Vom Zerfall des „Osmanischen Reiches“ bis zur Gründung Israels

Eine Trilogie – Teil 1

„Land für Frieden“ – unter diesem Motto stand die Regierungszeit von Rabin und Peres. Das kleine Israel, kleiner als Belize und kaum größer als Kuwait (dafür ohne Öl), das gerade mal ein Prozent der Fläche Saudi Arabiens ein nimmt – und 1,5 Promille(!) der Fläche der 18 Staaten der Arabischen Liga – gab Land, doch Frieden bekam es dafür nicht.“ (Tilman Tarach – Der ewige Sündenbock)

Von 1516-1918 kontrollierte das Osmanische Reich große Teile des Nahen Ostens, darunter ebenso die Region „Palästina“. Während des ersten Weltkriegs (1914-1918), standen die Osmanen auf Seiten Deutschlands und damit auf der Verliererseite. Die Dynastie der Osmanen zerfiel, das Sultanat wurde abgeschafft und Atatürk wurde 1923 der erste Staatpräsident der Türkei. Im „Sykes-Picot-Abkommen“ von 1916 zwischen Frankreich und Großbritannien wurde die arabische Region in zwei Zonen geteilt. „Palästina“, das heutige Jordanien, Israel, Gaza und die „West Bank“ wurden in der „Konferenz von San Remo“ im Jahre 1920 britisches Mandatsgebiet. Anfang des 19. Jahrhunderts lebten knapp 300.000 Menschen in Palästina. Das Gebiet war unterbevölkert und stagnierte wirtschaftlich. 1868 schrieb Mark Twain der Palästina besuchte: “Palästina sitzt in Sack und Asche … diese unterbevölkerten Wüsten, diese rosafarbenen Erdhügel … Jericho, das verfluchte, liegt heute als zerfallene Ruine da …über ihm brütet der Bann eines Fluches, der seine Felder hat verdorren lassen, und seine Tatkraft gefesselt hat. … das berühmte Jerusalem selbst, der erhabenste Name in der Geschichte, hat all seine Größe verloren und ist ein Bettlerdorf geworden; die Reichtümer Salomos sind nicht mehr vorhanden, um die Bewunderung zu Besuch weilender orientalischer Königinnen zu erregen. Palästina ist verlassen und hässlich“. Erst mit der Ankunft jüdischer Siedler um das Jahr 1880 änderte sich die Situation spürbar. Bekanntlich lebten bereits vor dem 19. Jahrhundert Juden in Palästina, die in Abgrenzung zu den jüdischen Einwanderern der 1880er Jahre als „alter Yishuv“ bezeichnet wurden. Die Triebfeder für die jüdische Einwanderung war in Russland zu suchen. Nach der Ermordung des Zaren Alexander II und den folgenden  antijüdischen Pogromen in Russland kam es ab 1881 zur ersten Alijah mit circa 70.000 jüdischen Immigranten nach Palästina. Diese Juden hatten sich in „Palästina“ niedergelassen um von palästinensischen Großgrundbesitzern Land zu kaufen und unter anderem Malariasümpfe zu kultivierten. Die Idee einer „Produktivierung“ des jüdischen Menschen, viele waren a-religiöse Sozialisten, durch körperliche Arbeit und Handwerk, verbunden mit einer „Colonisierung“ von Eretz Israel, war Teil des emanzipatorischen Projekts, das bereits von Vertretern der jüdischen Aufklärung propagiert und gegen Ende des 19. Jahrhunderts in  die Tat umgesetzt wurde. Beispielsweise hatte 1870 nahe Jaffa eine jüdische  Landwirtschaftsschule eröffnet, in der die jüdischen Neuankömmlinge ausgebildet wurden. Nachdem die Siedlungen der Juden aufzublühen begannen, nahm ebenfalls die Einwanderung von Muslimen zu. Viele Araber fühlten sich neben dem wirtschaftlichen Aufschwung, von der besseren medizinischen Versorgung, wodurch sich Kindersterblichkeit reduzierte und die Lebenserwartung anstieg, angezogen.  Um das Jahr 1900 war Palästina immer noch eine abgelegene osmanische Provinz und sehr schwach besiedelt. Schätzungen gehen von 400.000 Einwohnern aus.  Bereits 1896 erschien das Buch „Der Judenstaat“ von Theodor Herzl. Für Herzl, der als Begründer des modernen politischen Zionismus gilt, war ein jüdischer Staat wegen des weltweit vorhandenen Antisemitismus notwendig. Der Zionismus wurde durch andere Nationalismen und moderne soziale Bewegungen beeinflusst, vor allem durch die der Arbeiterbewegung. Die sozialistische Kibbuzbewegung wurde 1909 gegründet. Die ländlichen Kollektivsiedlungen mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen funktionierten nach der Devise: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen! Bereits 1909 wurde die jüdische Stadt Tel Aviv gegründet,  eine Stadt, die sehr schnell wuchs, im Jahre 1947 lebten dort bereits 230.000 Einwohner. Noch während sich Palästina im Machtbereich der Osmanen befand erklärten die Briten in der „Balfour-Deklaration“ in Palästina eine „nationale Heimstätte“ für das jüdische Volkes zu errichten.

1923 teilten die Briten das Land „Palästina“ in zwei administrative Zonen. Der arabisch-palästinensische Staat Transjordanien, das heutige Jordanien, wurde abgetrennt. Transjordanien entsprach knapp 80 Prozent der Landfläche Palästinas. In diesem abgetrennten Teil, so die Auflage der Briten,  durften sich keine Juden niederlassen. Transjordanien musste laut der britischen Mandatsmacht „judenrein“ sein, was bis heute der Fall ist und von kaum jemandem beanstandet wird. Die vollständige Unabhängigkeit erreichte Jordanien 1946, bis dahin gab es noch einheitliche Mandatsgesetze, eine einheitliche Währung und Pässe. Die restlichen 20 Prozent, das heutige Israel, die „Westbank“ und der Gazastreifen wurden den palästinensischen Juden, durch  diverse Zusagen und Versprechungen der Briten und des Völkerbundes in der Zeit von 1920 bis 1923, für ihre „nationale Heimstatt“ versprochen. Den gemäßigten Zionisten schien der Kompromiss eine pragmatische Notwendigkeit, obwohl auch Teile des Ostjordanlands für die „Heimstätte“ vorgesehen waren. Die  Gruppe um Wladimir Jabotinsky lehnte diese Einschränkung ab und forderte weiterhin die verstärkte Besiedlung auch der Gebiete östlich des Jordan. Trotz dieser Abtrennung Transjordaniens versuchten die palästinensischen Araber mit mörderischen, terroristischen Aktionen die jüdischen Einwohner zu vertreiben. Beispielsweise während des „Hebron-Massakers“ am 23. August 1929, das unter dem Zeichen des muslimischen  Schlachtrufs, „das Gesetz Mohammads wird mit dem Schwert durchgesetzt“ stand, kamen 67 jüdische Zivilisten ums Leben.  In Safed wurden zur selben Zeit  45 Juden ermordet, insgesamt wurde durch das vom Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, dem unumschränkten Führer der „Palästinenser“,  inszenierte Blutvergießen in diesen Tagen 133 Juden ermordet und 339 verletzt. Viele arabische Einwohner in Hebron versteckten ihre jüdischen Nachbarn, so dass einige Juden das Massaker überlebten. Die Teilnahmslosigkeit, beziehungsweise die Unfähigkeit der Briten die jüdische Bevölkerung zu schützen, dürfte mit den Entdeckungen neuer Ölquellen im arabischen Raum zu tun gehabt haben. Spätestens jetzt wurde der jüdischen Bevölkerung klar, dass sie sich selbst zu wehren hatte. Die Hagana, eine zionistische Organisation zum Schutz für die jüdische Zivilbevölkerung wurde nach einem  Judenpogrom in Jerusalem, 1920 gegründet. Nach den Massakern  des Jahres 1929, die insgesamt zu 133 Toten auf jüdischer Seite führten, begann die Hagana sich ausländische Waffen zu besorgen und  wandelte sie sich von einer untrainierten Miliz zu einer ernstzunehmenden paramilitärischen Vereinigung. 1931 spaltete sich die Irgun, die politisch Wladimir Jabotinsky nahe stand, von der Hagana ab. Sie führte ihren Verteidigungskampf, auch mit terroristischen Mitteln, gegen die britische Mandatsmacht, aber auch gegen die arabische Seite.

Auf palästinensischer Seite war Amin al-Husseini (1893–1974) die treibende und entscheidende Kraft, er war die Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts im „Nahen Osten“.  Der extreme Antisemit Amin el-Husseini  wurde 1921 der politische Führer und das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime. Für die Ausbreitung des modernen Antisemitismus im arabischen Raum und die Zusammenarbeit mit dem NS Regime in Deutschland spielte er die entscheidende Rolle. Als Mufti hat er den Islam auf dreierlei Weise instrumentalisiert, erstens als Basis für einen islamisch motivierten Judenhass, zweitens als Waffe gegen die Moderne und drittens als Vorwand für Terrorismus und Gewalt. Hitler unterstütze Amin al-Husseini politisch, finanziell und militärisch. Der Mufti war Mitglied der „SS“ und betrieb NS-Propaganda für Deutschland in arabischer Sprache. Während des 2. Weltkrieges half der „Großmufti“ auf dem Balkan bei der Mobilisierung von Moslems für die Waffen-SS. Die bekanntesten muslimischen SS-Divisionen waren „Skanderberg“ und die 13. Waffen-Gebirgs-Division, die „Handschar“-Division.  Der gemeinsame Gegner, die den Islam mit dem Faschismus verbinde, sei das „Weltjudentum“, so der Mufti bei Ansprachen vor seinen SS Divisionen. Die Nazis versuchten ab 1937 mit ihrem Antisemitismus deutsche „Überzeugungsarbeit“ in Palästina zu leisten. Es war in den Jahren freilich ein Antisemitismus besonderer Art, welcher den antijüdischen Kampf Mohammeds aus dem siebten Jahrhundert mit der vermeintlichen jüdischen Weltverschwörung des 20. Jahrhunderts unmittelbar verknüpfte. Himmler schwärmte von der „weltanschaulicher Verbundenheit“ zwischen dem Nationalsozialismus und dem Islam. Während des von Amin al-Husseini organisierten „Arabischen Aufstands“ (1936-1939),  welcher nach Aussagen des Muftis ohne NS-Gelder nicht stattfinden hätte können, wurden über 10.000 Juden aus jüdisch-arabisch gemischten Städten vertrieben.  Der Aufstand richtete sich gegen die Briten und vor allem gegen die jüdische Einwanderung. Mit der fünften Alija kamen etwa 200.000 jüdische Immigranten vor allem aus NS-Deutschland. 1937 betrug die Gesamtbevölkerung in ganz Palästina, also westlich und östlich des Jordan 1.401.794 Menschen, davon 883.446 Muslime und 395.836 Juden. Trotz der hohen Opfer waren die Juden Palästinas nicht die einzigen Ziele des „Arabischen Aufstands“. Der arabische Terror in den eigenen Reihen forderte die annähernd gleiche Anzahl an Opfern. Die um Ausgleich mit den Juden interessierten Familienmitglieder der Nashashibis waren hauptsächlich die Leidtragenden. Amin al-Husseini bekämpfte, massiv unterstützt von Adolf Hitler, die Nashashibis, die Juden und alle prowestlichen, antiislamischen Einstellungen. Durch den nach innen gerichteten Terror wurde eine Entwicklung hin zu einer bürgerlichen Gesellschaft jäh unterbrochen. Zensur, Gesinnungsterror und eine Überwachungsgesellschaft etablierte sich. Im August 1938 erließ der Mufti eine neue Kleiderordnung für die arabische Bevölkerung, Kaffieh und Agal.  Kopftuch und doppelte Kordel war für die gesamte palästinensisch-arabische Bevölkerung, Mohammedaner und Christen, Effendis wie Fellachen Pflicht. Diese Anordnung wurde terroristisch durchgesetzt, wer sich widersetzte wurde von den Handlangern des Muftis  erschossen. Die Araberinnen hatten auf westliche Kleidung zu verzichten und ihre Gesichter zu verschleiern. Während des „Arabischen Aufstandes“ lehnte die britische Peel-Kommission die Umsetzung der Balfourdeklaration ab und legte im Juli 1937 einen Teilungsplan vor, wonach ein Großteil Palästinas den Arabern, der kleinere Teil mit den meisten jüdischen Siedlungen den Juden zugeteilt werden sollte.  Jerusalem und ein Küstenstreifen sollte britisches Mandatsgebiet bleiben. Chaim Weizmann sprach  sich für die Annahme dieses Plans aus, um so viele verfolgte Juden wie möglich zu retten. Die Palästinenser lehnten den Plan ab und verlangten ganz Palästina zu einem arabischen Staat zu machen.

Während des „2. Weltkrieges“ kämpften über zwei Millionen Juden auf der Seite der Alliierten gegen die Achsenmächte um NS-Deutschland. Im Gegensatz dazu stand die überwältigende Mehrheit der „arabischen Welt“ auf der Seite Hitlers. Die Araber und Hitler hatten gemeinsame Feinde, die Briten, die Franzosen und vor allem die Juden. Von Juli 1940 bis Mai 1941 bombardierte die faschistische italienische Luftwaffe Tel Aviv mit dem Ziel möglichst viele Juden zu ermorden.  Erwin Rommel überschritt 1941 mit seinen Soldaten die ägyptische Grenze, Palästina lag in Reichweite. Hitler meinte zu der Zeit: „Der Versuch einen Judenstaat zu gründen wird ein Fehlschlag sein.“ Am 30. Juni erreichte Rommel, wenige Tagesmärsche von Palästina entfernt, Al Alamein. SS Einsatzkommandos standen bereits für den Mord an den ägyptischen und vor allem an den palästinensischen Juden bereit. SS-Obersturmbannführer Walther Rauff stand diesem, kurz zuvor gebildeten Einsatzkommando vor und wartete  in Athen mit seinen Mördern auf den Einsatz in Palästina. Rauff war der Erfinder der sogenannten Gaswagen, mit welchen zu hunderttausenden sowjetische und serbische Juden ermordet wurden. Der Mufti wählte für die „Endlösung“ der Judenfrage in Palästina bereits einheimische Kollaborateure aus.  Die ansässige muslimische Bevölkerung in Palästina kennzeichnete mit „mysteriösen Kalkzeichen“ die jüdischen Häuser um ihre Besitzansprüche für die Zeit nach der „Säuberung“ in Palästina geltend zu machen. Dass es nicht dazu kam, lag nur der Tatsache geschuldet, dass die Briten, unterstützt von palästinensisch-jüdischen Kompanien, Anfang September 1942 die deutschen Truppen bei Al Alamein schlagen konnten. Walther Rauff musste mit seinen Männern unverrichteter Dinge abreisen. Nach dem Krieg setzte er sich mit Hilfe des Vatikans nach Syrien ab und kämpfte als Nachrichtenoffizier gegen den neu gegründeten Staat Israel. Die Israel umgebenden Länder waren nach 1945 ein wahres Mekka für Alt-Nazis. Neben Rauff, dem polnischen Gestapo-Chef Leopold Gleim und Alois Brunner waren dutzende NS-Größen nach dem 2. Weltkrieg im Nahen Osten gegen Israel im Einsatz. Aber nicht nur Alt-Nazis und Araber bekämpften die Juden in der Zeit in der Region. Viele  Juden, die den Holocaust überlebten, wollten nach Palästina auszuwandern. 4515 jüdische Flüchtlinge, darunter 955 Kinder waren  im Juli 1947 mit dem Flüchtlingsschiff „Exodus“ unterwegs in Richtung Palästina. Die Briten versuchten das Schiff zu entern, dabei kam es zu 200 Verletzten und vier Toten unter den Überlebenden von Auschwitz. In Haifa wurden die Flüchtlinge von den Briten auf drei Gefangenenschiffe verladen und wieder nach Frankreich zurückgeschickt. Das britische Ansehen in  der Weltöffentlichkeit war, schon seit der sogenannten „La-Spezia-Affäre“, stark  angeschlagen. Beide Affären hatten großen Anteil an der Mandatsaufgabe Großbritanniens.

Die Sowjetunion nahm die entschiedenste Position für Israel ein. Der sowjetische Delegierte Andrej Gromyko erklärte auf der UN Vollversammlung im  Mai 1947: “Der Umstand das kein abendländisches Land in der Lage gewesen ist, die Grundrechte des jüdischen Volkes zu verteidigen und es gegen die von den faschistischen Henkern ausgelösten Gewalttätigkeit zu beschützen, erklärt den Wunsch der Juden einen eigenen Staat zu gründen“.  Der UN-Teilungsplan für Palästina wurde am 29. November 1947, mit der Resolution 181 von der UN-Generalversammlung angenommen,  die verbleibenden 20% Palästinas nochmals zu teilen: In einen jüdisch-palästinensischen Staat, und in einen weiteren arabisch-palästinensischen Staat. Zu diesem Zeitpunkt bewohnten 538 000 Juden und  397.000 Araber, Christen und Drusen das von der UN Israel zugesprochene Gebiet. Nicht dazugerechnet sind die 100.000 Juden in West Jerusalem und Hebron. Westjerusalem sollte unter internationale Kontrolle kommen.  Was die Fläche anbelangt so bekamen die Juden laut UN-Teilungsplan etwas mehr als die Palästinenser, aber nur wenn man die ganze Negevwüste einberechnet, die als unbewohnbar und nicht kultivierbar galt. Zieht man dies ab, war das den Arabern zugewiesene Land größer. Nicht vergessen werden darf, das ein Großteil des den Juden zugeteilten Landes ursprünglich malariaverseuchtes Sumpf- oder Wüstenland war und erst durch Arbeit und große Investitionen fruchtbar gemacht worden war. Die Juden  akzeptierten den Vertrag. Die  Palästinenser lehnten kategorisch ab, sie wollten ganz Palästina,  östlich und westlich des Jordan. Hätten die Palästinenser damals akzeptiert, hätten sie seit dem ihren zweiten Palästinenserstaat.

So aber kam es zum zionistisch-arabische Bürgerkrieg. Die “Armee des Heiligen Krieges“ unter  Großmufti al-Husseini,  wollte Palästina von den Juden befreien und sie „ins Meer treiben“. Im November 1947 kulminierten die Kämpfe zwischen Juden und palästinensischen Arabern, wobei diese arabischen Kämpfer von entflohenen deutschen Kriegsgefangenen, spanischen Franco-Anhängern, kroatisch-faschistischen Ustascha-Kämpfern und mindestens 900 muslimischen Bosniern aus der SS Einheit „Handschar“ unterstützt wurden. Es kam zu Massakern auf beiden Seiten. Im palästinensischen Deir Jassin wurden 100 Araber, davon mindestens zehn Kämpfer des Mufti, von der Irgun, die von Menachim Begin kommandiert wurde, getötet. Hagana und Jewish Agency verurteilten das Massaker. Vier Tage später ermordeten Palästinenser bei einem Angriff auf einen jüdischen Sanitätskonvoi 77 jüdische Zivilisten. Die palästinensischen Drusen schlossen sich den jüdischen Verbänden an, denn schon 1938 hatten Mufti-Truppen drusische Dörfer überfallen und zahlreiche Einwohner ermordet. Paul Merker, seit 1927 Mitglied des ZK der KPD und danach Mitglied des Politbüros der SED schrieb 1948 im „Neuen Deutschland“ zu den Kämpfen in Palästina: „Der jüdischen Bevölkerung gehören die Sympathien und die tatkräftige Hilfe aller fortschrittlichen Kräfte. Die Errichtung eines jüdischen Staates in einem Teil Palästinas mit seinen fortschrittlichen Ideen und sozialistischen Bestrebungen seiner Arbeiterbewegung wird nicht ohne Auswirkungen gegen die feudale Reaktion der arabischen Könige, Fürsten und Muftis bleiben“. Nachdem die USA im Frühjahr 1948 mit ihrer antiisraelischen Politik versucht hat den „Zwei-Staaten-Beschluss“ in Palästina zu kippen, kam es zu Demonstrationen in New York, die sich gegen das Waffenembargo für die Zionisten richtete. Der sowjetische Vertreter erklärte vor der UNO, die US amerikanische Haltung sei durch ihre Öl Interessen diktiert. Nachdem die Briten den arabischen Truppen Waffenlieferungen ermöglichten und den Juden diese so schwer wie möglich machten, schrieb David Ben Gurion, wie kurz zuvor Leopold Trepper:“Jeder Tropfen Blut, der in diesem Krieg verschüttet wurde, fällt auf die Häupter der britischen Regierung“.

Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel von David Ben Gurion ausgerufen. Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat Israel den Krieg. Waffenlieferungen für die Israelis kamen nicht von den USA, sondern ausschließlich, auf Anweisung der Sowjetunion, von der  Tschechoslowakei durch ihren KP Generalsekretär Rudolf Slánský. Ohne diese Waffenlieferungen, gegen die die USA und Großbritannien scharf protestierten, gäbe es heute den Staat Israel nicht. Die „Weltbühne“ schrieb zu jener Zeit: „Ein imperialistischer Krieg an sich ist schon verwerflich. Aber man muss sich einmal vorstellen, was es bedeutet, wenn heute Verbrecher gegen die Menschlichkeit, die Hunderttausende von Juden auf dem Gewissen haben, statt vor Gericht an der Spitze einer Armee stehen und sie wiederum Krieg gegen Juden führen dürfen“. Vor allem die syrischen und ägyptischen Truppen waren massiv mit Alt-Nazis durchsetzt. Der Oberbefehlshaber der „Arabischen Legion“ Transjordaniens war der britische General John Glubb, das Offizierskorps war britisch, die Finanzierung ebenfalls. Der erste Angriff auf Israel erfolgte aus der Luft. Die ägyptische Luftwaffe bombardierte Israels größtes ziviles Zentrum, Tel Aviv. So setzte sich der Krieg fort. Die Araber nahmen „weiche Ziele“, Städte und Kibbuzim, um möglichst viele Frauen, Kinder, alte Menschen und sonstige Zivilisten zu töten, während Israelis damit reagierten Militär, Soldaten, Gerät und andere „erlaubte Ziele“ aufs Korn zu nehmen. Angefangen haben den israelischen Unabhängigkeitskrieg die Araber, mit dem erklärten Ziel des Völkermords. Nahmen für Israel kämpfende Auschwitz-Überlebende arabische Offiziere gefangen, dann fanden sie nicht selten ihn ihrem Marschgepäck Hitlers „Mein Kampf“.  Die Palästinenser, die im neugegründeten Israel lebten, wurden von den umliegenden arabischen Ländern aufgefordert Israel  zu verlassen, um von den angreifenden arabischen Truppen nicht verletzt zu werden. So verließen rund 80 Prozent der israelischen Palästinenser Israel. Viele davon folgten dem Aufruf der arabischen Staaten, viele Palästinenser flüchteten aus Angst vor Übergriffen und  einige wurden von israelischen Einheiten  vertrieben. Der Krieg, in dem Israel ein Prozent seiner Gesamtbevölkerung verlor, dauerte 19 Monate! Die Palästinenser die damals nicht flohen, leben heute als israelische Staatsbürger in Israel. Die Palästinenser nennen ihre Flucht und Vertreibung aus Israel, nach Gaza, in die Westbank und in die angrenzenden arabischen Länder, „Nakba“ (Katastrophe). Sie geben Israel die Schuld für diese „Katastrophe“ und ignorieren dabei, dass sie selbst und ihre arabischen „Brüder“ die alleinige Schuld dafür tragen. Beim Sieg über die arabischen Armeen eroberte Israel etwas  Land über die früheren Grenzen, ein Großteil dieser Gebiete verfügte über nennenswerte jüdische Bevölkerung. Dieses Land musste genommen werden um die dortige jüdische Zivilbevölkerung zu schützen.

Nach dem Krieg besetzten Jordanien und Ägypten die „Westbank“ und Gaza. Diese Besetzung war nie Gegenstand einer Verurteilung durch die Vereinten Nationen oder irgendeiner Menschenrechtsorganisation. Bemerkenswert ist weniger, dass die „Palästinenser“, der Begriff wurde erst 1970 von der PLO erfunden, und die mit ihnen verbundenen arabischen Einheiten mit Nazideutschland paktierten, im Verbund mit Ustascha-Faschisten, bosnischen SS-Soldaten und entflohenen NS-Wehrmachtssoldaten gegen Auschwitz-Überlebende Krieg führten, bezeichnend und absonderlich ist die heutige Solidarität großer Teile der deutschen „Linken“ mit diesen damaligen und heutigen antiemanzipatorischen, judenfeindlichen Gruppen.

Quellen: Tilman Tarach – Der ewige Sündenbock  |  Alan M. Dershowitz – Plädoyer für Israel    | Klaus-Michael Mallmann/Marin Cüppers – Halbmond und Hakenkreuz | Klaus Gensicke – Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten |  Gudrun Krämer – Geschichte Palästinas |  Léon Poliakov – Am Vorabend des Holocaust

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Update 19.5.11: Den Satz, „Die restlichen 20 Prozent, das heutige Israel, die „Westbank“ und der Gazastreifen wurden den palästinensischen Juden zugesprochen“, habe ich präzisiert in: „Die restlichen 20 Prozent, das heutige Israel, die „Westbank“ und der Gazastreifen wurden den palästinensischen Juden, durch  diverse Zusagen und Versprechungen der Briten und des Völkerbundes in der Zeit von 1920 bis 1923, für ihre „nationale Heimstatt“ versprochen.“

 

Erstveröffentlichung in Mission Impossible

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  1. #1 von F. Wolf am Mai 15, 2011 - 19:13

    Danke für diesen informativen Artikel! Ich habe den Blog abonniert und bin ein begeisterter Leser. Viele der angesprochenen historischen Dinge waren mir neu. Vor allem über das bereitgestandene SS- Einsatzkommando unter Walther Rauff wusste ich nichts.

    Ich bin der Auffassung, dass speziell die Geschichte Israels noch sehr viel Aufklärungsarbeit benötigt. Aber nicht nur die „Linke“ hat entsprechend viel Nachholbedarf, wie die diversen Aussagen von Norbert Blüm oderMartin Hohmann belegen.

  2. #2 von Cangrande am Mai 16, 2011 - 14:14

    Sie schreiben
    „Die vollständige Unabhängigkeit erreichte Jordanien 1946, bis dahin gab es noch einheitliche Mandatsgesetze, eine einheitliche Währung und Pässe. Die restlichen 20 Prozent, das heutige Israel, die „Westbank“ und der Gazastreifen wurden den palästinensischen Juden zugesprochen.“
    Wer hat wann Israel diese 20% zugesprochen?

    • #3 von fidelche am Mai 17, 2011 - 07:51

      Der englische Außenminister Arthur James Balfour schrieb 1917 unter anderem an Walter Rothschild: „Mein lieber Lord Rothschild! Zu meiner großen Genugtuung übermittle ich Ihnen namens S. M. Regierung die folgende Sympathieerklärung mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen, die vom Kabinett geprüft und gebilligt worden ist (…) „Ich erklärte, dass wir unter einer jüdischen nationalen Heimstätte die Schaffung solcher Bedingungen in Palästina verstünden, die es uns ermöglichten, 50.000 bis 60.000 Juden jährlich ins Land zu bringen und sie dort anzusiedeln, unsere Institutionen, unsere Schulen und die hebräische Sprache zu entwickeln und schließlich solche Bedingungen zu schaffen, dass Palästina genau so jüdisch sei, wie Amerika amerikanisch und England englisch sei.“

      Die Balfour Deklaration wurde erst in den 20er Jahren in Palästina öffentlich. Churchill teilte das Land. 1922/1923 wurden alle Gebiete östlich des Jordans – vier Fünftel Palästinas – ausgegliedert und in ein halbautonomes Staatsgebiet unter der Herrschaft Emir Abdallahs I. umgewandelt. Im Churchill-Weißbuch vom Juni 1922 wurde unter anderem festgelegt, dass Palästina ein binationales „arabisch-jüdisches Palästina“ werden soll. Zeitgleich wurde die Balfour-Deklaration in die Präambel des Völkerbundsmandats für Palästina gesetzt. In diesem Völkerbundsmandat stand unter anderem: „…dass das Land unter solche politische, verwaltungsmäßige und wirtschaftliche Bedingungen gestellt wird, welche die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte und die Entwicklung von Selbstverwaltungsinstitutionen, sowie die Wahrung der bürgerlichen und religiösen Rechte aller Einwohner Palästinas, ohne Unterscheid der Rasse und Religion, sichern„. Die Alliierten nahmen also die Balfour-Deklaration nicht nur in den Friedensvertrag mit der Türkei auf, sondern auch in das Völkerbundsmandat für den Irak und Palästina. Es gab zudem diverse Zusagen und Abmachungen der Briten, die den Juden Restpalästina in Aussicht stellten. (Beispielsweise zwischen Mark Sykes und Weizmann („Reestablishment of Palestine as the national home for the Jewish people“))

      Ein konkretes Dokument mit völkerrechtlich bindenden Grenzen eines jüdischen Staates gab es zu der Zeit (1920-24) natürlich nicht. Während des „Arabischen Aufstandes“ machten die Briten nochmals den Arabern Zugeständnisse. Die Peel Kommission schlug 1937 einen Mini Judenstaat vor: Die Zionisten akzeptierten schweren Herzens, die Palästinenser dagegen nicht. Ein Staat Israel von der Größe Tel Avivs war damals und heute für sie inakzeptabel. Die Palästinenser wollen bis heute ganz Palästina als ihren Staat. „Die Fahne Allahs muss über ganz Palästina wehen.“

      Die mysteriöse Abtrennung Transjordaniens 1922 von Palästina war der Kardinalfehler für eine gerechte Aufteilung des Landes. Wäre ganz Palästina 1948 nach Anzahl der Einwohner geteilt worden wäre der jüdische Staat flächenmäßig bedeutend größer als das heutige Israel, Gaza und Westbank.

  3. #4 von Tom am Mai 17, 2011 - 09:18

    „Nach dem Krieg besetzten Jordanien und Ägypten die „Westbank“ und Gaza. Diese Besetzung war nie Gegenstand einer Verurteilung durch die Vereinten Nationen oder irgendeiner Menschenrechtsorganisation.“

    Richtig, wäre spannend zu erfahren, was die heutigen Israelgegner dazu sagen.

    • #5 von owels am Juni 18, 2016 - 14:02

      Vll. kriege ich ja noch ne Antwort… was ist denn genau damit gemeint?
      Warum besetzten diese Länder die Westbank und Gaza?

  4. #6 von Cangrande am Mai 17, 2011 - 09:58

    Also, wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden haben (die sich mit dem decken, was ich auch sonst schon über die Sache wusste) hat sich die Geschichte wie folgt entwickelt:
    Palästina (Jordanien + Westbank + Gazastreifen + Israel) war unter türkischer Herrschaft. Dort lebten in der Mehrzahl Muslime; außerdem einige Juden und Christen.
    Zum Zwecke der Gründung eines jüdischen Staates (Herzel, Zionismus), oder doch zumindest in der Erwartung/Hoffnung, dort einen jüdischen Staat gründen zu können, sind dann Juden in die Gegend des heutigen Israel eingewandert.
    Unter der osmanischen Herrschaft war die Zuwanderung noch eingeschränkt; nachdem die Briten dort ihre Kolonialherrschaft etabliert hatten, verstärkte sich die jüdische Einwanderung nach Israel.
    Die einheimischen Araber (Palästinenser) leisteten Widerstand (wobei sie auch mit den Nazis kooperierten, nach dem gleichen unintelligenten Motto „der Feind meines Feindes ist mein Freund“, mit dem auch die USA die Taliban in Afghanistan gegen Russland unterstützt hatten), hatten aber schlechte Karten, weil sie sich sowohl gegen die Briten als auch gegen die Juden kämpfen mussten.
    Nachdem die Briten abgezogen waren, haben die Juden ihren eigenen Staat errichtet. Die Palästinenser haben dann – auch mit Hilfe der arabischen Nachbarstaaten – mehrfach versucht, das zu verhindern. Da sie aber militärisch unfähiger waren als die Juden/Israel, haben sie bei jedem neuen Krieg weitere Territorien verloren.
    Seit einigen Jahrzehnten (so weit reicht Ihr 1. Teil zwar noch nicht, aber ich ergänze hier schon mal das allgemein Bekannte bzw. Offenkundige) versuchen nun jüdische Siedler, sozusagen in einer Public-private Partnership (mit viel Privatinitiative/privatem Geld, aber auch massiver Unterstützung der israelischen Regierung und im Großen und Ganzen – im Einzelfall gibt es auch mal Reibungen zwischen jüdischen Siedlern und israelischer Regierung/isr. Militär/Polizei – unter dem Schutz des israelischen Militärs, das jüdisch beherrschte Gebiet auf die West Bank zu erweitern („Groß-Israel“). Dieses Verhalten (das übrigens auch unter Regierungen der Arbeiterpartei weiterging) war so erfolgreich, dass die dort von Palästinensern bewohnten Gebiete mittlerweile auf der Landkarte wie die ägäische Inselwelt aussehen („Archipel Palästina“-Karte der Monde Diplomatique – http://www.monde-diplomatique.de/karten/view.php?pagesize=10&page=1&id=615).
    Wie finde ich das Ganze?
    Als Jude würde ich es toll finden. Als Palästinenser würde ich das so sehen, dass die mir nicht nur mein Land geklaut haben, sondern jetzt ständig weitere Gebiete klauen und folglich einen Friedenszustand fürchten wie der Teufel das Weihwasser (vgl. zu den von den Palästinensern in den Friedensverhandlungen angebotenen Zugeständnissen auch die vom arabischen Sender Al Jazeera und der britischen Zeitung Guardian veröffentlichten „Palestine Papers“ – http://www.guardian.co.uk/world/2011/jan/24/papers-palestinian-leaders-refugees-fight – mit Interna der Friedensverhandlungen, welche die bundesdeutschen Medien uns natürlich vorenthalten haben.) Ich würde denken, dass die Siedler mich terrorisieren. Da die USA ganz offenkundig auf der Seite Israels stehen (Vetos im UN-Sicherheitsrat gegen Verurteilung der Siedlungspolitik gegen die Stimmen aller anderen Länder) und da sie das Land – und damit auch die Siedlungsaktivitäten – finanzieren, würde ich Amerika für meinen Feind halten.
    Nun bin ich aber ein Außenstehender. Als solcher würde ich sagen, dass es zwar zutrifft, dass die Juden unter dem Schutz der britischen Kolonialmacht eingesickert sind und dass die ganze Aktion von vornherein auf die Errichtung eines eigenen Staates – und damit zwangsläufig auf eine entweder Verdrängung oder Unterdrückung der Einheimischen Bevölkerungsmehrheit – abzielte. Nachdem die Juden aber nun einmal dort sind (und ja auch wirklich was gemacht haben aus der Gegend) wäre es ebenso unethisch, sie wieder rauszuwerfen. Also müssen die Palästinenser in den sauren Apfel beißen und Israel in den Grenzen von 1967 anerkennen (und akzeptieren, dass die vertriebenen oder ausgewanderten Palästinenser in der Masse nicht zurückkehren dürfen), während Israel seine Siedler aus dem Westjordanland zurückziehen müsste.
    Beides wird nicht passieren, und deshalb würde ich beiden Seiten keine finanziellen Hilfen geben und Kooperationen insbesondere im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich einfrieren.
    Das wird auch nicht passieren. Angela Merkel wird Benjamin Netanjahu ausschimpfen wegen der Siedlungen, aber de facto halten wir (Deutschland, Europa) am Ende natürlich doch zu Israel – was immer die da unten machen.
    Ich halte zwar nicht dafür, dass wir uns die Liebe der Araber dadurch erkaufen sollten, dass wir uns fundamental gegen Israel positionieren. Doch sollten wir uns so lange von beiden gleich weit entfernt halten („Äquidistanz“ üben), bis die Streithähne zur Raison kommen.
    Denn: Im Heiligen Land gibt’s keine Engel!

    • #7 von fidelche am Mai 17, 2011 - 14:40

      @Cangrande
      Bis zur Gründung Israels liegen wir nicht allzu weit auseinander. Juden kamen allerdings bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches nach Palästina, in ein Land in dem seit langer Zeit viele Juden lebten. Einen Staat Palästina gab es nie, einen Staat Israel schon, auch wenn die religiöse Geschichte und die darauffolgenden Jahrhunderte in dem Zusammenhang für mich nicht relevant sind. Bereits 1881 kam es zu einer großen Einwanderungswelle wegen der russischen Pogrome. Die Briten haben durch die Abspaltung Transjordaniens das Land nicht mehr gerecht teilen können. Wie Peter Vordermayer weiter unten schreibt, halte ich es auch für wichtig sich beide Gesellschaftssysteme genau zu betrachten. Das Weltbild der Hamas lehne ich ohne Kompromisse ab. Alles Weitere werde ich in dem kommenden Teil, der sich mit der Zeit von der Gründung Israels bis zum 6-Tage Krieg beschäftigen wird, versuchen zu erörtern. Vorab so viel. Wer einen Krieg beginnt und diesen Krieg verliert, darf sich nicht wundern wenn es zu Gebietsabtretungen kommt. Das ist so gut wie nach allen Kriegen so gewesen und darüber regt sich kaum jemand auf, bis auf die Vertriebenenverbände. Ich halte es außerdem nicht für richtig, dass EU-Gelder für Waffenlieferungen der Hamas und für antisemitische Schulbücher verwendet wurden. Es ist richtig, im Heiligen Land gibt’s keine Engel, wie es auch in der übrigen Welt keine Engel gibt.

      • #8 von Cangrande am Mai 17, 2011 - 20:05

        Mit der Meinung, die Briten hätten das Land „gerecht teilen“ sollen, oder wären überhaupt dazu berechtigt gewesen, habe ich so meine Probleme.

        Nehmen wir an, wir hätten 10% Türken in Deutschland, und die kämen plötzlich und wollten 10% unseres Landes als eigenen Staat haben?
        Fände ich irgendwie suboptimal.

      • #9 von fidelche am Mai 18, 2011 - 09:58

        Den Nationalstaat Deutschland mit dem Landstrich Palästina, das nie ein Staat war, zu vergleichen halte ich für abwegig. Es gab nie einen Staat der Palästinenser, der Begriff Palästinenser wurde erstmals 1970 erwähnt. Dagegen gab es in dem Gebiet vor vielen Jahrhunderten einen „Staat“ Israel.

        1900 lebten in ganz Palästina 300.000 Menschen, Araber, Christen, Drusen und Juden. In dem Land ohne Volk war viel Platz für das Volk ohne Land. Heute leben in ganz Palästina, also inklusive Jordanien, 18 Millionen Menschen. Araber sind ebenso im Laufe der Zeit nach Palästina eingewandert wie Juden. Eine Staatsgründung in einem Gebiet dass noch nie Staat war ist es meiner Ansicht selbstverständlich, wenn die Ethnien nicht in Frieden zusammenleben können, dass der Staat dann eben nach der Bevölkerungsanzahl aufgeteilt wird. Dann wäre eben der Staat Israel bedeutend größer geworden. Warum darf dies nicht erwähnt werden?

        Nebenbei, wenn die 10% Türken ein fortschrittlicheres Gesellschaftssystem als die 90% Deutschen auf ihre Fahnen schreiben würden und dies in ihren Familien und Wohngebieten vorleben würden, hätte ich prinzipiell nichts dagegen, wobei der Nationalstaat in Europa massiv auf dem Rückzug ist, ob man dies nun will oder nicht.

        • #10 von Cangrande am Mai 19, 2011 - 09:24

          Für die palästinensisch-orientalisch-islamische Lebensart habe ich herzlich wenig Sympathie. An sich könnte es mir auch gleichgültig sein, was da unten passiert.
          Nur werden wir leider direkt (U-Boote für Israel, Überwachung der Seewege zum Libanon, EU-Gelder für die Palästinenser) oder indirekt (als Verbündete der USA) in diese Geschichten hereingezogen; insoweit geht es auch um deutsche, also um „meine“ Interessen.

          Um diese wirksam wahrzunehmen muss ich mir ein Bild machen von dem, was dort geschehen ist und von dem, was dort aktuell geschieht. Und natürlich auch versuchen, die Perspektive der streitenden Parteien nachzuvollziehen.
          Dabei sollte ich unterscheiden können zwischen einer abstrakt-rechtlichen, einer historischen und einer utilitaristischen Argumentationsebene.

          Dass die Palästinenser – oder meinetwegen: die Bewohner Palästinas – keinen eigenen Staat hatten, dürfte völkerrechtlich irrelevant sein. Es gab dort eine in der großen Mehrheit arabische, und diese wiederum weit überwiegend moslemische, Bevölkerung, die nach dem 1. Weltkrieg von einer Kolonialmacht beherrscht wurde.

          Ob diese Menschen willens oder fähig gewesen wären, einen Staat im modernen Sinne zu gründen, oder ob sich diese Gesellschaft im vormodernen Zustand einer Stammesgesellschaft organisiert hätte, ist rechtlich unerheblich.

          Fakt ist, dass sich die einheimische Bevölkerung gegen die, sagen wir mal: ‚andersreligiöse‘ Zuwanderung (welche von vornherein mit dem Ziel einer Staatsgründung erfolgte), gewehrt hat und dass sie nur deshalb erfolglos war, weil sie gegen die Kolonialmacht nicht ankam.
          (Im Übrigen sehe ich die Juden – anders natürlich heute die Israelis – nicht als ein Volk. Für die vorliegenden Überlegungen ist das aber unerheblich.)

          Wollten die Beteiligten die Dinge rein utilitaristisch betrachten, hätten z. B. die Juden im Abendland einfach zum Christentum konvertieren können, könnten sie heute islamisch werden, oder könnten die koptischen Christen in Ägypten zum Islam übertreten. Dann könnten (hätten können) theoretisch jedenfalls, alle in Ruhe und Frieden leben. Indes ging und geht hier nicht nur um gutes und/oder unbehelligtes Leben, sondern zugleich oder gar mehr noch um (religiös begründete) Identitäten und Identitätswahrung. An dieser wollen die Beteiligten festhalten, was ja auch ihr gutes Recht ist.

          Wenn ich eine Wunderpille gegen Krebs erfinde, und Sie haben 10 Mio. Euro nutzlos unter der Matratze liege: darf ich mir dann (wenn Sie sich gerade mal in einem anderen Zimmer Ihrer Villa aufhalten) 1 Mio. davon nehmen, um meine Wunderpille produzieren zu können? Ich mache Profit; den größten Gewinn aber hat die ganze Menschheit, die nun den Krebs nicht mehr fürchten muss, und sogar Sie selbst nehmen irgendwann später diese Pille und werden geheilt.
          Das alles ändert aber auf der juristischen Ebene nichts daran, dass meine menschenfreundliche Aktivität der Expropriation der unter Ihrer Matratze nutzlos herumliegenden Scheine zum Zwecke einer milliardenfach lebensrettenden Pillenproduktion als Diebstahl zu qualifizieren wäre.

          Dass Kriegsverlierer oft auch Land verlieren, ist historisch zwar richtig; eine völlig andere Frage ist jedoch, ob das heute völkerrechtlich als zulässig erachtet wird.
          Und die Angriffskriege der Araber sind eben auch vor dem o. a. historischen Hintergrund zu sehen, dass eine Menschengruppe mit einer anderen Identität ihr Gebiet infiltriert hat, und dass sie sich dagegen nicht wirksam zur Wehr setzen konnten, weil sie kolonialisiert waren.

          So dürfte nicht nur die Sichtweise der Palästinenser sein; das sind schlicht die historischen Fakten.

          Dass die israelische/zionistische (?) Lobby (auf sehr subtile Weise) die Vorgänge als ein eigentlich völlig normales und auch völkerrechtlich nicht zu beanstandendes Geschehen darstellen möchte, kann ich ja verstehen.
          Aber wenn ich meinen eigenen Verstand gebrauche, kann ich diese Strategie auch als solche durchschauen.

          Es ist also weniger das Völkerrecht, das für Israel spricht, als vielmehr die normative Macht des Faktischen. Und deshalb wäre es aus meiner Sicht Aufgabe des Auslands (USA, Europa), aktuell eine klare Position zu beziehen (Israel ja, Siedlungen im Westjordanland nein) und keine der beiden Parteien zu unterstützen, solange sie diese Positionen nicht glaubwürdig anerkennt.

          Die Araber/Palästinenser würden uns dafür gewiss nicht lieben, aber es wäre eine Positionierung, für die man von den anderen Respekt verlangen und für die man sich selbst respektieren könnte. Der Westen würde eine moralisch gut begründete Position einnehmen und wäre nicht nicht mehr der Hund, der von seinem Schwanz gewedelt wird.
          Bislang bewerten nicht nur die Palästinenser die Politik insbesondere der USA auf diese Weise, sondern auch ich und viele andere sehen sich außerstande, die Handlungsweise der USA anders zu erklären als z. B. die US-Politologen Mearsheimer und Walt sie in der bekannten Debatte über die „Israel Lobby“ erklärt haben.

        • #11 von fidelche am Mai 19, 2011 - 15:05

          @ Cangrande
          Da geht es mir ähnlich, für die aktuelle palästinensisch-orientalisch-islamische Lebensart habe ich auch kaum Sympathie. In die Geschichte hineingezogen wurde Deutschland schon bedeutend früher, ganz besonders zwischen 1933 und 1945. Das Thema, Jüdisches Volk – Jüdische Rasse, würde hier zu weit führen. Nur so viel, die „jüdische Rasse“ haben die deutschen Nationalsozialisten erfunden, wer Jude war bestimmten die Deutschen in den „Nürnberger Gesetzen“. Was es bedeutet Jude zu sein, schrieb einst Jean Améry . Seine Auschwitznummer 172 364, schrieb er einst, lese sich kürzer als der Pentateuch oder der Talmud und gebe zudem gründlicher als diese Auskunft über eine jüdische Existenz.

          Es gab bis zum ersten Weltkrieg eine moslemische Mehrheit, aber keine hundertprozentige, im Gegensatz zu Australien wo Aborigines lebten oder in Amerika wo die Indianer lebten. Die Juden wurden vor 2500 Jahren von den Römern vertrieben. Vor allem in Jerusalem und in Hebron blieben die Juden. In Palästina lebten also schon immer Juden, mal mehr und mal weniger, das kam auch auf den weltweiten Antisemitismus an. Über die Verbindungen der Diaspora mit Israel zu sprechen würde hier zuweit führen, wie auch der Antisemitismus in den verschiedenen Ländern hier zu weit führen würde.Von Infiltrierung zu reden, wenn in einem kaum besiedelten Land Zuwanderer kommen halte ich für übertrieben. Es gab einmal den Staat Israel, einen Staat Palästina gab es nie. Dass Palästina eine Kolonie war ist nicht die Schuld der Juden, wohl eher die der islamischen Staaten und die der imperialistischen Mächte.

          Zuwanderung gab und gibt es seit tausenden von Jahren, die Völkerwanderung, die Besiedlung Amerikas, Australiens usw. Den Punkt den Sie meiner Meinung übersehen ist der über Jahrtausende währende Antisemitismus. Spätestens nach Auschwitz wurde klar, dass die Juden ihren eigenen Staat benötigen. Kein Land der Welt half den Juden wirklich, sich der Vernichtung NS Deutschlands zu entziehen. Sogar nach dem Krieg wiesen die Briten die 4500 Überlebenden von Auschwitz auf der „Exodus“ zurück. Wenn es ein Land gibt, dass ein Existenzrecht hat, dann ist es der Staat Israel. Die europäischen Länder haben genau so versagt wie die arabischen Länder, den Holocaust zu verhindern oder zumindest abzuschwächen. Die Palästinenser und die mit ihnen verbündeten arabischen Länder wollten die Endlösung auch in Palästina und betrieben diese teilweise. Damit waren sie massiv involviert und haben sich dadurch massiv schuldig gemacht. Der antisemitischste Staat und seine antisemitischen Verbündeten haben den 2. Weltkrieg verloren und das ist gut so. Die Palästinenser setzten mit Hitler auf das falsche Pferd und ich bleibe dabei, wer Kriege beginnt und sie verliert, darf sich nicht wundern wenn er Territorium verliert.

          Heute wird übrigens die „jüdische Endlösung“ von Diktatoren in der Region offen gefordert, siehe Ahmadinejad. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die deutschen Ostgebiete dem wiedergegründeten Polen zugeschlagen, viele Vertriebene regten sich darüber auf, tun das noch heute, sie wurden in den deutschen Staat integriert und seit dem leben wir zumindest mit unseren Nachbarn in Frieden. Die arabischen Länder haben dieses Interesse nicht, sie wollen durch den Konflikt von ihren innenpolitischen Krisen und ihrer korrupten Politik ablenken. Ach ja, ob es eine „Jüdische Lobby“ gibt weiß ich nicht, wenn es sie denn gäbe, kann sie nicht viel Macht haben, denn sie konnte offensichtlich nicht einmal die Bombardierung der Gleise nach Auschwitz verhindern, oder die antisemitische UN-Veranstaltung, die sich verrückterweise „Menschenrechtskonferenz“ in Durban nannte, verhindern. Deshalb vermute ich eher, dass es überhaupt keine „jüdische Lobby“ gibt.

          Aber viele diese Dinge werde ich im zweiten und dritten Teil meiner Trilogie ansprechen.

        • #12 von rahab am Mai 24, 2011 - 10:06

          erst mal zu deinen zahlen… die sehen selbst israelische historiker und andere forscher anders, nämlich so:

          Erste einigermaßen verläßliche Zahlen ergeben sich aus osmanischen Registern für die Zeit ab 1850. Danach hatte Palästina 1850/51 eine Gesamtbevölkerung von 340.000, davon 300.000 Muslime, 27.000 Christen und 13.000 Juden. In diesen Zahlen sind nur osmanische Staatsangehörige enthalten. Die Zahlen aus dem Zensus von Montefiore 1839, der die jüdische Bevölkerung Palästinas mit 12.000 angibt, davon 9.000 Sepharden, müssen daher nicht falsch sein, da Montefiore auch die nicht-osmanischen Juden mitzählte; man kann aber vermuten, daß er sie – zum Zwecke des Fund-Raising – doch etwas nach oben hin korrigiert hat.
          Verläßliche Zahlen über den jüdischen Bevölkerungsanteil erhielten weder Montefiore noch die osmanischen Behörden noch andere, wie z.B. der britische Konsul James Finn (von 1845 bis 1862 Konsul in Jerusalem), der dies auf den religiösen Vorbehalt der Juden gegen jegliche Volkszählung zurückführte.

          Ben-Arieh nimmt für Palästina zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Gesamt-bevölkerung zwischen 150.000 und 200.000 an, davon 7-7.500 Juden. Die Bevölkerung lebte in Judäa, Samaria und dem Galil, die Küstenebene, die Täler und der Süden waren nicht besiedelt.
          Unter Ibrahim Pascha (1831-1840) erfolgte die Ansiedlung von Beduinenstämmen und Siedlern aus Ägypten im Jordantal. Gleichzeitig fanden durch die Einführung u.a. des Anbaus von Baumwolle, Zuckerrohr und Indigo Veränderungen in der landwirtschaftlichen Nutzung statt. Die Herrschaft Ibrahim Paschas über Palästina war des weiteren verbunden mit der Gestattung von mehr Freiheiten und Rechten für Christen und Juden. Auch nach der Rückeroberung Syriens/Palästinas durch die Osmanen 1840 blieben diese Veränderungen unangetastet soweit sie mit dem Tanzimat (1839-56) zu vereinbaren waren.

          Für Jerusalem geht Ben-Arieh von einer Gesamtbevölkerung zu Beginn des 19. Jahrhunderts von 8-10.000 aus, genauso für Akko, dem Sitz des Pascha, und für Gaza, den Warenumschlagplatz nach Ägypten. Die nächst-wichtigen Städte sind Safed, Hebron und Nablus mit jeweils 5-6.000 Einwohnern.Wegen ihrer historischen Bedeutung sind die dann folgenden Städte Tiberias, Ramlah und Jaffa mit 2-3.000 Einwohnern, gefolgt von Nazareth, Bethlehem und Haifa mit jeweils 1-2.000 Einwohnern.

          Ab 1850/51 lassen sich aufgrund von Erhebungen der osmanischen Behörden relativ verläßliche Zahlen für die gesamtpalästinensische Bevölkerung, aufgegliedert nach Religionsgruppen, finden.
          1860 beträgt die Gesamtbevölkerung bereits 369.000, davon 325.000 Muslime, 31.000 Christen und 13.00 Juden. 1877/78 ist die Gesamtbevölkerung auf 440,850 angewachsen, davon 386.320 Muslime, 40.588 Christen und 13.942 Juden. Bis 1880/81 steigt die Gesamtbevölkerung auf 456.929 an, davon 403,795 Muslime, 43.659 Christen und 15.011 Juden. 1890/91 hat die Gesamtbevölkerung 516.131 erreicht, davon 445.728 Muslime, 52.412 Christen und 17.991 Juden. Bis zur Jahrhundertwende (1899/1900) steigt die Gesamtbevölkerung bis auf 578.646 an, davon 492.940 Muslime, 62.801 Christen und 22.905 Juden.

          Im Jahr 1903/04, das als das Ende der ersten zionistischen Einwanderungswelle angesehen wird, ist die Gesamtbevölkerung auf 611.150 angewachsen, davon 518.126 Muslime, 66.928 Christen und 26.096 Juden. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges beträgt die Gesamtbevölkerung 722.143, davon 602.377 Muslime, 81.012 Christen und 38.012 Juden. Die erste Mandatserhebung (Zensus) 1922 weist eine seßhafte Gesamtbevölkerung von 649.048 aus, davon 486.177 Muslime, 71.464 Christen, 83.790 Juden und 7.617 andere, hinzuzurechnen sind 85.697 Nomaden.

          Da, mit Ausnahme des Jahres 1893, die osmanischen Behörden lediglich osmanische Staatsangehörige erfaßten, können die später angeführten Einwohnerzahlen für Jerusalem, insbesondere die der jüdischen Bewohner, zwar zutreffen, da diese Zählungen bzw. Schätzungen auch nicht-osmanische jüdische Bewohner erfaßten; sie sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, da man davon ausgehen muß, daß sie vermutlich nach oben abgerundet sind.

          zahlen nach:

          Justin Mc Carthy, The Population of Palestine, Population Statistics of the Late Ottoman Period and the Mandate, New York 1990, 1ff, 10

          Shalom Ginat, The Jewish Settlement in Palestine in the 19th Century, in: Carmel u.a. (Hrsg), The Jewish Settlement in Palestine, 634-1881, Wiesbaden 1990, 166

          Tudor Parfitt, The Jews in Palestine 1800-1882, Boydell Press,S.1ff, 6 mit Verweis auf 2. Samuel 24, in dem Gott die von König David durchgeführte Volkszählung mit drei Tagen der Pest bestraft, der 70 000 Mann von Dan bis Beer-Sheba zum Opfer fielen

          Yehoshua Ben-Arieh, Jerusalem in the 19th Century, The Old City, Jerusalem New York 1989, entnommen

          Relativ genaue Zahlen zum Anteil der jüdischen Bevölkerung in Palästina finden sich im Protokoll des 2. zionistischen Kongresses

          -> ich frag mich nun, zu welchem zweck du mit niedrigeren zahlen operierst! was sollen die beweisen? die richtigkeit des auf millienaristische britische/amerikanische christen zurückgehenden slogans?

  5. #13 von Peter Vordermayer am Mai 17, 2011 - 09:59

    Einen umfassenden Atrikel habe ich soeben gelesen. Über die Zeit vor der Gründung Israels ist meiner Meinung sehr wenig bekannt. Ein Knackpunkt scheint mir tatsächlich die Abtrennung von Transjordanien 1922 zu sein. Nach der Bevölkerungszahl von Juden und Arabern hätte der jüdische Staat bedeutend größer ausfallen müsssen, wenn Transjordanien nicht abgetrennt worden wäre.Die Briten machten beiden Seiten Zugeständnisse, aber die Araber hatten halt Öl und die Juden nicht. Die Wesensgleichheit und Verbundenheit von NS Faschismus und arabischen Antisemiten dauert bis heute an. Dazu muss man sich nur die Hamas und die Hisbollah und deren Ideologie ansehen. Man muss über den Nahost-Konflikt nichts wissen, man sollte sich nur beide Gesellschaftsentwürfe ansehen und die israelische Demokratie mit der Charta der Hamas vergleichen um zu sehen auf welcher Seite man als Demokrat stehen sollte. Europa sollte Israel unterstützen und nicht die palästinensischen Terroristen mit Waffen versorgen.

  6. #14 von Global Player am Mai 17, 2011 - 10:16

    Aufklärung pur in „Fidelches Cosmos“
    Starker Artikel! – Die Antisemiten der „Freitags Community“ werden jammern, zetern und brüllen!

  7. #15 von Tom Hahn am Mai 17, 2011 - 10:34

    Starker Artikel. Danke!

  8. #16 von Flanigan am Mai 17, 2011 - 11:48

    Wer protestiert schon dagegen, dass Jordanien judenrein sein musste und sein muss.
    Gaza ist bereits judenrein – die Westbank noch nicht.
    Der Antisemitismus der Deutschen widert mich an.

    Deshalb freut mich dieser Blog umso mehr.

  9. #17 von Sahra H. am Mai 18, 2011 - 13:32

    Eingeleitet wurde die Ara der Nationalen Heimstätte mit, der dritten Alija. Nach dem Ersten Weltkrieg wanderten Zehntausende ein, darunter auch eine Reihe einsatzbereiter Pioniere, die treibende Kraft der neuen Gesellschaft. Das Wort Pionier wird der Bedeutung von Cbaluciut, der zentralen Moral im palästinensisch-jüdischen Leben, allerdings nicht völlig gerecht. Denn bei Chaluciut geht es um Selbstverleugnung, Strenge, praktischen Mystizismus und eine schöpferische Weigerung, sich mit unangenehmen Tatsachen abzufinden. Der Pionier setzte alle seine Kräfte für die Vision einer neuen Gesellschaft, einer neuen Nation ein. Er trachtete nicht nach persönlichen Vorteilen, sondern erfreute sich am allgemeinen Wachstum, zu dem er selbst entscheidend beigetragen hatte, dem er aber auch manchmal selbst zum Opfer fiel. Ehe man sich zivilisierteren Beschäftigungen zuwenden konnte, musste zunächst einmal das Land selbst bewohnbar gemacht werden. Durch Trockenlegung von Sümpfen, Anpflanzung von Bäumen, durch den Bau von Straßen verlor die Landschaft nach und nach ihren unglaublich harten Charakter. Die tödliche Malaria, von Schwärmen von Moskitos übertragen, die sich über alten Morasten und Sümpfen herumtrieben, forderte viele Opfer. Unter solchen Umständen fand der Jahrhundertelang unterdrückte jüdische Idealismus ein Ventil, sich heroisch zu äußern. Die Gesellschaft, die sich allmählich herausbildete, glich in keiner Weise mehr dem Bild, das man sich bis dahin vom Juden gemacht hatte. Der typische Vertreter der neuen Nation war nicht mehr der Geschäftsmann oder der asketische Gelehrte, sondern der Bauer und Arbeiter.

    Kennzeichnend für diesen neuen jüdischen Stamm waren Leiden, Entbehrungen. Es fehlte an Geld, an medizinischer Betreuung, manchmal sogar am täglichen Brot. Die Bewohner der entlegenen Siedlungen waren kulturell abgeschnitten und sehr häufig auch physischer Gefahr ausgesetzt. Zuweilen verzichteten die Menschen ihrem Vieh zuliebe aufs Essen. Denn, wie ihre rührende Erklärung lautete: »Wir sind Zionisten, unsere Kühe nicht.« Kennzeichnend für die neue Gesellschaft war überdies ein tiefes moralisches Verantwortungsbewusstsein. Die Siedler quälten sich mit endlosen Debatten über den Sinn ihres Lebens, den Zweck ihres Tuns und mit der Frage, wie die Nation, für deren Aufbau sie kämpften, zu gestalten sei. In den vergesellschafteten Gemeinden, die sie gründeten, wurden die Ideale der Gerechtigkeit und Gleichheit strikt befolgt. Ein ungestümes Sendungsbewusstsein trieb sie an. Aus Versuchen und Fehlschlägen lernten sie. Vor allem aber strebten sie nach einer inneren geistig-seelischen Erneuerung, nach einer vollständigen Wiedergeburt des Nationalwillens.

    Mit jeder Einwanderungswelle wurde die Gemeinschaft vielschichtiger. Die Meinungen über die letzte Bestimmung der Nationalen Heimstätte in sozialer und religiöser Hinsicht gingen vielfach auseinander. Fast stets aber konnte man sich auf naheliegende Ziele einigen. 1925 brachte die vierte Alija unerwartet über 30000 Einwanderer ins Land. Die Hälfte davon war aus Polen vor den neuen Verfolgungen geflohen. Fast alle gehörten dem Mittelstand an und waren bislang in den Produktionsprozess nicht unmittelbar eingeschaltet gewesen. Nun stießen sie auf gewaltige wirtschaftliche Schwierigkeiten und wandten sich zum großen Teil entmutigt ab. 1928 war die Krise überwunden. Neue Fabriken waren errichtet worden, die landwirtschaftlichen Betriebe vergrößerten sich, der Bedarf an Arbeitskräften stieg. Der Jordan wurde durch Staustufen in den Ruthenberg Werken zur Elektrizitätsgewinnung genutzt, das Mineralpotential des Toten Meeres durch freiwillige Arbeiter ausgebeutet. Im jüdischen Palästinasektor entwickelte sich eine für nahöstliche Maßstäbe progressive Gesellschaft.

    aus Abba Eban: Dies ist mein Volk Die Geschichte der Juden

  10. #18 von Melanie S. am Mai 18, 2011 - 14:11

    1920 wurde der jüdischen Gewerkschaftsbund (Histadrut) gegründet. 1924/1925 gründeten bildungsbeflissene Repräsentanten des „Jischuws“, der jüdischen Gemeinschaft in Palästina, die Hebräische Universität von Jerusalem und in Haifa die Technische Universität „Technion“.

    Der Mufti bekam aus dem Fonds des Außenministers (der vom geraubten Gold der Juden gespeist wurde) im Monat 50.000 Mark und weitere 25.000 in Devisen. Er hatte ein Berliner Büro, einen Stab mit meist 12 Personen, eine Suite im ‚Adlon‘ sowie zehn Appartements und Häuser. Der Rassist und religiöse Judenhasser hatte sogar die Idee, zionistische Treffen in Tel Aviv und Jerusalem zu bombardieren. Adolf Eichmanns Gehilfe Dieter Wisliceny sagte aus: Eichmann habe dem Mufti ‚die Lösung der europäischen Judenfrage‘ im Kartenraum erklärt. Daraufhin habe dieser Himmler um einen Berater gebeten, wenn er beim ‚Endsieg‘ nach Palästina gehe.“ (Schwanitz, Hitlers Mann 2008)

    Damit wollte ich den hervorragenden Artikel nur untermauern.
    Vielen Dank, ich habe den Text sehr, sehr gerne gelesen und viele Grüße

    Melanie

  11. #19 von Prinzenhauer am Mai 18, 2011 - 14:27

    An der Aussage, Land ohne Volk und Volk ohne Land, war sicherlich einiges dran. Für die „Freitagslinken“ dürfte es sicherlich interessant sein, dass die Sowjetunion zu den Wegbereitern des Staates Israel gehörte. Ich habe jedenfalls einiges gelernt.

  12. #20 von K-Karlo am Mai 18, 2011 - 14:33

    DIe Frage ist doch warum hat sich die Sowjetuniion abgewandt und hat in den folgenden Jahren die arabischen Länder unterstützt.

    Am aktuellen Nakba-Tag kam es wieder zu blutigen Zusammenstößen an Israels Grenzen.
    Daher wäre es doch dringend an der Zeit, erneut Friedensgespräche aufzunehmen und Gebietsgewinne zu den Akten zu legen!

  13. #21 von Cangrande am Mai 19, 2011 - 19:41

    @Fidelche (# 10)
    Dass die Juden gute Gründe für den Wunsch nach einem eigenen Staat hatten, verkenne ich keineswegs.
    Aber zum einen wurden diese Gründe in gewisser Weise erst ex post validiert, d. h. nachdem die Weichen in Richtung Gründung eines eigenen Staates in Palästina bereits gestellt worden waren. Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass die Impulse für eine jüdische Staatsgründung nicht aus dem Antisemitismus der „Palästinenser“ herrührten, also nicht von diesen „verschuldet“ waren.

    Zum anderen kann der Antisemitismus der Europäer zunächst einmal nicht den arabischen Bewohner Palästinas angelastet werden. Dass die „Palästinenser“ dann mit den Nazis kooperiert haben, gehorchte der gleichen (dummen) politischen Logik, der noch die Amerikaner in Afghanistan aufgesessen sind, damals, als es gegen die Russen ging. Denn die Nazis ihrerseits dürften auf die Araber ebenso herabgesehen haben, wie auf die Juden und alle anderen, die in ihren Augen ‚Untermenschen‘ waren.

    Nur dürften die Araber sich von der jüdischen Zuwanderung bedrängt und bedroht gefühlt und sich selbst als ohnmächtig erlebt haben, sich dieser schleichenden Landnahme durch eine religiöse Gruppierung in einem Territorium, in dem sie bislang nach ihren (gewiss nicht sonderlich progressiven) Vorstellungen leben konnten, zu widersetzen. Beiden Seiten ging und geht es um ihre Identität, und die hat natürlich wesentlich auch mit ihrem Territorium zu tun.

    Die US-Politologen John J. Mearsheimer, Stephen M. Walt schreiben zu diesem Komplex in ihrem Aufsatz
    „THE ISRAEL LOBBY AND U.S. FOREIGN POLICY“
    (ich zitiere nach der 3. und letzten Version vom September 2006 aus der Zeitschrift „Middle East Policy“ (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1475-4967.2006.00260.x/pdf) unter dem Zwischentitel

    „Compensation for Past Crimes „:

    „A third moral justification is the history of Jewish suffering in the Christian West, especially the tragic experience of the Holocaust. Because Jews were persecuted for centuries and can only be safe in a Jewish homeland, many believe that Israel deserves special treatment from the United States.
    There is no question that Jews suffered greatly from the despicable legacy of antisemitism, and that Israel’s creation was an appropriate response to a long record of crimes. This history, as noted, provides a strong moral case for supporting Israel’s existence. Israel’s founding was also consistent with America’s general commitment to national self-determination. But the creation of Israel also involved additional crimes against a largely innocent third party: the Palestinians.
    The history of these events is well-documented. When political Zionism began in earnest in the late nineteenth century, there were only about 15,000 Jews in Palestine. In 1893, for example, the Arabs comprised roughly 95 percent of the population, and,though under Ottoman control, they had been in continuous possession of this territory for 1300 years. Even when Israel was founded, Jews were only about 35 percent of Palestine’s population and owned 7 percent of the land.
    The mainstream Zionist leadership was not interested in establishing a bi-national state or accepting a permanent partition of Palestine. The Zionist leadership was sometimes willing to accept partition as a first step, but this was a tactical maneuver and not their real objective. As David Ben-Gurion put it in the summer of 1937, „After the formation of a large army in the wake of the establishment of the state, we shall abolish partition and expand to the whole of Palestine.“ This ambition did not change after 1937 or even after Israel was founded in 1947-48. According to Israeli historian Benny Morris, „Zionist mainstream thought had always regarded a Jewish state from the Mediterranean to the Jordan River as its ultimate goal. The vision of ‚Greater Israel‘ as Zionism’s ultimate objective did not end with the 1948 war.“

    Über die Feststellung
    „The mainstream Zionist leadership was not interested in establishing a bi-national state or accepting a permanent partition of Palestine. The Zionist leadership was sometimes willing to accept partition as a first step, but this was a tactical maneuver and not their real objective“
    kann man möglicherweise streiten. Auch wenn ich selbst nicht an der Richtigkeit der Ausführungen von Mearsheimer & Walt zweifele, würde es mich nicht überraschen, wenn die historischen Dokumente insoweit interpretationsfähig sind.

    Für meine eigene Beurteilung der rechtlich-moralischen Dimension der israelischen Staatsgründung gegenüber den „Palästinensern“ (ich habe kein Problem damit, diesen Begriff für die damalige Zeit in Anführungszeichen zu setzen, weil ich es für gänzlich unerheblich halte, wann der Begriff erstmalig verwendet wurde und ab wann man eine spezifisch palästinensische Identität bejahen will) stelle ich auch weniger auf die Zeit Mitte/Ende dreißiger Jahre ff. ab, und weniger darauf, was man aus den jüdischen/israelischen/zionistischen Dokumenten herauslesen kann.

    Entscheidend ist für mich, dass die jüdische Einwanderung nach Palästina ideologisch und faktisch als Landnahme mit dem Ziel einer eigenen Staatsgründung angelegt war (im Gegensatz beispielsweise zur europäischen Auswanderung in die USA). Das war für die dort lebenden, mehrheitlich moslemischen Araber erkennbar. Stellt sich die Frage, ob es seinerzeit legitim war, dass sie versucht haben, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten sich dagegen zu wehren, oder ob man das als illegitim ansieht.
    Wie auch immer man diese Frage beantwortet: die Judenverfolgungen in Osteuropa und der Holocaust sind jedenfalls keine Begründungen, die man den „Palästinensern“ entgegen halten könnte.

    Auch die Tatsache, dass es in der Antike einen Staat Israel gab, und dass die Juden von den Römern aus diesem Gebiet vertrieben worden sind, kann gegenüber den „Palästinensern“ keine Wegnahme von Teilen ihres Territoriums rechtfertigen. Explizit verwenden Sie dieses Argument auch nicht, aber die ständige Wiederholung dieser historischen Tatsache ist im vorliegenden diskursiven Kontext natürlich Teil einer Legitimierungsstrategie.

    Immerhin ist einzuräumen, dass auch der Zionismus eingebettet ist in den Strom der Zeit. Er dürfte auch eine Reaktion auf die Pogrome in Osteuropa und den intellektuellen Antisemitismus in Westeuropa gewesen sein und ist insoweit durchaus verständlich.

    Aber im Verhältnis zwischen Zionisten und „Palästinensern“ kann man eindeutig feststellen dass „die Juden angefangen“ haben. Aus arabischer Sicht dürfte sich die Ansiedlungstätigkeit mit dem Ziel der Gründung eines Staates mit spezifisch jüdischer Identität als eine Form von Aggression darstellen. (Auch ich bin übrigens der Meinung, dass man eine massenhafte illegale Migration z. B. aus Nordafrika nach Europa/Deutschland als eine Form von Aggression bewerten dürfte und müsste und könnte mir gut vorstellen, dass wir in einer solchen Situation Verbündete wären.)

    Es wäre verfehlt, aus alledem eine Delegitimierung des heutigen Staates Israel abzuleiten. Historisch falsch ist es aber, die „Palästinenser“ als die Aggressoren hinzustellen und die Juden im Verhältnis zu den „Palästinensern“ als Unschuldslämmer, die doch nichts anderes getan hätten als ein bisschen Land zu beackern, mit dem die Araber sowieso nichts Vernünftiges anzufangen wussten, die völlig grundlos von diesen aggressiven „Palästinensern“ bedrängt wurden und die deshalb, leider leider, einen eigenen Staat ausrufen mussten, um endlich in Frieden leben zu können.

    • #22 von fidelche am Mai 20, 2011 - 12:20

      @ Cangrande
      Da stimme ich zu, die Impulse für eine jüdische Staatsgründung haben nichts mit dem Antisemitismus der „Palästinenser“ zu tun. Allerdings bedingt das Verhalten der Palästinenser von 1920 bis heute eine zusätzliche Legitimation des Staates Israel.

      Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, Einwanderung gab es und gibt es immer wieder. Die Araber hatten in Palästina keinen Staat, in dem Gebiet lebten Araber, Christen und Juden. Über Jahrhunderte wanderten Menschen aus und ein. Die jüdische Einwanderung lief legal und human ab, im Gegensatz beispielsweise zu Australien: Eine Million Aborigines lebte vor der Ankunft der Europäer in dem Land. Die Briten bezeichneten Australien als unbewohntes Land und sprachen den Aborigines die Rechte auf ihr Land ab. Über diese Enteignung höre ich von Israelgegnern kaum etwas. Ich könnte hunderte ähnliche Beispiele anführen. Wie ich bereits erwähnte, lebten Juden seit tausenden von Jahren in Palästina und hatten deshalb nach der Entlassung aus dem britischen Mandat ein Recht auf einen Staat, wie auch die Araber ein Recht auf einen Staat hatten. Wenn sich jemand von Zuwanderung in einem sehr dünn besiedelten Land bedrängt fühlt, hat er nicht das Recht diese Zuwanderung mit Pogromen, Mord und Totschlag zu verhindern.

      Sie schreiben: “…die Judenverfolgungen in Osteuropa und der Holocaust sind jedenfalls keine Begründungen, die man den „Palästinensern“ entgegen halten könnte“ Das wäre dann richtig, wenn die „Palästinenser“ nicht mit den Nazis zusammengearbeitet, Geld für ihren „Arabischen Aufstand“ genommen, hätten. Bekanntlich gab es eine NS Kollaboration und von daher sind die Palästinenser auch verantwortlich für ihre Taten.

      Sie schreiben:“Auch die Tatsache, dass es in der Antike einen Staat Israel gab, und dass die Juden von den Römern aus diesem Gebiet vertrieben worden sind, kann gegenüber den „Palästinensern“ keine Wegnahme von Teilen ihres Territoriums rechtfertigen.“ Man kann jemandem nichts wegnehmen was ihm nicht gehört. Es gab keinen Staat Palästina. Den Arabern wurde von den Juden nichts weggenommen. Juden kauften von arabischen Großgrundbesitzern, die in Syrien lebten, Land. Die Briten verteilten Land an die Araber und an die Juden. Durch ihre Flucht in den Jahren 1948/1949 verloren die Palästinenser „ihr“ Land!

      Über die aktuelle Siedlungspolitik der Israelis im Westjordanland kann über die richtige oder falsche israelische Politik gestritten werden. Diesbezüglich kann man Israel Fehler vorwerfen, wobei ich die Forderung von einer judenreinen Westbank nicht unterschreiben würde. In Hebron leben beispielsweise seit 3000 Jahren Juden, warum sollten sie dies nicht mehr dürfen?

  14. #23 von hibouh am Mai 24, 2011 - 09:37

    Das Thema „Migration“ müsste naeher erforscht werden. Migration hat immer und überall stattgefunden, sie wird es auch weiter tun. Bloss mal wird sie verdammt, mal in den Himmel gehoben.

    • #24 von fidelche am Mai 24, 2011 - 18:52

      Ein spannendes Thema, dass du ansprichst hibouh.
      Es gibt „Linke“, die verurteilen die Einwanderung von Juden nach Palästina und freuen sich über die Einwanderung von Moslems nach Europa und fordern gar die Einführung der Sharia.

  15. #25 von rahab am Mai 24, 2011 - 10:56

    neben den weiter oben monierten von dir verwendeten falschen zahlen hat deine darstellung einen ganz grundsätzlichen mangel:
    du hast eine (post-)kolonialistische geschichtsschreibung übernommen. diese krankt an zweierlei.
    zum einen stellt sie das, was im Osmanischen Reich bis zu dessen de-iure-untergang geschah als einen zerfallsprozess dar; das ignoriert vollständig, welche kräfte (beginnend mit den sog. capitulationen bis hin zu den von den europäischen mächten unterstützten nationalbewegungen) von außen auf dieses reich einwirkten. diesen zersetzungsprozess von außen in einen zerfallsprozess von innen umzudeuten behindert das verständnis der prozesse, welche sich in diesem reich vollzogen, enorm.
    zum anderen behandelt diese art der geschichtsschreibung die indigene bevölkerung als „geschichtslose völker“, die ohne eine von außen eingreifende ordnende hand nicht in der lage sein sollen, selbst zu bestimmen, in welchen wie genannten und organisierten gebilden (und seien es nationalstaaten) sie zusammenleben wollen. dabei geht unter anderem auch völlig unter, welche vorstellungen im ‚alten yishuv‘ diskutiert wurden.
    als im verein mit den europäischen kolonialmächten ordnende hand bleibt die bewegung des politischen zionismus mitsamt dem sich erst ganz allmählich herausbildenden ’neuen yishuv‘ übrig.

    eine solche dartellung macht es geradezu unmöglich, die entstehung und die motive des konflikts zu verstehen. sie kann nicht anders, als den konflikt auf eine ur-alte feindschaft zu reduzieren; heutzutage wird diese feindschaft (egal, ob und ggf. seit wann es eine wie geartete gab/gibt oder nicht) auf eine quasi-religiöse eingeebnet. das ergebnis dieser einebnung ist: der konflikt wird durch eine nationalistische brille wahrgenommen, erklärt und damit verlängert.
    es liegt ‚in der natur der sache‘, dass die konflikt-parteien sich dann nur noch als ‚die guten‘ gegen ‚die bösen‘ gegenüberstehen können. die ‚guten‘ sind die, welche den aufgeklärten nationalstaat europäischen zuschnitts vertreten sollen. und die ‚bösen‘ sind die, in welche dessen nationalistische/chavinistische/rassistische/religiös-fundamentalistische usw. ’schattenseiten‘ verschoben werden; selbst wenn palästinenser heutzutage etwas ganz anderes wollen als z.b. hamas, dann wird dies nicht mehr wahrgenommen sondern unter einer essentialisierenden vorstellung vom ‚muslim‘ zum verschwinden gebracht.

    besonders ‚witzig‘ (d.h. überhaupt nicht komisch!) finde ich, dass diese (post-)kolonialistische sichtweise sogar israelische forschung ignoriert. und zwar auch die, welche überhaupt nicht in dem verdacht steht, eine post-zionistische zu sein.
    das ergebnis ist, dass nicht einmal mehr das ‚jüdische volk‘ eine eigene, selbstgeschriebene geschichte hat, sondern auch nur eine von außen zugeschriebene.
    ich lese diese zuschreibung von geschichte als fortsetzung des europäischen politischen antisemitismus, auch da, wo er behauptet, freundliche absichten (z.b. juden brauchen einen sicheren zufluchtsort) zu haben.

    darin, fidelche, besteht unser dissens. und der ist einer ums ganze. im unterschied zu dir brauche ich nämlich nicht die vorstellung, dass sich europäische (oder andere ‚westliche‘ juden) vor mir in sicherheit bringen können müssen…. für mich sind sie (staats-)bürger wie du und ich auch.

    • #26 von fidelche am Mai 24, 2011 - 18:49

      Rahab ich hab es dir schon mehrfach an anderer Stelle geschrieben, bevor ich mit dir normal diskutiere erwarte ich eine förmliche Entschuldigung, am besten im „Freitag“ wenn du dort wieder schreiben darfst, bezüglich deines Eichmann und Mengele-Vergleiches, sowie der sozialdarwinistischen Menschenzuchtstheorien die ihr im „Freitag“ beworben habt und natürlich deiner sexuell motivierten Beleidigungen.

      Deshalb nur ganz kurz weil ich deine Kommentare so nicht stehenlassen kann: Es gibt wenig Aufzeichnungen über diese Zeit in Palästina, ich nahm Zahlen die sich im mittleren Bereich bewegten, wie es auch Derschowitz tat. Es ist unerheblich ob es nur 1900 250.000 oder 300.000 oder 340.00 Menschen waren, die Palästina besiedelten, die Gegend war unbestritten sehr dünn besiedelt und der Aufschwung kam erst als die Juden Ende des 19. Jahrhunderts massiv einwanderten.

      Es ist unbestritten dass es beim Zerfall des Osmanischen Reiches diverse Kräfte gab, was aber nicht unbedingt mein Thema ist. Auch habe ich nicht bestritten dass der Konflikt auf eine Ur-Feindschaft zurückgeht. Im Gegenteil, es gab Araber, wie die Nashashibis, die mit den Juden zusammenarbeiten wollten, weil sie erkannten, dass es der Region gut täte. Ich schlage vor du liest den Text nochmal. Die Vermischung des alten arabischen Antisemitismus mit dem der Nazis war die Hauptursache der Eskalation. Auf die Verbindungen der Araber mit Hitler gehst du bezeichnenderweise nicht ein. Deinen Irrsinn den Antisemitien zu nennen der sagt, Israel ist der Staat der den Juden Zuflucht bietet, kommentiere ich nicht. Ob sich Juden vor dir in Sicherheit bringen sollten weiß ich nicht, jedenfalls dürfen sie sich nicht auf das Geschwätz von antisemitischen deutschen Friedensfreunden verlassen. Israel sollte sich auf sich selbst verlassen, im Zweifel hilft den Juden niemand, wie ihnen auch von 1933 bis 1948 niemand geholfen hat. Am besten lies den Text nochmal durch.

      • #27 von rahab am Mai 24, 2011 - 22:46

        fidelche – bekanntlich kannst du nicht normal diskutieren. und solange du selektion betreibst, habe ich nichts zurückzunehmen. wie ich auch nichts dafür kann, dass du meine worte/sätze mit deinen sexuellen fantasien auflädst … wobei ich es ja sehr lustig finde, dass du dich mit deinen fantasien selbst beleidigst.

        aber noch mal: du versuchst, eine art ur-feindschaft zu konstruieren, die sich aus irgendeiner mythischen vergangenheit speist. diese mythische vergangenheit verlegst du immer dahin, wo es dir gerade paßt, so dass es erst mal unerheblich scheint, was vorhandene quellen zu verhältnissen für diesen oder jenen zeitraum sagen.

        es ist mir einfach zu viel der arbeit, dir deine behauptungen im einzelnen zu widerlegen, z.b. die über den aufschwung. die literatur, vor allem die israelische, welche diese widerlegen, habe ich dir schon vor längerem genannt – du findest die literaturliste, welche du abzuarbeiten hättest, in deinem Améry-blog (wenn ich mich richtig erinnere).
        du könntest manches auch dem buch von Gudrun Krämer entnehmen (die wiederum das eine oder andere zu der ‚land-ohne-volk-phrase‘ aus meiner arbeit über die 1.aliya übernommen hat…), wenn du nicht einfach das, was nicht zu der von dir konstruierten ur-feindschaft paßt, ausblenden würdest.

        ich sag’s jetzt einfach mal so: meine beiden kommentare habe ich nicht für dich geschrieben. sondern für alle anderen, die auch noch mitlesen. könnte doch sein, daß der eine oder die andere beim lesen noch bestimmungsgemäßen gebrauch vom kopf macht, oder?!

  16. #28 von rahab am Mai 25, 2011 - 10:49

    um es noch genauer zu sagen: dieser satz „Erst mit der Ankunft jüdischer Siedler um das Jahr 1880 änderte sich die Situation spürbar. “ ist ‚quatsch‘. und zwar deshalb, weil er den beginn einer ’spürbaren veränderung‘ in eine zeit vor-verlegt, in der ausweislich des vorhandenen zahlenmaterials eine solche nicht stattfand. 1904, dem angenommenen ende der 1.aliya, lebten in den landwirtschaftlichen jüdischen siedlungen um die 5500 menschen, wobei der allergrößte teil der insgesamt 28 siedlungen solche unter rothschildscher verwaltung waren, mit der zionistischen bewegung also nichts zu tun hatten.

    wenn nun eine_r fragt, woher mann das wissen kann, dann empfehle ich die genaue lektüre von Eliav, Mordechai (Hrsg), sefer ha’aliya ha’rishona, Jerusalem 1981 und natürlich der protokolle der zionisten-kongresse. die siedlungstätigkeit/en wird/werden dort immer wieder im detail dargestellt.
    wenn mann dann das dort vorfindliche zahlenmaterial durchgearbeitet hat, dann stellt sich die spannende frage, wie es kommt, dass eine geschichtsschreibung wie sie auch fidelsche präsentiert, diese fakten beharrlich nicht nur ignoriert sondern ins gegenteil verkehrt.

    der nächste punkt ist der, daß die frage beantwortet werden muß, wie es kam, dass der allergrößte teil der aus dem zarenreich auswandernden juden nicht etwa nach Palästina strebte, sondern nach Amerika. Und das, obwohl es seit mitte des 19.jahrhunderts eine aktive einwanderungspolitik des OR auch für Palästina gab (wobei die nur eines nicht mochte: einwanderungsaspiranten, die ihren status als protegés der kapitularmächte nicht aufgeben wollten! wer bereit war, darauf zu verzichten, der bekam problemlos land zugeteilt bzw. verkauft – so auch die bilu’im, die bereitwillig die osmanische staatsbürgerschaft annahmen, um das land für ihre eine und die einzige gebliebene siedlung Gedera kaufen zu können.)

    • #29 von fidelche am Mai 25, 2011 - 22:01

      Auch wenn sich die Situation erst ein paar Jahre später spürbar verbessert hätte, was durch nichts bewiesen ist, hat sich die Situation durch die Einwanderung der jüdischen Siedler verbessert. Alles was du schreibst ist nur Verschleierung, wie ist immer deine Taktik war. Die Juden mit ihren Holocaustüberlebenden kämpften auf der Seite der Alliierten im 2. Weltkrieg, die Palästinenser auf der Seite Hitlers. Die Juden haben mit den Alliierten den 2. Weltkrieg gewonnen und das schmeckt den Antisemiten nicht, damit werden sie sich nie abfinden.

      • #30 von rahab am Mai 26, 2011 - 09:36

        was soll ich denn verschleiern wollen? die landwirtschaftlichen siedlungen waren nun mal lange zeit nicht das, wozu du sie verklären möchtest. so schnell blüht die wüste nun mal nicht (abgesehen davon, dass auch die wüste ein mal im jahr blüht). die 28 siedlungen aus der zeit der 1.aliya waren zuschußbetriebe. und die aus der 2. waren auch keine blühenden jüdischen dörfer – was du wissen könntest, hättest du dich mal ein bißchen in kibuz-chroniken vertieft. und ohne ‚palästinensische‘ arbeiter und zusammenarbeit mit benachbarten fellachen-dörfern kamen die alle auch nicht aus.

        was im weiteren verlauf die beziehungen zwischen den fellachen und den jüdischen siedlern trübte, war zweierlei. um dies zweierlei, zu dem ich gleich noch komme, zu verstehen, mußt du dir angucken, wie sich die osmanische bodenrechtsreform von 1856 auswirkte und in verbindung mit der veränderung im besteuerungssystem zur entstehung einer neuen schicht von notablen führte, örtlichen notablen wohlgemerkt.
        diese notablen (weniger die ortsfremden großgrundbesitzer – nachlesbar in den grundbüchern!) verkauften land – was sie tun konnten, weil die wenigsten das land bearbeitenden fellachen sich selbst als eigentümer hatten eintragen lassen sondern den steuerpächter. diese steuerpächter verkauften also land und machten dadurch (ihre) fellachen landlos. allerdings waren diese fellachen dann nicht nur landlos sondern auch arbeitslos. palästinensisches handwerk und kleinindustrie konnten die garnicht alle absorbieren und so wahnsinnig viel gab es in den mittelmeerhäfen auch nicht zu löschen.
        und im ’neuen yishuv‘ bewirkte das allmählich durchgesetzte prinzip der jüdischen arbeit (mitsamt dem wiederverkaufsverbot) ihren ausschluß von lebenserhaltender erwerbsarbeit. die briten haben an diesem problem ganz schön zu knabbern gehabt ….. und da sie es nicht geregelt kriegten … aber das ist eine lange geschichte, die du mal bei Porath im detail nachlesen solltest.
        und nun überleg mal selbst: da gibt es eine bewegung mit nationalstaatlichen aspirationen, die nach und nach einen ’neuen yishuv‘ aufbaut, von dem die indigene bevölkerung ausgeschlossen wird und bleibt, soweit sie den falschen religionsgruppen angehört. dass unter den ausgeschlossenen irgendwann ebenfalls religiös fundierte nationalstaatliche ideen um sich greifen, dürfte eigentlich nicht verwundern. und dass die briten wiederum die einen gegen die anderen auszuspielen versuchten, um am ende den ganzen kuchen zu behalten, ist auch keine überraschende erkenntnis. nur halt – außer den briten hätten auch andere gern die syro-palästinensische landbrücke gehabt, weshalb nicht verwunderlich ist, dass da noch ein paar mehr potentielle bündnispartner ins spiel kamen, irgendwann auch wieder die deutschen.
        das ergebnis war eine fragmentierte palästinensische gesellschaft und ein ’neuer yishuv‘, der auf anhaltende jüdische einwanderung angewiesen war sowie ein ‚alter yishuv‘, der sich an den ‚neuen‘ anpassen mußte, soweit er nicht mit hilfe von spenden am leben gehalten werden konnte. die gruppen, jüdische wie palästinensische, die sich das alles ganz anders – nämlich als miteinander – vorstellten, waren demgegenüber zu schwach – nicht zuletzt deshalb, weil es dafür keine bündnispartner gab. also bildete sich bis zum ende von WKII eine letztlich religiös fundierte wenn auch säkular agierende jüdische gesellschaft heraus, die die traditionalistische weitgehend absorbiert hatte – und sich als gesellschaft (also institutionen von gewerkschaft über schule+uni bis krankenkasse) von der palästinensischen strikt getrennt hielt.
        Ich wundere mich nicht, dass diese religiös fundierte siedlergesellschaft gleichermaßen religiös fundierten widerstand hervorrief. Was mir den mufti nicht sympathisch macht. Aber erklärt, weshalb dieser in teilen der palästinensischen gesellschaft einfluß gewinnen konnte (ursprünglich war dieser mufti nämlich nix anderes gewesen als ein britisches bonbon für die muslime, als gegengewicht zum organisierten christentum gedacht – und scheinbar eine tradition fortführend).
        Ich wundere mich auch nicht, dass der muslimische widerstand sich anders organisierte als der christliche. Und ich wundere mich schon garnicht, dass ein säkularer widerstand sich nur sehr schwer herausbilden konnte. An dem hatte nämlich kein einziges *wein interesse!

        Ja, die palästinenser haben – obwohl sie nicht kriegspartei waren – WKII (mit-) verloren; aber nicht, weil der mufti mit Hitler… das hat ein paar andere gründe. Ob die juden ihn gewonnen hätten, das ist eine andere frage. Ich denke, ashkenazim sehen das etwas anders als mizrachim (deren sichtweise ist allerdings eine, die dich nicht interessiert).
        Ach ja … eins noch: deine fantasien zu dem, was antisemiten freut oder nicht freut, helfen wenig weiter, um die dynamik/en dieses konflikts zu verstehen. Und zur säkularisierung und pazifizierung der region tragen sie auch nicht grade bei. aber darum geht’s dir ja auch nicht, sondern nur darum, irgendwie ‚als deutscher‘ doch noch den 2.weltkrieg zu gewinnen.

      • #31 von fidelche am Mai 26, 2011 - 12:26

        @Rahab
        Also Christa, ich meine schon den Konflikt zu verstehen. Dass ausgerechnet du das Wort Säkularisierung in den Mund nimmst verwundert doch sehr. Den 2. Weltkrieg wollen doch du und deine antisemitische „Freitagscommunity“ nachträglich gewinnen. Euer Schuldabwehr-Antisemitismus spricht eine eindeutige Sprache. Eure Kumpanei mit der antisemitischen islamfaschistischen Hamas, eure Verherrlichung der Scharia, eure Verbundenheit mit Ahmadinejad lassen euch nicht gerade als Verfechter von Aufklärung und säkularem Gedankengut erscheinen.

        Wer wie ihr, Boykottaufrufe gegen Israel unterstützt (Deutsche wehrt euch kauft nicht bei Juden), Israel mit dem Apartheidstaat Südafrika vergleicht, von Blockade-Siedlungs-Krieg und angeblicher Ausrottungspolitik des jüdischen Apartheid-Staates spricht, wird den Juden Auschwitz nie verzeihen.

        Viele Grüße an deine Töpferin und dein sozialdarwinistisches thinktankgirl

        Dein fidelche

        • #32 von rahab am Mai 26, 2011 - 13:36

          der sermon schon wieder, uff!
          wenn es dir erleichterung verschafft … soll sein.

          das traurige daran ist, dass du damit aber aus dem europäischen politischen antisemitismus nicht rauskommst. du transportierst ihn lediglich in die region, läßt ihn in Israel ausführen – weshalb du ja auch alle, israelis wie juden weltweit nicht magst, die dabei nicht mitmachen wollen – und den palästinensern, die du bis in den Iran hinein verlängerst, schiebst du den part des religiös motivierten antijudaismus zu. dabei: beides europäische welterklärungsmuster wie auch strategien zur herstellung des erwünscht homogenisierten staatsbürgers. was daran (also an dieser deiner denke) links sein soll, frag ich mich schon lange nicht mehr; es ist einfach nicht links.

        • #33 von fidelche am Mai 26, 2011 - 17:42

          Den europäischen Antisemitismus hat die NSDAP und Hitler in den 30er Jahren in den Nahen Osten eingeführt, dieser hat sich mit dem arabischen Antisemitismus verschmolzen. Der Antizionismus/Antisemitismus von dir, deinem thinktankgirl, Uwe Theel usw. baut darauf auf. Aber das habe ich bereits lang und breit in deiner „Freitagscommunity“ erklärt. Dein Thinktank ist übrigens noch dämlicher als ich ursprünglich gemeint habe. Sie kennt immer noch nicht die Zusammenhänge von Antizionismus und Antisemitismus. Bei Mission Impossible sagte ich bereits, deine Angie Billroth ist die dümmste Nuss im deutschsprachigen Raum.

          Grüße auch an deine restlichen Antisemiten des „Freitags“
          dein fidelche

        • #34 von rahab am Mai 27, 2011 - 09:34

          ach, Hitler war das?
          wenn ich’s personalisieren müßte, dann tät ich eher auf den spezi vom Mussolini tippen, den Jabotinsky …
          aber laß mann, fidelsche, du kapierst ganz offensichtlich nicht, wie und warum bestimmte zionistische praktiken/politiken bestimmte gegen-praktiken/politiken nach sich zogen, nahezu zwangsläufig… und im falle Palästinas eben auch verschärft religiös fundierte, da ja nun mal der politische zionismus auf einer religiös motivierten idee beruht (auch das übrigens nachlesbar in den protokollen der zionisten-kongresse) und zionistische politik sich auch immer besser mit religiös-motivierter politik der zur gegenseite erklärten menschen ‚anfreunden‘ konnte als mit säkularer, sozialistischer (wie häßlich, ggf.auch dynamithaltig israelische politik gegen solche ideen vorging, habe ich selbst miterlebt)

          wer allerdings stärker noch als heute Israel europäischen politischen antisemitismus in die region transportiert, das sind solche wie du oder wie Tilman Tarach (ja, ich weiß, der herr botschafter hat ihn für sein buch gelobt…) oder wie Angela Merkel. was daran liegt, dass europäisches nationalstaatliches denken religiös fundiert war und geblieben ist. (weshalb es gescheiter wäre, sich mit den eigenen anti-semitismen in der eigenen politik auseinanderzusetzen – aber darüber käme ja der feind abhanden! und die imaginierte kolonie!)

          kurzum: deine erklärungen haben was mit dir zu tun, haben vielleicht sogar was mit deutschland in den grenzen von wann auch immer zu tun, aber mit der region Israel/Palästina haben sie nun mal garnichts zu tun. und das wird auch so lange so bleiben, wie du nicht verstanden hast, was das denken in ’nation‘ und ‚ethnie‘ und ‚religion‘ bewirkt.

          aber … was ich eigentlich fragen wollte: kannst du mir an google den link auf diesen einen aufsatz schicken, den du irgendwo angeschleppt hattest? ich meine den von Kurz (hieß der so?) über verkürzte kapitalismuskritik und struktruellen antisemitsmus (oder so – du wirst sicher sofort wissen, welchen ich meine)

  17. #35 von Cangrande am Mai 27, 2011 - 14:23

    @ rahab (betr. Link zu Artikel von Robert Kurz):
    Darf ich aushelfen? Suchen Sie den Aufsatz
    „Politische Ökonomie des Antisemitismus. Die Verkleinbürgerung der Postmoderne und die Wiederkehr der Geldutopie von Silvio Gesell“ = http://www.trend.infopartisan.net/trd0603/t200603.html ?

    • #36 von rahab am Mai 27, 2011 - 19:43

      danke. hatte das teil schon selbst gefunden….

    • #37 von fidelche am Mai 28, 2011 - 00:04

      Ich habe in meinem Proudhon Blog Kurz zitiert:
      []Die meisten zeitgenössischen Marxisten sind aber sogar hinter die früheren Krisentheorien zurückgefallen; sie nehmen nur noch den klassisch kleinbürgerlichen Standpunkt einer Kritik des „Finanzkapitals“ ein. Dabei verwechseln sie Ursache und Wirkung: Sie führen die Krise nicht auf die objektiv mangelnde reale Produktion von Mehrwert zurück, sondern auf die subjektive Profitgier von Spekulanten. Die kapitalistische Produktionsweise wird gar nicht mehr grundsätzlich kritisiert; man will nur zurück zur fordistischen Konfiguration der abstrakten Arbeit. Diese Option ist nicht nur illusionär, sondern reaktionär. Sie hat eine strukturelle Ähnlichkeit mit der ökonomischen Ideologie des Antisemitismus.[]

      Robert Kurz, MARXSCHE THEORIE, KRISE UND ÜBERWINDUNG DES KAPITALISMUS

      • #38 von rahab am Mai 28, 2011 - 09:22

        kannst du eigentlich auch was anderes außer parolen abschreiben?

      • #39 von fidelche am Mai 28, 2011 - 10:40

        Gebenedeite Rahab,

        1) erst stellst du mir die Frage:“. was ich eigentlich fragen wollte: kannst du mir an google den link auf diesen einen aufsatz schicken, den du irgendwo angeschleppt hattest? ich meine den von Kurz (hieß der so?) über verkürzte kapitalismuskritik und struktruellen antisemitsmus …“

        2) dann antworte ich am Mai 28, 2011 – 00:04, stelle das Zitat ein und gebe dir wie gewünscht den Link

        3) dann schreibst du:“kannst du eigentlich auch was anderes außer parolen abschreiben?“

        Ich frage mich nicht erst seit dem 28 Mai 28 2011 – 09:22: Bist du eigentlich ganz dicht? Bist du fremdgesteuert? Verlangt das die Freitagsredaktion um Kosok von dir? Hat er dich irgendwie in der Hand? Oder nimmst du Drogen? Oder hat alles etwas mit den sozialdarwinistischen Theorien von Angie Billroth zu tun?

        • #40 von rahab am Mai 28, 2011 - 12:03

          habibi – der link hatte sich doch schon längst erledigt!
          hattest du das nicht gelesen? war das der rest-pilz?

          shabat shalom u’mevurach!

        • #41 von fidelche am Mai 28, 2011 - 12:49

          Der Link hat sich eben nicht erledigt, weil ich mich damals nicht den Text von Cangrandes Link bezogen habe, sondern auf die von mir verlinkte Original-Exit-Seite von Robert Kurz, mit dem ich übrigens im realen Leben diskutieren durfte. Ich habe im Freitag nur auf den Text, MARXSCHE THEORIE, KRISE UND ÜBERWINDUNG DES KAPITALISMUS, verwiesen nachdem mich die widerlichen „Freitagsblogger“ als Antideutschen beschimpften, mir rieten ich solle meinen deutschen Pass abgeben, und ich mit diesem Text die Frage stellte ob Robert Kurz ein Antideutscher sei. Ob die antisemitischen „Freitagsblogger“ diesen Zusammenhang verstanden haben, bezweifle ich allerdings. Im legendären Proudhon Blog meinte deine Freundin thinktankgirl, unter dem Schutz von Jakob Augsteins Freitag, dass antisemitische, völkische, eugenische Menschenzucht emanzipatorisch sei.

        • #42 von rahab am Mai 28, 2011 - 14:20

          doch, ha’boubele, hatte er… und mit ich all schon nicht nur diskutiert sondern auch zusammengewohnt usw. habe, das aufzuzählen schenk ich dir (und mir)

          zurück zum thema: der politische zionismus bedeutete die blockierung und stellenweise umkehrung der seit mitte des 18.jhdt. im OR stattfindenen säkularisierung. und zwar deshalb, weil über das wiederverkaufsverbot und das prinzip der jüdischen arbeit religion zu einem öffentlich-rechtlich dominanten faktor wurde. hätte sich statt des politischen zionismus der kultur-zionismus eines Ahad Ha’Am durchgesetzt, dann wäre Israel heute in der tat so jüdisch wie England englisch. ist es aber nicht – und das ist das, was den konflikt am leben hält.
          das ist übrigens auch der grund, weshalb Israel heute sich lieber mit Hamas behakelt (wobei der ausgang gewiß ist), statt sich mit den säkularen kräften unter den palästiensern off all religions ins benehmen zu setzen. der kampf gegen Hamas rechtfertigt, Israel nicht zu säkularisieren – so einfach ist das. säkularisierung Israels würde nämlich bedeuten, die beiden prinzipien wiederverkaufsverbot und jüdische arbeit komplett aufzugeben.
          dies aufzugeben, das ist das, was anti-zionisten wollen. was kurz gesagt bedeutet: sie wollen israel nicht abschaffen, sie wollen ’nur‘ eine andere, nämlich strikt säkulare, politik nach innen wie nach außen.

          so. und nun du wieder….

        • #43 von fidelche am Mai 30, 2011 - 10:23

          Nein hatte er nicht, weil ich nicht auf diesen Text im Freitag verlinkt habe sondern auf einen anderen. Deine Aussage,“ kannst du eigentlich auch was anderes außer parolen abschreiben?“ verdeutlicht noch einmal ganz klar deinen Diskussionsstil.

          Dafür, dass die arabische Welt islamistisch und rückständig und eben nicht säkular, sind nicht die Juden Schuld sondern die Araber selbst. Wieder mal ein typisches antisemitisches Stereotyp, dass die Juden für alles Unheil der Welt verantwortlich macht.

          Deine säkularen Kräfte waren nationalistische, terroristische Kräfte, die viele Chancen für einen palästinensischen Staat vertan haben, weil sie ganz Palästina wollten und wollen. Die progressiven palästinensischen Kräfte wurden von deinem Mufti vertrieben oder ermordet. Warum haben die Palästinenser 1948 nicht den von der UNO zugewiesenen Staat angenommen? Wahrscheinlich eine jüdische Intrige, oder?

        • #44 von rahab am Mai 30, 2011 - 11:40

          klasse, ha’boubele, wie du mal wieder was nicht raffst
          1. ging’s nicht um die arabische welt, sondern um die syro-palästinenesische region
          2. ging’s nicht um schuld, sondern darum, wie bestimmte politiken entwicklungen (vorübergehend) blockieren und diesen bestimmten politiken spiegelbildlich entsprechende gegen-politiken hervorrufen können – weshalb es 3. völlig irrevelant ist, ob diese politiken von jüdischen oder andersgläubigen menschen praktiziert werden, denn schließlich geht es da nicht um glaubensinhalte sondern nur darum, dass der rückfall in die vor-moderne der einen den rückfall der anderen nach sich zieht

          dass wir es hier(scheinbar) mit juden gegen muslime zu tun haben, dockt bei dir und anderen deutschen an dem wunden (unbearbeiteten) punkt antisemitismus an – und deshalb erklärst du zu antisemitismus, was eine auseinandersetzung um
          – umwandlung von boden in religiös+ethnisch aufgeladenes territorium
          – produktionsweisen
          – die herstellung des ideal homogenen staatsbürgers,
          kurzum eine ganz normale politische auseinandersetzung ist.
          d.h. wäre, wenn diese auseinandersetzung nicht damit verbunden wäre, dass die einen die anderen gewaltförmig von dem von ihnen bearbeiteten boden ablösen (kannst du auch vertreiben zu sagen oder enteignen, und zwar entschädigungslos).

          versuch mal, dir diesen vorgang in die BRD zu übersetzen…. vielleicht kapierst du dann, warum es links ist, was dagegen zu haben.

        • #45 von fidelche am Mai 31, 2011 - 12:15

          Christine, du bist mal wieder auf Verschleierungstour. Ich umreiße in meiner Trilogie Teil 1 kurz die Gründung Israels. Zeige auf welches Politikverständnis Israel hat und welches die Palästinenser und ihre befreundeten Staaten. Dabei zeigt sich, dass Israel eine demokratische emanzipatorische Gemeinschaft bevorzugt und die Palästinenser eine reaktionäre faschistoide Gemeinschaft. Siehe die Scharia, die du und deine Töpferin so gerne bei uns eingeführt sehen wollt. Wer wie du und deine Antisemiten von Jakob Augsteins Freitagscommunity, Israel mit einem NS-Staat /Apartheitsstaat vergleicht, Boykottaufrufe gegen Israel verteidigt, wer Wagenknechts Fauxpas im Bundestag verteidigt hat die Zeit von 1933 bis 1945 offenbar noch nicht bearbeitet. Man muss nur die Diskussion um linken Antisemitismus, den Antisemitismus der Linkspartei verfolgen, sich reinziehen was deine Angie Billroth im „Freitag“ dazu schreibt, dann muss dem Dümmsten klar werden, wie antisemitisch der „Freitag“ ist. Angie Billroth „argumentiert“ im Freitag: „Schnuckelchen, isch hab Uni!“. Unfassbar, deine Menschenzüchterin!

        • #46 von rahab am Juni 1, 2011 - 09:38

          ha’boubele, ich staune immer wieder darüber, wie du deine vorstellungen über angenommenene wesenhaftigkeiten von juden wie palästinensern zum motor einer linken politik/solidarität erklärst und daraus die berechtigung ableitest, andere angenommene wesenhaftigkeiten verteufeln zu dürfen … dabei: das was du da betreibst, ist einfach nur noch lächerlich.
          aber: es ist nicht weiter verwunderlich, dass revisionismus-zionismus letztlich mit deutsch-völkischem denken gut zusammengeht!

          zu dem zweiten teil werd ich nichts schreiben. kommt mir witzlos vor. du gibst halt gern den Nolte … und deine claqeure halten Nolte für links… nu ja, gesund sollt ihr sein!

        • #47 von fidelche am Juni 1, 2011 - 14:04

          Nun meine kleine Christine,

          dass dir die Geschichte Israel ein Dorn im Auge war, ist mir seit langem klar. Deutsch- völkisches Denken betreibt ihr, du und deine Angie Billroth und hunderte weitere Antisemiten in der „Freitagscommunity“. Eine Community, in der sich „ehrenwehrte“ Schreiber über von Palästinensern in die Luft gesprengte israelische Schulbusse freuen, dazu schreiben, es träfe keine Unschuldigen. Eine Community in der Schreiber den Staat Israel als faschistisches Gebilde bezeichnen, in der täglich gegen den Staat Israel volksverhetzend getobt wird, ist für mich an Widerlichkeit kaum zu überbieten. Wohlgemerkt, es handelt sich um ein moderiertes Forum. Für diese Kommentare trägt die Freitagsredaktion die Mitverantwortung.

          Wer wie ihr, Menschenzuchttheorien emanzipatorisch empfindet, die Aussagen wie „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, enthält, in solcher artigen Aussagen kluge Ideen und Gedanken sieht, wer Israel mit dem Apartheitsstaat Südafrika vergleicht, wer EINEN Staat Palästina fordert, wer wie ihr Israel das Existenzrecht absprecht in dem ihr jede israelische Verteidigungsmaßnahme verurteilt, dürfte eher Nolte politisch nahestehen.

          Dass du nichts über den zweiten Teil schreiben willst, wundert mich nicht, da du auch, wie schon im ersten Teil nichts entscheidend entkräften kannst. Das muss sehr schmerzhaft sein, wenn die Gegenseite einfach die besseren Argumente hat, das war schmerzhaft für Jakob Augsteins „Freitag“, weswegen mich die Freitagsredaktion nach einstimmigen Redaktionsbeschluss aus dem Forum warf. Die einseitige Diskussion über linken Antisemitismus führte ich vor über einem Jahr gegen euch, jetzt holt sie euch ein, ihr werdet moralisch daran zerbrechen.

        • #48 von rahab am Juni 1, 2011 - 21:50

          ha’boubele – es ist eigentlich wurscht, wo ich dir das folgende hinschreibe … also schreibe ich es hier:

          was du versuchst, wird „eine neue Vergangenheit bilden“ genannt, und zwar insoweit eine neue, als sie so tut, als sei sie eine gemeinsame der opfer (in diesem fall der europäischen juden) und der nachkommen der täter (also der mörder der europäischen juden).
          in diese „neue Vergangenheit“ versuchst du nun die palästinenser als die einzubauen, die den „alten“ deutschen mord an den juden fortsetzen. die behauptung, diese fortsetzung der eigenen deutschen mörderischen tendenzen bei anderen als die genau gleiche erkannt zu haben und zu bekämpfen, soll dich zum besseren deutschen machen.
          dies manöver bringt dir zwar die erleichterung, nun auf der seite der guten zu stehen – aber es verfälscht geschichte, deutsche geschichte, jüdische geschichte, deutsch-jüdische wie jüdisch-deutsche geschichte, europäische geschichte und auch die geschichte des OR wie die geschichte Israels/Palästinas … schließlich auch noch die geschichte der mizrachim, der überlebenden …

          was der freitag mit dieser deiner historiografie zu tun hat, weiß ich wirklich nicht. ich weiß nur, dass du dich als das aufspulst, was ich für mich einen „rächer der enterbten“ nenne. die eigenheit dieser „rächer der enterbten“ ist, dass sie garnicht rächen wollen, sondern selber erben! oder anders gesagt: du klaust juden ihre eigene geschichte! und schlüpfst in das, was du dir als ihre permanente opferrolle vorstellst.
          laß dir sagen: die vorstellung, die du damit gibst, ist eine armselige.

        • #49 von fidelche am Juni 1, 2011 - 23:17

          Gebenedeite Christine,
          was du „eine neue Vergangenheit bilden“ nennst sind Fakten, die dir und deinen „Damen“ natürlich nicht passen. Der Freitag, mit seinem linken Antisemitismus, der sich teilweise auf alten NS Antisemitismus und alten Antijudaismus gründet ist täglicher Quell für viele meiner Texte.

          Wieso bist du eigentlich aus dem „Freitagsforum“ geworfen worden? Zum wievielten Male bist du nun rausgeflogen? Es muss schon heftig gewesen sein, wenn man bedenkt was du dir bei mir alles erlauben konntest.

  18. #50 von rahab am Juni 2, 2011 - 08:01

    ha’boubele, du machst mir spaß!
    es geht nicht darum, ob/dass mir fakten passen oder nicht passen – es geht in meiner kritik an deiner historiografie darum, dass dir zusammenhänge nicht passen. und zwar deshalb, weil sie in deine verkürzte kapitalismuskritik nicht hineinpassen.

    • #51 von rahab am Juni 2, 2011 - 22:19

      was ich noch sagen wollte …
      von diesem hier
      http://beltwild.blogspot.com/2011/05/bravo-israel-oder-wider-den-mythos-der.html
      hast du keine substantielle kritik zu erwarten…

    • #52 von fidelche am Juni 4, 2011 - 13:32

      Gebenedeite Rahab,
      du wusstest überhaupt nicht was verkürzte Kapitalismuskritik ist, bzw. du und deine völkische, antisemitische Freitagscommunity wusste es bis zum meinem Auftreten in diesem Forum nichts mit diesem Begriff anzufangen.

      Von Cangrande kam jedenfalls mehr substantielle Kritik als von dir, was allerdings nicht überraschend ist, weil von dir gleich Null kam

      • #53 von rahab am Juni 4, 2011 - 19:55

        nu, substantieller als dass du mal wieder versucht hast, deinen antisemitismus mit nationalismus zu bekämpfen, geht’s halt nicht
        dann werd mal glücklich in deinem rassistischen verschiebebahnhof!

  19. #54 von Cangrande am Juni 2, 2011 - 22:48

    @ rahab:
    Verständnisfrage: leiten Sie Ihre Beurteilung aus der Überschrift ab, oder haben Sie den ganzen Text gelesen?

    Alternativ könnten Sie es auch hiermit versuchen:

    IN THE MACCHIA OF SPECIAL INTERESTS …
    … A WELL OF CLEAR-CUT ANALYSIS?

    ( http://www.beltwild.de/drusenreich_fuenf.htm#Macchia_Titel) (Im unteren Teil ist irgendwas mit den Links defekt, aber immerhin ist der Text noch lesbar).

    • #55 von rahab am Juni 2, 2011 - 23:10

      ich habe den ganzen text gelesen
      … und arbeite mich immer noch an Hannah Arendt’s „das Recht, Rechte zu haben…“ ab

      vielleicht hilft das ja weiter bei dem, was ich mit substantielle kritik meine

  20. #56 von Cangrande am Juni 4, 2011 - 13:24

    @ rahab:
    „… arbeite mich immer noch an Hannah Arendt’s „das Recht, Rechte zu haben…“ ab“

    Hm: zu intellektuell für mich.

    • #57 von rahab am Juni 4, 2011 - 19:51

      schade.

  21. #58 von rahab am Juni 5, 2011 - 13:19

    für dich gefunden, fidelche

    ich empfehle, gut mitzulesen….

  22. #59 von gicburundi am Juni 21, 2016 - 13:27

    Offenbar hat hier keiner der Experten jemals etwas vom Transfer Agreement gehört.

    — von der Redaktion gelöscht————–

    ——————
    Antisemitische Aussagen sind hier nicht erlaubt. Halten Sie sich bitte an die Netiquette!

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