Gilad Schalit – Einer gegen tausend

Gilad Schalit

Gotteskrieger der Hamas

Im Sommer 2006 wurde  Gilad Schalit, Ehud Goldwasser und Eldad Regev von israelischem Boden von der Hamas in den Gazastreifen, beziehungsweise von der Hisbollah in den Libanon entführt. Bei den beiden terroristischen Entführungsaktionen ermordeten Hamas und Hisbollah weitere israelische Staatsbürger.

Im Juli 2008 tauschte Israel die Leichen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev  gegen fünf inhaftierte Terroristen, darunter den Massenmörder Samir Kuntar, der unter anderem ein vierjähriges jüdisches Mädchen mit einem Gewehrkolben ermordete, nachdem er den Vater des Mädchen vor deren Augen erschoss. Der Unterschied zwischen Barbarei und Zivilisation wurde deutlich als an der Grenze zum Libanon zwei Särge von den israelischen Angehörigen übernommen wurden. Die Hisbollah und die libanesische Regierung bereiteten Samir Kuntar einen triumphalen Empfang, bei dem sich Kuntar mit den Hitlergruß zeigte. Dieser  unerträgliche Triumph der Hisbollah verletzte nicht nur alle israelischen Familien, sondern jeden, der menschliches Mitgefühl besitzt. In den bürgerlichen deutschen Medien feierte man den Bundesnachrichtendienst der den Austausch vermittelt hat.

Nach fünf Jahren Geiselhaft von Gilad Schalit soll nun wieder durch Vermittlung Deutschlands und Ägyptens ein Austausch stattfinden. Für Gilad Schalit sollen über tausend rechtskräftig verurteilte Palästinenser freikommen, darunter knapp 300 Mörder. Israel hofft die Aktivitäten der Freigelassenen geheimdienstlich überwachen zu können. Ob das gelingen kann bezweifeln viele Menschen in Israel. Vor allem Angehörige der Opfer der palästinensischen Terroristen protestieren gegen die geplante Freilassung. Wenn die Mörder ihrer Angehörigen frei und erhobenen Hauptes das israelische Gefängnis verlassen werden, wird ihr Schmerz von neuem beginnen. Für die Hamas ist dieser Deal natürlich eine Aufforderung weitere Juden zu entführen um auch die verbliebenen Mörder zukünftig befreien zu können.

Wenn nichts dazwischen kommt wird Gilad Schalit in dieser Woche freikommen und seine Eltern und seine Geschwister in die Arme schließen können. Der Tausch „Einer gegen Tausend“ ist ein Sieg der israelischen Humanität, ein weiterer Beweis für die Zivilität Israels und ein weiterer Beleg für die Barbarei der offen antisemitischen Hamas, auch wenn viele Antisemiten und Israelgegner in Deutschland dies anderes sehen dürften, was die Berichterstattung von der Süddeutschen Zeitung über die Bildzeitung bis zur „Jungen Welt“ erahnen lässt.

Man stelle sich vor in Deutschland entführt eine rechtsradikale Terrorgruppe einen 19-jährigen Deutschen. Dieser wird fünf Jahre gefangen gehalten. Die Eltern wissen nicht ob er lebt oder tot ist. Würde die Deutsche Regierung einem Gefangenentausch zustimmen? Wäre Angela Merkel dazu bereit? Angenommen die Deutsche Regierung würde einem Gefangenentausch zustimmen. Über 1000 teilweise rechtsradikale Mörder, Terroristen und Schwerverbrecher würden im Austausch freigelassen. Wie würden die deutschen Medien darüber berichten? Ob die deutsche Bevölkerung und die bürgerlichen deutschen Medien dann auch so viel Verständnis für den Deal, für die Entführung zeigen würden?

Auf welcher Seite der „Barrikaden“, also Humanität oder Barbarei, große Teile der „Linken“ stehen belegt eindrucksvoll die nationalbolschewistische Tageszeitung „Junge Welt“ am 17.10.2011 in einem Interview mit Mohammad Abu-Rous: “..Wir freuen uns auf die Freilassung von 1000 Palästinensern, aber für die Gefangennahme des israelischen Soldaten bezahlten wir durch die israelischen Vergeltungsschläge mit mehr als 5000 Toten. Dieser hohe Preis soll auch bei den Verhandlungen nicht vergessen werden. Jetzt sind wir um so mehr besorgt um die hungerstreikenden Gefangenen. Die Freilassung eines Teils der Streikenden wird einen Schlag gegen die Moral der verbleibenden darstellen. Deswegen setzen wir auch unseren Streik fort. Der Ausstand in den Gefängnissen geht also weiter.“

Die Hamas fordert einen reaktionären Gottesstaat in Palästina und will ihre Forderung mit rechtsradikalem Terrorismus, wie der Entführung von Gilad Schalit  durchsetzen und ihre Adepten der „Jungen Welt“ jubeln ihr bedingungslos zu. Wie ideologisch verwahrlost müssen „Linke“ sein wenn sie sich mit  faschistischem Islamismus verbünden, der gegen alles steht, wofür die Linke jemals eingetreten ist. Die antisemitische Hamas verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, die antisemitische Hamas stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse.

Israel lässt seine Bürger nicht im Stich, fordert keine Märtyrer. Israel liebt das Leben, die Hamas liebt den Tod. Ob dieser Gefangenenaustausch, mit seinem moralischen Klassenunterschied den „ehrbaren Antisemiten“ Deutschlands weit über die „Junge Welt“ hinaus peinlich sein könnte, muss bezweifelt werden.

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  1. #1 von F. Wolf am Oktober 18, 2011 - 10:49

    Gutes Timing! Gilad Schalit ist frei! Gilad Schalit wurde im israelischen Fernsehen gezeigt und machte dabei einen gesunden Eindruck.

    http://www.n-tv.de/politik/Gilad-Schalit-ist-frei-article4549201.html

  2. #2 von Zauberberg am Oktober 18, 2011 - 18:36

    Mit diesem Austausch besteht die Gefahr weiterer Entführungen durch die Terroristen.
    Der Tausch „Einer gegen Tausend“ ist auf jeden Fall ein Sieg der israelischen Humanität!

  3. #3 von Rex am Oktober 18, 2011 - 19:21

  4. #4 von Peter Licht am Oktober 18, 2011 - 20:14

    „Gilad Shalit salutiert vor dem Premierminister – ist das ein Zeichen für Militarismus in Israel? Ist es ein PR-Spielchen, um Netanyahus Popularität aufzuhelfen? Ich sehe dieses Bild als vielleicht das wichtigste Bild dieses bisher schon an Bildern und Gefühlen reichen Tags, und ich möchte kurz erklären, warum ich es für bedeutungsvoller halte als die zweifellos emotional starken Bilder der Umarmung von Vater und Sohn.“

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2011/10/18/warum-dieses-bild-wichtig-ist/?mid=507

  5. #5 von fidelche am Oktober 20, 2011 - 10:56

    Um die Dimension des antisemitischen Wahnsinns zu erkennen, empfehle ich folgenden Film über die „heiligen Freiheitskämpfer“ gegen Israel. Ob einige Mitglieder der deutschen Fanclubs von Hamas und Hisbollah auch bereits in „feiner Seide“ gekleidet sind ist mir nicht bekannt. Wenn Westerwelle oder Pax Christi mit der Hamas gegen Israel ankämpfen kann ich es noch nachvollziehen, wenn aber angeblich aufgeklärte Linke dieser menschenverachtenden Ideologie folgen, wird es skurril. Noch skurriler wird es, wenn die Kämpfer der Hamas und ihre Adepten in Deutschland nicht Antisemiten genannt werden dürfen.




  6. #6 von Elias am Oktober 20, 2011 - 14:37

    Israel liebt das Leben, die Hamas liebt den Tod!!

  7. #7 von Assuan am Oktober 20, 2011 - 14:44

    Den Vergleich mit den deutschen Terroristen halt ich für überzogen, aber ansonsten gute Überlegungen.

  8. #8 von Josbei am Oktober 20, 2011 - 16:01

    Journalistin: Gilad Schalit, du siehst gut aus [sic!]. Wie geht’s dir?

    Gilad: Ich fuehle mich nicht besonders gut … nachdem ich keine Menschen fuer so lange Zeit gesehen habe …

    Journalistin: … hast du je gedacht, dass du den Tag noch erleben wirst und frei kommst? … Warum gab es nur ein Video von dir? …

    Gilad: … Ich habe es vermisst, raus zu gehen, Leute zu treffen, mit Leute zu reden, nicht den ganzen Tag dazusitzen und die gleichen Dinge zu tun…

    Journalistin: Wie war die Erfahrung? Hat sie dich staerker gemacht [sic!]? … Du hast erfahren wie es sich anfuehlt, gefangen zu sein. Es gibt mehr als 4000 Palestinaenser, die immernoch in israelischen Gefaengnissen dahinsiechen. Wirst du dich dafuer einsetzten, sie zu freizulassen? [Hier haette ich am liebsten durch die Mattscheibe alle meine guten Manieren vergessen…]

    Gilad: … wenn sie nicht wieder gegen Israel kaempfen …

    Journalistin: … Vielen Dank und herzlichen Glueckwunsch…

    http://aro1.com/und-waehle-das-leben-kommentar-zur-gilad-schalit-heimkehr/#more-18337

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