Archiv für Mai 2010

Silvio Gesell, Rudolf Steiner und die „braune Soße“

Dem Gründer der Anthroposophie („Weisheit vom Menschen“) Rudolf Steiner (1861-1924), auf den sich die Waldorfschulen beziehen, wird nicht unbegründet Antihumanismus, Irrationalität, Rassismus und Antisemitismus vorgeworfen. Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. Zur Theosophischen Gesellschaft, eine der ersten esoterischen Strömungen, kam Steiner als Student. Anthroposophie war für Steiner eine gnostische Religion. Laut Steiner existierte anfangs nur das Göttliche. Es vermischt sich in einer Art Sündenfall mit der Materie, dem negativen Prinzip, womit die Geschichte beginnt. Die göttlichen Funken durchlaufen einen Entwicklungsprozess, von denen jeder die Reinkarnation seines Vorgängers darstellt. Auf der Erde, nehmen die göttlichen Funken menschliche Gestalt an. Die Entwicklung verkörpert sich in sieben Wurzelrassen mit je sieben Unterrassen. Beispielsweise die Atlantier, die vierte Wurzelrasse, trieben Ackerbau und Viehzucht. Aufgabe der fünften arischen Wurzelrasse ist es laut Steiner, den menschlichen Geist zu entwickeln. Sie müssen dabei den Anfechtungen des Materialismus und Intellektualismus widerstehen. Bevor die Menschheit dem Atheismus verfiel reinkarnierte der Sonnengeist als Jesus Christus und gab mit seinem Opfertod den Impuls für eine Respiritualisierung. Im Jahre 1413 beginnt nach Steiners Weltenplan die Mission der Germanen, der fünften arischen Unterrasse.  Peter Bierl, schreibt in seinem Buch, Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister: “Die Anthroposophie enthält eine spezifische Rassentheorie, die Lehre von den sieben Wurzelrassen und ihren Unterrassen, in denen sich die menschliche Entwicklung verkörpern soll. Als führend gilt die arische Wurzelrasse, die am Geiste schaffenden Weißen. Asiaten werden dagegen als dekadent und Schwarze als kindlich von Trieben gesteuert diffamiert. Aus der Kombination von Wurzelrassen- und Karmalehre mit den traditionellen Motiven des jüdischen Gottesleugners ergibt sich auch ein spezifischer Antisemitismus in der Anthroposophie.“ Für Anthroposophen hat das Leben eines Menschen keinen Selbstzweck und keinen absoluten Wert. In Steiners „geistiger Welt“ absolvieren die Menschen „wiederholte Erdenleben“. In jedem dieser Leben muss eine Rechnung aus dem jeweils vorausgegangenen Dasein beglichen werden und können andererseits Pluspunkte für die nächste Runde gesammelt werden. Pluspunkte sammelt der Mensch, indem er dem „Menschheitsführer = Rudolf Steiner“ vertraut und gehorcht, sein gesamtes Leben, Denken, Handeln und Fühlen von dessen „Weisheit“ leiten lässt. Wer Steiner glaubt, der gelangt im nächsten Leben auf eine höhere Stufe, wer selber denkt, muss solange als „Materialist“ wiederkehren, bis er seinen Irrtum eingesehen hat.

In Silvio Gesells (1862- 1930) Hauptwerk “Die natürliche Wirtschaftsordnung“  kann man in seiner Freigeldtheorie, die angebliche Lösung der kapitalistischen Probleme in der Abschaffung des Zinses mittels Schwundgeld und Tauschkreisen und in seiner Freilandtheorie zum anderen die „freie Zuchtwahl“ nachlesen. Die ökonomisch absurde Theorie Gesells ist strukturell antisemitisch, läuft auf Manchester-Kapitalismus und Sozialdarwinismus hinaus mit dem Ziel einer Art Rassenhygiene und Menschenzüchtung. Gesell kooperierte mit völkischen Antisemiten, wie beispielsweise Simons oder Fritsch. Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte. Fritsch war der Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“.  Mit der Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird. Das Geld verliert ständig an Wert und muss dadurch ausgegeben werden, heizt also die Wirtschaft an. Gesell kritisiert ausschließlich den Geldkreislauf (raffendes Kapital), die Produktion, das „schaffende Kapital“ ist im Gegensatz dazu für ihn positiv besetzt. „Der Chiemgauer“ ist Schwundgeld, mit dem im Chiemgau (Oberbayern), seit einigen Jahren in bestimmten Läden die Ware bezahlt werden kann. Die regionalen Betriebe sollen mit dem Regionalgeld gefördert werden. Die Herausgeber (Waldorfschule Prien) des Chiemgauers beziehen sich explizit auf Silvio Gesells Freigeld-Theorie. Die Euros die der „Chiemgauer Verein“ bei dem Umtausch der „Chiemgauer“ erhält, werden laut Initiatoren bei der GLS Bank auf einem Tagesgeldkonto mit Zinsertrag angelegt.  Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“.  Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden damit den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“

In der Zeitschrift Konkret schrieb Christoph Horst unter Kunst & Gewerbe 12/2003: Nicht bei Groschen Rudolf Steiner wusste über Probleme der Ökonomie nicht nur, dass wir, »wenn wir zum Beispiel in unsere Geldbörse greifen, … es ja ganz richtig mit ahrimanischen (teuflischen; C. H.) Gewalten zu tun« hätten, sondern auch, dass der Sinn des Geldes im »Dienen und Fließen« liege, der Zins also ein Übel darstelle. Heutige Anthroposophen haben sich im Kapitalismus gut eingerichtet; ihre Produkte (Wundersalben, Heilsteine, astrologische Kalender etc.) werfen zumindest ausreichend Profit ab, um Großveranstaltungen zu organisieren, auf denen dann beispielsweise Themen wie »Hat der deutsche Volksgeist noch eine Aufgabe?« (Herbsttagung der Stuttgarter Anthroposophischen Gesellschaft) diskutiert werden. Da es seit Einführung des Euro aber auch in der Esoterikbranche schwieriger geworden ist, schnelles Geld zu verdienen, haben Anthroposophen einen Weg gefunden, zumindest Lokalpatrioten und Bioregionalisten zu treuen Kunden zu machen: Eine Waldorf-Initiative im bayerischen Prien hat neben dem Euro einen selbstgebastelten »Chiemgauer« etabliert, der in der Waldorfschule im Verhältnis 1:1 getauscht und in freiwillig teilnehmenden Geschäften ausgegeben werden kann. Das Prinzip eines Komplementär-, Frei- oder Regiogeldes, von den Antisemiten Steiner und Silvio Gesell übernommen, ist wirr und für »ahrimanisch-materialistisch« denkende Menschen schon im Ansatz eine Zumutung.  Die Ziele, die die Anthroposophen mit ihrer Privatwährung verfolgen, sind die bei völkischen Ökosekten üblichen: Förderung des volksgemeinschaftlichen Zusammenlebens von Unternehmen und Konsumenten sowie Stärkung der regionalen Strukturen. Der Initiator Gelleri erklärt: »Es dürfen nur Geschäfte vor Ort teilnehmen, damit das Geld in der Region bleibt … Eine Verbundenheit zur Heimat muss schon vorhanden sein, damit so ein System funktioniert.« Mit drei Prozent jedes »Chiemgauers« werden soziale Projekte unterstützt, die sich die Teilnehmer frei auswählen dürfen. So gezwungen frei nämlich, wie es bei Anthroposophen immer zugeht, denn zur Auswahl stehen natürlich hauptsächlich die lokalen Waldorfschulen und -kindergärten. Zudem wird mit dem »Chiemgauer« Kontrolle über die Stadtbewohner gewonnen: »Es würde auffallen, wenn ein Fremder mit einer großen Menge Chiemgauer einkaufen würde«, erläutert Gelleri stolz und weist damit darauf hin, dass nur wer hart und ehrlich arbeitet, auch in den Genuss des Geldes kommt – Fälscher haben keine Chance. Mitte Oktober berichtete die freigeldbegeisterte »Berliner Zeitung«, es seien schon 40.000 Chiemgauer gedruckt, und – an Waldorfschulen legt man natürlich Wert auf möglichst mittelalterliche Methoden – per Hand von den Schülern zugeschnitten, zur Hälfte der Zeit selbstverständlich ehrenamtlich. Und was machen die Waldorfschüler mit den Euros, die sie beim Umtausch entgegennehmen? Die werden nach Angaben der Verantwortlichen auf ein Bankkonto gepackt – vermutlich bei der anthroposophischen GLS-Bank, der zentralen Anlaufstelle für wohlhabende Okkultisten.  Ich unterstelle keineswegs allen Benutzern des „Chiemgauers“ braunes Gedankengut. 95% der mit Regionalgeld/Schwundgeld bezahlenden Menschen wissen mit Sicherheit nichts über Silvio Gesell und haben subjektiv die besten Absichten. Viele Bankkunden der anthroposophischen GLS Bank meinen subjektiv, dass sie „Gutes“ tun, wenn sie ihre Bank unterstützen.  Das ändert nichts an der Tatsache dass Gesells Schwundgeld keine Probleme lösen wird. Dass Gesells Freilandtheorie mit seinen Menschenzuchtphantasien, reaktionär war und ist. Wer Menschenzucht emanzipatorisch nennt, egal zu welcher Zeit, desavouiert sich, da Gesells ”Lösung der Frauenfrage” mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist. Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. In Waldorfschulen wird die inhumane Lehre Rudolf Steiners verbreitet. Es ist kein Zufall dass einige Lehrer an Waldorfschulen NPD Mitglieder sind. Wenn ein entsprechender Fall bekannt wird, distanziert sich zwar der Bund der Freien Waldorfschulen, allerdings nur wenn der Fall öffentlich wird.

Unter http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die-braune-sosse wurde das Blog gepostet. Insbesondere die Kommentare von Esoterikerinnen wie „Ehrlicher“ und Gesellianerinnen wie „thinktankgirl“ und „Rahab“ sind aufschlußreich. Nach diesem Blog wurde ich, ohne mir ersichtlichen Grund, deaktiviert. Ich bekam von der Redaktion nur die kurze Mitteilung, dass ich wegen angeblicher wiederholter Verstöße gegen AGB & Netiquette deaktiviert wurde. Ich bekam nie eine Vorwarnung oder ähnliches. Auf keine meiner fünf Anfragen an die Redaktion, was ich mir in diesem Forum alles gefallen lassen müsse, bekam ich je eine Antwort. Rahab verglich mich beispielsweise mit Eichmann und Dr. Mengele. „Thinktankgirl“ verteidigte wie schon im Vorgängerblog die rassistischen und eugenischen Theorien, mit Begrifflichkeiten, wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, von Silvio Gesell. Mit meinem Rauswurf aus der „Freitagscommunity“ machte sich die „Freitags-Moderation“ zum Komplizen der Bloggerinnen „Rahab“ und „Thinktankgirl“ und somit scheinbar zum Komplizen von Silvio Gesells sozialdarwinistischen Menschenzucht-Theorien. Meine Gegnerschaft zu den antisemitischen, teilweise volksverhetzenden Ansichten der „Freitagscommunity“, sowie meine Ablehnung gegenüber der Israelgegnerschaft in den redaktionellen Artikeln, dürfte bei meinem „Rauswurf“ sicherlich auch eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Nachfolgend die Kommentare der „Freitagsblogger“:

Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 16:04 Ich bin keine Anthroposophin, aber ich kenne das Milieu seit meiner Kindheit und kann nur sagen: Ich bin tief erschüttert über solch eine vorurteilsvolle Fehlinterpretation, die aber noch nicht einmal originell ist, denn diese verzerrten Darstellungen kursieren ja schon lange. Wenn man über einen Menschen und seine Philosophie ein Urteil zu fällen wagt und dann noch ein solches, dann muß man seine eigenen Werke gelesen haben und nicht Urteile anderer aus zweiter Hand übernehmen ! Das ist nicht redlich ! Wissen Sie eigentlich, dass im dritten Reich auch Anthroposophen verfolgt wurden ?

fidelche schrieb am 20.05.2010 um 17:35 @Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 16:04 Es stimmt, ich habe nicht viel Originalteste von Steiner (2 Bücher) und Gesell (1 Buch NWO) gelesen. Verzerrt ist meine Darstellung trotzdem nicht. Falls doch, müssten Sie dies begründen. Ich kenne viele Nutzer des „Chiemgauers“ persönlich, hatte viele Diskussionen mit Ihnen und meine, nicht nur deshalb, mir ein Urteil bilden zu können. Dass es viele „nette“ Anthroposophen gibt, weiß ich auch. Prominente Beispiele dafür sind Ex-Innenminister Otto Schily oder Hiltrud Breyer von den Grünen. Dass alles sind allerdings keine Argumente um eine Ideologie mit Wurzelrassen, Zuchtwahl, Antihumanismus, Irrationalität, Rassismus zu akzeptieren. Auf der Anthroposophen-Seite „Die Egoisten“ kann man aus deren Sicht etwas über die NS-Zeit nachlesen.     Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 20.05.2010 um 18:19 @fidelche    Du schreibst: „Die Anthroposophie ist geeignet, autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten.“ Diese These ist sehr allgemein formuliert. Sie ist für mich nachvollziehbar. Für das Wort ‚Anthroposophie‘ können aber durchaus andere Begriffe eingesetzt werden, etwa Bundeswehr, Fußball, Weinbruderschaft, Schützenverein. Und immer wird sie zu verifizieren sein, je nach Blickwinkel. Wenn das möglich ist, kann diese These auch als Allgemeinplatz oder Holzhammerargument interpretiert werden. Vielleicht liegt es mit an dieser Argumentationsweise, dass Du BloggerInnen empörst. Andererseits schaffst Du es, wenn ich Deine Argumentationsweise von der didaktischen Seite aus betrachte, Leben in die Blogger-Bude zu bringen.

fidelche schrieb am 20.05.2010 um 19:13 @Achtermann schrieb am 20.05.2010 um 18:19    Hi Achtermann,also in der Fußballtheorie ist keine faschistische Entwicklung angelegt – Schützenverein ist schon schwieriger. Mein Text ist relativ kurz. Es gäbe sehr viel mehr Belege für meine These. Die Empörung der bestimmten Blogger, die meiner Meinung einer Seilschaft gleichen, liegt an deren verengten ideologischen Wahrnehmung. Ein kluger Mensch nannte sie mal Betonblogger und Betonfeministinnen. Meine Lust mit diesen Leuten zu diskutieren hat sich rapide reduziert. Durch ihre gezielten Provokationen wurden von meinen ersten 6 Blogs 3 gesperrt. Wenn Du die Kommentare liest, weist Du was ich meine. In meinem Fußballblog, ging es den Betonbloggerinnen nie um Fußball, sondern nur um Provokationen. Lies nach und Du weißt was ich meine. Im Fußball werden „Fans“ dieser Art, „Kategorie C“ genannt. Konstruktiver Kritik stehe ich aufgeschlossen gegenüber. Deiner zum Beispiel. Die Frage ist, wieso macht Achtermann bei den Betonbloggern nicht mit. Ich meine, dies hat etwas mit Charakter zu tun. Dafür danke ich Dir.         Schönen Gruß fidelche

Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 22:33 Ich schreibe nur noch etwas dazu, um diese schreckliche Hetze von Ihnen, die sich nur aus Hetzinfos speist, so nicht stehen zu lassen ! Ich muß ganz ehrlich sagen, dass mir das Angst macht ! Das ist ja Faschismus pur, was da von Ihnen ausgeht ! Woher kommt dieser sinnlose Hass ? Sie wissen ja noch nicht einmal, dass R.S. die biologisch Dynamische Anbauweise entwickelt hat, nach der heute viele Bio-Bauern unter dem Siegel „Demeter“ besonders hochwertige Bio-Produkte herstellen und dass es nach R.S. die „Niedrigpotenzhomöopathie“ entwickelt wurde und dass die Anthroposophen nicht „Wundersalben, Heisteine und Kalender“ verkaufen, sondern dass es zwei tatsächlich international sehr erfolgreiche Naturarzneimittelfirmen plus einer, der besten Naturkosmetikfirma überhaupt,Dr, Hauschka(die Arzneifirmen heißen Weleda und Wala) mit ebenfalls besonders guten Produkten gibt, oder doch ? Schon ihre Sprache ist hier so hassgeladen und geringschätzig(wahrscheinlich alles abgeschrieben), dass ich mich mit Einzelheiten garnicht erst befassen will ! Ich kann nur sagen: Von dem, was Sie da schreiben, habe ich als Enkelin von zwei Anthroposophen der ersten Stunde und als ehemalige Waldorfschülerin noch nie etwas gehört, gesehen oder gelesen ! Und ich habe einige Bücher von Rudolf Steiner gelesen und kann daher seine Art von Lebensanschauung ganz gut beurteilen. Steiner war ein sehr fein-und tiefsinniger Mensch, sehr stark von Goethe beeinflusst und inspiiert und seine Weltanschauung basiert auf dem Christentum. Was das mit Faschismus zu tun haben soll, ist mir schleierhaft ! Wie überhaupt diese Mär über Steiner und warum sie einmal gestrickt worden ist, würde ich gern einmal in Erfahrung bringen. Aber es ist mir nicht eilig damit und ich fühle mich nicht verpflichtet, das jetzt zu recherchieren für jemanden, der dermaßen oberflächlich und gewissenlos so einen unwahren Schmutz verbreitet ! Ich weiß, dass sogar der Spiegel ähnliches dummes Zeug schreibt und R.S. sogar mit dem geldgierigen Sektenführer Ron Hubbard vergleicht. Da habe ich schon einen empörten Leserbrief hingeschrieben. Wie gesagt, Rudolf Steiner ist nicht mein persönliches Idol, ich bin keine Anthroposophin, aber ich achte ihn als Person und bin Ihm dankbar für die guten Dinge, die er der Welt geschenkt hat wie auch die Waldorfschulen, welche z.B. die ersten waren, wo Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet wurden, wo es in den unteren Klassen keine Zensuren gab und wo schon ab der ersten Schulklasse Sprachen unterrichtet wurden. Das einzige, was ich einmal in Zusammenhang mit Anthroposophischen Einrichtungen und der Nazizeit gehört habe, betrifft die Firma Weleda. Aber ich weiß darüber nichts genaues und es hat mich dann auch nicht interessiert. Aber Sie interessiert es sicher. Vielleicht könnenSie ja damal was ergoogeln und es mir mitteilen, aber im Google ist ja auch viel Mist abgespeichert, wie man an Ihrem Bericht deutlich erkennen kann !

luggi schrieb am 20.05.2010 um 22:41 @Ehrlicher     mal ruhig bleiben. Solange fidelche nicht auf die wirklichen sozialen Kräfte des Faschismus hinweist, ist doch alles in unschönster Ordnung. Steiner, Gesell und Co. sind Schuld am Faschismus; und fidelche bekommt Beifall von überlinks ausstehenden Zweitagesbloggern.

Achtermann schrieb am 21.05.2010 um 06:08 @ luggi      I’m so sorry! Ich hab’s nicht kapiert. Was sind denn „überlinks ausstehende Zweitagesblogger“?

fidelche schrieb am 21.05.2010 um 10:22 @ Ehrlicher schrieb am 20.05.2010 um 22:33   Sehr geehrte Frau Ehrlicher, wo mein Text „Faschismus pur“ ist müssten Sie bitte belegen. Am Ende meines Textes schreibe ich: „Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten. In Waldorfschulen wird die inhumane Lehre Rudolf Steiners verbreitet.“  Bin ich Faschist weil ich auf die rassistischen und inhumanen Texte Steiners aufmerksam mache? Ich kenne „Demeter“-Biobauern und diskutiere auch mal mit ihnen. Ich kenne Peter Bierl persönlich und hab mit ihm über diverse Dinge gesprochen. Bitte lesen Sie den verlinkten Text von Bierl. Ich habe das Buch von Peter Bierl über Steiner gelesen. Wenn Sie sein Buch: „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister, Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“, gelesen hätten, wären Sie vorsichtiger in Ihren Formulierungen. Ich habe von Steiner das Buch der anthroposophische Weg gelesen. Sehr mühsam, muss ich zugeben. Das Kapitel“ Die geistige Führung der Menschen und der Menschheit“ oder „Jesus und sein geschichtlicher Hintergrund“ waren sehr „ergiebig“ für mich.  „Mangelnde Spiritualität“ ist nicht der Grund für das Unheil dieser Welt. Für einen Agnostiker/Atheisten wie mich sind die theistischen Religionen schon schwer erträglich. Alle Esoteriker, insbesondere Steiner und deren Nachfolger, mit ihrem Rassismus, Antisemitismus und Behindertenfeindlichkeit verursachen bei mir ein ähnliches, eher schlimmeres Unbehagen.  Im Übrigen gibt es in der Nähe meines Wohnortes ein großes Esoterikkaufhaus, mit Produkten von Weleda und Hauschka, „Wundersteinen“, „Wunderölen“, Esoterikbüchern und Demeter Kartoffeln. Wenn mir langweilig ist, stelle ich mich in den Verkaufsraum und höre den ernsthaften Gesprächen der Verkäufer mit ihren Kunden zu. In diesen Unterhaltungen geht es tatsächlich um heilende Steine, um Erzengel, um Feen und um viele andere Geister. Da kommt keine Satireveranstaltung mit. Ich bekomme das kostenlos geboten und insoweit hat Rudolf Steiner auch „sein Gutes“. Länger als 10 Minuten halte ich es allerdings nicht aus, dann muss ich raus und schmunzle (Untertreibung).       Schöne Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 21.05.2010 um 18:13 @ Ehrlicher   Ehrlicher, Du schreibst: „Steiner war ein sehr fein-und tiefsinniger Mensch, sehr stark von Goethe beeinflusst und inspiriert und seine Weltanschauung basiert auf dem Christentum. Was das mit Faschismus zu tun haben soll, ist mir schleierhaft !“Es mag sein, dass Steiner ein fein- und tiefsinniger Mensch war. Es gab KZ-Leiter, die sich nach erledigtem Tageswerk der klassischen Musik hingaben oder sich mit den Klassikern unter den Dichtern beschäftigten. Auch diese hätte man, nicht wissend welche Verbrechen sie begehen, zu den Fein- und Tiefsinnigen zählen können. Die Anthroposophen haben sich in eklektischer Manier eine Welt zusammengeklaubt. Da wurden Ansätze des indischen Geisteslebens, der Gnosis, des Okkultismus zu einem Denksystem zusammengebastelt. Es wurden hellseherische Seelenkräfte bemüht und allerlei Mythen in die Welt gesetzt. Im Philosophischen Wörterbuch des christlich-spiritualistischen Herder-Verlags (Ausg. 1988) findet man unter dem Stichwort Rudolf Steiner zu dessen Lehre u.a. folgendes: „Die Weltgeschichte führt unter dem Einfluß von Geisteswesen in sieben Stadien wieder ins Geistige zurück. Die entscheidende Rolle spielt dabei der Sonnengeist Christus, der in Jesus von Nazareth wieder Besitz von der Erde ergriff. Der einzelne Mensch muß in Wiedergeburten die Läuterung zum Geistigen durchmachen. Die guten und die bösen Handlungen bestimmendurch das Karma das künftige Lebenslos.“ Das ist für ein Nicht-Gemeindemitglied nur schwer verständlich, um es neutral zu formulieren. Einerseits wurde 1935 die Anthroposophische Gesellschaft im Nazi-Deutschland verboten, andererseits versuchten Teile dieser Gesellschaft die Anbiederung an den Faschismus dt. Prägung, indem man etwa Rudolf Steiners „arische Abstammung“ zum Argument machte. Deshalb hinterlassen derartige Lehren vom richtigen Leben Zwiespältiges. Rezipienten der Geschichte der anthroposophischen Bewegung sind dann in der Lage, unterschiedliche Interpretationen abzugeben, die evtl. gar konträre politische Deutungen beinhalten.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:40 @luggi schrieb am 20.05.2010 um 22:41    Das Du der Anthroposophie nahe stehst, hätte ich mir denken können. Sprichst Du Dich diesbezüglich mit Deinem DKP und Arbeiterführer Freund Claus Ludwig ab?   Richte ihm schöne Grüße von mir aus fidelche

luggi schrieb am 22.05.2010 um 15:24 @fidelche   Ich bin Monist und deine falschen Unterstellungen mir gegenüber bringen dich auch nicht aus deinen Kalamitäten heraus.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:12 @luggi schrieb am 22.05.2010 um 15:24   Starke Argumente!   Respekt!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 01:34 @ Achtermann Excellenter Kommentar!!! Herzlichen Dank! Seh ich eben so. Anthroposophie hat durchaus sehr positive Elemente aber auch äußerst fragwürdige. Diese Lehre ist ein Mischmasch, keine einheitlich logisch aufgebaute Lehre. ABER – folgende 3 Anregung von mir:
1. Steiner sollte keinesfalls als die personifizierte Spiritualität schlechthin verstanden werden. Er hat was dazu beigetragen…o.k. Aber es empfiehlt sich, sein Schaffen differenziert und kritisch zu betrachten, genauso wie der Ausgangsartikel das macht. So würdigt man sein Lebenswerk, weil man ihm (kritischen) Respekt zollt. 2. Spiritualität sollte ebenso wenig mit Esoterik als identisch verstanden werden. Esoterik ist eine mythisch verklärte, romantisch verspießerte und unsachliche (weil nicht verifizierbare) Form davon. Ich sehe Esoterik eher als Nebelschleier, der die wirklich interessanten Konturen und Aspekte von Spiritualität verwischt. Und in so einem Wischi Waschi kann man leicht gläubigen Menschen vieles auftischen, besonders wenn man ihnen irgendwelchen wirkungslosen Humbuck auf Lebensfreude Messen verkaufen möchte (z.B. bunte Glassteine, die angeblich Tachyonen einfangen und dabei Heilkräfte entfalten usw. usf.) 3. Ich verstehe Spiritualität z.B. ganz anders, nämlich als die Möglichkeit zu erkennen, dass wir im Einklang mit den Gesetzen des Universums denken und handeln können. Das ist ein Grundsatz, der klare Konturen schafft und überprüfbar ist. Tut man dies, kann man leicht weite Teile von „Spiritualität“ sozusagen als falsch verstandene Spiritualität oder Pseudospiritualität entlarven. Ich bin z.B. auch wiederholt darauf gestoßen, dass in spirituellen Kreisen – und da lässt sich wieder der Bezug zum Ausgangsartikel herstellen – Zinskritik und gesellianische Vorstellungen weit verbreitet sind. Es lässt sich argumentativ mit einfachster Elementarlogik zeigen, dass solche Vorstellungen rein von bürgerlicher Ideologie getragen werden und meinem Grundsatz von Punkt 3 – also richtig verstandener Spiritualität – konträr entgegenstehen. Ich habe dazu einen längeren Artikel (inkl. Grafiken) verfasst. Kann ich bei Bedarf an Interessenten gerne als PDF mailen. Spätestens dann dürfte der Unterschied klar sein. Geht darin allerdings mehr um radikale Kapitalismuskritik und grenzt sich von dessen verkürzten Kritikformen als auch Pseudospiritualität ab.  Meine (heutige) Sicht (die sich zukünftig je nach Erkenntnisgewinn auch wieder ändern mag): Spiritualität kann durchaus als ein realer Bestandteil der Evolution des Universums verstanden werden (s. auch Bücher von Ken Wilber), nämlich als Evolution des Bewusstseins auf allen Ebenen des Seins. Leider gibt es in diesem Bereich jedoch so viel Unsinn und – ja ich würde schon sagen Aberglauben, dass ich meistens genauso schmunzeln muss über den Esoquatsch, wie Fidelche es trefflich beschrieben hat…           @fidelche      „„Mangelnde Spiritualität“ ist nicht der Grund für das Unheil dieser Welt. “    Zu dieser These hab ich zwei Sichtweisen anzubieten:  A) Ausgehend vom herkömmlichen Verständnis von Spiritualität würde ich sagen: Absolut richtig erkannt!!! Spiritualität kann zwar ein begünstigender Faktor sein, die Welt zu retten, ist aber noch lange keine hinreichende Bedingung. Sie stellt an sich ebenso wenig etwas Positives dar, wie z.B. Wissen. Beides kann auch negativ besetzt sein. Selbst Hitler hatte bekanntlich einen spirituellen Berater. Und ein studierter Rassist, der zu seinem Thema viel an Wissen erworben hat, ist immer noch ein spirituell (also bewusstseinmäßig) niedrig schwingendes Subjekt. Derartige Überzeugungen tendierten, wie wir aus der Geschichte wissen, deshalb auch dazu, sich in der Evolution nicht durchsetzen zu können. Mitgefühl und Liebe, um mal zwei stark vereinfachende Aspekte positiven Sozialverhaltens anzuführen, hingegen schon (die falsch verstandene Liebe zu Führer, Volk und Vaterland darf man davon an dieser Stelle wohl bewusst ausklammern).  B) Nach dem von mir oben aufgestellten Maßstab von Spiritualität müsste ich die These verneinen. Weil: falsch verstandene Spiritualität hat ja einen Mangel…sonst wäre sie richtig verstanden….und noch etwas fällt mir gerade auf:   „Für einen Agnostiker/Atheisten wie mich sind die theistischen Religionen schon schwer erträglich“    100%ige Zustimmung. Geht mir ebenso. Ich bin auch Atheist. Glaube hat für mich rein GAR NICHTS mit Spiritualität zu tun. Religion erst recht nicht. Religionen sammeln ja beispielsweise ritualisierte Handlungsmuster, mit den sich von Generation zu Generation die jeweilige Lehre weitergeben lässt und Personen gleich geschaltet werden (ein früher soziologischer Versuch Gesellschaften zu strukturieren). Das ist also nur eine äußere, gesellschaftliche Form. Religion hat (s. Beispiel Ron Habbard / Scientology) noch nicht mal was mit Gottesglauben zu tun. Ein Guru reicht scheinbar schon aus. Natürlich enthalten anders herum gesehen die Glaubensüberlieferungen spirituelle Elemente. o.k. Das ist aber was anderes. Das trägt womöglich jeder von uns in sich.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 01:47 „3. Ich verstehe Spiritualität z.B. ganz anders, nämlich als die Möglichkeit zu erkennen, dass wir im Einklang mit den Gesetzen des Universums denken und handeln können. Das ist ein Grundsatz, der klare Konturen schafft und überprüfbar ist.“ Ich bin nicht spirituell veranlagt, und werde schon – obwohl ich den Kommentar insgesamt mit virtuellem Kopfnicken gelesen habe – bei der Phrase Im-Einklag-mit-den-Gesetzen-des-Universums hellhörig. Welche Gesetze sollen das sein? Und welcher Ein-Klang? Eine „klare Kontur“ ist das für mich nicht. Ich lebe auf dem Planet Erde, von dem die Menschen immer noch zu wenig wissen. Aber genug, um auf ihm gleich und glücklich zu leben.

Ehrlicher schrieb am 21.05.2010 um 23:12 Mich interessiert an Eurer beider Einstellung jetzt einmal folgendes:  Wie hat das angefangen ? Was war der Weg, der Euch zu dieser Anschauung über Steiner und seine Weltanschauung, bzw. die Anthroposophie geführt hat ?  Und wie könnt Ihr glauben, dass Ihr besser über diese Dinge bescheid wisst, als ich, die ich damit aufgewachsen bin ?  Steiners Texte richtig zu verstehen ist nicht jedem gegeben und schon garnicht jemandem, der sie von vorn herein mit negativen Vorzeichen liest !  Aber ich sage noch eines: Ich empfinde in Eurer Argumentation einen zwanghaften, gewalttätigen Willen, im Recht sein zu wollen und das Macht mir Angst ! Nicht Angst vor Euch beiden, sondern Angst vor dem ganzen verständnislosen und beängstigend verirrten Kontingent an Sympatisanten,das noch mit neben Euch stehen mag !

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:45 @ Ehrlicher schrieb am 21.05.2010 um 23:12  Steiners Texte richtig zu verstehen ist nicht jedem gegeben und schon garnicht jemandem, der sie von vorn herein mit negativen Vorzeichen liest !  Dann helfen Sie mir doch die Texte richtig zu verstehen. Nachdem ich im Religionsblog, laut Betonfeministinnen, mit der „richtigen“ Bibelexegese gescheitert bin, habe ich offenbar Ihrer Ansicht nach Probleme bei der „richtigen“Steinerexegese. Mittlerweile wundert mich überhaupt nichts mehr.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 01:40 Das, was mir berechtigte Angst macht, ist folgendes: Ich habe hier gerade gelernt, dass es junge Menschen gibt, die sich als „Linke“ verstehen, die einen durch Fanatismus verengtes Wahrnehmungsfeld  alles, was sie durch selbiges nicht verstehen können, mit erschreckend bereitwilliger Gehässigkeit als faschistisch brandmarken ! Das ist im Grunde ein Potenzial, was ich bisher immer nur von extrem rechts her gekannt habe. Das, Fidel, meine ich mit dem Faschistischen an Ihnen.  Ich habe auch meine Kommentare hier nicht wegen Ihnen geschrieben,sondern wegen dieser Ungerechtigkeit. Die wollte ich so nicht stehen lassen. Ich mag übrigens Fidel Castro nicht. Ich glaube, dass er Che nur ausgenutzt hat. Aber zu Ihnen passt der Name ganz gut ! Das ist alles, was ich zu diesem Blog noch zu sagen hatte.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 14:33 @ Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 01:40  Ihre Argumentationsweise ist nicht nachvollziehbar. Wenn ich schreibe, dass Anthroposophie geeignet ist autoritäre und faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten, dies beispielsweise mit der Wurzelrassentheorie Steiners begründe, dann fällt Ihnen nicht anderes ein, als mich als Faschisten zu bezeichnen.  1. Was sagen Sie zur Wurzelrassentheorie Steiners?  2. Glauben Sie an Erzengel, an Geister an Wundersteine?  3. Was sagen Sie zum anthroposophischen Karma (Bilanz der Verdienste und Verfehlungen eines Menschen – Entscheidend für nächstes Leben)?
4. Was halten Sie von der Behandlung und Beurteilung von behinderten Menschen durch die Anthroposophen?  Wenn Sie die Anthroposophie so vehement verteidigen, sollten Sie auch Argumente bringen! Wenn Sie so weitermachen, bekomme ich von Ihnen Angst.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 14:48 Gut, ich wills mal zum Abschied ein bisschen abmildern, was ich zuletzt gesagt habe:  Ich weiß nicht, ob ich vor Fidelche Angst haben muß, oder Mitleid mit ihm !

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:15 @Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 14:48     Sie sind ein guter Mensch.  Vielen Dank.   Ihre ausführlichen Argumente bringen mich zum Nachdenken.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 15:05 Ja was machen wir denn damit?   http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/schulpflicht-verletzt/      http://www.freunde-waldorf.de/freiwilligendienste/in-deutschland/einsatzstellen/  am besten sich das weltbild nicht erschüttern lassen!

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 16:11 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 15:05   und was machen wir damit?  rudolf-steiner.blogspot   Noch besser, das Weltbild nicht erschüttern lassen und sich im Sand eingraben!

Nebelmännchen schrieb am 22.05.2010 um 16:38 Die „Freunde der Erziehungskunst R. Steiners“ (zweiter Link) wissen: >>Das Leben in den Lebensgemeinschaften hat sich aus der Grundidee entwickelt, daß alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, vollwertige Persönlichkeiten sind und ein Recht auf ein ausgefülltes, sinnvolles Leben in Freiheit und Würde haben. << Fein. Und wie ermöglicht man also den Menschen ein „sinnvolles Leben in Freiheit und Würde“? >>Sozialtherapie für Erwachsene
In den sozialtherapeutischen Lebensgemeinschaften ist die soziale Gemeinschaft die Grundlage für die Therapie. Den Behinderten werden vielfältige Möglichkeiten gegeben, ihr Leben durch Arbeit sinnvoll zu gestalten.<< Da dreht’s mir aber dann doch irgendwas im Bauch um, wenn ich sowas lese.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 16:48 @nebelmännchen    ich fürchte, wenn unser f. ein integratives kinderheim aufmachte, dann tät er auch so was in seine flyer schreiben

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:01 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 16:48   Gebenedeite Rahab, Deine Logik ist umwerfend. Wenn ich die anthroposophische Lehre kritisiere bin ich, Deiner Meinung, verantwortlich für anthroposophische Kinderheime. Es wird immer irrsinniger. Meine Sorgen um Dich vergrößern sich minütlich.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:11mach dir mann keene sorgen um mir!  meinte ein fidelbums kinderheim  p.s. wenn ich Steiners lehre kritisiere, dann tue ich es etwas anders als dir – det hat u.a. mit meiner etwas anderen religionskritik zu tun, weeßte

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:27@ Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:11 fidelbums Kinderheime? Gibts die in Deinem Paralleluniversum? Darfst Du überhaupt Deine Götter kritisieren? Bist Du nicht mit Steiners Engel und Dämonen mit dem entsprechenden Teufel und den Volks- und Rassegeistern in Kontakt? Die sogenannten „weiblichen Göttlichen“ und die Geister der sogenannten Steinerschen dritten Hirarchie bilden doch ein starkes Team, oder? Wenn Du mal wieder Kontakt aufgenommen hast, lass es mich wissen.   fidelche

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 17:44 @f.  laß gut sein, ja? ich versprech auch: ich schick dir nicht den SPD vorbei.

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 16:35 Mein Weltbild jedenfalls ist nichtmehr groß erschütterbar. Was mir Angst macht, ist folgendes: Ich kenne diese üblen Anwürfe gegen Steiner und seine zugegebenermaßen sehr eigenwillige Weltanschauung, die aber gerade das Soziale niemals aus dem Auge lässt, schon länger und es erinnert mich stark an die Hetze gegen Nietzsche in den 1970-80er Jahren. Gemeinsam ist ihnen allerdings nur, dass sie in ihrer Feinheit ,Tiefe und Eigenwilligkeit auf viel Missverständnis gestoßen sind zu ihren Lebzeiten, sowie danach. So wurde Nietzsche damals von den Spießern ebenfalls diese braune Fahne angeheftet und erst in der 1990ern, glaub ich, ging es dann durch die Medien, dass Nietzsche selbst mit der Verwendung einiger seiner wunderschönen Redewendungen von den Nazis überhaupt nichts zu tun hatte. Es lag vielmehr an seiner beschränkten Schwester, die den Rechten nahestand und seinen Nachlass verwaltete. Aber ich möchte wetten, dass es heute noch nicht wenige gibt, die ihn für immer in die braune Kiste gepackt haben. Das Irre und ich muß schon sagen VOLKSVERHETZENDE dabei ist ja die Tatsache, dass diese Persönlichkeiten genau das Gegenteil sind von dem, was ihnen da angehängt wird. Und ich befürchte, dass dies eine Art von gefährlichem Selbstläufer ist, der in einer Gesellschaft, die so verlogen und oberflächlich ausgerichtet ist, immer wieder Fuß fassen kann ! Die Hexenverfolgung nimmt nur immer neue Formen an. Wenn die Besten unter uns in den Dreck gezogen werden, können die Schlechtesten als Saubermänner-oder -Frauen auftreten ! Das ist der ganz alltägliche Faschismus, dem diese zivilisatorischen Menschengesellschaften unterliegen.

Leif Miles schrieb am 22.05.2010 um 17:03 @fidelche, habe Dein Blog mit Interesse gelesen. Habe mal versucht Steiner zu lesen, musste aufgeben: ich war ihm nicht zugänglich…;-)

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 17:30@Leif Miles schrieb am 22.05.2010 um 17:03 Hi Leif Miles, mir gings genauso. Steiner zu lesen ist „Hartes Brot“. Ohne Sekundärliteratur nicht auszuhalten.Viele Grüße in die „normale“ Welt fidelche

fruehauf schrieb am 22.05.2010 um 17:53 Ich habs nicht mal versucht. Informationen zu RS sind ohne Einblick in die Verquastheit seiner Theorien ja nicht erhältlich, da war ich schon genügend vorgewarnt. Einen solchen Phrasendrescher des Faschismus etc. zu zeihen wäre mir gradezu ein Vergnügen – aber wer nimmt diese Grundlagen heutzutage noch ernst? Die Esos vielleicht, die noch manch anderes gerne glauben und keine wirkliche Gefahr darstellen. Waldorfschulen und Demeter-Landwirtschaft hingegen erfreuen sich durchaus in breiteren Kreisen einer gewissen, keineswegs unverdienten Achtung. Da bleib ich dann doch lieber moderat.

Ehrlicherschrieb am 22.05.2010 um 17:31 Mal an den Freitag: Warum erscheinen die Kommentare eigentlich nicht in zeitlicher Reihenfolge ? Ich finde, das verändert den Charakter der Kommunikation !

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:34Mal an den Freitag: Warum erscheinen die Kommentare eigentlich nicht in der echten Abfolge entsprchend der Zeit ? Ich finde, das verändert den Charakter der Kommunikation !

Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:37 Ach so, wenn man zu Texten selbst keinen Zugang hat, dann darf man den Verfasser mit den übelsten Verdächtigungen überhäufen ! Auch eine Moral !

fruehauf schrieb am 22.05.2010 um 17:56Die Benutzung von Sekundärliteratur ist doch keine Frage der Moral.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 18:05@Ehrlicher schrieb am 22.05.2010 um 17:37 Sie könnten mit Argumenten die Anschuldigungen entkräften. Gibt es in Steiners Lehre Wurzelrassen oder nicht?Eine sehr einfache Frage. Wie wäre es mit einer Antwort?!

Ehrlicher  schrieb am 22.05.2010 um 18:16 Nee danke, auf dem Niveau nicht !

Achtermann schrieb am 22.05.2010 um 18:36 Rudolf Steiner sagt: „Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. (…) Daher werden sie kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen. Das glänzt dann kupferrot. Das können sie nicht aushalten. Daher sterben sie als Indianer im Westen aus, sind wiederum eine untergehende Rasse, sterben an ihrer eigenen Natur, die zuwenig Licht und Wärme bekommt, sterben an dem Irdischen. (…) Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde. (…) Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geist schaffende Rasse.“(Rudolf Steiner, Vortrag am 03.03.1923 in Dornach; siehe Thomas Höfer: Der Hammer kreist.

Achtermann schrieb am 22.05.2010 um 18:40 Nachtrag zu „Rudolf Steiner sagt“ Quelle des Zitats im Internet:www.humanistische-aktion.de/steiner.htm

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 18:53 8-termann es wird hier wohl niemand bestreiten, dass in diesen zeilen der rassismus der ‚weißen‘ zu finden ist. das blöde ist nur, dass f. dies benutzt, um am ende leute, welche auch nur mal in gedanken erwogen haben, ihr kind vielleicht auf eine waldorfschule zu schicken, oder solche, welche weleda-shampoo benutzen, oder noch andere, welche ich weiß nicht was tun oder auch nur denken, es vielleicht tun zu können … kurzum: du weißt, dass es f. darum geht, andere auszugrenzen und in den zuweilen höchsten flötentönen zu beschimpfen. er will mal wieder ein tribunal. c’est tout. das hat mit kritik nix zu tun.

fidelche schrieb am 22.05.2010 um 19:33 @Rahab schrieb am 22.05.2010 um 18:53    Gebenedeite Rahab,was willst Du eigentlich? Kannst Du außer Provokationen auch mal was zur Sache beitragen. Irgendein Argument, ein Statement. Hast Du meinen Text überhaupt gelesen oder war er Dir zu lange? Das alles ist wohl sehr anstrengend für Dich.Wenn jemand mit dem „Chiemgauer“ bezahlen will, kann er oder sie das machen. Vor kurzem hatte ich eine Diskussion mit den Initiatoren des „Chiemgauers“. Mit dem allergrößten Teil der Leute kann man reden. Diese Leute akzeptieren im Übrigen alle meine Kritikpunkte bezüglich Gesells. Viele der übrigen Teilnehmer der Diskussion wussten kaum etwas über Gesell, waren offen für meine Kritik. Diese Leute sehen die Gefahren der braunen Ideologie Gesells. Das ändert nichts daran das Regionalgeld nichts, aber auch überhaupt nichts bringt. Nur die Herausgeber des Chiemgauers profitieren. Legen die eingezahlten Euros an und kassieren Zinsen. Mit diesem Geld werden dann Waldorfschulen und andere anthroposophische Projekte gesponsert. Läden die den „Chiemgauer“ annehmen haben für kurze Zeit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten. Das wars dann aber schon. Bei den Steiner Anhängern ist es schwieriger. Fanatische Esoteriker sind mindestens so irrational wie religiöse Fanatiker. Ich kenne einige Eltern, die ihre Kinder in Waldorfschulen schicken. Meinetwegen sollen sie dies machen. In unserem Schulsystem, besonders in Bayern, mit der wohl extremsten Selektion im Vergleich zu den übrigen Bundesländern, hab ich ein gewisses Verständnis dafür, dass diese Eltern ihre Kinder nicht auf der Hauptschule lassen wollen. Meist ist dies der Grund für die Entscheidung zur Waldorfschule, zumindest bei den Fällen die ich kenne.Rahab, Du hast offenbar nicht den Hauch einer Ahnung von den Lehren Silvio Gesells oder Rudolf Steiners. Offenbar bist Du völlig blank, da nichts von Dir kommt. Vergleichbares stellte ich in meinem Fußballblog fest. Dein Ziel ist offensichtlich nur, dass möglichst viele Blogs von mir gesperrt werden. Bist Du im Auftrag Deiner „weiblichen Göttlichen“ unterwegs oder was ist Deine Mission?Sigmund Freud hätte mit Dir seine wahre Freude gehabt.Mitleidig fidelche

Damian Bold schrieb am 22.05.2010 um 19:33 Die Waldorfschule ist nach meinem Wissen sehr total organisiert. Sie ist zwar geläutert von den „Auswüchsen“ des Rudolf Steiner, sieht ihn aber, abgespeckt, immer noch als Vorbild. – Wenn ein Club das machen wurde, der auch im braunen Umfeld gestartet ist, aber nicht eine so große Lobby hätte, würde man mehr als ein Auge darauf haben. Durch die ganze Esoterik, die antibürgerlich erscheint, ist das bei Steiner, Anthroposophie und Waldorfschule aber anders. Zu unrecht, finde ich. Der Schein trügt, und Waldorfianer die ich kenne, sind unansprechbar, für weltliche und vernünftige Dinge.

Rahab schrieb am 22.05.2010 um 19:43 S.F.? – ich mit ihm bestimmt auch. warum kannst du es eigentlich nicht lassen, beleidigend zu werden? kriegst du ohne das keinen mehr hoch oder was?

fidelche schrieb am 23.05.2010 um 11:06An die „Gläubigen“, egal ob Anthroposophen oder Monotheisten. Einen hab ich noch. Extra für Euch:

Rahab schrieb am 23.05.2010 um 11:31 Zur „braunen Soße“ gibt’s ein paar klärungsbedürftige fragen. Beispielsweise diese goysworld.blogspot.com/2008/04/schne-geste-anthroposophen-feiern.html darunter http://www.kamah.org.il/eng/default.asp http://www.krafael.co.il/ http://www.bet-uri.org.il/ oder diese biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=1174 erklärungsbedürftig ist auch, wie es geschehen konnte, dass es auch jüdische anthroposophen gab. in wiki de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie finde ich dazu den satz: „Schon vor dem Verbot hatten alle jüdischen Mitglieder ihre Ämter in der Gesellschaft abgegeben. Ein Großteil von ihnen war ausgetreten; andere wurden zum Austritt gedrängt, um Reibungspunkte mit dem Regime zu minimieren.“ Dort findet sich auch ein auszug aus dem verbot (1.11.1935) der anthroposophischen gesellschaft, in dem zu lesen ist: „ Nach der geschichtlichen Entwicklung der Anthroposophischen Gesellschaft ist diese international eingestellt und unterhält auch heute noch enge Beziehungen zu ausländischen Freimaurern, Juden und Pazifisten. Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat. Infolge der Gegensätze zwischen den Anschauungen der Anthroposophischen Gesellschaft und den vom Nationalsozialismus vertretenen völkischen Gedanken bestand die Gefahr, dass durch eine weitere Tätigkeit der Anthroposophischen Gesellschaft die Belange des nationalsozialistischen Staates geschädigt werden. Die Organisation ist daher wegen ihres staatsfeindlichen und staatsgefährdenden Charakters aufzulösen.“ Dies sind, da ich von anthroposophen keine ahnung habe (und wahrscheinlich wie viele andere auch mit meinen kindern zu einem anthroposophischen kinderarzt wegen des ganzheitlichen ansatzes gegangen bin) die einstiegspunkte, die ich neben anderen finde, wenn ich anfange zu googeln.
Die schreien nach zumindest ein paar kontextbezogenen erklärungen. für damals wie heute. Und da du dich ja eingearbeitet hast, warte ich ….

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 11:25@Rahab schrieb am 23.05.2010 um 11:31Was Du mit klärungsbedürftig meinst ist mir nicht klar. Ich bestreite nicht dass es frauenfeindliche Frauen, antisemitische Juden oder rechte Linke usw. gibt. So kann es natürlich auch anthroposophische Juden geben. Ärzte mit ganzheitlichem Ansatz müssen nicht zwingend Anthroposophen sein. Ich behaupte nicht dass alle Anthroposophen Rassisten sind. Es wird sicherlich sehr viele nette Anthroposophen geben. Nebenbei erwähnt, so kann durchaus SS-Oberstummbannführer Müller oder Meier in den 1930er Jahren nette, freundliche und herzensgute Beziehungen zu seinen Nachbarn gehabt haben. Dies alles bestreite ich nicht. Die Beziehungen zwischen NS Herrschaft und Anthroposophen waren ambivalent. Achtermann hat dies bereits hier am 21.5.10 angesprochen. Aus meinen Quellen und den Erfahrungen des Alltages sehe ich bezüglich der Anthroposophie, neben einer irrationalen, esoterischen „Religion“, rassistische, antisemitische und u.a. behindertenfeindliche (Wiedergeburt) Ansätze, die ich verurteile. Den Geist der Waldorfpädagogik mit Reinkarnation, die autoritären Ziele und Methoden (Fußballverbot), die Selbstvergottung Steiners, die „Verteufelung“ der Sexualität (niedere Instinkte), die Angebliche Existenz von Engeln, Dämonen und dem Teufel, die Wurzelrassenlehre gepaart mit der Mission der Arier, die These des karmischen Ausgleiches des Holocaust und vieles mehr, sind schwachsinnige Denkweisen, die ich in meinem Weltbild nicht akzeptiere. Das kann natürlich damit zusammenhängen dass ich mich als Linker verstehe.

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 11:38 fidelche,  dass du verurteilst, ist keine überraschung. kannste ja auch tun.  nur die erklärung dafür, warum es außer antisemitischen juden auch antroposphische gibt – was ja möglicherweise fast auf das gleiche hinausläuft, oder? – also: wie das gehen kann? die bist du mir schuldig geblieben.
nachdem ich auch e2m’s posting gelesen habe, vermute ich, dass das alles mit Platon zusammenhängt. was mich nun wiederum überhaupt nicht wundern täte. nur – in der konsequenz bedeutet das, dass auch linke/marxisten – da sie sich ja auch irgendwie auf Platon gründen – sich nicht groß von antisemiten/antroposophen unterscheiden. der einzige unterschied wäre dann nur noch der, dass sie etwas je unterschiedliches verurteilen. ausgenommen die frauen/das weibliche – die/das schätzen sie alle nicht so wahnsinnig besonders.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:47 @Rahab schrieb am 24.05.2010 um 11:38  Rahab,warum es neben antisemitischen juden auch antroposphische juden gibt, weiss ich nicht. Ich kenne keine personlich, tut mit leid, da mußt Du diese Leute fragen, warum und wieso…

ed2murrow schrieb am 23.05.2010 um 18:46 Lieber Fidelche, in http://www.freitag.de/community/blogs/ed2murrow/urlaubsplanung-in-runen  hatte ich u.a. als Quelle angegeben: Franz Wegener, Das atlantidische Weltbild, Nationalsozialismus und Neue Rechte auf der Suche nach der versunkenen Atlantis, KFVR, Gladbeck, 2001. Darin wird ein Bogen geschlagen von den Theosophen zu den Anthroposophen und von dort zu den Rassekundlern samt ihrem vergangenen und gegenwärtigen Weltbild des Neo-Paganismus. Alles in allem die Zusammenfassung eines Konstrukts, das auf wenigen Zeilen eines Fragments von Platon zurückgeht, was schon viel über den fiebrigen Geist solcher Heilsverkünder à la Steiner aussagt. Dass in dem Zusammenhang auch „Wirtschaftstheorien“ in die Praxis umgesetzt werden, sollte nicht verwundern, speziell nicht im Chiemgau, wo die Gesundheitssandalenfraktion der Besserverdienenden ihre naturnahe Basis aufgeschlagen hat. Während Männe in München die Knete verdient, bringt Maman die Kleinen in besagte Instititute (das nächste liegt dann, wen wundert es, in Salzburg), die zwar nicht mehr offen anthrodingsda sind, aber doch irgenwie charmant anders, mit dem Touch des Esoterischen, das in diesen Kreisen hoch im Kurs steht. Wie der Chiemgauer: Hauptsache gegen das System, so leicht verdeckt auf Revoluzzer gebürstet, wofür man an der Uni nicht den Schneid hatte zwischen einem Schein und dem nächsten. Während niemand danach fragt, was mit den Tagesgeldzinsen aus dem Euro-Konto geschieht. Ich schätze, so in fünf Jahren werden wir es aus Zeitungen erfahren, die sich auf die gute alte Tradition des Enthüllungsjournalismus (wieder?) verstehen. Inzwischen diskutieren wir hier über Modeerscheinungen bei einer arrivierten Haut-Volé, die gerne ausgenommen wird. Natürlich streng alternativ. Ihr e2m

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 11:38 @ed2murrow schrieb am 23.05.2010 um 18:46 Hallo ed2murrow, sehr richtig, was Sie schreiben. Es dürfte kein Zufall sein, dass der „Chiemgauer“ das „erfolgreichste“ Regionalgeld/Schwundgeld, wahrscheinlich weltweit ist. Ich vermute dies hängt damit zusammen, da die Region zu den reichsten Gebieten Deutschlands, evt. sogar Europas zählt. Was mit den Tagesgeldzinsen geschieht, habe ich nachgefragt. Laut Initiatoren sollen damit zinslose Kredite für Kleinunternehmen finanziert werden. Das System des Chiemgauers „funktioniert“ solange es nicht mehr Unternehmen werden, die den „Chiemgauer“ annehmen. Dann ist der kleine Wettbewerbsvorteil dahin. Im Ort X gibt es einen Computerhändler, der „Chiemgauer“ annimmt. Er hat gegenüber den anderen ca. 10 Händlern einen Wettbewerbsvorteil. Da Bill Gates für sein Betriebssystem keine „Chiemgauer“ nimmt, kann dieser Computerhändler seine Einkäufe nur mit Euro bezahlen. Seine Mitarbeiter bekommen, angeblich freiwillig, einen Teil ihres Gehaltes in „Chiemgauer“ ausbezahlt. Das Problem für ihn ist, dass er seine „Chiemgauer“ bis zum Quartal nicht loswird. Er verliert 2 % des Wertes. Nach einem Jahr verliert er 5% des Wertes. (kassiert von der „Chiemgauer“ Initiative)
Wenn die restlichen PC-Händler den „Chiemgauer“ nehmen würden, hätte er überhaupt keinen Vorteil mehr. Der ökologische Schwachsinn des Systems wurde bisher kaum erkannt. Wer „Chiemgauer“ hat, aber keinen PC-Händler im Ort hat, der „Chiemgauer“ nimmt, muss 25 km fahren um sich seine Ware zu kaufen. Einige kluge Grüne (sehr wenige) haben dies in der Region bereits angesprochen. Gruß fidelche

ed2murrow schrieb am 24.05.2010 um 13:53 Die Bäcker, Gemüsehändler (ab Hof) und Metzger meines Vertrauens hatten bis vor kurzem den Chiemgauer ganz groß am Eingang plakatiert. Heute ist es ein meist sehr verschämter Hinweis darauf, dass „das auch“ angenommen wird. Das sind die Kleingewerbetreibenden, die es noch gewohnt sind, am Ende des Tages Buch zu führen und genau zu überlegen, wo Schwund entsteht, nämlich im eigenen Geldbörsel. Der Chiemgauer rentiert sich nicht, habe ich den Eindruck. Und wie sagen unsere Handwerker vor Ort? A dös renkt se wida ei.

luggi schrieb am 24.05.2010 um 12:38 @ fidelche   Dein Denkfehler ist die Gleichsetzung des Chiemgauers mit Geld. Du hast irgendwo anders beschrieben, dass du bereits Chiemgauer in den Händen hättest. Da sollte dir aufgefallen sein, dass auf dem Papier „Gutschein“ steht. Und das ist prinzipiell etwas anderes als Geld. „Gutschein“ ist übrigens auf allen sog. Regionalwährungen aufgedruckt. Mit dem Chiemgauer wird unter dem finanzökonomischen Motto des Schwundgeldes ein Verfahren in Gang gesetzt, dass im Prinzip nicht neu ist und mit dem eigentlichen „Schwundgeld“ Gesells nichts zu tun hat (prepaid, Kreditkarte etc.). Für mein Dafürhalten ist es ein geschicktes Marketing, was Ch. Gelleri und Co. mit dem Chiemgauer Regionalgeld aufziehen.  Wie die Konditionen bei den Guthaben gestaltet werden, bleibt, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, den Unternehmen und Vereinen überlassen. Z.B. verfiel vor einigen Jahren bei den Mobilfongesellschaften nach einem bestimmten Zeitraum das Restguthaben der Prepaidkarten. Den Nutzern des Chiemgauers sollte deutlich gemacht werden, dass es sich um wertverlierende Gutscheine und nicht um Geld handelt. Darin besteht m.E. die Täuschung, dass den Nutzern die wahren Verhältnisse verschleiert werden. Aktuell sind 485.494 Chiemgauer als Gutscheine im Umlauf. Das umgesetzt bei Tagesgeldkonten und anderen Anlagestrategien; da! beißt sich die ideologische Katze in den Schwanz. Und dagegen sollte man polemisieren. Dein Beispiel mit dem PC-Händler ist hanebüchen, weil es zu deinem Beispiel genügend andere Gegenbeispiele gibt, die nach der Marketingidee auch funzen. Der Chiemgauer als regionales Gutscheinsystem setzt das bisherige kapitalistische Finanzsystem nicht außer Kraft. Gruß  luggi

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 13:51 @luggi schrieb am 24.05.2010 um 12:38   Ich bin mir nicht sicher, ob alles was Du schreibst, ernsthaft gemeint ist.
Wenn es Dein Ernst ist, kannst Du nicht mein Vorgängerblog und die Links auf Bierl nicht gelesen haben oder verstanden haben. Ob auf dem Chiemgauer Schwundgeld oder Gutschein steht ist völlig unerheblich. Die Funktion und die Ideologie des „Chiemgauers“ ist entscheidend. Gesells Schwundgeld hatte dieselben Eigenschaften wie der „Chiemgauer“. Das finanzökonomischen Motto des Schwundgelds ist identisch mit dem Schwundgeld Gesells. Die Inititiatoren beziehen sich explizit auf Gesell! Das kannst Du zum einen auf der Internetseite des Chiemgauers lesen und zum anderen werden Dir die Verantwortlichen dies auch bestätigen. Die Meisten werden sich allerdings von Gesells Freiland-Theorie distanzieren. Gesell-Propagandisten wie Helmut Creutz, Kennedy oder Chiemgauer-Leute schreiben in einschlägigen Blättern wie der FSU-Zeitschrift Der Dritte Weg (jetzt Humanwirtschaft), INWO oder „Christen für eine gerechte Wirtschaftsordnung“ (CGW). Mit dem „Chiemgauer“ soll der Kapitalismus verbessert werden, indem Zins, Wucher, die Spekulation abgeschafft wird. Beispiele wie die des PC Händlers gibt es viele. Natürlich funktioniert der „Chiemgauer„ bei landwirtschaftlichen Produkten besser.  Das Ziel der Regionalgeld Gurus ist im Übrigen die Einführung des Regionalgeldes Europaweit. Quasi als Nachfolger des Euro soll jede Region sein Regionalgeld haben. Teilweise wird schon über Altersvorsorge mit dem „Chiemgauer“ nachgedacht. Wenn dann alle Regionen Regionalgeld haben und es keinen Euro mehr gibt, werden Tauschstellen eingerichtet um dann z.B. den „Chiemgauer“ mit dem „Hamburger“ zu wechseln. Die Kurse sind unterschiedlich und verändern sich dann natürlich. Um regional einzukaufen braucht man keinen „Chiemgauer“, das funktioniert auch mit dem Euro, wenn man das Bewusstsein dazu hat. Wer das und Vorheriges nicht kapiert, begeht mehr als nur einen Denkfehler!

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 13:59 sag ich doch. um regional einzukaufen, brauche ich keinen shekel. dollaren tuns auch.

Rahab schrieb am 24.05.2010 um 15:44 und das Israel in derlei geschäften   http://www.guardian.co.uk/world/2010/may/23/israel-south-africa-nuclear-weapons
nicht mit ‚chiemgauer‘ bezahlt werden möchte, verwundert auch nicht weiter.

luggi schrieb am 24.05.2010 um 16:23 @ fidelche    irgendwo hast du dich festgebissen; aber das muss schon länger andauern

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 22:58 luggi schrieb am 24.05.2010 um 16:23  Ich hab mich nicht festgebissen. Du erkennst nur den roten Faden nicht und legst Deine Eindimensionalität nicht ab.

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 02:34 @fidelche     Klasse Beispiel am Ende, wie fidelche mit seiner Argumentation zeigt, wie Spiritulität (Bewusstsein) richtig verstanden funktioniert, also so wie ich es meinem oben beschriebenen Punkt 3 definiert habe. Dieses Bewusstsein an ein Sachding wie Geld oder den Chiemgauer zu binden bzw. besser abzutreten ist seinem Charakter nach fetischhaft. Genau das gilt es meines Erachtens radikal zu kritisieren. Wer wirklich Bewusstsein hat – also spirituell ist (im Einklang mit dem Universum handelt) hat das nicht nötig. Gesell`s Lehre und Spiritualität schließen sich folglich logisch gegenseitig aus. Zwischenfazit bis hier hin: fidelche entpuppt sich als spiritueller als alle seine pseudospirituellen Anfechter hier (von Kritikern kann man irgendwie nicht wirklich sprechen, weil da kommt ja wenig substanzielles…)

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 15:13 BITTE NICHT SCHON WIEDER!

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 17:00 „Die Anthroposophie ist geeignet autoritäre und faschistischeEntwicklungen ideologisch vorzubereiten.“ Das glaube ich auch, selbst wenn Eltern das genaue Gegenteil mit der dortigen Einschulung ihrer Kinder meinen und bezwecken.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 17:47 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 17:00   Den Satz, den Du da von Fidelche zustimmend zitierst ist nichts weiter als die von Fidelche mißbrauchte Variante der längst in der Politiologie und Sozialpsychologie bekannten Erkenntnis, dass vom sozialen und wirtschaftlichen Abstieg real bedrohtes Klein- (und Groß)bürgertum autoritären bis faschistoiden Herrschaftssystem zugeneigt ist, es stützt und praktiziert.  Den Mißbrauch den Fidelche mit dieser Erkenntis trieibt ist zweigefaltet:   1. Nimmt Fidelche sich immer eine bestimmte „irgendwie (scheinbar) links stehende“ -Fraktion der bürgerlichen Klasse heraus um sie mit deren „Spezialideologie“ (z.B. Anthroposophie) der Untat des Rechtsabweichlertums zu überführen, nicht ahnend, dass er nichts vor sich hat, als eine bestimmte systematische Erscheinung bürgerlicher Gesellschaft in ihrem je soziologischen Gewand.   2) Dieses irgendwie ahnend, versucht er jetzt für seine Masche einen besonderen Kick dadurch zu gewinnen, dass er das systemische Defizit soziologischen Einzel-Gruppen zuordnet, die irgendwann einmal aufgebrochen waren, die Systemfrage zu stellen und dabei gescheitert sind. Die Analyse dieses Scheiterns führt Fidelche dann nicht auf reale historische Verhältnisse zurück, unter denen diese Scheitern erst erfolgte, sondern „wandelt“ bürgerliche Ideologie kurzerhand in Linke Theorie um, die er dann als bürgerliche strahlend selbst entlarvt. So findet er immer die „rechten“ Linken.  Entlarvend dabei ist, dass FidelChe niemals selbst angeben kann, was die positiven Momente eines linken Projektes alternativ wären, bzw. auf genau welchem Wege sie scheiterten. Das ist der alte Taschenspielertrick, der immer das in Tasche erst hineinsteckt, was er hinterher dann „hervorzaubert“. Fidelche ist so selbst ideologisch höchst gefährlich. Er dockt bei seinen Lesern genau da an, wo diese ihr eigenes Scheitern ahnen oder auch nur befürchten, dies aber selbst nicht erkären können und mit der „Erklärung“ Fidelches, gleich das Scheitern des ganzen linken Projektes „erklärt“ bekommen, woran Sie ja dann selbst keinen Anteil mehr haben. Eine bessere Entlastung, Entschuldigung für das eigene Aufgeben kann man nicht bekommen.  So einfach ist reaktionäre Ideologiebildung von rechts, die angeblich von links käme. Historisch eines der „beindruckendsten“ Beispielel für diese „Methode“, was die Legitimation Faschistischer herrschaft betrifft, war übrigens der Jurist Carl Schmitt.

Achtermann schrieb am 24.05.2010 um 21:20 @ Uwe    Du schreibst: „Fidelche ist so selbst ideologisch höchst gefährlich. Er dockt bei seinen Lesern genau da an, wo diese ihr eigenes Scheitern ahnen oder auch nur befürchten, dies aber selbst nicht erklären können…“. Wieso ist er dann ideologisch höchst gefährlich? Wenn er bei seinen Lesern genau da andockt – bei mir übrigens nicht -, wo sie ihr eigenes Scheitern ahnen oder nur befürchten, so ist dieser Ansatz der richtige, denn er zielt in die Schwachstellen der vermeintlichen Kapitalismuskritiker mit Links-Attitüde. Das sind eben diejenigen, die meist auf halbem Weg halt machen, oft Sozialdemokratisierungstendenzen aufweisen, manchmal garniert mit Esoterikeinschlag, und meinen, das System für alle Teilnehmer des Wirtschaftsprozesses befrieden zu können, und sei es mit Hilfe einer der vielfältigen Wurzeln des Neo-Paganismus (ed2murrow, 23.05.2010 um 18:46 ).

thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59 Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, …. Das Problem mit Fidelche ist, daß er so manches unterschlägt, Er erwähnt den anderen engen Mitarbeiter Gesells, Georg Blumenthal, nicht, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, und über den die Verbindung zu Gustav Landauer lief, die zu Gesells Teilnahme an der bayerischen Räterepublik führte, zu der auch Ernst Toller und Erich Mühsam gehörten. Landauer wird beim Scheitern des Unternehmens von Freikorps gefangen und ermordet.
Mühsam würdigte 1930 im „Fanal“ Gesell nach seinem Tod.  Mühsam wird 1934 in einem KZ totgeschlagen.

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 22:06 Uwe Theel antwortet mir mit: „Den Satz, den Du da von Fidelche zustimmend zitierst ist nichts weiter als die von Fidelche mißbrauchte Variante der längst in der Politiologie und Sozialpsychologie bekannten Erkenntnis, dass vom sozialen und wirtschaftlichen Abstieg real bedrohtes Klein- (und Groß)bürgertum autoritären bis faschistoiden Herrschaftssystem zugeneigt ist, es stützt und praktiziert.“ Sehe ich auch so. Nicht sehe ich in seinem Text einen Mißbrauch, den Du dann erläuterst, daß er das wendet gegen die Linke. Da stimme ich eher der Lektüre von Achtermann zu. Daß ein wunder und auch geahnter Punkt angesteuert ist.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 22:18 @ Achtermann am 24.05.2010 um 21:20  Lieber Achtermann, ich versuche eine Antwort:Wie ich verstehe, sind wir uns einig, über das Moment des „Andockens“ durch Fidelche, wie ich es formulierte, bei „verunsicherten“ Bürgerlichen, evtl. auch „irgendwie Linken“.Deine Folgerung scheint zu sein, dass Fidelche diese auf halbem Wege nach rechts mit seinen Gedanken auf den rechten , d.h. also linken Weg zurückführe. Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Verunsichertes Bürgertum ist mit Argumenten, die nachweisen sollen, dass die Linke für faschistisches Gedankengut anfällig sei – so Fidelche imme wieder und zentral – nicht nach links zu orientieren. Nach rechts abfallende Linke – viele hat es davon eh nie gegeben – werden hierauf schon gar nicht umkehren,.Alle Empirie über die Massenbasis der NSDAP, des Faschismus belegt, dass die genuine Linke während Weimar und im Widerstand nicht in der Lage war diese Massenbasis im Kleinbürgertum abzubauen, auch nur zu verkleinern. Die Anlyse der Mitscherlichs „Die Unfähigkeit zu trauern“ nach dem Kriege liefert das soziale Psychogramm dazu.Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern. Das die Linke in Weimar nicht massenfähig wurde, lag sicher zum Teil auch an mangelnden Antworten auf die Fragen der Zeit, dies aber sicher nicht auf der Ebenen der gesellschaftlichen Analyse oder Theorie – dies die Ebene auf der fidelche sich, wenn auch völlig unzureichend gebildet, versucht – sondern im konkreten wirtschaftlichen und ideologischen Umfeld eines letztlich kapitalistisch beherrschten Systems mit allen Folgen (Stichworte: Weltwirtschaftskrise, Großindustrie, Hugenberg, etc.).Fidelche will ja in der FC außerdem gar nicht direkt bürgerliche Kräfte gewinnen, sondern vornehmlich die hier versammelten Linken verunsichern und die hier laufende Diskussion für ein Linkes Projekt behindern, tendenziell sprengen. Ein individualpsychologisches Problem, das da möglicherweise bestehen könnte, hier nicht beachtet.

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 22:24 Uwe Teel, Sie beschreiben in Ihrer Antwort auf Achtermann, die aber inhaltlich auch an mich geht, das Moment des „Andockens“. Außerdem sagen Sie direkt, daß Fidelche hier irgendwen gewinnen will. Ich lese das nicht, die Zuweisung einer Motivation an die Person des Schreibers. Der Text argumentiert an Texten eine Erkenntnis heraus. Mehr nicht. Angedockt wird höchstens ans Motiv des allgemeinen Nachdenkens. – Oben verwiesen Sie auf Carl Schmitt, den ich ganz gut kenne. Seine ‚Methode‘ habe ich aber hier nicht entdeckt.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 22:58 @Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 15:13 Oha, der Sprengmeister ist da…

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:02 @Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 17:47 Revolutionäre würden uns beide als Salonbolschewiken bezeichnen. Wer von uns beiden bürgerlicher argumentiert ist für mich klar. Wer an einen „gütigen Gott“ glaubt und zugleich Proudhons und Gesells „linke“ Theorien verteidigt, argumentiert schon mal aus einer undankbaren Position, um es vorsichtig auszudrücken.Die Anthroposophie würde ich tatsächlich der bürgerlichen Klasse zuordnen. Gesell ist für Linke, Bürgerliche und Rechte kompatibel. Die Frühsozialisten um Proudhon der Linken. Feder und die NSDAP der Rechten. Alle haben eins gemeinsam: Verkürzte, regressive Kapitalismuskritik. Sie alle stellen die Systemfrage, mehr oder weniger. Sie alle sehen im Finanzkapital das böse. Sie alle trennen zwischen gutenm Produktionskapital und bösem Finanzkapital. Sie alle bieten Andockmöglichkeiten für rechte Ideologie.Dein Satz:“ Entlarvend dabei ist, dass FidelChe niemals selbst angeben kann, was die positiven Momente eines linken Projektes alternativ wären, bzw. auf genau welchem Wege sie scheiterten.“ ist unwahr.Ich habe wiederholt auf die richtige Analyse und Kritik des Kapitalismus von Karl Marx hingewiesen. Entweder Du kapierst es wirklich nicht oder Du unterschlägst dies mit Absicht. (Brecht – Wer die Wahrheit nicht weiß…) Uwe, lies Proudhon/Marx Philosopie des Elends – Elend der Philosophie und den 3. Band des Kapitals.Wenn Du das alles verstanden hast, wenn Du Dich endlich gebildet hast, können wir über Derivate, Tobinsteuern, über Kondratjew und Clement Juglar diskutieren.Uwe, lass den Kopf nicht hängen! fidelche

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:11@ Fidelche      Fidelche für Dich brauche ich nur einen Wasserschlauch, um Dir beim Rasen-Sprengen mal eine ernüchternde kalte Dusche zu verpassen. Wenn es Dir gefällt nennenn wir das dann eine Kondratjew-Welle. Es wird ja jetzt langsam wärmer und da bestünde auch keine Gefahr der Lungenentzündung hinterher.      ut

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:20 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 22:24   Ich gebe zu, dass auch ich nicht ganz genau wissen kann, was Fidelche will, gewinnen will, außer, dass er andere und mich ständig auffordert, Bücher zu lesen, die er nennt, und davon ausgeht, man müsse nach der Lektüre so „denken“ wie er und er das dann überprüfen würde. – Das gefällt mir alles nicht.  ad Carl Schmitt: Was ich an ihm exemplifizieren wollte, war, dass er tatsächlich seitenweise schreiben konnte, dass man selbst als Linker denken mochte, das ist doch linke Theorie und dann landetet er doch, ohne jede Ableitung und in kürzesten Sätzen bei seiner der Legitmation des faschistischen „Rechtsystems“.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:24 @thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59  „Er erwähnt den anderen engen Mitarbeiter Gesells, Georg Blumenthal, nicht, der dem linken Spektrum zuzurechnen ist, und über den die Verbindung zu Gustav Landauer lief, die zu Gesells Teilnahme an der bayerischen Räterepublik führte, zu der auch Ernst Toller und Erich Mühsam gehörten. Landauer wird beim Scheitern des Unternehmens von Freikorps gefangen und ermordet.“ Ich habe im Vorgängerblog geschrieben, dass Gesell an der Münchner Räterepublik mitwirkte. Es war für drei Tage Volksbeauftragter für Finanzen in der Räteregierung. Ich gehe davon aus, dass Sie auch wissen was Gesell in seiner Selbstverteidigungsrede gegen die Räte ausgesagt hat. Seine Beziehung zu Landauer entschuldigt keineswegs seine antisemitischen Verbindungen und schon gar nicht seine Schriften gefüllt mit Rassismus, Antisemitismus, Eugenik und Sozialdarwinismus. Diese Tatsachen sind vielmehr für Landauer und Mühsam peinlich.

fidelche schrieb am 24.05.2010 um 23:26 @Achtermann schrieb am 24.05.2010 um 21:20   Danke, für den perfekten Kommentar.  Gruß fidelche

Damian Bold schrieb am 24.05.2010 um 23:31 @ Uwe Theel: Klar kann jeder nach gemeinsamer Lektüre etwas anderes daraus ziehen, das gilt ja immer in Betrachtung von Rezeption. Bleibt aber auf den Leser bezogen, auf die subjektive Person. Ich denke aber, große Bücher oder Werke haben einen objektiven Gehalt, den die Wissenschaftsgeschichte meistens erhellt hat. Carl Schmitt war m.E. immer eindeutig, aber eben klug. Er konnte auf Messers Schneide argumentieren und hatte „linke Themen“ drauf. Das ist eben wie beim Militär: am besten schult man sich im Exerzieren der Feindbewegungen. Nicht bei den eigenen Reihen.

lausemädchen schrieb am 24.05.2010 um 23:39 @uwe theel 1. „Ein individualpsychologisches Problem, das da möglicherweise bestehen könnte, hier nicht beachtet.“ sie sollten nicht über etwas sprechen, von dem sie nichts verstehen und von dem, aufgrund der eingeschränkten kommunikation in der fc, sowieso keine rede sein kann. 2.“Fidelche will ja in der FC außerdem gar nicht direkt bürgerliche Kräfte gewinnen, sondern vornehmlich die hier versammelten Linken verunsichern und die hier laufende Diskussion für ein Linkes Projekt behindern, tendenziell sprengen.“  ich bin u. a. hier, um mir mein eigenes bild vom stand der linken zu machen und verzichte deshalb gern auf jedwede allgemeingehaltene vorverurteilung anderer blogger.

Uwe Theel schrieb am 24.05.2010 um 23:54@ lausemädchen ich wüßte nicht, wo ich Sie in Ihrer Meinungsbildung oder – ´äußerung behinderte, wenn ich die meine Ansicht äußere. Zudem habe ich ausdrücklich daraufhingewiesen, dass ich das, was Sie mich baten, draußen zulassen, nicht beachten wolle. Nur nebenbei: Wenn ihnen aufgefallen ist wie sehr auch das mentale Wohlbefinden seiner Kontrahenten Fidelche am Herzen liegt – seine Tröstungen und Heilswünsche sind Legion – so wird es erlaubt sein, so auch einmal kurz in umgekehrter Richtung zu denken. Schließlich: Von Vorverurteilung durch mich kann sowieso keine Rede sein, da meiner Einschätzung Erfahrung und Analyse vorausgegangen sind.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 00:03Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: „Erfahrung und Analyse“, das ist ja fast so gut wie „Analyse & Kritik“, oder wie die sich jetzt abkürzen: ak. kleingeschrieben, freilich.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 00:03 @ Damian Bold am 24.05.2010 um 23:31  Ja, Carl schmitt war klug aber eben eindeutig faschistisch. Wenn er linke Themen, dh. die Lösung gesellschaftlicher Konflikte „drauf“ hatte, dann nicht in emanzipatorischer Absicht, sondern zu ihrer „Befriedung“ im Sinne des Faschismus. Sein Studium des Feindes war eben eines zu dessen Vernichtung und nicht zur Verteidígung des linken Projektes. Dies ist der „objektive“ Inhalt des Schmitt`schen Werkes und da wird kein „subjektives“ Lesen je etwas abschneiden, oder die Gewichte umkehren.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 00:13 @ Damian Bold am 25.05.2010 um 00:03 War mir jetzt nicht so geläufig. Aber wo ist das Problem   Tom Strohschneider schreibt dort z.B..  (s.: http://www.akweb.de/ak_s/ak550/17.htm)

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 00:19 Zu CS sehe ich genauso. Ziel: Zerschlagung der Linken. Immer. Auch in Plettenberg nie anders.
Der Zeitschriftenname fiel mir nur bei der Kombination ein. Der Link scheint interessant, die lese die gar nicht.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:22 @thinktankgirl schrieb am 24.05.2010 um 21:59 Nachtrag:Ernst Niekisch(SPD)., später Faschist und Hitler Kritiker von rechts, ernannte Gesell zum Volksbeauftragten für Finanzen. In der Autobiographie von Ernst Toller bewertete dieser, diese Wahl als Ausdruck von Unwissenheit und Unklarheit.Auszüge aus der damaligen Verteidigungsrede Gesells:   .. Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft. .. Quelle

Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41 Genau das ist es, was ich an Fidel nicht redlich finde:   Er sucht sich einfach von vorn herein nur das aus dem Google raus, was seine persönliche beschränkte Anschauung unterstützt und das habe ich mit Hassbereitschaft gemeint. Und deshalb hat es für mich garkeinen Sinn, mit so jemand mich auszutauschen, der leichtfertig und ungerecht,bzw. selbstgerecht Leute in die Pfanne haut, die ihm nie etwas getan haben. Und lansam halte ich diese Links-rechts-Einteilerei deshalb auch nicht nur für inhuman, sondern sogar für gefährlich.Wegen solchen herzlosen Fanatikern. Fidel steht ja auch nicht allein.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:07 @Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41  Hitler, Pol Pot, Karl Moik, Gerhard Löwenthal und Heino haben mir auch nichts persönlich getan. Trotzdem kritisiere ich sie. Ich habe das Recht dies zu tun, weil ich, im Gegensatz zu anderen, Argumente habe. Im Übrigen waren und sind Hitler, Pol Pot, Karl Moik, Gerhard Löwenthal und Heino herzlose Fanatiker.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:30 @Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41Nachtrag zur Hassbereitschaft?Bisher habe ich nur argumentiert, polemisiert und mit Ironie gepostet. Wenn meine Hassbereitschaft durchbricht, sehen meine Texte anders aus. Wenn es dazu kommt, werden Sie den Unterschied erkennen, da bin ich mir sicher.  Lesen Sie die Kommentare meiner Gegner in meinen vorherigen Blogs. Wenn Sie diese Anfeindungen lesen können Sie von Hassbereitschaft sprechen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 17:46 Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:41 unziemlichen Quatsch.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 18:51 @ fidelche 25.05.2010 00:22 Auszüge aus der damaligen Verteidigungsrede Gesells: .. Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft. Können Sie mir für diese Rede eine seriöse Quelle nennen? Im Internet finde ich ca. 10 Webseiten (alle antisemitisch und antifreigeld) die exakt diesen Absatz zitieren, ohne einen Vorspann oder Nachspann, d.h. ohne weiteren Text und Kontext. Selbst die Auslassungszeichen sind dieselben. Ohne Hinweis, wo diese Rede gehalten und veröffentlicht wurde.
Das genügt mir nicht als Quellenangabe. Und bitte nur Primärquellen!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:06 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 18:51  ich versuche die Primärquelle demnächst zu liefern.

TomGard schrieb am 27.05.2010 um 17:53 Achtermann, (zur „Gefährlichkeit“ fidel’scher Reden) einer der wenigen breit überlieferten Sprüche des Herrn Horkheimer, auf den sich f. auch gern mal beruft, fordert, daß vom Faschismus schweigen solle, wer über Kapitalismus nicht reden wolle.Hinter dieser Mahnung stand ein ziemlich klar formuliertes Bewußtsein davon, daß die Übergänge zu faschistischer Gesinnung und faschistischer Formierung allesamt im Begriff und Institut des demokratischen Staates und Staatsvolkes angelegt sind, besonders in Verbindung mit dem alltäglichen Rassismus der Konkurrenz. Mehr noch, sage ich, ist dieser Übergang ein Grundzug demokratischer (Volks)Kultur – Du kennst meine begriffliche Zusammenfassung, er liege im Ideal der Überwindung der Spaltung des Bürgers in Bourgeois und Citoyen, in der Versöhnung beider im Volksgenossen, für die Gesell sehr naiv warb, und die in der Tat auch allen esotherischen Weltanschauungen als Grundmotiv zugrundeliegt.Der Schaden, den Fidelche anrichtet, ist aus meiner Sicht die Vernebelung statt Aufklärung dieses Zusammenhanges, aus Motiven, die schon oft genannt wurden, ich will sie nicht wiederholen.Aus seiner, Fidelche’s Sicht, besteht er in dem Widerspruch, daß er, der sich als Avantgarde antikapitalistischer Kritik wähnt, nicht mal deren elementarste Grundlage „auf die Reihe“ kriegt, stattdessen zu vergleichenden Denunziationen greift, die an einem Faschismusbegriff anknüpfen, der auf nahezu dieselbe Weise falsch ist, wie der gutbürgerliche Begriff vom Faschismus unzureichend.Wenn ich das nicht aus anderen Gründen sowieso gecancelt hätte, hinderte Fidelche z.B. ganz praktisch mich an einem Versuch, auf diesem Forum etwas Klärendes zur Sache zu sagen, weil das auch abseits meiner Vermittlungsschwierigkeiten auf dem Nebelkerzen- und Stinkbombenschlachtfeld, das Fidelche eröffnet und hinterläßt, aussichtslos wäre.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 00:32 Gerade erreicht mich in der Mailbox dieses Gedicht meines General Secretary:

Uwe, lass den Kopf nicht hängen!
Lass ihn zur Erkenntnis drängen.
Du bist vor Gott ein kleiner Wicht,
vor den Menschen aber nicht.
Hab Erbarmen mit Kritik,
sie ist richtig – und mit: sic!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 03:15 Spannend den Blog bis hier hin zu verfolgen! Schau ich insgesamt darauf, finde ich im Ablauf und Reaktionsverhalten der Beteiligten genau das wieder, was aus spiritueller Sicht als Energieaustausch zwischen den Menschen gesehen wird.Dabei fällt mir auf, dass zu fidelche wiederholt irgendwelche Unterstellungen bezüglich seiner Absichten und Intensionen geäußert werden. Kennen sich die Herrschaften untereinander persönlich – ? – muss ich als Beobachter ja mal fragen dürfen…   Desweiteren beobachte ich, dass fidelchen es standhaft schafft, die Diskussion immer wieder auf die Ebene von Sachargumenten zu bringen, dann aber wiederholt z.B. von Uwe Theel auf der persönlichen Ebene mit negativer Energie angefeindet wird. Wie hängt das zusammen? Küsst der eine die Ex-Freundin des anderen, oder woher rührt das?   Über die Inhalte kann und soll man sich doch gerne streiten hier…es geht doch gerade darum mal andere Sichtweisen und Positionen kennen zu lernen und diese zu hinterfragen. Nur so kann ich mir als Beobachter eine Meinung dazu bilden.Wenn ich mir das ansehe wundert es mich fast nicht, dass wenn Personen sich auf so einer einfachen kommunikativen Ebene schon derart schwer tun, energetisch auf gleichem Level friedlich miteinander zu kommunizieren, dass sie dann auf der weit komplexeren Ebene der gesellschaftlichen Reproduktion sich lieber fetischhaft an etwas dinglich-abstraktes wie Geld klammern, anstatt ihr Ego mal beiseite zu lassen und sich gewaltfrei und nicht abgrenzend und gegenseitig abwertend ins Benehmen zu setzen. Der Verlauf des Blogs offenbart geradezu einen Mangel an Spiritualität. Der liegt aber – wenn mich meine Wahrnehmung nicht trügt – nicht auf der Seite von fidelchen.Ansonsten prima und bitte bitte weiter so! Ich möchte wissen wie es ausgeht!!!!!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 11:31 @Tiefendenker Also ich bewohne diesen Planeten, jetzt doch schon ein halbes Jahrhundert, aber mit folgendem, nett gemeinten Satz, hatte ich noch nie zu „kämpfen“:   Zwischenfazit bis hier hin: fidelche entpuppt sich als spiritueller als alle seine pseudospirituellen Anfechter hier (von Kritikern kann man irgendwie nicht wirklich sprechen, weil da kommt ja wenig substanzielles…)Zuerst möchte ich mich für Ihre Kommentare und Analysen bedanken. Ich kann so gut wie allem zustimmen. Mit dem Wort Spiritualität, habe ich als Agnostiker/Atheist (mehr Atheist als Agnostiker) Probleme. Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihre Definition von Spiritualität wenig mit der Wikipedia Definition zu tun. Was genau verstehen Sie mit “Einklang mit den Gesetzen des Universums“? Gehören zu diesen Gesetzen die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften usw.?Mit übersinnlichen Dingen kann ich wenig anfangen. Ich bin ein, den Naturwissenschaften nahe stehender, die Marxsche Ökonomie zwar nicht auswendig vollständig beherrschender, aber doch zumindest verstehender, dem Humanismus sich verpflichtender, jedes zweierlei Maß angreifender Logiker(zumindest versuche ich es zu sein).und, falls Uwe Theel eine Ex-Freundin küssen würde, gäbe es richtig Ärger.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 12:19 @ fidelche schrieb am 25.05.2010 um 11:31falls Uwe Theel eine Ex-Freundin küssen würde, gäbe es richtig Ärger.ja Fidelche, war das jetzt eine virtuell-spirituelle Avance getrieben von einem hohem Anteil autoagressiver Identifikation mit dem Agressor?fragt „besorgt“ut

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:46 @ Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 12:19 kein Grund zur Besorgnis Uwe, war nur Spaß.fidelche

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 17:07 Nachtrag zu:25.05.2010 um 11:31Den Nebensatz, den Naturwissenschaften nahe stehender, muss ich einschränken, damit es keine Missverständnisse gibt.… jedes zweierlei Maß angreifender, zugleich jeden unkritischen Glauben an Autoritäten ablehnender Logiker, der Adornos/Horkheimers Dialektik der Aufklärung und Marcuses eindimensionalen Menschen, gelesen hat und beide Bücher zumindest im Grundsatz verstanden zu haben glaubt.

Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47
Hallo Titta ! jetzt hab ichs so gemacht, wie sie mir geraten haben, ist aber auch wieder nicht richtig. Jetzt steht mein letzter Kommentar nicht unter Thinktankgirl, sondern ganz woanders !

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 11:33 @ Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47 jetzt steht mein letzter Kommentar nicht unter Thinktankgirl, sondern ganz woanders ! Das ist bei der Blogsoftware unvermeidlich. Was Sie mit „ganz woanders“ bezeichnen, ist immer das die Stelle am Ende des jeweiligen Teilthreads innerhalb dessen Sie die Schaltfläche „Kommentieren“ anklicken. Sie erkennen diesen an der gleichartigen Einrückung nach rechts. Um zu kennzeichnen, auf welchen b eBitrag Sie sich beziehen, empfiehlt es sich, die erste Zeile des Bezugskommentars immer an den Anfang des eigenen Kommentars zu kopieren, eventuell mit einem „@“ (= An:) zu versehen, so wie ich dies hier o. auch tat. Dann sind Adressat und der Kommentar, auf den geantwortet werden soll, durch Datum und Uhrzeit immer identifizierbar. Gruß ut

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 12:21 @ Ehrlicher schrieb am 25.05.2010 um 10:47 Das liegt an der Einweisung von Titta. Uwe Theels Einweisung vom 25.05.2010 um 11:33 ist sicherlich bedeutend besser. Seinem Kommentar kann ich uneingeschränkt zustimmen. Premiere!

Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 18:15 zu „Mit dem Wort Spiritualität, habe ich als Agnostiker/Atheist (mehr Atheist als Agnostiker) Probleme.“Hatte ich anfangs – als ich das Thema vor drei Jahren kennenlernte – auch.“Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihre Definition von Spiritualität wenig mit der Wikipedia Definition zu tun.“Insofern ja, weil die Definition die dort gegeben wird (ich hatte oben in einem der beiden Kommentare deshalb vom „herkömmlichen Verständnis von Spiritualität“ gesprochen) ähnlich schwammig ist (wie bei Esoterik). „Was genau verstehen Sie mit “Einklang mit den Gesetzen des Universums“? Gehören zu diesen Gesetzen die Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften usw.?“ Unbedingt. Ich bin so ähnlich wie Mr. Spock (Star Trek), Mr. Tuvok (Voyager) oder Tialc (Stargate), also z.B. meditierend aber sehr logisch denkend und als Ingenieur sehr wissenschaftlich orientiert. Auch in der ersten spirituellen Partei Die Violetten sind beispielsweise auffallend viele Wissenschaftler, Mathematiker, Informatiker und technische Berufe bei den Mitgliedern und Förderern vertreten. Das ist nur auf den ersten Blick ein scheinbarer Widerspruch. In Wahrheit erleben wir gerade einen Paradigmenwechsel, weil die Erkenntnisse der modernen Physik (besonders die Quantenphysik) immer mehr Sichtweisen bestätigt und quasi „neu“ als richtig entdeckt, die in Teilen spiritueller Kreise seit langem bekannt sind, da es zahlreiche altertümliche Überlieferungen dazu gibt. Der amerikanische Autor Ken Wilber publiziert dazu bereits kategorale Modelle (Holone, Modell der 4.Quadranten), mit denen sich unser Verständnis vom Aufbau des Universums grundlegend zu ändern beginnt. …also so, wie Karl Marx es einst für gesellschaftlich-ökonomische Verhältnisse getan hat. Auf seinen Kategorien baut ja übrigens auch die „moderne Wertetheorie“ auf, die ich nunmehr seit 7 Jahren studiere und verfolge. Diesbezüglich leben wir in einer sehr spannenden Zeit. zu „Mit übersinnlichen Dingen kann ich wenig anfangen. Ich bin ein, den Naturwissenschaften nahe stehender, die Marxsche Ökonomie zwar nicht auswendig vollständig beherrschender, aber doch zumindest verstehender, dem Humanismus sich verpflichtender, jedes zweierlei Maß angreifender Logiker (zumindest versuche ich es zu sein).“ Da scheinen wir ja durchaus gemeinsame Teilerkenntnisse gewonnen zu haben. Was wir mit unserem herkömmlichen Alltagsbewusstsein als „übersinnlich“ wahrnehmen könnte man differenziert und ganz grob aufgliedern in: a) Glauben anstatt Denken …was sicher wiederum unterteilen ließe in:  aa) heißt entweder besitze ich die Begabung intuitiv Dinge zu erfassen (z.B. Kinder mit Hochbegabungen, die keine einzelnen Wörter lesen müssen, um ein Buch innerhalb kürzester Zeit inhaltlich zu verstehen – oder man denke an den jungen Praktikanten in einer ARTE-Doku, der in Guatemala intuitiv die Maja-Hyroglyphen-Schrift verstehen und übersetzen konnte usw. – solche Kinder haben in unserer Gesellschaft übrigens echte Probleme im Schulsystem, weil sie sich nicht in die üblichen Schemen pressen lassen…)  ab) Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen (meine Ex-Freundin hatte z.B. extreme empathische Fähigkeiten geerbt oder man denke an viele alte Menschen, bei denen der Lebenspartner verstorben ist und die sich nicht trauen darüber zu berichten, wie sie deren geistige Präsenz an manchen Tagen intensiv im Umfeld spüren, weil sie Angst haben man hält diese Menschen für senil oder dement, wenn sie derartige Geistergeschichten kundtun – hör ich oft sowas – ein Alltagsphänomen. Gibt aber vieles mehr.)  …für diese beiden Varianten könnte man „Glauben“ einfach als eine erweiterte oder andere Art der internen Verarbeitung von Sinneseindrücken durch das Gehirn verstehen… ac) Glauben im Sinne von leichtgläubig, Hörig, Aberglaube…also Glauben ersetzt quasi das (Nach-)Denken. Da sind wir dann schon wieder auf dem Weg zu Religionen oder Esoterik. oder eben b) Spiritualität ist ein Bestandteil des Universums …und das ist meine Vermutung – unser altes Denken ist falsch. Der Begriff „Glauben“ wird womöglich falsch verstanden bzw. das deutet darauf hin, dass der Aufbau unseres Universums einfach anders ist, als wir es aus unserem Alltagsbewusstsein kennen – nämlich doch inklusive höherer Dimensionen, in denen ebenfalls Energie fließt, um Informationen zu verarbeiten oder zu transportieren. Das würde erklären, wie Spiritualität eigentlich funktioniert. „Denken“ und „Bewusstsein“ passiert womöglich gar nicht individuell in unserem jeweiligen Gehirn, sondern umgekehrt – unser Gehirn ist nur ein biologisches Instrument der evolutionären Anpassung an diese höher dimensionalen Strukturen des uns einbettenden Universums, d.h. ein Gehirn ist simpel gesagt nur ein Empfänger und Sender, der die geistige Verbindung zu diesen Strukturen herstellt. Das würde z.B. erklären, warum Menschen von Erlebnissen berichten können, bei denen sie ihren Körper verlassen und sich von oben sehen konnten. Auch Reinkarnation würde dann schlüssig erscheinen usw. Dass in den neuralen Bahnen des Hirns quantenphysikalische Prozesse ablaufen konnte man schon wiederholt in Physik Dokus auf der ARD und Arte hören…die Physiker hatten bislang nur keinen Schimmer was da wirklich passiert, warum und wieso. Oder man denke an die Versuchsanlage in Cern – wir müssen die grösste Maschine der Welt (27km Durchmesser) bauen, um die allerkleinsten Teilchen zu begreifen – das ist Spiritualität für mein Verständnis. „Faszinierend“, würde Spock sagen. Kurz gesagt – Spiritualität ist vermutlich (man kann es bislang nur indirekt schlußfolgern) ein Elementarbaustein der Materie. Ich betrachte das also sehr real und wissenschaftlich. Da unser Alltagsbewusstsein, insbesondere das früherer Jahrhunderte, das natürlich nicht verstehen konnte, stellte man sich darunter etwas „Übersinnliches“ vor, was ja gewissermaßen auch stimmt, weil wir gewöhnlich keine Sinne dafür haben bzw. diese Fähigkeiten im Laufe der Evolution verloren gegangen (oder abtrainiert) worden sind. Zukünftig werden wir vielleicht wieder einen Zugang zu diesen geistigen Ebenen erlangen können oder schließen sie zumindest nicht pauschal kategorisch aus. Diese differenzierte Sichtweise findet sich bei wikipedia hier: „Nicht nur die konkreten Ausprägungen der Spiritualität unterscheiden sich, sondern auch das grundsätzliche Verständnis.“ Dem würde ich also 100%ig zustimmen. UND noch ein Aspekt fällt mir da auf, welcher wieder den Brückenschlag zum Ausgangsartikel spannt: „Erschwerend kommt hinzu, dass die Begriffe Religiosität und Spiritualität insbesondere im englischsprachigen Schrifttum oft synonym gebraucht wurden, obwohl ihnen unterschiedliche Vorstellungen zugrunde liegen.“ Gleiches ist mir in Bezug auf „Ökonomie“ und „Wirtschaft“ aufgefallen. Dem liegt im Englischen auch nur „Economics“ zugrunde und jeder Autor entscheidet wohl spontan, wie er das übersetzen möchte. Kein Wunder, dass Kapitalismus in England entstanden bzw. oft kritiklos übernommen worden ist. Man könnte nämlich die Begriffe verschieden verstehen, nämlich „Wirtschaft“ als etwas, was auf der kategoralen Ebene des stofflichen Reichtums passiert, während „Ökonomie“ (abgesehen von Zeit- und Energie-Sachthemen) stets die bürgerliche, politische Ökonomie meint, also Warenwirtschaft und Geldzirkulation – also die kategorale Ebene des wertmäßigen Reichtums (Rentabilitätslogik usw.) Ist das nicht interessant??? Sprache – die ja unser Bewusstsein untereinander transportiert und abgleicht – beeinflusst also derart stark unsere Wahrnehmung, dass wir selbst 150 Jahre nach Marx noch mit dem ungelösten Problem zu kämpfen haben. Fazit: Meines Erachtens, lässt sich das Problem am elegantesten lösen, wenn man systemisch-kritisches Denken und Spiritualität (so ich sie für mich definiere) zusammen bringt. Ansonsten landet man oft nur in verkürzten Kritikformen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 18:33 Aha.

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 19:06 @tiefendenker  Ihr hier „Ich habe dazu einen längeren Artikel (inkl. Grafiken) verfasst. Kann ich bei Bedarf an Interessenten gerne als PDF mailen. Spätestens dann dürfte der Unterschied klar sein. Geht darin allerdings mehr um radikale Kapitalismuskritik und grenzt sich von dessen verkürzten Kritikformen als auch Pseudospiritualität ab.“  erwähnter artikel interessiert mich. vielleicht können Sie mir diesen über die redaktion zukommen lassen? oder über eine person, die ihn mir in einer privatnachricht verlinkt an mein hiesiges postfach schicken kann? das wäre sehr freundlich!

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 19:30 Communication Breakdown & um die Ecke?

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 19:38 nein. ich weiß nicht, ob tiefendenker mir eine pn schicken kann, da er ja nicht als blogger angemeldet ist. ich habe andererseits keine lust, hier meine e-mail-adresse zu veröffentlichen. also habe ich ein, zwei möglichkeiten vorgeschlagen, wie es gehen könnte. verstandiwu?

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:11 @Tiefendenker schrieb am 25.05.2010 um 18:15    Zu Mr. Spock soviel:
Ich bin aufgewachsen mit »Raumschiff Enterprise«. Als 10-jähriger sah ich die ersten Teile der Serie. Im Raumschiff herrschte eine, zwar etwas eingeschränkte, moderne Demokratie, im Zusammenspiel von Militär, Wirtschaft und Wissenschaft. Auf die Personen bezogen der Tatmensch Captain Kirk, der Logiker und Zweckrationalist Mr. Spock und der Humanisten Dr. McCoy. Die drei ergänzen sich gegenseitig.   Uwe Theel ist 10 Jahre alter als ich, dürfte mit Raumschiff Orion aufgewachsen sein. Der Kapitän Dietmar Schönherr setzt das Führerprinzip durch. Die Untergebenen dieses Helden kommen nicht in die Situation, den Commander zu kritisieren. Sie sind keine gleichberechtigten Mitarbeiter. Von daher hatte es Uwe Theel bedeutend schwerer als ich. Das soll Uwe für sein Verhalten nicht entschuldigen. Es ist nur ein Erklärungsversuch. Wie Sartre bereits vor langer Zeit schrieb, der Mensch ist zur Freiheit verurteilt und kann sich auch in schwierigen Situationen frei entscheiden.  Ansonsten schließe ich mich Damian Bold an, staune und sage aha.   Gruß fidelche

Achtermann schrieb am 25.05.2010 um 20:59 @ Uwe vom 24.05.2010 um 22:18  Zunächst bin ich nicht hier, um FidelChe zu verteidigen, das kann er selbst. Es tauchen immer wieder Argumente gegen seine Position auf, die mich wundern. Und diese Argumente scheinen Setzungen zu sein, eine Art Apriori, über das nicht mehr nachzudenken ist, etwa, wenn Du schreibst: „Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern.“ Damit scheint das Apriori abgehakt – nur ist das Deinerseits nicht unbedingt ein Argument, das kritisch und rational ist. Für mich sind FidelChes Argumente durchaus so angelegt, ich will jetzt keine individuelle Rationalität – ein Widerspruch – behaupten, dass sie anhand der von ihm genannten Quellen durchaus nachvollziehbar sind. Aber: Das ist wohl eine Stelle, die Kommunikation schwierig macht, wenn derart argumentierend jemandem generell die Argumentationsfähigkeit abgesprochen wird.   Du selbst setzt ein weiteres Apriori, um dann mit deiner Argumentationskette fortzufahren: „Nach rechts abfallende Linke – viele hat es davon eh nie gegeben – werden hierauf schon gar nicht umkehren.“ Diesen Satz halte ich inhaltlich nicht für richtig. Aber das kommt wieder auf die politische Sichtweise an. Und diese scheint bei uns zu differieren. Ich selbst neige der Auffassung zu, dass „nach rechts abfallende Linke“ in unzähligen Varianten auftreten. Dazu zähle ich die Grünen. Nur wenige haben ihre kritische Sichtweise auf den Kapitalismus beibehalten und sind als Konsequenz aus dieser Partei ausgetreten: Jutta Ditfurth, Rainer Trampert und Thomas Ebermann, um drei bekanntere Namen zu nennen. Die Mehrheit dieser Partei hat den Schwenk bis hin ins Kriegsbefürwortungslager eher gelassen vollzogen. Und an dieser Stelle kann ich den Schluss ziehen, dass als links firmierende Politiker einer ehemals selbst ernannten pazifistischen Partei, die den ersten Kriegseinsatz nach dem Hitlerfaschismus mit Stimmenmehrheit im Bundestag beschlossen, die langfristigen Folgen, etwa imperialistischer Art, ausgeblendet haben. Ich denke, solche politischen Ereignisse, die Einschnitte in Paradigmen sind, lassen Befürchtungen aufkommen, dass auch vormals Linke nicht gefeit sind, die Argumente der Rechten gedanklich nicht mehr durchdringen zu wollen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:44 Mir fällt in diesem Zusammenhang der Beitrag von Wolfram Heinrich ein, der auch das Bild der Firmung von Joschka Fischer zeigt, woran man im Rückblick doch einiges interpretieren kann. Mit den Grünen, einer Hoffnung in der stagnierenden Bundesrepublik, verbindet mich Deine Sicht, Achtermann. Als die drei Genannten gingen, blieben Fischer, Trittin und Ströbele, auch Nachtwei und Volmer. Zwanzig Jahre später (und eben als Bündnis 90) sieht man erst das Verheerende des Fortgangs der Kritik deutlich. Die ganze Partei ist unkritisch aufgemacht für den ‚alternativlosen‘ Parlamentarismus dieses Staates. Ein Lehrstück, was selbst minderheitliche Kritik leistet.
Hier sind es ja eher Leute aus dem Umkreis der Konservativen Revolution, die in Rede stehen. Und da ist es ja in der Mehrheit so, daß die Rechte die Linke damals rezipierte, um endlich die Moderne aufzuholen, ihren Honoratioren-Rückstand aus dem 19. Jh. wettzumachen. Die Vorwürfe an Fidelche gegen deshalb kontextuell alle fehl, und schulden sich ja meist einer direkten Fehllektüre seiner Texte. Als wenn Fidelche blind gelesen wird, wegen eines vorgefaßten Urteils.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 22:13 @ Achtermann am 25.05.2010 um 20:59 Lieber Achtermann, Du sprichst mich in zwei Punkten an, auf die ich Dir zu antworten versuche: 1) das, was Du „a priori-Setzungen“ nennst, die die Kommunikation behinderten. Grundsätzlich stimme ich Dir zu, dass wenn Setzungen in eine Diskussion fließen, die von dem sie Äußernden als nicht in Frage zu stellen erachtet werden, dies jede Diskussion unmöglich machten, sie mindestens ad absurdum führten. Meinen Setzungen sind aber in aller Regel Thesen, die ich genau zum Zwecke ihrer Überprüfung in die Diskussion einführe. Zugegeben ich tue dies mit ziemlicher Eindeutigkeit, zugegeben ich liebe dabei die Zuspitzung im, aber imm fair zu führenden, Austausch der Argumente. Aus Erfahrung weiß ich, dass im realen Gespräch solche Gesprächsführung, wenn sie auf beiden Seiten ehrlich gemeint ist und auf Augenhöhe geführt wird, zu wesentlich weniger „Mißverständnissen führt“ als im virtuellen Raum eines Blogs. Ein Satz von mir wie „Um links politisch zu überzeugen brauche ich rationale, kritische Argumente, die konnte Fidelche noch nie liefern.“ beruht hier konkret auf der mehrheitlichen Erfahrung, dass Fidelche trotz mehrfacher Versuche keinen für mich rational konsistenten Argumente für seine konstitutiven Thesen anführen konnte. Um es am Beispiel der Rechtsabweichler unter Linken, das Du in Deinem zweiten Argument anführst, zu belegen: 2) Was Du über, in diesem Fall Grüne schreibst, halte ich für vollkommen korrekt. Allerdings ging es in meiner Auseinandersetzung mit Fidelche nicht darum, ob es solche Fälle gäbe, oder nicht sondern darum, ob der Abfall sozusagen erfolgte, weil linke Theorie aus sich heraus anfällig machte für rechte Theorie (und Praxis), gar a priori einen solchen Kern hätte. Gegen diese Ansicht Fidelches habe ich entschieden argumentiert. Darüberhinaus hatte ich, Fidelches texten folgend mehr Theoretiker der politischen Wissenschaft, etc. im Sinn als Politiker. Erstere sind als Abweichler wohl tasächlich „seltener“, oder? Es ist jetzt müßig, hier Fidelches Ansätze von „regressiver Kapitalismuskritik“, „linkem Antisemitismus“, etc. unter diesem Aspekt erneut zu diskutieren, man kann dies alles in den Blogs nachlesen. ich war auch nicht der Einzige, der ihm hier widersprach. Ich glaube schon, dass Fidelche zweifelllos das subjektive Empfinden hat, „links“ zu argumentieren, allerdings bezweifele ich, versuchte es in Teilen nachzuweisen, dass er dies stringent tut, aus Gründen, die dieser oder irgendeiner Blogdiskussion wahrscheinlich auch gar nicht zugänglich sind. Dies aus Gründen, die sowohl in Fidelches „theoretischem Ansatz“ begründet liegen, als auch aus strukturellen Gründen, die das Medium Blog begrenzend liefert. LG ut

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:30 Herr Theel, jetzt sind Sie aber sowas von über den Kopf streichelnder Übervater von Fidelche, der „zweifellos das subjektive Empfinden“ hat, bei dem es aber „müßig“ sei, nochmals zu diskutieren, weil Sie ja alles richtig hier als „Thesen“ gesetzt haben.Ich denke, es ist genau dieser Ihr Stil, der befremdet, mich zumindest. Und der eine Diskussion mit Ihnen verunmöglicht, jedenfalls für Blogger, die Fidelches Interpretationen nachvollziehen können. Sie schreiben: „Allerdings ging es in meiner Auseinandersetzung mit Fidelche nicht darum, ob es solche Fälle gäbe, oder nicht sondern darum, ob der Abfall sozusagen erfolgte, weil linke Theorie aus sich heraus anfällig machte für rechte Theorie (und Praxis), gar a priori einen solchen Kern hätte. Gegen diese Ansicht Fidelches habe ich entschieden argumentiert.“
Und das ist eine falsche Lesart, auf die Sie aber schon lange bestehen. Fidelche sagt gerade nicht, daß aus linker, richtiger linker Theorie der „Abfall“ nach rechts erfolge, sondern eben genau aus „falscher sog. linker“ Theorie. Aber da wehren Sie ja ab bei dem Wort von regressiver Kritik. Und verhindern eine Diskussion. Ich finde, Sie sind die Mauer, oder daß hier eine Sackgasse entsteht, wo sich Kreuzungen auftun könnten in einer fruchtbaren Diskussion. Aber da sagen Sie, das ist „müßig“, das ist schon diskutiert. – Na, Diskussionen haben nie ein Ende, manchmal fangen sie sogar wieder von vorne an. Vor allenm bei mehrheitlich falscher Rezeption der Ausgangstexte.
Und man kann dann auch was lernen, wenn man nicht immer die gleichen Versatzstücke automatisiert vor den nächsten Schritt legt.

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 23:01 @ Damian Bold am 25.05.2010 um 22:30 Herr Bold, jederzeit zugestanden, dass mein „Stil“ sie befremde, er es Ihnen „verunmöglicht“ mit mir zu Diskutieren, obwohl ich den Eindruck hatte, wir hätten dies schon ganz erfolgreich getan. Niemand „muß“ hier irgendwem antworten oder jemanden anderen ansprechen, wenn er es denn nicht will. Wenn er es aber tut, dann muß Antwort einkalkuliert werden können. Da Diskussionen nie ein Ende haben, da haben Sie ganz recht, sei sie auch weiter geführt, wenn gewünscht. Sie sagen, sie könnten Fidelches Argument folgen, mein Gegenargument aber verunmöglichte die Diskussion mit mir. Ich finde dies einen seltsame Asymetrie, aber bitte schön, sei`s drum. Ein Beispiel: Fidelche wirft den Vertretern „regressiver“ Kapitalismuskritik vor, sie unterschieden fälschlich zwischem „gutem Produktionskapital“ und „bösem Finanzkapital“. Abgesehen davon, dass er dies nie an einem zusammenhängenden Stück Theorie exemplifiziert hat, so müßte er m.E. erst einmal darlegen, wieso eigentlich für das Gesamtkapital auf der errreichten Akumulationsstufe und Kapitalkonzentration es nicht empirisch wahr ist, dass das Kapital sich selbst – in Form von „Finanzprodukten“ – zur Ware im Zusammenhang G-W-G‘ geworden ist. Da Fidelche der Marx`schen Analyse für die traditionelle Warenform folgt, müßte er sie auch für die „Ware Finanzkapital“ gelten lassen. Aber da entdeckt er dann plötzlich, dass der reinen Lehre Gewalt angetan würde. Es sind solche Punkte, die mich zweifeln lassen, ob fidelche hier wirklich eine theoretisch fundierte Diskussion im Sinne der Kritik der politischen Ökonomie führt oder nicht irgendetwas anderes tut, was nur so auszusehen scheint. Ähnliches erlebte ich mit ihm im Gebiet der Literaturtheorie als Quelle des Beweises vom „richtigen“ Bewußsein. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ausgangstexte falsch rezipiert wurden, dann legen Sie dies dar und suchen Diskussionspartner dafür. MfG ut

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 23:12 qed. und gute nacht!

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:29 @Achtermann schrieb am 25.05.2010 um 20:59 alles was Du schreibst ist richtig. Die Grünen sind ein Paradebeispiel für meine Kritik. Die Kämpfe mit den Grünen habe ich vor langer Zeit persönlich und öffentlich ausgefochten. Diese Parteien (Grüne, SPD) interessieren mich nicht mehr großartig, da sie für mich unwählbar, obsolet sind. Mich interessiert die Linke, mit der ich mich verbunden fühle. Bei vielen Leuten, in diesem Forum und natürlich auch im realen Leben stelle ich viele Defizite fest, welche beispielsweise in allen meinen Blogs nachlesbar sind. Je aggressiver sich bestimmte Leute gegen meine Thesen wehren, umso gefährdeter sind diese Personen. Uwe Theel, Rahab, Godzdak, thinktankgirl usw. greifen mich nicht von ungefähr in diesem Stil an. Wer wie Du sagt, „ich fühle mich nicht angesprochen“, sehe aber auch diese Andockmöglichkeiten, falsche Kapitalismuskritik usw., begründet dies, ist natürlich nicht gefährdet. Warum auch.

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:42 Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 22:13 Uwe, Du hast in meinen Blogs zwar sehr viel geschrieben. Sehr viele Worthülsen (wortgewandte Sprachlosigkeit) von Dir gegeben. Konkret bist Du selten geworden. Du hast verzweifelt versucht mit Beleidigungen Deine Niederlagen zu kaschieren (z.B. wg. Chomsky FIDELCHE IST EIN FÄLSCHER fettgeschrieben in 5 Kommentaren wiederholend um letztlich zuzugeben dass es keine Fälschung war – ein Beispiel von Vielen) Wenn Du tatsächlich mal konkret wurdest, hast Du Dich angreifbar gemacht, was ich dann offen legte. Ich habe so ziemlich alle von der Redaktion gelöschten Kommentare von Dir auf meinem PC. Zu gegebener Zeit werde ich Dir Deine Kommentare vor die Nase halten. Andere können dann entscheiden, wer von uns Beiden richtig lag und liegt. Mein vorletzter Blog wurde, bei 173 Kommentaren gesperrt. Einen Tag darauf löschte die Redaktion 50 Kommentare, die ich alle auf meinem PC habe. 123 Kommentare stehen jetzt noch im Proudhon-Blog. Was meinst Du, wie viel von diesen 50 gelöschten Kommentaren Dir zuzuordnen sind? Viele Grüße fidelche

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:46 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:30 „Fidelche sagt gerade nicht, daß aus linker, richtiger linker Theorie der „Abfall“ nach rechts erfolge, sondern eben genau aus „falscher sog. linker“ Theorie. Aber da wehren Sie ja ab bei dem Wort von regressiver Kritik. Und verhindern eine Diskussion. Ich finde, Sie sind die Mauer, oder daß hier eine Sackgasse entsteht, wo sich Kreuzungen auftun könnten in einer fruchtbaren Diskussion.“ Vielen Dank für Ihren treffenden Kommentar, vor allem für den zitierten Abschnitt. Besten Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 25.05.2010 um 23:52 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 23:12 qed Lieber herr Bold, jetzt weiß ich aber wirklich nicht, ob sie jetzt nicht genau das gemacht haben, was ich angeblich immer täte? Trotzdem Gute Nacht ut

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Fidelche mischt Aussagen, die im Originaltext in einem anderen Kontext und rund 10-12 Seiten entfernt stehen: Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Erscheint als Punkt 6 einer Aufzählung, in der u.a. alle Menschen, egal welcher Rasse und Religion, als gleichberechtigt betrachtet werden. ia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio-DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf S. 50/51 2.1. Der Sinn des Wortes Freiland 1. Der Wettstreit unter den Menschen kann nur dann auf gerechter Grundlage ausgefochten werden und zu seinem hohen Ziele führen, wenn alle Vorrechte auf den Boden, private wie staatliche, aufgehoben werden. 2. Der Erde, der Erdkugel gegenüber sollen alle Menschen gleichberechtigt sein, und unter Menschen verstehen wir ausnahmslos alle Menschen – ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Bildung und körperlichen Verfassung. Jeder soll dorthin ziehen können, wohin ihn sein Wille, sein Herz oder seine Gesundheit treibt. Und dort soll er den Altangesessenen gegenüber die gleichen Rechte auf den Boden haben. Kein Einzelmensch, kein Staat, keine Gesellschaft soll das geringste Vorrecht haben. Wir alle sind Altangesessene dieser Erde. 3. Der Begriff Freiland läßt keinerlei Einschränkung zu. Er gilt unbeschränkt. Darum gibt es der Erde gegenüber auch keine Völkerrechte, keine Hoheitsrechte und Selbstbestimmungsrechte der Staaten. Das Hoheitsrecht über den Erdball steht dem Menschen, nicht den Völkern zu. Aus diesem Grunde hat auch kein Volk das Recht, Grenzen zu errichten und Zölle zu erheben. Auf der Erde, die wir uns im Sinne von Freiland nur als Kugel vorstellen können, gibt es keine Waren-Ein- und Ausfuhr. Freiland bedeutet darum auch Freihandel, Weltfreihandel, die spurlose Versenkung aller Zollgrenzen. Die Landesgrenzen sollen nur einfache Verwaltungsgrenzen sein, etwa wie die Grenzen zwischen den einzelnen Kantonen der Schweiz. 4. Es folgt aus dieser Freiland-Erklärung auch ohne weiteres, daß die Ausdrücke“englische Kohle, deutsches Kali, amerikanisches Petroleum“ usw. nur die Herkunft dieser Erzeugnisse bezeichnen sollen. Es gibt keine englische Kohle und kein deutsches Kali. Denn jeder Mensch, gleichgültig welchem Staate er angehört, hat das gleiche Recht auf die „englische Kohle“, das „amerikanische Erdöl“ und das „deutsche Kali“. Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 51 5. Die Übergabe des Bodens an die Bebauer erfolgt auf dem Wege der öffentlichen Pachtversteigerung, an der sich jeder Mensch beteiligen kann, und zwar ausnahmslos jeder Bewohner der Erdkugel. 6. Das Pachtgeld fließt in die Staatskasse und wird restlos in Monatsbeträgen unter die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt. Keine Mutter, einerlei woher sie kommt, kann von diesen Bezügen ausgeschlossen werden. 7. Die Einteilung des Bodens richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Bebauer. Also kleine Ackerteile für kleine Familien und große Ackerteile für große Familien. Auch große Landstrecken für Genossenschaften, für kommunistische, anarchistische, sozialdemokratische Kolonien, für kirchliche Gemeinden. 8. Die Völker, Staaten, Rassen, Sprachgemeinschaften, religiösen Verbände, wirtschaftlichen Körperschaften, die auch nur im geringsten den Freilandbegriff einzuengen suchen, werden geächtet, in Bann getan, und für vogelfrei erklärt.
9. Die Ablösung der heutigen Privatbodenrente erfolgt auf dem Wege der vollen Entschädigung durch Ausgabe einer entsprechenden Summe von Staatsschuldscheinen. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur. Dieser Teil wird erst 12 Seiten später in einem anderen Zusammenhang behandelt: S.64/65 Man braucht sich also nur in die Lage einer schwangeren Proletarierin zu versetzen, die von der ganzen Natur ringsum nichts hat, wo sie ihr Kind hinlegen kann, um zu erkennen, daß, wenn es schon einmal in der jetzigen Volkswirtschaft nicht ohne Abgrenzungen und Grundrenten geht – diese Grundrente dann unverküzt den Müttern zusteht: Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würden etwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. – Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:28 DAS ist ja Wahnsinn! „Aussagen, die im Originaltext rund 10-12 Seiten entfernt stehen“, werden von Fidelche IM ZUSAMMENHANG interpretiert: ich fordere Ausschluß aus der Wissenschaft, Aberkennung des akademischen Titels und Gehe zurück über Los in die Ganztagsgrundschule!!! Ziehe keine Seitenzahl dabei ein!!!!!

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 21:38 nein – das bedeutet erst mal nur, dass f. seine lesart BESSER BELEGEN MUSS! konkret: er muß belegen, dass im zeit- wie geistesgeschichtlichen kontext der satz „So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht.“ als einer – und zwar nur als einer! – gemeint war, der auf rassen- und andere eugenik abzielt. und daher auch nur als ein solcher zu verstehen ist.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:45 Gelinde gesagt: Das ist Quatsch und hält nicht mal eine Proseminarreferatslänge.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:50 Konkret: Dein zitierter Satz muß doch nicht mehr befragt werden auf Autorenintention! Er IST in jedem Kontext aud eugenik und rassenlehre zu beziehen. „Er wollte Gutes, aber die Folgen waren schlimm. Deshalb kann er nix dafür.“ Nene, so geht das nicht.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:51 @Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:28   DAS ist ja Wahnsinn! „Aussagen, die im Originaltext rund 10-12 Seiten entfernt stehen“, werden von Fidelche IM ZUSAMMENHANG interpretiert: ich fordere Ausschluß aus der Wissenschaft, Aberkennung des akademischen Titels und Gehe zurück über Los in die Ganztagsgrundschule!!! Ziehe keine Seitenzahl dabei ein!!!!! Da gibts nix aus der Wissenschaft auszuschliessen, da nie drin gewesen…

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 21:52 aha. beweis? ohne das kannste dir dein gelinde-gesagtes ganz gelind als schnupftabak in der nase hochziehen. wohl bekomms!

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:58 Wenn Du nicht weiter weißt schreist Du Beweis.  Dabei liegt alles sonnenklar vor Nichtblinden auf dem Tisch.

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben!

Rahab schrieb am 25.05.2010 um 22:03 @d.b. vor denen, die an magisches denken glauben, sicherlich.

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 22:07 Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben! Ich wundere mich nicht mehr, daß in Deutschland Merkel regiert….

thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 22:08 Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl: schwaches Retour. Üben! Ich wundere mich nicht mehr, daß in Deutschland Merkel regiert….

Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 22:11 Bitte nur 1x klingeln

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 00:59 @ Damian Bold schrieb am 25.05.2010 um 21:50  Wie ich sehe, Herr Bold, beteiligen Sie sich ja hier eifrig an der Diskussion und sind dabei gar nicht zimperlich mit „Setzungen“.  Sie werden mir verzeihen, wenn ich Thinktankgirl und Rahab beispringen muß.  Die Argumente wissenschaftlichen Arbeitens im Hinblick auf den Umgang mit Zitaten brauche ich hier nicht noch einmal nachzuvollziehen. Schon auf dieser Ebene arbeitet Fidelche unkorrekt im schon geschilderten Sinne.  Kommen wir jetzt aber noch zur Worbedeutung und Etymologie des Wortes „Zucht“ in Zuchtwahl:  Ich erinnere zunächst daran, dass es im Deutschen das Wort Kinderaufzucht gibt, das nichts meinte als das Aufziehen von Kindern in dem Sinne, dass ihnen alles das von den Eltern beigebracht wird, was sie lernen müssen, um im Leben zu bestehen, da es nicht angeboren ist; dass dies auch durch autoritäre Erziehungsstile geschehen kann tut unser Diskussion dabei jetzt keinen Abbruch. Diesen Inhalt könnten wir auch mit dem Wort „Bildung“ (von Kindern) bezeichnen.Tatsächlich findet sich bei Aischylos im 4. Jhdt der Begriff παιδεια (paideia) der damals in genau dieser Bedeutung, wörtlich übersetzt mit“Kinderzucht“, verwendet wurde. Der Begriff erfuhr dann über die Jahrhunderte eine Ausweitung zu einem Begriff der allgemeinen Bildung überhaupt und steckt derartig seit dem 16 Jhdt. im Begriff Enzyklopädie (enkyklios paideia) im Sinne der Sammlung allen Wissens. Wenn Gesell hier also von „Zuchtwahl“ spricht, so meint er damit in genau dem Kontext, auf den thinktankgirl schon hinwies, dass er der freien Frau, die freie Wahl lassen wollte, wie sie die Kinder die sie bei freier Gattenwahl zur Welt bringen wollte ohne Fremdbestimmung aufziehen, erziehen, bilden wollte. dazu sollte sie materiell abgesichert werden. Das Mißverständnis, „Zuchtwahl“ hier als eindeutig rassisistischen Begriff deuten zu wollen, ohne Rücksicht auf textlichen Kontext und Etymologie des Wortes – bloß weil es in anderen Zusammenhängen mißbraucht wurde -, zeugt tatsächlich nicht von wissenschaftlich seriösen Vorgehen. q.e.d. Lg ut P.S.: Quellennachweise können bei Bedarf eingefordert werden.

Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 08:58 Na, dann Züchten Sie mal die Zuchtwahl der blanken Etymologie ohne Sprach-, Theorie- und Gesellschaftskritik weiter. Ich werde die Diskussion nun wegen Geht-ja-gar-nicht-mehr! verlassen. Gute Nacht (heute morgen metaphorisch + etymologisch)

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:09 weißte, d.b.  ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie. aber damit kämen wir in ganz andere zusammenhänge. und die interessieren f. nicht. hier und jetzt nicht. und sonst vermutlich auch nicht.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:14 @Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 00:59 1. Das Wort Kinderaufzucht würde ich nicht in den Mund nehmen.2. Gesell spricht von „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ Lies meinen Kommentar vom 26.05.2010 um 10:40 3. Aischylos lebte vor 1600 Jahren. Gesell starb 13 Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Denk mal darüber nach, was im 3. Reich die Worte, Eugenik, NS Lebensborn, Mutterkreuz, „Erlösung von all dem Minderwertigen“ für eine Bedeutung hatten.Dass Du Gesells Sozialdarwinismus und Rassismus verteidigst wundert mich mittlerweile nicht mehr. Lass den Kopf nicht hängen Uwe, benutze ihn zum denken     Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 13:38 @ fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:14  1. Das Wort Kinderaufzucht würde ich nicht in den Mund nehmen. Weiß Du f. bevor Du Dir überlegst, was für Worte Du in den Mund nimmst, solltest Du Dir mal Gedanken über Das Denken in Deinem Kopf machen, wenn`s geht. Das Wort „Zucht“ jedenfalls geht auf das von Aischylos erstmalig im 4 Jdh. schriftlich erwähnte zurück. In den Wörterbüchern, die auch für Gesell noch den Bedeutungsrahmen absteckten stand und steht unter Zucht (< 8.Jhd.) nhd. Zucht, ahd. zuht. Morphologisch entsprechend ist gt. us-tauhgts ‚Vollendung’. Frühe Bedeutungsübertragung von dem konkreten ‚ziehen’ zu dem abstrakten ‚erziehen’. Hierzu züchten, mhd. zühten, ahd. zuhten. Kollektivum: Gezücht, Verb: züchten, Adjektiv: züchtig Nndl. tucht. Der Mißbrauch durch den Faschismus ist nicht im Wort angelegt, sondern im Willen und den praktischen Möglichkeiten der es Mißbrauchenden. Wenn Gesell mit seinem Modell dem linken Ziel der Emanzipation nicht näher gekommen ist, dann bestimmt nicht deswegen, weil er die industriemäßige Menschenverachtung der Faschisten im Auge hatte, sondern wahrscheinlich einem irgendwie – möglicherweise noch bürgerlich gegründeten – Fortschrittsglauben anhing, den Du Deinen Worten nach ja sogar für mich noch übrig hast, wenn Du mir rätst, ich soll meinen Kopf nicht hängen lassen.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 15:52 @Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 13:38    Mensch Uwe, es geht nicht nur um das Wort Zucht. Sondern um Menschenzucht. Gesell wollte einen elitären Menschen züchten. Der tüchtige (erfolgreiche) soll sich fortpflanzen. Die Untüchtigen sollen sich nicht fortpflanzen. Er wollte einen „Übermenschen“, mit seinen Idealen. „Alle Bummler Sonnenbrüder und Zigeuner“ werden laut Gesell, (und sollten) aussterben. Die Schwachen und Kranken interessierten ihn nicht sonderlich.  Silvio Gesell: „Die Auslese durch den freien, von keinerlei Vorrecht mehr gefälschtem Wettstreit wird in der Natürlichen Wirtschaftsordnung vollständig von der  persönlichen Arbeitsleistung geleitet… Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem ,Kampfe ums Dasein`. (…) Doch steht es außerhalb jedes Zweifels, dass der freie Wettbewerb den Tüchtigen begünstigt und seine stärkere Fortpflanzung zur Folge hat.“ Eine solche „Rassenpolitik“, schreibt Gesell, „darf nicht an Staaten, Landesgrenzen, an Staatsgesetze gebunden werden. Rassenpolitik ist ureigene Angelegenheit jedes einzelnen
Menschen“. Diese „Rassenpolitik“ leitet Gesell aus angeblich ewigen Naturgesetzen ab: „Diese Gesetze aber wollen den Wettstreit. Nur auf dem Wege des Wettbewerbs, der sich überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiete abspielt, kann es zur förderlichen Entwicklung, zur Hochzucht kommen. Wer daher die Zuchtgesetze der Natur in ihrer vollen, wundertätigen Wirksamkeit erhalten will, muss die Wirtschaftsordnung darauf anlegen, dass sich der Wettbewerb auch wirklich so abspielt, wie es die Natur will, d.h. mit der von ihr gelieferten Ausrüstung, unter gänzlicher Ausschaltung von Vorrechten. Der Erfolg des Wettstreites muss ausschließlich von angeborenen Eigenschaften bedingt sein, denn nur so wird die Ursache des Erfolges auf die Nachkommen vererbt… Dann darf man hoffen, dass mit der Zeit die Menschheit von all dem Minderwertigen erlöst werden wird, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht sie belastet hat, dass die Herrschaft den Händen der Bevorrechteten entrissen werden und die Menschheit unter Führung der Edelsten den schon lange unterbrochenen Aufstieg zu göttlichen Zielen wieder aufnehmen wird.“

Das Freiland-Konzept dient eugenischen Zielen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Rückkehr der Frau zur Landwirtschaft“ ist laut Gesell „die glücklichste Lösung der Frauenfrage“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als  ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen „das freie Wahlrecht… und zwar nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ (Quelle P. Bierl Schwundgeld, Menschenzucht und Antisemitismus)

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02  Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 01:08 @ fidelche am 25.05.2010 um 23:59 Lies mal hier http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die-braune-sosse#comment-123595  fidelche und kühle Dein Mütchen.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 09:32 @fidelche fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

Fidelche Sie behaupten hier Sachen und Zusammenhänge, die ich in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 nicht >/b>geschrieben habe: Ich habe mich weder zum Ausdruck „Hochzucht des Menschengeschlechts“ noch zu „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ geäussert, noch das Wort emanzipatorisch benützt. Das „Zuchtwahlrecht der Frauen“ der Frauen habe ich als vollständigen Absatz zitiert, hier noch einmal: ia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio-DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf
S.64/65 Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen
Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. – Und dazu schrieb ich in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne  Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die  Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Fidelche, bitte verbreiten Sie keine Unwahrheiten über mein Post! Probieren Sie einfach mal, sauber wissenschaftlich zu arbeiten. Oder würden sich dann Ihre Thesen nicht halten lassen? Danke! Zudem haben Sie noch keine Primärquelle der Verteidungsrede Gesells geliefert.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 10:40 thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 09:32 Zur Erinnerung ein Satz aus Ihrem Kommentar (mittlerweile gelöscht) in meinem Vorgänger Blog am 18.05.2010 um 09:09 : „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“

Am 25.05.2010 um 21:02 schrieben Sie folgendes: Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.

Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“ Die Frauen würden den schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen, die die „Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen“ bewirkt. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ In seinem Buch „Der abgebaute Staat“ (1927) betont Gesell die Züchtung von „Kraft, Gesundheit, Geist, Schönheit“ als gesellschaftliche Ziele. Frauen haben sich dem unterzuordnen, Verhütung ist schlecht, weil es dann an menschlichem „Auslesematerial“ mangelt. In seiner Utopie würden Frauen in speziellen Gemeinschaften ihre Kinder erziehen und von Zeit zu Zeit auf Reisen gehen, um eugenisch wertvolle Männer zu suchen und sich von ihnen erneut schwängern zu lassen. Silvio Gesell unterstellt, dass sich das Freiland-Prinzip dank seiner ökonomischen Vorzüge weltweit ausbreiten wird. Staaten, die sich weigern und weiter Monopolgewinne ermöglichen, würden, so schreibt er, „die Arbeitsscheuen der ganzen Welt ins Land ziehen… Alle Bummler, Sonnenbrüder und Zigeuner würden dorthin ziehen, wo man die Bodenschätze an das Ausland mit Renten belastet abgibt.“ Diese Aussagen sind sozialrassistisch. (Quelle Peter Bierl, siehe Links) PS: Ich schrieb bereits, die Primärquelle der Verteidigungsrede werde ich nachreichen, sobald ich sie habe.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 @ Fidelche Nicht schon wieder die Sachen verdrehen! Sie haben mir unterstellt, in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet zu haben.

Ich fordere Sie nochmals auf, diese Behauptung zurückzunehmen, da sie nicht der Wahrheit entspricht. Auch im zweiten Kommentar, den Sie anführen, der zudem aus einem anderen Blog kommt, und somit willkürlich in einen Zusammenhang gesetzt wird, der nicht vorhanden ist, kommt die Verbindung von -„Hochzucht des  Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ -„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete – „emanzipatorisch“ nicht vor!

18.05.2010 um 09:09 „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Und wieder haben Sie einen falschen Zusammenhang konstruiert! Der Rest Ihres Post besteht zur Hälfte aus bereits Bekanntem, dem ich mit meinem Beitrag vom 25.05.2010 um 21:02 schon geantwortet habe. Weshalb Sie den ganzen Absatz nochmals wortwörtlich zitieren, erschließt sich mir nicht.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 @ Fidelche Nicht schon wieder die Sachen verdrehen! Sie haben mir unterstellt, in meinem Post vom 25.05.2010 um 21:02 -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet zu haben. Ich fordere Sie nochmals auf, diese Behauptung zurückzunehmen, da sie nicht der Wahrheit entspricht. Auch im zweiten Kommentar, den Sie anführen, der zudem aus einem anderen Blog kommt, und somit willkürlich in einen Zusammenhang gesetzt wird, der nicht vorhanden ist, kommt die Verbindung von -„Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“
-„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete- „emanzipatorisch“ nicht vor!

18.05.2010 um 09:09 „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Und wieder haben Sie einen falschen Zusammenhang konstruiert! Der Rest Ihres Post besteht zur Hälfte aus bereits Bekanntem, dem ich mit meinem Beitrag vom 25.05.2010 um 21:02 schon geantwortet habe. Weshalb Sie den ganzen Absatz nochmals wortwörtlich zitieren, erschließt sich mir nicht.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:04 @thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 11:47 Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“- „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ zumindest seit heute nicht emanzipatorisch nennen. Was erscheint denn dann, Ihrer Meinung, heute von Silvio Gesell reaktionär? Die „Mutterrente“, „das Zuchtwahlrecht“, dass „ Frauen schädlichen Einfluss der Medizin ausgleichen“, ist aber nach ihrer Meinung emanzipatorisch, da hab ich Sie schon richtig verstanden, oder? PS: Natürlich ging es im Vorgängerblog exakt um dasselbe Thema bezüglich Silvio Gesells.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:22 Ich bin jetzt mal gespannt bis jemand den folgenden Satz hier zum Besten gibt: „… Hitler hat aber die Autobahnen gebaut…“ Ich bin auf alles gefasst. Auf fast alles…

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 12:23 ja ja ja – und wenn f. ‚weitergelesen‘ wird, dann landen wir dabei, dass ein feminismus/anarchismus, welcher sich durch diesen ganzen schruz männlicher utopien durcharbeitet, auch nix anderes ist als strukturell antisemitisch. da hilft noch nicht mal die kritische absicht beim durcharbeiten, weil…
ja weil nämlich gerade die das f. besonders stört. die kritische absicht könnte es, das f., nämlich am ende damit konfrontieren, dass seine vorstellungen von emanzipation an einem vergleichbaren strukturellen fehler leiden wie der von ihm so wild bekämpfte strukturelle antisemitismus. und das möchte f. nicht haben.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 13:59 @ fidelche schrieb am 26.05.2010 um 12:04 Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“- „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ zumindest seit heute nicht emanzipatorisch nennen. Nein, Sie haben zur Kenntnis zu geben, daß ich in meinem Post 25.05.2010 um 21:02 keineswegs -„Hochzucht des Menschengeschlechts“,-„Zuchtwahlrecht der Frauen“ _„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet habe wie Sie es mir in Ihrem Post am 25.05.2010 um 23:59 unterstellen:

fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken. Desweiteren benützte ich in meinem Post nicht einmal die Ausdrücke „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Fehlzucht die Menschheit“ sowie emanzipatorisch. Es handelt sich um eine freie Erfindung Ihrerseits. Ich habe Sie wiederholt gebeten, den Sachverhalt richtig zu stellen. In Ihrem obigen Post vom 26.05.2010 um 12:04, behaupten Sie weiter, daß ich bis gestern diese Äußerungen getan hätte. Inzwischen muß ich davon ausgehen, daß Sie bewußt Unwahrheiten über mich verbreiten wollen.

Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße
Ihr Freitag-Community-Team

weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 @fidelche  Danke, dass Sie diese Diskussion angezettelt haben.  Ihre ersten blogs, die ich hier las, hatte ich wohl falsch interpretiert, sie wirkten auf mich nur provokatorisch. So als wollten Sie von draußen den Linken mal zeigen, wo der Hammer hängt. Dabei wollen Sie, sehe ich jetzt, linkes Bewusstsein schärfen und Tabu-Themen in diese Community heben.  Das finde ich gut.

Uwe Theel schrieb am 26.05.2010 um 10:58 @ weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 „Das finde ich gut.“ Tja, Weinsztein, da Sie ja wissen, wessen Generalsekretär das: „Freitag, 21. Mai 2010 axe me, freitagsbeton!
Dem Betonfreitag teile ich hiermit meine Betonbotschaft mit: Falsche Hasen19 mögen Dumme Nüsse2 noch intern rufen, Kühn will aber den dümmsten und Betonboden des Meinungsmediums verlassen. Er findet, außer in ein Dutzend Bloggern der Community, dort nur noch Arschlöcher vor, da wo er nicht einmal mehr Lust zum Stopfen hat. Ich fordere mein Verschwindenmachen vom Ort, den ich lieber nie betreten hätte, weil er ein Ort der Lüge geworden ist durchs Medium von oben. Ich hasse Euch alle und wünsche Euch die Pest.“ wo geschrieben hat, wissen WIR jetzt ALLE, wo wir stehen, gell?

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 12:17 @weinsztein Das Thema an für sich ist hochinteressant, wie und welche gesellschaftsreformerische Strömungen sich entwickelt haben, die dann tlws. von den Nazis aufgenommen wurde. Allerdings sind die Zusammenhänge wesentlich komplexer und vielschichtiger als von fidelche dargestellt.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 15:29 @ weinsztein schrieb am 26.05.2010 um 01:50 Danke für die aufmunternden Worte. Kann ich immer gebrauchen. Gruß in die Türkei.    fidelche

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 04:31 und was hebt nachfolgender dialog ins bewußtsein? fidelche (Gast) – 25. Mai, 12:13  Betonfeministinnen  Die Betonfeministinnen rekrutieren sehr fleißig. Die Einweisung der frischen Kämpferinnen ist verbesserungsfähig. Titta ist überfordert in der „Einweisungsabteilung“ und dürfte bald abgelöst werden.   lektoratkuehn – 25. Mai, 20:00  Beförderungsbeton  Ich befürchte auch, daß sie – wie in der Betonwelt üblich – nach oben wegbefördert wird. – Es ist zu hoffen, gleich bis in den Himmel.  quelle: lektoratkuehn.twoday.net/stories/mit-humor/#comments   via: fidelchescosmos.blogspot.com/

Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 09:10 Liest man Ihren Link, Rahab, würde ich Ihnen eine fälschende Zitierung nachsagen, die den wichtigsten Kontext und pädagogischen Zuchtssprech hier abschneidet. Aber auch Ihnen heute morgen hier ein theelsches Gute Nacht. (i.e. die Verabschiedung 4ever aus dieser Diskussion)

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:18 das, mei guudster, ist nicht „mein“ link. das ist das, worauf fidelbums verlinkt! also „sein“ link. diesen links nachzugehen habe ich, verbunden mit einer frage, freigestellt. mehr bin ich nicht bereit, in f’sche blogs zu investieren.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:40 Es ist „dein link“ zur „url eines anderen“. Du verlinkst, und dann bist Du link, wie immer, seit ich Dich kennengelernt habe. Sehr schade, für die Community.

hibou schrieb am 26.05.2010 um 10:49 Dabei sind Fidelches Blogs die, wo Rahab vor allem anzutreffen ist……..

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 11:02 ach du mein kachelmann!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:41 „Kachelmann“ fordert eigentlich zu einer Entschuldigungsforderung auf.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:44 wieso? bist du etwa kachelmann? geh, nimm ne mütze schönheitsschlaf! vielleicht wird’s dann noch was mit der nachbarin.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:51 Du weißt doch gar nicht was Schönheit ist. Außerdem halte ich länger durch, bis Du umfällst.

fidelche schrieb am 26.05.2010 um 17:17 @Rahab schrieb am 26.05.2010 um 09:09 „ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie.“ Das freut mich Rahab, dass Du die Kurve gekriegt hast. Vielleicht kannst Du Deinem thinktankgirl und unserem Uwe aus der Patsche helfen. PS: Frag doch mal was Sie ganz konkret bei Gesell meint, wenn Sie schreibt „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch“ Schönen Gruß fidelche

Rahab schrieb am 26.05.2010 um 17:29 auch dazu: ach du mein kachelmann! dies mal als schleimer.
kannste dir – na, weißte ja…

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:42 „Kachelmann“ fordert heutzutage zwingend zu einer Entschuldigungsforderung auf.

Achtermann schrieb am 26.05.2010 um 17:44 Welche Funktion hatte das kürzlich aufgeführte Schauspiel in NRW, das man Koalitionsverhandlungen nennt? Zwei vermeintlich links stehende Parteien (SPD, Grüne) versuchten der dritten im potenziellen Bund mittels unterstellter mangelnder Einsichtsfähigkeit in demokratische Prozesse deren Demokratiedefizite vorzuführen. Dabei wurde zu einem typischen Mittel rechter Politik gegriffen, Linke zu Staatsfeinden zu stilisieren. In diesem Fall wurde eine Abbitte verlangt für einen „Unrechtsstaat“ einer untergegangenen Staatsform, die sich sozialistisch nannte. Dieser geforderte und wohl auch vollzogene Kotau hatte nur zum Ziel, einen Teil der Linken in die Nähe stalinistischen Staatsterrors zu rücken. Oft genug hatten Sozialdemokraten und Grüne selbst unter dieser Bedrängnis zu leiden, heute setzen sie sich auf die Bank der Staatsanwaltschaft, um politische Anklage zu erheben. Beide dem linken Spektrum sich zuordnende Parteien bedienten sich typischen rechten Argumentationsmustern, zwar nicht aus dem Bereich der Esoterik, jedoch aus der Abteilung Terrorismusbekämpfung nach Manier des Verfassungsschutzes.

koslowski schrieb am 26.05.2010 um 21:26 Da bringst du einiges durcheinander: 1. Es ging beim Treffen von RotGrünRot in Düsseldorf nicht um Koalitionsverhandlungen, sondern um Sondierungsgespräche. 2. SPD und Grüne haben die LINKE in NRW nicht zu „Staatsfeinden“ erklärt, sondern es abgelehnt, mit einer LINKEN zu koalieren, die Schwierigkeiten hat, eine Diktatur eine Diktatur zu nennen. Wenn es stimmt, dass dadurch die LINKE „in die Nähe des stalinistischen Staatsterrors“ gerückt wurde, dann ist das eine Folge des unklaren Verhältnisses von Teilen der LINKEN zur Demokratie. 3. Es ist heutzutage Gott sei Dank eine Selbstverständlichkeit, dass Sozialdemokraten und Grüne heutzutage auch Staatsanwälte sein können. 4. Dass Demokraten sich wehren gegen linke und rechte Extremisten, auch mit den Mitteln des Staatsschutzes und der Staatsanwaltschaft, ist ( im Vergleich zur Weimarer Republik ) ein historischer Fortschritt. Davon abgesehen denke ich, dass die Beobachtung von Teilen der LINKEN durch den Verfassungsschutz ein Relikt des Kalten Krieges und eine Verschleuderung von Steuergeldern ist. Es ist sehr viel sinnvoller, auf den Klärungsprozess innerhalb der LINKEN zu vertrauen.

Achtermann schrieb am 27.05.2010 um 21:26 @ koslowski   koslowski, Dein Eindruck trügt. Ich bringe nix durcheinander. Ob man das jetzt Koalitionsverhandlungen oder im Neusprech Sondierungsgespräche nennt, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Versuch nochmals meinen Gedanken nachzuvollziehen. Natürlich haben die Rot-Grünen die Linken nicht zu Staatfeinden erklärt, indem sie sagten: „Ihr seid Staatsfeinde.“ Ne, so macht man das nicht. Man verlangt ein aus wenigen Worten bestehendes Werturteil über einen seit über 20 Jahren nicht mehr bestehenden Staat. Die Vorsitzende der NRW-Linken war beim Anschluss der DDR knapp 16 Jahre alt! Vielleicht kannst Du daran mal einen Gedanken verschwenden. Solche Bekenntnisse sind Jahrzehnte lang von einem sozialdemokratischen Politiker namens Brandt abverlangt worden, um ihn zum Verfassungsfeind im Staatsamt zu machen. Unter denjenigen, die diese abverlangt haben, war ein bayerischer Ministerpräsident namens Strauß. Er sagte: „Herr Brandt soll doch einmal sagen, was er in den 30er-Jahren getrieben hat, soll er doch noch mal sagen, auf welcher Seite er im rot-spanischen Bürgerkrieg war und was er getan hat!“ Du unterstellst, wie es sich für einen Rechtsliberalen gehört, wir lebten in einer heilen Staatsform, wenn Du schreibst, die Linken hätten ein unklares Verhältnis zur Demokratie. Das sehe ich nicht so. Sie haben eher ein kritisches, weil diese Staatsform vom Papier her eine Demokratie ist, jedoch sprechen sie Widersprüche an, die zwischen Verfassung und realer Politik offenbar bestehen. Siehe Artikel 14; 2 des GG: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Wie unsere Demokratie mit diesem Artikel umgeht, dürfte auch Dir mittlerweile klar geworden sein. Aber Du differenzierst nicht mal zwischen linker und rechter Politik, denn Du setzt ja, wie das politisch Rechtskonservative stets tun, Links- und Rechtsextremismus gleich. Und damit machst Du nicht nur einen Fehler, wenn Du an den kommunistischen Widerstand im Hitlerfaschismus Dich mal erinnern lassen solltest, Du zeigst auch, dass Du ahistorisch argumentierst.

koslowski schrieb am 27.05.2010 um 22:51
@achtermann 21:26Deine Annahmen, ich sei „rechtsliberal“ bzw. „rechtskonservativ“ und außerdem „ahistorisch“ in meiner Argumentation, sind nicht zutreffend. 1. Ich bin keineswegs der Meinung, wie lebten in „einer heilen Staatsform“. Im Gegenteil: ich mache mir Sorgen ( Primat der Ökonomie, soziale Spaltung der Gesellschaft, Militarisierung der Außenpolitik ) um die Zukunft der Demokratie im Kapitalismus und finde bei linken Autoren und bei linken Politikern in SPD, Bündnis90/Grünen und LINKEN viele bedenkenswerte Analysen und Vorschläge. 2. Ich mache einen Unterschied zwischen rechter und linker Politik, auch zwischen Links- und Rechtsextremismus und sogar zwischen einer rechten und einer linken Diktatur. Allerdings erwarte ich von Linken, dass sie in der Lage sind, Diktaturen als Diktaturen zu benennen und jene nicht mit Funktionen und Mandaten zu betrauen, die hier Schwierigkeiten haben. 3. Ich gehöre zu jenen Sozialdemokraten, die in ihrer Jugend durch die politische Biographie Willy Brandts zur Partei gekommen sind („Links und frei“) und darunter gelitten haben, dass seine Nachfolger mit seinem Erbe fahrlässig umgegangen sind. Im Vergleich zu den bösartigen Polemiken gegen Brandt von Strauß u.a. sind die Weigerungen von SPD und Grünen, mit den Linken in NRW Koalitionsverhandlungen aufzunehmen, Nebbich. 4. Und was den kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus angeht: Ich respektiere ihn sehr und habe vor drei Jahrzehnten zusammen mit vielen anderen Sozialdemokraten dafür gekämpft ( mit Erfolg), dass in unserer Stadt auch die Namen hingerichteter kommunistischer Antifaschisten auf einer Gedenktafel aufgeführt werden. Ein Roman, der mich sehr berührt und beschäftigt hat, ist „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Du siehst, Achtermann, mein Welt- und Geschichtsbild ist etwas differenzierter, als du vermutest.

thinktankgirl schrieb am 26.05.2010 um 18:52 @fidelche Wie lange soll das noch dauern, bis Sie Ihr Post richtigstellen, in dem Sie mir von Ihnen frei erfundene Aussagen und Zusammenhänge unterstellen? fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59 @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:05 @Fidelche,ich warte noch auf die Richtigstellung!Außerdem fehlt immer noch die Primärquelle zu Gesells Verteidungsrede.

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl 1. Was soll ich richtig stellen? Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten wie „Hochzucht….., emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich… Wenn Sie dies anders sehen ist das Ihre Sache. 2. Verstehe ich Sie richtig. Ihre Sätze „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“, würden Sie heute nicht mehr schreiben. Oder stehen Sie nach wie vor zu dieser Aussage? 3. Die Quelle zu Gesells Verteidigungsrede: Rolf Englert,Silvio Gesell in München 1919 Gauke Fachverlag für Sozialökonimie Seite 88-111 (angegeben in Dittfurths Buch) 4. Ich empfehle Ihnen dringendst das Buch von Jutta Dittfurth, Entspannt in die Barberei – Esoterik (Öko-) Faschismus und Biozentrismus, zu lesen. Vor allem das Kapitel 4: „Der wahrhaft völkisch-gesinnte Mensch haßt den Klassengeist und möchte ein schönes Volksleben. Völkisches Empfinden dultet keine Zinsknechtschaft.“ Silvio Gesell die Freiwirtschaftslehre und Ihre Anhängerinnen Unter anderem geht es in dem Kapitel über Silvio Gesell um die Münchner Räterepublik und die Verteidigungsrede Gesells (längerer Auszug über knapp zwei Seiten der Rede) 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Ihre Positionen zu Gesell sind gewissermaßen ein Highlight in diesem Forum. Dafür danke ich Ihnen, da ich durch Sie viel gelernt habe, wenngleich ich politisch soweit von Ihnen (und Uwe Theel, der offenbar dieselbe Meinung hat) entfernt bin, dass es mathematisch kaum ausdrückbar ist.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:18 @Fidelche     Es reicht so langsam! Sie haben geschrieben; @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken./i> Und das wurde von mir nicht gesagt! Hören Sie mit Ihrer Lügerei auf! Und stellen Sie das endlich richtig!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 16:26 @fidelche Haben Sie es noch immer nicht verstanden: ES REICHT MIT IHREN UNTERSTELLUNGEN und hier schon wieder eine neue vom 27.05.2010 um 15:11 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:39 @Fidelche Ich habe gestern hier fidelchescosmos.blogspot.com/2010/05/silvio-gesell-rudolf-steiner-und-die.html#comments eine Gegendarstellung geschrieben, zu dem Kommentar, der mir fälscherlicherweise unterstellt, Menschenzucht als emanzipatorisch zu bezeichnen. Er wurde auch veröffentlicht. Heute ist er von Ihnen gelöscht worden. Interessantes Verhalten: Hier in diesem Blog haben Sie mir bewußt falsche Aussagen unterstellt, von denen Sie sich bis jetzt nicht distanzieren. In ihrem Blog schreibe ich eine Gegendarstellung und diese wird gelöscht. Fidelche geriert sich als der Aufdecker der Leichen im Keller der Linken, mit dem moralischen Zeigefinger deutet er auf vermeintlich faule Äpfel, die infiziert von der braunen Pest, die reine linke Lehre bedrohen. Leider scheint seine moralische Rigidität nicht für ihn selber zu gelten, da er sich nicht zu schade ist, Aussagen und Zusammenhänge zu konstruieren, um andere zu diskreditieren.

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 15:17 @ thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:39 ich habe überhaupt nichts gelöscht. Was soll das für ein Kommentar sein? Meinen Sie den Kommentar vom 26. Mai 2010 15:22? Oder haben Sie einen zweiten Kommentar geschrieben? Bitte etwas vorsichtiger mit Unterstellungen, werte Frau thinktankgirl!Irritiert fidelche

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:21 @fidelche Ach, vor einer Stunde war er noch weg. Und jetzt ist er wieder da.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:43 @sauber-f. sehr interessant. wieso sollte ttg es an den augen haben?

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:05 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:43 Gebenedeite Rahab, ich habe nichts gelöscht. Ich habe noch nie den „Kommentar melden Button“ gedrückt. Ich bin für Meinungsfreiheit. Ob Dein thinktank was an den Augen hat weiss ich nicht.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:09 nun, ich schon, und du weißt auch sehr gut, wo und warum.
oder soll ich deinem gedächtnis auf die sprünge helfen? im übrigen war die rede von deinem cosmos-teil!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 14:47 Hier noch eine Diskussion zu Gesell, vor allem die Kommentare sind lesenwert   switzerland.indymedia.org/de/2003/12/16404.shtml

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:21 und hier noch etwas, das f. lieber liest als kritische nachfragen „friendly hat gesagt… ²Wer Menschenzucht emanzipatorisch nennt, egal zu welcher Zeit, desavouiert sich, da Gesells ”Lösung der Frauenfrage” mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist.“ Dass sehe ich genauso. Die „gute“ Frau „thinktankgirl“ der Freitagscommunity sieht das wohl anders.Für sie ist Menschenzucht emanzipatorisch. Das hab ich schon richtig verstanden, oder? Kopfschütteln reicht da nicht mehr aus! Liebe Grüße CM 21. Mai 2010 14:08 “ f. hat es nicht nötig, solch einer unterstellung zu widersprechen. obwohl es laut und deutlich in seinen blogs zu lesen steht.  aber dass f. unverbesserlich ist, das kann ja auch hier “ 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl 1. Was soll ich richtig stellen? Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten wie „Hochzucht….., emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich… Wenn Sie dies anders sehen ist das Ihre Sache. 2. Verstehe ich Sie richtig. Ihre Sätze „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“, würden Sie heute nicht mehr schreiben. Oder stehen Sie nach wie vor zu dieser Aussage?  3. Die Quelle zu Gesells Verteidigungsrede: Rolf Englert,Silvio Gesell in München 1919 Gauke Fachverlag für Sozialökonimie Seite 88-111 (angegeben in Dittfurths Buch) 4. Ich empfehle Ihnen dringendst das Buch von Jutta Dittfurth, Entspannt in die Barberei – Esoterik (Öko-) Faschismus und Biozentrismus, zu lesen. Vor allem das Kapitel 4: „Der wahrhaft völkisch-gesinnte Mensch haßt den Klassengeist und möchte ein schönes Volksleben. Völkisches Empfinden dultet keine Zinsknechtschaft.“ Silvio Gesell die Freiwirtschaftslehre und Ihre Anhängerinnen Unter anderem geht es in dem Kapitel über Silvio Gesell um die Münchner Räterepublik und die Verteidigungsrede Gesells (längerer Auszug über knapp zwei Seiten der Rede) 5. Silvio Gesells sozialdarwinistische Menschenzucht, mit der „treuen Mutter“, „dem wahrhaft völkisch-gesinnten Menschen“, der den Klassengeist hasst, die „völkisches Empfinden“ propagiert, ist kompatibel zu NS Lebensborn, Mutterkreuz und der NS Volksgemeinschaft. Sollten Sie, mit Verlaub, diese Menschenzucht emanzipatorisch empfinden kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Ihre Positionen zu Gesell sind gewissermaßen ein Highlight in diesem Forum. Dafür danke ich Ihnen, da ich durch Sie viel gelernt habe, wenngleich ich politisch soweit von Ihnen (und Uwe Theel, der offenbar dieselbe Meinung hat) entfernt bin, dass es mathematisch kaum ausdrückbar ist.“ noch mal nachgelesen werden. ich nenne das, was f. da praktiziert, unter anderem funktionalen analphabetismus.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 15:26 @rahab ich nenne das, was f. da praktiziert, unter anderem funktionalen analphabetismus. Ich glaub es ist was Schlimmeres!

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 15:45 na ja, ttg, ich schrieb ja: unter anderem. aber was ist von einem befürworter der ‚avoda iwrit‘ mitsamt ihren bis heute andauernden folgen schon anderes zu erwarten?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 15:55 Ich schrieb zwar – „Damian Bold schrieb am 26.05.2010 um 08:58 Na, dann Züchten Sie mal die Zuchtwahl der blanken Etymologie ohne Sprach-, Theorie- und Gesellschaftskritik weiter. Ich werde die Diskussion nun wegen Geht-ja-gar-nicht-mehr! verlassen. Gute Nacht (heute morgen metaphorisch + etymologisch)“ – möchte mich aber doch noch einmal in eine Diskussion einschalten, die genau die Diskutanten hier wortreich verhindern. Uwe Theel hat in seinem Links-Blog die Fehllektüre meines oben zitierten Ausstiegsstatements hier abgegeben, indem er dort meinte, ich verabschiede mich völlig aus jeder Blog-Diskussion, und dieses mag als die unkontrollierte und/oder bewußte Fehllektüre stehen, die hier im Blog allgegenwärtig ist.
Den Vorwurf, der Beiträger habe Kommentare zu seinem Beitrag gelöscht, ist hanebüchen, weil das ja gar nicht geht, er kann das gar nicht, weil es nicht in seinem Machtbereich steht. Das kann nur der Freitag. Insofern deutet dieser Vorwurf thinktankgirls schon ins Irreale. Auch Ihre Aussage auf meine Replik mit ironisiertem Wissenschaftsausschluß deutete sie völlig falsch und auf eine gar nicht gemeinte Person. Wenn man so liest, ist auch nichts mehr korrigierbar oder richtigzustellen. Insofern sind hier auch die ganzen Punkte von rahab Makulatur, auch wenn sie das schöne Buch von Jutta Ditfurth empfiehlt. Verstehen müßte man das nämlich auch können. Es gibt nämlich viele Gestalten der Weltgeschichte, die sich mit schöner Kunst und nützlicher Wissenschaft als Protz umgaben, aber deren Inhalte gar nicht verstanden haben. Kleineren Gestalten der Geschichte, auch Bloggerinnen, passiert das sichtbar auch. So, und nun zum zweiten Male: Tschüß hier! Auf bald woanders!

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:06 owhe de.be!lesen lesen richtig lesen.f.hatte in seinem cosmos-blog gelöscht. da kann er und Rahab hat nicht Ditfurth empfohlen, sondern einfach nur f.’s post von 27.05.2010 um 15:11 @thinktankgirl im hiesigen blog in gänze kopiert und in “ “ eingesetzt.um zu erhalten, wie f. etwas, was so wie er behauptet nicht zu lesen stand, verstärkt. und forist_innen herabsetzt. vielleicht brille putzen?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 16:34 Mit Wohlwollen lesende Blogger lesen sofort „nochmals empfiehlt“, weil wir hier nicht im Examen sitzen, sondern miteinander diskutieren in schon bekannten Meinungskontexten. Aber so streng und züchtig ist wohl „Eure Welt“ (fildelche).
Und Tschüss, endgültig, liebe ra.ha.be!

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:20 Liebe gebenedeite Rahab,wenn Du Deinem thinktank helfen willst, musst Du mal mit Ihr über Ihren folgenden Satz sprechen:„Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“Am besten geheim. Nur ihr zwei. Am segensreichsten per PN. Und sag ihr dann, dass Du Gesells Theorien nicht emanzipatorisch siehst. Dir „glaubt“ sie es.Viele liebe Grüße in Eure Welt  fidelche

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:32 f!  kannst du vielleicht mal damit aufhören, mich in aller öffentlichkeit anzubeten! ich denke, wir waren uns darin einig, dass meine göttin-lichkeit vorerst noch unser gemeinsames süsses kleines geheimnis bleiben soll. und nun verrätst du alles! also: @all fidelches göttin heißt Rahab.
er verehrt sie morgens, mittags, abends, nachts, kennt nicht rast noch ruh und opfert ihr nach jedem nächtlichen erguß zwei turteltäubchen. dabei sag ich ihm dauern, dass ich wachteln viel lieber mag!

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 16:40 Meine Göttin heißt Ra.be. Den Beruf verrate ich nicht. Er steht ja schon ohne Geheimnis da. Oh, ha.be ich schon wieder mein Tschüss-Versprechen säkularitisiert? Es erwartet die Gerichtsverhandlung in ferner Welt: de.be

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 16:39 @Rahab Das Geheimnis hast Du nun preisgegeben! Das mit den Wachteln hab ich nicht mitbekommen. So wie Du die Turteltauben jedes Mal hinuntergeschlungen hast, dachte ich, Du freust Dich darüber.jetzt klär das aber schnell mit Deinem thinktank ab.Bussi fidelche

@all
Während sich Rahab mit seinem thinktank unterhält, möchte ich nochmal was „konkretes“ beitragen. Stefan Frank hat offenbar meinen Fußballblog und den Proudhon Blog gelesen. In der neuesten Konkret (6/2010) schreibt er auf Seite 12 – Public Enemy – Sind internationale Währungsspekulanten Schuld an der Finanz- und Euro-Krise und also „unsere Gegner“ (Merkel)?Er stellt in seinem Text sehr viele interessante Fragen: Was ist mit jemandem, der vergangenen Jahres darauf gewettet hat, dass der FC St. Pauli in die erste Bundesliga aufsteigt? Wenn reich werden so einfach ist, warum machen es dann nicht alle? Gibt es solche Milliardäre nur in Texas oder auch im Ruhrgebiet? Welche Werte soll der Spekulant den eigentlich „vernichtet“ haben? Er schreibt dann:“ Die Spekulanten wetten gegen andere Spekulanten.“ …Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:09„…Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren…“ Wieso? Bist du auf seinem Blog als Kommentator ausgesperrt?

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:24 @ luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:09 Ich nicht luggi, Du vielleicht schon. Ich hätte gerne hier mit ihm diskutiert. Bei einer Diskussion hier in der FC über regressive Kapitalismuskritik von Proudhon über Gesell bis zur aktuellen Politik, mit einem Rainer Kühn, wäre der aufklärerische Charakter noch höher gewesen. Für mich wäre es zudem nicht so anstrengend.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 17:31 na, denn kann er ja zu deinem Blog gehen und er wird niemals von rahab gestört
Es steht ja auch der gleiche Text in deinem Blog und Uwe Theel könnt ihr auch einladen. Kannst auch periodisch Links setzen und Interessierte können dich dann dort besuchen und diskutieren; endlos; ohne Mahnungen.

Magda schrieb am 27.05.2010 um 17:33 „Sind internationale Währungsspekulanten Schuld an der Finanz- und Euro-Krise und also „unsere Gegner“ (Merkel)? Er stellt in seinem Text sehr viele interessante Fragen: Was ist mit jemandem, der vergangenen Jahres darauf gewettet hat, dass der FC St. Pauli in die erste Bundesliga aufsteigt? Wenn reich werden so einfach ist, warum machen es dann nicht alle? Gibt es solche Milliardäre nur in Texas oder auch im Ruhrgebiet? Welche Werte soll der Spekulant den eigentlich „vernichtet“ haben? Er schreibt dann:“ Die Spekulanten wetten gegen andere Spekulanten.“ …Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.“ Er stellt humoristische Fragen. Und weiß selbst sicher die Antwort, nur Du weißt sie nicht. Solange die Verluste, die durch Fehlspekulationen bei den Banken entstehen, durch öffentliches, reales Geld ausgeglichen werden, stimmt eben genau diese Aussage nicht. Und solange Finanzmärkte und Banken zu genau diesem öffentlichen Ausgleich ihrer Verluste erpressen können, weil sie mit Kreditbremse drohen können, so lange bestehen die von diesem Frank nicht erkannten Gefahren. „Aber leider ist Rainer Kühn nicht mehr da. Mit ihm könnte ich über den Text diskutieren.“ – solche Sätze passen genau in das Bild das ich von Dir – oder von Euch – habe.

Uwe Theel schrieb am 27.05.2010 um 22:25 @ luggi am 27.05.2010 um 17:31Lieber luggi,danke für Deinen Vermittlungsbemühungen um einen EEinladung bei F. Ich gehe aber, wenn überhaupt nur zu Einladungen, die a priori vom Einladenden selbst ausgesprochen werden und dann auch nur, wenn es eine gewisse Verbundenheit gibt oder geben könnte, es intellektuell anregend wäre und sonst einfach Spaß machte. Da RK mich seit Wochen und Monaten ungefragt gegen jedes Gesetz und mit Namensnennung in seinen Blogs schon zitiert (damit übrigens auch Rechte des Freitag verletzt) , er hält dies wohl für einen Art Dokumentation, F. dasselbe in obskurer Sammelwut auf seinem PC tut, glaube ich nicht, dass ich da noch groß was dazufügen müsste

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 wozu soll ich noch mit ttg abklären, dass f. turteltauben nicht von wachteln unterscheiden kann? du hast es eingeräumt.tja. auch da: nicht richtig gelesen, nicht richtig zugehört.wohl von nem kuehnen reiner geträumt?dabei, du weißt doch, dass beieinanderliegen von männlichen in form von löffelchen…. nur in meinem beisein!

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien. Im Vorgängerblog hat sie geschrieben: „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“. Mit Gesells Begrifflichkeiten wie, „Zuchtwahlrecht“, „Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigen Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben“ , hat sie offensichtlich keine Probleme. Sie schreibt: „Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.“ Außerdem zweifelt sie den Inhalt Gesells Verteidigungsrede in München an. Auszug a. Gesells Rede: .. „Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte .. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. .. Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft.“ Bitte Rahab, unternimm was. Danke fidelche

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:22 schau mal hier: derFreitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen.Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 17:33 Ich sehe aber keine Unterstellung, sondern eine eindeutig nachvollziehbare Interpretation von thinktankgirls Einlassungen. Muss ich hier mal sagen.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:44 nun, ttg sieht das anders. und ich sehe es auch anders. ttg verweist auf das, was sie geschrieben hat – in einem zusammenhang, der leider nicht mehr in gänze nachvollziehbar ist, weil der thread etwas ‚bereinigt‘ wurde. und sie verweist darauf, dass sie den hintergrung einer der ideen gesells erklärt hat. eine interpretation, wie f. sie vornimmt – und du nun auch – hat sie nicht geschrieben. die wird in das, was sie schrieb, nicht heraus- sondern hineingelesen. das ist, milde gesagt, unredlich. aber so, wie f. sich hier insgesamt zu denen, welche seine und zwar ganz genau nur seine auffassung nicht teilen, äußert, stellt dieses hineinlesen einen politischen ruf-mord dar. und da hätte mensch hier gern eine bitte um entschuldigung oder dergleichen gelesen.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:47 der ‚hintergrung‘ war als ‚hintergrund‘ gemeint.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 21:43 Fidelche, ich habe langsam die Schnauze voll, von deinen Diffamierungsaktionen. Ich würde das inzwischen als gezielte Hetze bezeichnen!Und hier ist fidelche schon wieder: fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien. Hier schon wieder eine unwahre Behauptung. Ich verlange, daß sie sofort korrigiert wird!

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:05 @ ttg achtermann hat doch irgendwo geschrieben, worum es geht, im Kern. Es geht gegen Grüne und Sozialdemokraten. Dass die Linke auch noch Fett wegkriegt, ist nicht ganz deutlich ersichtbar. Deswegen wird ein „Popanz“ mit Theorien aufgeführt, die kaum jemand kennt und die demjenigen untergeschoben werden. Ist aber nicht verwunderlich für radikale Ökolinxe Positionen. Diese Typen fordern in Diskussionen von dir immer Argumente, bringen aber selbst nichts außer irgendwelcher Kritik.
Am besten, Ignoranz.

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 22:24 @luggi Meiner Meinung nach werden hier Methoden der Hetze angewandt gegenüber Theorien und Personen, statt sich wirklich mit der Freigeld/Freiland-Theorien auseinanderzusetzen, die ich selber auch nicht kenne. Aber die Methode verrät den Charakter des Anklägers.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:29 Wer unmißverständlich schreibt, muß mit unmißverständlichen Reaktionen rechnen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:32 „Rahab schrieb am 27.05.2010 um 17:44
nun, ttg sieht das anders. und ich sehe es auch anders. ttg verweist auf das, was sie geschrieben hat – in einem zusammenhang, der leider nicht mehr in gänze nachvollziehbar ist, weil der thread etwas ‚bereinigt‘ wurde.“ Dann soll sich thinktank doch bei der Redaktion bedanken; oder dort eine Entschuldigung einholen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:36 Dazu paßt: „Uwe Theel schrieb am 27.05.2010 um 22:25
@ luggi am 27.05.2010 um 17:31 Lieber luggi, danke“ … wo beschrieben wird, wie genau dieser Löschungspraxis entgegengewirkt wird: durch Tranfers in sichere Gefilde, zu welchen späteren Zwecken auch immer.    Das ist doch alles irre! Wo sind wir hier denn!!!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 22:47 @Damian Bold Wer unmißverständlich schreibt, muß mit unmißverständlichen Reaktionen rechnen.Ja, ich habe unmißverständlich am 25.05.2010 um 21:02 nicht von „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch geschrieben und wer mir das unterstellt muß mir unmißverständlichen Reaktionen rechnen.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 23:00 @ Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:36     kannst du das mal etwas spezifizieren, weil, die Deutungsmöglichkeiten sind vielfältig

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:06 Ohne noch mal nachzuschauen – wie gesagt, wir sind hier nicht in der Uni -: Sie haben diesen Satz mit emanzipatorisch – reaktionär/früher – heute geschrieben und Passagen Gesells zitiert und verteidigt, die im Diskussionskontext nicht zu verteidigen sind, es sei denn, man will sich damit außerhalb dieser Diskussion positionieren. Für mich haben Sie das mit Ihren Einlassungen getan. Vielleicht aber wollten Sie auch nur gegen Fidelche sein, und die politischen Mittel waren gerade egal. Was weiß ich!

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:40 @ rahab Was genau ist ein als ‚hintergrund‘ gemeinter ‚hintergrung‘?

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:42 Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:06  Ohne noch mal nachzuschauen – wie gesagt, wir sind hier nicht in der Uni -: Sie haben diesen Satz mit emanzipatorisch – reaktionär/früher – heute geschrieben und Passagen Gesells zitiert und verteidigt, die im Diskussionskontext nicht zu verteidigen sind, es sei denn, man will sich damit außerhalb dieser Diskussion positionieren. Für mich haben Sie das mit Ihren Einlassungen getan. Vielleicht aber wollten Sie auch nur gegen Fidelche sein, und die politischen Mittel waren gerade egal. Was weiß ich! Häh?? Wir sind hier nicht an der Uni? Sollen wir uns hier auf dem Niveau einer RTL-Talkshow bewegen? Ich habe einen Uniabschluss und zufälligerweise in dem Gewässer, in dem wir hier rumschippern. Wenn Sie keine Ahnung von der Materie und von wissenschaftlichem Arbeiten haben, ist das kein Problem, aber pieseln sich mich bitte nicht an, wegen Analysen, die Sie nicht verstehen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:42 Etwa das nicht klar Sich-Zu-und-Eingestehenkönnen eines Schreibfehlers?

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:48 de.be  ein hintergrung ist das, was deine frage offenbart, nämlich ein mangel an hintergrund

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:58 Was haben Sie denn für einen Abschluss? Major der Innenpolitik oder Feldweblin der Panzerwaffe? Und wieviele Umdrehungen macht man dann so?

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:00 oh oh! wird nen abschuß gewünscht?

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:01 Ich sehe SIE eher auf dem Niveau von RTL II bis drei, und nehme obige Metaphern des Militärwesens mit dem vorzüglichen Ausdruck des Bedauerns zurück.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:02 Rahab, verpissen Sie sich mal. Ich rede hier mit einem ThonkTankGirl.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 00:12 Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:02  Rahab, verpissen Sie sich mal. Ich rede hier mit einem ThonkTankGirl   Die Charaktermaske fällt.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:17 nu mach dich ma nich so wichtig, de.be.du bist hier auch nur ein schmock unter vielen.außerdem muß ich sagen: bei schmocks, die so auf dem gesell’schen zuchtwahlrecht der frauen rumhacken, wandelt mich immer der verdacht an, dass sie außer pinke-pinke nix zu bieten haben. daher das geschrei!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:44 Jawoll, Herr Rabe!

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 21:57 Ich verlange, daß sich Fidelche seine Unterstellungen vom 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken. endlich zurücknimmt!

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:10 also fidelche, öffentliche Buße … oder braucht’s einer Argumentationshilfe?

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:24 Das ist doch verrückt.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:26 Oder muß Papa jetzt zum Kinde sagen: Kind nun endschuldige Dich mal beim anderen Kind. Das schreit so. Damit es aufhört zum Schreien.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:33 Wenn es hilft, gerne, dann muss Mama oder Papa eingreifen.

luggi schrieb am 27.05.2010 um 22:36 lieber Damian, hab’s zu spät gesehen, also, dein „endschuldige Dich mal“; also wenn’s dann ein Ende haben täte.

Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.05.2010 um 22:39 …oder der liebe gott. sry, „die göttin“. Rahab schrieb am 27.05.2010 um 22:47 die redaktion tät reichen (trockenen tones zu lesen)

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:10 Kindergarten Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:17
wer?

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:30 @damian bold Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 22:26
Oder muß Papa jetzt zum Kinde sagen: Kind nun endschuldige Dich mal beim anderen Kind. Das schreit so. Damit es aufhört zum Schreien. Wieder ein Versuch Fidelches Verbreiten von Unwahrheiten zu beschönigen.

Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:35 Wer nicht mehr zu seinen Äußerungen stehen will, soll das einfach sagen, nicht aber die bezichtigen, die nur wiederholend sagen, was einer gesagt hat.

Rahab schrieb am 27.05.2010 um 23:38 na klasse! noch so’n autoritärer charakter

thinktankgirl schrieb am 27.05.2010 um 23:59
@Damian Bold Damian Bold schrieb am 27.05.2010 um 23:35 Wer nicht mehr zu seinen Äußerungen stehen will, soll das einfach sagen, nicht aber die bezichtigen, die nur wiederholend sagen, was einer gesagt hat. Mein Original: thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 das ist ein Zitat aus Fidelsches Text:Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht mit eugenischen Zielen. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen. Die Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.“

Meine Erwiderung darauf:Fidelche mischt Aussagen, die im Originaltext in einem anderen Kontext und rund 10-12 Seiten entfernt stehen:Fidelsches OriginaltextDie Pachtzahlung erfolgt zunächst an den Staat „und wird restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt“, als „Mutterrente“. =Meine Antwort:Erscheint als Punkt 6 einer Aufzählung, in der u.a. alle Menschen, egal welcher Rasse und Religion, als gleichberechtigt betrachtet werden.Meine Quelleia351408.us.archive.org/0/items/DieNatrlicheWirtschaftsordnung/GesellSilvio- DieNatuerlicheWirtschaftsordnung1949256S..pdf S. 50/51

2.1. Der Sinn des Wortes Freiland1. Der Wettstreit unter den Menschen kann nur dann auf gerechter Grundlage ausgefochten werden und zu seinem hohen Ziele führen, wenn alle Vorrechte auf den Boden,private wie staatliche, aufgehoben werden.2. Der Erde, der Erdkugel gegenüber sollen alle Menschen gleichberechtigt sein, und unter Menschen verstehen wir ausnahmslos alle Menschen – ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der Bildung und körperlichen Verfassung. Jeder soll dorthin ziehen können, wohin ihn sein Wille, sein Herz oder seine Gesundheit treibt. Und dort soll er den Altangesessenengegenüber die gleichen Rechte auf den Boden haben. Kein Einzelmensch,
kein Staat, keine Gesellschaft soll das geringste Vorrecht haben. Wir alle sind Altangesessenedieser Erde.3. Der Begriff Freiland läßt keinerlei Einschränkung zu. Er gilt unbeschränkt. Darumgibt es der Erde gegenüber auch keine Völkerrechte, keine Hoheitsrechte und Selbstbestimmungsrechteder Staaten. Das Hoheitsrecht über den Erdball steht dem Menschen,nicht den Völkern zu. Aus diesem Grunde hat auch kein Volk das Recht, Grenzen zuerrichten und Zölle zu erheben. Auf der Erde, die wir uns im Sinne von Freiland nur alsKugel vorstellen können, gibt es keine Waren-Ein- und Ausfuhr. Freiland bedeutet darumauch Freihandel, Weltfreihandel, die spurlose Versenkung aller Zollgrenzen. Die Landesgrenzensollen nur einfache Verwaltungsgrenzen sein, etwa wie die Grenzen zwischen deneinzelnen Kantonen der Schweiz.4. Es folgt aus dieser Freiland-Erklärung auch ohne weiteres, daß die Ausdrücke“englische Kohle, deutsches Kali, amerikanisches Petroleum“ usw. nur die Herkunft dieserErzeugnisse bezeichnen sollen. Es gibt keine englische Kohle und kein deutsches Kali.Denn jeder Mensch, gleichgültig welchem Staate er angehört, hat das gleiche Recht aufdie „englische Kohle“, das „amerikanische Erdöl“ und das „deutsche Kali“.Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung515. Die Übergabe des Bodens an die Bebauer erfolgt auf dem Wege der öffentlichenPachtversteigerung, an der sich jeder Mensch beteiligen kann, und zwar ausnahmslos jederBewohner der Erdkugel.6. Das Pachtgeld fließt in die Staatskasse und wird restlos in Monatsbeträgen unter dieMütter nach der Zahl der Kinder verteilt. Keine Mutter, einerlei woher sie kommt, kannvon diesen Bezügen ausgeschlossen werden.
7. Die Einteilung des Bodens richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Bebauer. Alsokleine Ackerteile für kleine Familien und große Ackerteile für große Familien. Auch großeLandstrecken für Genossenschaften, für kommunistische, anarchistische, sozialdemokratischeKolonien, für kirchliche Gemeinden.8. Die Völker, Staaten, Rassen, Sprachgemeinschaften, religiösen Verbände, wirtschaftlichenKörperschaften, die auch nur im geringsten den Freilandbegriff einzuengensuchen, werden geächtet, in Bann getan, und für vogelfrei erklärt.9. Die Ablösung der heutigen Privatbodenrente erfolgt auf dem Wege der vollen Entschädigungdurch Ausgabe einer entsprechenden Summe von Staatsschuldscheinen.

Fidelscher Orginaltext Die „Vorrechte bei den Geschlechtern“ sind aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewährt den Frauen das freie Wahlrecht, laut Gesell, „nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der Natur.  Meine AntwortDieser Teil wird erst 12 Seiten später in einem anderen Zusammenhang behandelt:Meine QuelleS.64/65Man braucht sich also nur in dieLage einer schwangeren Proletarierin zu versetzen, die von der ganzen Natur ringsumnichts hat, wo sie ihr Kind hinlegen kann, um zu erkennen, daß, wenn es schon einmal in der jetzigen Volkswirtschaft nicht ohne Abgrenzungen und Grundrenten geht – dieseGrundrente dann unverküzt den Müttern zusteht:Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würdenetwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne Silvio Gesell – Die Natürliche Wirtschaftsordnung 65 unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigcn Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. –  Meine Schlussfolgerung  Hier geht es nicht um eugenische Ziele, denen sich die Frauen zu unterwerfen haben, sondern darum, ohne Versorgungsprostiution mit Männern, die sexy sind, Kinder zu machen. Frauen wird ja heute immer wieder vorgeworfen, daß sie zwar mit den interessanten wilden Kerlen gerne rummachen, aber sich dann in die Versorgungsehe flüchten, um das Kuckuckskind aufzuziehen.  Das waren meine Äußerungen, Damian Bold, ich hoffe es ist für Sie erkenntlich, daß ich nirgends  – „Hochzucht des Menschengeschlechts“, -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ – „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ als emanzipatorisch bezeichnet habe, wie es Fidelche behauptet.

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:45 Wo kommt eigentlich das ‚thinktank‘ im Namen her? Aus der Uni-versitäterä???

Leif Miles schrieb am 28.05.2010 um 00:00 Leute, das sind jetzt über 200 Einträge! Ab einer bestimmten Anzahl von Kommentaren ist alles schon gesagt worden, wiederholt worden, zerredet worden, gewollt/ungewollt missverstanden worden… Ab einer bestimmten Anzahl von Kommentaren ist Streit die natürliche Folge…
Angesichts dessen wäre eine Begrenzung/Selbstbegrenzung der Kommentare nicht sinnvoll?

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:06Hier schon, und schon lange. Ein guter Einwurf am Schluss.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 00:49 deimi!viel spaß noch – ich geh jetzt mal Narkiss!

Damian Bold schrieb am 28.05.2010 um 00:53 Und komm bloß nicht wieder.

weinsztein schrieb am 28.05.2010 um 02:52 @fidelche Mein Dank (weiter oben) an Sie war vorschnell, er sei hiermit zurück gezogen. Vor allem die Verallgemeinerungen, für die ich mich vor der Freitag Community entschuldige. Ihr blog zu Bayern München gefiel mir, manche Reaktionen auf den obigen blog hatten mich gestört. Aber:Nun bestätigen Sie meine früheren Einschätzungen zu Ihrer Bloggerei, als ich Sie noch für einen kämpferischen Gymnasiasten hielt, der sich seine Provokatiönchen ergoogelt, um Linke zu necken oder gar vorzuführen. Irgendwie eklektizistisch und rührend.Ihre Reaktionen auf Diskutanten hier widern mich an. Sie diffamieren und zitieren verfälschend. Wie erbärmlich!Den Krieg, den Sie hier führen wollen, werden Sie verlieren wie andere Feldherren, die hier quasi göllernd auftrumpfen wollten. Liebe Grüße an thinktankgirl, an Rahab, goedzak … weinsztein

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 09:24 Ich verlange, daß sich Fidelche seine Unterstellungen vom 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02  Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.  sowie seine neueste vom 27.05.2010 um 17:10

fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47 Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien..  sofort zurücknimmt und hier öffentlich erklärt, daß diese Aussagen von mir nicht gemacht wurden!

fidelche schrieb am 28.05.2010 um 10:03 @thinktankgirl   Wir sind uns also einig, Begrifflichkeiten wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ entlarven Silvio Gesells Theorien als sozialdarwinistisch, rassistisch und können mit Rassenhygiene (Eugenik) in Verbindung gebracht werden.
Ich gehe davon aus dass Du viele Deiner Aussagen nicht mehr wiederholen würdest, wie beispielsweise die vom 18.05.2010 um 09:09 : „Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen“ Wenn das alles zutrifft, verspreche ich, Dich in diesem Blog nicht mehr mit Silvio Gesells Theorien in Verbindung zu bringen.Ich fahre heute Nacht in die Toscana, habe kaum mehr die Zeit näher auf alle Kommentare einzugehen. Ich werde aber bei einem Glas Wein auch an Dich denken.PS: Dein Angebot des „Du“ vom 27.05.2010 um 21:43 hab ich schon richtig verstanden, oder?   Gruß fidelche

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 10:28ich finde, es reicht!das obige von f. vom 28.05.2010 um 10:03 bewegt sich nicht mal mehr im rahmen dessen, was gemeinhin die kunst der gegendarstellung genannt wird – sondern ist die fortsetzung einer im zusammenhang der fc üblen diffamierung. nunmehr auch nicht mehr aus versehen sondern mit absicht. also wider besseres wissen. also ausdrücklich wollend, dass ttg bei allen, welche hier mal reinlesen, als die im gedächtnis bleibt, welche gesell für einen auch heute noch nachahmenswerten protagonisten von frauen=menschen-schlechthin-befreiung hält.das ist infam! denn alle beteiligten – bis auf f. und dessen claqueure – wissen, dass sie dies nicht geschrieben hat und auch noch nie sozialdarwinistische, letztlich andere menschen eliminierende, thesen oder praktiken verteidigt hat. ganz im gegenteil.ich erwarte nun von der redaktion, dass sie sich dazu verhält – und zwar nicht mehr verhalten zurückhaltend! – dass f. auch ihr auf der nase rumtanzt.konkret: ich erwarte von der redaktion, dass sie sich in einem solchen fall von übler nachrede und rufmord schützend vor die (den) betroffene(n) stellt. sichtbar. nachlesbar. fühlbar für den übel-nachreder und rufmörder!und an f: was du hier veranstaltest, hat mit aufklärung nicht das geringste mehr zu tun – aber alles mit dressur und unterwerfung bis hin zu liquidation. mir scheint, du hast von unter anderem gesell und den anderen von dir so gern inkriminierten autoren mehr übernommen als dir bewußt ist und lieb sein kann! um es noch deutlicher zu sagen: du betreibst das, was manche euphemistisch sozialdarwinismus nennen. du betreibst „Selektion“! in meinen augen trittst du hier in der fc als ein dr.mengele und ein eichmann auf. widerwärtig.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 10:47@rahab  Rahab schrieb am 28.05.2010 um 10:28 ich finde, es reicht!das obige von f. vom 28.05.2010 um 10:03 bewegt sich nicht mal mehr im rahmen dessen, was gemeinhin die kunst der gegendarstellung genannt wird – sondern ist die fortsetzung einer im zusammenhang der fc üblen diffamierung. nunmehr auch nicht mehr aus versehen sondern mit absicht. also wider besseres wissen. also ausdrücklich wollend, dass ttg bei allen, welche hier mal reinlesen, als die im gedächtnis bleibt, welche gesell für einen auch heute noch nachahmenswerten protagonisten von frauen=menschen-schlechthin-befreiung hält. Ich bin soweit, rechtliche Schritte einzuleiten.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 11:27 von der redaktion erwarte ich im übrigen, dass sie ttg den vorgänger-blog/thread fidelches komplett übermittelt. auf dass sie den nachweis führen kann, dass und wie f. postings verdreht, aus dem zusammenhang reißt und womöglich sogar auch verfälscht!

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 11:49 @rahab Ich glaube kaum, daß die Redaktion den Vorgängerthread irgendwo vollständig abgespeichert hat, der wurde sicherlich entsorgt.

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 11:55 frag an!

Rahab schrieb am 28.05.2010 um 12:12 hier ist übrigens das, was du geschrieben hattest:thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:40
@ navetta Sehe ich genauso! Außerdem muß man die monierten Früh-/Spät-/Sonstige-Sozialisten auch in ihrem kulturellen Kontext lesen. Was heute als reaktionär o.ä. gilt, war damals der letzte Schrei und absolut modern. Wenn die „Linke“ sich nur noch durch Haarspaltereien auszeichnet, und nicht durch (gelebte) Alternativen, dann sind wir wirklich beschissen dran. Außerdem halte ich Blogs in Fidelchescher Manier für völlig kontraproduktiv. —den rest, soweit ich ihn ‚retten‘ konnte, schick ich dir!
selbst aus diesem rest wird ersichtlich, dass f. eigentlich gegen columbus anwettert, auf den du mit kurzen anmerkungen bezug genommen hast.aber…. gegen columbus? uiuiuijuijui! da muß man gaaanz mächtig viel schreiben, denn der schreibt immer gaaaanz mächtig viel zurück.so gesehen ist das hier auch noch ein lehrstück über mangelnde traute, vulgo: feigheit.

Phineas Freek schrieb am 28.05.2010 um 14:46 …gibt es überhaupt irgendwo eine Begründung für das Versenken ganzer Kommentarstränge seitens der Betreiber hier? – oder ist das mittlerweile hier gängige Praxis?…

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 17:54 @phineas     Ich glaube, für die Redaktion ist das Versenken die sauberste Art, beleidigendes Material aus der Welt zu schaffen.Problematisch ist daran, daß kollateral auch friedliche, aufklärende Posts, die sich in der Nähe des Beleidigers befinden, verschwinden.Und noch problematischer finde ich, daß „Beweismaterial“ verschwindet, da durch die Löschung der beleidigende Nutzer, wieder eine weiße Weste bekommt.Es bräuchte eine Giftkammer, wo das Zeugs sichergestellt wird.

Phineas Freek schrieb am 28.05.2010 um 20:06 Danke Dir für die Antwort.Leider ist durch dieses unbegründete Wegputzen von Beiträgen eben auch nicht mehr nachvollziehbar, welches Statement nun als „beleidigend“ oder „auf Versehen“ kassiert wurde.Da auch Kommentare von mir dabei waren, hats mich halt „nachdenklich“ gemacht.Ist ja kein Beinbruch.PS Diese auf „links“ getrimmten neokonservativen Seilschaften sind schlicht auf Provokation angelegt – das sollte man schon wissen, wenn man sich auf sowas einläßt – ob die sich nun „israelsolidarische Antifaschisten“, „Kritiker des linken Antisemitismus“ oder „Antideutsche“ nennen.Von einem ex-linken Randphänomen sind sie inzwischen zu einem ultra-rechten Machtfaktor geworden, der in breiter Front gegen Linke vorgeht.In der Rosa-Luxemburg-Stiftung haben sie ein festes und einflussreiches Standbein. Sie verfügen über erhebliche Finanzmittel. Ein fraktionsübergreifendes Netzwerk von Bundestagsabgeordneten (Linke, SPD und Grüne) setzt sich für Kriegseinsätze der Bundeswehr im „Krieg gegen den Terror“, gegen „Antiamerikanismus“ ein und für bedingungslose Solidarität mit der Netanjahu-Regierung.
Militant gehen sie gegen linke Internationalisten vor, selbstverständlich auch gegen die israelische Linke, die es wagen, die ultra-rechte israelische Regierung zu kritisieren. Kritik am Kapitalismus ist für sie „struktureller Antisemitismus“. Bei sozialen Protesten und Kämpfen sprechen sie vom „rot-braunen Mob, den man mit allen Mitteln zu bekämpfen müsse“. Jede Form des Pazifismus sei Kumpanei mit einer „antisemitischen Internationale die von Ahmadinedschad bis Chavez reicht““Dieses Verständnis des Kapitalismus ist verkürzt und damit strukturell antisemitisch“ so oder ähnlich klingt es dann immer, wenn Kritiker der kapitalistischen Ordnung die Profiteure dieser Ordnung beim Namen nennen.Kapitalismus, heißt es dagegen aus der Szene, sei ein „abstraktes System“, in dem es Kapitalisten gar nicht gebe. Wer das trotzdem behaupte, personifiziere das „apersonale“ System – wer von Kapitalisten rede, meine eigentlich „die Juden.“ Antikapitalismus und Antiimperialismus werden so als „antisemitisch“ diskreditiert usw…Dies ist eine Spielart neokonservativer und antikommunistischer Herrschaftsideologie, die der „Barbarei“ sozialistischer Politikmodelle die „Freiheit der Märkte“ gegenüber stellt.Das ist Klassenkampf von oben.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 22:15 @phineas    Kann deiner Analyse nur zustimmen.  Allein der Ausdruck „struktureller Antisemitismus“ ist für mich Humbug.   Antisemitisch heißt Diskreditierung + Diffamierung einer Gruppe Menschen, die aus Juden besteht. Punkt. Alles andere sind Konstruktionen, die an den Haaren herbei gezogen sind und einer logischen Analyse nicht standhalten können:  Aussage a)Kapitalismus und/oder Zinswirtschaft wird kritisiert, ohne damit eine bestimmte Gruppe Menschen in Verbindung zu bringen.  Aussage b) die Nazis haben die Juden als Kapitalisten und Zinswucherer verunglimpft  a) und b) sind zwei einzeln stehende Aussagen, die keinen gemeinsamen Verbindungspunkt haben, somit kann die Kritik am Kapitalismus nicht automatisch „strukturell antisemitisch“ sein.  Stünde hingegen in Aussage a):  Die Kapitalisten und die Zinswucherer sind Juden, dann könnte direkt der Bogen zur Aussage b) geschlagen, und Aussage a) als antisemitisch eingestuft werden.  Es geht hier wirklich um neokonservative Herrschaftsideologie, die jegliche Kritik mit dem Argument Antisemitismus und Nazi-Ideologie ersticken will.

thinktankgirl schrieb am 28.05.2010 um 10:40 @ fidelche Ich verlange, daß Sie mit der Lügenkampagne gegen mich aufhören und Ihre Beiträge zurücknehmen, in denen Sie mir in diffamatorischer Absicht Aussagen unterstellen, die von mir nie gemacht wurden:  fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10
@Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47    Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien.. 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.

B.V. schrieb am 28.05.2010 um 11:20 Diese „Analyse“ hätte auch von Karl Eduard von Schnitzler (Der schwarze Kanal) stammen können, ein reines Propagandamachwerk aus genehmen Versatzstücken dekonstruiert und zu einer „Wahrheit“ zusammengesetzt, die die Angelegenheit in ein Licht rückt, wie man es gerne haben möchte.

Erdlingsdings schrieb am 28.05.2010 um 19:56 Grüße, Eine Handvoll Beiträge zum Thema und ein Ozeandampfer voller Beleidigungen und gegenseitiger Diffamierung…echt cool.. Da kann ich auch bei mir in Neukölln am Kiosk Bier trinken und dem Gequassel der Hardcorealkis zuhören…^^ Na ja..irgendwie hat ja beides nen gewissen (skurrilen bis morbiden) Unterhaltungswert.

hinrich brave schrieb am 29.05.2010 um 00:31 ich denke, „unterhaltungswert“ hat das nicht mehr. spätestens seit den wiederholenden drohungen von thinktankgirl und allerspätestens seit dem unfassbaren vergleich von Rahab am 28.05.2010 um 10:28 sind hier die reste von diskussion am boden. und was insbesondere rahab sich geleistet hat, ist eine verhöhnung der ns-ermordeten und ein vorwurf gegen fidelche, für den gar keine worte da sind. beleidigung, diffamierung, ideologiekeulen gegen den beiträger, auf einem doch eher linken diskussionsforum. und das. nicht moderiert. unfassbar.

Leif Miles schrieb am 29.05.2010 um 00:42 @hinrich brave    Es wird nicht zum ersten Mal festgestellt, dass einige Blogger/Innen gleicher sind als die anderen…

Leif Miles schrieb am 29.05.2010 um 00:49 Vielleicht hängt es auch nicht mit dem Wort „gleicher“ zusammen, sondern mit dem Wort „irgendwie“: einige sind links und andere irgendwie links..

Rahab schrieb am 29.05.2010 um 01:05 braver hinrich     nein, unterhaltungswert hat das wirklich nicht mehr.   denn so unfassbar ist mein vergleich nicht, dass f. an einer rampe sortiert… ich bin, so ganz nebenbei persönlich betroffen. so heißt das doch heutzutage.

Erdlingsdings schrieb am 29.05.2010 um 01:57 Hmm, ich finde ja beide Fraktionen sollten sich mal etwas zurücknehmen und darüber nachdenken worin die Motivation besteht hier was posten. Im Eifer des Gefechts werden so manche Dinge gesagt die einem hinterher Leid tun (geht mir jedenfalls so). Ich kenn weder die einen noch die anderen, da ich hier neu bin, aber mein unerschütterlicher Glaube an den Menschen sagt mir das weder fidelche ernsthaft glaubt das thinktankgirl faschistische Positionen bezieht, noch Rahab in fidelche einen neuen Mengele erblickt.
Friede sei mit euch^^

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 11:58 hinrich brave schrieb am 29.05.2010 um 00:31   ich denke, „unterhaltungswert“ hat das nicht mehr. spätestens seit den wiederholenden drohungen von thinktankgirl   Ich verbitte mir, daß Sie meine Forderung nach Zurücknahme von Unterstellungen durch Fidelche als Drohungen bezeichnen.   Auch die Freitags-Redaktion hat Fidelche aufgefordet meiner Bitte nachzukommen.   Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56   Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 12:13 das obige ist an   @ hinrich brave gerichtet.

hinrich brave schrieb am 30.05.2010 um 01:31 rahabs „rampe“ um ein uhr fünf bringt den antisemitismus der katzen hier nochmals auf den unfaßlichen punkt. statt einhalten und bedenken bedenkenloses weitermachen in steigerung.  nein danke. hier verabschiede ich mich, – in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.

thinktankgirl schrieb am 30.05.2010 um 07:44 @hinrich brave    in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.Gut, daß jetzt klar ist, daß du hier gezielte Unterstellungen und freie erfundene Zusammenhänge von fidelche unterstützt.Hoch lebe die Lüge als politisches Kampfinstrument!

thinktankgirl schrieb am 30.05.2010 um 07:58 @hinrich brave     in aller solidarität zum beitrag und zu den kommentaren fidelches.Gut, daß jetzt klar ist, daß du hier gezielte Unterstellungen und frei erfundene Zusammenhänge von fidelche unterstützt.Hoch lebe die Unwahrheit als politisches Kampfinstrument!Aber wenn du von Antisemitismus sprichst, dann denke daran, daß dieser Begriff u.a. die Verbreitung von diffamierenden Unwahrheiten über Juden enthält. Und vielleicht fällt Dir dann auf, was du tust, wenn du dich mit Fidelches Unterstellungen gegenüber mir solidarisierst.

thinktankgirl schrieb am 29.05.2010 um 12:09 Ich warte immer noch darauf, daß fidelche die Beiträge zurücknimmt, in denen er mir in diffamatorischer Absicht Aussagen unterstellt, die von mir nie gemacht wurden: Es geht vor allem um folgende 2 Posts: fidelche schrieb am 25.05.2010 um 23:59: @thinktankgirl schrieb am 25.05.2010 um 21:02 Wer Begrifflichkeiten wie, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ um nur einige zu aufzuzählen, emanzipatorisch nennt, disqualifiziert sich um es mal vorsichtig auszudrücken.Das zweite Post hat er noch nachgelegt, obwohl er von der Redaktion am 27.05.2010 um 16:56 gebeten worden, ist meine Bitte nach Richtigstellung des oben zitierten Posts nachzukommen: fidelche schrieb am 27.05.2010 um 17:10 @Rahab schrieb am 27.05.2010 um 16:47Nein Rahab, entweder Du hast es nicht mitbekommen oder überlesen. Kann ja mal passieren. Wir sind alle nicht mehr die jüngsten. Dein tinktankgirl verteidigt hier permanent Silvio Gesell und seine sozialdarwinistischen Theorien..Ich bitte die Redaktion, fidelche nochmals zu einer Richtigstellung aufzufordern!

dame.von.welt schrieb am 29.05.2010 um 12:34 Dem schließe ich mich an.Ich finde es ungeheuerlich, zu welchen Mitteln das fidelche mit unschöner Regelmäßigkeit greift und wie wenig die Redaktion offenbar ihre Regeln durchsetzen möchte.Vor lauter ‚irgendwie links‘ ist hier ja scheinbar alles an übler Nachrede erlaubt, solange es von ‚hinreichend links‘ kommt, von der ‚Betonfeministin‘ bis s.o. – das macht wirklich eine ausgesprochen angenehme Gesprächsatmosphäre. *kopfschüttel*

fidelche schrieb am 29.05.2010 um 21:28 Trinke gerade, hier in der Toscana mit meiner Familie, ein Glas Rotwein auf Rainer Kühn und die Aufrechten in der FC. Lese die letzten Kommentare in diesem Blog. Dazu einige Anmerkungen: 1. Mit Verlaub, ich verweise auf die Feinheiten der deutschen Sprache. Ich schrieb: Wer Begrifflichkeiten, wie…, der disqualifiziert sich. Also nur wer diese Begrifflichkeiten… 2. Ich verweise nochmals auf die Aussagen von Uwe Theel, Columbus und thinktankgirl bezüglich Silvio Gesells Menschenzuchtphantasien in diesem und im Vorgängerblog. Ich habe alle drei Personen auf ihre unhaltbaren Positionen zu Gesell mehrmals hingewiesen.
3. Was ist für thinktankgirl bezüglich Gesell heute reaktionär, was zu Gesells Zeit emanzipatorisch war?
4. Was oder wen meint Rahab, wenn sie am 26.5. um 09.09 schreibt: „ich würd den Gesell, wenn ich ihn denn läse, auch nicht als gelungene emanzipatorische utopie lesen. sondern als dystopie.“ 5. Einen gerichtlichen Vergleich, egal ob unter einer Richterin Barbara Salesch oder anderen, sehe ich mit Gelassenheit entgegen. Wer Eigentore schießen will, kann dies tun. Ich werde dies nicht verhindern. 6. Mein Anwalt, wird voraussichtlich, Konkret Autor Dr. Oliver Tolmein (wir kennen uns seit einigen Jahren) sein, der zu diesem Thema bereits einige Bücher geschrieben hat. Die Angelegenheit wird dann weit über die FC hinausgetragen. Wenn dies gewünscht ist, bitte sehr. Ich werde O.T. voraussichtlich nach meinem Urlaub „anmailen“ und ihm erstmal den Link auf den Blog schicken. 7. Rahabs Mengele Vergleich ist, wie hinrich brave richtig bemerkt, eine Verhöhnung der NS Ermordeten. Für mich ist dies nichts Neues. Sie tat sich diesbezüglich bereits mehrmals hervor. In einem Disput mit Dr. Boedele gab sie zu: „ dann bin ich eben strukturelle Antisemitin.“ Diese und viele andere Unglaublichkeiten sind alle von mir belegbar, da auf meinem PC kopiert. 8. Ob weiszstein die Äußerungen Rahabs, thinktankgirl usw. auch widerlich findet, weiß ich nicht. Durch seine Solidarisierung mit ihnen stellt er sich auf dieselbe Stufe. 9. Ich würde es sehr begrüßen wenn sich die Freitag Redaktion zu den sozialdarwinistischen Theorien Gesells und den entsprechenden Kommentaren von thinktankgirl usw. äußern würde. 10. Ich genieße nun meinen Urlaub und werde erst nach meiner Rückkehr mit einem ausführlichen Kommentar reagieren. 11. Vielen Dank und Gruß an Damian Bold, Leif Meiles, hinrich brave, und die übrigen Aufrechten der FC. Ein besonderer Gruß nach Münster an Rainer Kühn. Bin gerade dabei Dein Buch zu lesen. Bisher gefällt es mir sehr gut.    fidelche

Phineas Freek schrieb am 30.05.2010 um 00:28 Das kommt dabei raus, wenn ein Klassenclown und Hedonismusdarsteller aus der 11ten Klasse zelten fährt – während der rotbraune Mob das Vaterland aus den Angeln hebt, trinkt der Retter der westlichen West im Ausland Alkohol (darfst Du denn dass überhaupt?) mit Mami und Papi. Nach der Überdosis „Konkret“ hat Dich wohl die Billgtinte aus dem Supermercato endgültig ins Land der Phantasie verfrachtet – Richterin Salesch, RA O. Tolmein und als Chefankläger vielleicht Henryk M. Broder? Mensch Junge, schlaf Dich mal ordentlich aus und erhol Dich mal richtig in der Toskana (oder vielleicht doch eher Schwarzwald oder Ostsee? Auch Hedonisten fangen mal klein an).  Schöne Grüße auch an Mutti und Vati.

hibou schrieb am 30.05.2010 um 07:56 staun

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 08:15über Ph. Freak über die andern drei nicht mehr

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 09:03 falls f. mal seine „utopie“ vorlegte, würde ich die mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ebenfalls als dystopie lesen. um es zuzuspitzen: als vernichtungsprogramm, als sozialdarwinismus at its best=in gruaslich totalitärer zuspitzung. diese befürchtung stützt sich auf f.s umgang mit dem begriff „struktureller antisemitismus“, den er – in verkennung dessen, was Moishe Postone damit erhellen wollte – als werkzeug für selektion= sortieren in befürworter (claqueure) und gegner (welche bekämpft gehören, wenn es sein muß auch ganz unfein) einsetzt. . zu „struktureller antisemitismus“ hat im übrigen phineas freek am 28.05.2010 um 20:06 noch mal deutlich erklärt, worauf dessen einsatz als argument und vorgebliches mittel der analyse politisch abzielt.so viel dazu.die verhöhnung der opfer – nichts liegt mir ferner als dieses. allerdings kann ich hier, in diesem blog, mal wieder die paradoxe situation beobachten/nachlesen, dass die opfer vor ihren angeblichen verteidigern in schutz genommen werden müssen, wie auch, dass potentielle weitere opfer der verteidigung gegen diffamierung und andere formen von ‚othering‘ bedürfen.

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 11:17 kann mir mal wer erklären, was dieses hier aus f.‘ vom 29.05.2010 um 21:28 zu bedeuten hat?-> Ich würde es sehr begrüßen wenn sich die Freitag Redaktion zu den sozialdarwinistischen Theorien Gesells und den entsprechenden Kommentaren von thinktankgirl usw. äußern würde. <-bedeutet das, dass f. die aufforderung der redaktion,-> Der Freitag schrieb am 27.05.2010 um 16:56 Sehr geehrter fidelche, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen gegenüber anderen Nutzern und kommen Sie der Bitte von thinktankgirl nach. Bitte bedenken Sie, dass Provokationen zu den Verstößen gegenüber unserer Netiquette zählen. Das Schließen von Threads gilt ebenfalls als Verwarnung gegenüber den Diskutanten, die durch Ihre Regelverstöße zum Schließen eines Threads beitragen. Viele Grüße Ihr Freitag-Community-Team <-  immer noch nicht gelesen hat? (kann ja mal passieren, dass im eifer des gefechts so was ungelesen bleibt) oder bedeutet es, dass f. nunmehr auch die redaktion des Freitag für Gesell et al in haftung nehmen will? soll sich die redaktion ausdrücklich von Gesell et al distanzieren? und/oder damit gleichzeitig f.’s lesart von nicht nur ttg’s postings zum kontextuellen (zeit- wie ideengeschichtlich) hintergrund von gesell et al nicht nur positiv sanktionieren, sondern sogar ausdrücklich übernehmen? das sind fragen, die mir durch den kopf gehen – bis hin zu der, ob der Freitag in zukunft nur mehr eine plattform sein will/soll, die zu nichts anderem mehr als zum abladen f-konformer meinungen/statements/verlautbarungen taugt, auf der inhaltliche und (selbst-)kritische auseinandersetzungen nicht mehr stattfinden dürfen/sollen. soll/darf hier nur noch akklamation stattfinden? das frage ich die fc und das frage ich die redaktion!

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 12:56 Fragen, die ihr durch den Kopf gehen sind Schuld, die sie hinschreibt. Mi_au!

Rahab schrieb am 30.05.2010 um 16:19 ey redaktion! habt ihr nen neuen mitarbeiter? dann macht den doch bitte mal blau!

Damian Bold schrieb am 30.05.2010 um 17:53 „darf hier nur noch akklamation stattfinden?“r. hat ihre rechten gelesen; und gefressen!

——      Ende der Kommentare      —————————————————————————

Am 31. Mai 2010 kam ich aus meinem Urlaub nach Hause. Am selben Tag bekam ich eine eMail der „Freitags-Redaktion“: “Sehr geehrter Fidelche, aufgrund wiederholter Verstöße gegen unsere AGB und Netiquette haben wir Ihren Account soeben gesperrt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Freitag-Community-Team.“ Ich habe nachweisbar nicht gegen AGB und Netiquette verstoßen. Beleidigende, sexuell orientierte, antisemitische oder rassistische Kommentare haben „Uwe Theel“, „Rahab“, „thinktankgirl“ und Co., geschützt von der Redaktion, abgegeben. Mein „Verbrechen“ war, die antisemitische „Argumentation“ der Israelkritiker/Stalinisten und die völkische, sozialdarwinistische, rassistische Haltung der Esoteriker/Anthroposophen der Community aufzuzeigen. Durch diese, ohne Vorwarnung ausgesprochene, Deaktivierung ergreifen die Verantwortlichen des „Freitag“  faktisch Partei für die unfassbaren Positionen meiner Widersacher. Nach meinem Rauswurf informierte ich einige Konkret Autoren über die Vorgänge im „Freitag“. Stefan Frank antwortete mir unter anderem:“Was Sie schreiben, ist alles sehr richtig, und Ihr Kampf gegen den Antisemitismus sehr wichtig, insbesondere, weil sie die Gefechte ins Hinterland des Feindes tragen. Nun wundere ich mich allerdings, dass Sie sich darüber zu wundern scheinen, dass der Feind sich das nicht länger bieten lassen will. […] Das ist ja so, als würde man erwarten, in einem Blog der katholischen Kirche den Papst kritisieren zu dürfen, finden Sie nicht?“  Eine Woche später schrieb mir Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza:“ Lieber  fidelche, zurück von einer fernen Insel schnell einen Gruß, mit dem ich mich Stefan Franks Antwort anschließe.  Wer mit Paech oder Watzal diskutieren will, soll es tun.  Ich geh solange Sarah Silverman gucken. Ihr Gremliza“

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23 Kommentare

Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive Kapitalismuskritik

HeuschreckenDas 17. Jahrhundert nannte man in den Niederlanden wegen der wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit, das »Goldene Zeitalter«. Mit steigendem Wohlstand wurden die erst kürzlich aus der Türkei importierten Tulpen unter den wohlhabenden Niederländern immer beliebter. Seltene Sorten erzielten hohe Preise. Eine Zwiebel der Sorte Semper Augustus erzielte 1624 einen Preis von 1.200 Gulden. Man konnte sich somit mit einer Zwiebeltulpe in Amsterdam ein Haus kaufen. Die Nachfrage aus ganz Europa war größer als das Angebot. Der anschließende Boom wurde mit Krediten finanziert. Mit der Zeit gingen keine Tulpen mehr über den Warentisch. Es wurden nur noch Tulpenwertpapiere getauscht. Am Höhepunkt des Booms kostete die Semper Augustus 6000 Gulden. Im Februar 1637 kam es zum Crash. Die Tulpenpreise fielen ins Bodenlose. Die wertlosen Tulpenscheine wurden in Staatsanleihen umgetauscht. Das Wort Globalisierung oder Finanzhaie dürfte es damals nicht gegeben haben. Später im 19. Jahrhundert wollte der Anarchist und Frühsozialist Pierre-Joseph Proudhon (1809-1865)  den Kapitalismus abschaffen, zugunsten einer „wirklichen Marktwirtschaft“ mit Äquivalententausch. Proudhon sah in der Herrschaft des Zinses das größte Übel des Kapitalismus. Gäbe es das zinstragende Kapital nicht mehr, so dachte Proudhon, dann gäbe es auch keinen Kapitalismus mehr. Deshalb wollte er ein nicht verleih- und verzinsbares „Arbeitsgeld“ einführen. Die entsprechende Abschaffung des Zinses hatte antisemitische Vorstellungen zur Konsequenz, die Proudhon in seinen  Texten zur »Tauschbank«  beschrieb. 1849 versuchte Proudhon mit der Gründung einer „Volksbank“, mit zinslosen Krediten, sein Reformprogramm in die Praxis umzusetzen. Proudhon‘s Antisemitismus sah in den Juden die wichtigste Quelle für das Unglück der Nation. Sein Rassismus kam zudem in der Beschreibung Schwarzer als minderwertige Rasse zum Ausdruck.  Proudhon hatte großen Einfluss auf Georges Sorel, den Vordenker des Syndikalismus. Auf Sorel wiederum beriefen sich viele Intellektuelle des Leninismus als auch des revolutionären Syndikalismus, von denen einige zum Faschismus übertraten. Auf die Frage, welchem von seinen Lehrmeistern er am meisten verdanke, nannte der ehemalige Sozialist Benito Mussolini, Sorel.

Ebenfalls auf  die Theorien Proudhons bezog sich Silvio Gesell (1862- 1920). Seine Wirtschaftstheorie, die er in seinem 1911 erschienen Hauptwerk „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ niederschrieb, sieht die Lösung der kapitalistischen Probleme in der Abschaffung des Zinses mittels Schwundgeld und Tauschkreisen.  Der „Kurz-Teilnehmer“ der Münchner Räterepublik, Gesell, propagierte in seiner Freiland Theorie Menschenzucht. Frauen haben sich, laut Gesell, dem unterzuordnen, Verhütung ist schlecht, weil es dann an menschlichem „Auslesematerial“ mangelt. Mit der Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird. Das Geld verliert ständig an Wert und muss dadurch ausgegeben werden, heizt also die Wirtschaft an. Gesell kritisiert ausschließlich den Geldkreislauf (raffendes Kapital), die Produktion, das „schaffende Kapital“ ist im Gegensatz dazu für ihn positiv besetzt. „Der Chiemgauer“ ist Schwundgeld, mit dem im Chiemgau (Oberbayern), seit einigen Jahren in bestimmten Läden die Ware bezahlt werden kann. Die regionalen Betriebe sollen mit dem Regionalgeld gefördert werden. Die Herausgeber (Waldorfschule Prien) des Chiemgauers beziehen sich explizit auf Silvio Gesells Freigeld-Theorie. Unterstützt wird die Schwundgeld/Regionalgeld-Theorie zudem von Globalisierungskritikern aus „Attac“. Gottfried Feder (1883-1941), Wortführer der NSDAP Wirtschaftpolitik,  schrieb 1927 deren 25 Punkte Grundsatzprogramm, welches bis 1945 Gültigkeit hatte. In dieser Schrift steht auszugsweise: „Die Wirtschaft, ob groß oder klein, Schwerindustrie oder Kleingewerbetreibender, kennen nur ein Ziel: „Profit“, sie haben nur eine Sehnsucht: „Kredit“, nur eine Aufwallung: die „gegen die Steuern“, nur eine Furcht und namenlose Hochachtung: die „vor den Banken“ und nur ein überlegenes Achselzucken über die nationalsozialistischen Forderung der „Brechung der Zinsknechtschaft“. Alle drängen sich danach, „Schulden zu machen“. Die maßlosen Wuchergewinne der Banken, die ohne Müh und Arbeit, als Tribut vom Leihkapital erpresst werden, findet man durchaus in der Ordnung. Man gründet eigene „Wirtschaftsparteien“ und stimmt für die Dawesgesetze, die die Grundursache für die maßlosen Steuerlasten sind. Man stürzt sich in tiefe Zinsknechtschaft, schimpft über Steuern und Zinsen und erstirbt vor Hochachtung vor jedem Bankier und Börsenpriaten. Verwirrt sind die Hirne! Die Ganze Wirtschaft ist entedelt, entpersönlicht, in Aktiengesellschaften umgewandelt worden. Die Schaffenden haben sich selbst ihren größten Feinden in die Hände gegeben, dem Finanzkapital. Tief verschuldet, bleibt den Werteschaffenden in Werkstatt, Fabrik und Kontor nur karger Lohn, jeder Gewinn der Arbeit fließt in die Taschen der anonymen Geldmacht als Zins und Dividende.“ Die NSDAP unterschied bekanntlich zwischen gutem „schaffenden und bösem raffenden Kapital“. Das böse „raffende Kapital“ war bei der NSDAP das „internationale Finanzjudentum“. Karl Marx(1818 – 1883) kritisierte die auf das „zinstragende Kapital“ verkürzte „Kapitalismustheorie“ Proudhons vernichtend und machte ihn dabei lächerlich. Die Kritik von Marx bezog sich auf das hochkonzentrierte Produktionskapital selbst und damit die kapitalistische Produktionsweise als solche. Aus der Entwicklung der Produktivkräfte und der Akkumulation des Kapitals ergeben sich im industriellen Kapitalismus Widersprüche, die die Tendenz zum zyklischen und überzyklischen Fall der Profitrate bedingen. Im Kapitalismus wird zu viel produziert. (Schweinezyklus) Da hilft auch keine Stärkung der Kaufkraft. Kaufkraft folgt allein aus der Schöpfung von Mehrwert. Wenn genügend Mehrwert produziert wurde, kann er auch realisiert werden. So wurde in den letzten Jahrzehnten zuwenig Mehrwert produziert. Am besten ist die letzte Wirtschaftskrise an der Autoindustrie zu begreifen. Um denselben Profit zu erzielen, musste eine immer größere Menge von Autos produziert werden. Einerseits wurde das Problem durch Kreditfinanzierung und Leasing in der Produktion und später im Konsum hinausgeschoben. Die panikartigen staatlichen Rettungsmaßnahmen bezogen sich daher neben den Banken vor allem auf die Autokonzerne, die ähnlich den Banken als  „systemrelevant“ gelten. Aber das Problem dieser Überproduktionskrise wird so nicht beseitigt. Viele Autokonzerne werden in der nächsten Zeit die Tore schließen. Die fallenden Profite in der Autoindustrie werden fallende Kaufkraft zur Folge haben. Die Überakkumulationskrise wirkt seit ungefähr 35 Jahren. Hintergrund war das Auslaufen des Nachkriegsbooms. Mit dem Rationalisierungsschub der aufkommenden Mikroelektronik war es  jedoch mit dem realwirtschaftlichen Aufschwung vorbei. Die Menge der Waren explodierte, die der benötigten Arbeit implodierte. Ergebnis war eine Überakkumulationskrise, die bis heute anhält. Die fallende Profitrate, die Realwirtschaft hatte keine rentable Anlagemöglichkeit mehr, trieb das  Kapital in die Spekulation, in fiktives Kapital. Mit Erfolg, die Krise wurde aufgeschoben. Der Zusammenbruch der realsozialistischen Staaten tat sein übriges dazu. Neue Märkte wurden erschlossen und der Sozialabbau konnte ungeniert betrieben werden.  Der Neoliberalismus wurde weltweit zum Programm. Mit illusorischern Kapitalwerten kam man die letzten 30 Jahre über die Runden. Die zunehmende Liberalisierung der Finanzmärkte und die monetaristische Politik der Neoliberalen boten den Ausweg. Mit Hilfe von Grünen und SPD wurde in Deutschland dieses Programm vorangetrieben. Durch das Platzen der Finanzblase wurde das Krisenpotential von drei Jahrzehnten sichtbar.  Als Lösung werden die Regierungen jetzt den Lohnabhängigen ungehemmt schröpfen um die Rettungspakete finanzieren zu können. Nicht nur marktwirtschaftsgläubige Linke fordern „radikale“ Lösungen (Regulierung der Finanzmärkte), mittlerweile bläst auch Guido Westerwelle in dasselbe Horn. Das Ergebnis dieser Verstaatlichungen  und Investitionsprogramme wird Inflation und Stagflation sein. Mit viel Glück kann der Kapitalismus diese Krise noch „meistern“. Die nächste Blase wird noch katastrophalere Folgen haben wie die noch nicht ausgestandene aktuelle Krise.  Die Gewerkschaft Verdi, teilweise offenbar immer noch mit Proudhon verbunden, hat vor einigen Jahren eine Broschüre herausgegeben, Finanzkapitalismus, Geldgier in Reinkultur!Darin geht es um Hedgefonds und andere „Heuschrecken“. Quintessenz dieser Broschüre ist letztendlich die Unterscheidung von gutem „schaffenden Kapital“ und bösem „raffendem Kapital“. Das böse „raffende Kapital“ ist demnach der internationale Finanzkapitalismus. Die Verschmelzung von Produktionskapital und Finanzkapital ist offenbar noch nicht jedem bei Verdi bewusst.   Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, „Die Entstehung der Faschistischen Ideologie: “Die Wurzeln des Faschismus liegen in der radikalen Linken am Beginn des 20. Jahrhunderts. Dessen führende Theoretiker waren ganz überwiegend „rechte Leute von links“, die aus dem revolutionären Syndikalismus hervorgegangen waren.“ Durch den Bruch mit der Marxschen Ökonomie, der Gleichsetzung des revolutionären Subjekts mit der Nation, gaben, die erwähnten Frühsozialisten mit ihren Theorien Anknüpfungspunkte für eine rechte Ideologie (Faschismus, Nationalsozialismus, Antisemitismus), die leider von vielen, auch innerhalb der Linken, kritiklos angenommen wird.

Unter http://www.freitag.de/community/blogs/fidelche/proudhon-gesell-feder-marx-und-die-regressive-kapitalismuskritik ist das Blog mit seinen Kommentaren einzusehen. Das Blog wurde bei 170 Kommentaren gesperrt und nachträglich wurden 50 Kommentare gelöscht. Diese gelöschten Kommentare habe ich rot markiert eingefügt. „Thinktankgirl“ mit Unterstützung von „Uwe Theel“ und „Columbus“ verteidigten die Menschenzuchtteorien von Silvio Gesell. Bemerkenswert auch die Beiträge ab 16. Mai (Antideutscher), ausgelöst durch „Luggi“.  Die Mutterkreuzverleihung an „thinktankgirl“ war einer der Höhepunkte dieses Blogs. „Thinktankgirl“ schrieb, dass die Theorien von Gesell emanzipatiorisch waren, darauf stellte ich ein Bild von einer Mutterkreuzverleihung ein. „Rahab“ schrieb, dass sie die Redaktion wegen des Bildes verständigt habe. Fünf Minuten darauf wurde das Bild gelöscht und das Blog für neue Kommentare  gesperrt. Am nächsten Tag waren, wie bereits erwähnt, weitere 50 Kommentare, ohne die Community darüber zu informieren, klammheimlich gelöscht.

Unfassbare Kommentare! Ein Musterbeispiel für Bloggen in Jakob Augsteins „Freitag“:

koslowski schrieb am 12.05.2010 um 23:09 Worauf willst du hinaus? Dass Faschismus und Nationalsozialismus in ihren Ideologien auch antikapitalistische Motive aufweisen, ist ja keine neue Erkenntnis und nicht strittig. Dass diese antikapitalistischen Motive nicht auf Marx,sondern auf frühsozialistische und andere Autoren des 19. und frühen 20.Jhs Bezug nahmen, ebenfalls. Möchtest du zeigen, dass der Antikapitalismus der gegenwärtigen Linken Gefahr läuft, strukturell faschistisch und antisemitisch zu sein, weil er sich nicht mehr an der klassischen politischen Ökonomie von Marx  orientiert? Welche heutige Linke meinst du eigentlich ( außer Verdi! ) konkret? Willst du der Linken eine strikt orthodoxe marxistische Kapitalismus-Kritik empfehlen – als Gegengift gegen die Versuchungen von Faschismus und Antisemitismus?

fidelche schrieb am 12.05.2010 um 23:33 @ koslowski  1. Ich weise darauf hin, dass Faschismus und Nationalsozialismus mit regressiver  Kapitalismuskritik agieren.  2.Ich weise darauf hin dass viele frühsozialistische Theoretiker regressive (verkürzte)Kapitalismuskritik betrieben, im Gegensatz zu Marx   3. Ich weise darauf hin dass der Antikapitalismus der gegenwärtigen Linken teilweise verkürzte Kapitalismuskritik ist.  4. Ich habe nur Teile von Verdi kritisiert. Das betreffende Flugblatt wurde innerhalb Verdis stark kritisiert.  5. Verkürzte Kapitalismuskritik stelle ich bei Teilen vieler linken Organisationen fest. Attac, Gewerkschaften, SPD, Linkspartei, Junge Welt, usw. In jeder dieser Organisationen gibt es aber Gegenkräfte. Natürlich stelle ich nicht nur innerhalb der Linken regressive Kapitalismuskritik fest. Mittlerweile springt sogar Westerwelle auf das Pferd auf.  6. Ich rate der Linken von verkürzter Kapitalismuskritik ab. Zum einen wegen der beschriebenen Andockmöglichkeiten, zum anderen weil diese Kritik ganz einfach zu kurz greift und falsch ist, wie Marx das bereits zu Lebzeiten beschrieben hat.

jhartmann schrieb am 16.05.2010 um 05:26 Der Blogartikel fängt als  Sammlung gut abgeschriebener Kritik an, aber …“Mit illusorischern Kapitalwerten kam man die letzten 30 Jahre über die Runden.“ Das ist, mit Verlaub, nichts anderes als verkürzte Kapitalismuskritik á la Proudhon. Wie Marx richtig feststellt, gibt es am Markt (=im Kapitalismus) keine „falschen Preise“ (Preis=Tauschwert=“Kapitalwert“, nicht verwandt mit Gebrauchswert, der nicht quantifizierbar ist). Nur bei Proudhon,  Gesell und Co. (neuerdings bei Chavez) gibt es „gerechte“/“reale“ und „ungerechte“/“illusorische“ Preise, wobei erstere Namen wie zB „Arbeitsgeld“ oder „Arbeitsäquivalent“ haben.“Aus der Entwicklung der Produktivkräfte und der Akkumulation des Kapitals ergeben sich im industriellen Kapitalismus Widersprüche, die die Tendenz  zum zyklischen und überzyklischen Fall der Profitrate bedingen.“ Wenn Du mehr Marx und weniger Sekundärliteratur (einschließlich Engels) gelesen hättest, wüsstest Du, dass Marx den Unsinn mit dem „Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate“ am Ende aus gutem Grund nicht weiter verfolgt hat. Unsinn lässt sich halt nicht wirklich schlüssig begründen.

fidelche schrieb am 12.05.2010 um 23:38
Mir ging der Platz im Blog aus. Ich wollte ursprünglich noch folgenden Text anhängen. Ich hole dies nun nach:

Hermann L. Gremliza schrieb vor 17 Monaten in seiner Kolumne:   Von der Krise ins Chaos »Wir haben in den Abgrund geblickt.« Täglich, stündlich, zuletzt vor zehn Minuten im Fernsehen bei »Anne Will« repetiert es ein Banker, ein Unternehmer, ein Politiker oder einer ihrer journalistischen Kötelbrummer: Fürchtet euch! Keiner sagt: wovor? Wenn nicht heute noch geschieht, was die Deutsche Bank verlangt oder der Daimler, sei morgen schon alles zu spät. Keiner sagt: wofür? Was wäre denn, wenn ein paar Banken oder Konzerne pleite gingen? Führe der Bus nicht mehr? Gäb’s bei Lidl keine Jogginganzüge aus Ballonseide mehr? Fiele die Heizung aus? Müssten Millionen obdachloser Proleten in Armenküchen ernährt werden? Erlebte man die Anwälte und Zahnärzte beim Abweiden ihrer Golfplätze? Oder ist Weltuntergang und keiner geht hin?  Fangen wir mit den Fragen, gegen alle Usancen, vorne an. Warum haben sich die Bourgeoisien aller Länder mancher Warnung zum Trotz ein Bereicherungssystem geschaffen, dessen Bankrott viele Millionen Menschen ins Unglück stürzen würde? Sie haben es getan, weil sie es konnten. Und warum veranstalten sie den Showdown jetzt? Weil keine Gefahr besteht. Nirgends eine Kraft in Sicht, die reinen Tisch machte mit den Bedrängern und das Heer der Sklaven weckte. Mag sein, es gibt noch drei Kommunisten in Nowosibirsk, zwei in Floridsdorf und einen in Altona. Mit ihnen lässt sich fertig werden. Was also ist es, das der interessierte Zeitgenosse in diesem Winter erlebt? Da die Verhältnisse sich seit der Geburt des Kapitalismus geradezu vulgärmarxistisch verhalten, folgt einem Aufschwung, in dem der Private sich den Profit aneignet, ein Abschwung, in dem die Gesellschaft die Verluste trägt, in Geld oder Leben. Das Nähere regelt der Staat. Besonders brauchbar dazu galt früher der Krieg. Vom Patriotismus besoffene Massen machen ihre Enteignung zum Kinderspiel. Nachdem der Weltkrieg von 1914 bis 1918 Leichen aufgehäuft hatte, deren Zahl künftigen Generationen eine Wiederholung wenig attraktiv hätte erscheinen lassen, ersann der Ökonom John Maynard Keynes ein paar Jahre später einen Ersatz: Der Staat solle die Abschwünge mit gepumptem Geld bremsen und seine Kredite im Aufschwung wieder einsammeln. Eine hübsche Idee, mit nur einem Denkfehler: Die vom Wohl-wollen der herrschenden Klasse – in der  Demokratie: der Bourgeoisie, in der Diktatur: der Partei – lebenden Politiker können das gespendete Defizit zu keinem Zeitpunkt zurückholen. Das führt von Abschwung zu Abschwung zu einer Vermehrung des Finanzvolumens, die jener der Karnickel gleicht. Schon vor der jüngsten Krise übrigens hatten Keynes’ Schüler sich schwer getan, überzeugende Beispiele für die segensreiche Wirkung ihrer Methode zu präsentieren. Selbst der Erfolg ihres bis heute liebsten Exempels, des New Deal des demokratischen Präsidenten Roosevelt, war gering. Erst die Rüstungsproduktion beim Eintritt der USA in den Krieg gegen Deutschland beendete ab 1941 die Große Depression, so dass schon zwei Jahre später viele Programmpunkte des New Deal wieder gestrichen wurden. Glücklicherweise erlaubte der Sieg über Hitlers Deutschland, das den Krieg schon deshalb hatte anfangen müssen, weil es wegen seiner »keynesianischen« Ausgaben für Aufrüstung und Wohlfahrt (»Kraft durch Freude«) insolvent war, den Amerikanern, ihre dabei angehäufte Staatsschuld in den Jahren danach zu internationalisieren. Krieg und/oder Keynes: Im zwanzigsten Jahrhundert jedenfalls war der Krieg die radikalere, aber wirksame Arznei in den Krisen der Akkumulation. Fast immer folgte ihm ein Boom, dem Ersten (wenn auch, der Reparationen wegen, nicht in Deutschland) wie dem Zweiten Weltkrieg und dem Krieg in Korea. Dem Krieg gegen Vietnam schuldete die US-Wirtschaft den »größten Boom der Geschichte« (»Zeit«), den der Staat freilich mit seiner ersten größeren Verschuldung und der 1973 folgenden Kapitulation des goldgedeckten Dollars bezahlen musste. Die militärische Variante der Konjunkturpolitik wurde obsolet, als die Niederlage gegen Vietnam gezeigt hatte, dass Kriege gegen Staaten, deren militärisches Potential große, konjunkturbelebende Investitionen in die Rüstungswirtschaft verlangt hätte, mit empfindlichen Risiken und Nebenwirkungen verbunden waren. Kriege gegen Kleine wie Grenada oder Nicaragua brachten ökonomisch weniger als nichts, die Kriege gegen die Taliban und gegen Saddam Hussein blieben, so teuer sie den Fiskus zu stehen kamen, konjunkturell weit hinter den Hoffnungen zurück. Und so denkt in der großen Krise 2008/2009 keiner an Krieg, sondern jeder noch einmal an Keynes, aber an einen im XXL-Format. Unter zehn bis zwölf Nullen vorm Komma wird erst gar nicht mehr gerechnet. Die Staaten verschulden sich mit Billionen Dollar und Euro, damit Banken und Unternehmen jene Geldgeschäfte fortführen können, mit denen sie so weit gekommen sind.  Fein, es wird jetzt eine Aufsicht geben, und ein paar der Kettenbriefe, die sie Derivate oder Zertifikate nennen, werden aus dem Verkehr gezogen. Sonst geht mit einer um noch ein paar Billionen aufgeblasenen Geldmenge alles so weiter wie bisher. Wenn es denn jetzt noch einmal  weitergeht. Und die Karre wird, nachdem das öffentlich gespendete Geld privatisiert und sicher angelegt ist, erst etwas später um so krachender an die Wand fahren. Wenn also kein Krieg mehr hilft und auch kein Keynes – was dann? Ein letztes Mal helfen könnte vielleicht das virtuelle Ende eines virtuellen Krieges, mit all den Maßnahmen, die nach dem Zweiten Weltkrieg das beispielhafte »Wirtschaftswunder« begründeten: eine Währungsreform, die das gesamte nicht in Immobilien oder Produktionsmitteln steckende Kapital entwertet, alle Derivate, Zertifikate und andere Kettenbriefe im nächstgelegenen Heizkraftwerk amortisiert, jeden Bürger mit einem einmaligen Handgeld (von damals 40 Mark und morgen vielleicht 4.000 Reform-Euro) und einem vorübergehenden Grundeinkommen von monatlich 500 Reform-Euro an den Start schickt und die Besitzer verbleibenden Vermögens zu einem Lastenausgleich heranzieht: Die nicht ganz so Armen helfen den Ärmsten; die Bourgeoisie bleibt, wie 1945 ff. die Flicks, Quandts, Thyssens, Krupps, Siemens und so weiter, die ja auch über den Winter zwischen Nazizeit und Bonner Republik gekommen sind, und mit ihr die Herrschaft ihrer Klasse. Das Risiko besteht darin, dass die Massen sich das nicht gefallen lassen. Das Vertrauen in die politischen und gesellschaftlichen Eliten, die diesen Neubeginn zu organisieren hätten, ist in den letzten Jahrzehnten nicht sehr gewachsen. Meldungen wie die, dass sechs von zehn Griechen bei einer Umfrage die derzeitigen Unruhen als »Massenphänomen« und »Volksaufstand« bezeichnen, wird manchem, der da hat, das Herz in die Hosen haben rutschen lassen. Das haben sie nun von der Entmachtung der Gewerkschaften und der Veralberung der Sozialdemokratie. Wie schon einmal, als eine angesehene Interessenvertretung gebraucht wurde, die Proleten bei der Stange zu halten, wird es auch jetzt oder in ein paar Jahren wieder nur zwei Milieus geben, bei denen der Arbeitslose sich aufgehoben fühlen wird: ganz rechts und ein bisschen links, bei den Nazis und der Linkspartei. Sollte die deutsche Bourgeoisie nicht nach 75 Jahren ein zweites Mal wagen, die faschistische Variante zu wählen, wird sie sich mit den letzten der Sozialdemokraten arrangieren müssen, die eine Chance haben, ihren kleinen Leuten die Kosten der Sanierung des Kapitalismus in erträglichen Portionen aufzuladen. Wenn sie schreiten Seit an Seit, der Mann der Kasse mit dem Mann der Masse, Ackermann mit Lafontaine, zieht mit ihnen die neue Zeit. Gemeinsam wären sie unaus- und unwiderstehlich. Ende der Geschichte. Nicht zu verwechseln mit dem 1992 von Francis Fukuyama angekündigten, sondern das Gegenteil. (Konkret 01/09)

Fro schrieb am 13.05.2010 um 01:06 Du zitierst hier schon seit etlichen Jahrhunderten verstorbene Autoren und einen uralten Text von Gremliza. Vielleicht schilderst du einfach einmal in knappen selbst formulierten Sätzen, was dein aktuelles Problem ist.

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 11:23 @Fro schrieb am 13.05.2010 um 01:06    Ich habe meinen Text mit dem berühmten Tulpenbeispiel eingeleitet, damit bewiesen dass die Globalisierung nicht Voraussetzung für Spekulation ist. Danach stellte ich „linke“ Theoretiker (Ausnahme Feder) vor, die den„Zins“ als Hauptproblem des Kapitalismus sehen. Diese Ideologie wirkt noch heute in vielen Köpfen. Siehe z.B. F. Müntefering. Marx ist zwar tot, seine Theorien stimmten größtenteils zu seinen Lebzeiten und eben auch noch heute. Mit eigenen Worten erklärte ich die aktuelle Wirtschaftskrise. Stichwort: Überakkumulation. Der Text von Gremliza ist vom Januar 2009, also nicht uralt. Dieser Text ist aktueller denn je. Bitte ließ ihn nochmal durch. Wenn es dann in den nächsten Jahren den ReformEuro gibt, kannst Du Dich bei Gremliza und bei mir entschuldigen. Wenn Du den Text liest, verstehst Du eventuell, dass es nicht um mein Problem geht, sondern auch um Deines. Ich habe vor falschen Ansätzen in der Kapitalismuskritik gewarnt. Nicht mehr und nicht weniger.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 01:49 Wer sich wie Fidelche auf deratigen Blödsinn, wie diesen stützt: Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, „Die Entstehung der Faschistischen Ideologie: “Die Wurzeln des Faschismus liegen in der radikalen Linken am Beginn des 20. Jahrhunderts. Dessen führende Theoretiker waren ganz überwiegend „rechte Leute von links“, die aus dem revolutionären Syndikalismus hervorgegangen waren.“ dann nur noch unverdauten, fremden Text hubert , ansonsten nichts tut, als seine hahnebüchenen These zum 758zigsten mal herzubeten, dass „rechts von links“ käme, sollte hier keines Wortes mehr gewürdigt werden. P.S:: „regressiv“ heißt „sich (stetig) vermindern“ im übertragenen Sinne, „sich auf frühere Entwicklungsstände zurückziehen, zurückentwickeln“.Wie R. Kühnl ausführte, stellt(e) der Faschismus quasi eine Refeudalisierung des Kapitalismus dar, war also insofern eine regressive  Entwicklungsform gesellschaftlicher Herrschaft. Daher war die      „Kapitalismuskritik“ des Faschismus in jedem Fall eine „vorbürgerliche“ aber keine „verkürzte“, aber sie war nicht einmal das, sondern einfach ein weiterer Ausdruck des Rassismus im Faschismus und von keiner linken Theorie auch nur angekränkelt. Fidelche, Dein theoretisches Wissen ist erbärmlich, entsprechend sind auch Deine „Fragestellungen“. Setz Dich auf Deinen Balkon (s. Bild oben), genieße Die Frühlingsonne und pass auf, dass Du keinen Sonnenstich bekommst.

koslowski schrieb am 13.05.2010 um 07:34 @uwe theel 01:49 Mir scheint, Herr Theel, den Stich, vor dem Sie fidelche warnen, haben Sie bereits – und nicht in Folge zu starker Sonneneinstrahlung, sondern als festen Bestandteil Ihres Habitus: Arroganz, Eitelkeit und Belehrungswahn. Ich hoffe sehr, in Zukunft hier nichts mehr von Ihnen lesen zu müssen, weil Sie vielleicht doch noch den Anstand haben zu gehen oder das Management der FC seine Aufgabe wahrnimmt.

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 11:38 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 01:49 Uwe mit Deinem Text desavouierst Du Dich eindrucksvoll. Du belegst damit nicht nur Dein Halbwissen sondern, bist offensichtlich nicht einmal fähig, einen zugeben, etwas längeren Text zu verstehen.  1. Man kann regressiv mit rückschreitend oder zurücksetzend übersetzen. Das Gegenteil ist Progressiv. Dass Du den Begriff Regressive Kapitalismuskritik nicht kennst, sagt alles über Deine Unkenntnis aus. Bilde Dich weiter unter: Text1 und Text2    2. Ist Proudhon Frühsozialist oder nicht? Sind seine Thesen rechts oder nicht? Stichwort: Rassismus, Antisemitismus, Zins ist das Problem des Kapitalismus!   3. War Mussolini Sozialist bevor er Faschist wurde, oder nicht?  4. Was weißt Du über Silvio Gesell, des Regionalgeld und die Entsprechende Förderung von Attac?   5. Was sagst Du zu der Verdi Broschüre?  Die Fragen 2,3,4 und 5 wirst Du Dir vermutlich noch nie gestellt haben. Wenn Du ernsthaft mitdiskutieren willst solltest Du Dich bilden und nicht nur inhaltsleere Dampfplauderei ablassen, die Du irgendwo aufgeschnappt hast. Informiere Dich bitte was Überakkumulation ist und setze Dich bitte mal mit dem „tendenziellen Fall der Profitrate“ auseinander, dann wirst Du merken dass dies der Grund der Wirtschaftskrise der letzten Jahre bis heute ist. Außerdem bitte ich Dich mal über das Wort „Anknüpfungspunkte von Linken“ im Bezug auf Proudhon/Gesell nachzudenken. Vergleiche bitte die Argumentationen. Uwe, ich hab das im letzten Blog bereits angedeutet, ich mache mir ernsthaft Sorgen um Dich. Dass Du kein Logiker bist hast Du eindrucksvoll in den früheren Blogs bewiesen, aber Dein Text hier stellt alles Bisherige in den Schatten. Zuletzt bitte ich Dich eindringlich Dich mit Deinen Problemen entweder an Deinen „Gütigen Gott“ oder an den Priester Deines Vertrauens zu wenden.      Viele Grüße an Dich und an Deine Ausserirdischen fidelche

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 13:11 @ koslowski schrieb am 13.05.2010 um 07:34 @uwe theel 01:49 déjà-vu Interessant zu beobachten Herr Koslowski, wie Sie, als sich selbst wohl als Linker begreifend nicht bemerken, dass Fidelche in mindestens  rechts-bürgerlicher Manier linke Theorie mit pseudolinken Scheinargumenten  zu desavouieren sucht. Sie finden Fidelche durch meine – von ihnen nur behauptete!!! – „Arroganz, Eitelkeit und Belehrungswahn“, bedroht, wenn ich linke Positionen verteidige, stellen aber meine Redefreiheit – raffiniert, plötzlich an  meinen „Anstand“ appellierend – in Frage. So bitte nicht Herr Koslowski.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 13:39 @ fidelche am 13.05.2010 um 11:38  Ich werde auf Deinen Fragen so nicht eingehen, weil Du sie in einem falschen Zusammenhang stellst: Die Tatsache, dass z.B. auch in deutschen Gewerkschaften, in der heutigen SPD zumal, fruchtbare Erkenntnisse der marxschen Wert- und Kapitalanalyse nicht mehr zum Tragen gebracht werden, „Kompromisse“ im Konflikt Kapital-Arbeit gesucht werden, die wohl nicht helfen, kannst Du aber nicht nutzen für deine „Fundamentalkritik“ an denen, die Du in allen      Schattierungen als „Abtrünninge Linke“ definierst, die weil sie links gewesen waren oder wären nun „rechts“ seien, mit dem Zusatzvorwurf versehen, dass sie die Chuzpe hätten sich gleichwohl als Linke weiter  auszugeben. Zusätzlich lädst Du Deine Texte immer mit einem projüdischen oder  proisraelischen (ich kann das bei Dir nicht so genau unterscheiden, zu unpräzise sind Deine Texte) Nationalismus auf, der mir Deine Positionen  fragwürdig werden läßt.. Zudem bist Du trotz, oder gerade wegen ellenlangen nur Zitierens fremder  Texte, die Du niemals selbst auslegst, allenfalls ihnen thesenartig eine  nur scheinbar selbstgefundene Aussage zuschreibst, die Du aber eben nicht  ableitest, Dich allenfalls auf wieder andere, die dieses, von Dir wieder  nicht schlüssig gemacht „auch schon gesagt“ hätten, berufst, nicht in der Lage, Dich selbst hier zum Diskussionspartner zu machen, der selbst  einsteht für das, was er sagt. So kann man nicht diskutieren. Schließlich: Auch linke Theoretiker können irren, ohne dass dewegen, das  linke Projekt als gescheitert betrachtet werden müsste. Wenn Du diese  Irrtümer wirklich diskutieren wolltest, dann müsstest Du wesentlich  spezifischer werden, dich auf einzelne Momente des Systems, bzw. der  jeweiligen Theorie beziehen und nicht immer nur Deine Gesamtglocke des      Vorwurfs „linken Antizionismus´“ darüberstülpen, die alles was diskutabel wäre mit dem Fruchtbaren gemeinsam „abschließt“ in jedem Sinne des Wortes.   ut

koslowski schrieb am 13.05.2010 um 13:41 @uwe theel 13:11  1.Ja, ich verstehe mich als Linker, ohne immer genau zu wissen, was das ist.  2. Wenn Ihr Anspruch, der idealtypische Repräsentant linker Rationalität, linker Haltungen und linker Kommunikationsformen zu sein, zutreffend sein sollte, dann möchte ich lieber nicht mehr zur Linken gehören. 3. Die Einsicht, dass Sie ( in Ihrer Rolle als virtueller Uwe Theel ) der sind, als den ich Sie in meinem Posting von 07:34 beschreibe, bedarf keiner umständlichen Textanalysen und subtilen Argumentationen, sondern nur der Lektüre Ihrer Zeilen – hier und anderswo. 4. Ihre Redefreiheit findet ihre Grenze dort, wo Sie andere beleidigen.  Das war’s, Herr Theel. Ich werde Sie in Zukunft ignorieren.

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 13:49 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 13:11        Unfassbar Uwe, Du reitest Dich immer mehr in den rechten Sumpf, wenn Du folgendes schreibst: „Interessant zu beobachten Herr Koslowski, wie Sie, als sich selbst wohl als Linker begreifend nicht bemerken, dass Fidelche in mindestens  rechts-bürgerlicher Manier linke Theorie mit pseudolinken Scheinargumenten zu desavouieren sucht.“        Das heißt übersetzt, Proudhons Kritik am Zins, sein Rassismus, sein Antisemitismus („Der Jude ist der Feind der menschlichen Art. Man muss diese Rasse nach Asien verweisen oder vernichten“ ), seine Frauenfeindlichkeit nennst Du entweder ahnungslos oder kritiklos „linke      Theorie“.Mittlerweile habe ich große Zweifel über Deiner politischen Einstellung. Uwe Theel, ich fordere Dich in aller Freundschaft auf, Dich von den rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Thesen Proudhons hier eindeutig zu distanzieren und diese in Zukunft nicht mehr „linke Theorie“ zu nennen!!    Hoffend fidelche

thinktankgirl schrieb am 13.05.2010 um 13:57 Uwe Theel, ich fordere Dich in aller Freundschaft auf, Dich von den rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Thesen Proudhons hier eindeutig zu distanzieren und  diese in Zukunft nicht mehr „linke Theorie“ zu nennen!! Aha, der Lordsiegelbewahrer der reinen linken Theorie ist wieder zugange

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 14:11 @ fidelche schrieb am 13.05.2010 um 11:38   Du hast mich gebeten, mich kundig zu machen was „regressive Kapitalismuskritik“ sei. Ich habe hier einen Deiner Gewährsleute. Lothar Galow-Bergemann, gefunden und was wird mir da in einer Veranstaltungsankündigung z.B. „erklärt“: Mannheim, Sonnabend, 7.11.2009, 18.00 Uhr, Juz Mannheim, Käthe-Kollwitz-Str.4 Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung – Die Krisendeutung des regressiven Antikapitalismus  Mit Lothar Galow-Bergemann   Zusammen mit der Krise wächst die Kritik am Kapitalismus. Könnte man meinen. Doch was da dicke Backen macht gegen böse Bankster, gierige Geldsäcke, heimtückische Heuschrecken und schachernde Spekulanten ist  erstens dumm und zweitens brandgefährlich. Diese Sorte “Antikapitalismus”   erfordert wenig Gedankenarbeit, liefert einem aber das gute Gefühl, man      sei so richtig radikal und kritisch. Neu ist das nicht. Im nationalsozialistischen Programm der Judenvernichtung hat es sich schon einmal ausgetobt. Aber auch Geschichte und aktuelle Politik der Linken sind gespickt mit Pseudo-Antikapitalismus. Was ist regressive     Kapitalismuskritik? Wie kann man sie erkennen und bekämpfen? Und wie kann  man trotzdem AntikapitalistIn sein? Referent: Lothar Galow-Bergemann http://www.emanzipationundfrieden.de./ Veranstalter: Fachschaft für politische Bildung/ag_ufo agufo.blogsport.de/termine/     Ich lerne daraus, „regressive Kapitalismuskritik“ ist eine Chiffre unter der Positionen zusammengefaßt werden, die – mindestens Teilen – der Linken  vorgeworfen wird als nicht mehr linke Theorie zu sein, ja deckungsgleich  zu sein mit nationasozialistischer Theorie. Dass es keine nationalsozialistische „Theorie“ gegeben hat, sondern nur  ein pseudotheoretisches Konvolut rassistischer Herrschaftsansprüche,  scheint sich immer noch nicht bis zu dir herumgesprochen zu haben. Dieses  Nazigedankengut gleich zu setzen selbst noch mit dem harmoniesüchtigsten   Kompromißvorschlag heutiger deutscher Gewerkschaften dem Kapital gegenüber  oder analoger Äußerungen der heutigen SPD ist nur abenteuerlich zu nennen.  Selbst ich, der ich der SPD in ihrer offiziellen Gestalt heute ablehnend      gegenüberstehe, würde die Partei gegen diesen Vorwurf, den Du Dir offenbar zu eigen gemacht hast, verteidigen, selbst da ich die jeweilige derartig   falsch kritisierte Position – aber eben aus anderen Gründen – als nicht  politikfähig erkennen würde.

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:13 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 13:39        Mensch Uwe, Du hast tatsächlich den Text nicht verstanden. Ich versuche Dir zu helfen. Ich habe bezugnehmend auf die aktuelle Wirtschaftskrise, mit dem Tulpenbeispiel beginnend einige „linke“ Theoretiker kurz vorgestellt,  dazwischen diese „linken“ Theoretiker mit einem Textauszug des NSDAP Manns  Feder verglichen um anschließend die Marxsche Antwort kurz zu skizieren. Danach habe ich versucht mit eigenen Worten die aktuelle Wirtschaftskrise  zu erklären. Kurz vor Ende das Zitat von Sternhell, dann als Schlusssatz meine Position: Es ist zum einen falsch mit der Marxschen Ökonomie zu brechen (wie Proudhon dies tat) und ich weise auf die Gefahren der Anknüpfungspunkte hin. Mussolini hat beispielsweise „angeknüpft“. Mir ist mittlerweile nicht mehr klar ob Du Mussolini für einen Faschisten oder für einen Sozialisten hältst. Das Wort Antizionismus ist in meinem Text nicht gefallen. Das war eine andere Veranstaltung!! Es geht nicht darum ob sich linke Theoretiker irren können. Es geht darum welche Theorie stimmig ist und welche nicht. Proudhons Theorie ist falsch, im Gegensatz zur Marxschen Theorie.        Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte lies den 3. Band vom Kapital, informiere und bilde dich über: Überakkumulationskrise, tendenzieller Fall der Profitrate, Mehrwerttheorie. Dann wirst Du verstehen dass der Ansatz von  Proudhon (der Zins ist das Übel des Kapitalismus) falsch ist. Ich kann das auch noch hundertmal wiederholen, bezweifle aber langsam ob dies bei Dir hilft. In der Schule sagte mal ein Lehrer: “Wollt ihr nicht verstehen oder könnt ihr nicht verstehen?“ PS: Vergiss Deinen Widerruf nicht!! (Meine Aufforderung vom 13.05.2010 um 13:49)      Viele Grüße fidelche

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 14:25 @ Fidelche, am 13.05.2010 um 13:49 Ich bitte nicht unsachlich zu werden.Weder habe ich mich für Prodhouns oder irgend eines anderen Theoretikers,      von wem auch immer, für was auch immer gehaltenen Thesen ausgesprochen, lasse mir dies daher auch nicht unterstellen, brauche daher auch nichtszurück zu nehmen. Ich habe in meinen letzen Beiträgen sehr deutlich gemacht, dass ich Deine, Fidelches Methode, Deine Diskussionen zu führen aus methodisch/theoretischen Gründen als für keine Basis eines konstruktiven Dialogs ansehe. In ein zwei Punkten habe ich Dich sogar auf „innertheoretische“  Knackpunkte (Gleichsetzung links-rechts, Nationalismusimplikat) Deiner Argumentation hingewiesen, die eine wirkliche Diskussion unmöglich machen, weil Du nicht darauf eingehst. Als ich mit der Kühnl`schen These des Nationalsozialismus als Refeudalisierung die Diskussion auf theoretisch fundierte Füße stellen wollte, konntes Du nicht antworten. Statt dessen kommt der bisher unbelegte Vorwurf wieder, ich wäre derjenige der sich hier mit Nazipositionen einschliche.    ut

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:36 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010um 14:11   Hallo Uwe, immerhin machst Du den Versuch Dich zu bilden. Das freut mich.Ich habe das Nazigedankengut nicht mit den Gewerkschaften gleichgesetzt, wohl aber auf die Parallelen bezüglich der Kritik am Finanzkapital aufmerksam gemacht.Du schreibst:  Dass es keine nationalsozialistische „Theorie“ gegeben hat, sondern nur ein pseudotheoretisches Konvolut rassistischer Herrschaftsansprüche, scheint sich immer noch nicht bis zu dir herumgesprochen zu haben. Wenn Du so etwas schreibst, gehe ich davon aus dass Du das 25 Punkte  Programm der NSDAP von Gottfried Feder nicht kennst. Wenn Du es liest,  wirst Du erkennen dass Feder sehr viele „Anleihen“ bei Proudhon und Silvio Gesell genommen hat. Wenn es Dich interessiert lass ich es Dir das  65-Seite NSDAP-Elaborat per eMail zukommen. Viele Grüße fidelche

fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:54 Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 14:25  Uwe, die Refeudalisierung des Faschismus ist nicht mein Thema. Mir geht es um die Wurzeln rechter Ideologie. Und da bin ich bei Sternhell. Ich sehe die  Anknüpfungspunkte. Ich sehe den Werdegang von Mussolini, der ein sehr gutes Beispiel für Sternhells These ist. Ich setze übrigens keineswegs links-rechts gleich. Mit der  Totalitarismus-Theorie hat mein Text und habe ich keineswegs etwas zu tun. Meine These habe ich hinreichend beschrieben und erläutert. Die falsche Theorie Proudhons und anderen (Fourier, Gesell usw.) bietet     Anknüpfungspunkte auch für Linke für eine rechte Ideologie. Wie soll ich Deinen folgenden Satz anders interpretieren: „Interessant zu beobachten Herr Koslowski, wie Sie, als sich selbst wohl als Linker begreifend nicht bemerken, dass Fidelche in mindestens rechts-bürgerlicher Manier linke Theorie mit pseudolinken Scheinargumenten zu desavouieren sucht.“ Ich bitte Dich nochmal, Dich eindeutig von Proudhons rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Thesen hier eindeutig zu distanzieren und diese in Zukunft nicht mehr „linke Theorie“ zu nennen!!   Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 14:56 @ fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:13  PS: Vergiss Deinen Widerruf nicht!! (Meine Aufforderung vom 13.05.2010 um 13:49) Sätze wie diese kenne ich eigentlich nur aus zu Zusammenhängen, in denen Du Dich doch wahrscheinlich auch nicht wiederfinden willst. Aber um doch auch einmal und völlig off topic zu werden, wahlweise als ironisch oder polemissch begriffen werden zu können, frage ich Dich jetzt  einmal etwas: Wann werden wir denn von dir einen Blog bekommen, der Marx so in Frage stellt, wie du bisher den Rest der Linken in Frage gestellt hast, denn quellenmäßig läßt sich belegen, dass Marx durchaus frauenfeindliche und antisemitische Züge an sich hatte. Bis jetzt verteidigst Du ja seine reine  Lehre trotzdem gegen alle Abirrungen beim Rest der Welt, so wie bei mir,  die Dir alle bekannt sind.  ut                P.S.: Bitte sorge Dich nicht weiter, weder um meinen Geist, noch um meine Lektüre. Der eine ist noch bei mir, für das andere habe ich nun schon über vier Jahrzehnte nicht unbeträchtlich Zeit aufgewandt (die Kinderbücher  nicht mitgerechnet), aber zugegeben es gibt immer noch was, was ich noch lesen könnte, selbst bei Kochbüchern.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 15:04 @ fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:36           Sag mal Fidelche, glaubst Du allen Ernstes, dass das zusammenhanglose, unfundierte  Abschreiben von Proudhon-„Stellen“ durch Feder, selbst in einer Reformulierung Feders überhaupt auch nur „Anleihen“ bei Proudhon sein können, gar Proudhan bestätigen könnten, noch dazu, da Proudhon durch Marx selbst schon widerlegt worden war? Und jetzt soll auch noch ich Prodhoun widerrufen? Fidelche das ist, gelinde gesagt, unfundiert.  ut

goedzak schrieb am 13.05.2010 um 15:17 Links? Theorie??? – UnterAufbietung aller Freundlichkeit könnte man sagen: linkisch!

goedzak schrieb am 13.05.2010 um 15:18 Soll @thinktankgirl gehen.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 19:03 fidelche schrieb am 13.05.2010 um 14:54  Ich setze übrigens keineswegs links-rechts gleich. Mit der Totalitarismus-Theorie hat mein Text und habe ich keineswegs etwas zu tun. Meine These habe ich hinreichend beschrieben und erläutert. Die falsche Theorie Proudhons und anderen (Fourier, Gesell usw.) bietet Anknüpfungspunkte auch für Linke für eine rechte Ideologie. Fidelche, ich versuch`s noch einmal: Auf der obersten Abstraktionsebene sagst Du: 1. „Ich setze übrigens keineswegs links-rechts gleich“ Dann sagst Du gleichzeitig 2. „ Die falsche Theorie Proudhons und anderen (Fourier, Gesell usw.)bietet Anknüpfungspunkte auch für Linke für eine rechte Ideologie.“So und jetzt wird`s schwierig: a.) Da Du bisher nicht bereit bist, zuzugestehen, daß ein Linker, der rechte Theorie vertritt kein Linker mehr ist, sondern ein Rechter , hast Du logisch, entgegen o. Satz 1. in solch einer Person „links = rechts“ gesetzt. Aber in o. Satz 2. gehst Du noch viel weiter und da wird`s dann noch mal schwieriger: b) Du behauptest dort, daß sich „rechte“ Theorie aus linker Theorie heraus entwickeln ließe, letztere also in ersterer schon angelegt, enthalten sei. Diese These hast Du bisher an noch keiner einzigen Stelle Deiner vielen Blogbeiträge im Freitag belegen können. Bleiben wir an Deinem Beispiel Proudhon – Marx – Feder: Die Tatsache, daß Proudhon und Feder beide den Begriff „Zinsknechtschaft“ bemühen, den Marx im Kapitalgesetz mit der Rolle des Zinses und der Mehrwertbildung, bzw. desssen Aneignung durch den Kapitalisten – kurz: dem Kapital- und Wertgesetzt – als Sprengsatz für den Kapitalismus selbst wirklich faßte, bedeutet noch lange nicht, daß Proudhon und Feder beide dasselbe meinen, geschweige denn den Marx´schen Begriff und dessen Folgerungen im Kopf hätten, also alle letzlich ein und derselben Theorie, nur je weniger, oder mehr entwickelt, oder mit mehr oder weniger Fehlern behaftet, folgten, was aus Deinem o.a. Satz 2. folgen müßte. Um es kurz zu machen: Alle drei Autoren haben einen verschiedenen Begriff von gesellschaftlich organisierter Herrschaft, und von der Rolle des Eigentums dabei. (Ich schenke mir jetzt hier die Einzelheiten – ansonsten belege mir deren Gleichheit, dann werde ich ausführlich). Marx „trennte“ sich nicht zuletzt darum von Proudhon, weil dessen Ansatz für ihn – wieder kurz gesagt – zu reformistisch war. Selbst wenn die Nationalsozialisten mit Feder auf das Proudhon´sche Modellzurückgriffen, so beharrten sie dabei in elementarster Weise weiter auf dem Institut des kapitalistischen Privateigentums, sodaß die Familie Krupp z.B. nie Sorge hatte, sie könnte unter Hitler etwas entscheidendes verlieren. Da hätte wohl selbst Proudhon sich mehr vorstellen können. Letztlich aber interessierte einem Mann wie Feder gar nicht, was Akkumulation, Zins oder Mehrwert wirklich sei, das wäre ja Marxismus gewesen; mit Proudhon hätte es keinen Führerstaat mit durchorganisierter Wirtschaft geben können. Jeder aber konnte beobachten, daß der Zins, egal,wie dessen Wirkungsgesetz sei, „es“ macht, zur Last ja zur finalen Gefährdung des Systems wird. Was lag den Faschisten also näher, als dies – völlig unwissenschaftlich – als Machenschaft der „jüdischen Zinsherrn“ zu brandmarken. Niemand brauchte zu wissen, wie es geht, aber man hatte jemanden, einen Schuldigen gefunden, der es ja offensichtlich machte. Da brauchten die Nationalsozialisten keine Theorie, eine linke schon gar nicht, sondern nur eine Praxis, die rassistische, barbarische der Judenvernichtung. So Fidelche, hier habe ich nun einmal versucht den Kern einer„Argumentation“ zu zeigen. Deine Methode, (lange) Zitate von Autoren nur abzuschreiben, aus dritter Quelle diese als entweder genuin marxistisch oder aber antisemitisch, antizionistisch, anti-ich-weis-nicht-was zu kennzeichnen, dann von deinen Lesern zu verlangen, sie sollten sich von den „Anti“-Positionen distanzieren um Dir und der Welt zu beweisen, daß sie wirkliche Linke seien, die sie nicht sein könnten, wenn sie nicht Positionen öffentlich ablehnten, von denen Du nicht nur behauptest, sie seien nicht links, sondern zudem von Linken aus linker Theorie abgeleitet worden, ohne, daß Du diesen Ableitungsvorgang als unvermeidlich oder sonstwie selbst belegt hättest, funktioniert nicht.     ut                 P.S.: Die von mir jetzt noch einmal skizzierte Methode „fidelche“, würde, wendete ich Sie an, mir von Koslowski als mindestens „Rechthaberei“ oder dogmatisch um die Ohren gehauen.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 20:28 @ fidelche schrieb am 13.05.2010 um 13:49 „Unfassbar Uwe, Du reitest Dich immer mehr in den rechten Sumpf,…“ fidelche, es wäre wirklich angebracht, wenn Du mit solchen Formulierungen, wie o.a. – sagen wir – zurückhaltender wärest. Mit zu unterstellen, ich hielte einen Satz wie diesen („Der Jude ist der Feind der menschlichen Art. Man muss diese Rasse nach Asien verweisen oder vernichten“ )“ für „linke Theorie“ ist mehr als abseitig. Du scheinst, ich versuchte es Dir an anderer Stelle schon zu erklären, nicht zu bemerken, dass ich mit Dir auf der Ebene der Theoriebildung oder -bewertung gar nicht kommuniziert habe. Deine „Übersetzung“ meiner Ansprache an Koslowski ist vollkommen daneben. Ich habe Koslowski gegenüber Deine Methode, ich nannte sie an anderer Stelle die „Methode fidelche“, kritisiert, mit der Du hier versuchst, Deine Thesen durch die Blogger bestätigt zu finden. Die ist nun wahrhaftig nicht links, nicht dialektisch, nicht materialistisch, kein garnix, allenfalls ideologiebildend. Deinen Methode ist aber erst mal schon garnicht die Theorie, die hier zur Debatte stünde. Wenn Du Der Meinung bist, dass sich durch Linke aus linker Theorie rechte Theorie ableiten ließe, dann mußt Du diese Ableitung belegen. Dieser Beleg wird nicht automatisch dadurch geführt, dass Du einen ideologischen Hintergrund (Antisemitismus) als in jedem fall automatisch die Theoriebildung bestimmend annimmst. Wenn Proudhon vor Marx einen kausalen Zusammenhang zwischen Zinsknechtschaft und dem Wirken der Juden als Juden als verachtenswerte Zinsherrn annahm, dann wäre nähmlich umgehkehrt zu erklären, wie aus dem Proudhon`schen Ansatz die Weiterentwicklung des Marxchen Ansatzes im Kapital- und Wertgesetz möglich war, das ja offensichtlöich ohne die Ideologiekomponente auskam. Wer war dan hier linker, wer rechter Theorethiker und warum nicht umgekehrt, oder so …..ut

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 10:40 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 14:56     Hallo Uwe, ich habe und werde Marx, wie bereits in einem früheren Blog (Slánský) bereits ausgeführt, trotz seiner Schrift zur Judenfrage nicht des Antisemitismus bezichtigen. Obwohl es einige problematische Passagen gibt würde ich Marx nicht als Frauenfeindlich titulieren. Betonfeministinnen können das durchaus völlig anders sehen. Völlig anders sehe ich Proudhon, der offen frauenfeindlich, rassistisch und antisemitisch war. fidelche

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 10:43 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 15:04 Hallo Uwe, das Marx Prodhoun widerlegt hat, war für Feder nicht relevant. Das müsste Dir doch klar sein. Feder war Nazi, deshalb gefielen ihm Proudhons Zinstheorie, sein Rassismus, sein Antisemitismus.              UT:Und jetzt soll auch noch ich Prodhoun widerrufen? Ja, Du sollst Dich eindeutig von Proudhons rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Thesen eindeutig distanzieren und diese in Zukunft nicht mehr „linke Theorie“ zu nennen!! Viele Grüße fidelche

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 11:07 @Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 19:03 Uwe, ich sehe Du hast Dich bemüht. Leider geht Dein Text haarscharf an der Problematik vorbei. Ob es Feder interessierte was Akkumulation oder Mehrwert ist, ist nicht relevant. Seine Zinstherie entsprach der Proudhons und Gesells. Den Schuldigen hatten nicht erst die Nazis gefunden. Bereits Proudhon wusste, „ dass die Juden Schuld sind.“ Proudhons Satz „Eigentum ist Diebstahl“ wurde später in seiner Theorie immer mehr ins Gegenteil verwandelt. Proudhon verteidigte Privateigentum,“ wenn es aus eigener Arbeit entspringt, gegen Wucher und Spekulanten“. Der „Nachfolger“ Proudhons, Silvio Gesell verteidigte ebenfalls das Eigentums, war Teilnehmer der Münchner Räterepublik, verteufelte den Zins, sprach vom rostenden Geld, war Sozialdarwinist. Bilde Dich dazu unter Schwundgeld, Menschenzucht und Antisemitismus Nochmal Uwe, ganz langsam für Dich: In meinem Text weise ich darauf hin, dass Faschismus und Nationalsozialismus mit regressiver Kapitalismuskritik agieren. Zum weiteren weise ich darauf hin dass viele frühsozialistische Theoretiker regressive (verkürzte) Kapitalismuskritik betrieben. Im Gegensatz dazu hat Marx den Kapitalismus wissenschaftlich, inhaltlich stimmig erklärt. Ebenfalls weise ich darauf hin dass der Antikapitalismus vielergegenwärtigen Linker und anderen Organisationen verkürzte Kapitalismuskritik beinhaltet.Verkürzte Kapitalismuskritik stelle ich bei Teilen vieler linken Organisationen fest. Attac, Gewerkschaften, SPD, Linkspartei, Grünen usw. In jeder dieser Organisationen gibt es aber Gegenkräfte, deren Position ich vertrete: Die Widersprüche des Kapitalismus haben keineswegs die Ursache im Finanzkapital. (Tendenzieller Fall der Profitrate, Mehrwerttheorie, Überakkumulation)  Unverantwortliche Spekulanten und habgierige Bankmanager zu verteufeln, lenkt von den Ursachen der Widersprüche der kapitalistischen Systems ab. Diese entweder unwissenden oder bewusst die Unwahrheit predigenden      „Kapitalismuskritiker“ besorgen das Geschäft der Bourgeoisien. Ein Beispiel dafür ist das Verdi Flugblatt.Uwe, wie ist Deine Position? Ist das Finanzkapital Deiner Meinung das große Übel des Kapitalismus? War Mussolini Faschist oder Sozialist? Mit Deiner Antwort erwarte ich Deinen klaren Widerruf. Das Bisherige war mir nicht eindeutig genug.           Gruß fidelche

Uwe Theel schrieb am 14.05.2010 um 13:02 @ fidelche schrieb am 14.05.2010 um 11:07     Ebenfalls weise ich darauf hin dass der Antikapitalismus vieler  gegenwärtigen Linker und anderen Organisationen verkürzte Kapitalismuskritik beinhaltet. Verkürzte Kapitalismuskritik stelle ich bei Teilen vieler linken Organisationen fest. Attac, Gewerkschaften, SPD, Linkspartei, Grünen usw. In jeder dieser Organisationen gibt es aber Gegenkräfte, deren Position ich vertrete: Die Widersprüche des Kapitalismus haben keineswegs die Ursache im Finanzkapital. (Tendenzieller Fall der Profitrate, Mehrwerttheorie, Überakkumulation) Unverantwortliche Spekulanten und habgierige Bankmanager zu verteufeln, lenkt von den Ursachen der Widersprüche der kapitalistischen Systems ab. F***C+++ (= ausdrücklich nicht: Freitag Community)

Auf Deine Rolle als Großinquisitor (Widerruf) und Hüter des Grals der reinen Leere will ich hier gar nicht eingehen. Aber, 1) solange Du nicht einmal erkennst, daß Marx gerade mit der Entdeckung des Gesetzes des tendenziellen Falls der Profitrate, bzw. der Enthüllung dessen Cagrakters, als des Mechanismus´, der die Akkumulation an ihre innere Grenze, damit das System an seine Grenze führt, den „Knackpunkt“ des System benennen kann und das dieses Gesetz, da das Kapital, incl. seiner Fraktion „Finanzkapital“ alles, schließlich natürlich auch sich selbst in Form von „Finanzprodukten“ unter sich subsumiert – was ihm aber auch nicht zu ewigem Leben verhelfen wird – ist Deine o. von mir zitierte Passage schlicht Unsinn. 2) Solange Du nicht für fünf Pfennig in der Lage bist auch nur an einer Stelle für deine Lieblingsthese den auch nur theoretischen Beweis anzutreten, dass Faschismus – von Theorie kann man hier niemals reden – aus linker Theorie oder Praxis ableitbar war oder wäre, setze ich mich mit Deinem – sorry – Gefasel nicht mehr auseinander. Nochmal: Deine mechanistische Komparatistik ersetzt keine Theoriebildung. Schreib für den Boulevard, falls Du das Volk wirklich verdummen willst.      ut

Rahab schrieb am 13.05.2010 um 08:19 und wer hat bei den hier angeführten gestalten  http://www.zionismus.info/zionismus/schoeps-3.htm  http://www.zionism-israel.com/dic/Poalei_Tziyon.htm  alles nicht richtig gelesen? oder wurde denen bösartigerweise ne schlechte/falsche übersetzung untergeschoben?

Ehrlicher schrieb am 13.05.2010 um 17:29 Ich habe tatsächlich alles durchgelesen. Jetzt ist mir endlich mal eingefallen, warum die (linken)antikapitalistischenTheorien mich immer so angeödet haben: Weil sie sich mit nichts anderem beschäftigen, als mit dem Kapital. Das mag einer Dummheit nennen. Aber ich möchte das Leben und die Menschen eben so nicht ansehen. Ich möchte nicht alles in links und rechts und -ismen einteilen und am wenigsten selber als -ist angesehen werden. mag sein, dass in den nächsten Jahren der Reformeuro kommt. Aber ich denke eben immer mehr an die Vulkane, die demnächst wahrscheinlich alle noch ausbrechen, an die ganze Zerstörung dieser Erde, an die großen Leiden, die zusätzlich zu diesen noch auf uns zukommen werden und an den alten weisen Indianerhäuptling, der gesagt hat: „Erst wenn die Bäume anfangen, von oben abzusterben und der Adler seine Beute auf dem Grund nichtmehr erkennen kann, werden die Menschen einsehen, dass man Geld nicht essen kann.“ Da ist es dann auch egal, ob der Euro vorher noch reformiert worden ist ! Aber, fidelche: Ich achte durchaus Ihre Gedanken- und Abschreib-Arbeit und ich habe einiges daraus gelernt ! Vielen Dank ! Das finde ich auch das Gute an den Blogs, das jeder zu allem seinen Senf dazugeben kann ! Ich mag bloß keine Niederträchtigkeiten. Die gibt es ja leider auch nicht zu knapp. Schade immer wieder ! Aber sonst: Danke !

Pjotr ‚Petka‘ Pustota schrieb am 13.05.2010 um 18:52 nur weil die nazis als auch mussolini proudhon, gesell, nietzsche, marx etc. zitieren oder aus dem zusammenhang gerissen die ihnen nützlichen teile heranziehen, sind proudhon etc. noch keine wegbereiter des faschismus; gerade keine nationalsozialistischen theoretiker. richtig ist es aber dennoch ihre analysen und philosophien zu hinterfragen gerade im hinblick auf ihren antisemitismus.

Achtermann schrieb am 13.05.2010 um 20:13 Was lerne ich aus diesem Blog? Wäre ich Teil der Arbeiterklasse, die den Kapitalismus als revolutionäres Subjekt abschaffen sollte, würde ich das in Unkenntnis der Theoretiker tun müssen, die hier abgehandelt werden. Ich hätte nur die vereinfachten Glaubenssätze verstehen können, da die Zeit, die Polit-Philosophen zu lesen oder diese gar zu verstehen, meine körperliche Regenerationsphase gar nicht zuließe. Letztlich wird diese Eventualität des Klassenkampfes gar nicht eintreten, weil die Theoretiker, die Strategieplaner, die programmatischen Schreiber sich selbst spalten. Der Klassengegner kann sich in seinem Clubsessel zurücklehnen und den Profit und die damit verbundene Macht genießen.

Uwe Theel schrieb am 13.05.2010 um 21:21 Hallo Achtermann, nicht dass ich ihnen irgendein Wort Ihres Kommentars absprechen wollte, aber interessieren würde mich schon einmal, ob sie einen Kommentar gleichen Tenors auch zu Michael Jägers ambitionierten freitag-projekt Die Andere Gesellschaft http://www.freitag.de/community/blogs/michael-jaeger/0-die-andere-gesellschaft-gliederung-in-kapitel-und-tagebuch abgeben würden?     mfg  ut

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 10:35 @Achtermann schrieb am 13.05.2010 um 20:13       Hallo Achtermann,Der Klassengegner (Westerwelle) sagt: Um diese Wirtschaftskrise zu meistern muss dem Spekulantentum Einhalt geboten werden. Münteferings  Heuschreckendebatte sollte von den eigentlichen und grundsätzlichen Widersprüchen des Kapitalismus ablenken. Da Du im Religionsblog bereits auf der richtigen Seite gekämpft hast, gehe ich davon aus dass Du nach Deiner körperliche Regenerationsphase die rote Armbinde anlegst und auf meiner Seite der Barrikade stehst.   Gruß fidelche

goedzak schrieb am 14.05.2010 um 10:43 LOL!   „auf der richtigen Seite gekämpft“, „die rote Armbinde anlegst“ – f****c**, manchmal denke ich, Du bist ein Satire-Projekt… Hallo Redaktion, da will ein Anonymus von der Titanic den Freitag veräppeln!!!

Magda schrieb am 14.05.2010 um 11:03 Das wirds wohl sein, lieber goedzak.Bei „Armbinde“ dachte ich auch noch an die allgemeine fidelche Rote-Armbinden-Verwickel-Technik. Oh Mann, wahrscheinlich eine höchst tiefsinnige Verarsche.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 11:12 @goedzak schrieb am 14.05.2010 um   10:43 Es freut mich wenn Du auch mal lachen kannst. Inhaltlich kannst Du aber offenbar nicht so sehr viel zum Thema beitragen. Das ist ein bekanntes Phänomen bei Dir und Deinen Freundinnen. Ich werde mal bei Sigi Freud nachlesen, woran das liegen könnte.

Rahab schrieb am 14.05.2010 um 11:17 und ich stellte mir mal wieder die  frage, ob die redaktion den verbandskasten schon griffbereit auf dem tisch zu liegen hat.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 11:30 @Rahab schrieb am 14.05.2010 um11:17  Hallo gebenedeite Rahab, was will mir die „Dichterin“ damit sagen? Viele Grüße fidelche

Rahab schrieb am 14.05.2010 um 11:57 ist das so schwer zu er-lesen?    verbands-kasten! blutige nasen…

Achtermann schrieb am 14.05.2010 um 12:04 @fidelche  Danke für Deine Empfehlungen für mich. Das mit der roten Armbinde werde ich mir noch überlegen. Um die Revolution weiter voranzubringen, gestatte ich mir einen Tipp für Dich. Ändere Deinen Revolutionsnamen! fidelche haben schon einige als Diminutiv zur Kenntnis genommen. Ich würde an Deiner Stelle daraus Che-Fidel machen. Da spürt man so richtig den Barrikadenkämpfer.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 12:50 @Achtermann schrieb am 14.05.2010 um 12:04    kein schlechter Tip. Vielleicht frag ich die Redaktion ob ich es ändern kann. Andererseits ist fidelche so schlecht auch wieder nicht. Bei einer Namensänderung hätte die Gegenseite überhaupt keine Argumente mehr. Entscheidend ist die Idee die dahintersteckt.   Gruß fidelche

Magda schrieb am 14.05.2010 um 13:24 Du lieferst doch auch keine Inhalte.Du lieferst woanders aufgeklaubten Content.  Das ist ja der Jammer mit Dir. Dein einziger Vorteil ist, dass die Leute Dich hier noch eine Weile halbwegs ernst nehmen. Ich sowieso nicht.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 14:04 @Magda schrieb am 14.05.2010 um13:24    Schade…

Pjotr ‚Petka‘ Pustota schrieb am 14.05.2010 um 11:33 fidelche    deinen missionarischen eifer in allen ehren. aber wie du gemerkt hast, erreichst du damit nicht viel; gerade wenn du den pfad der sachlichkeit  verlässt und einzelne personen persönlich angreifst. mit fehlenden argumenten kannst du hier leider nicht überzeugen. und den inhaltlichen weg hat diese debatte schon sehr früh verlassen. ich bitte darum auf den pfad der sachlichkeit und den austausch von stichhaltigen argumenten zurückzukehren und polemik, persönliche angriffe,arroganz etc. zu hause auf dem notizzettel zu lassen

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 11:53 @ Pjotr ‚Petka‘ Pustota schrieb am 14.05.2010 um 11:33  ich stimme grundsätzlich zu, verweise aber auf das Ursache- Wirkung Prinzip.

NOX schrieb am 14.05.2010 um 12:30 eine Meinung: ich fand den Beitrag ganz interessant. Mir ist sofort der Ökonom Schumpeter eingefallen, der ja –wenn ich mich recht entsinne- die Unterscheidung zwischen raffendem und schaffendem Kapital kannte. Zwanzig Jahre her, dass ich den gelesen habe. Den Artikel von Gremliza habe ich auch gerne gelesen. Dieses Thema mit dem Antisemitismus, den es innerhalb der Linken gebe oder nicht, ist ein  bischen interessant und innerhalb der radikalen Linken wohl noch virulent. Israel geht ungerecht mit den Palästinensern um, oder nicht? Aber wo gibt es in welchem Land der Welt keine Ungerechtigkeit, Unterdrückung? Bei einigen Linken kommt es mir so vor, als wollten die Israel als besonders unterdrückerisch hinstellen, zB in Bezug auf die Palästinenser. Ich frage mich, warum diese Leute sich nicht mit derselben Vehemenz für die Tamilen auf Sri Lanka einsetzen. Ich bin Deutscher. Warum muss man sich als Deutscher so verbissen auf Israel-Palästina beziehen, was Teile der Linken  ja tun? Man könnte ja mal einen Blog machen zu sog. Antizionisten gegen die Gremliza-Gang. Das wäre eine Fetzerei. Vielleicht ganz lustig. Aber  andererseits: ob man so eine Diskussion führen würde oder in China fällt  ein Sack Reis um-selbe Relevanz. Oder?

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 12:45 @NOX schrieb am 14.05.2010 um 12:30 Danke für den Super-Beitrag. Den Blog Antizionisten gegen die Gremliza-Gang hab ich schon gemacht – 3-teilig: 1 Améry 2 Slánský 3 Der Einarmige Die GremlizaGang bestand allerdings fast ausschließlich in mir. Im 2. und 3. Blog wurde es dann aber besser. B.V. schrieb am 15.05.2010 um 12:30 „Warum muss man sich als Deutscher so verbissen auf Israel-Palästina beziehen, was Teile der Linken ja tun?“ Diese Linken tun das gerade weil sie Deutsche sind, das spielt da immer mit, aber viele weigern sich das psychologisch zu reflektieren.Man könnte ja mal einen Blog machen zu sog. Antizionisten gegen die  Gremliza-Gang. Das wäre eine Fetzerei. Vielleicht ganz lustig. Aber andererseits: ob man so eine Diskussion führen würde oder in China fällt ein Sack Reis um-selbe Relevanz. Oder?“ So ist es. Zeitverschwendung, da gehe ich lieber zur Pferderennbahn und verdiene mir Geld beim wetten 😉

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 18:32 @NOX schrieb am 14.05.2010 um12:30 Ich muss noch etwas präzisieren. Die Gremliza-Gang (manche nennen sie auch Gremliza-Bande) besteht aktuell aus zwei Personen. Rainer Kühn und mir. Da Rainer Kühn derzeit hier nicht schreiben darf, bin ich der Comandante. Ansonsten ist die Bande „demokratisch“ strukturiert. Ich schreibe die  Anführungszeichen bewusst, ohne mich deshalb zu desavouieren. Wer bei der Gang mitmachen will, sollte zumindest Agnostiker sein, kann aktuell bei mir einen formlosen Aufnahmeantrag per PN stellen. Rainer Kühn und ich werden dann über die Aufnahme entscheiden. Vom Hörensagen weiß ich dass Dr. Boedele und oca Interesse haben.         Gruß fidelche

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 14:32 1)Anstatt die „unverantwortlichen“ Spekulanten und die „habgierigen“ Bankmanger zu verteufeln und den Kapitalismus als reinen Finanzkapitalismus zu beschreiben, sollte sich die Gemeinde einmal fragen, wieso es Widersprüche und Probleme im Kapitalismus gibt. Wieso gibt es immer wieder Überproduktionskrisen. Wieso gibt es Butterberge, Milchseen, Autohalden? Warum werden für immer mehr produzierte Waren immer weniger Arbeitskräfte gebraucht? Warum sinken die Löhne? Soll dafür im Ernst das Finanzkapital schuld sein? Ist es im Übrigen nicht so, dass man Finanzkapital und Produktionskapital überhaupt nicht mehr unterscheiden kann? ie Unterscheidung von gutem Produktionskapital und bösem Finanzkapital ist ein Ablenkungsmanöver der Herrschenden, das rechte Ideologen sich vor hundert Jahren erstmals von angeblich linken Ideologen abgesehen haben. Diese falsche Kapitalismuskritik lebt offenbar innerhalb der „Linken“ weiter. Sogar in diesem Forum. Weil ich auf die reaktionären, rassistischen, antisemitischen Aussagen von Proudhon und Gesell aufmerksam machte, habe ich laut Aussage von Uwe Theel, linke Theorie mit Scheinargumenten desavouiert. Bedeutet dass im Umkehrschluss Proudhons/Gesells Rassismus, Antisemitismus, Menschenzucht sind nicht der Rede wert oder gar, diese Aussagen sind ganz ok? Ich meine, wer diesen Rassismus, Antisemitismus, diese Menschenzucht gutheißt desavouiert sich. Bisher gab es keinen Widerruf dieser unfassbaren Aussage. Wenn Uwe Theel mit meinen Ausführungen offenbar nicht einverstanden ist, er also das Finanzkapital für die aktuelle Krise verantwortlich macht, ist er kompatibel mit der Kapitalismuskritik, wie sie, wahrscheinlich täglich, in der Springerpresse, an vorderster Stelle der Bildzeitung zu lesen ist. Von einem „Linken“ ,mit angeblich hohem Anspruch, muss ich mehr erwarten dürfen als Bildzeitungsniveau. 2)Um das „Konzept“ des Faschismus zu verstehen muss man sich mit Georges Sorel und seiner antimaterialistischen Marxismusrevision befassen. Der Zusammenschluss von Sorelianismus und Nationalismus, die Synthese von Sozialismus und Nationalismus sind Erklärungen für das Entstehen der faschistischen Ideologie. Das beste Beispiel für diesen Weg ist Mussolini. Seine Marxismuskritik brachte ihn zum nationalen Sozialismus und letztendlich zum Faschismus. „Die Grundidee des Faschismus bleibt unverständlich wenn man sie nicht als Revolte gegen den Materialismus begreift,“ schreibt Zeev Sternhell. Mussolini verkörperte für die italienischen Linksdissidenten und die Nationalisten nach dem ersten Weltkrieg die perfekte Führerfigur. Mussolini eroberte 1912 die Sozialistische Partei Italiens, war 1914 ihr unbestrittener Chef. Damalige Jungsozialisten, wie Gramsci, gehörten zu seinen Anhängern. 1919 gründete Mussolini die faschistische Bewegung in der sich revolutionäre Syndikalisten, Futuristen, Anarchisten und verschiedene Linksdissidenten zusammenfanden. Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, die Entstehung der faschistischen Ideologie:“ Die revolutionären Syndikalisten diagnostizierten bereits vor dem ersten Weltkrieg die Integration des Proletariats in die bürgerliche Gesellschaft, sie brachen mit der Marxschen Ökonomie und propagierten die direkte Aktion, die revolutionäre Kraft gegen die Dekadenz der herrschenden Verhältnisse. Die Enttäuschung über den ausbleibenden Heroismus der Arbeiterschaft ließ sie nach einem neuen revolutionären Subjekt suchen- und sie fanden es in der Nation. Aus dem Sorelschen Mythos des Generalstreiks wurde der Mythos des reinigenden Krieges, der die bürgerliche Dekadenz überwinden sollte.“

Columbus schrieb am 14.05.2010 um 15:18 Lieber Fidelche, Ohne noch weiter auf Ihren Text, er ist weitgehend eine, ohne Zitat-Angaben und Herkunftsnachweise, zusammengeschusterte  Meinungsäußerung, was man leicht beweisen kann, wenn man ihre Textfragmente in die diversen Suchmaschinen eingibt, krankt Ihre  Betrachtung der Ökonomie aus „irgendwie marxistischer“ Randsicht an einem wesentlichen Defekt, den z.B. der hier betrachtete Silivio Gesell, erfolgreich nicht zur Grundlage seiner Theorien machte. Sie verwechseln den Produktionskapitalismus des 18. und 19.Jh und z.B. die  „Tulpenblase“, mit dem Finanzkapitalismus des 20. und 21. Jahrhunderts. Hier hat eine große Verschiebung der Kräfte und Mächteverhältnisse statt  gefunden. Ein Beispiel: Börsencrashs im 19.Jh. ja sogar Staatsbankrotte waren möglich, wenn sich Anlegergesellschaften in der Wertschöpfung ihrer  Anlagen verspekulierten. Das waren zum Beispiel Beteiligungen und Optionen auf Kanalbauten, Handelsmonopole in den Kolonien oder eben die Tulpen.Staatsbankrotte kamen zustande, weil auch die Staatsoberhäupter und Regierungen erhebliche Anteile an den Unternehmungen hielten und sich andererseits bei den Staatsausgaben, weitgehend zu eigenen ganz persönlichen Zwecken, nicht zurück hielten. Gesamtwirtschaftlich spielte das jedoch keine große Rolle, weil nach dem Crash die Dynamik der unternehmensorientierten Investitionen und der wachsenden staatlichen Aufgaben (Wohlfahrtsstaat, Schule, Bildung, Verkehrsinfrastruktur) unvermindert weiter lief. Erste Anzeichen einer Änderung der Situation könnte man historisch  sicherlich schon in der Zeit der französischen Revolution genauer  analysieren, als mit den Assignaten dem enteigneten kirchlichen Landbesitz  ein fiktiver Wert zugeordnet wurde, der dann von den Kapitalbesitzern  handelbar war. Weder die Bewertungen der Ländereien, noch ihre handelbare Auspreisung stimmte je. Das waren die ersten, gesetzlich beförden  „Schrottpapiere“ in großem Umfange. Es wurde spekuliert. Sogar der Staat   beteiligte sich, weil er so seine Schulden los werden (die Gläubiger gerade nicht enteignen) wollte und ihm das schließlich, den Wert ständig nach unten korrigierend, über den Finanzhandel teilweise gelang. Zunächst gab es keine Zinsen mehr auf die Papiere, dann wurden sie auf Schwundstufe abgewertet. Glücklich allerdings, wer am Ende der Kette noch Kapitalien besaß und so die „Null“-Werte (die Mandate), die doch realen  Besitztiteln entsprachen, aufkaufen konnte. So entsteht sehr großer Besitz, der zwar lange nicht viel „wert“ ist, aber später, bei Landknappheit in und um die Städte, zu Buche schlug. So verhält es sich heute in einem noch viel stärkeren, nein, kaum noch überschaubaren Maße, weil nämlich ein weiter wachsendes Ungleichgewicht  der Kapitalströme zwischen den Finanzmärkten und der Realwirtschaft  eingetreten ist und sogar gesetzlich festgeschrieben wurde. Das geht so, mindestens seit den Jahren der „Reaganomics“. Bisher erfolgten keine nachhaltigen Regulationen. – Gesell und andere hatten diese Zusammenhänge schon viel früher erkannt, aufgrund der Analyse der immer wiederkehrenden Währungs- und Wirtschaftskrisen des späten 19.Jahrhunderts und der Inflation nach dem ersten Weltkrieg. Sie setzten das Schwundgeld dagegen. Zu Ihrem fast schon notorischen Versuch, der heute politisch agierenden  Linken und ihren Vetretern einen historischen und vor allem von Ihnen und einigen anderen zu entlarvenden Antisemitismus zu unterstellen, fällt mir  nichts mehr viel ein, außer ein müdes Achselzucken. Schon die historische   Beschreibung, Linke, die dann nach Rechts wanderten, hätten einen wesentlichen Einfluß auf die Entstehung des Faschismus genommen, ist  grundfalsch. Feder z.B., war weder ein Linker, noch ein Kommunist oder  Sozialist, sondern vertrat eine Art Ständeordnung, er huldigte dem  Nationalismus und dem Rassismus, er hasste den Internationalismus und den  Pazifismus, dem sich z.B. Gesell, aber auch die meisten Lebensreformer um  Oppenheimer in der Kolonie Eden, stark verpflichtet fühlten, und bediente sich, wenn es passte, bei sozialistischen und anarchistischen Autoren. Er machte das so, wie Marx und Proudhon (hier besonders schön zu      studieren, die große Zustimmung und die Ablehnung, je gegenseitig) und überhaupt Leute die einigermaßen lesen und denken können, im Guten, wie im Schlechten, sich einmal zustimmend, einmal ablehnend der Argumente und Meinungen anderer Denker und Autoren bedienen. Eine gewichtige Rolle spielte er, wie sie andeuten möchten, weder bei den Nazis nach 1933, noch je bei irgend welchen Linken. – Sie müssen auch einmal, das gilt ganz besonders für Feder, in Betracht ziehen, dass einer Läuse (irgendwie geartete Kapitalismuskritik) und Flöhe (Antisemitismus) gleichzeitig haben  kann, ohne dass Läuse Flöhe, oder vice versa Flöhe Läuse sich davon schon gegenseitig befruchten. Die Wurzeln des Faschismus, die Wurzeln die wirklich genutzt wurden, die lagen sicher nicht im Denken linker, vor allem anarchistischer, oder   lebensreformistischer, oder syndikalistischer, vorgeblicher Vordenker, die  ja unter „Menschenzucht“ eher bei Nitzsche nachlasen, als bei den so   genannten „Rasse- und Sozialeugenikern“. Allenfalls bedienten sich       Faschisten in den weit ausgefalteten Theoriegebäuden der „Antidenker“ und „Umwerter“. So kommt auch der Scheinzusammenhang Mussolini- Sorel  zustande, den es so nämlich nur über weitere Vermittler gegeben hat, die eben bei Sorel abschrieben, was ihnen in den Kram passte. Zwischen dem faschistisch gewendeten Mussolini und Sorel gibt es keinen Gleichklang, was auch leicht aus jeweiligen anderen Aussagen, denen Sorels und denen  Mussolinis, belegbar ist. – Wenn Sie Sternhell richtig lesen, so schreibter das auch genau so hin und ist damit sehr viel korrekter, wohingegen Sie anfangen kräftig herum zu kleistern, um ein Wunschporträt zu produzieren. Wie Sie, neigt aber auch Herr Sternhell dazu, aus Randnotizen grandiose Kausalzusammenhänge zu zimmern (siehe Zitat in ihrem Text). Es hat aber keinen Sinn auf Sie kritisch und sachlich und vor allem umfänglich einzugehen, weil Sie sich ebenso notorisch und grundsätzlich nichts sagen lassen, sondern in der Methode und Zielrichtung weiter  fortfahren. – Unsinn ist viel leichter in die Welt zu posaunen, als ihn  wieder aus ihr heraus zu schaffen. Liebe Grüße  Christoph Leusch

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 23:18 @Columbus schrieb am 14.05.2010 um 15:18     Lieber Herr Leusch, vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich habe Quellengaben in meinem Text. (Bierl, Feder, Chiemgauer, Verdi)  angegeben. Wenn Sie verschiedene Texte auch in Suchmaschinen gefunden  haben, bitte ich Sie mich nicht dafür verantwortlich zu machen. Meine  Texte habe ich aus den Originalquellen hergeleitet. Peter Bierl kenne ich  aus Diskussionen persönlich. Mit der „Tulpenblase“, wollte ich belegen dass es Spekulationen auch ohne Globalisierung gab. Wenn Sie schreiben: „Das geht so, mindestens seit den Jahren der „Reaganomics“. Bisher erfolgten keine nachhaltigen Regulationen. – Gesell und andere hatten diese Zusammenhänge schon viel früher erkannt, aufgrund der Analyse der immer wiederkehrenden Währungs- und Wirtschaftskrisen des späten 19.Jahrhunderts und der Inflation nach dem ersten Weltkrieg. Sie setzten das Schwundgeld dagegen.“ Ich hoffe sehr dass Sie Gesells „Lösung der Probleme durch Schwundgeld“, die keine ist, auch nur im entferntesten akzeptieren!! Sie schreiben:Zu Ihrem fast schon notorischen Versuch, der heute politisch agierenden Linken und ihren Vetretern einen historischen und vor allem von Ihnen und einigen anderen zu entlarvenden Antisemitismus zu unterstellen, fällt mir nichts mehr viel ein, außer ein müdes Achselzucken. Was fällt ihnen zu dem Verdi Flugblatt und Münteferings Heuschreckendebatte ein?? Sie schreiben: Schon die historische Beschreibung, Linke, die dann nach Rechts wanderten, hätten einen wesentlichen Einfluß auf die Entstehung des Faschismus genommen, ist grundfalsch. Feder z.B., war weder ein Linker, noch ein Kommunist oder Sozialist, sondern vertrat eine Art Ständeordnung, er huldigte dem Nationalismus und dem Rassismus, er hasste den Internationalismus und den Pazifismus, dem sich z.B. Gesell, aber auch die meisten Lebensreformer um Oppenheimer in der Kolonie Eden, stark verpflichtet fühlten, und bediente sich, wenn es passte, bei sozialistischen und anarchistischen Autoren. Ich habe nie behauptet dass Feder ein Linker sei. Im Gegenteil Feder in  den Kommentaren als Nazi bezeichnet. Gesell war ein Chamäleon. Zum einen in der Münchner Räterepublik, zum anderen fordert er in seiner  Freilandtheorie Zuchtwahl.In meinem Text geht es nicht um irgendwie geartete Kapitalismuskritik sondern exakt um die Kritik des Zinses. Diese Kritik ist bei Proudhon, Gesell und Feder identisch. Ich bitte dies noch einmal zu überdenken. Ihr Läuse und Flöhe Beispiel greift nicht. Einerseits schreiben Sie das ich Sternhell nicht richtig gelesen habe und  eine Zeile weiter schreiben Sie dass auch Sternhell aus Randnotizen grandiose Kausalzusammenhänge zimmert. Das heißt Sie können Sternhell  besser lesen als Sternhell. Ich halte eine solche Argumentation ehrlich gesagt für vermessen. Es hat aber befürchte ich wenig Sinn Sie zu überzeugen. Drei Fragen hätte ich aber doch an Sie. 1.) Glauben Sie dass das Finanzkapital die Hauptschuld an der aktuellen Wirtschaftskrise hat. 2.) Ist die Verdi Broschüre mit ihren Heuschrecken problematisch? 3.) Waren Gesell und Proudhon Antisemiten, Rassisten, Eugeniker?     Liebe Grüße    fidelche

Columbus schrieb am 15.05.2010 um 12:55 Lieber Fidelche, Nicht ich muss beweisen, dass Gesell oder Proudhon oder Sorel keine Antisemiten, Rassisten oder Eugeniker waren, sondern Sie müssten das Gegenteil peinlich genau belegen, wenn Sie es denn weiter behaupten wollen! Direkt entlang und mit den Aussagen und Schriften, nicht durch Behauptungen Dritter. Aber, dafür gibt es keine sehr aussagekräftigen und vor allem keine anhaltenden Belege, so sehr sich immer wieder die gleichen, wenigen Autoren bemühen. – Weder bei Proudhon, noch bei Gesell spielt das eine wesentliche ideologische oder theoretische Rolle. Gesell ist Internationalist und Pazifist. Sorel bekannte sich spät zu einem Nationalismus, weil er so seiner syndikalistischen Ideen und der Theorie vom Generalstreik, damit von der Macht der Gewerkschaften, mehr Erfolgschancen ausrechnete. Er war ja, als  Pro-Dreyfusard (da gab es wohl nur selten Antisemiten) ein gebranntes Kind. Zu Proudhon ist übrigens, genau bei Zeev Sternhell, nur belegt, dass er in seinen  Tagebuchaufzeichnungen einmal erwog, öffentlich gegen die Juden im Finanzsystem etwas zu schreiben. Das war damals nicht ungewöhnlich, sogar im gewählten Ton nicht außergewöhnlich. Entstanden ist davon nichts, denn es war nicht sein Hauptgedanke. Denken Sie einmal an das was Heinrich Heine (konvertierter Jude) über Rothschild, seinen Gönner, zu sagen pflegte. – An diesem Beispiel können Sie übrigens schön sehen, wie überinklusives Denken bei Ihnen und Sternhell funktioniert! Das Endergebnis ist dann, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus, sowie die Faschismen seien aus originär linkem Denken enstanden, was mit Verlaub, großer „Kappes“ ist! Proudhons Hauptwerke strotzen ebenso wenig, wie die Werke Sorels von rassisitischen oder antisemitischen Äußerungen. Man muss schon die Art der „Präparation“ Sternhells  anwenden, um aus all´ den Leuten, die man aus ganz anderen, Gründen, ablehnt, weil sie nämlich den eigenen Göttern in wesentlichen Theoriefragen widersprachen und doch Verehrer derselben blieben, Antisemiten zu machen und das sogar als eine wesentliche Triebfeder und Motivation dieser Leute aus zu geben. – Das aber, lieber Fidelche, ist genau Ihre Methode, die Sie chiq finden mögen, die aber die Linke, die um eine politische Zukunft ringt und ihre Theoretiker, aber auch die der nahe stehenden  Anarchosyndikalisten und der christlichen Sozialreformer ernst nehmen sollte, anstatt sich in einem fort als Oberrichter aufzuspielen und diese Leute als „Rechtsvorläufer“ zu brandmarken, was völlig kontraproduktiv und zudem noch historisch falsch ist. Gründen Sie mit ihrem Verdi-Brieffreund eine eigene Gewerkschaft, stellen Sie der klugen und auch öffentlich wirksamen Kritik von Attac etwas Gleichwertiges an die Seite, beteiligen sie sich mit einer modernisierten, die neue Qualität des Finanzkapitals  berücksichtigenden Interpretation und Weiterführung der Marxschen Theorie, anstatt sich als „Antisemitenjäger“ und „Protofaschismenentdecker“ zu profilieren. Gremliza, die Titanic, und ein paar notorische „Antisemitenjäger“ (Sie haben ja in den letzten Blogs schon kräftig dubiose Ratschläge bezügl. der Palästinenser unterstützt, sind wahrlich keine Meisterdenker, die nun die Marxsche Lehre oder überhaupt linke Auffassungen auf irgend einen gesicherten Boden stellen wollen und ihr zu einer notwendigen  Renaissance verhelfen würden. Wie ich schon schrieb. An einem Tag können Sie fünfzig Leute als Antisemiten und Krypto- oder Protofaschisten „entlarven“, es dauert aber mindestens dreißig Tage, bis man Ihre und Sternhells überdrehte Thesen wieder auf das rechte Maß zurückgestutzt hat. – Diese, Ihre Methode ist nicht nur intellektuell unbefriedigend, sondern ganz eigentlich ist sie auch noch hochgradig unfair. Übrigens arbeiten so die Blogger auf den Seiten von PI. Die werfen auch mit jedem erreichbaren Zitatkrümmel um ihre ganz rechten Ziele zu verbreiten und stellen nebenbei gerne apodiktischen Sätze auf, dazu gerne auch Fragen, in denen ihre Wert-Urteile schon enthalten sind. Ich muss zugeben, die Masche zog dort bisher und auch auf der Linken kann das funktionieren, denn nicht viele Menschen, die durchaus links fühlen,  beschäftigen sich historisch und theoretisch nicht damit, hören aber sehr gespannt hin, wenn es um die Bezichtigungen Faschist, Nazi, Antisemit geht. Dieses Vorgehen gegen die Tauschgeldtheoretiker, Freiländer und Lebensreformisten ist übrigens schon alt. Mit ´nem „braunen Bonbon“ kriegt man jeder Theorie und jede historische Person schnell dahin, wo man sie gerne hin haben möchte. – Das funktioniert in den Staaten umgekehrt. Da muss man nur jemanden als Kommunisten oder „Leftisten“ verdächtigen, schon ist der Ruf dahin. Zu Gesell kann ich Ihnen nur sagen, dass der zu keinem Zeitpunkt Vorlagen für die Rassen und Eugenikvorstellungen der Nazis lieferte, kein Rassist und kein Eugeniker war. Das wissen Sie auch. Nur anders herum regt es eben  die Leser hier mehr auf. Lieber Fidelche, wenn es Ihnen wirklich um die Erörterung eines wirtschaftlichen Zusammenhangs, von Gesetzen möchte ich in diesem Zusammenhang nicht reden, gegangen wäre, dann hätten Sie sich ihre Schlenker, kurzerhand wieder einmal einige Sozialisten zu Rassisten und Antisemiten um zu deuten, „eingespart“. – So viel zur Spekulation und zur Entwicklung von durchschnittlichen Profitraten, zur Werttheorie und zur Funktion von Banken steht ja nun wirklich nicht in ihrem Text. Der zielte ja auch gar nicht auf die Erörterung eines komplizierten Sachverhalts. Ihnen geht es um die „Wertung“ von Personen (Gesell=Chamäleon, Sorel und Proudhon=Antisemiten, Teile der radikalen Linken, der Anarchisten und anderer Reformbwegungen =Wurzel des Faschismus) Übrigens tun Sie Sternhell keinen Gefallen, wenn Sie ihn mit seiner radikalsten These (ein Satz) hier zitieren. Er ist durchaus differenzierter und hat in seinen historischen Arbeiten bisher eine Herleitung der braunen Ideologie aus linkem Gedankengut immer strikt abgelehnt. Es gibt keine sozialistische Analogie, hie Nazis, dort Kommunisten und Stalinisten, die aus einem gemeinsamen Schoß kroch. Die ideologischen Konzepte liegen nicht nebeneinander, sondern weit auseinander. Es gibt nur erstaunlich wenige ernst zu nehmende intellektuelle Überläufer, die ja gerade deshalb immer wieder und schon seit mehr als einem halben Jahrhundert herhalten müssen um die „Nähe“ ganzer Theorien und Personengruppen „nachzuweisen“. Was Münterfering und Heuschrecken angeht, so ist an dem verwendeten Bild ziemlich Alles falsch,  trotzdem wurde Müntefering verstanden. Das passiert häufiger bei Politikern. Der Prozess der Kapitalakkumulation auf dem Finanzmarkt ist eher ein Prozess der  Konzentration und der Begrenzung der profitierenden Teilnehmer auf eine selbstdefinierte kleine, globalisierte Schicht, -der mehrheitliche Rest der Menschheit muss sich auf dem Kapitalmarkt mit niedrigen Einlagezinsen zufrieden geben und sich durch hohe Kreditzinsen plagen lassen-, als ein Prozess der Heuschreckenvermehrung, die sich dann durch das „Kahlfressen“, selbst liquidiert, um in einer Art biologischem „Superzyklus“ erneut aufzutreten. Müntefering, falls Sie lieber Fidelche es noch nicht wussten, was ich aber nicht glaube, war zuletzt, zusammen mit Gerhard Schröder, der Totengräber einer schlagkräftigen, sozialistischen und demokratischen Partei, ein Freund der „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ und eher eine Art „Durchhaltepolitiker“, der die Sozialdemokraten aus Angst vor Machtverlust auf einen neoliberalen Anpassungskurs einschwor, weil er feste daran glaubte, dass nur so Sozialdemokraten überhaupt noch demokratisch Regierungsverantwortung zugeteilt erhielten. Das war auch Blairs Grundgedanke in GB, zusammen mit Giddens, gegen die Parteilinke und den Gewerkschaftsflügel, für „New Labour“. Das ist dann eine Schwundform einer sozialistischen und demokratischen Partei, aber ein vermeintlicher Rettungsanker irgend eines kleinen sozialdemokratischen und sozialistischen Einflusses in der voll entfalteten, Finanzmarkt- gesteuerten, Marktwirtschaft. Was das „Schwundgeld“ angeht, so wäre das heute nur eine mögliche Maßnahme unter vielen notwendigen Eingriffen, die z.B. mit wechselnden „Schwundraten“, das Wirtschaftgeschehen mit steuerte. Weitere Maßnahmen sind jedoch derzeit dringlicher notwendig: Z. B. eine striktes Verbot verdeckter  Finanzgeschäfte, ein striktes Verbot, Kredite weiter zu verkaufen, was ja im Grunde nichts Weiteres ist, als die ruinöse Praxis des Schuldscheinkaufs und -Verkaufs aus früheren Jahrhunderten fort zu führen. Eine Börsenumsatzsteuer und eine Gewinnmargenabschöpfung (Alles oberhalb der Leihmarge für Konsumenten- und Betriebskredit, abzüglich eines gewissen Risikoaufschlags) durch die Staaten oder dazu beauftragte, internationale Organisationen (die Abschöpung arbeitete dann auch floatend, d.h. sie könnte nach Bedarf und Situation mehr oder weniger Kapital abschöpfen), wäre sehr wünschenswert. Zu Sorel könnte Ihnen dieser Aufsatz weiter helfen, der mit dem Mythos des  „rechten“ Sorel aufräumt: http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/mcm_0755-8287_1983_num_1_1_862 Zu Gesell antwortet hier Werner Onken kompetent und schlüssig auf Peter Bierl:      userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/onken/WO-ueber-Bierl.htm Liebe Grüße Christoph Leusch

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 18:17 @Columbus schrieb am 15.05.2010um 12:55    Lieber Herr Leusch, ich werde etwas später detailliert auf ihre geforderten Beweise bezüglich  Gesell oder Proudhon oder Sorel eingehen. Offenbar haben Ihnen die kurz  angedeuteten Vorstellungen der Personen nicht gereicht!? Dass Proudhons und Sorels Hauptwerke von rassisitischen oder  antisemitischen Äußerungen. strotzen, habe ich nie behauptet. Das müssten  Sie bitte belegen und nicht behaupten. Ich habe auf entsprechende  Äußerungen dieser Theoretiker hingewiesen. Offenbar erkennen Sie nicht den  Unterschied. Übrigens, von welcher klugen und auch öffentlich wirksamen Kritik von   Attac sprechen Sie? Etwas konkreter bitte! Welchen Verdi Brieffreund  meinen Sie? Wenn Sie schreiben: „Zu Gesell kann ich Ihnen nur sagen, dass der zu keinem Zeitpunkt Vorlagen für die Rassen und Eugenikvorstellungen der Nazis lieferte, kein Rassist und kein Eugeniker war. Das wissen Sie auch.“ Ich bitte Sie bis zu meiner Zwischenbilanz sich einmal folgenden Text,  Originaltext, Silvio Gesell auf sich wirken zu lassen: „Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würden etwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins     andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß  zu ziehen, ohne      unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche  Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre     Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die  geistigen,      körperlichen, die vererbungsfähigen Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht.“ Quellle: Kapitel aus Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung. Wenn Sie schreiben, „Was das „Schwundgeld“ angeht, so wäre das heute nur eine mögliche Maßnahme unter vielen notwendigen Eingriffen, die z.B. mit wechselnden „Schwundraten“, das Wirtschaftgeschehen mit steuerte. Weitere Maßnahmen sind jedoch derzeit dringlicher notwendig: Z. B. eine striktes Verbot verdeckter  Finanzgeschäfte, ein striktes Verbot, Kredite weiter zu verkaufen, was ja im Grunde nichts Weiteres ist, als die ruinöse Praxis des Schuldscheinkaufs und -Verkaufs aus früheren Jahrhunderten fort zu führen…“.kann ich nur noch den Kopf schütteln. Sie sind tatsächlich der Meinung Schwundgeld könnte irgendein Problem lösen. Unfassbar! Warum hat das  Regionalgeld nicht in Argentinien funktioniert? Aber speziell auf diese  ihre Aussage werde ich später detailliert eingehen. Ich habe ehrlich  gesagt nicht mit solchen Thesen, wie den Ihrigen, in diesem Forum  gerechnet. Liebe Grüße   fidelche

Columbus schrieb am 15.05.2010 um 23:51 Lieber Fidelche,Was hat dieses Gesell- Zitat mit Rassismus und mit Sozialdarwinismus odermit Eugenik zu tun? Hier geht es um Frauen-Emanzipation und freie Zuchtwahl (Darwin eben und/oder Mozart Zauberflöte Papageno und Papagena, nicht Rasse- Günther, nicht Rosenberg, nicht Feder, nicht Chamberlain, nicht Galton, nicht Hitler, nicht….), ungerichtet, nicht vom Menschen per Gesetz, Verordnung oder per „Lebensborn“-Eliteeinrichtung wählbar, nicht vom Führer verordnet, nicht vom  Reichsmythologen Himmmler der SS anvertraut, in der Sprache des frühen 20.Jahrhunderts. – Das ist so ziemlich das galtte Gegenteil jeder Eugenik und Rassezüchtung, sondern eine Chance auf von ökonomischen Zwängen freie und individuelle Partnerwahl. – Also, ein ganz schlechtes Beispiel und kein Beweis. In Wahrheit geht es Ihnen um die Denunziation der Freigeldleute, u.a.. Das sagen Sie ja weiter unten, als Antwort auf Angelica selbst. Ich bin kein Geselljaner, aber auch nicht so verblödet, mich freiwillig einer linken Denunziationstheorie anzuschließen, die mich zum absoluten Außenseiter macht und deren Chance auf irgend eine politische Umsetzung, außer durch Gewaltanwendung, bei Null liegt. Sie können da ruhig weiter machen, aber wer will das dann in Zukunft noch mit Ihnen kritisch diskutieren? – Niemand. Sie bleiben unter sich im Fanclub. Wer sagt Ihnen denn, dass ihre Kapitalismuskritik, die ja hauptsächlich in einer Anti-Polemik gegen andere Theoretiker besteht, -ihr Marx-Verständnis haben Sie ja überhaupt nicht vorgestellt-, plausibel und vollständig ist? – „Glaube, Liebe, Hoffnung?“ Ich kann nur den Kopf schütteln, weil Sie wirklich Alles in einen Topf werfen und offensichtlich und absichtlich Zitate umdeuten. Das Sternhell Zitat geben Sie ja, als ihre Meinung aus. &gt;&gt;Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, „Die Entstehung der Faschistischen Ideologie: “Die Wurzeln des Faschismus liegen in der radikalen Linken am Beginn des 20. Jahrhunderts. Dessen führende Theoretiker waren ganz überwiegend „rechte Leute von links“, die aus dem revolutionären Syndikalismus hervorgegangen waren.“&lt;&lt; – Das ist eben eine Geschichtsfälschung, denn in Wahrheit kam nur ein verschwindend geringer Anteil der revolutionären Syndikalisten, die an sich schon einen kleinen Anteil an der Linken stellten, von dort nach Rechts. Ihre These ist in etwa so weltfremd, wie diejenige einiger Modelinker und Satiriker, die aus dem nun braun eingefärbten Horst Mahler eine Massenbewegung der einstigen APO nach Rechts konstruieren und mit erhobenem Zeigefinger und Kopfschütteln überall ehemals Linke-Braune sehen wollen. Das ist die Umkehrung der Empirie, die Sie zu ihrem Mantra erklären. Dazu muss man entweder verbohrt sein oder aber innwändig und außen völlig durchimprägniert mit der Meinung der eigenen Götter. Das ist für die  Erkenntnis und fürs richtige Lesen keine gute Voraussetzung. Liebe Grüße Christoph Leusch

Uwe Theel schrieb am 16.05.2010 um 00:52 @ Columbus am 15.05.2010 um 23:51 Wunderbar argumentativer Text, der ist mir alle Sterne wert.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 11:36 @Columbus&amp; Uwe Theel  C:Hier geht es um Frauen-Emanzipation und freie Zuchtwahl. UT: Wunderbar argumentativer Text, der ist mir alle Sterne wert.    Da bleibt mir die Spucke weg! Laut Gesells Theorie wird nur der erfolgreiche Mann die Möglichkeit haben  Frauen zu finden und Kinder zu haben. „Untüchtige“ Menschen werden nach  einigen Generationen ausgestorben sein. Das hat nichts mit freier Liebe zu  tun. Frauen sind in Gesells Welt nur zum Kinderkriegen da.  Dass ich mich hier mit derartiger „brauner Soße“ auseinandersetzen muss habe ich nicht erwartet.   Schockiert fidelche

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 13:15 @Columbus schrieb am 15.05.2010 um 12:55 Ich habe die „Verteidigungsschrift Onkens gelesen. Ich empfehle ihnen die  Anklageschrift von Elmar Altvater zu lesen:  Auszug aus:Eine andere Welt mit welchem Geld? [] Viele Gesellianer haben mit den Nazis kollaboriert. Eine der schillerndsten Figuren unter ihnen ist Otto Lautenbach, einst Vorstandsmitglied des Freiwirtschaftsbundes. Er vertrat in der Nazi-Zeit einen „deutschen Sozialismus freiwirtschaftlicher Färbung“. Ein anderer Gesellianer, Wilhelm Radecke, trat in die NSDAP ein und sammelte die anderen Freiwirte in der NSDAP im sogenannten Rolandbund (Bartsch, nach: Niederegger, S. 16). Nach dem Krieg wurde Lautenbach führendes Mitglied der „Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft“ und in dieser Funktion lautstarker Propagandist des Neoliberalismus deutscher Prägung, d.h. der Freiburger Schule, unterstützt von deren wissenschaftlichen Koriphäen und politischen Aushängeschildern wie Ludwig Erhard. Er tritt nun für „stabile Währungspolitik“ und „Leistungswettbewerb“ als den beiden Grundpfeilern der „sozialen Marktwirtschaft“ ein. Eine Politik der Geldwertstabilität ist nun wichtiger als die Unterbindung von Positivzinsen. Dabei ist auch erwähnenswert, dass der Wirtschaftsminister der Adenauer-Ära, Ludwig Erhard, als ausgewiesener Neoliberaler bei Franz Oppenheimer studiert und promoviert hat, der zwar nicht die Freigeldlehre, wohl aber die Freilandlehre gegen das „Bodenmonopol“ und seine sozial schädlichen Auswirkungen vertreten hatte. Die Einvernahme durch den Neoliberalismus ar wegen der Ablehnung von Kommunismus und Sozialismus, die Hervorhebung  des Wettbewerbs und des ungebändigten Individualismus und die Betonung der Marktwirtschaft gegen den Kapitalismus eine Leichtigkeit. Die einstigen Freiwirte, die mit den Nazis paktiert hatten, singen nun das Hohelied der freien und sozialen Marktwirtschaft. Auch der Bankier Wilhelm Radecke hat diese Häutung vollzogen. Er hat die Gesellianer mit den Nazis zusammengebracht, ist selbst in die NSDAP eingetreten und hat viele Jahre lang in Hitler den Feldherrn der Freiwirte gesehen (Bartsch 1994: 327-328). Radecke hat nach dem Zweiten Weltkrieg die Gesell’schen Theorien weiter verfolgt. Nun aber mit dem zeitgeistig angebrachten Neoliberalismus gefärbt. So schreibt er im Nachwort zur mehrmals zitierten der Schrift von Karl Walker, mahnend an die Mitglieder und Wähler der SPD gewandt: „Diese große und in ihrem Wollen als ehrlich anzusprechende Partei sieht sich wegen der Unhaltbarkeit der marxistischen Theorie in Programmschwierigkeiten. Es wäre höchst bedauerlich, wenn sich in der SPD diejenigen durchsetzen würden, die in den – dem Bundeswirtschaftsminister (gemeint ist Ludwig Erhard – EA) zu verdankenden – Erfolgen der Regierung Adenauer auch die Richtigkeit des herrschenden Systems und die Verlässlichkeit der konjunkturellen Entwicklung zur dauernden Vollbeschäftigung und zu sozialen Entspannung erkennen und erhoffen würden. Es sollten vielmehr diejenigen Kräfte der SPD zum Erfolg kommen, die bei der Suche nach ‚neuen Wegen zu den alten Idealen’ auf Silvio Gesell gestoßen sind.“ (Radecke 1954: 18). Der Neoliberalismus und seine Ablehnung von Monopolen war also für Gesellianer attraktiv. Dies gilt jedoch in erster Linie für den „alten“ Neoliberalismus, den „Ordo-Liberalismus“. Der „neue“ Neoliberalismus der globalisierenden Deregulation der Märkte und der Konkurrenz von Finanzplätzen, in deren Verlauf die Zinsen nicht abgebaut, sondern nach oben geschaukelt werden (vgl. Altvater 2004), findet das Gefallen der neuen Generation von Gesellianern nicht. Nun werden auch ökologische Argumente gegen die mit den positiven Zinsen ausgeübten Wachstumszwänge vorgetragen.[]    Liebe Grüße fidelche

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 13:33 Lieber Fidelche,Bei solchen Anwürfen kann ich nur lachen. – Sie verstehen, ich begreife mich nicht als „braune Soße“. Gesell, Sorel und Proudhon ebenfalls nicht. Auch in meinen Argumenten ist nichts von der deutschnationalen, völkischen oder gar nationalsozialistischen Scheiße. Aber Sie können natürlich frei und ungezwungen Leute „bewerten“ und Meinungen bewerten, wie es Ihnen gefällt. Sie sollten sich aber dann darauf einstellen, dass solche Art Kryptologie und Afterforschung bald keine liebevolle und zugewandte Antwort mehr erhält. Mit freundlichen Grüßen  Christoph Leusch

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 14:19 @Columbus schrieb am 16.05.2010  um 13:33           Lieber Columbus, wenn jemand, wie Gesell, „Manchesterkapitalismus“ fordert, in dem Frauen  als Gebärmaschinen und reiche Männer als Samenspender fungieren sollen. Wenn jemand meint, das Erbgut der von ihm minderwertigen Menschen würde im Laufe der Zeit ausgemerzt sein und eine „Hochzucht der Menschheit“ wurde dann erreicht werden, dann nenne ich das „Braune Soße“.  Jeder Mensch, ob nun Linker oder nicht, der dies anders sieht, tut mir im Grunde genommen leid. Jemandem der diese Menschenzucht befürwortet, ist  sehr schwer mit Worten zu überzeugen, dass er sich auf einem Irrweg  befindet. Das musste ich leider feststellen.        Liebe Grüße fidelche

THX1138 schrieb am 14.05.2010 um 15:30 Absolut brillianter Text, Hut ab! Etwas vom besten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Doch der Frage von koslowski schliesse ich mich an: Worauf willst Du hinaus?

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 18:21 @THX1138 schrieb am 14.05.2010 um 15:30  Danke für das Lob;)  Hab ichzwar bereits erwähnt. Gerne aber nocheinmal: 1. Ich weise darauf hin, dass Faschismus und Nationalsozialismus mit regressiver Kapitalismuskritik agieren. 2.Ich weise darauf hin dass viele frühsozialistische Theoretiker regressive (verkürzte)Kapitalismuskritik betrieben, im Gegensatz zu Marx 3. Ich weise darauf hin dass der Antikapitalismus der gegenwärtigen Linken, sowie einiger hiesiger Forumsteilnehmer, teilweise verkürzte  Kapitalismuskritik ist. 4. Ich habe die Herausgeber der VerdiBroschüre kritisiert. Das betreffende Flugblatt wurde innerhalb Verdis stark kritisiert. 5. Verkürzte Kapitalismuskritik stelle ich bei Teilen vieler linken Organisationen fest. Attac, Gewerkschaften, SPD, Linkspartei, hier schreibende Forumsmitglieder, usw. In jeder dieser Organisationen gibt es   aber Gegenkräfte, so auch hier Natürlich stelle ich nicht nur innerhalb      der Linken regressive Kapitalismuskritik fest. Mittlerweile springt sogar Westerwelle auf das Pferd auf. 6. Ich rate der Linken von verkürzter Kapitalismuskritik ab. Zum einen wegen der beschriebenen Andockmöglichkeiten, zum anderen weil diese Kritik ganz einfach zu kurz greift und falsch ist, wie Marx das bereits zu Lebzeiten beschrieben hat.

THX1138 schrieb am 15.05.2010 um 19:35 Dass ein (theroetischer) Zusammenhang zwischen Faschismus und Kapitalismuskrise(n) besteht, hat auch der von mir hochgeschätzte ungarische Wirtschaftswissenschaftler- und      Theoretiker Karl Polanyi in seinem umfangreichen Werk „The Great  Transformation“ herausgefunden. Kennst Du den?

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 23:06 @THX1138 schrieb am 15.05.2010 um  19:35     Nein, hab nichts von ihm gelesen. Scheint aber interessant zu sein.   Ich muss aber erst mal den Gesellianern hier belegen was ihr Idol so  geschrieben hat.       Gruß fidelche

Columbus schrieb am 15.05.2010 um 23:56 Lieber THX 1138, Wenn Sie von einem (theoretischen) Zusammenhang sprechen, dann kann das heißen, es gibt keinen praktischen Zusammenhang, es gibt zwar eine Möglichkeit, sie wurde aber nicht verwirklicht, oder aber, Faschismus und Kapitalismuskrisen haben nichts miteinander zu tun. – Was denn nun? Gibt es da eine Möglichkeit, die Sie für wahrscheinlich und belegt halten?    Liebe Grüße Christoph Leusch

THX1138 schrieb am 16.05.2010 um 00:10 Lieber Columbus     Gerne würde ich Ihnen den von Karl Polanyi vertretenen Standpunkt näher bringen- doch ich bin z. Z. ausserhalb der Reichweite von meinen Büchern. Was ich über ihn geschrieben habe, speist sich aus meiner Erinnerung. Ich habe gerade eine neue Wohnung bezogen, deswegen. Der Computer steht vorübergehend auf dem Esstisch, mein Arbeitszimmer sieht aus wie ein Lager und auch sonst…

Uwe Theel schrieb am 16.05.2010 um 02:21 @ THX1138 schrieb am 15.05.2010 um 19:35    Man bringe den armen fidelche hier bloß nicht auf falsche Fährten, er könnt`s nicht merken: Polanyi ging davon aus, dass marktwirtschaftliche, also kapitalistische Syteme, sich verselbstständigten und dann die starke Tendenz hätten, nur noch mit geregelten Wirtschaften, wie denen des Faschismus „gerettet“ zu werden. Dies scheint eine linke These zu sein, doch Polanyi grenzte sich ausdrücklich von jeder marxistischen Lösung ab, wenn er die faschistische Lösung der Kapitalismuskrise durch seinen Ansatz zu vermeiden sucht. Also: Faschismus als Ausfluß des Kapitalismus, nicht, wie fidelche hier immer wieder unsinnigerweise annimmt: Faschismus als Ausfluß falscher Kapitalismuskritik. Aber wahrscheinlich sieht fidelche das wieder ganz anders Literatur:  http://www.anthro.unibe.ch/unibe/philhist/anthro/content/e297/e1387/e4325/linkliste4368/08hs-philip-spring_ger.pdf    und http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/sozialoekonomie/zoess/DP15.pdf

THX1138 schrieb am 16.05.2010 um 17:36 Gefunden, Herr Leusch! Polanyi argumentiert in The Great Transformation folgendermassen: „Als das internationale System in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts versagte, traten die fast vergessenen Probleme des Frühkapitalismus wiederum zutage. An erster Stelle das Problem der Demokratie (…) Wenn es je eine politische Bewegung gab, die den Erfordernissen einer objektiven Situation entsprach und nicht das Ergebnis zufälliger Ursachen darstellte, dann war es der Faschismus. Gleichzeitig wurde der zerstörerische Charakter der faschistischen lösung offensichtlich. Sie bot einen Ausweg aus der strukturellen Sackgasse, die in vielen Ländern im wesentlichen gleicher Art war, und doch würde die Kur, falls man sie versuchte, über all zu einer todbringenden Krankheit führen. Dies ist die Art und Weise, wie Zivilisationen zugrunde gehen. (…) Der Faschismus war ebenso wie der Sozialismus in einer Marktgesellschaft verwurzelt, die nicht funktionieren wollte.“ Hier geht Polanyi kurz auf die Versailler Friedensverträge ein (ohne die deutsche Hyperinflation explizitzu erwähnen), bevor er weiterfährt: „Die vom Faschismus gespielte Rolle wurde von einem Faktor bestimmt: dem Zustand des Marktsystems.“ Hier zeichnet er den Verlauf und die Bedeutung des Faschismus von 1917 bis nach 1930 auf, den er in drei Phasen unterteilt (1917- 1923 / gelegentliches Aufflammen des Faschismus, der von den Regierungen auch gerne dazu bebutzt wird, für Ordnung zu sorgen; 1924- 1929 / da die Wiederherstellung des Marktsystems gesichert schien, verschwinden die Faschisten von der Tagesordnung; nach 1930 / „befand sich die Marktwirtschaft in einer allgemeinen Krise und der Faschismus wurde innerhalb weniger Jahre zu einer Weltmacht“): „Erst in der dritten Periode- nach 1929- wurde die wahre Bedeutung des Faschismus offenbar. Es wurde klar, dass das Marktsystem in eine Sackgasse geraten war. Bis dahin war der Faschismus kaum mehr gewesen als ein Aspekt der autoritären Regierung Italiens (…) Nun bot er sich als Alternativlösung des Problems der Industriegesellschaft an. Deutschland übernahm die Führung einer Revolution europäischen Ausmasses, ind die faschistische Ausrichtung verlieh seinem Kampf um die Macht eine Dynamik, die bald fünf Kontinente umfasste. Die Geschichte fand sich im Triebwerk gesellschaftlicher Veränderungen.“ Ursache und Wirkung zeigt er hier meiner Ansicht nach sehr deutlich auf. Und wir befinden uns schon wieder in einer  Transformationsphase- die Frage ist nur, in welche Richtung das politische Pendel dieses Mal ausschlägt. Meiner Ansicht nach stehen die Zeichen auf Sturm.

jhartmann schrieb am 19.05.2010 um 05:10 „“nicht, wie fidelche hier immer wieder unsinnigerweise annimmt: Faschismus als Ausfluß falscher Kapitalismuskritik.“ Dass der Antisemitismus (nicht nur) der Nazis sich durch festes Verbundensein mit einer die ökonomische Realität verkennenden einseitigen Finanzkapital(isten)schelte (eben im Unterschied Marx‘ Ökonomiekritik) von anderen Rassismen unterscheidet, ist unter Antisemitismus-Forschern völlig unumstritten, zumal unter solchen, die Marx nahe stehen. (Auch übrigens unter jenen, die Antizionismus für legitimen Antinationalismus halten.) Das kann nur jemand nicht wissen (wie die Juristen sagen: „mit Nichtwissen bestreiten“ …), der lediglich ad hoc schlau klingende Zitate zusammengoogelt.

burton030 schrieb am 14.05.2010 um 17:22 Da wir ja hier soviele Kommunisten und Wirtschaftstheoretiker an Bord haben und sich hier auf das „Gesetz der fallenden Profitrate“ bezogen wird; so stelle ich die Frage: Wie begegnet ihr der Kritik an diesem Gesetz? Mir geht es hierbei vorallem darum, wie begegnet ihr dem „Okishio-Theorem“? Gerne auch per PN falls das hier moeglich ist (ich bin neu hier) und diese Frage als nicht angemessen, in dieser Diskussion empfunden wird. Ansonsten moechte ich noch sagen, der Text, ob zusammengeschustert oder nicht, gibt schon eine gute Kapitalismuskritik ab. Das Linkspartei, Verdi und so weiter verkuerzte Kapitalismuskritik betreiben und das jetzige System stuetzen, steht außer Frage und dafuer werden sie auch auf der Muellkippe der Geschichte landen.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 23:35 @burton030 schrieb am 14.05.2010   um 17:22   Danke für den Kommentar. Ich hatte bereits vor, einen Blog über den  tendenziellen Fall der Profirate einzustellen. Ich kenne zwei Verdi  Kollegen, die ich vor kurzem bat in einem derartigen Blog  mitzudiskutieren. Auf die Antwort warte ich noch. Das Okishio-Theorem ist      relativ kompliziert. Es besagt zudem nur, dass ein spezielles  mathematisches Modell (ein komparativ statisches, lineares   Produktionspreismodell) den Fall der Profitrate nicht nachweisen kann,  sondern sogar deren Anstieg impliziert. Daran zeigt sich nur, dass man von   absoluten Größen und ihren Grenzen nicht einfach abstrahieren sollte, wie es lineare Modelle immer tun. Weitere Infos unter: Claus Peter Ortlieb –  Ein Widerspruch von Stoff und Form.

burton030 schrieb am 14.05.2010 um 17:22 Da wir ja hier soviele Kommunisten und Wirtschaftstheoretiker an Bord haben und sich hier auf das „Gesetz der fallenden Profitrate“ bezogen wird; so stelle ich die Frage: Wie begegnet ihr der Kritik an diesem Gesetz? Mir geht es hierbei vorallem darum, wie begegnet ihr dem „Okishio-Theorem“? Gerne auch per PN falls das hier moeglich ist (ich bin neu hier) und diese Frage als nicht angemessen, in dieser Diskussion empfunden wird. Ansonsten moechte ich noch sagen, der Text, ob zusammengeschustert oder nicht, gibt schon eine gute Kapitalismuskritik ab. Das Linkspartei, Verdi und so weiter verkuerzte Kapitalismuskritik betreiben und das jetzige System stuetzen, steht außer Frage und dafuer werden sie auch auf der Muellkippe der Geschichte landen.

Uwe Theel schrieb am 14.05.2010 um 19:04 @ burton030 schrieb am  14.05.2010 um 17:22 Okishio’s theorem Die englische Wikipedia diskutiert das Theorem ausführlich nach voraufgegangener Erklärung besonders hier: en.wikipedia.org/wiki/Okishio%27s_theorem#Discussion und dort en.wikipedia.org/wiki /Okishio%27s_theorem#David_Laibman.27s_Efforts_to_Defend_Okishio.27s_Theorem Demnach ist die Widerlegung des Gesetzes vom tendenzillen Fall der Profitrate durch das Okisho-Theorem mindestens wackelig. Außerdem sei daruf hingewiesen, dass fidelche sich weniger um innertheoretische Problem der Kritik der Politischen Ökonomie kümmert, sondern das von Columbus so drastisch im Flöhe-und-Läuse-Theorem ausgedrückte Problem hat, wenn ich auch die Terminologie dort etwas weniger ungeziefernah gewählt hätte, aber logisch hat Columbus m.E. recht.

fidelche schrieb am 14.05.2010 um 20:11 Liebe Mitkommunarden, bevor ich später auf die neuen Kommentare eingehe möchte ich einen Leserbrief aus meiner Mailbox, mit Erlaubnis des Autors veröffentlichen: lieber fidelche, deinen beitrag zur verkürzten kapitalismuskritik heute  kann ich nur unterstützen und unterschreiben, und zwar ausdrücklich auch  als ver.di-mitglied seit 25 jahren, wenn man die gew- und die ötv-zeiten  mitrechnet. auch die rechten leute von links wie die linken heute von     rechts kenne ich gut, aus vielen meiner lektorate einmal, aus meinem  studienschwerpunkt in der geschichtswissenschaft zum anderen. was du  anführst, ist die für ein blog lang genug gemachte reihe von fehlgehender   theorie, die genau da landet, wo du es mit müntefering=westerwelle+applaus  in grün andeutest: so ist „antikapitalisch“ sogar genau die BILD. und  jeder ‚linke‘ wird DAS natürlich abstreiten; ebenso wie deine treffende   herleitung und deine treffende schlußfolgerung.   ps.: fro darf insb. ich auch sein, daß froh sich hier gesinnungstechnisch  ins aus fahren wird. etwa vor theels mauer, aber doch mit segen von rapps  betonöl. halt einer weniger …     viele solidarische grüße, mit gang of four, dein rainer, jva   münster-geist4tel

omg schrieb am 15.05.2010 um 11:57 Hallo, hier ein inhaltlicher Input zur Neuausrichtung der Debatte. Das Lambsdorfpapier (admin.fnst.org/uploads/644/Lambsdorffpapier-2.pdf) macht deutlich, das es ökonomische Notwenidgkeiten(tendenzell sinkende Kapitalrendite der gewerblichen Wirtschaft) für den Neoliberalismus gibt. Diese Notwendigkeiten wurden ideologisch Überbaut. Es gibt verschieden Interpretationen des Problems, je nachdem welche Weltsicht man hat. Auch in der „Linken“.

Uwe Theel schrieb am 15.05.2010 um 13:05 @ omg am 15.05.2010 um 11:57    thx for trying    Lieber OMG lies doch mal auf den Seiten 9/10 des von Dir freundlicherweise aus dem geschützten Bereich der Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) zugänglich gemachten Lambsdorffpapiers aus dem Jahre 1982 (!!!) die dort gelisteteten Punkte 1) bis 5) für eine Fiskal- und Wirtschaftspolitik, die also auch Dir als „marktwirtschaftlicher Ausweg“ aus der krise des Kapitalismus erscheint: Es sind die genau die Punkte, die, zum guten Teil mittlerweile unter Zutun von allen Parteien, bis auf die der Linken, verwirklicht wurden, und uns nun schon in die zweite Stufe der Krise geführt haben, die damit angeblich verhindert werden könnte/sollte. Einzelheiten ergeben sich beim Lesen des Papiers, für den, der die Augen vor der aktuellen Lage, ihrer Entwicklung und Ursachen nicht verschließt.

Angelia schrieb am 14.05.2010 um 20:37 Bedauerlicherweise verstehe ich diese Kritik an der Kapitalismuskritik als eine willkürlich zusammengebastelte Beweisführung gegen „Linke“ deren Denken wesentlich radikal sein soll und zu Antisemitismus, Nationalsozialismus und Faschismus führt. Hätte man die Kernaussage des Elaborat nicht weniger umständlich, unverschleierter, also klarer und am Wesen des Kerngedanken orientierter schreiben können? Ich mag zwar  Eintöpfe als kulinarisches, aber keineswegs als geistiges Gericht. Doch wenn man das Wesen der Kritik am Kapitalismus nicht kennt (oder gar nicht kennen will) und es nur darum geht, gegen etwas (gegen linkes Denken, was soll das überhaupt vom Wesen her sein?) zu schreiben, kommt wohl ein Eintopf dabei raus. Schade.

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 23:14 @Angelia schrieb am 14.05.2010 um 20:37     Dann hast Du etwas falsch verstanden. Es ist keine Beweisführung gegen alle Linke. Nur gegen Linke die eine falsche Kapitalismuskritik üben. Ich weiss dass es in allen von mir kritisierten Organisationen Gegenkräfte gibt die diese „Rechten von Links“ kritisieren. Diese Kräfte möchte ich stärken. Dass sich in diesem Forum Gesellianer tummeln konnte ich beim Schreiben des Blogs nicht wissen. Darauf werde ich noch ausführlicher eingehen. „Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen.“ (Georg Christoph Lichtenberg)

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 23:24 Der Sozialdarwinist Silvio Gesell Teil 1      Zwar versprach der Kaufmann Gesell, alle Einkommen würden steigen, wenn  Zinsen und Renten entfallen. Verteilt werden soll aber »nach den Gesetzen des Wettbewerbs« gemäß dem Prinzip: »Dem Tüchtigsten der höchste Arbeitsertrag«. Gesell redete von einer Rückkehr zum Manchester-Kapitalismus, allerdings ohne Rentiers und Grundeigentümer. Ausgegrenzt wird, wer als unproduktiv und faul gilt. Der Gesellianer und Anarchist Klaus Schmitt spricht von einer Wirtschaftsordnung, die das »eigennützige Streben der Menschen nutzt und die tüchtigen Produzenten belohnt und nicht die unproduktiven Geldverleiher, Grundeigentümer und andere Parasiten bereichert«. Parasiten sind hier auch Flüchtlinge,Sozialhilfeempfänger, Erwerbslose, Behinderte, Alte und Kranke. Gesellselbst schrieb von »Arbeitsscheuen« und »Bummelanten«. In seiner Utopiewären diese Menschen auf Almosen angewiesen, einen Sozialstaat hat ernicht vorgesehen.Das Land wollte Gesell in öffentliches Eigentum überführen und an Bauern verpachten. Auch dieses sogenannte Freiland dient eugenischen Zielen. Die Pacht sollte an den Staat gezahlt »und restlos an die Mütter nach der Zahl der Kinder verteilt« werden, als »Mutterrente«, forderte er. Diese »Rückkehr der Frau zur Landwirtschaft« war für Gesell »die glücklichste Lösung der Frauenfrage«. Die »Vorrechte bei den Geschlechtern« wären aufgehoben, die Grundrente als ökonomische Sicherheit gewähre den Frauen »das freie Wahlrecht … und zwar nicht das inhaltsleere politische Wahlrecht, sondern das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb der atur«. Die Frauen würden den schädlichen Einfluß der Medizin ausgleichen, die die »Erhaltung und Fortpflanzung der fehlerhaft geborenen Menschen« bewirke. »Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.« Die rassenhygienischen Ideen werden bis heute von Gesellianern vertreten, meist verbrämt, etwa von Margrit Kennedy. Die eifrige Propagandistin von Tauschringen und Regionalgeld stellte in einem Beitrag für den »Gesundheitsberater«, das Blättchen des braunen Müslipapstes und ehemaligen SA-Mannes Max Otto Bruker, Gesells Konzept als »Lastenausgleich« für Kindererziehung dar. Regina Schwarz vom Kölner »Netzwerk gegen Konzernherrschaft«, einer Mitgliedsorganisation von Attac, und Mitbegründerin des Kölner Sozialforums, präsentierte im Infobrief des Netzwerks im Januar 2003 die Lehre Gesells. Auch sie behauptet, Gesell habe ein »Entgelt für Erziehungsleistungen« vorgeschlagen, um die Frauen aus der ökonomischen Abhängigkeit der Männer zu befreien. Daß Gesells »Lösung der Frauenfrage« mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist, verschleiert Regina Schwarz. Werner Onken berichtet über Gesells Bodenreformpläne und schreibt, die »freie Liebe« würde endlich verwirklicht, weil alle Mütter nach der Zahl ihrer Kinder Unterhalt aus den Pachterträgen bekämen. »Die vom Kapitalismus körperlich, seelisch und geistig krank gemachte Menschheit (wird) in einer … freien, natürlichen Wirtschaftsordnung allmählich wieder gesund werden und zu einer neuen Kulturblüte aufsteigen können.« Auch dieser Text wurde im Infobrief des »Netzwerks gegen Konzernherrschaft« veröffentlicht, wie sich die Gruppe um Maria Mies nennt. Wissen sie nicht, mit wem sie  kooperieren, oder sind diese patriarchalen Menschenzuchtphantasien kompatibel mit ihrer eigenen reaktionären Subsistenzperspektive? Ganz offen vertritt Klaus Schmitt das Menschenzucht-Programm. »Immerhin ist dieser Gedanke einer für die Gesunderhaltung des Erbguts und für die Evolution der menschlichen Art vorteilhaften und von den betroffenen Individuen selbstbestimmten Eugenik eine diskutable Alternative zu den auf uns zukommenden, von Staat und Kapital fremdbestimmten  Genmanipulationen«, schrieb Schmitt in dem Buch Silvio Gesell – Der Marx der Anarchisten?, das im anarchistischen Kramer-Verlag in Berlin erschienen ist. Tauschringe und Regionalgeld sind kein bisschen emanzipatorisch, im Gegenteil. Sie dienen als praktisches und propagandistisches Vehikel für Schwundgeld-Utopien und  Zinsknechtschaft-Phantasien – ein strukturell antisemitischer Ansatz. Wenn Gesell alle Übel der Welt auf Zins und böse Geldbesitzer projiziert und ihnen die schaffende Gemeinschaft der Werktätigen und Unternehmer gegenüberstellt, trennt er, wie heute die Globalisierungskritiker, was untrennbar verflochten ist: Industrie- und Finanzkapital. Die Nazis brachten den scheinbaren Gegensatz auf die Parole raffendes versus schaffendes Kapital, wobei sie die Raffer in christlich-abendländischer Tradition als Juden identifizierten. Ganz in dieser Tradition wurde in der NPD-Zeitung »Deutsche Stimme« im Frühjahr 2004 eine revolutionäre Neuordnung des Geldwesens propagiert. »Macht die Völker frei – brecht die Zins-Sklaverei« lautete die Parole. Durch Schwundgeld solle eine »Gesundung des deutschen Volkes« erreicht und die Macht der »Geldkapitalisten der Wall-Street« gebrochen werden. Die Chiffre bezeichnet für Nazis, Islamisten und so manche Globalisierungskritiker die Weltherrschaft der Juden. Anthroposophen, Gesellianer, Ökofeministen und sonstige Antiglobalisierer mögen allerlei Differenzen im Detail haben. Grundlegendes ist ihnen gemein: Was dem einen die Tobin-Steuer, ist dem anderen das Schwundgeld. In der Hymne auf überschaubare Verhältnisse und kulturelle Identität, auf Subsistenz und Regionalgeld paaren sich Unverständnis und Mief. Das Dorf, die Region, die Heimat versus große weite Welt und transnationale Konzerne. Nicht von ungefähr erinnert das an die deutsch-völkischen Lebensreformer, die Ende des 19. Jahrhunderts einen Gegensatz zwischen heimischer Scholle/bravem Landmann und der dekadenten, wurzellosen Stadt sowie dem kosmopolitischen Juden konstruierten. Auch Gesell bewegte sich in diesem braunen Milieu. Einer seiner Anhänger notierte 1919: »Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtschaft.« Attac hat Gesells Lehre als zumindest diskussionswürdig akzeptiert und aufgewertet, indem der Attac Ratschlag, eines der höchsten Gremien, die Zinstheorie als einen wenn auch kontroversen Ansatz in das Positionspapier zur »Alternativen Weltwirtschaft« aufgenommen hat. Quelle: Konkret 06/05, Peter Bierl Völkisches Empfinden

fidelche schrieb am 15.05.2010 um 23:48 Der Sozialdarwinist Silvio Gesell Teil 2                 Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung           2.4. Wie die Bodenverstaatlichung wirkt Auszug: [] Vieles spricht für diesen Vorschlag. Zunächst der Umstand, daß die Grundrente letzten Endes ja überhaupt als Verdienst der Mütter zu betrachten ist, insofern als die Mütter die für die Grundrente nötige Volksdichtigkeit überhaupt erst schaffen. Soll jeder das Seine erhalten (suum cuique), so unterliegt es keinem Zweifel, daß die Mütter das meiste Anrecht auf die Grundrente haben. Zu demselben Ergebnis kommt man, wenn man das Naturweib, das wie eine Königin über die Natur ringsum verfügt, mit unseren armseligen Fabrikarbeiterinnen vergleicht. Dann sieht man, daß den Müttern die Grundrente heute geradezu gestohlen wird. Es gibt wahrhaftig unter den Naturvölkern Asiens, Afrikas, Amerikas keine Mutter, die wirtschaftlich so aller Hilfsmittel entblößt ist wie die Proletarierinnen Europas. Dem Naturweib gehört die ganze Umgebung. Das Holz für ihr Haus nimmt sie, wo sie es findet; den Bauplatz wählt sie sich selbst. Ihre Hühner, Gänse, Ziegen, Rinder weiden um die Hütte herum. Der Hund bewacht das Nesthäkchen. Aus dem Bache zieht der Bub die tägliche Forelle. Im Garten säen und ernten die größeren Kinder, andere kommen mit Holz und Beerenobst beladen aus dem Walde, die Älteste bringt aus dem Gebirge den erlegten Bock. Und an die Stelle all dieser Naturgeschenke haben wir den Rentner, ein dickes, faules, unschönes Geschöpf gesetzt. Man braucht sich also nur in die Lage einer schwangeren Proletarierin zu versetzen, die von der ganzen Natur ringsum nichts hat, wo sie ihr Kind hinlegen kann, um zu erkennen, daß, wenn es schon einmal in der jetzigen Volkswirtschaft nicht ohne Abgrenzungen und Grundrenten geht – diese Grundrente dann unverküzt den Müttern zusteht: Nach Berechnungen, die allerdings auf unsicheren Unterlagen beruhen, würden etwa 40 M. monatlich für jedes Kind unter 15 Jahren aus der Grundrente verteilt werden können. Mit dieser Unterstützung einerseits und mit der Entlastung vom Kapitalzins andrerseits, wird jede Frau imstande sein, auf dem Lande ihre Kinder groß zu ziehen, ohne unbedingt auf Geldbeiträge des Mannes angewiesen zu sein. Wirtschaftliche Rücksichten könnten die Frauen nicht mehr brechen. In allen geschlechtlichen Fragen würden ihre Neigungen, Wünsche und Triebe entscheiden. Bei der Gattenwahl würden die geistigen, körperlichen, die vererbungsfähigen Vorzüge statt des Geldsackes den Ausschlag geben. So kämen die Frauen wieder zu ihrem Wahlrecht, und zwar nicht zum wesenlosen politischen Wahlrecht, sondern zum großen Zuchtwahlrecht. – • Nach der Bodenverstaatlichung wird jeder über das gesamte Deutsche Reich, und, wenn sie allgemein eingeführt wird, über die ganze Welt verfügen. Verglichen damit sind die jetzigen Könige die reinen Bettler. Jedes neugeborene Kind, ob ehelich oder unehelieh, wird 540 932 Geviertkilometer, 54 Millionen ha Land zu seiner Verfügung haben. Und jeder wird freizügig, keiner mehr wie die Pflanze an die Scholle gebunden sein. Jeder, dem die heimatliche Luft nicht zusagt, dem die Gesellschaft nicht gefällt, der aus irgendeinem Grunde einen Platzwechsel wünscht, löst seinen Pachtvertrag und zieht fort. Dadurch werden die verschiedenen deutschen Stämme, die, wie zur Zeit der Leibeigenschaft, an der Scholle kleben und von der schönen Welt nie etwas anderes als ihren Kirchturm sehen, in Bewegung geraten und neue Sitten, neue Arbeitsverfahren, neue Gedanken kennenlernen. Die verschiedenen Stämme werden sich kennenlernen und auch einsehen, daß keiner besser als der andere ist, daß wir allesamt nur eine schmutzige, lasterhafte Gesellschaft gebildet haben. Und da, wie bekannt, man sich des Lasters in der Regel vor Fremden mehr schämt, als in der Heimat vor Bekannten und Verwandten, so ist anzunehmen, daß der Verkehr mit Fremden die Sitten strenger und reiner machen wird. Aber die Bodenverstaatlichung dringt umgestaltend in das innerste Wesen des Menschen: den gemeinen Knechtssinn, der aus der Zeit der Leibeigenschaft noch dem Menschen anhaftet (dem Herren nicht weniger als dem Knechte), weil das  Sondereigentum am Boden, diese Grundlage der Leibeigenschaft, noch fortbesteht, diesen knechtischen Sinn wird der Mensch mit dem Privatgrundbesitz endgültig abschütteln; er wird sich wieder aufrichten wie eine junge Tanne, die, vom niederzwingenden Gewichte des Schnees befreit, kerzengerade wieder emporschnellt. „Der Mensch ist frei, und wär‘ er in Ketten geboren“. Allen Einflüssen paßt sich der Mensch an, und jeder Schritt auf der Bahn der Anpassung kommt durch Vererbung dem kommenden Geschlechte zugute. Nur in bezug auf die Knechtschaft findet keine Vererbung statt; nicht einmal Narben wird das Privatgrundeigentum in der Gesinnung der Knechte zurücklassen. Von dieser wurzelechten, weil wirtschaftlich begründeten Freiheit, die uns die Bodenverstaatlichung bringt, dürfen wir daher mit Recht alle die Früchte edlerer Gesittung erwarten, die wir bisher umsonst inzuheimsen hofften. Muß der politische Friede im Innern nicht auch nach außen sich bemerkbar machen, wie die Zufriedenheit im inneren Menschen sich in seinen Gesichtszügen widerspiegelt? Der herrische, gemeine, rohe Ton, der sich als natürliche Frucht der gemeinen Gesinnung, die die Grundrente großzieht, in den politischen Verhandlungen einbürgerte, mußte auch unsere auswärtige Politik beeinflussen. Wir sind durch den ewigen Widerstreit der Interessen, den das Privatgrundeigentum mit sich bringt, gewöhnt worden, in jedem Nachbarn, in jedem Nachbarvolk nur Feinde zu sehen, die uns Böses wollen und gegen die wir uns wappnen müssen, wenn es nicht angeht, augenblicklich über sie herzufallen und sie zu erschlagen. Denn nicht als Menschen und Brüder stehen sich die Völker gegenüber, sondern als Grundeigentümer. Schafft man hüben und drüben das Eigentum am Boden ab, so wird damit der Zankapfel beseitigt. Es bleiben dann an Stelle der Grundrentner nur Menschen, die vom gegenseitigen Verkehr nur Befruchtung ihrer Berufstätigkeit, ihrer Religion, ihrer Kunst, Gesittung, Gesetzgebung, niemals aber Schaden erwarten können. Nach der Bodenverstaatlichung wird niemand mehr durch die Höhe der Grundrente berührt, und wenn das in allen Nachbarländern der Fall ist, wer würde sich dann noch um Grenzzölle kümmern, die den Verkehr der Völker verpesten, Zwietracht stiften, zu Abwehrmaßnahmen führen und alle Beziehungen so verwirren, daß sich die Völker nicht anders als durch Pulver und Blei wieder Luft machen können? Mit der Bodenverstaatlichung und noch mehr durch die im 4. Teil dieses Buches dargestellte Freigeld-Einführung bürgert sich der Freihandel von selbst ein. Lassen wir den vollen Freihandel nur einige Jahrzehnte sich frei entwickeln und entfalten, und wir werden bald sehen, wie innig das Wohl der Völker mit der Förderung und Aufrechterhaltung dieses Handels verknüpft ist, mit welcher Liebe gute Beziehungen zu den Nachbarvölkern vom ganzen Volke gepflegt werden, wie die Familien hüben und drüben durch Bande der Blutsverwandtschaft fest aneinander gekettet werden, wie die Freundschaft zwischen Künstlern, Gelehrten, Arbeitern, Kaufleuten, Geistlichen alle Völker der Welt zu einer einzigen, großen Gesellschaft verketten wird, zu einem Völkerbund, den die Zeit und die Einzelbestrebungen immer nur inniger und fester schnüren, bis zum Verschmelzen der Teile zusammenschweißen können. Ohne Privatgrundrenten gibt es keinen Krieg mehr, weil es keine Zölle mehr gibt. Die Bodenverstaatlichung bedeutet daher gleichzeitig Weltfreihandel und Weltfriede. Dieser Einfluß von Freiland auf Krieg und Frieden ist übrigens bis jetzt nur oberflächlich erforscht worden; es ist noch Neuland. Der Bund deutscher Bodenreformer hat hier nie geschürft. Hier ist Stoff für ein groß angelegtes Werk, dankbarer Stoff. Wer wird sich dieser Aufgabe unterziehen? Gustav Simons, Ernst Frankfurth, Paulus Klüpfel, die sich für diese Arbeit tiefgründig vorbereitet hatten, die auch die richtigen Männer für diese Arbeit waren, hat der Tod mitten aus ihrer Arbeit gerissen. []

2.5. Wie läßt sich die Forderung der Bodenverstaatlichung begründen?  Auszug:   Der gesunde Mensch beansprucht die ganze Erdkugel, er betrachtet sie als eins seiner Glieder, als einen untrennbaren Hauptteil seines Körpers, und zwar die ganze Erdkugel, nicht einen Teil davon; und die zu beantwortende Frage ist, wie ein jeder in den Vollgebrauch dieses Hauptorgans gelangen kann. Teilung der Erde ist ausgeschlossen, denn durch die Teilung erhält jeder nur einen Teil, während er doch das Ganze braucht. Kann man die Ansprüche der einzelnen Familienglieder auf die Suppenschüssel damit befriedigen, daß man diese zerschlägt und jedem eine Scherbe hinwirft? Außerdem müßte bei jedem Begräbnis, bei jeder Geburt die Teilung von neuem beginnen, ganz abgesehen davon, daß die Teile durch Lage, Beschaffenheit,  Witterungsverhältnisse usw. sämtlich verschieden sind und darum niemand zufriedengestellt werden kann. Denn während der eine seinen Teil auf sonniger Höhe haben möchte, sucht der andere die Nähe einer Bierbrauerei auf. Die Teilung (heute in der Regel durch Erbschaft) nimmt jedoch keine Rücksicht auf solche Wünsche, und so muß der Bier philister täglich von der sonnigen Höhe herunter, um unten im Tale sein Bäuchlein zu füllen, während der andere nach der sonnigen Höhe lechzt und in der Talluft geistig und körperlich verkümmert. Durch die Teilung wird niemand befriedigt, die Teilung kettet den Menschen an die Scholle, besonders wenn, wie das in der Regel der Fall ist, der Austausch der Teile (Umsatz) durch Umsatzsteuern erschwert wird. So möchte mancher wohl aus Gesundheitsrücksichten wegziehen, mancher, der mit der Nachbarschaft verfeindet ist, täte aus Sicherheitsgründen wohl, eine andere Gegend aufzusuchen, aber sein Grundeigentum läßt ihn nicht los. []

Rahab schrieb am 16.05.2010 um 10:56 nachdem ichs überflogen, beschleicht mich die ahnung: zionisten sind gesellisten!

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 12:12 @Rahab schrieb am 16.05.2010 um  10:56      Hallo Rahab,  hoffentlich wird Dein Kommentar von Uwe Theel und Columbus überlesen. Sonst gibts Ärger.

Rahab schrieb am 16.05.2010 um 12:24 für wen?  du kämest in erklärungsnot.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 12:45 Der Sozialdarwinist Silvio Gesell  Teil 3                 Freigeld, Schwundgeld, Regionalgeld           Am Beispiel „Der Chiemgauer“ möchte ich die Absurdität und Undurchführbarkeit der Schwundgeldtheorie belegen. An bestimmten Stellen tauscht man 100 Euro gegen 100 „Chiemgauer“ . Man bezahlt in bestimmten Geschäften mit dem „Chiemgauer“ . Am Quartalsende verliert der „Chiemgauer“ 2% seines Wertes. Wer am Quartalsende noch „Chiemgauer“ hat versucht sie loszuwerden oder verliert 2% die er mit Wertmarken ausgleichen muss. Nach einem Jahr muss der „Chiemgauer“ zurückgetauscht werden mit 5% Abzug, die der Herausgeber des „Chiemgauers“ (Leute um die Waldorfschule Prien) kassieren. 3% gehen an gemeinnützige Vereine, meist Waldorfschulen oder andere anthroposophische Einrichtungen, aber auch Sportvereine (Feigenblattfunktion) Damit soll Kundenbindung hergestellt werden und das Geld in der Region bleiben. Langfristig soll das Regionalgeld den Euro ablösen. Das Geld soll ausgegeben werden und der böse Zins ist durch den Schwund obsolet. Dass Geld, wie der Euro, auch durch Inflation an Wert verliert ist den Jüngern von Silvio Gesell offenbar nicht bewusst. Viele Kaufhäuser oder Gewerbetreibende machen, trotz der aggressiven Werbekampagnen, nicht mit, da Viele ihre Lieferanten nicht mit „Chiemgauer“ bezahlen können. Klar, ein PC Unternehmen kann sein Windows Betriebssystem von Bill Gates nicht mit „Chiemgauer“ bezahlen. Seine Mitarbeiter kann der Betrieb auch schlecht mit „Chiemgauer“ bezahlen. Wenn jemand seine Region fördern will kann er dies natürlich genauso gut mit dem Euro tun. Er muss nur auf dem Hof seines Biobauern einkaufen mit Euro bezahlen und “er hat sinnvoll“ eingekauft. Auf diese Idee sind die Schwundgeldtheoretiker offenbar noch nicht gekommen. Wenn später alle in Europa Schwundgeld haben sollten (das ist das Ziel der Befürworter), besteht das Problem dass außerhalb der Region der „Chiemgauer“ nicht angenommen wird. Dafür soll es dann Umtauschstellen geben die das aktuelle Kursverhältnis der dann unzähligen verschiedenster Währungen umrechnet. Ziel ist daher dass in einer Region so gut wie alles produziert wird. Nehmen wir das Beispiel Fahrrad. Eine Region bräuchte also ein Aluminiumwerk für den Rahmen, ein Kautschukwerk, Kautschukplantagen, Fabriken zum Fertigen und Giesen der Einzelteile usw, usw. Das alles natürlich für jedes erdenkliche benötigte Produkt. Quintessenz: Außer den Herausgebern des „Chiemgauers“ profitiert niemand von dieser Regionalwährung. Was sich einige Teilnehmer der FC von dieser „Währung“ versprechen ist mir schleierhaft.

Uwe Theel schrieb am 16.05.2010 um 13:23 @ Rahab am 16.05.2010 um 12:24″kämest“ in erklärungsnot?Fidelche ist in Erklärungsnot, um nicht zu sagen, dass seine Titanic längst gesunken ist. Sein weiteres „Erscheinen“ ist nurmehr der Virtualität des Ganzen zu schulden. Mir scheint aber seine Kommandantenmütze schon verschwunden, wärend jetzt ein Generalsekretärshut weiter auf den Wellen dümpeln soll.

Rahab schrieb am 16.05.2010 um 13:26 so – und nun setzte das mal bitte auf den schekel um!

Rahab schrieb am 16.05.2010 um 13:27 das obige ist ans fidelsche gerichtet

THX1138 schrieb am 16.05.2010 um 00:17 Interessierte von Silvio Gesells Theorien finden hier einen Teil seines Werkes.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 00:21 @THX1138 schrieb am 16.05.2010 um 00:17 wollte grad noch den Nachtrag machen.     Danke fidelche

Achtermann schrieb am 16.05.2010 um 09:56 Dass rechts drin ist, obwohl links draufsteht, kommt immer mal wieder ans Tageslicht. Auch der Mitbegründer der Grünen, Baldur Springmann, einst „Galionsfigur der Grünen-Bewegung“ (taz), tummelte sich gerne im braunen Sumpf. Springmann war u.a. Mitglied im Weltbund zum Schutz des Lebens. Die deutsche Sektion wurde in den 80er Jahren aus der internationalen Mutterorganisation ausgeschlossen, weil sie den Erzkonservativen zu rechts war. Erinnert sei auch an Alfred Mechtersheimer, der für die Grünen bis 1990 im Bundestag saß und später Mitbegründer der rechtsextremen Deutschlandbewegung war. Auch August Haußleiter war Gründungsmitglied der Grünen und sogar einer der drei Sprecher. Seine politische Laufbahn begann nach der Nazi-Zeit in der CSU. Nach seinem Austritt gründete er die rechtsradikale Deutsche Gemeinschaft, die 1965 in der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher (AUD) aufging. Diese wiederum löste sich 1980 auf, um bei den Grünen mitzumachen. Das war insofern folgerichtig, weil die AUD sich zunehmend mit ökologischen Fragen beschäftigte. Ökologisches und kapitalismuskritisches Denken kann problemlos an der deutschen Scholle anknüpfen. Nicht zuletzt deshalb konnte dieser philosophisch-politische Hintergrund bei den Grünen Fuß fassen und in der Findungsphase eine vermittelnde Rolle einnehmen als die Diskussion um die Zielrichtung der parteipolitisch orientierten Ökobewegung hohe Wellen schlug. Insofern stützt dieser kurze Abriss die These von Che-Fidel (fidelche), dass eine verkürzte Kapitalismuskritik innerhalb linker Organisationen dazu führen kann, Heimattümelndes oder Antizionistisches virulent werden zu lassen.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 11:38 @Achtermann schrieb am 16.05.2010 um 09:56    Guter Beitrag, Achtermann ich stimme völlig zu, deine Liste ließe sich noch beliebig erweitern

Angelia schrieb am 16.05.2010 um 11:58 Das „etwas anderes drin steckt als drauf steht“, liegt m.E nicht am kapitalismuskritischem Denken, sondern ist dem Wesen des Menschem immanent. Es gibt wirklich keine „gute Idee, Theorie oder dem Wohle des Menschen dienende Erfindung“, die nicht von Menschen aus egoistischen Motiven ins Gegenteil verdreht werden können und werden. Aus diesem Grund ist es zwar sinnvoll diese Verdrehungen aufzuzeigen und ins rechte Bild zu rücken. Doch ist es m.E. Blödsinn, dass kritische Denken, Kritik oder Richtungsdenken an sich zu kritisieren. Anderes Beispiel: nur weil die FDP gerade das Liberale ad absurdum führt, ist das Liberale per Definition an sich weder schlecht oder zu verwerfen.

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 12:18 Lieber Achtermann, „Dass rechts drin ist, obwohl links draufsteht, kommt immer mal wieder ans Tageslicht.“ – Da kann ich Ihnen voll zustimmen, so wie es das umgekehrt auch gibt. Ihre Beispiele belegen aber auch sehr schön, wie sich politische Menschen selbst an einen Rand bringen können, auf dem dann kaum mehr jemand zuhört, außer kleiner Fankreise. Mechtersheimer ursprünglich bei der CSU, hat sich nicht ausführlich mit apitalismuskritik beschäftigt, er interessierte sich früher für Nationalität und Identität, gleichzeitig war er pazifistisch, nach einer Offizierskarriere (!), und dazu auch noch ökologisch orientiert. Dann, nachdem er sich ausreichend abgegrenzt hatte, welche Ironie, wurde er Mitbegründer einer rechten Vereinigung und engagierte sich für die Republikaner. – Allenfalls ein Fall „Mahler“, aber kein Beweis für die Thesen Fidelches. Die mit Zeev Sternhell formulierte lautete, zur Erinnerung, dass „wesentliche“ Teile der radikalen Rechten von Links kamen und große Teile der Linken auf rechte Thesen und Gedanken zurückgreifen. &gt;&gt;Zeev Sternhell schreibt in seinem Buch, „Die Entstehung der Faschistischen Ideologie: “Die Wurzeln des Faschismus liegen in der radikalen Linken am Beginn des 20. Jahrhunderts. Dessen führende Theoretiker waren ganz überwiegend „rechte Leute von links“, die aus dem revolutionären Syndikalismus hervorgegangen waren.“&lt;&lt; Für Fidelche werden so Gesell, Sorel und Proudhon zu Rechten von Links. Das ist „Kappes“, wie Sie ja leicht an den von Fidelche ausgewählten Ausschnitten nachvollziehen können, die eben gar keinen Beleg für die These, sondern eher für das glatte Gegenteil, liefern. Fidelche erweitert das noch, indem er behauptet, dies hätte mit einer unvollständigen Kapitalismuskritik auf Seiten der Angeschwärzten (besser, von ihm, Fidelche, und seinen Stichwortgebern, „eingebräunten“) Bewegungen und Personen (Freiländer, Frühsozialisten, Syndikalisten, Lebensreformer) zu tun. Diese Thesen sind natürlich großer Unsinn und lenken einen Haufen Hirnschmalz davon ab, erst einmal wieder die linken Gedanken und Theoriebildungen so zusammen zu bringen, dass man politisch und gesellschaftlich, vor allem eben praktisch, etwas damit anfangen kann. Sie wissen wahrscheinlich auch, dass die Grünen aus einem großen Zusammenschluss verschiedener, eben nicht nur linker Gruppen und Initiativen entstanden sind. Um in Brokdorf oder Wyhl gegen die Atomkraft gewesen zu sein, musste man nicht unbedingt Linker sein. Um Pazifist zu sein muss man nicht Linker sein. Um Linker zu sein, muss man nicht Atheist sein. Um Linker zu sein, darf man auch Syndikalist und Freiländer sein. Um Linker zu sein, darf man auch Nietzsche bewusstseinserweiternd lesen. Um Linker zu sein, muss man nicht unbedingt Marx die „Bibeltreue“ schwören. Um ein Linker zu sein, muss man weder die Siedlungs- und Besatzungspolitik der Israeli als bedauerliche Konsequenz der Selbstverteidigung des StaatesIsrael akzeptieren, noch bei der Hamas Platz nehmen und ausrufen „zerstörtsei Israel“.Eher im Gegenteil, Distanz wäre zu all dem angesagt, vor allem aber die Entwicklung einer gesunden Distanz zur eigenen Radikalität in Ausagen und“Wertungen“, die Entwicklung eines selbstkritischen Verhaltens, ohneSchaum vor dem Mund und ohne denunziatorischen Anspruch.Abgesehen davon, dass selbst die eingefleischtesten Ideologen und  Polemiker nicht auf die Idee kämen, die Grünen in ihren Hauptanliegen als Rechte oder gar als national fixierte oder im wesentlichen braune Partei darzustellen, sehen Sie ja daran auch schön, wie schnell sich Leute, die überhaupt keinen Zugang zu brauchbaren  Theorien finden, aus diesen arteien und Zusammenhängen wieder entfernen. Das haben Sie überall. – Es soll sogar abgedrehte Leute geben, die Negris und Hardts Kapitalismuskritik, als eine von rechtem Gedankengut unterminierte Theorie lesen und Attac für unwesentlich halten. Sie werden sich sicherlich auch schon gefragt haben, warum ausgerechnet ich mich so heftig gegen Fidelches Thesen stelle. Es liegt ganz einfach daran, dass diese Art und Weise des Vorgehens so sehr die sektierischen Vorgehensweisen der linken Grüppchen aus den Nach-Nachwehen der APO und der linken Hochschulgruppen imitiert. Das ist in Wahrheit eine extreme Form dezisionistischer Denkhaltung, die mit aller Sicherheit zu extremer politischer, wie intellektueller Isolierung führt und keine Probleme löst, sondern beständig versucht andere Leute auszugrenzen und zu brandmarken. Am Ende bleibt dann nur ein Häuflein vermeintlich „Aufrechter“.     Liebe Grüße      Christoph Leusch

Uwe Theel schrieb am 16.05.2010 um 13:16 @ Achtermann am 16.05.2010 um 09:56      Natürlich hast Du mit Deiner Einschätzung der „Endpositionen“ der genannten Personen aus dem grünen Umfeld recht. Aber hat sich – auch hier – irgendjemand mal die Mühe gemacht, zu recherchieren, wie links solche Grüne zu Beginn ihrer (Öffentlichkeits)Karriere wirklich waren. Bei einen Otto Schily z.B. beschleicht mich seit langem das Gefühl, das dieser von Anfang an ein – wenn auch brillianter – Rechtspositivst reinsten Wasser war, was seine Juristenseite betrifft und menschlich ein Opportunist erster Klasse in eigener Sache (Karriere). Sein rechtsanwaltliches „Engagement“ für die RAF entsprang wohl der eitlen Selbstgewißheit, dass das bürgerliche Recht durchaus Möglichkeiten bietet, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass ein Otto Schily in eben dem Schutz dieses Rechts dem Staat „glänzend“ entgegentreten kann, dabei, wenn auch letzlich folgenlos, – was das Publikum aber nie so recht bemerken würde -, dessen Grenzen, die sogar wirklich gegeben sind, aufzuzeigen. dabei ging es aber nicht um das recht und dei freiheit, sondern um Otto Schily. Als Innenminister sollte er dann, ohne jede Beachtung des Bildes, das seine Vergangenheit also fälschlich hatte entstehen lassen, das Recht des bürgerlichen Staates rigide gestalten und exekutieren lassen. So entsteht dann der Mythos des Rechten, der von links kam, weil er links gewesen sei. Mahler wäre ein analoger Fall. Die Biographien dieser Leute sind alle noch nicht geschrieben.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 11:48 Liebe Mitkommunarden, die Ereignisse überschlagen sich. Deshalb verzögert sich mein Zwischenbericht in diesem Blog noch etwas. Er wird dafür umso ausführlicher. Rainer „Gang-Generalsecretary“ Kühn, der eine starke Beteiligung von oca und dr. boedele befürworten würde, sieht viel gegenläufige Diskussionsbeiträge „als abwehr eigener  ahnung bzw. ohnmacht“, daß „jeder verstrickt ist ins allgemeine ganze, selbst der kritiker“, und „daß realpolitikparteien und gewerkschaften und programmköpfe der gesamten parlamentarischen linken in ihren äußerungen angefressen sind von dem, was sie zu bekämpfen vorgeben.“ Bei Columbus findet er sogar „ideologie in ’scheinbar belesener‘ reinkultur … die auf demselben boden bleibende kritik die welt“ vor. „kritik ist noch – als einfacher antagonismus nämlich – an die kritisierte position gekettet, wenn sie verkürzt bleibt und sich einfach als gegenstandpunkt feiert, und zwar richtig. kritik kann seit 66 jahren spätestens aber nur noch die reflexion solchen zustandes sein, den diese kritik ja seit ca. 160 jahren überwinden will bzw. überwunden zu haben vorgibt (zuletzt zeit des kalten krieges!).“ So schreibt er weiter. Alles ist zu lesen hier: lektoratkuehn.twoday.net/stories/email-antwort-wg-streit-um-fildelches-kritik-an-rechtem-ideengut-in-li/

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 12:10 Mein „Generalsekretär“, Rainer Kühn, wird derzeit mit Mailanfragen und Stellungnahmen an seinen Schreibtisch gefesselt. Um seine Arbeit etwas zu erleichtern möchte ich, mit seiner Erlaubnis, eine Antwortmail, (Anfrage: Stellungnahme–Punkte zu thx (fidelche am 15.05.2010 um 18:21)) hier veröffentlichen: mensch blogger, wenn du folgerst: „Ich stelle fest, das ich mit verkürzter (regressiv in progress zu verkürzt) Kapitalismuskritik als Faschist oder Nationalsozialist agiere.“ dann folgerst du falsch. das hat fidelche nicht geschrieben. er hat den historischen f und ns gemeint, der nach adornos worten bis zu seiner gegenwart fortweste, nicht als explizites, das es auch gab und gibt, npd und die ganzen naziclaquersvereine, sondern als durchgängig alltägliches, als ressentiment gegenüber fremdes. fildelche warnt richtig vor regressiver kritik. sie ist nichts wert und befördert sogar ihr gegenteil. ihr kritisiertes. deshalb hat die BILD so eine meinungsmacht, deshalb sind allein münteferings des teufels strategen und volksmanipulatoren. sie schauen nicht dem volk aufs maul, sondern reden ihm nach, wo sie es sogar besser wissen. nach meiner erfahrung sind viele „gute“, die auch eher links wählen, mit antisemitismen und rassismen behaftet. ich habe das auch einmal für meine sozialdemokratische großfamilie aufgeschrieben. alles nette leute, die bei der spd ihr kreuz mach(t)en, aber zigeuner, aber neger, aber cabriokäufer und der teppichhändler im nachbardorf … und fidelche sagt nicht, das ns oder f antikapitalistisch gewesen seien, sondern daß beide sich regressiver kapitalismuskritik bedient haben als ideologie, als fangnetz der proletarischen masse. an allem von fidelches thesen und argumenten ist nichts falsch. seine 6 zusammenfassenden punkte, die er zweimal im kommentarverlauf gesetzt hat, sind völlig richtig. wer sich aus der community, die gemeinhin eher den kritischen, denkenden teil der bevölkerung repäsentiert, den schuh falschrum anziehen will, bitte schön. mir macht das nichts. er bestätigt damit nur fidelches kritik. bedenk das mal.     viele grüße, rainer

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 14:13 Lieber Fidelche, lieber Herr Kühn  (in effigie, :-))) Na, dann macht mal. Außer sprachlichem Kaudawelsch und einer gewissen Neigung zum Scherz mit Namen, konnte ich aus Herrn Kühns @Bemerkungen nicht viel heraus lesen. – Hat er Adorno und Horckheimer im Keller, mit der Taschenlampe oder gar bei Kerzenlicht gelesen? Mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass manche aus den Grotten und Kellern des „Einzigen und Eigenen“ nie aussteigen wollen, weil da unten immer die selben Klimabedingungen herrschen und seltsame Pilze in Zucht wachsen. – Über „Scheinbelesenheit“ kann ich wirklich nur noch laut und lauter lachen. „…nach meiner erfahrung sind viele „gute“, die auch eher links wählen, mit antisemitismen und rassismen behaftet. ich habe das auch einmal für meine sozialdemokratische großfamilie aufgeschrieben. alles nette leute, die bei der spd ihr kreuz mach(t)en, aber zigeuner, aber neger, aber cabriokäufer und der teppichhändler im nachbardorf … (Ja, was denn, lieber Herr Kühn?, Columbus) und fidelche sagt nicht, das ns oder f antikapitalistisch gewesen seien, sondern daß beide sich regressiver kapitalismuskritik bedient haben als ideologie, als fangnetz der proletarischen masse. (…)“ Genau dazu sagt aber Herr Fidelche ganz, ganz wenig. Dafür sagt er aber, u. a. mit Sternhell, denunziatorisch etwas ganz ganz Anderes (Herr Kühn! Sie lesen doch mit, oder?), wie man in diesem und den vorhergegangenen Blogs gut lesen kann. Er möchten „braune Bonbons“ kleben, an Attac, an die Grünen, an Gesell, Sorel und Proudhon, ständig bezichtigt er ihm nicht genehme Personen als Antisemiten, Antizionisten, Rechte im linken Pelz, Rechte die von Links kommen, er verteufelt Gläubige. – Da beißt die Maus keinen Faden ab, das ist Alles ziemlicher Blödsinn und ziemlich marginal.     Liebe Grüße  Christoph Leusch

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 14:20 Es muss natürlich Horkheimer heißen. Christoph Leusch

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 16:48 @Columbus schrieb am 16.05.2010 um 14:13          Lieber Herr Leusch, sehr viel inhaltliches kann ich aus ihren Texten nicht herauslesen.Das Sie sich hier als Verteidiger der Gesellianer outen, hätte ich vor ein paar Tagen nicht für Möglich gehalten. Wenn jemand, wie Gesell, „Manchesterkapitalismus“ fordert, in dem Frauen als Gebärmaschinen und reiche Männer als Samenspender fungieren sollen. Wenn jemand meint, das Erbgut der von ihm minderwertigen Menschen würde im Laufe der Zeit ausgemerzt sein und eine „Hochzucht der Menschheit“ wurde dann erreicht werden, dann nenne ich das, vorsichtig ausgedrückt, kritisierenswert. Es ist sehr schade, dass Sie diesbezüglich nicht meine Position teilen, solche Theorien scharf zu kritisieren. Ich kann dies nicht ändern, wundere mich über Ihre Aussagen und werde auch in Zukunft keine braunen Bonbons essen.       Liebe Grüße fidelche

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 17:54 @Columbus schrieb am 16.05.2010  um 14:13        Lieber Herr Leusch, was ich noch vergessen habe zu schreiben: Da ich keine braunen Bonbons mag, habe ich auch keine im Haus und kann deshalb auch keine ankleben. Im Übrigen habe ich einen interessanten Text auf der Seite von Rainer Kühn über Horckheimer gelesen, den ich Ihnen nicht vorenthalten will.  horckheimer    „Hat er Adorno und Horckheimer im Keller …“ (Columbus, 16.5.2010)    horckheimer ist kein vertipper, das wäre horlheimer oder horkheiner.  horckheimer ist entweder die bewußte verballhornung oder die bewußtlose unkenntnis, ein dokument von hörensagenwissen. geschrieben nie gesehen. dabei stehen genau adorno und horkheimer für das von fidelche angeschlagene thema, off topic noch die konkret mit herausgeber und kolumnist hermann l. gremliza. so kann man sich eben blank schreiben der vorgegebenen kenntnis, die man nie hatte. und hier sind die namen der ersten theoretiker in diesem land genutzt als zeigefinger der ausgrenzung, die genau diese von ns-deutschen erfahren haben. ich finde das nicht mehr billig, sondern die von fidelche aufgezeigten tatbestände erfüllend. jedoch, es ist nicht zu ändern, wie damals nicht von diesem volk des widerstands selber, wie damals nicht durch versprengte irre deutsche militärs. da muß schon ein neuer stalin kommen. fürchte ich nicht. Liebe Grüße fidelche

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 20:38 Lieber Herr Fidelche, Ich bedanke mich recht höflich für den Einblick ins Hinterzimmer. Herr Kühn hätte, um diese Hintenrum Animositäten zu beenden, jederzeit die Möglichkeit mir persönlich zu sagen, was er denkt und hier nun offensichtlich auslebt. Nun vermitteln Sie uns die „Traubenlese“, die wohl zielstrebig, hintert Pilz und Filz, zu einer Korkheimer Trockenbeere führen musste, die nun in den Kellern der Wiederauferstehung harrt. Ich staune Bauklötze und wünsche Ihnen viel Spaß bei der  Vermehrung ihrer Kenntnisse. Auch stören will ich Sie nicht weiter dabei, weil es sonst die Formen einer Tortenschlacht annimmt. Was Links ist, lieber Fidelche, das  definieren nicht Sie, nicht Herr Kühn, das bildet sich schon und findet auch immer mehr Zuspruch, da habe ich gar keine große Sorge. Linke haben aber dieses Affentheater der Ausgrenzung und Abgrenzung, das Sie hier betreiben möchten, überhaupt nicht nötig. Sie haben es auch nicht nötig, Wegbereiter und wichtige Gedankengeber ins falsche Licht gesetzt zu sehen. Das ist zudem, bei Ihnen und bei Herrn Kühn, jedenfalls in dem was Sie hier zitieren, rein instrumentell. Noch einen schönen Abend und alles Gute, selbstverständlich auch unbekannter Weise     Christoph Leusch

Fro schrieb am 16.05.2010 um 14:13 Fidelche und Rainer Kühn erwerben sich hier große Verdienste bei der Abwendung eines neuen Faschismus. Um die Dramatik der Situation zu verdeutlichen, erinnere ich daran, dass die einzigen politischen Kräfte, die sich einer verkürzten Kapitalismuskritik enthalten, die FDP und die „Kommunistische Plattform“ innerhalb der Linken sind. Fidelches Konzept, das ich aus seinen bisherigen Beiträgen herauslese ist bestechend einfach und von revolutionärer Kühnheit: Alle Organisationen und Parteien, die sich mit kapitalismuskritischen politischen Zukunftsperspektiven befassen, werden verpflichtet, nur noch fundamentale Kritik im Sinne der Marxschen Ökonomie zu üben und für einen lupenreinen Kommunismus zu werben. Abweichler werden rückwirkend (200Jahre) für ihre faschismusfördernde verkürzte Kapitalismuskritik geächtet. Religionen und Kritik an der Israelischen Außenpolitik werden allgemein verboten. Damit wäre endlich gewährleistet, dass den Rechten das Wasser ihrer antikapitalistischen und antisemitischen Propaganda abgegraben würde… Alle Achtung – reif für den Stalinorden. 🙂

hardob schrieb am 16.05.2010 um 14:21 Ja, finde ich auch! Ich bin mir noch nicht ganz im Klarem, ob fidelche(n) den Jagoda oder den Jeschow gibt. Dem einen wurde sein Weißmeerkanaldenkmal gesprengt, der andere musste unter sehr unkomfortablen Umständen Zug fahren. Trübe Zukunftsaussichten, Fidelche(n)

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 16:37 @Fro schrieb am 16.05.2010 um 14:13       Du schreibst: „Alle Organisationen und Parteien, die sich mit  kapitalismuskritischen politischen Zukunftsperspektiven befassen, werden verpflichtet, nur noch fundamentale Kritik im Sinne der Marxschen Ökonomie zu üben und für einen lupenreinen Kommunismus zu werben. “ Hast Du immer noch nicht verstanden um was es geht? Ich wiederhole es nun zum 3. Mal: Hab ich zwar bereits geschrieben. Gerne aber noch einmal (+Erweiterung): 1. Ich weise darauf hin, dass Faschismus und Nationalsozialismus mit regressiver Kapitalismuskritik agieren. 2.Ich weise darauf hin dass viele frühsozialistische Theoretiker regressive (verkürzte)Kapitalismuskritik betrieben, im Gegensatz zu Marx 3. Ich weise darauf hin dass der Antikapitalismus der gegenwärtigen Linken, sowie einiger hiesiger Forumsteilnehmer, teilweise verkürzte Kapitalismuskritik ist. 4. Ich habe die Herausgeber der VerdiBroschüre kritisiert. Das betreffende Flugblatt wurde innerhalb Verdis stark kritisiert. 5. Verkürzte Kapitalismuskritik stelle ich bei Teilen vieler linken Organisationen fest. Attac, Gewerkschaften, SPD, Linkspartei, hier schreibende Forumsmitglieder, usw. In jeder dieser Organisationen gibt es aber Gegenkräfte, so auch hier. Natürlich stelle ich nicht nur innerhalb der Linken regressive Kapitalismuskritik fest. Mittlerweile springt sogar Westerwelle auf das Pferd auf. Die Blödzeitung schreibt wahrscheinlich auch sinngemäß: „Die Banken sind schuld“ oder „ Die Griechen stehlen unser Geld“  6. Ich rate der Linken von verkürzter Kapitalismuskritik ab. Zum einen wegen der beschriebenen Andockmöglichkeiten, zum anderen weil diese Kritik ganz einfach zu kurz greift und falsch ist, wie Marx das bereits zu Lebzeiten beschrieben hat. 7. Dass es in diesem Forum Gesellianer gibt die kein Problem mit Gesells Menschenzucht haben und die Gesells Schwundgeldtheorie „klasse“ finden, konnte ich nicht erahnen. 8. Dass, zugegeben Wenige, in diesem Forum die rassistischen, antisemitischen und frauenfeindlichen Thesen Proudhons verteidigen und sie „linke Theorie“ nennen, konnte ich wahrlich nicht voraussehen. Für diese Texte sind die entsprechenden Autoren verantwortlich! 9. Ich habe nie geschrieben, dass die „Linken“ am Faschismus Schuld sind oder ähnliches. 10. Mit dem Stalinorden sollten hier besser andere ausgezeichnet werden.     Gruß fidelche

Fro schrieb am 16.05.2010 um 18:09 Ja, welche Konsequenzen ziehst du nun aus deinen erschreckenden Erkenntnissen. Was schlägst du der Linken vor? Mal abgesehen von einer umfassenden Schulung marxistischer Ökonomie.

Magda schrieb am 16.05.2010 um 22:53 „Für diese Texte sind die       entsprechenden Autoren verantwortlich!“ Ach, der verräterische Stil, fidelche. Willst Du sie zur Verantwortung ziehen?

Achtermann schrieb am 16.05.2010 um 19:31 Ich wundere mich nach wie vor, was alles unter „links“ firmiert, gerade weil Columbus aufgezählte, wer alles einen linken Hintergrund aufweise. Am 12.10.98 war der neue Bundestag mit rot-grüner Mehrheit zwar gewählt, aber noch nicht im Amt, als die Teilnahme am Kosovo-Krieg beschlossen wurde. Nichtsdestotrotz nahmen der damalige Noch-Ministerpräsident Schröder und der Nur-Bundestagsabgeordnete Fischer als Hauptredner an der Kriegsdebatte teil, um den Bundestag auf den Militärschlag der Nato einzustimmen. Und das entgegen internationaler gesetzlicher Regelungen, wonach nur der UN-Sicherheitsrat – und nicht die Nato – darüber befindet, ob ein Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung vorliegt. Hier haben  als links geltende Politiker den ersten Kriegseinsatz nach dem 2. Weltkrieg mit vorbereitet, um damit die Militarisierung deutscher Außenpolitik einzuleiten. In der namentlichen Abstimmung gab es 500 Ja-Stimmen, 62 Gegenstimmen und 18 Enthaltungen. Zu den 62 Gegenstimmen gehörten die aller bei der Abstimmung anwesenden PDS-Abgeordneten. In den Koalitionsvertrag der ersten vermeintlichen Linksregierung wurde folgendes hineingeschrieben: „…die entschlossene Fortführung der Finanzmarktgesetzgebung; der Finanzplatz Deutschland soll auch in Zukunft international wettbewerbsfähig sein.“ Wir wissen seit einiger Zeit, was diese „linke“ Regierung beschlossen hat: U.a. die Zulassung von Hedge-Fonds. Damit wurde der Handel mit Optionsscheinen befördert oder die Möglichkeit mit geliehenen Aktien mit Leerverkäufen auf dem Markt aktiv zu werden. Und wir wissen, welche Folgen diese Art von Finanz- bzw. Wirtschaftspolitik hat. Wahrscheinlich werden als links geltende Politiker gebraucht, um Politik gegen 98 Prozent der Bevölkerung durchzusetzen. Ohne aus der aktuellen Politik der letzten zwölf Jahre gelernt zu haben, hoffen die „Linkswähler“, also diejenigen, die SPD oder Grüne oder Die Linke wählten oder mit einer dieser Parteien sympathisieren, in NRW werde eine rot-grün-rote Regierung das Ruder rumreißen und eine arbeitnehmerfreundliche, ökologische Politik voranbringen. Denn nur diese Hoffnung, insbesondere der sozialdemokratischen oder grünen Sympathisanten, berechtigt zur Eigeneinschätzung, man sein links.

Columbus schrieb am 16.05.2010 um 23:24 Lieber Achtermann,  Volle Zustimmung, was die Interpretation der Ereignisse nach dem Regierungswechsel zu Rot-Grün angeht. Der Druck allerdings, war auch enorm groß, genau so zu entscheiden.Bei den Grünen und der SPD gibt es eben viele Mitglieder und auchverantwortliche Politiker, die sich selbst gar nicht als Linke oderezidiert Linke beschreiben würden. Da gibt es Wertkonservative, reineÖkologen ohne politischen oder politikwissenschafltlichen Hintergrund,Karrieremenschen, Volkswirtschaftler alten Schlages, „neue Arbeiter“, dieStudienrats- und Beamten-SPD (nicht böse gemeint), etc….Aber alle diese Parteien, die Linke, und auch andere demokratischeParteien haben natürlich weder einen Kern- noch einen Rand anrassistischen, nationalkonservativen oder völkischen Gedanken und auchkeine totalitären Züge.Nichts oder kaum etwas, haben sie mit den hier von Fidelche vorgetragenenThesen zu tun. Gegen vorgeblich „rechte Linke“ und unvollständiger oder“regressiver“ Kapitalismuskritker vorzugehen, diese ganze Art Sturheit,diese Systematik im Etikettieren, dashat ja keinen Erkenntniswert. Die Haltung zu Krieg und Frieden, die ist z.B. für mich eine ganzentscheidende Frage bei Wahlen und bei der eigenen Position, so wie dieEinschätzung und Gewichtung der ökonomischen und sozialen Fragen. Dahermache ich mir um die Linke keine so großen Sorgen. Die werden wachsen undlangsam, aber sicher, auch bundespolitisch noch mehr Einfluss erlangen.Derzeit wirken sie ja schon, wie eine „Fleet in being“.Die Linke kann und muss sich ihre Traditionen anschauen und einen ganzgewichtigen Fehler verhindern, der auch an der politischen Wiege Stalins und am Beginn des Gulags stand, nämlich eine Politik der Ausgrenzungen und Denunziation erneut in Gang zu setzen. – Von Sorel, Proudhon und Gesell können Linke viel und positiv lernen und sie durchaus als positiven Teil der eigenen Tradition begreifen. Das bringt mehr, als diese Leute nachträglich mit bösen und falschen Etiketten zu traktieren und hilft, die Basis der Linken zu vergrößern. Eine geschlossene (dogmatische) ökonomische oder politische, antikapitalistische Theorie ist doch völlig obsolet. Sie ist einerseitswissenschaftlich überholt und ahmte andererseits nur nach, was derzeit die radikalsten Jünger des Neoliberalismus und Neokapitalismus alsgeschlossene Wirtschaftslehre anbieten, tagein tagaus verkünden oderverlauten lassen: Zum real existierenden Kapitalismus gebe es keinedenkbare und schon gar keine reale Alternative!Zudem steckt darin ein wesentlicher Kern jeder autoritären Gedankenwelt.Es spricht aus dem vorgeblich aufkläerischen Akt der beständigen Anti-,Entlarver- und Richtig-Falsch-Entscheider ein Stück jenes autoritärenCharakters, den Linke mit der historischen Erfahrung, und gerade unterBeachtung der kritischen Theorie, längst überwunden haben sollten. Einwenig pathetisch habe ich weiter oben geschrieben, dass Links-Sein denGlauben nicht ausschließt und einige andere Dinge ebenfalls nicht. Nur soist, gerade mit Adorno und Horkheimer im Gepäck, es könnten ganz vieleandere Namen genannt werden, ein hoffnungsvoller und sinnvollerpolitischer Weg zu beschreiten. Luggi (16.05.2010,20:11) ist sehr zu danken. – Viel knapper als ich es je könnte, hat er zusammengefasst, was bisher an Absichten aus diesem Blog Fidelches (und den Vorgänger-Blogs, nach meiner Einschätzung) abzulesen ist. Der Weg Fidelches, folgte ihm die Linke, führte direkt in die absolute Bedeutungslosigkeit.    Liebe Grüße  Christoph Leusch

luggi schrieb am 16.05.2010 um 20:11 1. Ich weise darauf hin, dass fidelche und Co. bisher hauptsächlich kritisiert haben; mehr ist nicht zu erkennen. 2. Ich weise darauf hin, dass mit der Etikettierung seitens fidelche ich ein Faschist, Nationalsozialist und Antisemit bin. 3. Ich weise darauf hin, dass o.g. von fidelche bereits in anderen Blogforen Gegenstand der Veröffentlichung war und sehr wenig bis keine Resonanz fand. 4. Ich weise darauf hin, dass der Begriff „regressive Kapitalismuskritik“ eine Erfindung von fidelche und Co. ist, um Linke zu stigmatisieren. 5. Ich weise auf ein sehr aktuelles Dokument hin, dass fidelches und Co. Aktivitäten kennzeichnet: scheinbar links

koslowski schrieb am 16.05.2010 um 21:00 Ich bedanke mich für den Link, sehr aufschlussreich und für mich eine Hilfe, die vorherigen Blogs des Autors einzuordnen.

luggi schrieb am 16.05.2010 um 21:04 luggi tut, was er muss 😉

thinktankgirl schrieb am 16.05.2010 um 21:29 gutes luggi! gutes dokument! Generell zu Kapitalismuskritik: Es gab und gibt viele Spielarten der Kritik am Kapitalismus, die auch immer vom herrschenden Zeitgeist beeinflusst sind. Gsell: so unterliegt es keinem Zweifel, daß die Mütter das meiste Anrecht auf die Grundrente haben. Zu demselben Ergebnis kommt man, wenn man das Naturweib, das wie eine Königin über die Natur ringsum verfügt, mit unseren armseligen Fabrikarbeiterinnen vergleicht. Diesen Ansatz würde ich zu den mutterrechtlichen Strömungen, die sich auf Bachofen berufen, zurückführen.

Phineas Freek schrieb am 16.05.2010 um 22:03 Das wird ja mal Zeit – besser spät als überhaupt nicht. Wer sich die ultrarechte und auf „links“ getrimmte Hetze der „anti“ – deutschen Wirrköpfe einmal anhören möchte – hier ist die Gelegenheit. Hier referiert der Hamburger Ex-Linke Justus Wertmüller und Häuptling des „anti“- deutschen Zentralorgans BAHAMAS persönlich und bringt die Ziele und Strategie der „anti“ – deutschen Kampfgemeinschaft besonders offen und prägnant auf den Punkt – darunter auch genau dass was Genosse Fidelbums hier betreibt. Den Rot=Braun-Hasspredigern geht es darum, die gesamte Linke zu bekämpfen (also auch Autonome, Libertäre, MarxistInnen etc, diverse Flügel in der Linkspartei, Antirassistinnen usw.). Wer im innerlinken Richtungsstreit meint, er könne die Unterstützung von Bahamiten für die eigene Strömung nutzen, kollaboriert mit Rechtsradikalen. Der knapp 15 Minuten lange Mitschnitt erspart einem die sehr zeitraubende und nervtötende Lektüre der mit maximaler Unverständlichkeit kokettierenden Pamphlete, die von diesen Dreckschleudern verfasst werden. http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=17116

luggi schrieb am 16.05.2010 um 22:13 Sie tragen eine rote Binde, wahrscheinlich am rechten Arm.

Magda schrieb am 16.05.2010 um 22:49 Bahamas – alles klar. „Wer im innerlinken Richtungsstreit meint, er könne die Unterstützung von Bahamiten für die eigene Strömung nutzen, kollaboriert mit Rechtsradikalen.“ Genau. Und danke.

Fro schrieb am 17.05.2010 um 00:59 Danke Luggi und Phineas Freek für die Recherchearbeit. Ich konnte fidelche bisher nicht einordnen – mir ging nur seine destruktive, provokante, spalterische, missionarische und kritikresistente Art auf den Keks. Habe auch noch einmal recherchiert und sehe seine Positionen auch im „antideutschen“ Spektrum. Vielleicht kennt sich jemand damit aus und schreibt mal einen Hintergrund-Blog. Die „Antideutschen“ scheinen gut im „Geschäft“ zu sein – bis hinein in die Partei dieLinken. @fidelche: fühlst du dich den „Antideutschen“ nahe? Was ist deine Mission?

Magda schrieb am 17.05.2010 um 09:43 „Ich konnte fidelche bisher nicht einordnen – mir ging nur seine destruktive, provokante, spalterische, missionarische und kritikresistente Art auf den Keks.“ Ich habe den Eindruck, das ist irgendein mit ein paar Zutaten programmierter Textgenerator.

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 12:12 @Fro schrieb am 17.05.2010 um 00:59 Hallo Fro, langsam kann ich Deine Kommentare einordnen. Bin mir aber noch nicht sicher. Wenn ich mir Deine Logos immer so ansehe. Erst der stolze Adler im Fluge, (Preußisches und Reichssymbol)dann ein Passbild im Ökopullover vom Bauernhof Balduin Springmanns, jetzt wieder der Adler über Schleswig-Holstein. In Deinem Profil steht: ‚wir sind der chef‘. Sieht aus wie eine offizielle Verlautbarung eines Bundesministeriums. Es flimmert die Reichtagskuppel und die blaue Farbgebung des Regierungsoffiziellen. Die Seite sieht aus wie ein neurechtes Blendwerk im Netz und Störfeuer zum Bundesdeutschen demokratischen Rechtsstaat. Keine Person spricht, immer das ideologische wir. Zu Deiner Frage: Ich bin kein Antideutscher. Ich bin Gremlizianer, lese vorzugweise die konkret, jungle-world und Freitag und viele Bücher zu „meinen“ Themen. Ich lasse mir meine Position am jeweiligen Monatsende von Gremliza und Co bestätigen. Ich lese aber auch mal Texte von Antideutschen, stimme dabei auch einige Male zu, lese aber auch ND und Junge Welt und stimme ab und zu auch hier zu. Was meine Mission in diesem Blog ist hab ich nun wirklich des Öfteren wiederholt. Bitte lies nochmal meine Texte. Ich traue Dir das zu.    Viele Grüße fidelche

Rahab schrieb am 17.05.2010 um 12:20 ich kann’s mir nicht verkneifen, es  muß sein! dieser satz „Ich lasse mir meine Position am jeweiligen Monatsende von Gremliza und Co bestätigen.“  der hat was. der hat echt was.  der hilft mir auch zu verstehen, was damit gemeint ist:  „Keine Person spricht, immer das ideologische wir.“ na denne, spricht mal!

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 13:13 @Fro schrieb am 17.05.2010 um  00:59     Nachtrag: Hallo Fro, was ich noch vergaß zu schreiben: Rainer Kühn hat mich auf seiner Seite darauf gebracht. Früher dachte ich Du bist ein evangelischer, friedensbewegter Öko. Bist Du mal auf eine Waldorfschule gegangen? Was hältst Du es mit Rudolf Steiners Anthroposophie? Viele Grüße fidelche

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 13:15 @Rahab schrieb am 17.05.2010 um 12:20   Hallo Rahab, wenn Du Fro ansprechen willst, mußt Du links oben: @ Fro schreiben. Das ist hier so üblich und auch sinnvoll. Viele Grüße fidelche

Rahab schrieb am 17.05.2010 um 13:29 echt? steht das so im knigge?

wwalkie schrieb am 17.05.2010 um 14:18 „Gremlizianer“! Das tut einfach  nur weh! Das hat Gremliza nicht verdient! Wie kann man nur seine Lieblingsautoren so präsentieren, wie Pubertierende, die einem ihre „Geheimnisse“ anvertrauen. Also, liest du auch die „Bravo“? Echt geil! Und wie findest du den Gremliza? Echt stark, ey! Und wo stehst’n so – politisch mein ich? Biste antideutsch oder antisemitisch? Was haste denn für’ne Sozialisiation? Und haste schon das Marsche Kapital gelesen und das Leninsche Was tun? Also, wenn du die Konkret abonniert hast, fänd ich dich toll! Darum, companero, einen gut gemeinten Rat. Lesen Sie (aber wahrscheinlich denken Sie: companero und Sie, da schreibt ein Salonkommunist!) die vielen aufgeführten Autoren „einfach“ mal in Gänze (viel Spass bei Proudhon!) und beziehen sie diese auf den berühmten historischen Kontext ihres Erscheinens). Vielleicht lernen dann auch Sie, wie kompliziert das Einfache ist. Übrigens mag ich Gremliza sehr, auch seine Widersprüche!

Giuseppe Navetta schrieb am 16.05.2010 um 23:16 …ich finde diese hier Auseinandersetzung einigermaßen grotesk! Da werden im Rahmen der neoliberalen Invasion in nächster Zeit auch die letzten Errungenschaften der bürgerlichen Aufklärung im demokratisch-kapitalistischen Ordnungsrahmen niedergewälzt – ich finde, man darf das sehr wohl so pathetisch umschreiben – und man hat nichts besseres zutun als herauszufinden, welcher Frühsozialist in seinen Äußerungen und Werken die eine oder andere reaktionäre Tendenz aufwies?

thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:40 @ navetta Sehe ich genauso! Außerdem muß man die monierten Früh-/Spät-/Sonstige-Sozialisten auch in ihrem kulturellen Kontext lesen. Was heute als reaktionär o.ä. gilt, war damals der letzte Schrei und absolut modern. Wenn die „Linke“ sich nur noch durch Haarspaltereien auszeichnet, und nicht durch (gelebte) Alternativen, dann sind wir wirklich beschissen dran. Außerdem halte ich Blogs in Fidelchescher Manier für völlig kontraproduktiv.

fidelche schrieb am 16.05.2010 um 23:46 Liebe Mitblogger, es ist mal wieder Zeit für einen Zwischenbericht. Karl Marx analysierte den Kapitalismus als dynamische Produktionsweise, in der Profitmaximierung und Akkumulation von Kapital Selbstzweck sind. Marx entzog damit Frühsozialisten wie Fourier oder Proudhon die theoretische Grundlage. In Krisenzeiten finden die absurden Theorien der von mir kritisierten Theoretiker Anklang. Die Perspektive einer regionalen Ökonomie ohne spekulative Finanzgeschäfte mit fairen Preisen und fairen Löhnen, sozusagen ein gebändigter Kapitalismus ist meiner Ansicht eine gefährliche Illusion. Da durch diese Theorien Andockmöglichkeiten rechter Ideologie gegeben wird. In Argentinien beteiligten sich zeitweise zehn Millionen Menschen an einem Tausch-Netz und mit Regionalgeld. Nach kurzer Zeit scheiterte dieses System kläglich, da der Kapitalismus damit in keiner Weise überwunden wurde. Alle Übel dieser Welt liegen eben nicht Im Finanzkapitalismus sonder im Kapitalismus an sich. Natürlich kann über den tendenziellen Fall der Profitrate, das Okisho-Theorem diskutieren. Auch über die Konjunkturzyklen von Clement Juglar oder die Kondratjew-Zyklen kann man problemlos diskutieren. Wer allerdings die Unterscheidung von Produktionskapital und Finanzkapital macht, begibt sich auf braunes Terrain. Faschismus und Nationalsozialismus agierten mit regressiver Kapitalismuskritik. Wer die Aussagen von Gesell wie: Hochzucht des Menschengeschlechts“ -„Zuchtwahlrecht der Frauen“ – „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ oder Proudhons Aussage: „Der Jude ist der Feind der menschlichen Art. Man muss diese Rasse nach Asien verweisen oder vernichten“, wie in dem Religionsblock sozusagen wie bei der Bibelexegese, ignoriert, begeht einen schweren Fehler, oder „desavouiert“ sich selbst. Regregressive Kapitalismuskritik ist wertlos. Diese Sündenbock-Politik, nach dem Motto haltet den Dieb, ist ein reines Ablenkungsmanöver. Müntefering, nun Westerwelle wollen nach dem Muster Wählerstimmen gewinnen. Die Herausgeber der beschriebenen Verdi Broschüre agieren ebenfalls nach dem besagten Muster. Dass ich bisher hauptsächlich kritisiert habe ist richtig. Aber um nach Lösungen zu suchen müsste erst einmal eine gemeinsame Basis hergestellt werden. Ich kritisiere den Kapitalismus nach der marxschen Ökonomie. Ich weiß dass mit der Abschaffung der Zinsen oder des Finanzkapitals, nichts gewonnen ist. Meine Kritiker sind leider nicht großartig auf meine Texte eingegangen. Gut, Uwe Theel und Columbus haben sich teilweise offenbart. Ansonsten setzten sich meine Kritiker nicht mit meinen Thesen offen auseinander. Durch das Ignorieren von „linken Leuten von rechts“ und mit deren Ideologie wird diese Problematik nicht gelöst. Ich warte jetzt nur noch darauf dass jemand die Wurzelrassenideologie von Rudolf Steiner und Konrad „Graugans“ Lorenz Sozialdarwinismus für gar nicht so schlecht erachtet. Ich bitte daher die Kritiker sich die Texte von Gesell durchzulesen oder die Funktionsweise des Chiemgauers zu überdenken. Auf der anderen Seite bekam ich sehr viel Zuspruch zu diesem Blog. Hier im Forum und per Mailbox. Dafür bedanke ich mich sehr an dieser Stelle, dies hat mich sehr gefreut und stimmt mich zuversichtlich. PN Anfragen zwecks Veröffentlichung des Textes in anderen Portalen und Blogs habe ich zugestimmt. Der Begriff „regressive Kapitalismuskritik“ stammt nicht von mir. Peter Bierl, Lothar Galow-Bergemann und Hermann L. Gremliza schreiben in der Monatszeitschrift konkret. Die Zeitschrift Konkret ist kein Anteilsnehmer von Bahamas. Die undogmatische Zeitschrift konkret ist konkret!! Ich gehe davon aus dass meine Kritiker die Zeitschrift konkret nicht lesen, ansonsten würden sie nicht so kommentieren wie sie kommentieren.        Viel Grüße fidelche

Giuseppe Navetta schrieb am 16.05.2010 um 23:57 Richtig ist, man sollte leidenschaftlich aber sachlich diskutieren, was ebenso für diesen Beitrag! Aber: Wer allerdings die Unterscheidung von Produktionskapital und Finanzkapital macht, begibt sich auf braunes Terrain. Diese Differenzierung gibt es übrigens auch paar Marx sehr wohl!

Giuseppe Navetta schrieb am 17.05.2010 um 01:17 Richtig ist, man sollte leidenschaftlich aber sachlich diskutieren, was ebenso für diesen Beitrag gilt! Aber so heißt es im Zwischenbericht: „Wer allerdings die Unterscheidung von Produktionskapital und Finanzkapital macht, begibt sich auf braunes Terrain.“ Diese Differenzierung gibt es übrigens auch paar Marx sehr wohl! Nicht namentlich aber begrifflich! Ob die Einteilung in sozusagen verschiedene „Kapitalistenklassen“ allerdings innerhalb einer orthodoxen marxistischen Kritik sinnvoll ist, sei dahingestellt!

Michael Jäger schrieb am 18.05.2010 um 00:59 Siehe MEW 25 (Das Kapital Bd. 3), S. 378 f., 381: Auf dem Geldmarkt „[steht] beständig alles leihbare Kapital als Gesamtmasse dem fungierenden Kapital gegenüber“, zumal durch die Konzentration des Kreditwesens. „Als was das industrielle Kapital nur in der Bewegung und Konkurrenz zwischen den besondren Sphären erscheint, als an sich gemeinsames Kapital der Klasse, tritt es hier wirklich, der Wucht nach, in der Nachfrage und Angebot von Kapital auf.“ Es ist „als konzentrierte, organisierte Masse […] unter die Kontrolle der das gesellschaftliche Kapital vertretenden Bankiers gestellt“. 388: „Der Anwender des Kapitals […] zerfällt in zwei Personen, den bloßen Eigentümer des Kapitals und den Anwender des Kapitals“, wobei das „Kapital außer dem Produktionsprozeß“ als Zins abwerfendes Kapitaleigentum erscheint. 389: „Hiermit wird die bloß quantitative Teilung“ – des Profits in Zins und Unternehmergewinn – „zur qualitativen“.

Rahab schrieb am 17.05.2010 um 10:19 zur erholung von dem fidelsche sein gebräu empfiehlt sich die lektüre der blogs von Michael Jäger. die hilft klären!

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 11:50 @ luggi, Phineas Freek, Magda, thinktankgirl usw.

Eure Sprachlosigkeit ist ein eindeutiger Beleg, wie notwendig mein Text ist. Eure Reaktionen zeigen mir, dass zumindest Einige von Euch sich mit der Thematik auseinandersetzten und eventuell doch, wenn auch in ferner Zeit, den begangenen Irrweg verlassen. Wenn man sich gegen Argumente nicht wehren kann, greift man zum letzten Strohhalm: „Das ist ein Antideutscher, der ist von Bahamas.“ Ich halte das für eine sehr magere Vorgehensweise. Die ganze“ Linke“ wird von Bahamas unterwandert? Nur noch ein paar Aufrechte in der FC und Claus Ludwig (Holocaust war keine unvergleichliche Katastrophe), kämpfen dagegen an. Wer steckt denn hinter Bahamas? Das müssen schon mächtige Leute sein. Ich hab mal ein paar Beispiele rausgesucht, wer alles von Bahamas unterwandert ist. Da gibt es viel für Euch zu tun dies auch öffentlich zu machen. Viel Spaß dabei.               Ecksztein – Linkspartei/Linksjugend – Linksunten   – Dissonanz -Verdi –  Rote Ruhr Uni –  Robert Kurz – Konkret            Viele Grüße fidelche

luggi schrieb am 17.05.2010 um 12:12 „…und eventuell doch, wenn auch in  ferner Zeit, den begangenen Irrweg verlassen…“ Schreib ich doch, und mit RK hast du ja schon den ersten Irrläufer gefunden. Wenn man nicht mehr weiter weiß, hilft oftmals nur Autoritätsbeweis. gemeint ist konkret btw. viele der Links funzen nicht und aus den Fragmenten habe ich gesehen, dass ich vor dir bereits auf einigen der Seiten war; hättest meine Spur sehen oder ahnen müssen.

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 12:39 @luggi schrieb am 17.05.2010 um  12:12         Hi luggi,ich hab Deinen Irrweg gemeint. Werden wir doch mal konkret. Was ist falsch an meinem Text? Da hab ich von Dir noch nichts gehört. Dass Du die Links kennst, hab ich vermutet. Ich wollte den anderen Teilnehmern auch die Möglichkeit geben, beispielsweise Robert Kurz, als Antideutschen einzuordnen, was meiner Meinung völlig absurd ist. (konkret ist natürlich auch keine antideutsche Zeitung)  Ich wiederhole nochmal die Links und hoffe dass es funktioniert:   Ecksztein –  Exit –  Robert Kurz  –  Gruß fidelche

Magda schrieb am 17.05.2010 um 12:44 „Eure Sprachlosigkeit ist ein eindeutiger Beleg, wie notwendig mein Text ist.“ – Nicht zu retten der Knabe. :-))

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 13:18 @Magda schrieb am 17.05.2010 um 12:44 Danke, Fau Magda, für diesen philosophischen, tiefsinnigen und beeindruckenden Beitrag.     Fasziniert fidelche

luggi schrieb am 17.05.2010 um 13:28 fidelche, 1. du weißt wohl nicht mehr, was du um 11:50 Uhr geschrieben hast? (eindeutig Plural) 2. stelle ich fest, dass du in missionarischen Diensten unterwegs bist 3. erkenne ich billige, ideologische Glasperlen recht schnell 4. benutzt du die gleiche Methodik der Naziideologie (in Analogie zu „raffendem und schaffenden Kapital“) Mehr gibt es nicht als „Futter“.

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 14:06 @luggi schrieb am 17.05.2010 um    13:28   1. Meinst Du das Wort“ Sprachlosigkeit“? Wenn ja, dann ändere es. Schreib was konkretes.  2. Ich will diskutieren, was sehr schwierig hier ist. Wenn ich einen falschen Satz geschrieben habe und Du mich überzeugst, ändere ich ihn ab. 3. Welche ideologischen Glasperlen? Bitte etwas konkreter. 4. Wo benutzte ich die gleiche Methodik der Naziideologie(Unterscheidung raffendem und schaffenden Kapital)? Willst Du mich jetzt verarschen? Machst Du jetzt auf Satire, oder was? Werde einmal konkret: Glaubst Du mit Schwundgeld („Chiemgauer“) kann man auch nur im Ansatz die  Probleme/Widersprüche des Kapitalismus abmildern?

Phineas Freek schrieb am 17.05.2010 um 15:57 Phineas Freek schrieb am 14.02.2010 um 16:06 War ja nur eine Frage der Zeit, dass der „antideutsche“ Irrsinn und die Resultate seines paranoiden Sektenwahns auch hier seinen bizarren Ausdruck finden. Diese exlinken und heutigen negativen Deutschtümler sollte man bei ihrem vertrackten Einstiegsprogramm in die bürgerliche rechte Mitte ganz einfach in Ruhe lassen. Diskurs unmöglich.“ Und ließ mich dann doch hinreißen, auf den gröbsten Schwachsinn in den Vorgängerblogs einige Beiträge folgen zu lassen, die selbstverständlich (wie auch andere Kommentare von Bloggern hier) von unserem meschugge Schmock geflissentlich übersehen wurden. Darunter auch eine gelungene Replik von TomGard, die den Generalfehler der MORALISCHEN Frontstellung im Denken Gremlitzas aufs Korn nahm. Es ist hier generell müßig und auch völlig irrig zu meinen, sich mit der verrammelten Subjektivität von gläubigen (und zuallermeist blutjungen und völlig verwirrten) Adepten und Missionaren im Kampf gegen das Böse (aktuell „Antisemitismus“), eine wie auch immer geartete inhaltliche Auseinandersetzung leisten zu können. Wer sich selber zum Knecht seiner eigenen, willkürlich zusammengeklaubten moralischen Determinanten macht, immunisiert sich methodisch auf die gleiche Weise, wie das halt jeder unbeugsame und x-beliebige Fundamentalist (ob christlich, moslemisch…Mao oder Stalin gläubig…Anhänger eines geheiligten Israel-Nationalismus auch „anti-deutsch“ genannt…..etc) so treibt. Die kennen nur eins – ihren selbst gewählten moralischen Imperativ. Meine jahrelangen Erfahrungen mit diesem Sektenwahn haben da einen ganz persönlichen Umgang zur Folge – aus dem Weg gehen, vorausgesetzt es handelt sich nicht um eine schätzenswerte und persönlich bekannte Person. http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,187,5.html PS Was bedeutet das eigentlich, wenn sich eine Zeitschrift „Konkret“ nennt? Ist das nicht ein deutliches Bekenntnis seiner Macher zum faschistischen und antijüdischen Hass auf alles Abstrakte? Wer das Konkrete und „Bodenständige“ wahr findet und das Abstrakte und „Bindungslose“ unwahr, der muss auch der DEUTSCHEN Ware dem jüdischen Geld, den bestimmten Landsmann dem abstrakt-kosmopolitischen Menschen dem Vorzug geben. Millionen Menschen sind gemordet und Opfer dieses namentlichen Vorzugs geworden – und „Konkret“ bekennt sich auch noch dazu! Das ist Irrsinn? Richtig. Nur so geht halt der „anti“ – deutsche Wahn.

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 16:55 @Phineas Freek schrieb am       17.05.2010 um 15:57 …der muss auch der DEUTSCHEN Ware dem jüdischen Geld, den bestimmten Landsmann dem abstrakt-kosmopolitischen Menschen dem Vorzug geben. Proudhon, Fourier, Gesell, Feder lassen grüßen. Ein weiterer Beleg für die Richtigkeit meines Textes, Berichtigung aller   meiner Texte!!

Phineas Freek schrieb am 17.05.2010 um 17:18 …nee, das ist ein Beispiel und Beleg, wie sich jedermann eine „Theorie“ zusammenphantasieren kann, wenn er einen zum Wahn mutierten, willkürlichen und moralischen Imperativ zur Grundlage seiner „gedanklichen“ Matrix macht…dass Du die parodistische Wiedergabe Deiner eigenen Subjektivität und Immunisierung als Bestätigung Deines Wahns anerkennst, wundert mich überhaupt nicht… Heilige Gummizelle!

thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:46 Hatte nicht jemand im vor-vor-letztem Fidelschen Blog folgendes Warnschild aufgestellt:

Mal sehn

ob’s klappt 😉

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 16:15 @thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 14:46     Sehr geehrte Frau thinktankgirl, sehr interessant, dass Sie hier das Modell Ihres Gehirns veröffentlichen. Was Ihr Gehirn allerdings mit dem Thema „regressive Kapitalismuskritik“ zu tun hat, verstehe ich nicht  absolut. So sehr viel haben Sie zu dem Thema bisher nicht beigetragen.  Damit sind Sie allerdings nicht alleine.(Mir ist noch nicht ganz klar ob Sie zu Fraktion der (Beton)Feministinen gehören. Viele liebe Grüße fidelche

thinktankgirl schrieb am 17.05.2010 um 18:23

Eigentlich finde das

für mich hier

angemessener:

Fro schrieb am 17.05.2010 um 20:31 fidelche schrieb am 17.05.2010 um12:12 und 17.05.2010 um 13:13 Rainer Kühn, fidelche. Unglaublich, was ihr euch da leistet. Das ist m.E. ein wesentlicher  Bestandteil deiner Mission und auch die der „Antideutschen“: Linke diffamieren und Spalten. Irre Unterstellungen und einfach widerlich. Wer Demokratie als rechtes Projekt an sieht, muss schon ganz schön      durchgeknallt sein. Und wer mich als Rechten bezeichnet ebenso. Sollte jemand eine    rechtsverdächtige Äußerung in meinen über 800 Kommentaren oder Blogs finden, gebe ich ihm einen aus. Ich bin als Linker geboren – und bin es immer noch – mitunter mache ich sogar Werbung für die Partei die Linken. Nur habe ich vor drei Jahren entdeckt, dass das Verlangen nach Demokratie und ihre Einführung der Schlüssel für eine grundlegende politische Veränderung sein kann – weil linke Forderungen mittlerweile Mehrheitsmeinungen sind. Und mein erster Blogbeitrag befasst sich genau mit diesem Thema.Im übrigen bin ich 100% parteifrei, religionsfrei und ideologisch nicht gebunden. Ziemlich frei also – das Symbol für Freiheit ist für mich ein fliegender Adler. Und hier noch jemand für eure Rechten-Kartei. Lohnt sich, das bis zum Ende anzusehen – wahrscheinlich auch ein übler Demokrat in euren Augen.

Giuseppe Navetta schrieb am 17.05.2010 um 21:59 @thinktankgirl      …hau schnell ab hier! Du befindest Dich gerade in einer seit wahrscheinlich 1981 anhaltenden Diskussion um die Anführerschaft der jeweils richtigen Marx-Rezeption innerhalb der zuletzt übriggebliebenen Mitgliedern irgendwelcher K-Gruppen, jedenfalls erinnern mich derlei     Grabenkämpfe zwischen den verschiedensten „Sektierern“ (Antiimps v. Antideutsch) an diese Zeiten, deren Ausläufer ich noch mit 18 Jahren(1985) noch kennenlernen durfte…dank dieser Art von kreativen Auseinandersetzung gibt es heute ja so unendlich viele linkstheoretische     Gegenentwürfe, das einem die Auswahl geradezu schwer fällt… …aber was rege ich mich auch auf, ich bin ja eh nur ein bourgeoiser- protofaschistischer Gewerkschaftswicht..oder so…

luggi schrieb am 17.05.2010 um 22:08 @giuseppe      nö, ttg soll sehen, was Linkssektierer sind

thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 09:09 @navetta Das es sich hier um Grabenkämpfe handelt, geht mir auch so langsam auf. Meine Generation ist auch wegen solchen hirnrissigen Auseinandersetzungen zur Null-Bock-/Punk-Generation geworden. Bei Fidelsche fehlen grundlegende Kenntnisse der Geschichte des 19./20. Jhdts. Vor allem über die verschiedenen Formen der Kritik am Kapitalismus,  Industrialisierung und der entstehenden modernen Gesellschaftsform. Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch, wie Leusch weiter unten schreibt: Bei Gesell hat er ja sogar den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen Geldabhängkeit weg zu kommen Die Schrift Bachofens über das Mutterrecht, gab dazu Impulse. Ein Otto Groß erkannte in der ökonomischen Abhängigkeit die Unterdrückung der Frau – heute Allgemeingut, aber vor 100 Jahren revolutionär. Zudem  propagierte er die freie Liebe, eigentlich undenkbar im Wilhelminischen  Kaiserreich. Die Reventlow wurde vom Kosmikerkreis als Hetäre betrachtet; den Frauen wurden mit neuheidnischen Ansätzen eine eigenständige Erotik zugestanden. Ich finde, das Werk Gsells, wie auch anderer, muss im Kontext gelesen  werden. Aber das lernt man eigentlich an jeder Uni und nennt sich wissenschaftliches Arbeiten

fidelche schrieb am 18.05.2010 um 12:25

@thinktankgirl

schrieb am 18.05.2010 um 09:09

Unfassbar,ihr Kommentar.

thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 12:37 @fidelsche    Endlich, endlich ist es geschehen, daß mir mal jemand die Nazi-Keule zeigt. Ansonsten Fidelschen probiers mal mit wissenschaftlichem Arbeiten, zu dem von mir angeschnittenem Thema.

Rahab schrieb am 18.05.2010 um 12:45 fidelsche zur kenntnis: ich habe die redaktion darum gebeten, dieses teil zu entfernen. und das bild durch eine begründung zu ersetzen, warum es entfernt wurde.

TomGard schrieb am 17.05.2010 um 15:01 Notiz  Bis zu einer nachzuliefernden ausführlichen Begründung will ich zu Protokoll geben, daß ich die Ersetzung einer Kritik der politischen Ökonomie des Kapitalismus durch eine „Zusammenbruchstheorie“ für die verborgene „Macke“ der fidiel-chen Argumentationsmuster, insbesondere der Redeweise von „regressiver“ resp. „verkürzter“ Kapitalismuskritik halte. Nun hat sich Robert Kurz in dem weiter oben verlinkten Interview („Marxsche Theorie, Krise und Überwindung des Kapitalismus“) gegen seine Klassifizierung unter die Zusammenbruchstheoretiker verwahrt. Sofern darunter Leute verstanden werden, die ihre Entscheidung rechtfertigen wollen, dem Kapitalismus den Weltlauf anheimzustellen, will ich ihm diese Zurückweisung gern zugestehen, doch auf der Ebene der Theorie ist sie falsch bis gelogen. „Gelogen“ sage ich, weil Kurz sich mit der Kolportage des Spruches „Sozialismus oder Barbarei“ gewiß nicht absichtslos an seiner Behauptung vorbei mogelt, aber diese Mogelei ist vergleichsweise irrelevant. Wichtiger ist die Art und Weise, wie er die Formel von der „inneren Schranke“ der Kapitalverwertung (oder gleich: der  kapitalistischen Produktionsweise) zur Geltung zu bringen sucht, denn die kann mehrdeutig verwandt werden. In der marxschen Ableitung kennzeichnet die Formel die Diagnose, daß der beschränkte Zweck der Kapitalverwertung die eigenen Ausgangsbedingungen in der Produktion des relativen Mehrwertes systematisch verschlechtert und periodisch für verschiedene Sparten der Produktion auch untergräbt. Die bedingte – weil den Prozess nicht verändernde, daher ihn nur wiederholende – Beseitigung solcher Schranken innerhalb der Zyklen des Verwertungsprozesses ist banal: Kapitalvernichtung. Weiteres zu dieser Seite, wie gesagt, ein wenig später einmal. Aber.Aber es gibt eine zweite Lesart der Rede von der „inneren Schranke“, die dann aufkommt, wenn jemand an der „Kritik der politischen Ökonomie“, so,wie sie von Marx vorgelegt wurde, mehr oder weniger heimlich das“politisch“ durchstreicht, nämlich die Feindschaft gegen die derkapitalistischen Produktionsweise sowohl zugrundeliegenden (auchvorangehenden) und einbegriffenen Gewaltverhältnisse, Privateigentum &amp; Klassenherrschaft, einschließlich der dazugehörigen, weil sie exekutierenden Herrschaft einer politischen Klasse. Wenn so einer stattdessen die Funktionsweise der kapitalistischen (Re)Produktion an einer erfundenen (über!)historischen Aufgabe namens „Bedarfsgüterherstellung“ mißt, dann wird die „Kritik“ unter der Hand zur Beschwerde über einen angeblichen Verstoß des Kapitalismus gegen die fiktiven Zwecke des abstrakt erfundenen Begriffes von „Ökonomie“ mit der möglichen Enddiagnose: Der Kapitalismus wird’s „nicht bringen“, er wird „historisch scheitern“. Und schon ist sie wieder da: die genuin christliche Geschichtsontologie. Und die „innere Schranke“ wird unter dieser Betrachtungsweise ebenso unterderhand umgedeutet zur äußeren Schranke, nämlich eben des Scheiterns an dem eigens dazu erfundenen Zweck. Und dann ist das endzeitliche Denken am anvisierten Ziel, sich aus dem expliziten oder impliziten Offenbarungscharakter solcher Lehren heraus zum Maß aller Dinge aufzuwerfen. Ich überlasse es einstweilen einem geneigten Leser, ggf. nachzuvollziehen, ob, wie und wo genau solche Übergänge in der zitierten Kurz’schen Rede stecken oder nicht.

TomGard schrieb am 17.05.2010 um 15:19 PS: Zur Verdeutlichung: der Topos einer Umdeutung des Kapitalismus in die „Chance“ seiner eigenen Überwindung ist ein weiterer Seitenzweig der geschichtsontologischen Eschatologie (Apokalypse plus „jüngstes Gericht“), der einen gemeinsamen perspektivischen Fluchtpunkt der Kurz’schen Rede wie der fidel’chen Denunziationen abgibt. Womit ich nicht alles, was Fidelche vorgebracht hat, unter „Denunziation“ subsummiert sehen will – mir gehts hier um die Methode der Nicht- bzw. Antikritik.

fidelche schrieb am 17.05.2010 um 16:08 @TomGard schrieb am 17.05.2010 um  15:01 Robert Kurz, MARXSCHE THEORIE, KRISE UND ÜBERWINDUNG DES KAPITALISMUS Auszug: []Die meisten zeitgenössischen Marxisten sind aber sogar hinter die früheren Krisentheorien zurückgefallen; sie nehmen nur noch den klassisch kleinbürgerlichen Standpunkt einer Kritik des „Finanzkapitals“ ein. Dabei verwechseln sie Ursache und Wirkung: Sie führen die Krise nicht auf die objektiv mangelnde reale Produktion von Mehrwert zurück, sondern auf die subjektive Profitgier von Spekulanten. Die kapitalistische Produktionsweise wird gar nicht mehr grundsätzlich kritisiert; man will nur zurück zur fordistischen Konfiguration der abstrakten Arbeit. Diese Option ist nicht nur illusionär, sondern reaktionär. Sie hat eine strukturelle Ähnlichkeit mit der ökonomischen Ideologie des Antisemitismus.[] Meine Fragen nun: Outet sich Robert Kurz mit diesem Absatz als Antideutscher? Ist Robert Kurz Ihrer Meinung Antideutscher, wie es offenbar hier viele sehen?

Rahab schrieb am 17.05.2010 um 16:29 gegenfrage: was meint er mit „strukturelle Ähnlichkeit mit der ökonomischen Ideologie des Antisemitismus“? bzw., da ich Robert Kurz nicht gelesen habe: nennt er noch andere beispiele von struktureller ähnlichkeit?

Uwe Theel schrieb am 17.05.2010 um 19:25 @ Rahab schrieb am 17.05.2010 um  16:29 was meint er mit „strukturelle Ähnlichkeit mit der ökonomischen Ideologie   des Antisemitismus“? Versuch einer kurzen Antwort: Kurz formuliert die Bestimmung „Änlichkeit“ in der von F. zitierten  Passage selbst. So wie der Faschismus die „Subjektive Profitgier“ in einer einzige  Spekulantengruppe, nämlich der, der Juden verortet, so wäre der  „kleinbürgerliche“ Standpunkt dem faschistischen „strukturell ähnlich“,  als dass er die Profitgier nicht als „Rassemerkmal“ der Juden bestimmt,    sie aber als Triebkraft des „Finanzkapitals“ schlechthin faßte, darüber  aber keine weiteren Momente des Kapitalgesetzes in die Kritik mit  einbezöge. Damit beweist Kurz aber natürlich nicht, dass solche Kapitalkritik als  kleinbürgerliche – und damit allemal sowieso nicht mehr linke – Kritik in  ihrer „Verkürzung“ antisemitisch wäre, sondern widerlegte diese Annahme,  da die Profitgier universell dem „Finanzkapital“ zugeordnet wird. Selbst  wenn in einer historischen Phase die menschlichen Vollstrecker dieser  Praxis auschließlich „jüdische“ Bankiers und Kapitalisten gewesen wären,   folgte dies nicht aus sich heraus für alle Zeiten. Kurz selber verweist  sowieso nicht auf „rassisch“ bestimmbare Agenten sondern auf das  Bewegungsgesetz des Kapitals insgesamt. (Noch einmal, speziell für F.:   Natürlich fasst Kurz damit auch die realen Agenten. Da darunter wohl immer auch Juden sein werden, müßte Kurz, F. zufolge, Antisemit sein. – Sancta  simplicitas. Dass F. seine Kurzschlüsse nicht erkennt, ist typisch für seine „Denkweise“. Kurz ´ These jedenfalls ist wesentlich komplexer als sie von F. überhaupt  durchdrungen wird. Die Momente von Arbeit (Arbeitsethos),  Kapitalakkumulation, Profit und Profitrate, Eigentum und  Eigentumsverhältnissen, Geld und Wert, etc. werden von F. nicht in ihrem     Zusammenhang gesehen, unter dem sie in der Kritik der politischen Ökonomie   (Kapitalkritik) behandelt werden, sondern sowohl ahistorisch gesehen, als auch unsystematisch zerpflückt, F. auch daher zu unsinnigen Schlüssen führend.

Rahab schrieb am 17.05.2010 um 19:38 danke für die antwort, Uwe. ich in meiner ungeduld hatte mir allerdings bereits dieses     :      http://www.linke-buecher.de/texte/krisis/Kurz-Robert–Politische-Oekonomie-des-Antisemitismus.htm ergoogelt

TomGard schrieb am 17.05.2010 um 20:29 1) „Outet sich Robert Kurz mit  diesem Absatz als Antideutscher?“  Diese antideutsche Femegerichtsfrage beantworte ich Dir nicht, Du Wicht!  2) Zum Robert Kurz. Den ersten Teil des Zitierten unterschreibe ich, doch mit dem unten  Zitierten wird’s „daneben“: … man will nur zurück zur fordistischen Konfiguration der abstrakten   Arbeit.  Quatsch, das ist eine glatte Verharmlosung der modernisierten  sozialfaschistischen Ideologien, unter denen „Rechte“ und „Linke“ einander   nicht selten bis zur Verwechslung verkennen, und die insbesondere mit der    kleinbürgerlich-faschistischen Propaganda der aus den USA importierten    „Infokrieger“ massenhaft Zuspruch in den depravierten Schichten  Westeuropas finden. Wie systematisch und kalkuliert diese offenkundig    keinerlei Geldmangel kennende Propagandamaschinerie vorgeht, ist u.a.   daran kenntlich, daß die Leut die falsche Gesell’sche Geldkritik praktisch  1 zu 1 übernehmen, ohne ihren Urheber je zu nennen, geschweige zu     zitieren. Vermutlich, weil der Kerl vielen „Rechten“ links verdächtig und  analogen „Linken“ rechts verdächtig ist …    Diese Option ist nicht nur illusionär … sic! sondern reaktionär.  Die tatsächlichen Optionen – u.a. die Wiederaufnahme Proudhon’scher Vorstellungen von Volksbanken und Arbeitsgeld – die – taktisch oder nicht   – vorgebracht werden, sind von allem eines, und darin liegt auch ihr  Begriff: sie sind nationalistisch . Wer diesen für einen geschulten  Marxisten offenkundigen Befund umgeht, hat möglicherweise ein „Problem“  mit seinem Bedürfnis, „fortschrittliche“ und „kosmopolitische“ Nationen  gegen „reaktionäre“ zu stellen … Sie hat eine strukturelle Ähnlichkeit mit der ökonomischen Ideologie des Antisemitismus.    Dito! Fast scheint es, als reserviere Kurz seine Erfindung „politische  Ökonomie des Antisemitismus“ für einen „internen Gebrauch“. Jedenfalls ist  solche theoretische Weihe für das kleinbürgerlich-nationalistische Motiv  von Leuten, die angesichts der Schäden und Lasten, die der „eigne“ Staat    ihnen aufbürdet, die für das eigene ökonomische Interesse global in  Anspruch genommene (deutsche, französische, russische, amerikanische etx)    Nation mit „parasitären“ Volksfeinden zu entschuldigen, die sich da breit  gemacht hätten, und das Staatswesen vor ihnen in Schutz nehmen zu wollen,  nicht nur überdimensioniert, sie geht an der Sache mehr als haarscharf   vorbei.

Uwe Theel schrieb am 17.05.2010 um 22:02 Nachtrag   zu : Uwe Theel am 17.05.2010 um 19:25 Zu Robert Kurz habe ich den folgenden sehr interessanten Aufsatz Franz Naetar Welche politische Bedeutung hat der Antisemitismus heute?  http://www.grundrisse.net/grundrisse07/7antisemitismus.htm  dort besonders den Abschnitt „Struktureller Antisemitismus, oder: ist eine Kritik am Finanzkapital antisemitisch?“ gefunden. Nach dessen Lektüre, muss ich bekennen, dass ich der von F. zitierten  Darstellung in gewisser Unkenntnis aller Zusammenhänge, wohl teilweise  selbst zum Opfer gefallen bin. Nach Naetar „betrachtet Kurz ja die gesamte sozialdemokratische und  kommunistische Arbeiterbewegung als strukturell antisemitisch,“. was er  mit dem folgenden Kurz-Zitat belegt: „Eine wirklich radikale Kritik der  kapitalistischen Produktionsweise (und nicht bloß der kapitalistischen Zirkulations- und Distributionsweise) müsste dagegen die Wertform als    solche, die betriebswirtschaftliche Rationalität und damit die  Abstraktionsform ‚Arbeit’ ins Visier nehmen, wovon der Marxismus weit   entfernt ist. So erweitert er die in der Politischen Ökonomie des   Antisemitismus enthaltene Dämonisierung des zinsnehmenden Geldkapitalisten bloß auf die Figur des Produktionskapitalisten, ohne das Paradigma einer      verkürzten Subjektivierung und Soziologisierung des Fetischverhältnisses  zu verlassen. Mehr noch: durch diese analoge Verkürzung wurde der  Marxismus selber immer wieder anfällig für antisemitische Motive, wovon seine Geschichte reichlich Zeugnis ablegt.“  Ich konnte mir wieder überhaupt nicht vorstellen, dass Kurz tatsächlich als „verkürzt“, d.h. um ihren Kern beraubte linke Theorie (hier:  Kapitalismuskritik) noch als linke Theorie ausgeben würde, und damit linke  Theorie überhaupt in Mißkredit bringen kann, weil er dabei nicht einmal wenigstens die Mahnung, den Vorschlag Naetars „den Begriff des Antisemitismus (nur; u.t.) dort zu verwenden, wo auchsubjektiv eine antisemitische Intention und Ideologie vorhanden ist, sei es als geschlossene Theorie, sei es als Element des täglichen Vorurteils“wohl berücksichtigte. Fazit: Manchmal kann gar nicht genug lesen, bevor man schreibt.

TomGard schrieb am 18.05.2010 um 07:08 R. Kurz: „Eine wirklich radikale Kritik der kapitalistischen Produktionsweise (und nicht bloß der kapitalistischen Zirkulations- und Distributionsweise) müsste dagegen die  Wertform als solche (…) ins Visier nehmen, wovon der Marxismus weit  entfernt ist.“ So weit würde Marx dem Kurz summarisch zustimmen ;-), bzw. er hat es   getan, etwa in der „Kritik des Gothaer Programms“. Freilich war Marx weit  davon entfernt, „Radikalität“ für einen Qualitätsausweis auszugeben und  der Menschheit ein „müssen“ außerhalb des Maßstabes stringenter Kritik zu   verkünden / verordnen ….  Diese zwei kurzschen Momente sind allerdings genau der Grund für den  Fehler, den er im Nebensatz macht:  “ …und damit die Abstraktionsform ‚Arbeit’“   Diese „Abstraktionsform“ schiebt der Kurz dem Marx ganz genau so unter,   wie die Verfasser des Gothaer Programmes, die sich die „Befreiung der  Arbeit“ zum Ziel setzten. Arbeit ist Arbeit und keine Abstraktion,  vielmehr wird der Abstraktion des Wertes bzw. des Wertverhältnisses die  lebendige Arbeitskraft unterworfen, das war die Marxsche Kritik. Es zeugt  vom Zustand der „marxistischen Theorie“, daß einem Kurz, einem    einigermaßen rennomierten Vertreter der Zunft, solch ein Schülerfehler  „unterläuft“ und durchgeht. Ein interessierter Fehler halt – aber das  darzustellen fehlt mir jetzt die Zeit, muß malochen.      (mehr heut abend)

Dr.Boedele schrieb am 17.05.2010 um 18:28 Nachdem sich die Diskussion seit den ersten „Kommentaren“, die mehr      Insultierungen glichen, doch wieder mehr „hin zur Argumentation“  entwickelt hat, nun auch meinerseits noch ein paar Anmerkungen, die zeigen  sollen, dass die von einigen Kommentatoren geäußerte Kritik auch für Sie selbst zutrifft. Bei den Leusch`schen Sätzen, „Die Haltung zu Krieg und Frieden, die ist  z.B. für mich eine ganz entscheidende Frage bei Wahlen und bei der eigenen  Position, so wie die Einschätzung und Gewichtung der ökonomischen und  sozialen Fragen. Daher mache ich mir um die Linke keine so großen Sorgen.“ , stimme ich dem ersten Satz voll zu, den zweiten sehe ich anders und sehe auch eine gewisse Gefahr in dieser Haltung. Es geht nicht um eine  „Falschetikettierung“ dubioser Gestalten wie Proudhon und Gesell, ob diese  politisch rechts oder links einzuordnen sind ist unerheblich, sondern   darum, dass sich „die Linke“ aufgrund einer „Differenzierung ins   Beliebige“ zu verflüchtigen droht. In der Community werden z.B. immer nur  Differenzen, wenig Gemeinsamkeiten gesucht, die meisten Kommentatoren  lassen Kritik nur „abperlen! und behaupten mechanisch das Gegenteil.  Genau dieser Etikettierungsvorwurf triff doch auch einerseits auf Sie,  Herr Leusch, noch besser aber auf Herrn Theel zu, der derartige     „Etikettierungen“ (z.B. Rassist, Faschist etc.) vorwiegend betreibt. Dieser hier gegenseitige formulierte Rassismus-, Faschismus-, Nationalsozialismus-, Antisemitismusverdacht bringt die FC aus meiner  Sicht nicht weiter, es muss doch erlaubt sein auf eine falsche, weil   verkürzte Kritik hinzuweisen und Nachweise zu erbringen, dass der ein oder  andere Verdacht bei Proudhon und Gesell durchaus angebracht ist. Wer den  Antisemitismus Proudhon`s bzw. die falsche Kapitalismuskritik (Zinsverbot  heilt den Kapitalismus nicht) und Zuchtideen Gesell`s nicht für kritikwürdig hält, der sollte dies begründen. Ich bitte außerdem nicht zu übersehen, Herr Leusch, dass Sie, wie in Ihrem  Vorwurf des „Affentheaters der Ausgrenzung und Abgrenzung“, auch selbst  „ausgrenzen“ indem Sie Kritiker diffamieren und Selbstreflexionen durch  einfache Abweisung einer durchaus kritikablen Entwicklungen (zur Kurzsichtigkeit) in der Linken verhindern. Wer in der derzeitigen    Kapitalismuskrise als Linker nicht sieht, dass die systemischen Ursachen der Krise weitgehend verkannt und stattdessen Sündenböcke (Banken,  allgemein das Finanzkapital assoziiert mit Heuschrecken und Ungeziefer, (ggf. zukünftig auch mit Juden), Griechen etc.) an den Pranger gestellt werden und damit auch konform geht mit der Journaille, wie z.B „dem  Fachblatt für Schumi-Fans“, der sollte auch wahrnehmen, dass die Mutation  zum „eindimensionalen Mensch“ geglückt ist, der kritische Inhalte  eingeebnet und jeglicher revolutionären Potenz beraub sowie die Probleme nur „verwaltet“. Und gerade mit „Adorno und Horkheimer im Gepäck“ sollte man eben nicht für Kritik immun und in der Lage sein, sich selbst zu hinterfragen.         Beste Grüße    dr.b                          PS: Eine Dichotomie in Antiimps und Antideutsch ist ebenfalls nicht zielführend, weist nur auf eine binär-reduzierte Wahrnehmung hin. Sorge um die Linke ist angebracht.

Columbus schrieb am 17.05.2010 um 20:16 Lieber Herr Boedele, Ich habe hier, beim „der Freitag“, noch niemals eine Person als Antisemiten, Antizionisten, Nicht-Linken, etc…. abqualifiziert und wenn ich mit einer sachlichen Einschätzung falsch lag, dann schreibe ich das  auch. Den Vorwurf, nicht selbstkritisch zu sein, den lasse ich mir nicht machen.  Dazu zeige ich zu offensichtlich meine Abneigung gegen die ganze „Werteritis“ und auch meinen langmütigen Willen auf die Füße zu stellen, was Fidelche partout auf den Kopf dreht. Wer hier mit kategorischen Urteilen im Dutzend billiger um sich wirft,  lieber Herr Boedele, und das nicht zum ersten Mal, dürfte ziemlich klar sein! Viele Sachen, von denen sie reden, „Journaillie“, „Schumi-Blatt“ u. ä., die gehen mir schlichtweg am Blick vorbei, ich verstehe davon auch nichts!  – Zu den „Heuschrecken“ habe ich ja klar geantwortet. Gerade weil Sie Marcuse erwähnen, verstehe ich Ihre Zustimmung zu den Blogs von Fidelche nicht. Die sind nämlich weder von Sinnlichkeit  affiziert, noch vernünftig, sondern grundsätzlich immer im Stile von   Anwurf und Denunziation geschrieben und die heilige Eindimensionalität in Reinkultur, weil er sich z.B. noch nicht einmal um die Wort- und  Sprachbedeutung zu unterschiedlichen historischen Zeiten Gedanken macht und lieber eine eigentümlich einseitige „politische Korrektheit“ pflegt,die, würde man sie ernst nehmen, ihm und dem virtuellen „Fan“-Klub so eine Art Entscheidungsgewalt über die Verteilung von Wertungen in Sachen Links/Rechts zubilligte. Wie man das nennen kann, lieber Herr Boedele überlasse ich ihrer Fantasie. Hier fiel ja schon der Hinweis auf Stalin. Da schaltet der empfindsame Mensch früh ab, und die vielleicht gewollte  Aufklärung, -ich habe ja immer noch Hoffnung-, verpufft im Nebel starker  Sprüche. Irgendwann, nach einem Dutzend fragender Einträge, kommt ja meist in Fidelches Blogs ein Punkt, da schreibt er, er habe „ja nur sagen  wollen,…“, gleich im Anschluss wird dann wieder mit den Schmähvokabeln oder neuen Wörtchen gearbeitet. Es muss ihm also bewusst sein, dass er auf die Pauke haut um Effekt zu erzielen. Aber auch kommunikationstheoretisch ist das natürlich genau der   falsche Weg, wenn man eine sachlich angebrachte, punktuelle Kritik üben  will. – Glauben Sie noch, dies sei Fidelches Herzensangelegenheit? Ich zweifele daran. Was Proudhon, Sorel und Gesell angeht, so bleibe ich dabei und habe das   auch ausführlich begründet (s.o., Links), dass die von Fidelche, aber auch   von Sternhell (Zitat) vorgenommenen Klassifizierungen und Einordnungen   falsch sind, weil sie Nebenaspekte und teilweise sogar von den genannten   Autoren selbst verworfene und später abgelehnte Gesichtspunkte zur      Hauptsache machen wollen, weil Fidelche z.B. bei Gesell, überhaupt nicht   verstanden hat, um was es in dem Zitat ging, weil er die zeitbedingte  Sprache nicht berücksichtigt, weil er offensichtlich keinen Unterschied   zwischen Evolutionslehre und Darwinismus einerseits und Sozialdarwinismus,   Eugenik nach Rasse und Elitegsichtspunkten andererseits kennt und Vorwürfe  erhebt, die sich aus der Biografie der Personen und aus den je  umfangreichen Werken, nicht herauslesen lassen. Bei Gesell hat er ja sogar  den ausgesprochen emanzipatorischen Aspekt, in Liebesdingen von der ewigen  Geldabhängkeit weg zu kommen, in ein sozialdarwinistisches Zuchtprogramm  umgedeutet. – Ich vermute es war der Sprachschock, der Verwirrung stiftete. Wer soll denn bei diesem eher in Richtung Sektierertum laufenden   „Mühewerk“ Beistand und Beifall leisten? Ich werde dafür keinen Applaus  spenden, sondern es immer strikt ablehnen. Sorel, Gesell und Proudhon sind  nicht „dubios“! Die Linke tut gut daran, sich mit diesen historisch wichtigen und klug  argumentierenden Linken zu beschäftigen. D.h. nicht, unkritisch bei jedem   historischen Linken nachzubeten was er vorgab, auch nicht bei Marx/Engels!  Was aber nicht geht, mit so dürftigen und sachlich umstrittenen Methoden,  Leute zu Antisemiten, Hohlköpfen und Nicht-Linken zu erklären, sie zu verteufeln (Fidelche ist ja noch zu viel weiter gehenden Anwürfen in der Lage und überträgt auch gerne mal auf Blogteilnehmer, s.o. „Braune Soße“). Es spricht ja auch nichts dagegen, dass Sie und Fidelche sich im  „Gesprächskreis“ vorwiegend mit Marx angeblich vollständiger und  avancierter Kapitalismuskritik beschäftigen. Aber die hier von Fidelche  bezichtigten Leute sind keine Antisemiten, keine Antizionisten, keine  Faschismusvorläufer, sondern Linke, deren aufgeschriebenes Wissen, deren      persönliches Verhalten, deren Beispiel, heute Linken helfen kann.             Mit freundlichen GrüßenChristoph Leusch

Fro schrieb am 17.05.2010 um 20:50 Korrektur/Ergänzung meines Kommentars von 20.31fidelche schrieb am 17.05.2010 um 12:12  und 17.05.2010 um 13:13  Rainer Kühn, fidelche.         Unglaublich, was ihr euch da leistet. Das ist m.E. ein wesentlicher  Bestandteil deiner Mission fidelche und auch die der „Antideutschen“:  Linke diffamieren und Spalten. Irre Unterstellungen die ihr da bringt und  einfach widerlich. Wer Demokratie als rechtes Projekt an sieht, muss schon ganz schön durchgeknallt sein.  Und wer mich als Rechten bezeichnet ebenso. Sollte jemand eine  rechtsverdächtige Äußerung in meinen über 800 Kommentaren oder Blogs finden, gebe ich ihm einen aus.  Ich bin als Linker geboren – und bin es immer noch – mitunter mache ich  sogar Werbung für die Partei die Linken. Nur habe ich vor drei Jahren entdeckt, dass das Verlangen nach Demokratie und ihre Einführung der Schlüssel für eine grundlegende politische Veränderung sein kann – weil linke Forderungen mittlerweile Mehrheitsmeinungen sind. Und mein erster Blogbeitrag befasst sich genau mit diesem Thema. Im übrigen bin ich 100% parteifrei, religionsfrei und ideologisch nicht  gebunden. Ziemlich frei also – das Symbol für Freiheit ist für mich ein  fliegender Adler.Ich bin am überlegen eine Sperrung gegen dich, fidelche anzuregen. Und  dass Rainer Kühn nach dieser hasserfüllten (ich weiß nicht warum)  denunziatorischen Diffamierung gegen mich hier noch einmal auftaucht ist      hoffentlich ausgeschlossen.

luggi schrieb am 17.05.2010 um 21:11 ENTSCHULDIGUNG Hiermit entschuldige ich mich bei der FC und Redaktion, dass ich mit  meinem Blogbeitrag „Für Rainer Kühn“ (ich verlinke nicht) beigetragen habe, dass ich Rainer Kühn trotz seiner absichtlichen Bekundung nach der  ersten Sperre, den Freitag zu verlassen, ihn motivierte, nach der Sperre zu posten. Nach allem was passiert ist unterstütze ich die Forderung von  Fro, Rainer Kühn hier nicht mehr zuzulassen.    Wat mutt datt mutt.

fidelche schrieb am 18.05.2010 um 08:21 @Fro schrieb am 17.05.2010 um 20:50 „Ich bin am überlegen eine Sperrung gegen dich, fidelche anzuregen.“  Hallo Fro,  ich bin mal gespannt wie Deine Begründung für Deinen Ausschluss-Antrag aussehen könnte. Etwa so:Fidelche hat ganz gemeine Sachen gegen Proudhon und Gesell geschrieben.Dann hat er noch behauptet Mussolini war mal Sozialist, bevor er Faschist wurde. Und immer wieder behauptet er dass die NSDAP regressive Kapitalismuskritik gemacht hat. Die NSDAP soll zwischen Produktionskapital und Finanzkapital unterschieden haben. Und dann schreibt er immer dass Marx Recht hatte und hat. Außerdem ist er ein böser Antideutscher. Der berühmte Claus Ludwig von der weltbekannten SAV hat uns erklärt was Antideutsche sind und was die für böse Sachen sagen. Ich und Uwe Theel und der TomGard und viele andere, wir bringen immer gute Argumente, beantworten alle blöden Fragen von fidelche und beleidigen tun wir ihn nie. Wir haben alle einen guten Diskussionsstil. Nur der fidelche nicht.

Rahab schrieb am 18.05.2010 um 08:47 ach fidelsche! mach dich doch nicht  lächerlich! wir sind hier nicht beim revolutionstribunal! in der sache jedoch: du (wie auch ein Kurz) müßtest schon erklären,  weshalb die theorie und die praxis der poalei zion/des arbeiterzionismus  nicht demselben fehler unterliegen wie das, was du (mit Kurz und anderen)  regressive kapitalismuskritik oder auch politische ökonomie des  (struktruellen) antisemitismus nennst.  und komm da bitte nicht mit hamas. sondern erkläre es mir aus den  schriften eines Syrkin, Gordon, Bochorov, Ruppin heraus!

Giuseppe Navetta schrieb am 18.05.2010 um 03:30 Ich teile die Einschätzungen und Erläuterungen von „fidelche“ in seinem Beitrag hier nicht, sehr wohl aber die ökonomiekritischen Arbeiten Claus  Peter Ortliebs…aber ein insgesamt besserer Umgang miteinander wäre  wünschenswert und eine sachlichere Diskussion ebenso!

hibou schrieb am 18.05.2010 um 07:14 Ich staune, wohin dieser blog so abdriftet. Muss wohl noch etwas laenger hier sein, um mitzukriegen, warum fidelche solche Agressionen weckt, und warum nu plötzlich Rainer Kühn wieder auftaucht? (Lieber waere mir, er würde in echt wiederkommen). Gibt es beim Freitag so was wie  „Seilschaften“? Bitte um Entschuldigung für die off-topic-Bemerkung, die an den obigen Beitraegen festzumachen ist. Aber ich fordere doch auch  niemandes Ausschluss?

Der Freitag schrieb am 18.05.2010 um 13:04 Liebe Nutzer,aufgrund wiederholter Verstöße gegen die AGB in diesem Thread von verschiedenen Usern schließen wir die Diskussion bis auf Weiteres.     Viele Grüße     Ihr Moderations-Team

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Damit gab ich mich nicht zufrieden und stellte das Blog – Silvio Gesell, Rudolf Steiner und die „braune Soße“ – ein. Nach diesem Blog wurde ich, ohne mir ersichtlichen Grund, deaktiviert. Ich bekam von der Redaktion nur die kurze Mitteilung, dass ich wegen angeblicher wiederholter Verstöße gegen AGB & Netiquette deaktiviert wurde. Ich bekam nie eine Vorwarnung oder ähnliches. In dem Gesell/Steiner-Blog verglich mit Rahab beispielsweise mit Eichmann und Dr. Mengele. Thinktankgirl verteidigte wie schon im Vorgängerblog die rassistischen und eugenischen Theorien, mit Begrifflichkeiten, wie „Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, von Gesell. Mit meiner Sperrung machte sich die „Freitags-Moderation“ zum Komplizen der Bloggerinnen Rahab und Thinktankgirl und somit scheinbar zum Komplizen von Silvio Gesells Menschenzucht-Theorien.

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