Archiv für die Kategorie Freitags Community

Die Reservisten des Freitag

Über Sinn und Funktion eine beständigen Gefühls

Über Sinn und Funktion eine beständigen Gefühls

Eigentlich ist das Thema längst abgearbeitet, aber im Zusammenhang mit dem antisemitischen Grass-Gedicht tat sich die antizionistische Wochenzeitung „derFreitag“ mit seinem Herausgeber wieder einmal höchst unrühmlich hervor. Der Herausgeber des Freitag, Jakob Augstein bezeichnete den Satz von Grass, “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden”, als richtig und dankte Grass dafür und in der Community des „Freitag“ meinte Georg von Grote: “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich.” Henryk M. Broder schrieb darauf auf seiner „Achse des Guten“ in Jakob und seine Brüder: „Und „wenn’s Judenblut vom Messer spritzt“, dann gehts Jakob und seinen Brüdern gleich “nochmal so gut”, dann haben sie ihren Judenknacks endlich überwunden. „

Henryk M. Broder  machte mir den Vorschlag doch auf der „Achse des Guten“ etwas über den „Freitag“ zu schreiben. Da fidelche bereits in Erwägung zog mit Henryk M. Broder ein Buch über den „Freitag“ zu schreiben, mit Uwe Theel als einen wichtigen Protagonisten, dachte ich, dass ich das Angebot gerne annehme. Heraus kam dabei folgendes, was seit vorgestern auf der „Achse des Guten“ (ohne Links) nachzulesen ist:

Die Reservisten des Freitag

Vor zwei Jahren wagte ich mich in Jakob Augsteins „Freitagscommunity“, dem Bloggotop des Meinungsmagazins, den Versuch zu starten, über Antizionismus und Antisemitismus aufzuklären durch eigene Beiträge und Kommentare. Ein gutes halbes Jahr und sieben vielkommentierte Beiträge lang war ich dabei, bis zu meinem Ausschluss im Sommer 2010. Dass sich seitdem nicht viel getan hat in der Ausrichtung des Blattes und seiner Online- Version, zeigen die aktuellen Diskussionen über das „Gedicht“ von Günter Grass.

Über den „derFreitag“, den Augstein 2008 als Marke von einer  ost-west-deutschen linken Zeitungstradition übernommen hatte, wusste ich damals nur, dass er ein israelkritisches Blatt ist, in dem die obligatorischen “jüdischen Kronzeugen” von Uri Avnery, Felicia Langer, Avraham Burg bis Moshe Zuckermann und „Israelkritiker“ von Ludwig Watzal, Norman Paech bis Mohssen Massarrat zu Wort kamen und der „Ressortleiter Politik“ ein gewisser  Lutz Herden ist.

Herden z.B. bezeichnet Israel in seinen Artikeln als Paria-Staat, vergleicht Israel mit dem Apartheitstaat Südafrika, zitiert eine Aussage der PLO, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzt,  behauptet, dass die israelische Armee den Gaza-Streifen eingeäschert habe, nachdem sie ihn zuvor jahrelang blockiert und belagert hätte,  schreibt vom “Vernichtungsfeldzug gegen die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen”,  fordert eine Verurteilung Israels im Weltsicherheitsrat, weil Israel „die kleine Flottille mit Hilfsgütern für den isolierten und systematisch ausgehungerten Gaza-Streifen in internationalen Gewässern“ aufbrachte, und Lutz Herden beklagt sich, dass „das Existenzrecht Israels in fast jeder Hinsicht über dem Völkerrecht“ steht.
Wenn ein  „Ressortleiter Politik“ eine solche Sicht auf den Nahostkonflikt verbreitet, war fast voraussehbar, wie die dem „Freitag“ seit Anfang 2009 angeschlossene Community der Blogger, welche mit dem Online- und Print-Freitag verknüpft ist, sich mehrheitlich äußern würde. Die überwiegende Feindseligkeit in diesem Forum gegen den Staat Israel war und ist heute noch atemberaubend. In den zahllosen Artikeln dieser Community gegen Israel werden Boykottaufrufe gegen den Judenstaat initiiert und so gut wie jede israelische Verteidigungsmaßnahme wird im Gegensatz zu den Terrorangriffen und Selbstmordattentaten der Hamas und Dschihadisten aufs schärfste verurteilt. Durch meine Beiträge gegen Antisemitismus geriet ich in der „FC“ genannten Schreiberschaft rasch unter Beschuss.

Folgende Reihung von Kommentaren im Bloggerbereich (in originaler Orthografie) ist durchaus beispielhaft für die Tendenz dieser Community: „… Jeder weiß es: Israel hat den Palästinensern ihr Land genommen. Sie sollten sich dafür, nach 60 Jahren Unrecht, bei den Palästinensern entschuldigen und es als natürlich anerkennen, dass so etwas zu einer agressiven Gegenwehr führt – gerade sie müssten es eigentlich verstehen. s gibt keinen Grund, weniger von Israel zu verlangen. …“ (Fro), „Israel ist ein Staat, der systematisch Tausende von Menschen umbringt,  obdachlos macht, Familien auseinander reißt und bei Menschen, die nicht  sterben Traumata herbeiführt“ (BOT), „Der Zionismus ist rein ideologisch der Zwillingsbruder des nationaldeutschen Imperialismus“ (zelotti), „Ich könnte Ihnen jetzt Opferzahlen aufführen und noch so Zeugs, aber ich will es wirklich nicht mehr. 1,5 Millionen (oder waren es mehr – weniger?) im Gaza-Streifen eingeschlossene Menschen, die KEINERLEI Fluchtmöglichkeit hatten, zusammenzuschiessen,das war wirklich ne tolle Leistung. Sind eigentlich inzwischen alle dort verhungert? Man hört ja nichts mehr?“ (thinktankgirl), “Wenn ein Terrorist eine Bombe auf einen israelischen Bus schmeißt, wird er keine Unschuldigen treffen” (Fritz Teich, mittlerweile durch die Moderation der Community gelöscht), „abgesehen davon, dass es in Hama nicht sehr viel heimeliger ausgesehen haben wird als in Bergen-Belsen und in Sinjar nicht sehr viel appetitlicher als in Dresden” (Rahab),  “Man kann die Free Gaza Kampagne online unterstützen und einen Aufruf unterzeichnen, der das Ende der völkerrechtswidrigen Blockade fordert.  Auch Spenden sind willkommen“ (Freiheitsliebender), “die Einstaatenlösung ist das einzig Mögliche und muss unterstützt werden!!“ (Emma in Uniform), „Ist der Rassismus irgendwiedings zu rechtfertigen, den M. Begin und Gurion an den Tag legten?“ (Emma in Uniform).

Es gibt natürlich auch heute Blogger in diesem Forum, die dem obligaten linken Antisemitismus entgegentreten. Ob sie noch mit solchen Beleidigungen rechnen müssen (geduldet von der Redaktion, entgegen den eigenen AGB)? Etwa: bezahlter Propaganda-Schreiberling (thinktankgirl), rechtes Torpedo (Uwe Theel), männer stehen auf nem balkon und holen sich einen runter (Rahab), Du Wicht! (TomGard), du betreibst „Selektion“! in meinen augen trittst du hier in der fc als ein dr. mengele und ein eichmann auf (Rahab), einfältiges Kerlchen (Magda), dagegen fällt dir und gremliza auch nix besseres ein als der vorschlag, frauen sollten sich doch ihrerseits auch zu durchfickerinnen emanzipieren (Rahab)

Kaum verwunderlich war und ist in dieser seit Februar 2009 sich in die Welt verbreitende Community, dass die antisemitischen und sozialdarwinistischen Theorien auch von Silvio Gesell als „emanzipatorisch“ (thinktankgirl) gefeiert werden oder Rudolf Steiner „für die guten Dinge, die er der Welt geschenkt hat“ (Wurzelrassentheorien etwa) gedankt wird (Ehrlicher). Abgerundet wird das Bild durch die Trauer des Freitags-Herausgebers zum Tod von Osama Bin Laden und wie jüngst, sein Dank an Grass für sein israelfeindliches Gedicht.

So verwunderlich es ist, mit welcher Inbrunst diese Leute 65 Jahre nach Auschwitz gegen Juden agitieren, so unmöglich scheint es fanatische Antizionisten und Esoteriker von ihrem Wahn zu befreien. Die Flakhelfergeneration um Günter Grass muss sich jedenfalls um Nachwuchs nicht sorgen, weil die deutschen Weltfriedensrichter nach dem deutschen Massenmord an den Juden Israel mehr denn je mit Lob und Tadel  beiseite stehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde.

Das Anschreiben gegen und immer wieder Benennen von Antizionismus, Israelhass  und Schuldabwehrantisemitismus ist eine „Mission Impossible“. Betrieben werden muss sie aber trotzdem!

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_reservisten_des_freitag/

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4 Kommentare

„Luggi“ und die „Antideutschen“

Wenn man vor 30, 40 oder 50 Jahren mehr soziale Gerechtigkeit forderte, gegen die sogenannte Nachrüstung war, oder sich nur für mehr Kindergartenplätze einsetzte, bekam man von Konservativen, Unionswählern und FDP-Leuten  zu hören: „Dann geh doch rüber“. Mit diesem „Totschlagargument“ war die Diskussion beendet, abgesehen davon, dass eine Diskussion mit „beschränkten Menschen“ ohnehin kaum gewinnbringend war.

Nachdem die DDR seit 1989 leider nicht mehr existiert, ist obiges Zitat (noch) sinnlos(er) geworden. Ein „wichtiger“ Ersatz bzw. vergleichbares „Funktionspendant“ für viele vaterländische „FreitagsbloggerInnen“  ist heutzutage die „Eingliederung“: “Du bist ein Antideutscher!“ Wer sich beispielsweise in der „Freitags-Community“  für das Existenz- und Verteidigungsrecht Israels einsetzt und/oder auf verkürzte Kapitalismuskritik à la NSDAP- gutes Produktionskapital / böses Finanzkapital – aufmerksam macht, muss mit dem Attribut „Antideutscher“ leben. Sobald die „deutschnationalen“ Blogger der Community mit ihren substanzlosen, meist antisemitisch garnierten, Beiträgen, nicht mehr weiter wissen, also offenbar selbst ihre Unterlegenheit erkennen, wird ihr Diskussionsgegner des „Antideutschtums“ bezichtigt und schon fühlen sich diese Diskutanten als vermeintliche Sieger des „Diskurses“. Als „Nachgefechte“ folgen meist noch Kommentare, wie „Gib Deinen deutschen Pass ab“, „schreib lieber bei Bahamas“ oder ähnliches. „Antideutscher“ ist man sehr schnell in dieser sogenannten „linken“ Community. Wer gegen die Wiedervereinigung war, wer Israel verteidigt, wer keine Deutschland-Fahne während der WM am Auto hatte, wer gegen den Angriffskrieg  und die Bombardierung der BRD  auf Jugoslawien war, wer gegen den deutschen Krieg in Afghanistan ist, wer gegen das Wirtschaftsprogramm der NSDAP war, muss damit rechnen das Etikett „Antideutscher“ angeklebt zu bekommen. Wie, in so gut wie allen meinen “Freitagstexten“, so auch in meinem Blog, Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive Kapitalismuskritik, wurde nach diesem Muster verfahren. Im angesprochenen Blog  wies ich darauf hin, dass Faschismus und Nationalsozialismus mit regressiver Kapitalismuskritik agierten, dass viele frühsozialistische Theoretiker verkürzte Kapitalismuskritik, im Gegensatz zu Marx, betrieben. Des Weiteren ging es um  die verkürzte Kapitalismuskritik in der aktuellen Finanzkrise. Nachdem keinerlei ernsthafte Argumente dagegen vorgebracht werden konnten, schrieb „Freitags-National-Blogger“ „Luggi“ einen „verzweifelten“ Kommentar mit einem Link auf die bizarre Definition der „Antideutschen“, des SAV Mitglieds und „Hisbollahanhängers“ Claus Ludwig. In Claus Ludwigs Text, „Mit den Imperialisten für den Fortschritt?“ stehen, unter anderem Schwachsinn, Sätze wie: „Am Anfang der „antideutschen“ Ideologie steht die Einschätzung, dass der moderne Antisemitismus erstens den Holocaust als historisch unvergleichliche Katastrophe hervor gebracht hat und zweitens, unter Verwendung der „Kollektivschuldthese“, Produkt des gesamten deutschen Volkes war.“   Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich die „Freitags-Deutschtumbewahrer“ „koslowski“, „thinktankgirl“, „Phineas Freek“,“ Magda“, „Fro“ usw., um kundzutun, „das nun alles klar sei“,  da ein „Antideutscher“ grundsätzlich im Unrecht ist. (Nebenbei sei erwähnt, ich würde mich nicht als Antideutscher bezeichnen)

In welcher „Sparte“ der  Kölner Stadtrat und Israelgegner Claus Ludwig (rot eingekreist) anzusiedeln ist, dürfte aufgrund seiner „Hisbollah-Auftritte“ leicht erkennbar sein. Beispielsweise am Samstag, den 12. Mai 2006 fanden sich in Köln-Kalk etwa 300 Personen zusammen, um gegen Israel und sein Recht auf Selbstverteidigung zu demonstrieren. Die ideologische Zusammensetzung dieser Demonstration, auf der Stalinisten, Trotzkisten, Hisbollah- und Hamas-Anhänger zugegen waren, war homogen. Parolen wie: „Kindermörder Israel!“ und „Internationale Völkermordzentrale Israel“ wurden gegrölt. Hisbollah-Fahnen und Bilder des Hisbollah-Chefs Nasrallah sowie eine Fahne der radikalislamischen Hamas wurden während der Demonstration unbehelligt geschwenkt. Natürlich war der Kölner Stadtrat Claus Ludwig auf der Hisbollah-Demonstration dabei. Claus Ludwig hat offenbar keine Probleme mit der islamfaschistischen Hisbollah und deren Symbolen des Terrors. Mit der Teilnahme Ludwigs an der Demonstration in Kalk wird deutlich, dass er auch das Mittel der nackten Gewalt zum Zwecke der Vernichtung des jüdischen Staates nicht ausschließen will. Im Bild rechts, erkennt man die „Freunde“ von Claus Ludwig und vermutlich auch von  „Luggi“, „Magda“, „thinktankgirl“ und Co, die „Friedenskämpfer“ der Hisbollah beim Hitlergruß.

Im Folgenden sind ausgewählte Kommentare aus dem Proudhon Blog von „Luggi“, „Magda“, „tinktankgirl“ und Co. zu lesen:

luggi schrieb am 16.05.2010 um 20:11
1. Ich weise darauf hin, dass fidelche und Co. bisher hauptsächlich kritisiert haben; mehr ist nicht zu erkennen. 2. Ich weise darauf hin, dass mit der Etikettierung seitens fidelche ich ein Faschist, Nationalsozialist und Antisemit bin. 3. Ich weise darauf hin, dass o.g. von fidelche bereits in anderen Blogforen Gegenstand der Veröffentlichung war und sehr wenig bis keine Resonanz fand.4. Ich weise darauf hin, dass der Begriff „regressive Kapitalismuskritik“ eine Erfindung von fidelche und Co. ist, um Linke zu stigmatisieren.5. Ich weise auf ein sehr aktuelles Dokument hin, dass fidelches und Co. Aktivitäten kennzeichnet: scheinbar links

koslowski schrieb am 16.05.2010 um 21:00 Ich bedanke mich für den Link, sehr aufschlussreich und für mich eine Hilfe, die vorherigen Blogs des Autors einzuordnen.

luggi schrieb am 16.05.2010 um 21:04 luggi tut, was er muss 😉

thinktankgirl schrieb am 16.05.2010 um 21:29 gutes luggi! gutes dokument! Generell zu Kapitalismuskritik:  Es gab und gibt viele Spielarten der Kritik am Kapitalismus, die auch immer vom herrschenden Zeitgeist beeinflusst sind. Gsell: so unterliegt es keinem Zweifel, daß die Mütter das meiste Anrecht  auf die Grundrente haben. Zu demselben Ergebnis kommt man, wenn man das Naturweib, das wie eine Königin über die Natur ringsum verfügt, mit unseren armseligen Fabrikarbeiterinnen vergleicht. Diesen Ansatz würde ich zu den mutterrechtlichen Strömungen, die sich auf  Bachofen berufen, zurückführen.

Phineas Freek schrieb am 16.05.2010 um 22:03 Das wird ja mal Zeit –  besser spät als überhaupt nicht.  Wer sich die ultrarechte und auf „links“ getrimmte Hetze der „anti“ – deutschen Wirrköpfe einmal anhören möchte – hier ist die Gelegenheit. Hier referiert der Hamburger Ex-Linke Justus Wertmüller und Häuptling des  „anti“- deutschen Zentralorgans BAHAMAS persönlich und bringt die Ziele und Strategie der „anti“ – deutschen Kampfgemeinschaft besonders offen und prägnant auf den Punkt – darunter auch genau dass was Genosse Fidelbums hier betreibt. Den Rot=Braun-Hasspredigern geht es darum, die gesamte Linke zu bekämpfen (also auch Autonome, Libertäre, MarxistInnen etc, diverse Flügel in der Linkspartei, Antirassistinnen usw.). Wer im innerlinken Richtungsstreit meint, er könne die Unterstützung von Bahamiten für die eigene Strömung  nutzen, kollaboriert mit Rechtsradikalen. Der knapp 15 Minuten lange Mitschnitt erspart einem die sehr zeitraubende und nervtötende Lektüre der mit maximaler Unverständlichkeit kokettierenden Pamphlete, die von diesen Dreckschleudern verfasst werden.  www.freie-radios.net/portal/content.php?id=17116

luggi schrieb am 16.05.2010 um 22:13
Sie tragen eine rote Binde, wahrscheinlich am rechten Arm.

Magda schrieb am 16.05.2010 um 22:49 Bahamas – alles klar. „Wer im innerlinken Richtungsstreit meint, er könne die Unterstützung von  Bahamiten für die eigene Strömung nutzen, kollaboriert mit  Rechtsradikalen.“ Genau. Und danke.

Fro schrieb am 17.05.2010 um 00:59 Danke Luggi und Phineas Freek für die Recherchearbeit. Ich konnte fidelche bisher nicht einordnen – mir ging nur seine destruktive, provokante, spalterische, missionarische und kritikresistente Art auf den Keks. Habe auch noch einmal recherchiert und sehe seine Positionen auch im „antideutschen“ Spektrum. Vielleicht kennt sich jemand  damit aus und schreibt mal einen Hintergrund-Blog. Die „Antideutschen“ scheinen gut im „Geschäft“ zu sein – bis hinein in die Partei dieLinken.     @fidelche: fühlst du dich den „Antideutschen“ nahe? Was ist deine Mission?

Magda schrieb am 17.05.2010 um 09:43 „Ich konnte fidelche bisher nicht einordnen – mir ging nur seine destruktive, provokante, spalterische,  missionarische und kritikresistente Art auf den Keks.“ Ich habe den Eindruck, das ist irgendein mit ein paar Zutaten programmierter Textgenerator.

Fro schrieb am 17.05.2010 um 20:50
Korrektur/Ergänzung meines Kommentars von 20.31 fidelche schrieb am 17.05.2010 um 12:12  und 17.05.2010 um 13:13 Rainer Kühn, fidelche. Unglaublich, was ihr euch da leistet. Das ist m.E. ein wesentlicher  Bestandteil deiner Mission fidelche und auch die der „Antideutschen“:  Linke diffamieren und Spalten. Irre Unterstellungen die ihr da bringt und  einfach widerlich.Wer Demokratie als rechtes Projekt an sieht, muss schon ganz schön durchgeknallt sein. Und wer mich als Rechten bezeichnet ebenso. Sollte jemand eine  rechtsverdächtige Äußerung in meinen über 800 Kommentaren oder Blogs finden, gebe ich ihm einen aus. Ich bin als Linker geboren – und bin es immer noch – mitunter mache ich  sogar Werbung für die Partei die Linken. Nur habe ich vor drei Jahren entdeckt, dass das Verlangen nach Demokratie und ihre Einführung der Schlüssel für eine grundlegende politische Veränderung sein kann – weil linke Forderungen mittlerweile Mehrheitsmeinungen sind. Und mein erster Blogbeitrag befasst sich genau mit diesem Thema. Im übrigen bin ich 100% parteifrei, religionsfrei und ideologisch nicht  gebunden. Ziemlich frei also – das Symbol für Freiheit ist für mich ein  fliegender Adler.Ich bin am überlegen eine Sperrung gegen dich, fidelche anzuregen. Und  dass Rainer Kühn nach dieser hasserfüllten (ich weiß nicht warum)  denunziatorischen Diffamierung gegen mich hier noch einmal auftaucht ist hoffentlich ausgeschlossen.

fidelche schrieb am 18.05.2010 um 08:21
@Fro schrieb am 17.05.2010 um 20:50
„Ich bin am überlegen eine Sperrung gegen dich, fidelche anzuregen.“ Hallo Fro,  ich bin mal gespannt wie Deine Begründung für Deinen Ausschluss-Antrag aussehen könnte. Etwa so: Fidelche hat ganz gemeine Sachen gegen Proudhon und Gesell geschrieben. Dann hat er noch behauptet Mussolini war mal Sozialist, bevor er Faschist wurde. Und immer wieder behauptet er dass die NSDAP regressive Kapitalismuskritik gemacht hat. Die NSDAP soll zwischen Produktionskapital und Finanzkapital unterschieden haben. Und dann schreibt er immer dass Marx recht hatte und hat. Außerdem ist er ein böser Antideutscher. Der berühmte Claus Ludwig von der weltbekannten SAV hat uns erklärt was Antideutsche sind und was die für böse Sachen sagen. Ich und Uwe Theel und der TomGard und viele andere, wir bringen immer gute Argumente, beantworten alle blöden Fragen von fidelche und beleidigen tun wir ihn nie. Wir haben alle einen guten Diskussionsstil. Nur der fidelche nicht.

Ob die „Freitags-Deutschland-Beton-Blogger“, „Luggi“, „thinktankgirl“, „Phineas Freek“,“ Magda“, „Fro“ und Co., auch mit Hisbollah-Fahnen auf Anti-Israel-Demonstrationen unterwegs sind und „Kindermörder Israel!“ grölen, weiß ich nicht. Wegen ihrer durchweg antiisraelischen, teilweise antisemitischen Kommentare in der Freitags-Community, ihrer Verweise und „Lobhudeleien“  auf den, mit der islamfaschistischen Hisbollah demonstrierenden Claus Ludwig, kann ich diese Möglichkeit nicht ausschließen. Präziser gesagt, bei  einigen dieser „Freitagsschreiber“ würde es mich wundern, wenn sie nicht auf vergleichbaren antisemitischen, islamfaschistischen, antiisraelischen Demos zugegen wären. Einige dieser völkischen  Betonblogger sind wahrscheinlich stolz Deutsche zu sein. Ein „herrschaftsfreier zivilisierter Diskurs“ ist nach meinen Erfahrungen in der „bizarr moderierten“ Freitags-Community mit  „Volks-Deutschen“ nicht möglich.

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26 Kommentare

Die "Freitags-Community" und die Religion

Rainer Kühn schrieb am 02.04.2010 um 16:30 Also ich finde, der Beitrag ist doch nur aus Anlaß und für die Ostertage eine kurze Zusammenfassung von Religionskritik als Movens säkularer Aufklärung und der punktuelle Hinweis auf die große Kriminalgeschichte des Christentums und der Religion überhaupt. Wenn Marx konkret auch Religionskritik meinte und übte, so ist doch ihm und kritischen Theoretikern die Metapher des Opiums fürs Volk wichtiger: nämlich Ideologiekritik zu betreiben für eine Entgötterung und also Befreiung der Menschheit.

Magda schrieb am 02.04.2010 um 17:37 „Also ich finde, der Beitrag ist doch nur aus Anlaß und für die Ostertage eine kurze Zusammenfassung von Religionskritik als Movens säkularer Aufklärung und der punktuelle Hinweis auf die große Kriminalgeschichte des Christentums und der Religion überhaupt.“ Das kann ja alles sein, aber von so einem selbsternannten einfältigen Kerlchen lass ich mich nicht gern einweisen, vor allem, wenn bei all seinen postings immer der Eindruck entsteht, er wäre auch irgendwie gern ein Gott oder Guru von was weiß ich was. Nervtötend so etwas. Diese Art von Disputen gehen im Internet nur, wenn jemand mit Sachkenntnis einen Beitrag voranstellt und nicht so ein selbsternannter Hobbykritiker, der sich offensichtlich mopst.

fidelche schrieb am 02.04.2010 um 18:09 @Magda  –  Darum wäre jemand mit Ihrer Sachkenntnis so wichtig in diesem Blog. Vielleicht könnten Sie etwas von Ihren religiösen Erfahrungen hier zum Besten geben. Das wäre schön.  – PS: Ich war übrigens jahrelang Atheist, bis ich merkte dass ich Gott bin. Wenn Sie monatlich 278,55 Euro auf mein Konto überweisen, garantiere ich Ihnen den Einzug ins Paradies (ewiges Leben inkludiert). Die Bankverbindung gebe ich Ihnen bei Bedarf an. Sie haben die Wahl. Das Angebot ist limitiert und gilt vorerst nur bis Ostermontag.

Mit 660 Kommentaren dürfte das Religionsblog der Rekordhalter im der Freitags-Community sein. Das Blog startete am Karfreitag und war ein Heidenspaß. Das Religionsblog bestand aus zwei aktuellen Ereignissen (islamistisches Selbstmordattentat & katholische Missbrauchsdebatte), einer „Turteltauben-Bibelstelle“, drei frauenfeindlichen/antisemitischen Luthertzitaten, einem Verweis auf die christliche NS Kollaboration, einem religionskritischen Marxzitat und einem Gedicht von Theodor Lessing. Dies reichte um die die „Freitags-Gläubigen“ in „Aufruhr“  zu bringen.  Der später von mir zitierte Gremliza Text „2000 Jahre sind genug“, speziell die Zeile, „Jedes Stückchen Emanzipation der Menschheit, noch das bescheidenste, ist nicht mit, sondern gegen Religion und Kirche erkämpft worden“, brachte die „Brüder und Schwestern“ zur Weißglut. Die „linken“ „Freitags-Gläubigen“ zeigten kaum die Bereitschaft ihre religiösen Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Sie bestritten Frauenfeindlichkeit, Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus der angesprochenen Religionen. Die Betonfeministinnen um „Rahab“, wie „Titta“, „DamevonWelt“ usw. entgegneten (stets mit einem virtuellen „Knicks“ in Richtung „Rahab“), dass Bibelexegese völlig anders funktioniere. Zudem dürfte man, nach Ansicht der meisten „Freitags-Gläubigen“, nicht auf die Verbrechen von Christentum und Islam aufmerksam machen, da dies alles im Kontext der jeweiligen Zeit gesehen werden muss. Sigmund Freud bezeichnet die Religion als infantile Wunschvorstellung (Vaterkomplex, Ödipuskomplex), universelle Zwangsneurose und Illusion, fordert die Überwindung der Religion. Mit den „Freitags-Gläubigen“ hätte er seine Forschungen und Forderungen eindrucksvoll belegen können. Das Religionsblog machte nicht nur viel Spaß es war zudem sehr erkenntnisreich. Die eifrigsten Religionsverteidiger waren in den Israelblogs die vehementesten Israelkritiker. Uwe Theel beispielsweise, der an einen „gütigen Gott“ glaubt, in der evangelischen Kirche in Hessen organisiert ist, lobpreiste in den Israelblogs Sarah Wagenknechts antiisraelischen Auftritt im Bundestag, stritt Israel das Selbstverteidigungsrecht ab und verteidigte permanent antisemitische Chomsky- und Watzal-Zitate. Freitags-Blogger „Columbus“ phantasierte mal wieder von angeblichen israelischen Umsiedlungsplänen, die er Tilman Tarach und mir unterstellte. Vermutlich spielt zumindest im Unterbewusstsein bei diesen Freitagsbloggern die Kreuzigung des „Gottessohnes“ Jesus für ihren Antizionismus eine wichtige Rolle. Irgendwie schieben sie den damaligen Juden die Schuld für die Kreuzigung ihres „Gottessohnes“ in die Schuhe und haben deshalb eine Abneigung gegen die jetzigen Juden in Israel. Natürlich gibt es nicht nur christliche Antisemiten in der Freitags-Community. Die herausragende islamische Vertreterin mit antiisraelischen Gefühlen ist „Alien59“:

alien59 schrieb am 03.04.2010 um 06:21 Nur ganz kurz: ich bin der Auffassung, dass die Frage, ob der Koran, der Islam, frauenfreundlich ist oder nicht, irrelevant ist. Diese Frage ist Ausfluss einer Denkweise, die es sich anmaßt, Göttliches zu beurteilen. Nicht der Islam hat den Menschen angepasst zu werden, sondern die Muslime haben sich an den Koran zu halten. Daher – mögen sich Atheisten und sonstige mit diesen Überlegungen die Zeit vertreiben, Zeit, die sie nützlicher anders verwenden könnten.

Die Freitagsbloggerin „alien59“ schreibt antiisraelische Blogs im Freitag und auf WordPress. Laut „alien59“ darf man den Koran nicht kritisieren, da er von Gott (Allah) gegeben und deshalb unangreifbar ist. Auf die These: “Gehen wir einmal davon aus dass Gott existiert. Dieser Gott ist allmächtig und allwissend. Gott müsste wenn er allwissend ist, auch die Zukunft kennen. Alles Tun und Handeln der Menschen wäre festgelegt. Die Menschen sind in dieser Logik nicht für ihre Handlungen verantwortlich, weil wir nicht anders handeln konnten. Falls der vermutete Gott allwissend ist, kann er nicht allmächtig sein, weil er sich durch die Festlegung der Zukunft (=allwissend) alle Handlungsspielräume in Zukunft genommen hat (=nicht allmächtig)! Umgekehrt gilt, ein allmächtiger Gott kann nicht allwissend sein!„ schrieb Linksparteimitglied Uwe Theel mehrmals, „verzweifelte“  Kommentare:

Uwe Theel schrieb am 05.04.2010 um 22:12 @ fidelches Rätsel vom 05.04.2010 um 20:25 Wie naiv, darf`s denn sein? Uuups, Sorry, Ok, bleiben wir logisch! Fidelsche Dein Dr. Boedele hat in seinen „logische“ Konstruktion mehrere Voraussetzungen eingebaut, die gar nicht zwingend gegeben sind, daher kann ich Dein Rätsel auch lösen Gott ist allwissend und allmächtig: Begründung: Selbst wenn Gott allmächtig und allwissend ist, braucht er noch lange nicht alles zu tun was er könnte, er braucht auch nicht alles, oder gar nichts von dem, was er weiß den Menschen mitteilen. Er kann auch wissen, daß er für die von ihm voraussehbare Zukunft gar nichts festlegen will, sondern uns machen lassen läßt. Dann könnte es schnell zu ende sein. Nie hat Gott gesagt, daß es kein Ende geben werde: „Und siehe, ich bin bei euch, bis an der Welt ende“, Soviel hat er zum (logischen) Ende gesagt. Das mit Armageddon und so lassen wir jetzt für die Verfilmung am Rande. Wir bilden ja nur das logische Modell. Wenn er, im protestantischen Sinne den Menschen ihre Freiheit läßt, so werden diese in jedem Augenblick sein System „zufällig“ beeinflussen. Gott in seiner Allmächtigkeit wird es nicht schwer fallen, da den Überblick zu behalten, sich zu ärgern oder sich zu freuen oder uns die Sintflut zu schicken oder von vorne anzufangen. Eingreifen bräuchte er nur, wenn er tatsächlich ein von ihm unabänderlich vorgegebenes Ziel für die Menschheit in begrenzter Zeit vielleicht noch zu erreichen fest vorgesehen hätte. dazu könnte man locker annehmen, dass Gott mindestens. für die nächsten Stufe als Rechts- und Gesellschaftssystem den Kommunismus vorgesehen hat. Das jetzige System – das hast Du richtig gesehen Fidelsche – ist damit nicht vereinbar. Einen klaren Zeitplan zur Erreichung der nächsten Stufe hat er nicht vorgesehen. es kann also noch etwas dauern. So Fidelsche/Dr. Boedele jetzt habe ich das Rätsel gelöst und gerade kommt auch die Kaffeekanne aus dem All vorbei, da will ich mir mal eine Tasse gönnen und das hier in die Umlaufbahn dafür schicken.Ich freue mich schon auf das nächste Spiel. P.S. Ob Du eingeliefert wirst oder nicht, wird Deine reale Umgebung festlegen, hier im virtuellen raum ist sowieso alles möglich.

Rainer Kühn schrieb am 05.04.2010 um 22:21 Obiger Beitrag ist falsch: Begründung: Der Gegner wird wahrschlich „eingeliedert“: Deshalb kann sich der trollige Schreiber also nicht auf „das nächste Spiel“ freuen. Auperdem sind üner die Maßen Tippfehler ein weiterer Grund für eine Spielabsage.

Dr.Boedele schrieb am 05.04.2010 um 22:37 @Uwe Theel  Wie könnte er allwissend sein, wenn er mir die Wahl läßt wie ich mich in 5 Minuten frei entscheiden werde? An Ihrer Logik stimmt was nicht! Sie schreiben: „Er kann auch wissen, daß er für die von ihm voraussehbare Zukunft gar nichts festlegen will, sondern uns machen lassen läßt.“ Läßt er uns wirklich den freien Willen, kann er nur wissen, dass er nichts weiß! Mit der Logik haben Sie`s nicht so, oder? Beste Grüße dr. b

Uwe Theel hat das aufgegebene Rätsel bis heute nicht lösen können. Somit wurde zumindest in der Freitags-Community am 6. April 2010, gut 400 Jahre nachdem Galileo Gallilei bewiesen hat, dass sich die Erde um die Sonne dreht und ins Journal der Menschheit eintrug, „Himmel abgeschafft“, Gott abgeschafft. Ein historisches Datum! Später brachte „Dr. Boedele“ noch einen Gedanken in die Diskussion:

Dr.Boedele schrieb am 13.04.2010 um 20:29 Ich muss noch einen kleinen, einfachen Gedanken loswerden, der einige (gläubige) Leser zum Denken bringen sollte: Das Wissen ist gem. AT das größte Verbrechen. Ist auch einfach zu verstehen: Wer „weiß“, der „glaubt“ nicht mehr! Es steht ganz unverblümt in der Genesis. Das Verbrechen war es, vom „Baum der Erkenntnis“ zu essen. Er (Gott) sagte ihnen (Adam und Eva) sinngemäß angeblich, dass ihre Augen aufgetan, und sie sein werden wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Hinterher war er derart sauer auf diesen „kleinen Obstdiebstahl“ dass er z.B. zur Frau sagte: „Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.“ Und zum Mann: „Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.“ Mit dem bequemen Garten Eden war es Essig! Zum einen sollte man sich die Frage stellen, was ist das für ein Gott der „Wissen“ so bestraft, andererseits hätte er als allwissender Gott doch auch wissen müssen, wie die Menschen reagieren. Daher ist die Strafe, dass wir jetzt so arbeitsam leben müssen, doch ungerecht, oder? Vielleicht kommt erschwerend für den Menschen hinzu, dass es Gott bei Eigentumsdelikten ganz genau nimmt. Die Mehrzahl der Gebote im Dekalog sind Eigentumsdelikte. Darüber muss speziell Rahab nachdenken, für die gilt: „Eigentum ist Diebstahl“ ein Gedanke, den Proudhon, ein klarer Antisemit, der die Ausweisung aller französischen Juden nach China forderte, zwar wieder verwarf, Rahab jedoch bis heute nicht. Und dass er (Gott) uns das „Wissen“ neidet kann man auch daran ablesen, dass der Lichtbringer (lat. Lucifer), also Erkenntnisbringer, der größte Gegner Gottes ist! Dies alles ist zugegebenermaßen ziemlich trivial, aber ein Gläubiger sollte dennoch „wissen“ an was der glaubt! Auch wenn mir bewusst ist, dass „Wissen“ mit Wahrscheinlichkeiten verbunden ist, gibt es für mich hier keinen Relativismus, wie ich mehrfach betonte, der magisches Denken mit rationalem Denken gleichsetzt!@fidelche Ist das der „Balkon auf dem Romeo und Julia sich küssten“, oder um welchen Altan handelt es sich auf Ihrem Titelbild? Beste Grüße dr.b

fidelche schrieb am 13.04.2010 um 21:25 @Dr.Boedele schrieb am 13.04.2010 um 20:29 Sehr verehrter Herr Dr. Boedele, mit Ihren Ausführungen und berechtigten Fragen bringen Sie sicherlich wieder einmal viele Menschen in der Community zum Nachdenken. Ihr Beitrag belegt eindrucksvoll den Widerstreit von Religion und Aufklärung. Ich jedenfalls danke Ihnen für diese klaren und guten Gedanken. Das selbst fotografierte „Titelbild“ zeigt den blauen Balkon am Parque Cespedes in Santjago de Cuba. Auf diesem Balkon hielt Fidel Castro am 1. Januar 1959 seine erste Rede als Staatschef, in der er den Sieg der Revolution über die Batista Diktatur verkündete. Beste Grüße fidelche

Rainer Kühn schrieb am 13.04.2010 um 21:36 „Das selbst fotografierte „Titelbild“ zeigt den blauen Balkon am Parque Cespedes in Santjago de Cuba. Auf diesem Balkon hielt Fidel Castro am 1. Januar 1959 seine erste Rede als Staatschef, in der er den Sieg der Revolution über die Batista Diktatur verkündete.“ DAS finde ich gut und grüße freundlich verbleibend mit meinem mir von obskurer seite zugeschriebenen kürzel rk und freilich auch mit rainer

Rahab schrieb am 14.04.2010 um 01:05 seid ihr allesamt verrückt geworden? – muß wohl so sein. männer stehen auf nem balkon und holen sich einen runter

Rahab schrieb am 14.04.2010 um 10:18 fidelche, ich schrieb es dir schon andernorts: du bist so dumm, dass du brummst. deine sogenannte religionskritik beschränkt sich darauf, dass zu bemängeln, was dich in deinem machtstreben beschneidet. wenn ich genauer hinsehe, stelle ich allerdings fest: an lev 15 stört dich, dass dir damit die billigste methode der empfängnisverhütung verboten scheint. an Luther stört dich, dass er über die juden herfällt – kenntest du seine „Türkenbriefe“, hättest du ihn als blendenen analytiker gelobt. auch die religiös motivierten selbstmordattentäterinnen hatten nur einen schönheitsfehler – sie waren muslimas – wären sie israelis gewesen, hättest du dieselbe tat zu einem akt der notwendigen selbstverteidigung erklärt und alle kritiker des antisemitismus bezichtigt. und das konkordat – wäre WK II anders ausgegangen würdest du es sicherlich als genialen schachzug deines führers bejubeln…. dass es solch dumme männer wie dich gibt, weiß ich. dass von solchen – seien sie kleriker seien sie keine – nichts, zumindest nichts gutes, zu erwarten ist, weiß ich auch. so gesehen gilt für deinen artikel der spruch aus m/avot: es gibt nichts neues unter der sonne. was dir mit deinem artikel gelungen ist, ist dieses: du hast der annahme, dass frauen womöglich doch die besseren menschen sein könnten, ’neue‘ begründungen geliefert. mehr ist bei der ganzen veranstaltung hier für mich nicht rumgekommen. doch – noch was: dummes zeug bekommt sogar von solchen beifall, von denen ich annahm, sie seien in der lage, dummes zeug als dummes zeug zu erkennen. was mich – wieder mal – lehrt, dass männer im zweifel nicht weiter denken können als bis zu ihrer beschnittenen oder unbeschnittenen schwanz-spitze. schade. damit meine ich nicht dr.bödele – der entblödet sich schließlich nicht, die abrahamsgeschichte (die akedat Jizchak) als tatsächliches ereignis zu glauben, in kritischer absicht, versteht sich … so, nun hör ich auf, denn ich mach mir vor lachen gleich in die hose!

fidelche schrieb am 14.04.2010 um 18:37 Tja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Mit Deinen Kommentaren vom 14.04.2010 um 01:05 und 14.04.2010 um 10:18 tust Du Dir und Deinen Anhängern keinen Gefallen. Mit kindergartenmäßigen Beleidigungen disqualifizierst Du Dich, leider. Wenn man keine Argumente hat, kommt ein Text dieser Güte dabei raus. Ein weiterer Beweis meiner Thesen. Vielleicht kann Dir „thinktankgirl“ beim sauber machen helfen. Was wird wohl „Columbus“ zu Deinem Kommentar sagen?

Beleidigungen dieser Art (ein Kommentarstrang 13.4 .- 20.29 Uhr bis 14.4. – 18.37 Uhr) von „Rahab“ waren an der Tagesordnung. Wie an anderer Stelle bereits mehrmals erwähnt, hatte „Rahab“ diesbezüglich keinerlei Sanktionen von der Freitags-Redaktion zu erwarten. Bei dieser Bloggerin ist der Zusammenhang zwischen Antisemitismus, Glaube an „Göttinen“ und “ Gottesmord der Juden“ offensichtlich. Bezeichnenderweise versuchten die Gläubigen immer wieder ihre Götter oder Engel und deren irdische Repräsentanten zu verteidigen, kamen jedoch nie auf die Idee, auf Religionskritik von „rechts“ hinzuweisen. Die Verbindungen von Michael Schmidt-Salomon zu dem australischen Euthanasiepropagandisten Peter Singer wurden nicht thematisiert. Ich hatte keine Lust den religios motivierten Antisemiten der Freitags-Community ein „Argument“ zu liefern. Ich vermute in Nachhinein das Peter Singer für viele dieser Blogger „unproblematisch“ sein könnte.

Über den Streit um das »Ferkelbuch« schreibt Peter Bierl in der Jungle World über „Religionskritik mit reaktionärem Vorzeichen“:„Die so genannten neuen Atheisten in den USA wurden im deutschen Feuilleton überwiegend positiv rezipiert, mit einer guten Portion Antiamerikanismus, der zum Mainstream gehört. In God’s own country rege sich endlich Widerspruch, hieß es. In einem Themenschwerpunkt der Jungle World (Nr. 30, 26. Juli 2007) wies Richard Gebhardt kritisch darauf hin, dass Richard Dawkins »rohen Rationalismus« und Wissenschaftsgläubigkeit vertritt.Amerikanische Linke haben den biologischen Determinismus, der Dawkins’ Religionskritik fundiert, bereits vor Jahrzehnten kritisiert. Dessen Erfolg sollte die Linke auch hierzulande veranlassen, sich kritisch mit Atheismus und der organisierten deutschen Szene auseinanderzusetzen. Denn unter den Stichworten »Religionskritik« oder »Kritik des Christentums« werden allerlei rechte und antisemitische Ansichten zum Besten gegeben. Religionskritik gehört zur Aufklärung, aber nicht jede Religionskritik ist aufklärerisch. »Gott ist tot«, erklärte Friedrich Nietzsche (1844 bis 1900) und schimpfte auf das Christentum als Vorläufer des Sozialismus, da es die Gleichheit aller Menschen vor Gott predigte. Er wollte die »blonde Bestie« von Hemmungen befreien, damit sie ohne religiös induzierte Schuld-gefühle auf Schwächeren herum trampeln könnte. Die Völkischen bekämpften die katholische Kirche als Feindin »organisch-verwurzelten« und vermeintlich geistig tiefschürfenden »Deutschtums« und schmähten die jüdische Religion als rationalistisch, formalistisch und verkümmert. Jakob Wilhelm Hauer (1881 bis 1962), Religionswissenschaftler und Anführer der NS-deutschen Glaubensbewegung, propagierte einen heroischen Christus, der das Juden-tum mit seiner Gesetzesstrenge überwunden habe.“ weiterlesen…

Zum Schluss möchte ich noch auf die letzte „Konkret“, 7/2010, hinweisen. Stefan Frank interviewt den Künstler Ernst Kahl auf Seite 58. In dem lesenswerten Interview geht es auch um das Konkret -Titelbild von 3/1988, auf welches ich im Religionsblog (2000 Jahre sind genug) verwies. Ernst Kahl war der Zeichner des Titelbildes (Jesus am Kreuz mit Maschinenpistole). Später lehnte Konkret Chef Gremliza eine Doppelseite von Kahl ab und meinte, „ er könne es sich nicht mehr erlauben, so etwas zu veröffentlichen, weil es dann wieder 900 Abokündigungen geben könnte.“  „Viele Linke habe ein fast religiöses Verhältnis zu ihrer Ideologie oder witzigerweise noch mehr zur Ideologie anderer, wie beispielsweise zu der Ideologie der Christen. Linke reagieren empfindlicher als Liberale, weil sie sektiererischer sind“, so Ernst Kahl. Viele andere Dinge im Interview sind zum „schmunzeln“, wie die Geschichte über die dänische Mentalität (Mohamed Karikaturen), Titanic-Anekdoten oder „Probleme in Riad“. Am besten selbst nachlesen, denn Alex Feuerherdt schreibt zudem auf Seite 12 über „Free Gaza“ und die „Narrenschiffe“

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Ist "der Freitag" eine antisemitische Zeitung?

Eines vorweg, ich fühle mich der Linken im weiteren und weitesten Sinne, und ganz besonders der protestierenden äußersten Linken, auf weiten Strecken verbunden. Seit über 30 Jahren bin ich Konkret Leser und fühle mich von daher der Aufklärung und der kritischen Selbstreflektion verpflichtet. Kritische Selbstreflektion heißt auch das eigene Umfeld kritisch zu hinterfragen. Eines meiner Ziele war linken Antisemitismus im Allgemeinen und speziell im „Freitag“ aufzudecken und zu belegen, was mir, so meine ich,  eindrucksvoll gelang. In Westdeutschland gibt es Linken Antisemitismus spätestens seit dem 6-Tage-Krieg von 1967. Jean Amérys Text “Der ehrbare Antisemitismus“ beschreibt dieses Phänomen hervorragend. Einst war der Antisemitismus der Sozialismus der dummen Kerle. Heute steht er im Begriff, ein integrierender Bestandteil des Sozialismus schlechthin zu werden, und so macht jeder Sozialist sich selber freien Willens zum dummen Kerl. Die emotionelle Infrastruktur ist da, vor allem in Deutschland, wie ich meine, auch in der Freitags-Community. Der Antizionismus ist ein von Grund auf reaktionäres Phänomen, das von den revolutionären progressistischen antikolonialistischen Phrasen über Israel verschleiert wird. Wer behauptet, das er wohl Antizionist sei, aber beileibe nichts gegen Juden sagen wolle, macht sich und anderen, in der Freitags-Community und anderswo, etwas vor. Ich stimme folgenden Sätzen von Thomas Haury zu: „Als gesellschaftlich geprägte Individuen sind die Linken potentiell so nationalistisch und antisemitisch wie die sie umgebende Gesellschaft, als in Deutschland aufgewachsene sind sie ebenso anfällig für die spezifischen Zwänge des deutschen Nationalismus, für die Verweigerung der Auseinandersetzung mit der belasteten Vergangenheit und für die symptomatische Wiederkehr des Verdrängten in Form eines sekundären Antisemitismus. Es wäre die Aufgabe einer als radikal sich begreifenden und historisch reflektierenden politischen Linken, sich der (selbst-) kritischen Auseinandersetzung zu stellen: Das eigene Bedürfnis nach kollektiver und damit potentiell nationaler Identität reflektieren, das die gesellschaftlichen Verhältnisse verdinglichende antiimperialistische Weltbild als ideologisches und falsches zu kritisieren, den Antizionismus als das aufzuweisen und zu denunzieren, was er ist, in nicht weiter als „links“ durchgehen zu lassen – das muss zum grundlegenden Selbstverständnis einer Linken werden, die sich der Aufklärung und Kritik verpflichtet weiß.“ Als ich mich vor vielen Monaten auf den Seiten der iranischen Lobbyorganisation CASMII bewegte und durch quälte, Texte von Mohssen Massarrat, Werner Ruf, Lutz Herden, Norman Paech  und Ali Fathollah-Nejad, und anderen „Islamverstehern“ und „Israelhassern“ las, wurde mir das klassische Phänomen des Antisemitismus  aus linker Sicht nochmal deutlich vor Augen geführt. Viele der hier schreibenden Autoren schreiben auch im „Freitag“. Die Artikel im Freitag über den Nahostkonflikt, beispielsweise von Ludwig Watzal, Uri Avnery oder Lutz Herden, sprechen eine deutliche Sprache. So schrieb Ludwig Watzal am 21.03.2003: “Vieles deutet darauf hin, dass die israelische Regierung im Schatten eines Irak-Krieges die Palästinenser vertreiben will.“ Uri Avnery meinte am 16.01.2009 über die Hamas: “Und das angesichts einer so mächtigen Militärmaschine wie der israelischen, es wirkt wie ein phantastischer Sieg, wie ein Sieg des Geistes über das Material.“ und Lutz Herden schrieb am 31.5.10: unter anderem: “Manchmal entsteht der Eindruck, es sitzen fanatische Antisemiten in der Regierung des Premiers Netanjahu, die Israel um jeden Preis schaden wollen.“

Auf den Online Seiten des „Freitag“ gibt es die Möglichkeit in einem Forum mit verschiedenen Menschen zu diskutieren. In den AGB steht u. a. „ Insbesondere verpflichtet sich der Nutzer, keine Inhalte zu verfassen oder zu verbreiten, die rassistisch, beleidigend, obszön, vulgär, sexuell orientiert, abscheulich oder bedrohlich sind oder sonst gegen ein Gesetz verstoßen würden. In diesem Freitag-Forum wird die faschistoide Hamas von vielen Bloggern hofiert, der Raketenbeschuss auf Israel verharmlost, Israel das Selbstverteidigungsrecht abgesprochen, de facto das Existenzrecht Israels bestritten. Meiner Meinung wurde teilweise der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Der Antizionismus und der Nationalismus vieler Freitagsblogger ist Bestätigung für die vorhin zitierten Sätze Thomas Haurys. Sobald die, von der Redaktion geschützten „Hamasversteher“ nicht mehr weiter wissen, gibt es Diffamierungen in der Art wie, „Antideutsche raus“, „schreib in der Bahamas“ oder „gib deinen deutschen Pass ab“. Dieser Nationalismus verbunden mit blindem Antizionismus gibt Andockstellen zu rechter Ideologie. Diese Andockstellen sind längst angenommen und der Schritt zur Volksfront und Querfront, wie beispielsweise Jürgen Elsässers Volksinitiative bereits vollzogen. Wer dagegen anschreibt wird mit rassistischen, beleidigenden, obszönen, vulgären, sexuell orientierten, abscheulichen und bedrohlichen Kommentaren „belohnt“. Bemerkenswert dabei, die Freitag-Redaktion bestraft nicht die Blogger die gegen die eigenen AGB verstoßen sondern im Gegenteil, diejenigen die gegen Antisemitismus anschreiben. Auf meinen offenen Brief bekam ich viele Antworten. Durch den Facebook Eintrag der Konkret-Redaktion mit dem Titel: „Verstößt Bloggen gegen Antisemitismus gegen die AGB des „Freitag“?“ und durch einige Mails meinerseits bekam ich viele Rückmeldungen, überwiegend mit der Botschaft, „alles schön und gut, aber was hast Du von der Freitag-Redaktion anderes erwartet.“ Einige Konkret Autoren baten mich in diesem Blog nicht namentlich aufgeführt zu werden, stimmten mir freilich inhaltlich in allem zu. Konkret-Autor Stefan Frank gab mir sein Einverständnis, er schrieb mir in einer Mail: “Was Sie schreiben, ist alles sehr richtig, und Ihr Kampf gegen den Antisemitismus sehr wichtig, insbesondere, weil sie die Gefechte ins Hinterland des Feindes tragen. Nun wundere ich mich allerdings, dass Sie sich darüber zu wundern scheinen, dass der Feind sich das nicht länger bieten lassen will. […] Das ist ja so, als würde man erwarten, in einem Blog der katholischen Kirche den Papst kritisieren zu dürfen, finden Sie nicht? Eine andere Frage wäre, warum müssen sich die „Israelkritiker“ so häufig auf Lügen und Verleumdungen herablassen. Der Freitags-Blogger „Columbus“ (Christoph Leusch) schrieb in mein Améry Blog: „Ihre Gewährsleute, Herr Fiedelche, plädieren für „Austreibung“ und „Umsiedlung“ der Palästinenser, zumindest weiß ich das von dem ominösen Herrn Tarach.“ Später wiederholte er die unverschämte Lüge, die den Straftatbestand der Verleumdung erfüllt, in meinem Slanský Blog: „…Gesinnungsaufsätzen von Grigat und Tarach vollgerungst. Tarach ist ja ein glühender Verehrer der Umsiedlungslehre. Die Palästinenser in die Wüste oder irgendwo nach Arabien.“ Jeder der Tilman Tarachs Buch der ewige Sündenbock gelesen hat, weiß dass diese Verleumdungen von „Columbus“ infam waren. Ich schrieb dies mehrfach in verschiedenen Gegenkommentaren. Konkret-Autor Tilman Tarach hat das Blog mitgelesen und die Freitag-Redaktion mehrmals auf die Verleumdungen von „Columbus“ aufmerksam gemacht. Nach Wochen reagierte die Redaktion, löschte, wie so oft, die Kommentarstränge ohne mich oder andere User über die Maßnahme zu informieren, geschweige denn die unhaltbaren Lügen von „Columbus“ richtigzustellen oder zu beanstanden. Korrekte journalistische Moderation sieht anders aus! Erschwerend kommt hinzu, dass Christoph Leusch „Publizist“ im „Freitag“  ist, also für einige seiner Beiträge, wenn auch geringe, Honorare erhält.  Aktuell unterstellt Freitags-Bloggerin „Rahab“ absolut wahrheitswidrig dem Text von Tilman Tarach und der Zeitschrift konkret sie würden für ein „Groß-Israel“ eintreten. Die Antisemiten bloggen weiter im „Freitag“, während die Gegner der Antisemiten von der Freitag-Redaktion durch deaktivieren, mundtot gemacht wurden und werden. Die Bloggerin „reflexione galore“  wurde letzte Woche von der Redaktion deaktiviert, kurz nachdem sie in Manfred Breitenbergers Blog „fidelche“ gegen „tinktankgirl“ verteidigt hat, was wenig Gutes für die Zukunft erhoffen lässt. Dies sind sicherlich sehr problematische Vorgänge für eine angeblich „linke“ Zeitung. In einem Blog von „Rahab“ wurden die Ausschlüsse von Rainer Kühn und mir noch einmal angesprochen, was durch die Redaktion durch die Sperrung der Kommentarfunktion sehr schnell unterbunden wurde. In dem Zusammenhang stelle ich ausdrücklich fest, ich habe zu keinem Zeitpunkt gegen AGB oder Netiquette verstoßen. Weder, für jeden nachlesbar, im Forum, noch durch Emails oder PNs an die Redaktion oder andere User. Ich Gegensatz dazu, verstoßen hunderte von Kommentaren meiner politischen Gegner gegen AGB oder Netiquette. Dies lässt nur den Schluss zu, dass mein Ausschluss politische Gründe gehabt hat.

Natürlich verdanke ich dem „Freitag“ auch einiges. Ich hatte selten so viel Spaß wie beim Schreiben und Lesen in meinem Religionsblog. Ich hätte nichts über die vielen interessanten Thesen von klugen Leuten erfahren, nichts über exotische Bibelexegese und nicht zuletzt hätte ich Rainer Kühn nicht kennengelernt. Deshalb auch ein kleiner Dank an den „Freitag“. Da es in der Community auch aufrechte, aufgeklärte Menschen gibt, die gegen Antisemitismus, Rassismus und Eugenik anschreiben, kann man den „Freitag“ nicht als antisemitische Zeitung bezeichnen, ob dies nun einer „Feigenblattfunktion“ gleichkommt oder nicht. Dazu kommt, dass einige Redakteure des „Freitag“ mir durch Emails zu erkennen gaben, dass sie mit meiner Position übereinstimmen, sie den „Kampf“ aber längst aufgegeben haben. Die Anwälte von Jakob Augstein müssen also nicht nervös werden. Ich beantworte die Frage: „Ist der Freitag eine antisemitische Zeitung?“, mit nein. Meine Begründung ist, solange Blogger wie „oca“ Aufklärung über die Vorgänge fordern dürfen, solange „Hermanitou“, Louis Levi oder „Manfred Breitenberger“ noch schreiben dürfen, solange es noch mindestens einen Schreiber in dem Forum gibt, der gegen überzogene Israelkritik anschreibt, solange Georg Fülberth noch im „Freitag“ schreibt, ist die Frage zu verneinen. Die beschriebenen Vorgänge bleiben ungeachtet dessen, sehr problematisch für eine „linke“ Zeitung. Eine Zeitung die antisemitische Israelgegner schützt, die die Menschenzuchttheorien, den Antisemitismus und die Eugenik von Silivo Gesell, den Antisemitismus und Rassismus von Rudolf Steiner duldet und gegen meine Argumentation schützt, kann schwerlich das Prädikat „linke Zeitung“ für sich beanspruchen. Hätte Jean Améry die Texte von „Rahab“, „thinktankgirl“, „Columbus“, „Uwe Theel“, „Phineas Freek“ und Co. gelesen und die Reaktionen der „linken Wochenzeitung Freitag“ wahrgenommen, dann hätte meiner Meinung, vermutlich „seine  Auschwitznummer geschmerzt.“  „Seine Auschwitznummer 172 364, schrieb er einst, lese sich kürzer als der Pentateuch oder der Talmud und gebe zudem gründlicher als diese Auskunft über eine jüdische Existenz.

Update 30.6.2010:
Gestern bekam ich um 16 Uhr eine Gruß-Nachricht von Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza, die ich meiner Leserschaft nicht vorenthalten möchte:
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Lieber  fidelche,
zurück von einer fernen Insel schnell einen Gruß, mit dem ich mich Stefan Franks Antwort anschließe.
Wer mit Paech oder Watzal diskutieren will, soll es tun.
Ich geh solange Sarah Silverman gucken.

Ihr Gremliza
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Organisatorisches zur Kommentierfunktion

Liebe Leserinnen und Leser von fidelches cosmos,

einige Freitags-Blogger werden nervös. Unter falschem Namen oder falschen Nicks setzten sie nun Kommentare in Rainer Kühns Blog und hier in fidelches Blog. Sie schreiben dabei in ihren Kommentaren Unwahrheiten und Unterstellungen auf diese Blogs, offensichtlich um Verwirrung zu stiften. Die Resonanz auf die Vorgänge im Freitags-Forum wird den antizionistischen und antisemitischen Israelgegnern, den Freunden von Silvio Gesells Menschenzuchttheorien und Rudolf Steiners Rassismus offenbar zu viel. Ihnen ist nicht mehr ganz Wohl in Ihrer Haut.as bedeutet, dass der Kampf gegen ihre Irrationalität bereits Früchte trägt. Diese politisch etwas verwirrten Menschen der Freitag-Community kommen offenbar ins grübeln.Wie sagte Tse Tung 1939 so schön: „Wenn der Feind uns bekämpft, ist das gut und nicht schlecht: Ich bin der Meinung, dass es für uns – sei es für den Einzelnen, für eine Partei, eine Armee oder eine Schule – schlecht ist, wenn der Feind nicht gegen uns Front macht – denn in diesem Fall würde es doch bedeuten, dass wir mit dem Feind unter einer Decke steckten. Wenn wir vom Feind bekämpft werden, dann ist das gut; denn es ist ein Beweis, dass wir zwischen uns und dem Feind einen klaren Trennungsstrich gezogen haben. Wenn uns der Feind energisch entgegentritt, uns in den schwärzesten Farben malt und gar nichts bei uns gelten lässt, dann ist das noch besser; denn es zeugt davon, dass wir nicht nur zwischen uns und dem Feind eine klare Trennungslinie gezogen haben, sondern dass unsere Arbeit auch glänzende Erfolge gezeitigt hat.“

Ich habe aus oben genannten Gründen, als erste Maßname, die Möglichkeit des anonymen Kommentierens eingeschränkt. Mindestvoraussetzung ist nun eine OpenID. Wenn mir jemand einen Eintrag meldet der unter falschem Namen geschrieben wurde, werde ich dies hier veröffentlichen. Die Kommentare bleiben alle so stehen, damit jeder Leser sieht, auf welchem Niveau sich gewisse Freitags-Blogger bewegen. So sind zumindest die Einträge von „kr“ am 26. Juni 2010 18:21 und „Andrea Hoffmann“  am 26. Juni 2010 21:55  unter falschem Namen gepostet.

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