen Kirche den Papst kritisieren zu dürfen, finden Sie nicht?“  Eine Woche später schrieb mir Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza:“ Lieber  fidelche, zurück von einer fernen Insel schnell einen Gruß, mit dem ich mich Stefan Franks Antwort anschließe.  Wer mit Paech oder Watzal diskutieren will, soll es tun.  Ich geh solange Sarah Silverman gucken. Ihr Gremliza“

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