Anständig geblieben

Am 4. Oktober 1943 hielt der Reichsführer SS, Heinrich Himmler in Posen vor den SS-Gruppenführern seine berühmt-berüchtigte Rede, worin er die Mannschaften dafür lobt bei der „Ausrottung des jüdischen Volkes anständig geblieben zu sein“: „Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – „Das jüdische Volk wird ausgerottet“, sagt ein jeder Parteigenosse, ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir. (..) Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte, …“

Als Hitler 1940 auf dem Höhepunkt seiner Macht, die Zustimmung der Deutschen zu Hitlers Politik so groß wie nie zuvor war, kam der Propagandafilm Jud Süß in die deutschen Kinos. Die 19 Millionen Besucher von „Jud Süß“ wurden nicht gezwungen diesen Film anzusehen, sie wollten den Film sehen, weil sie entsprechend fühlten und dachten. Jud Süß mit seiner grotesken antisemitischen Verzerrung über den Aufstieg und Fall des Hofjuden Joseph Süß Oppenheimer wurde im Osten immer dann der ansässigen „arischen“ Bevölkerung gezeigt, wenn eine „Aussiedlung“ oder eine Liquidation in den jüdischen Gettos bevorstand.

Ohne die innere Logik dieser Moral wäre der Holocaust, die systematische und fabrikmäßig durchgeführte Ermordung von sechs Millionen Juden nicht möglich gewesen.  So schreibt Raphael Gross in „Anständig geblieben“: „Die Kernbegriffe der NS-Ideologie unterscheiden sich grundlegend von denjenigen der marxistischen Ideologie. Während im Marxismus Begriffe wie Kapital, Mehrwert, Klassenkampf, Profit, Dialektik im Vordergrund stehen, kreisen die Ideologeme der NS-Theoretiker und -Politiker nicht um ökonomische, sondern vor allem um moralische Begriffe oder solche mit einer starken moralischen Aufladung: Ehre, Treue, Anstand, Kameradschaft etc.“  Die Grundlage für den NS-Antisemitismus, das Kernelement der NS-Ideologie, wurden im wilhelminischen Kaiserreich und während der Weimarer Republik gelegt. Der Antisemitismus wurde großen Teilen der deutschen Bevölkerung mit der Muttermilch eingegeben und so war die deutsche Volksgemeinschaft, ungeachtet den eigenen Selbsterhaltungsinteressen, bereitwillig dem Befehl von Massenmord und Krieg gefolgt. Um den Betrieb von Auschwitz zu ermöglichen wurden kriegswichtige Ressourcen nicht für den Krieg gegen die Alliierten, sondern für die Vernichtung der Juden verwendet. Die Ermordung der Juden stand für Hitlers willige Vollstrecker an erster Stelle.

Nach 1945 ging der Kampf gegen die Juden im Nahen Osten weiter und dauert bis heute an. Verbündet mit unzähligen geflohenen NS-Größen versuchten die durch den Islam geprägten Araber die „Endlösung“ zu vollenden. Die Verknüpfung traditioneller islamischer Judenfeindlichkeit mit dem modernen Antisemitismus stellt bis heute die wesentlichen Gefahren für Juden weltweit, insbesondere für die Juden im Nahen Osten dar. In der Konstellation des Kalten Krieges mutierten die Vertreter der ohnehin strukturell antisemitischen marxistisch-leninistischen Ideologie, unter dem Deckmantel eines pervertierten Antifaschismus und Antiimperialismus, zu Kombattanten für die Fortführung des Kampfes gegen die Juden. Panarabische Nationalisten und islamistische Despoten vereinigten sich mit der UdSSR, der DDR und anderen Staaten des Ostblocks zu einem offiziellen politischen antisemitischen Bündnis gegen Juden und insbesondere gegen den Staat Israel. Seit der Gründung Israels versuchen seine Nachbarn, die Mullahs im Iran und diverse Terrorgruppen die Juden zu errmorden. Beleg dafür sind diverse Angriffskriege gegen Israel, in die Luft gesprengte israelische Schulbusse und Bomben in voll besetzten  Diskotheken und unzählige Terrorangriffe gegen schlafenden Familien und israelische Zivilisten. In Rammalah wurden im Jahr 2000 Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami vom palästinensischen Mob gelyncht.

Die Antisemiten dieser Welt sind nun seit über 70 Jahren fassungslos, dass Juden durch den Staat Israel beschützt werden. Die Juden haben seitdem die Möglichkeit sich effektiv zu wehren. Der Staat Israel beschützt seine Bevölkerung und als Juden im Juni 1976 von deutschen linken Terroristen während einer Flugzeugentführung in Entebbe vom Tod bedroht waren, flog eine israelische Sondereinheit 4000 Kilometer unter dem Radar und befreite die 103 jüdischen Geiseln, 83 Israelis sowie 20 französische Juden in der Aktion Thunderbolt. Der Aufschrei und die Wut der weltweiten Antisemiten bei jeder israelischen Befreiungs- oder Verteidigungsaktion ist riesengroß, denn Antisemiten können ihre Wut auf Juden sehr schlecht verbergen.

Nach 1945 wirkten freilich auch in Deutschland und in Europa die nationalsozialistischen Normen und Urteilsformen weiter, Himmlers Begriff der Anständigkeit fand sich in den deutschen Spruchkammern der Nachkriegszeit genauso wieder wie in Martin Walsers Paulskirchenrede bis hin zu den „israelkritischen“ Reden der postkolonialen Linken. Die systematische antisemitische Propaganda, die durch arabische oder türkische TV-Sendungen, im Internet, in Moschee-Predigten, durch Äußerungen islamischer Autoritäten oder bei Asylbewerbern in Schulbüchern der Herkunftsländer vermittelt werden, wird in der Mitte Europas seit Jahrzenten schulterzuckend hingenommen. Das Schicksal des jüdischen Staates, die Vertreibungen, Enteignungen und Diskriminierungen von Juden in der arabischen Welt tangieren die meisten Menschen des Westens kaum. Westliche linksradikale Organisationen und Terroristen von der RAF bis zu den „Revolutionären Zellen“ beteiligten sich an antisemitischer Propaganda und Terrorakten gegen den jüdischen Staat, die antizionistische Kumpanei vor allem von links, aber auch von rechts mit antisemitischen Islamisten sind seitjeher traurige Realität.

Waren Holocaustleugnung und Relativierung bis in die 1980er Jahre noch überwiegend der rechtsextremen Szene und Historikern wie Ernst Nolte vorbehalten, so sind diese „Ansichten“ heutzutage linken „israelkritischen“ BDS-Befürwortern und anderen Kritikern der Moderne, vor allem im akademischen Bereich, bis hin zum Mainstream vorbehalten. Einer der Wendepunkte war 1987 der Prozess gegen den „Schlächter von Lyon“, den SS-Obersturmführer Klaus Barbie. Die drei linken Verteidiger Barbies, der Kongolese M’Bemba, der Algerier Bouaita und der Franzose Vergès traten im Prozess selbst als Ankläger auf. Die linken Anwälte relativierten während des Prozesses den Mord an den Juden um auf das „viel größere Verbrechen“ des  Rassismus abzulenken, „dass die Vernichtung der Juden ein Verbrechen von allenfalls lokalem Interesse, ein Blutstropfen Europas im Ozean des menschlichen Leidens sei und folglich allein das Gewissen der Weißen zu beunruhigen habe“, während in Wahrheit der unerklärte und von keinem Gericht geahndete Krieg der imperialistischen Staaten gegen die Dritte Welt den Gang der Geschichte bestimme: „Als Weiße vergießt ihr Tränen über das weiße Schicksal. Als Europäer bläht ihr einen Familienzwist zum Weltkonflikt und unverjährbaren Verbrechen auf. ..Durch uns lacht die ganze Menschheit über euch und erklärt, dass euer Desaster nicht ihre Sache ist.“

Die Singularität von Auschwitz wird heute vor allem von den Vertretern der postkolonialen Theorie bestritten, Holocaustrelativierung ist heute vor allem von BDS-Aktivisten, der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“, Literaturwissenschaftlern wie Michael Rothberg oder „Historikern“ wie Achille Mbembe zu vernehmen. Postkoloniale „Antirassisten“ und andere Islam-Apologeten, die jeden islamischen Terror ignorieren, rechtfertigen oder sogar gutheißen, gehen oftmals soweit Muslime im Allgemeinen oder islamische Flüchtlinge im Speziellen als die Juden unserer Zeit zu bezeichnen. In den öffentlich-rechtlichen Medien werden der islamische Terror und die Zumutungen des Islam wie der islamische Antisemitismus seit Jahren verharmlost oder verschwiegen. In ARD und ZDF machen Journalisten mit Migrationshintergrund nicht trotz ihrer antiisraelischen und islamistischen Ansichten Karriere, sondern aus Gründen der Diversität genau deshalb. Die „Israelkritikerin“ und Teilnehmerin des antisemitischen al-Quds-Marsches Nemi El-Hassan oder Feyza-Yasmin Ayhan, die antisemitische Karikaturen, die Juden mit Hakennase zeigten postete und gleichzeitig das Ende Israels herbeisehnte, stehen beispielsweise aktuell auf der Lohnliste des ZDF. Die Kritik am Antisemitismus dieser „Damen“ empfinden postkoloniale, „antirassistische“, islamophile Holocaustrelativierer naturgemäß als rassistisch.

Für die postkolonialen „Antirassisten“ und Holocaustrelativierer ist der Antisemitismus nur eine Unterform des Rassismus und der Holocaust nur eine kleine Episode der Kolonialverbrechen. Für „Antirassisten“ sind die Muslime die Juden von heute und so gut wie jede berechtigte Kritik am politischen Islam ein rassistisches Sakrileg. Ingo Elbe stellt dazu treffend fest: „Wer keinen Begriff von Antisemitismus hat, der kann auch keinen von der Shoah entwickeln. Und so lässt sich denn für die Protagonisten des akademischen Antirassismus eine erschreckende Unkenntnis und Relativierung der Präzedenzlosigkeit und Besonderheit des Holocaust feststellen. Die Spezifik der Shoah besteht weder in der Methode des Tötens, noch in der Zahl der Opfer, sondern in der Intention einer vollständigen Vernichtung aller als Juden bestimmten Individuen aufgrund einer Ideologie, die in den Juden das gemeinschaftszersetzende, egoistische, materialistische, abstrakte, böse Element schlechthin sieht.“

Im NS-Antisemitismus sollte jeder einzelne jüdische Mensch vernichtet werden, weil er Teil einer verderblichen, verborgenen, abstrakten und übermächtigen Gegenrasse betrachtet wurde. Im kolonialen Rassismus gibt es keine Entsprechungen zu dieser Zuschreibung.  Antisemitismus und Rassismus sind nicht kommensurabel, und damit kann Antisemitismus auch keine Unterform von oder kein Beispiel für Rassismus sein. Während das Phantasma von der jüdischen Weltherrschaft eine reine Erfindung ist sind Drohungen radikaler Islamisten, die die Dominanz eines rigiden Islam über die ganze Welt als ihr Endziel benennen, Legion, sagt nicht nur Matthias Küntzel. Während alle den Juden zugeschriebenen Verbrechen, von der Brunnenvergiftung bis zur „Hostienschändung“ nur in der Phantasie von Antisemiten existieren, sind die Zumutungen des Islam von der Unterdrückung der Frau bis hin zu den unzähligen islamischen Terroranschlägen Realität. Es gab nie ein muslimisches oder arabisches Auschwitz, es gab keine jahrhundertelange Verfolgung, keine Pogrome gegen Muslimen weil sie Muslime sind.  „Holocaustrelativierung ist allerdings weit mehr als nur ein wissenschaftlicher faux pas und muss in komparativ-postkolonialen Auseinandersetzungen mit diesem Themenkomplex ernst genommen werden. Denn abgesehen von wissenschaftlicher Ungenauigkeit bedeutet eine Relativierung der Spezifika des Holocausts an erster Stelle eine Relativierung der Erfahrungen von Nachkommen und Überlebenden. Die Behauptung, die Shoa unterscheide sich qualitativ und strukturell nicht, sondern nur quantitativ und graduell von kolonialen Genoziden ist unzutreffend und relativiert den unbedingten wahnhaften Willen der Nationalsozialistinnen, die ersehnte ausschließlich arische Welt von allem Jüdischen zu befreien. Es finden sich keine Entsprechungen in kolonialrassistischer Ideologie – ohne dabei die Grausamkeit, Brutalität und Gnadenlosigkeit der von Europäerinnen verübten Kolonialverbrechen, Massenmorden, Genoziden zu unterschlagen“ schreibt Steffen Klävers in seinem Buch „Decolonizing Auschwitz?“

Bereits im Dezember 1945 beschrieb Jean Paul Sartre den Antisemiten in seinen „Réflexions sur la question juive“ als „Verbrecher aus guter Absicht.“ Der in Himmlers Rede zum Ausdruck kommende Rechtfertigungsmodus einer verfolgenden Unschuld wurde in Sartres Essay als ein Aspekt des Antisemitismus beschrieben. Der Antisemit hat „ein Mittel gefunden seine Mordgelüste zu befriedigen, ohne sie sich einzugestehen.“ Nicht der Charakter des Juden macht den Antisemitismus, sondern im Gegenteil der Antisemit schafft den Juden. Der Antisemit sieht sich als Verteidiger seines Volkes gegen die vermeintlichen Angriffe der „jüdischen Parasiten“ und seine Taten sind erforderlich, sinnvoll und seine Pflicht. Der Antisemitismus ist laut Sartre ein „Rückschrittliches soziales Gebilde“, „eine noch nicht auf Logik aufgebaute Weltanschauung“ mit sehr viel Leidenschaft:

„Der Antisemit anerkennt bereitwillig, dass der Jude intelligent und fleißig ist; er wird sogar einräumen, ihm in dieser Hinsicht unterlegen zu sein. Dieses Zugeständnis kostet ihn nicht viel: er hat diese Eigenschaften eingeklammert. Oder genauer, sie erhalten ihren Wert vom dem, der sie besitzt: je mehr Tugenden der Jude hat, desto gefährlicher ist er. Der Antisemit macht sich keine Illusionen über sich selbst. Er betrachtet sich als Durchschnittsmenschen, als einen Menschen des unteren Durchschnitts, im Grunde als Mittelmaß; es gibt kein Beispiel dafür, dass ein Antisemit behauptet, den Juden individuell überlegen zu sein. Doch sollte man nicht annehmen, er schäme sich seiner Mittelmäßigkeit: er gefällt sich im Gegenteil in ihr; ich würde sogar sagen, er hat sie gewählt. (..) Sind die Juden nicht die Börsianer der Nation? Alles, was der Verstand, was das Geld erwerben kann, überlassen wir ihnen; es ist flüchtig wie der Wind. Was zählt, sind allein die irrationalen Werte, und eben diese sind es, die ihnen ewig verschlossen bleiben.

So bekennt sich der Antisemit von Anfang an zu einem faktischen Irrationalismus. Er stellt sich in einen Gegensatz zum Juden wie das Gefühl zum Verstand, wie das Besondere zum Allgemeinen, wie die Vergangenheit zur Gegenwart, wie das Konkrete zum Abstrakten, wie der Grundbesitzer zum Eigentümer von Immobilien. (..) Der Antisemitismus ist nicht nur die Freude am Hass; er verschafft auch positive Lust: indem ich den Juden als ein niederes und schändliches Wesen behandle, behaupte ich zugleich, einer Elite anzugehören. Und ganz im Unterschied zu den modernen Eliten, die auf Verdienst oder Arbeit beruhen, gleicht diese in jeder Hinsicht einem Geburtsadel. Ich brauche nichts zu tun, um meine Höherwertigkeit zu verdienen, und ich kann sie auch nicht verlieren. Sie ist mir ein für alle Mal gegeben: sie ist ein Ding. (..)

Da das Böse für den Antisemiten von diesen hilflosen und so wenig furchterregenden Menschen verkörpert wird, ist er nie in der, peinlichen Lage, ein Held sein zu müssen: es ist amüsant, Antisemit zu sein. Furchtlos kann man die Juden schlagen und foltern: schlimmstenfalls werden sie die Gesetze der Republik anrufen; die Gesetze jedoch sind milde. Der sadistische Hang des Antisemiten zum Juden ist so stark, dass diese eingeschworenen Judenfeinde sich nicht selten mit jüdischen Freunden umgeben. Natürlich taufen sie sie „Ausnahmejuden“ und betonen: „Die sind nicht wie die anderen.“ (..)

Zerstörer aus Berufung, Sadist reinen Herzens, ist der Antisemit in der Tiefe seines Herzens ein Verbrecher. Was er wünscht, was er vorbereitet, ist der Tod des Juden. Gewiss fordern nicht alle Feinde des Juden lauthals seinen Tod, die Maßnahmen jedoch, die sie vorschlagen und die alle auf seine Erniedrigung, seine Demütigung, seine Verbannung abzielen, sind ein Ersatz für den Mord, den sie im Sinn haben: es sind symbolische Morde. Der Antisemit hat jedoch ein gutes Gewissen: er ist Verbrecher aus guter Absicht. Es ist schließlich nicht seine Schuld, wenn er dazu ausersehen wurde, das Böse durch das Böse zu vernichten; …“

Acht Jahrzehnte nach der Reichspogromnacht wird im Namen des Antirassismus und des „Kampfes gegen den Rechtsruck“ der politische Islam mit seinem mörderischen Antisemitismus von jeder Kritik verschont, der Antisemitismus wird begrifflich eingeebnet, der Holocaust relativiert. Der Staat Israel, die einzige Selbstschutzinstanz der Juden, die einzige Demokratie des Nahen Ostens wird dämonisiert und delegitimiert. Der Zionismus war die Antwort auf den Antisemitismus der letzen Jahrhunderte und so stellt der Antizionismus nicht nur den Staat Israel, sondern auch die Sicherheit und Existenz aller Juden in Frage. Die aktuellen Antisemiten, von der Hamas, den iranischen Machthabern, der Hisbollah, den Dschihadisten von Paris mit ihren postkolonialen „antirassistischen“ Verteidigern bis hin zu den hiesigen Islam-Apologeten dürften wie ihre Vorläufer trotz ihres Hasses auf Juden ein gutes Gewissen und abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen, trotz ihrer menschenfeindlichen Taten und Reden am Ende des Tages das Gefühl haben, anständig geblieben zu sein.

Quellen: Jean Paul Sartre – Betrachtungen zur Judenfrage, 1944 | Steffen Klävers – Decolonizing Auschwitz?: Komparativ-postkoloniale Ansätze in der Holocaustforschung, 2021 | Ingo Elbe – Gestalten der Gegenaufklärung: Untersuchungen zu Konservatismus, politischem Existentialismus und Postmoderne, 2021 | Raphael Gross – Anständig geblieben: Nationalsozialistische Moral (Zeit des Nationalsozialismus), 2010  | Léon Poliakov – Geschichte des Antisemitismus, 8 Bände, 1991 | Thomas Haury, Antisemitismus von links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der frühen DDR, 2002 | Henryk M. Broder – Der ewige Antisemit: Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls, 2002 | Jean Améry – Der ehrbare Antisemitismus, 1968 | Jean Améry – Aufsätze zu Politik und Zeitgeschichte, Werke Band 7, 2012 | Eike Geisel – Die Banalität der Guten, 1992 | Jeffrey Herf – Unerklärte Kriege gegen Israel: Die DDR und die westdeutsche radikale Linke, 1967-1989, 2019 | Matthias Küntzel – Djihad und Judenhaß, 2003 | Alain Finkielkraut – Die vergebliche Erinnerung. Vom Verbrechen gegen die Menschheit, 1989 | Alain Finkielkraut – Die Niederlage des Denkens, 1990

Bereits veröffentlicht bei Mission Impossible

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Ein Kommentar

Die Öfen von Auschwitz sind erkaltet: Die Spätgeborenen Nachkommen üben sich in Israelkritik

Ein Gastbeitrag von Dr. Nathan Warszawski

Den meisten Deutschen (Frauen & Männern) fällt es schwer, einen vorhanden Judenhass zu zügeln. Der zwanghafte Hass muss sich entladen, am besten mit einem großen Knall. Pseudowissenschaftliche Beiträge sowohl von Juden, als auch von Nichtjuden sollen beweisen, dass der Hass auf Juden berechtigt ist. Da Juden weltweit von so vielen Menschen verachtet werden, muss etwas dran sein.

Der beinahe weltweite Hass auf Juden basiert auf den Gottesmord, der den Juden seit mehr als 2.000 Jahren zur Last gelegt wird. Im Neuen Testament wird ein Jude von der römischen Besatzungsmacht am Kreuz umgebracht. Da jedoch die Römer den von ihnen Gekreuzigten bald als Gott anerkennen und die Römer bis heute im christlichen Glauben einflussreich sind, richtet sich die Schuld und der Hass bald nicht mehr auf die römischen Judenmörder, sondern auf die Juden, also die Verwandten des Gekreuzigten namens Joshua ben Jossef.

„Jude“ (hebr. Jehudi) hat zweierlei Bedeutung: a) Mitglied der jüdischen Religion und b) Mitglied des jüdischen Volkes. Die Doppeldeutigkeit basiert auf das fehlenden jüdische Schisma begründet. Das Judentum kennt keine Synagogenspaltung wie die Deutschen. Mit der Kirchenspaltung in Deutschland ist ein Deutscher zunächst Protestant oder Katholik. Christ reicht nicht aus für die wichtige Einordnung. In Griechenland hingegen läuft es ohne innergriechische Kirchenspaltung ab: Ein Grieche hat – zumindest früher – griechisch-orthodox zu sein. Seit mehreren Jahrtausenden leben Juden in „Judäa“ (hebr. Jehuda) und im angrenzenden Samaria (hebr. Shomron). Die Araber, die heute dort siedeln, nennen das Gebiet „Westbank“. Gemeint ist damit das Gebiet westlich des Rinnsales namens „Jordan“. „Palästina“ hingegen bedeutet „Land der Philister“. Die Philister sind zugewanderte Indo-Arier gewesen, die heute nicht mehr vorhanden sind. Die Araber bestehen darauf, wie die Juden als Semiten zu gelten und keine Indo-Arier zu sein, obwohl sie sich als „Palästinenser“ fühlen und sich auch so bezeichnen.

Nach dem 1. Weltkrieg nennen die siegreichen Britischen Eroberer ihre Eroberung (ihr Mandat) westlich und östlich des Flusses Jordan „Palästina“. Bald wird die „Eastbank“ oder „Transjordanien“, die 2/3 von Gesamt-Palästina einnimmt, vom britischen Mandatsgebiet abgetrennt und einem damals wie heute unwichtigem Wüstenkönig verschenkt, dessen männliche Nachfolger bis zum heutigen Tag Usurpatoren (Könige) von Jordanien sind. Der kleinere verbliebene britische Mandatsteil westlich des Flusses Jordan = Cisjordanien, wird nun auch Palästina genannt und soll eigentlich der Judenstaat (Staat der Juden) werden, zunächst unter den Namen Eretz Jisrael (Land Israel), später unter den Namen Medinat Jisrael (Staat Israel). Für Numismatiker: Zahlreiche schwer zu fälschende Münzen belegen dies!

Palästina und die Palästinenser: Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart
von Muriel Asseburg
C.H.Beck 26. August 2021
365 Seiten 16,95 €
ISBN-10: ‎ 3406774776

Das zu besprechende Buch kann als Auftragsarbeit betrachtet werden, wobei es einen passenden Titel gäbe: Politik statt Wahrheit. Chaos, Morde und anderes Unbill in der arabischen Welt können mit dem Islam erklärt werden, nicht jedoch mit Juden oder Judentum, schon gar nicht mit Israel, der einzigen Demokratie weit und breit. Ich bin mir bewusst, dass für viele deutsche Leser nach der langen Friedenszeit Demokratie und Wahrheit keine schützenswerten oder gar unersetzlichen Werte mehr darstellen. Die allermeisten Araber, die nicht in Israel leben, kennen weder Demokratie, noch Wahrheit.

Den verlorenen Krieg gegen die Juden mit der erfolgreichen Gründung des Judenstaates Israels bezeichnen die aus Israel geflüchteten Araber und ihre zahlreichen Nachkommen bis heute als „Nakba“, was Unglück oder Unrecht bedeutet. Diese Araber, die sich nun „Palästinenser“ (= indo-arische Philister s.o.) nennen, werden wegen des militärischen Angriffs auf Israel von den arabischen Führern von Ägypten bis zum Irak aufgefordert, außer Landes zu fliehen, damit man die verbleibenden Juden, die nirgendwohin als ins Mittelmeer (arab. Slogan: Werft die Juden ins Meer!) fliehen können, mit weniger Aufwand liquidiert. Nach dem von Juden gewonnenen Befreiungskrieg erlaubt der Staat Israel 40.500 Arabern die Rückkehr nach Israel. Eine Rückkehr in die von Arabern eroberten Gebieten (Gazastreifen, Jerusalem-Altstadt, Judäa und Samaria) gestatten die Araber keinem einzigen Juden: Wie zuvor Deutschland soll Palästina judenrein werden. Selbst die seit Jahrhunderten in Hebron lebenden Juden dürfen nicht in ihre Heimatstadt zurückkehren. Sie werden die Gelegenheit hierzu nach 20 Jahren des Wartens erhalten (siegreicher 6-Tage-Krieg 1967).

Die 1949 militärisch unterlegenen Araber, die wie alle Kriegsverlierer zum Teil fliehen, zum Teil vertrieben werden, werden weder im angrenzenden Jordanien, noch im nahen Libanon aufgenommen und gelten somit bis heute als staatenlos. Jordanien erobert einen großen Teil Cisjoradaniens, der eigentlich für die Juden bestimmt gewesen ist (s.o.). Ägypten sperrt die arabischen Flüchtlinge im eroberten Gazastreifen ein. Seit mehr als 70 Jahren unterstützt die UN (UNRWA) die vertriebenen Araber und ihre überaus zahlreichen Nachkommen in der Absicht, den Hass auf Juden auf ewig zu verfestigen, koste es den dortigen Arabern was es wolle. Denn in den meisten arabischen Staaten dürfen die selbsternannten Palästinenser nicht arbeiten und kein Geld verdienen: sogar im palästinensischen Jordanien!

Das internationale Rückkehrrecht in die verlorene Heimat gilt nur für Araber und nicht für Juden mit der Ausnahme der deutschen Kontingentflüchtlinge. Nach dem Zerfall der Sowjetunion erlaubt Deutschland russischen Juden, sich in Deutschland anzusiedeln, um sie an einer Auswanderung nach Israel zu hindern. Von den anfänglichen 300.000 russischen Juden sind heute mit Nachkommen nur 100.000 in Deutschland vorhanden. Aus deutscher Sitz hat sich der finanzielle Einsatz rentiert.

Würde das Rückkehrrecht für Araber durchgesetzt werden, wozu sich deutsche und weitere europäische Pazifisten seit Generationen einsetzen, so hätten die Juden keinen eigenen Staat mehr, da sie von den Arabern zahlenmäßig überrannt worden wären. Man darf diesen pazifistischen Gedanken als bisher untauglichen Versuch werten, den Nationalsozialismus im Nachhinein zu legitimieren. Das hier besprochene Buch liebäugelt mit diesem Gedanken.

Man stelle sich vor, dass deutsche Staatsbürger bis heute die an Polen und Russland verlorenen ostdeutschen Gebiete als Unglück oder gar Unrecht (Nakba) öffentlich bezeichnen würden. Solche reaktionärere kriegslüsterne Deutsche würden wir anständigen Deutsche zu Recht als Kriegshetzer oder Nazis bezeichnen. Doch wenn es um die Ermordung von Juden durch Araber im Nahen Osten oder auch anderswo geht, werden die Deutschen und viele andere Völker äußerst tolerant. Glücklicherweise haben die Juden bisher alle Kriege im Nahen Osten gewonnen und überlebt, die Araber angezettelt haben.

Nun kann man einwenden, dass es auch Juden und Israelis gibt, die politisch auf Seiten der Araber (Palästinenser) stehen. Das erklärt man mit dem jüdischen Selbsthass, der nicht nur in Israel heimisch ist. Selbsthassende Juden betrachten das Judentun als Religion und nicht als Nationalität. Prof. Ilan Pape, der Israel verlassen hat und nun in GB lehrt und sein Juden hassendes Gift von dort aus verbreitet, ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Auch in Deutschland und zunehmend in den USA findet man jüdische Selbsthasser. Reden, Bücher und Zeitungsartikel selbsthassender Juden sind bedeutend interessanter als die von Nichtjuden verfassten Reden, Bücher und Zeitungsartikel. Das bestätigt sich auch in unserem Fall.

Im Jahre 1880 wird das palästinensische Volk erfunden (erstmals erwähnt). Zuvor nannten sie sich lediglich „Araber“, wie die anderen Araber auch in der nahen und weiteren Umgebung. Viele politisch und religiös einflussreiche Palästinenser folgen der NSDAP-Ideologie Hitlers. Selbst Ägyptens Nasser, der große und berühmte Israelhasser, erkennt nur ein arabisches und kein palästinensisches Volk an. Palästina betrachtet Nasser als koloniale Erfindung der Christen, was unrichtig ist, denn Palästina ist eine jüdische Erfindung!!! Der Ägypter Arafat, der sich als Palästinenser ausgibt, erfindet den palästinensischen Befreiungskampf. Er stirbt einsam und allein ohne seine geliebte Frau in einem Pariser Krankenhaus nachweislich an AIDS.

Die Befreiung Palästinas ist die Vernichtung Israels.

Der 1967 von Israel gewonnene 6-Tage-Krieg wird von mehreren arabischen Ländern (Ägypten, Syrien, Jordanien etc.) angezettelt. Nach Kriegsende beherrscht Israel das gesamte historische jüdische Land, das die Araber und viele andere Staaten bis heute fälschlicherweise als Palästina bezeichnen (s.o.). Jordanien zieht sich aus der „Westbank“ zurück, Restjordanien behält jedoch den alten siegreichen Namen, statt sich wie zuvor in „Transjordanien“ umzubenennen. Bald nach dem 6-Tage-Krieg werden politisch-religiöse Kompromisse zwischen Israel und Jordanien geschlossen. Bekannt werden die Verhandlungen unter dem Titel „Beten verboten!“: Juden und Christen, und auch deutsche Bischöfe, dürfen auf dem jüdischen Tempelberg nicht beten. Dies ist nur nachweislich beschnittenen Muslimen gestattet.

Eine von Judenhassern bevorzugten „2-Staaten-Lösung“ würde eine erneute Teilung Israels bedeuten. De facto handelt es sich nicht um eine 2-Staaten-Lösung, sondern um eine 4-Staaten-Lösung: Israel, Judäa/Samaria, Gazastreifen, Jordanien. Die palästinensischen Araber im heutigen Jordanien werden von einem saudischen König regiert. Sie bilden die große Mehrheit aller Jordanier. Jordanien ist somit de facto Palästina!

Israel ist ein Fremdkörper im Nahen Osten, weil es nicht korrupt ist. (s. Afghanistan). Wie klein ist Groß-Israel?

Als der spätere jüdische Ministerpräsident Israels Ariel Scharon es wagt, den jüdischen Tempelberg zu betreten, bricht die 2. Intifada (arab.: Volksaufstand) aus. Arabische bezahlte Mörder generieren viele Tote, nicht nur jüdische. Der kleine arabische Junge Mohammed al Durra wird im Gazastreifen von Arabern erschossen, um die Intifada einzuheizen. Tapfere Araber töten mehr jüdische Zivilisten als israelische Soldaten.

In Palästina, wie in manch anderen arabischen Gegenden, finden selten politische Wahlen statt. Die arabischen Machthaber scheuen das Risiko, Wahlen zu verlieren. Die nächsten palästinensischen Wahlen werden im August 2021 stattfinden (schon vorbei!). Die PLO behauptet, dass Israel kein Jüdischer Staat sei. In den selbstverwalteten arabische Gebieten herrscht Korruption, die die EU sponsert. Ein Arabischer Frühling fällt in Gaza aus. Juden, deren Vorfahren seit Jahrhunderten ununterbrochen und heute erneut in Hebron (Judäa) leben, werden von Arabern als Siedler beschimpft. Dank dem starken islamischen Zufluss wird es bald einige deutsche Städte geben, in denen Deutsch nicht gesprochen werden wird und Deutsche unerwünscht sind.

Israelische Araber sind keine Palästinenser, sondern stolze Israelis. Entsprechend den Afghanen (neu), Irakern, Syrern und Türken in Deutschland.

Mit Ausnahmen dürfen arabische Israelis freiwillig in der israelischen Armee dienen. Dürfen Taliban zur Bundeswehr? Araber leben gern in Israel. Israel ist die einzige Demokratie in der arabischen Welt und somit ein Fremdkörper. Eine Diktatur in Israel würden alle arabischen Staaten begrüßen. Juden sind ein Fremdkörper im Nahen Osten und haben schon wegen ihrer Demokratie kein Recht auf einen eigenen Staat.

Was ist der Sinn des besprochenen Buches? Die unmögliche Koexistenz der Hamas mit Israel? Der Ausblick des Buches ist bereits wenige Wochen nach Abschluss des Buches veraltet. Unabhängig davon entspricht das Buch nicht der Realität. Denn im Gegensatz zum Buch sitzen Araber nicht nur real im israelischen Parlament, sondern sind auch Mitglieder der Regierung Israels! In Deutschland hingegen werden Mitglieder der AfD wie Aussätzige behandelt, obwohl sie keine Einheimischen ermorden wollen. Schlussfolgerung des Buches: Tote Palästinenser werden gezielt von Juden ermordet, Juden kommen lediglich um.

In der EU-Diaspora werden Juden heutzutage nicht nur von Palästinensern und anderen Muslimen verfolgt und misshandelt. Europäische Politiker hingegen laben sich an KZ-Besuchen.

Dr. Nathan Warszawski studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitete als Radio-Onkologe und war jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen. Nebenher fotografiert er monochrom (schwarzweiß).

gleichzeitig veröffentlicht bei Numeri 24:9

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Nur in Aachen möglich: Zigeuner-Abschiebung aus Deutschland in ein EU-Beitrittsland

Ein Gastbeitrag von Dr. Nathan Warszawski

Café Zuflucht ist in Aachen nicht nur bei Zuwanderern aus aller, nicht nur islamischer Welt bekannt und beliebt. Das Café Zuflucht ist eine legale und trotzdem angesehene Flüchtlingshilfe- und beratungseinrichtung: Neben der Beratung unterhält das Café Zuflucht eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge.

Nun behauptet die Staatsanwaltschaft Aachen (zumindest ein Aachener Staatsanwalt), dass ein Mitarbeiter des Café Zuflucht, der vor Jahren selber mal ein Flüchtling (Rom, /damals:/ Zigeuner) aus Kumanovo in Nordmazedonien gewesen ist, anderen Romni aus Kumanovo wertvolle Tipps gegeben hat, wie sie legal (halblegal?, illegal?, sch…egal) an geldwerten Leistungen der BRD herankommen. Der nette Café-Zuflucht-Mitarbeiter soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft (des Staatsanwaltes) geholfen haben, die staatstragende Abschiebung der Romni zurück nach Nordmazedonien zu verzögern, indem er den Romni aus Kumanovo geraten hat, den zuständigen Behörden falsche Angaben zu hinterlassen. Diese falschen Angaben sind der Staatsanwaltschaft bereits vor vier Jahren aufgefallen. Nicht nur bei der Post geht`s nicht so schnell.

Nach jahrelangen Ermittlungen wegen Verstößen gegen das deutsche Aufenthaltsgesetz (/vulgo: /Aufenthaltsrecht) beklagt nun die Staatsanwaltschaft, dass der nordmazedonische Rom-Mitarbeiter insgesamt in 45 Fällen 45 Zigeuner, bzw. Romni auf Kosten der Steuern zahlenden Völkern falsch und verbotenerweise beraten habe. Andere Juristen sprechen von 32 Zigeunern, bzw. Romni.

Seit dem Jahre 2005 ist Nordmazedonien ein EU-Beitrittskandidat. Eine Migration von Flüchtlingen aus einem EU-Beitrittsland ist weder theoretisch, noch praktisch möglich – es sei denn, ein eifriger Beamter in Aachen hält Zigeuner aus Nordmazedonien für Islamisten aus Afghanistan. Rassismus: Nicht einmal die Hautfarbe passt!

Nicht der nette Café-Zuflucht-Mitarbeiter ist schuld, wenn es Gesetzeslöcher gibt, sondern die überforderten Politiker. Dabei ist die all gewärtige Pandemie zu Anfang noch nicht einmal bekannt gewesen!

Da gewählte Politiker niemals schuld sind (Ausnahme: Nachweis eines linken oder grünen Antisemitismus oder Rassismus), trägt somit aus Staatsraison den netten Nordmazedonier die volle, schlimme Schuld. Doch die Schuld liegt nachweislich beim EU-Land Griechenland, welches Alexander den Großen für sich allein reklamiert, obwohl Alexander der Große kein Grieche, sondern ein Mazedonier gewesen ist. Nordmazedonien ist Teil Mazedoniens und somit ist Alexander der Große auch Nordmazedonier!

Alexander der Große ist ein großer, berühmter Eroberer und Völkerbefreier, der selten zu Hause in Mazedonien schläft. Alexander stirbt in Babylon (heute Irak). Die mazedonischen Romni sind die Nachkommen der Soldaten, die die damals bekannte Welt mit Alexander dem Großen befreien und zivilisieren. Deutschland ist leider nicht dabei, befreit zu werden. Deshalb zieht es die heutigen Zigeuner nach Aachen. Hier können sie Karl den Großen verehren, einen geistigen Nachfahren Alexanders des Großen.

Und das werfen die Aachener den Mazedoniern vor?

Die wahren Zigeuner aus Mazedonien bringen keine Deutschen oder Mitglieder anderer friedfertigen Völker um, in der Absicht, damit ihren Aufenthalt in Deutschland zu begründen! Sie morden keine Ungläubigen! Hätten die Romni zumindest einmal jährlich einige Ungläubige gemordet, dann würde man ihnen in Deutschland mit allerhöchstem Respekt begegnen, in einem Dom gemeinsam beten und singen und wichtige politische Reden halten. Kein Staatsanwaltschaft würde dann auf den Gedanken kommen, die Romni wegen solcher Lappalien (Erschleichen von geldwerten Leistungen) anzuklagen. Obwohl viele Romni Muslime sind, sind sie ungefährlich. Das macht sie – im Gegensatz zu Islamisten – angreifbar. Letztere dürfen lebenslang in Deutschland ihre Zeit verbringen.

Schlussfolgerung:

Deutschland sollte niemals den Mord an Zigeunern durch deutsche Nationalsozialisten und deren Helfern vergessen. Unter den Zigeunermördern befanden sich damals viele Islamisten, die im Gegensatz zu den netten Zigeunern heute noch verehrt und gefürchtet werden: Allahu akbar! Nur wem dieser Ruf gefällt, darf sich gemeinsam mit Islamisten darum bemühen, Zigeuner aus Deutschland zu vertreiben.

Dr. Nathan Warszawski studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitete als Radio-Onkologe und war jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen. Nebenher fotografiert er monochrom (schwarzweiß).

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Dank Josef Schuster gehen Synagoge und Katholische Kirche aufeinander zu

Ein Gastbeitrag von Dr. Nathan Warszawski

Ein Jude soll keine Kirche betreten, schon gar nicht während eines christlichen Gottesdienstes. Denn ein Jude soll – insbesondere wenn er Gott gegenübertritt – eine Kopfbedeckung tragen, was üblicherweise – nicht nur während der Gottesdienste – in Kirchen nicht akzeptiert wird. Somit ist einem Juden die Teilnahme an einem christlichen Gottesdienst wegen Gotteslästerung verwehrt. Dies umso mehr, wenn es sich um einen Rabbiner oder Vorstand einer jüdischen Gemeinde handelt. Selbstverständlich darf der Jude während des christlichen Gottesdienstes weder beten, noch predigten. Der Anstand lässt erwarten, dass der Rabbiner oder der Vorstand einer jüdischen Gemeinde im Falle einer solchen Übertretung des jüdischen Gesetzes sich von ihrem Amt zurückziehen.

Zulässig ist die Teilnahme am christlichen Gottesdienstes bei den „Jews for Jesus“, die das Judentum nicht als jüdischen Glauben anerkennt. Wenn ein nicht-jüdischer naher Verwandter oder guter Freund beerdigt wird, kann die Teilnahme an der Beerdigung toleriert werden, solange sie nicht öffentlichkeitswirksam ist und der Jude nicht mitbetet.

Wer hat die Tötung bzw. Ermordung der drei Frauen in Würzburg verschuldet? War es der muslimische Täter mit dem arabischen Namen, der übersetzt: „Der Diener Gottes“ bedeutet?

Wie sehr fühlen sich deutsche Behörden für die Tötung ihrer Bürger mitverantwortlich, da die Behörden den Asylantrag des Somaliers aufgenommen haben? Können die Behörden juristisch belangt werden oder ist dies von Anfang an erfolglos?

Ist es sinnvoll, die deutsche Bundesregierung oder den Bundestag anzuklagen ?

Nein! Die deutsche Politik und die deutschen Behörden wollen nur helfen! Sie sind dazu sogar gesetzlich verpflichtet! Sie helfen den Flüchtlingen und Asylsuchenden aus Somalia und anderen unsicheren Regionen so gut sie es können! Das Gesetz hält sie an, so zu handeln, als ob es morgen keinen Tag mehr gäbe. Wenn man verfolgte Flüchtlinge retten will, so kann man dafür niemals bestraft werden, auch wenn der Schuss nach hinten los geht. Die Überlebenden des Würzburger Massakers verhalten sich vorbildlich! Keiner tritt auf die Presse zu, um zu erklären, dass künftig nur noch die AfD seine Wahlstimme erhalten wird. Würde der Überlebende des Massakers es dennoch wagen, so würde er tiefer gestellt werden als der Asylsuchende aus Somalia. Zu Recht. Auch wenn die menschliche Logik darunter leidet.

Adressat für islamistischen Terror und anderen Gewalttaten von Migranten ist und bleibt die deutsche Politik, somit die deutschen Wahlberechtigten. Die Politik kann ihre ungelösten Probleme nicht dem Bürger aufbürden wie im russisch sprechenden Osten Europas oder gar im fernen Uiguristan. Schließlich leben wir in einer absoluten Demokratie, wo der wahlberechtigte Wähler der Souverän ist, selbst wenn er nicht wählen geht. Der Souverän ist der Herrscher und auf Grund seiner Geschichte verpflichtet, den Asylsuchenden willkommen zu heißen, ihn zu bevorzugen. Die Politik jedoch darf nicht den Tod der Bürger billigend in Kauf nehmen. Wer es trotzdem zulässt, dass jeder kommen und bleiben kann, dass subsidiär Geschützte grundsätzlich nicht abgeschoben werden, wenn ihnen in ihrer Heimat Ungemach drohen könnte, nimmt eine real existierende Gefährdung der eigenen Bevölkerung billigend in Kauf und ist somit kein Demokrat! Dabei ist es bedeutungslos, ob der fremde Mörder ein Terrorist oder nur verrückt ist. Der Bürger will aber nicht bis zum Ende denken, obwohl er die Politik bevorzugt, ohne Todesangst einkaufen zu gehen. Der Bürger duckt sich weg. Er will nichts sehen oder hören. Er zündet dann eine Kerze an. Das reicht ihm. Bis zum nächsten Mal.

Kommen wir zur jüdischen Familie Schuster:

David Schuster, der Vater des heutigen Zentralratspräsidenten der Juden in Deutschland und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Würzburg, ist laut der posthum nach ihm benannten David-Schuster-Realschule Würzburg länger Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde gewesen als alle seine Vorgänger im 19. und 20. Jahrhundert zusammen. So läuft Demokratie. So werden Juden konforme Demokratieverstärker.

Ist kein Würzburger da, der den Mut aufbringt, die Schüler der David-Schuster-Realschule Würzburg aufklären, dass eine übermäßig lange Machtstellung kein Beweis einer Demokratie ist, sondern eher dessen Gegenteil. Seit 1998 ist Josef Schuster Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Würzburg. Sein Vater (D.S.) hat dieses Amt ununterbrochen von 1958 bis 1996 bekleidet, bevor er 1999 gestorben ist.

Leider gibt es weitere jüdische Gemeinden, nicht nur in Deutschland und nicht nur in Bayern, deren Vorsitzende das Gemeindehaus mit den Füßen nach vorne verlassen. Die Vorsitzenden herrschen Jahrzehnte lang über die Gemeinde und die Gemeindemitglieder, um nach ihrem persönlichen Tod den Stab dem Sohn und anschließend dem Enkel zu vererben. Warum der Posten des Vorsitzenden einer Jüdischen Gemeinde bei einigen Juden derart beliebt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Selbst ein Papst in Rom zieht sich vorzeitig zurück. Obwohl der Kar­di­nal­erz­bi­schof von Köln …

Josef Schuster ist eine wichtige Person und Persönlichkeit in Würzburg, in ganz Deutschland, weltweit. Wohl deshalb fühlt er sich verpflichtet und gedrängt, bei dem Toten- und Verwundeten-Gedenkgottesdienst im katholischen Kiliansdom in Würzburg zwei Tage nach dem freitäglichen Blutrausch, am Sonntag, den 27.06.2021 persönlich im katholischen Dom anwesend zu sein, um seine Teilnahme zu bekunden. Zugegen sind u.a. der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg Christian Schuchardt (C*D*U!!!), sowie Ahmet Bastürk, Sprecher der Würzburger Moscheen mit einem Imam. Im Gegensatz zum barhäuptigen Juden Josef Schuster trägt der muslimische Imam eine auffallend große und elegante Kopfbedeckung. Der fromme Jude Josef Schuster erreicht ohne jegliche Kopfbedeckung den christlichen Dom und hält als Letzter am Altar eine kurze Rede oder Predigt, in der er erfolglos zu erklären versucht, warum gläubige Juden auch ohne Kopfbedeckung überhaupt keine christliche Kirche betreten dürfen, in der gerade gebetet oder gepredigt wird. Seine kurze und hastige Predigt hinterlässt bei den Anwesenden keinen nachhaltigen Eindruck. Dass der muslimische Imam mit seiner schönen Kopfbedeckung im Dom erscheint, verwirrt den obersten Juden Deutschlands derart, dass er plötzlich verstummt.

Nun sollte man wissen, dass die Synagogen in Deutschland nicht nur wegen Corona zu den üblichen Gottesdienstzeiten (meist gähnend) leer sind, leerer noch als die Kirchen. Voll sind nur die Moscheen! Die Kosten zum Erhalt der Synagogen sind trotz Leere sehr hoch. Zudem muss die örtliche Polizei rund um die Uhr an allen Tagen alle deutschen Synagogen bewachen, was nicht umsonst ist. Sollte man sich da nicht zumindest mit den Katholiken einigen, die jüdischen Gottesdienste künftig in den katholischen Kirchen statt in den jüdischen Synagogen abzuhalten? Der oberste deutsche Jude Deutschlands Josef Schuster geht bereits, wenn auch aus traurigem Anlass, mit gutem Beispiel voran. Bei Bedarf könnte man während des jüdischen Betens die Kreuze und die Statuen des Juden Jesus abdecken.

Dr. Nathan Warszawski studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitete als Radio-Onkologe und war jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen. Nebenher fotografiert er monochrom (schwarzweiß).

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In memoriam Arik Brauer

Mission Impossible

Arik Brauer wurde am 4. Januar 1929 in Wien geboren, er war Maler, Bühnenbildner, Sänger und Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Arik Brauer gilt als der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.  Sein geliebter Vater war ein jüdischer Schuhmacher, der in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager in Riga ermordet wurde. Aufgewachsen ist der Jude Brauer, der nie gläubig war, in dem Wiener Arbeiterbezirk Ottakring. 1938, mit dem Anschluss Österreichs endete seine unbeschwerte Kindheit, er trug damals noch den Vornamen Erich, als jüdisches Kind wurde er geschlagen als „Judengsindl“ beschimpft und nur mit Glück überlebte er, untergetaucht in bitterer Armut, in Wien in einem Schrebergarten. Ab dem Jahr 1944 musste er als Kind bis er untertauchte Zwangsarbeit verrichten, in der Zeit wurde er einmal für wenige Minuten von einer Nationalsozialistin versteckt und gerettet, was er in vielen Interviews, die Brauer bis zuletzt gab, erzählte. Brauer verschwieg auch nicht, dass es Frauen gab, ausschließlich Frauen…

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